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Klinische Studien beginnen Valneva setzt auf Totimpfstoff

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Am Ende soll es möglichst mehrere Impfstoffe geben.

(Foto: REUTERS)

Neben den bereits bekannten Impfstoffentwicklern arbeiten auch andere an der Erfindung eines Vakzins gegen das Coronavirus. Das Unternehmen Valneva geht den traditionellen Weg mit einem Totimpfstoff und beginnt nun mit dessen Erprobung.

Das französisch-österreichische Biotech-Unternehmen Valneva beginnt in Großbritannien mit der klinischen Studie für seinen Corona-Impfstoffkandidaten. Das Mittel werde an 150 gesunden Erwachsenen getestet, teilte das Unternehmen mit Sitz im westfranzösischen Nantes mit. Dabei solle die Sicherheit des Impfstoffs überprüft werden sowie seine Fähigkeit, eine Immunantwort hervorzurufen. Das Unternehmen hat bereits Impfstoffe gegen die Japanische Enzephalitis und gegen Cholera entwickelt.

Valneva hofft darauf, dass sein Impfstoff im Herbst 2021 zugelassen werden kann. Ursprünglich war dies bereits für Mitte kommenden Jahres vorgesehen. Valneva setzt bei seinem Impfstoffkandidaten inaktive Coronaviren ein, um eine Immunantwort des Körpers hervorzurufen. Dieser sogenannte Totimpfstoff basiert auf einem traditionelleren Ansatz bei der Herstellung als der in Großbritannien bereits zugelassene Pfizer/Biontech-Impfstoff. Wegen dieses eher "altmodischen Herangehens" verspricht sich das Unternehmen eine größere Verträglichkeit vor allem für "anfällige Personen".

Ergebnisse aus der Studie soll es dem österreichischen "Standard" zufolge Anfang April geben. Parallel wird bereits die Phase-III-Studie vorbereitet. Produziert werden soll der Impfstoff bereits ab Jahresbeginn 2021, auch wenn sich das Produkt dann noch in der klinischen Phase befindet. Ohne diesen frühen Produktionsbeginn könne man die Lieferverpflichtungen nicht einhalten, heißt es vom Unternehmen. Großbritannien hat 60 Millionen Dosen des Vakzins vorbestellt, zudem sicherte sich die Regierung in London Optionen auf 130 Millionen weitere Dosen in den Jahren 2022 bis 2025.

Valneva liegt bei den Entwicklungsschritten hinter anderen Bewerbern. Die Europäische Arzneimittelbehörde Ema hatte am Dienstag angekündigt, dass sie am 21. Dezember ihr Gutachten über die Zulassung des Impfstoffs von Pfizer und Biontech vorlegen werde - acht Tage früher als ursprünglich geplant. In Großbritannien, den USA und Kanada wird der Corona-Impfstoff dank einer Notzulassung bereits verabreicht.

Quelle: ntv.de, sba/AFP

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