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Feuchte Raumluft gegen Corona Virus-Ausbreitung bei trockener Luft stärker

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Eine höhere Luftfeuchtigkeit könnte auch in öffentlichen Verkehrsmitteln das Ansteckungs-Risiko senken, sagen die Forscher.

(Foto: imago images/Westend61)

Die Luftfeuchtigkeit hat Einfluss auf die Verbreitung des Coronavirus in Innenräumen. Das haben Forscher nun herausgefunden. Besonders in den Wintermonaten wird diese Erkenntnis wichtig - nicht nur im Zusammenhang mit Covid-19.

Die Ausbreitung des Coronavirus wird nach Angaben eines Forscherteams aus Leipzig und Indien auch von der Luftfeuchtigkeit beeinflusst. "Liegt die relative Luftfeuchtigkeit der Raumluft unter 40 Prozent, dann nehmen die von Infizierten ausgestoßenen Partikel weniger Wasser auf, bleiben leichter, fliegen weiter durch den Raum und werden eher von Gesunden eingeatmet", erläuterte Ajit Ahlawat vom Institut für Troposphärenforschung in Leipzig. Besonders Aerosole, Mischungen winziger Teilchen in der Luft, gelten - neben der Schmierinfektion - als wichtiger Übertragungsweg von Corona.

Das Team aus Physikern aus Leipzig und des CSIR-National Physical Laboratory in New Delhi hatte zehn internationale Studien ausgewertet, die zwischen 2007 und 2020 den Einfluss der Luftfeuchtigkeit auf Erreger der Grippe und verschiedene Coronaviren untersuchten. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal "Aerosol and Air Quality Research" veröffentlicht.

Im Ergebnis empfehlen die Forscher, neben den bisher üblichen Maßnahmen wie Abstand und Masken auch die Raumluft zu kontrollieren. Eine relative Feuchte von 40 bis 60 Prozent könne die Ausbreitung der Viren und deren Aufnahme über die Nasenschleimhaut reduzieren.

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Die Erkenntnisse sind besonders für die kommende Wintersaison von Bedeutung, wenn sich die Menschen mehr in aufgeheizten Räumen aufhalten. "Das Erwärmen der Frischluft sorgt auch dafür, dass diese trocknet. In kalten und gemäßigten Klimazonen herrscht daher in Innenräumen während der Heizsaison meist ein sehr trockenes Raumklima. Dies könnte die Ausbreitung der Coronaviren fördern", erläuterte Alfred Wiedensohler von dem Leipziger Institut.

Bei höherer Luftfeuchtigkeit würden die Tröpfchen schneller wachsen, früher zu Boden fallen und könnten weniger von Gesunden eingeatmet werden. "Eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 40 Prozent in öffentlichen Gebäuden und im Nahverkehr würde daher nicht nur die Auswirkungen von Covid-19 reduzieren, sondern auch die von anderen Viruserkrankungen wie beispielsweise der saisonalen Grippe", erklärte Sumit Kumar Mishra vom National Physical Laboratory in New Delhi.

Quelle: ntv.de, bea/dpa

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