Fundsache

Grab gibt bedeutenden EinblickForschern gelingt "außergewöhnliche Entdeckung" in Mexiko

24.01.2026, 13:27 Uhr
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Archaeologen-entdecken-in-Mexiko-ein-1-400-Jahre-altes-Zapoteken-Grab-Das-gut-erhaltene-Grab-mit-Wandmalereien-Friese-und-Kalenderinschriften-wurde-in-San-Pablo-Huitzo-im-suedlichen-Bundesstaat-Oaxaca-gefunden
Es sei die bedeutendste archäologische Entdeckung des Landes im vergangen Jahrzehnt, sagte Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum. (Foto: picture alliance/dpa/Instituto Nacional de Antropologia e Historia (INAH))

Im Süden Mexikos machen Archäologen einen bedeutenden Fund: Sie stoßen auf ein besonders gut erhaltenes Grab von vor 1400 Jahren. Details wie Wandmalereien und Kalender-Schriften liefern wertvolle Informationen über das Leben der Zapoteken.

Mit dem Fund eines 1400 Jahren alten Grabs der zapotekischen Hochkultur in Mexiko ist einem archäologischen Team ein spektakulärer Erfolg gelungen. "Es handelt sich um die bedeutendste archäologische Entdeckung des letzten Jahrzehnts in Mexiko", sagte Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum. Das gut erhaltene Grab mit Wandmalereien, Friesen und Kalender-Inschriften war in San Pablo Huitzo im südlichen Bundesstaat Oaxaca gefunden worden.

Wie das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte mitteilte, schmückt eine Eule, die für die Zapoteken die Nacht und den Tod symbolisiert, den Eingang zum Vorraum. Ihr Schnabel bedeckt das aus bemaltem Stuck gefertigte Gesicht eines Zapoteken, dem die Anlage vermutlich gewidmet war. Figuren aus Stein und Wandmalereien repräsentieren Macht und Tod. An den Wänden der Grabkammer ist eine in ockerfarbenen, weißen, grünen, roten und blauen Tönen bemalte Prozession von Menschen zu sehen.

Kulturministerin Claudia Curiel sprach von einer "außergewöhnlichen Entdeckung", da das Grab gut erhalten sei und viele Informationen über die Kultur der Zapoteken offenbare. Es biete Einblicke in "ihre soziale Organisation, ihre Bestattungsrituale und ihre Weltanschauung, die in der Architektur und in Wandmalereien erhalten geblieben sind".

Die Zapoteken waren eine bedeutende präkolumbische Hochkultur in Mesoamerika, die ab ungefähr 500 v. Chr. das Tal von Oaxaca im heutigen Südmexiko besiedelte. Sie entwickelten Schriftsysteme, einen Kalender und waren bekannt für ihre Architektur, Keramik und Ahnenverehrung. Zudem errichteten sie mit Monte Albán eines der ersten großen urbanen Zentren - die Stadt zählte in ihrer Blütezeit etwa 35.000 Einwohner. 1987 wurde Monte Albán in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes aufgenommen. Ihre Nachfahren leben auch heute noch in Mexiko und sprechen eine eigene Sprache - das Zapotekisch.

Quelle: ntv.de, spl/dpa

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