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Twitter ist ein beliebtes Kommunikationsmittel des US-Präsidenten.
Twitter ist ein beliebtes Kommunikationsmittel des US-Präsidenten.(Foto: AP)
Mittwoch, 27. September 2017

Kein Teil der Testphase: Trump bekommt keine 280 Twitter-Zeichen

Twittern mit 280 Zeichen. Manch ein Nutzer ätzt schon, was der US-Präsident damit alles anstellen könnte. Doch vorerst muss Trump sich weiter auf 140 Zeichen beschränken.

US-Präsident Donald Trump wird auf Twitter nicht bevorzugt behandelt. Zwar dürfen einige Nutzer des Portals künftig längere Tweets verbreiten - die Textlänge wird in einer Testphase von 140 auf 280 Zeichen verdoppelt. Für Trump gilt das aber nicht. "Er gehört nicht zur Testgruppe", schrieb der Mitgründer des US-Unternehmens, Biz Stone, auf Twitter.

Twitter hatte zuvor angekündigt, dass die Reform zunächst mit einer kleinen Gruppe von Nutzern getestet werden solle. Dies löste Spekulationen aus, dass der US-Präsident zu den Testpersonen gehören könnte. Trump nutzt Twitter ausgiebig und leidenschaftlich zur Verbreitung seiner oft polemischen Botschaften.

Ein Nutzer hatte dem Unternehmen sarkastisch dafür gedankt, dass es dem Präsidenten "zwei Mal so viel Raum gibt, statt sich um den Mist zu kümmern, den er bereits mit 140 Zeichen angerichtet hat". Ein anderer User schrieb: "Indem man Trump 280 Zeichen gibt, mit denen er spielen kann, bettelt man geradezu um einen internationalen Vorfall."

Allerdings versteht es der US-Präsident - wie viele andere Nutzer - bereits jetzt, die 140-Zeichen-Grenze zu überwinden, indem er zu manchen Themen Ketten aus direkt aufeinander folgenden und inhaltlich zusammenhängenden Twitter-Botschaften bastelt.

Zuletzt hatte es aber eine ganz andere Diskussion um Trumps Twitter-Nutzung gegeben. Indirekt hatte der Präsident auf dem Dienst Nordkorea mit der Vernichtung gedroht, was Pjöngjang als Kriegserklärung interpretierte. Etliche Nutzer warfen Trump daraufhin vor, mit der Drohung gegen die Nutzungsregeln des Dienstes zu verstoßen.

Twitter reagierte aber anders: Das Unternehmen will die Nutzungsbedingungen anpassen. Dort sollen auch "Nachrichtenwert" und "öffentliches Interesse" festgeschrieben werden, wenn es um die Bewertung von Tweets und ihre mögliche Löschung geht. Auch Twitter-Chef Jack Dorsey hatte betont, für den Präsidenten würden die gleichen Rechte gelten, bei Tweets mit Nachrichtenwert würden die Nutzungsbedingungen jedoch angepasst.

Quelle: n-tv.de

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