Kurznachrichten

Nach Polizeieinsatz in Schwaben: Mehrere "Zwölf Stämme"-Famlien ziehen weg

Nach einem Polizeieinsatz bei der umstrittenen Sekte "Zwölf Stämme" in Schwaben und Mittelfranken sollen mehrere Eltern mit ihren Kindern Deutschland verlassen haben. Fünf Jugendliche aus der Glaubensgemeinschaft in Klosterzimmern bei Deiningen seien nach Österreich abgemeldet worden, teilte das Landratsamt Donau-Ries in Donauwörth mit.

Die deutschen Behörden hätten keinerlei Kontakt mehr zu den Familien. Zwei weitere Mädchen seien aus Heimen geflüchtet. Ob sie wieder bei ihren Familien sind, sei nicht bekannt.

Im vergangenen September hatte die Polizei wegen Prügelvorwürfen rund 40 Kinder aus den Gemeinschaften in Deiningen und in Wörnitz geholt. Seitdem gab es zahlreiche Verfahren bei Familiengerichten; viele Eltern wehrten sich gegen die Unterbringung ihrer Kinder in Pflegefamilien und Heimen. Einige Kinder durften daraufhin zurück. Die "Zwölf Stämme" sorgen für Schlagzeilen, weil sie ihre Kinder züchtigen sollen und diese nicht in staatliche Schulen schicken. Von dem Umzug der fünf Jugendlichen wurde das Kreisjugendamt Ende April informiert. "Es wurden dem Landratsamt keine Adressen benannt, so dass nicht bekannt ist, ob und gegebenenfalls wo sich die Kinder derzeit in Österreich aufhalten", hieß es in einer Erklärung des Amtes.

Quelle: n-tv.de

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