Kurznachrichten
Montag, 17. Oktober 2016

Schulreform in Frankreich: Zahl der Deutschschüler steigt

Im Zuge einer umstrittenen Schulreform in Frankreich ist die Zahl der Deutschschüler leicht angestiegen. Im diesem Schuljahr lernen an den Mittelschulen des Landes knapp 517.000 Schüler Deutsch und damit sechs Prozent mehr als im Vorjahr, wie das französische Bildungsministerium in Paris mitteilte. Demnach nehmen derzeit 15,6 Prozent der Mittelschüler am Deutschunterricht teil. Vor einem Jahr waren es noch 14,5 Prozent.

Die mit diesem Schuljahr in Kraft getretene Reform der Mittelschule war lange Zeit heftig umstritten. Für Ärger sorgte unter anderem die Umstrukturierung des Fremdsprachenunterrichts am Collège, einer vierjährigen Gesamtschule zwischen Grundschule und Gymnasium.

Im Zuge der Reform wurde der Beginn des Unterrichts der zweiten Fremdsprache um ein Jahr vorgezogen. Gleichzeitig wurden aber spezielle Sprachenzüge gestrichen, in denen zwei Fremdsprachen - häufig Englisch und Deutsch - bereits ab dem ersten Jahr der Mittelschule unterrichtet wurden.

Das sorgte bei französischen Deutschlehrern, aber auch in Deutschland für Befürchtungen, die Zahl der Deutschschüler in Frankreich könne sinken. Im April 2015 protestierte sogar die damalige deutsche Botschafterin in Paris gegen die Reform und warnte vor negativen Auswirkungen auf die deutsch-französischen Beziehungen.

Quelle: n-tv.de

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