Zukunftsmacher

Ärzte, Patienten und Angehörige Kontrolle per Gesundheitsbuch

Ist der Blutdruck in Ordnung? Ist der Blutzucker im grünen Bereich? Gerade ältere Menschen müssen auf solche Faktoren achten. Mit dem "Gesundheitsbuch" liefert gfnmediber ihnen eine Software, die das Leben leichter macht.

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Die aktuellen Werte werden direkt an Ärzte und Angehörige übertragen.

Blutdruck, Blutzucker oder Schmerzemepfindungen – ältere oder kranke Menschen müssen solche Werte stets im Auge behalten und auch die betreuenden Ärzte müssen auf dem Laufenden bleiben. Für Erika Seefluth ist das jetzt ganz einfach: Sie testet das "Gesundheitsbuch", eine Softwarelösung, die Ärzte und Angehörige auf Tastendruck über das aktuelle Befinden informiert. Erika Seefluths Tochter Ellen Wellmann kann sich so immer dann über den Gesundheitszustand ihrer Mutter informieren, wenn es ihr stressiger Job gerade zulässt. Ein echter Pluspunkt für die vielbeschäftigte Ärztin: "Ich bin viel unterwegs, und da geben mir diese Informationen ein sicheres Gefühl."

Hinter dem "Gesundheitsbuch" steht die Firma "gfnmediber". Schon länger betreuen die Berliner Gesundheitsspezialisten Projekte in Krankenhäusern, Reha- oder Fachkliniken. Jetzt sollen die Erfahrungen bei medizinischen Softwarelösungen auch für Patienten nutzbar gemacht werden - eben mit dem Gesundheitsbuch. Anwender geben die aktuellen Daten zu ihrem Gesundheitszustand ein und Angehörige können so auch aus der Ferne prüfen, ob alles in Ordnung ist und Hausärzte können auf die Verlaufsdaten zugreifen. "Es ist immer schöner, wenn der behandelnde Arzt genau weiß, wen er vor sich hat und danach die passende Therapie einleiten kann", meint gfnmediber-Geschäftsführer Frank Lachnit.

Microsoft ist wichtiger Partner

Ärzte wie Max-Alfred Schaudig haben damit völlig neue Möglichkeiten bei der Beobachtung gerade älterer Patienten. Und das, ohne ihnen dafür jedes Mal einen Arztbesuch zumuten zu müssen, lobt der Oberarzt im Wichern-Krankenhaus in Berlin Spandau:  "Mit dem Gesundheitsbuch haben wir eine Kommunikationsebene, die uns unheimliche Erleichterung verschafft." Was Fachleute begeistert, hat auch Microsofts Gründerinitiative überzeugt: gfnmediber ist in Microsofts Gründernetzwerk "unternimm was" aufgenommen worden. Frank Lachnit ist froh über diese Unterstützung durch einen großen technologieorientierten Partner: "Das eröffnet uns Marktzugänge und gibt uns die technologische Basis, um unsere  Alleinstellungsmerkmale zu prägen. Diese Netzwerke nutzen zu können, ist schon extrem wichtig für uns."   

Nun steckt das Gesundheitsbuch mitten im Feldtest. Die Vorbereitungen für den Marktstart Mitte des Jahres laufen bereits auf Hochtouren. Testpatientin Erika Seefluth möchte das Gesundheitsbuch schon jetzt nicht mehr missen.

Quelle: ntv.de, ino