Zukunftsmacher

Crossvertise Werbung aus der Cloud

Ob Plakatwand, Radio- oder Fernsehspot: Die einen haben die Werbeplätze, die anderen wollen werben. Um beide Seiten zusammenzubringen, wurde Crossvertise gegründet. Die Idee dieses Online-Marktplatzes ist einzigartig.

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Werbeflächen finden und gleich auch buchen - mit Crossvertise ist das einfach möglich.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

"Cloud Computing" heißt das Zauberwort, mit dem man bei Investoren derzeit offene Türen einrennt. Die gigantischen Wachstumsaussichten sorgen am eigentlich dümpelnden Markt der Unternehmens-Neugründungen für eine Sonderkonjunktur. Denn die Vorteile der virtualisierten IT-Infrastuktur ganz ohne eigene Speicher und Rechenzentren liegen auf der Hand.

"Weil keine eigenen Server gebraucht werden und alles in die Cloud verlagert wird, fallen Investitionskosten weg", erklärt Carsten Rudolph, Geschäftsführer des Münchner Finanzierungsnetzwerks "evobis". Außerdem könne man schneller entwickeln, weil Cloud-Services wie Microsoft Azure Funktionalitäten schon mitbringen, die nicht noch mal neu programmiert werden müssten. "Der Geschwindigkeitsgewinn bei der Programmierung einer Software ist ganz erheblich", lobt Rudolph.

Raussuchen und buchen

Davon profitiert auch das Münchner IT-Startup Crossvertise, das ebenfalls auf die neue Cloud-Technologie setzt. Mit ihrer Hilfe wird Kunden ein revolutionärer Marktplatz für das Buchen von Werbung angeboten, den es so bislang noch nicht gab und der die Mediaplanung vieler Firmen erheblich vereinfachen könnte: "Leute können sich ohne viel Fachwissen über die Plattform Plätze für Radio-, TV- oder Printwerbung heraussuchen, vergleichen und dann auch einfach buchen", beschreibt Geschäftsführer Matthias Völcker die Idee.

Einfach Buchen bedeutet bei einem Plakat zum Beispiel: Die Kunden suchen sich die gewünschte Werbefläche aus, erfahren online sofort den Preis für ihr Plakat und buchen dann per Mausklick. Das macht Werben einfacher, egal ob für kleine Gewerbetreibende oder für Agenturen, die damit viel Arbeit und Kosten sparen. Kein Wunder, dass Investoren mit Crossvertise längst in intensiven Verhandlungen stehen.

Investoren stehen Schlange

"Zunächst wird die Marktsituation geprüft", weiß Carsten Rudolph. "Gibt es Konkurrenten im gleichen Feld oder konkurrierende Verfahren?" Wenn nicht – wie im Fall von Crossvertise – findet das natürlich das besondere Interesse der Investoren. Bei Crossvertise glaubt man jedenfalls fest an den Erfolg der neuartigen Geschäftsidee: "Man muss keine teure Software oder teure Daten kaufen. Nur wenn tatsächlich eine Transaktion abgeschlossen wird zahlt der Kunde oder die Agentur für die Nutzung der Plattform, und kommt dabei auch noch ziemlich günstig weg", beschreibt Völcker das Geschäftsmodell.

So produziert der kommende Milliardenmarkt "Cloud Computing" schon heute neue Geschäftsideen, die noch vor wenigen Jahren undenkbar waren. Eine bessere Werbung kann es für die neuen Datenwolken kaum geben.

 

 

Quelle: ntv.de, ino