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Die Neigetechnik bleibt Carver kehrt als E-Mobil zurück

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Der Carver-E ist als reines Stadtfahrzeug und als Alternative zum Roller gedacht.

(Foto: Carver)

Der Carver war einst als reines Spaßmobil konzipiert worden. Was das Fahren betraf, war das auch Programm, doch schon beim Preis hörte der Spaß auf. Eine E-Variante greift jetzt die Idee des Schräglagenchampions auf, wird aber kaum 45 km/h schnell.

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Der Neigungswinkel von 45 Grad bleibt auch beim Carven-E bestehen.

(Foto: Carver)

Es war Anfang 2000, als das holländische Dreirad Carver One Auto- und Motorradfans gleichermaßen in Verzückung versetzte. Der von einem Daihatsu-Dreizylinder mit 68 PS angetriebene Kabinenroller bereitete dank einer Neigungstechnik mit bis zu 45 Grad Schräglage vor allem in schnellen Kurven ungeheuren Spaß. Wohl auch angesichts eines Kaufpreises von knapp 60.000 Euro blieb der Absatz auf bescheidenem Niveau. Lediglich 200 Exemplare wurden verkauft. Letztlich führte dies in eine Pleite in mehreren Akten. Jetzt ist ein Comeback des Carver geplant, das mit einer Neuausrichtung als urbanes E-Mobil und einem deutlich gesenkten Preis einhergeht.

Wie beim Ur-Carver setzt auch die Neuauflage auf das Dreirad-Prinzip sowie eine schmale Kabine mit zwei hintereinander angeordneten Sitzplätzen. Hinter den Sitzplätzen befindet sich ein Gepäckabteil mit einem Ladevolumen von 75 Litern. Optisch wurde die um gut 40 Zentimeter auf 2,89 Meter Länge geschrumpfte zweite Generation in einigen Details wie etwa dem Frontdesign überarbeitet. Entscheidender ist jedoch der neue E-Antrieb, der sich aus zwei jeweils 2,7 PS starken Motoren zusammensetzt, die eine auf 45 km/h beschränkte Höchstgeschwindigkeit erlauben.

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Lediglich 8000 Euro soll der City-Stromer kosten.

(Foto: Carven)

Die soll der gut 330 Kilogramm schwere Zweisitzer in 4 Sekunden erreichen. Der Vortrieb ist also eher unspektakulär, dafür kann sich aber die Fahrgastkabine weiterhin bei Kurvenfahrten bis zu 45 Grad seitlich neigen. Dank seiner vor Regen schützenden Kabine empfiehlt sich der Carver vor allem als E-Roller-Alternative für die Stadt. Für dieses Einsatzspektrum bietet das Dreirad eine mit 5,3 kWh ausreichend dimensionierte Batterie, die bis zu 100 Kilometer Reichweite ermöglichen soll. Geladen wird an einer normalen Steckdose, was bis zu sechseinhalb Stunden dauert.

Der Carver bietet darüber hinaus praktische Details wie etwa ein variables Dach, welches sich bei gutem Wetter öffnen lässt. Außerdem verfügt der kleine Stromer über Scheibenwischer und einen 75 Liter großen Kofferraum. Angesichts der Geschwindigkeits- und Leistungsbeschränkung handelt es sich um ein Leichtfahrzeug, das in Deutschland mit Versicherungskennzeichen und der Führerscheinklasse AM gefahren werden darf. Der ab Herbst erhältliche Stromer soll rund 8000 Euro kosten. Fahren darf den Carver-E wer einen Autoführerschein besitzt.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x

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