Auto

Aurus Senat vom Fließband Russland produziert Luxus-Limo in Serie

imago0096694765h.jpg

Tausende Fahrzeuge sollen künftig pro Jahr hergestellt werden.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Präsident Putin fährt ihn seit Jahren, nun wird Russland den Aurus Senat für den freien Verkauf herstellen. Eine Luxuslimousine, die an einen Rolls-Royce erinnert und mehr als 200.000 Euro kosten soll. Auch in Europa dürfte das Auto eines Tages erhältlich sein.

Nach jahrelanger Entwicklung hat Russland die Serienproduktion der schon länger von Präsident Wladimir Putin gefahrenen Luxuslimousine Aurus Senat aufgenommen. "Das ist tatsächlich ein würdiges Qualitätsauto, das den weltweiten Standards entspricht", sagte Putin bei einer Videoschalte zum Start der Fließbandproduktion.

Bisher hatte es nur einzelne Modelle der neuen russischen Staatskarosse gegeben, mit der Putin immer wieder selbst vorfährt. Erstmals öffentlich vorgeführt wurde der Aurus Senat, der in manchem an einen Rolls-Royce erinnert, bei Putins Amtseinführung im Mai 2018. Die Produktionsanlage von Ford Sollers steht in Jelabuga in der russischen Teilrepublik Tatarstan. In diesem Jahr sollten bis zu 350 Fahrzeuge vom Band laufen, sagte der Minister für Industrie und Handel, Denis Manturow. Künftig sollten bis zu 5000 Fahrzeuge pro Jahr hergestellt werden in verschiedenen Ausstattungen. Der Startpreis liege bei 18 Millionen Rubel (etwa 202.000 Euro).

Auch nach Europa soll exportiert werden

Im Einsatz sind die Limousinen bisher bei der russischen Regierung und beim Kreml. Damit will sich der Machtapparat auch abgrenzen von den bisher breit genutzten Modellen der Marke Mercedes. Aurus-Generaldirektor Adil Schirinow sagte, dass rund 70 Prozent der Fahrzeuge für den Export bestimmt seien. Zunächst habe Russland vor allem den Nahen Osten und Nordafrika als Markt im Blick, aber künftig auch China, Lateinamerika und Europa.

Nach Angaben des Herstellers gibt es auch eine fertig ausgearbeitete Aurus-Variante mit einem Wasserstoffantrieb. Russland arbeitet nach einer Anordnung Putins seit 2012 an der Entwicklung dieses neuen Fahrzeugs, das unter dem Projektnamen Kortesch begonnen hatte. 6,6 Milliarden Rubel (rund 74 Millionen Euro) seien in die Produktionsanlagen geflossen, hieß es.

Quelle: ntv.de, mbe/dpa

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.