Gebrauchte

Gebrauchtwagencheck Mazda2 - Gut, aber auch nicht günstig

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Der Mazda2 ist vielleicht nicht mehr ganz nah am Zahn der Zeit, aber immer sehensnwert und vor allem zuverlässig.

(Foto: Mazda)

Normalerweise purzeln die Preise, wenn Kleinwagen in die Jahre kommen. Nicht so beim Mazda2. Selbst im fortgeschrittenen Alter ist der Japaner kein Schnäppchen. Die Gründe dafür sind aber durchaus positiv.

Wer einen Kleinwagen neu kaufen will, muss heutzutage stolze Summen investieren. Der aktuelle Mazda2 zum Beispiel kostet bereits in der Basisversion deutlich über 14.000 Euro. Doch dank seiner mittlerweile über sechs Jahre währenden Bauzeit tummeln sich einige tausend Exemplare auf dem Gebrauchtmarkt. Manche bekommt man bereits für die Hälfte des Neupreises. Für Schnäppchen-Jäger ist allerdings selten was dabei, denn der kleine Japaner hat Langzeitqualitäten, wie sein gutes Abschneiden beim TÜV-Report zeigt.

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Am Anfang gab es den kleinen Mazda2 sogar mit Dieseltriebwerk.

(Foto: Mazda)

Wenn auch leicht in die Jahre gekommen, kann sich der 4,06 Meter lange Fünftürer weiterhin sehen lassen. Auffällig sind der große Kühlergrill und die scharf dreinschauenden Scheinwerfer. Charakterlinien in den Flanken verleihen ihm eine gewisse Grunddynamik. Angesichts seiner erfreulich kompakten Abmessungen ist der Mazda2 allerdings kein Raumriese. Der 280 Liter große Kofferraum ist klassisch erweiterbar. Wird die Rückbank umgeklappt, stehen bis zu 950 Liter Stauraum zu Verfügung.

Am Anfang auch mit Diesel

Aufgrund der dabei entstehenden hohen Kante lässt sich dieser jedoch nicht immer optimal nutzen. Der Fond fällt schon für durchschnittlich große erwachsene Fahrgäste etwas knapp aus. Das qualitativ überzeugende Cockpit präsentiert sich aufgeräumt. Kurios ist der zentrale Drehzahlmesser im Kombiinstrument mit digitaler Tempoanzeige. Lohnen kann sich die Suche nach Gebrauchten mit Head-up-Display, denn hier werden fahrrelevante Informationen direkt ins Blickfeld des Fahrers projiziert.

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Der Innenraum ist typisch Mazda und setzt eher auf analoge Instrumente als auf digitalen Überschwang.

(Foto: Mazda)

Der Mazda2 gehört zu den wenigen modernen Kleinwagen, die mit Diesel zu haben sind. Allerdings flog der 105 PS starke Zweiliter-Selbstzünder bereits 2018 aus dem Programm, weshalb nur sehr wenige Gebrauchte mit Diesel angeboten werden. Sehr zahlreich vertreten ist hingegen der in drei Leistungsstufen verfügbare 1,5-Liter-Vierzylinderbenziner. Den Saugbenziner gibt es mit 75 PS, 90 PS und 115 PS. Bereits mit der mittleren Version ist man ausreichend flott unterwegs. Der Antrieb gefällt mit gleichmäßiger und linearer Kraftentfaltung und einem Praxisverbrauch von rund 5,0 Litern. Allein die 90-PS-Variante ist alternativ zur sonst obligatorischen Sechsgang-Handschaltung auch mit Sechsgang-Automatik erhältlich. Versionen mit dem Komfortgetriebe finden sich sogar in größerer Zahl auf dem Gebrauchtmarkt.

Obacht bei den Achsfedern

Der Mazda2 fährt sich flink und wendig. Mit exakter Lenkung und dem neutralen Fahrverhalten ist sogar ein wenig Fahrspaß angesagt. Lediglich auf schnelle harte Stöße reagieren die Dämpfer allergisch, für den Alltag ist der Unterbau dennoch ausreichend kommod. Negativpunkt: Die Achsfedern des kleinen Mazda sind die Achillesferse in der TÜV-Bilanz, denn sie werden häufiger als im Schnitt von den Prüfern beanstandet.

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Mit einem Kofferraumvolumen von 290 Litern steckt der Kleine Mazda2 ordentlich was weg.

(Foto: Mazda)

Mit vier von fünf Sternen beim EuroNCAP-Test hat sich der Mazda2 im Jahr 2015 recht ordentlich aus der Affäre gezogen. Wer mehr Sicherheit will, kann noch in Ausstattung investieren. So bietet die Komfort-Version "Kizoku Intense" neben beheizbaren Teilleder-Sitzen auch diverse Fahrhilfen wie Müdigkeits-, Fernlicht-, Spurhalte- und Spurwechsel-Assistenten sowie eine Notbremsfunktion. Das optionale Infotainment-System wird über einen Dreh-Drück-Schalter gesteuert und lässt sich daher – ähnlich wie das "iDrive"-Vorbild von BMW – angenehm intuitiv bedienen.

Insgesamt mit positiver Bilanz beim TÜV

Im Detail gibt es wenig, dass beim Mazda2 Sorgen bereitet. Einzig die bereits angesprochenen Achsfedern werden beim TÜV relativ häufig bemängelt. Verwehren die Prüfer dem Mazda2 die Plakette, kann das unterschiedlichste Gründe haben, die aber nicht auf systematische Mängel hindeuten. Insgesamt ist die HU-Bilanz des kleinen Japaners positiv, denn seltener als der Durchschnitt seiner Klasse fällt er durch die Untersuchungen. Allerdings tritt er bei den Hauptuntersuchungen auch mit vergleichsweise niedrigen Laufleistungen an.

Fazit: Wer mal etwas anderes fahren möchte als VW Polo, Renault Clio oder Peugeot 208 ist beim Mazda2 gut aufgehoben. Zwar hat der kleine Japaner ein paar Schwächen, im Großen und Ganzen kann für den gefälligen Kleinwagen aber definitiv eine Kaufempfehlung ausgesprochen werden. Wer es sich leisten kann, nimmt einen jungen Gebrauchten mit niedriger Laufleistung und Restgarantie. Exemplare mit vertretbaren Kilometerständen und dem kleinen Benziner starten auf den einschlägigen Online-Börsen ab 7500 Euro. Wer den Mazda2 in der besonders häufig angebotenen 90-PS-Version will, sollte eher 9000 Euro veranschlagen. Für die seltene Topmotorsierung werden in der Regel noch fünfstellige Summen aufgerufen.

Quelle: ntv.de

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