Der Tag
17. Juli 2021
imagemit Max Perseke
Zum Archiv
DaM_Banner_livestream_border_btm
22:28 Uhr

Das war Samstag, der 17. Juli 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

auch heute ist die Zahl der Toten nach der Unwetterkatastrophe erneut um Dutzende gestiegen. Am Abend lag sie schließlich bei 143. Alleine im Großraum Ahrweiler bezifferte die Polizei die Zahl der Toten auf 98, darunter zwölf Bewohner einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung in Sinzig, an der Mündung der Ahr in den Rhein. In Hinblick auf die Opfer der Unwetterkatastrophe sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: "Ihr Schicksal zerreißt uns das Herz."

Für Irritationen sorgte, dass Armin Laschet auf Mitschnitten von Steinmeiers Rede im Hintergrund lachend und scherzend zu sehen war. Doch für den dadurch entstandenen Eindruck entschuldigte sich der Kanzlerkandidat der Union direkt. Die Rettungsarbeiten, das Bergen, das Trauern wird auch in den nächsten Tagen das Geschehen bestimmen - und hier und da eben auch eine Geschichte mit Politikern.

Zum Abschluss des Tages möchte ich Ihnen nun noch ein paar weitere Themen ans Herz legen:

Ich wünsche Ihnen ein schönes Rest-Wochenende - bleiben Sie sicher und gesund!

Das war Samstag, der 17. Juli 2021
21:48 Uhr

Spike Lee verrät Gewinnerfilm in Cannes zu früh

image
Spike Lee ist selbst Regisseur und gilt als einer der profiliertesten amerikanischen Filmemacher der letzten 50 Jahre. (Foto: picture alliance / Vianney Le Caer/Invision/AP)

"Do The Right Thing" heißt ein Film des US-amerikanischen Regisseurs Spike Lee - als Präsident der diesjährigen Jury des Filmfestivals Cannes hat er bei der Preisverleihung aber etwas ganz Falsches gemacht und damit für Aufregung gesorgt. Als ihn die Moderatorin der Abschlussgala fragte, in welcher Kategorie der erste Preis verkündet werden solle, antwortete der US-Amerikaner: "Der Film, der die Goldene Palme gewonnen hat, ist Titane" - und die anderen Jurymitglieder zuckten sichtbar zusammen.

Aufgeregt wurde dann auf der Bühne getuschelt und als erstes schließlich Caleb Landry Jones als bester Schauspieler für "Nitram" geehrt. Viele fragten sich aber: Hatte der 64-Jährige damit schon den Hauptpreis bekannt gegeben? Und das hatte er. Das wurde allerdings erst klar, als später am Abend wirklich die Goldene Palme vergeben wurde: an "Titane" der Französin Julia Ducournau.

Spike Lee verrät Gewinnerfilm in Cannes zu früh
21:21 Uhr

Biden will sich weiter für die "Dreamer" einsetzen

"Zutiefst enttäuschend" hat US-Präsident Joe Biden heute die Entscheidung eines Gerichts in Texas genannt. Dieses hatte das sogenannte Daca-Schutzprogramm für junge Einwanderer ohne dauerhaftes Aufenthaltsrecht gekippt. Das Gericht erklärte das vom früheren US-Präsidenten Barack Obama entworfene Programm, das manche minderjährige Einwanderer vor der Ausweisung schützt, für rechtswidrig. Präsident Joe Biden kündigte am Samstag an, gegen die Entscheidung aus Houston in Berufung zu gehen.

Obama hatte den sogenannten "Dreamers" (Träumern) mit seinem Dekret von 2012 eine begrenzte Aufenthalts- sowie eine Arbeitserlaubnis, jedoch kein Einbürgerungsrecht zugestanden. Rund 700.000 minderjährige Migranten wurden dank dieser Verordnung vor einer Abschiebung aus den USA geschützt.

Biden will sich weiter für die "Dreamer" einsetzen
20:43 Uhr

Goldene Palme geht das zweite Mal an eine Regisseurin

image
Julia Ducournaus Film erntete schon beim Publikum großen Applaus - und nun die Anerkennung der Jury in Cannes. (Foto: picture alliance / abaca)

Die Goldene Palme in Cannes geht in diesem Jahr an den französischen Film "Titane" - und damit das zweite Mal in der Geschichte des Festivals an das Werk einer Regisseurin. Die Jury kürte das Fantasy-Drama der Französin Julia Ducournau zum besten Film des diesjährigen Wettbewerbs. Bisher hatte erst einmal eine Frau die wichtige Auszeichnung bekommen - Jane Campion im Jahr 1993 für "Das Piano".

"Titane" ist gewissermaßen ein feministischer Horrorfilm - mit der Protagonistin Alexia im Mittelpunk. Wenn ihr ein Mann zu aufdringlich wird, sticht sie ihm ihre spitze Haarnadel durchs Ohr in den Schädel. Auch andere, die ihr in die Quere kommen, werden umgebracht. Nach Sex mit (genau: mit!) einem Auto wird sie schwanger, und um der Polizei zu entfliehen, gibt sie sich als vor langer Zeit verschwundener Sohn eines Feuerwehrchefs aus.

Goldene Palme geht das zweite Mal an eine Regisseurin
20:25 Uhr

Laschet entschuldigt sich nach Lach-Fauxpas

Lachend und scherzend war Armin Laschet während der Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im nordrhein-westfälischen Hochwassergebiet zu sehen - und erntete dafür einiges an Empörung. Nun hat sich der Kanzlerkandidat der Union öffentlich entschuldigt. Er bedauere den Eindruck, der durch eine Gesprächssituation entstanden sei. "Dies war unpassend und es tut mir leid", schrieb Laschet im Kurznachrichtendienst Twitter. "Uns liegt das Schicksal der Betroffenen am Herzen, von dem wir in vielen Gesprächen gehört haben."

Auf Fernsehbildern und Aufnahmen von Fotografen ist der CDU-Politiker während einer Rede des Bundespräsidenten in Erftstadt im Hintergrund zu sehen. In einer Sequenz scherzen Laschet und seine Begleiter. Zu sehen ist, wie er sich lachend zu seinen Begleitern dreht.

Laschet entschuldigt sich nach Lach-Fauxpas
19:38 Uhr

Großer Schritt nach vorne im Trierer Stadtteil Ehrang

Inmitten der Hiobsbotschaften rund um das Hochwasser gibt es hier und da gute Nachrichten: In dem vom Hochwasser massiv betroffenen Trierer Stadtteil Ehrang sind die Aufräumarbeiten ein gutes Stück vorangekommen. "Den Feuerwehren und dem THW gelang es, rund 650 von 700 betroffene Häuser leer zu pumpen", teilte die Stadt mit. Derzeit werde davon ausgegangen, dass keines der Häuser einsturzgefährdet sei, diese Einschätzung könne sich aber noch ändern.

In Trier-Ehrang war am Donnerstag die Kyll über die Ufer getreten und hatte große Teile des Stadtteils überschwemmt. Etwa 1000 Einwohner waren nach Angaben der Stadt Trier in Sicherheit gebracht worden. Zudem mussten ein Altenheim und ein Krankenhaus evakuiert werden. Am Samstag konnten die ersten Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Großer Schritt nach vorne im Trierer Stadtteil Ehrang
19:04 Uhr

Drei Tote nach Sprung aus brennendem Haus

Um den Flammen im achten Stock eines Hauses zu entgehen, sind mehrere Menschen im südfranzösischen Marseille aus dem Fenster gesprungen - drei von ihnen kamen dabei ums Leben. Eine vierte Person überlebte den Sprung laut einem Polizeisprecher. Medienberichten zufolge könnte es sich dabei um einen Säugling handeln. Die Menschen sprangen demnach aus dem achten Stock. Mindestens neun weitere Menschen sollen bei dem Brand am frühen Morgen verletzt worden sein, davon zwei schwer.

Wie der französische Sender France Info mit Verweis auf die Staatsanwältin von Marseille, Dominique Laurens, berichtete, gehen die Behörden von einer kriminellen Tat aus. Es habe zwei Feuer in dem Haus gegeben, eines im sechsten Stock und eines im Treppenhaus.

Drei Tote nach Sprung aus brennendem Haus
18:36 Uhr

Zweiter Hadsch während Pandemie mit mehr Pilgern und Desinfektions-Robotern

image
Der Hadsch ist eine Säule des Islam, der Roboter eine Säule der Pandemiebekämpfung vor Ort in Mekka. (Foto: picture alliance/dpa/Saudi Press Agency)

Jeder gläubige Muslim und jede gläubige Muslima sollen einmal im Leben auf der Hadsch nach Mekka pilgern. Ab diesem Sonntag findet in Saudi-Arabien zum zweiten Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie die wichtigste muslimische Wallfahrt statt. Die Zahl der zulässigen Pilger wurde von 10.000 im vergangenen Jahr auf rund 60.000 Gläubige erhöht. Das ist immer noch ein Bruchteil der mehr als zwei Millionen Muslime, die sich 2019 an der Wallfahrt beteiligt hatten. Hunderte Muslime trafen bereits am Samstag in Mekka ein. Wie im vergangenen Jahr sind wegen der Pandemie keine ausländischen Pilger zugelassen.

Beim diesjährigen Hadsch gelten erneut strenge Regeln, um eine weitere Ausbreitung des Virus möglichst zu verhindern. Dazu gehören Abstandsregeln und Maskenpflicht sowie Roboter, die im Hof der Großen Moschee von Mekka etwa Desinfektionsmittel versprühen. Alle teilnehmenden Pilger müssen geimpft und zwischen 18 und 65 Jahren alt sein sowie in Saudi-Arabien leben.

Zweiter Hadsch während Pandemie mit mehr Pilgern und Desinfektions-Robotern
18:01 Uhr

Frau ersticht Familienangehörigen vor Passanten

Bei einem Streit in der Öffentlichkeit hat eine Frau im oberfränkischen Ebermannstadt einem Mann aus ihrer Familie tödliche Schnittwunden zugefügt. Passanten wurden auf die Auseinandersetzung aufmerksam und überwältigten die 53-Jährige, wie die Polizei mitteilte. Wenig später trafen demnach Beamte ein, die die Tatverdächtige festnahmen.

Ein Notarztteam leitete vergeblich Reanimationsmaßnahmen ein - der 32-Jährige erlag noch am Tatort seinen schweren Verletzungen. In welchem Familienverhältnis die beiden zueinander standen, war zunächst unklar. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bamberg nahmen die Ermittlungen auf.

Frau ersticht Familienangehörigen vor Passanten
17:27 Uhr

Lachender Laschet während Rede vor Flutopfern sorgt für Empörung

Auf mehreren Videomitschnitten, die gerade kräftig in den sozialen Netzwerken geteilt werden und für Empörung sorgen, ist ein lachender und anscheinend scherzender Armin Laschet zu erkennen. Eigentlich ist Frohsinn ja kein Problem. Nur auf den Videos ist der Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens und Kanzlerkandidat der Union nur ein paar Meter hinter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu sehen, der sich im gleichen Moment bemüht, im vom Hochwasser betroffenen Erftstadt die richtigen Worte für die Opfer der Flutkatastrophe zu finden.

So sorgen die Ausschnitte, die auf Fernsehbildern beruhen und von verschiedenen Usern mit Fokus auf Laschet vergrößert wurden, dann auch für große Empörung unter den Twitter-Usern. Ein User kommentiert: "Unser Staatsoberhaupt gibt ein besonnenes Statement nach einer Naturkatastrophe ab, die viele Menschenleben gekostet hat und Ortschaften verwüstet hat. Und Armin Laschet lacht sich im Hintergrund krumm. Einfach unwürdig."

Lachender Laschet während Rede vor Flutopfern sorgt für Empörung
16:49 Uhr

Nun dritter Ausbruch Afrikanischer Schweinepest bei Hausschweinen

Nahe einer der beiden brandenburgischen Schweinehaltungen, in denen schon zuvor die Afrikanische Schweinepest ausgebrochen war, ist die Krankheit nun bei vier Tieren einer weiteren Haltung festgestellt worden. Zwei Mastschweine seien bereits verendet, zwei erkrankte Tiere hätten getötet werden müssen, teilte das Brandenburger Verbraucherschutzministerium mit. Das Friedrich-Loeffler-Institut hatte den neuen Verdacht bestätigt. Damit ist nun der dritte Betrieb in Brandenburg betroffen.

Die jüngsten Fälle lägen ebenfalls in Letschin nördlich von Frankfurt (Oder) an der Grenze zu Polen - und damit nahe der Kleinsthaltung mit zwei Tieren, die wie eine Schweinehaltung im Südosten Brandenburgs mit 200 Tieren bereits betroffen war.

Nun dritter Ausbruch Afrikanischer Schweinepest bei Hausschweinen
16:10 Uhr

Vierjähriger überrollt Fußgänger mit Bentley

image
Die Szene spielte sich auf dem Place du Casino vor dem Hotel de Paris ab (Foto: picture alliance/dpa/MAXPPP)

In Monaco ist ein Familienvater aus seiner Luxuslimousine gestiegen, um einem Hoteldiener den Autoschlüssel zu überreichen. Auf den freigewordenen Sitz kletterte sein vierjähriger Sohn und verursachte einen folgenschweren Unfall. Das Kind sei auf den Fahrersitz des am Place du Casino geparkten Bentleys geklettert und habe das Gaspedal gedrückt, teilte die Polizei des Fürstentums an der Côte d'Azur am Samstag mit. Ein Fußgänger, der gerade aus einem anliegenden Hotel kam, sei überrollt worden.

Das Unfallopfer, ein Firmenchef belgischer Nationalität mit Wohnsitz in Monaco, wurde demnach in ein Krankenhaus nach Nizza gebracht. Er wurde über Nacht operiert und befand sich am Samstag nicht mehr in Lebensgefahr, wie seine Familie mitteilte.

Vierjähriger überrollt Fußgänger mit Bentley
15:29 Uhr

Prosecco-Rekordmarke aus Italien

Während die meisten Bars und Kneipen Anfang des Jahres noch geschlossen waren, haben sich italienische Schaum- und Perlweine dennoch zu einem Exportschlager entwickelt: Italien hat nämlich in den ersten vier Monaten dieses Jahres nach Verbandsangaben so viel Prosecco exportiert wie noch nie. Mehr als 120 Millionen Flaschen (je 0,75 Liter) lieferten die Unternehmen in dieser Zeit aus, teilte der italienische Landwirtschaftsverband Coldiretti mit. Das sei ein Anstieg zum selben Zeitraum des Vorjahres um 17 Prozent.

In Deutschland verzeichneten die italienischen Prosecco-Exporteure in diesem Zeitraumvergleich demnach den kräftigsten Anstieg beim Absatz mit 29 Prozent. Größter Abnehmer waren aber die USA. In Großbritannien stellte der Verband in dieser Zeit einen Rückgang um neun Prozent fest. Der Verband führte dies auf die bürokratischen Hürden im Zusammenhang mit dem Brexit zurück.

Prosecco-Rekordmarke aus Italien
15:04 Uhr

Mehrere Leichen nach "Piper"-Absturz im Kreis Böblingen gefunden

Update 16:33 Uhr: Einsatzkräfte haben an der Einsatzstelle drei Leichen gefunden. Einer ersten Meldung der Deutschen Flugsicherung zufolge war dies auch die Gesamtzahl der Insassen auf dem Flug gewesen.

image
Die Polizei hat die Absturzstelle weiträumig abgesperrt. (Foto: picture alliance/dpa/SDMG)

Folgenschweres Unglück in Baden-Württemberg: Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs im Kreis Böblingen haben Einsatzkräfte mehrere Leichen an der Absturzstelle gefunden. Die genaue Zahl der Toten und deren Identitäten seien noch unklar, sagte ein Polizeisprecher. "Das Wrack und die Leichen müssen noch geborgen werden." Feuerwehr und Rettungsdienst waren am Nachmittag mit vielen Helfern im Einsatz, die dicht bewaldete Absturzstelle bei Steinenbronn wurde weiträumig abgesperrt.

Das Kleinflugzeug vom Typ "Piper" war nach Angaben der Polizei am Samstagmorgen am Stuttgarter Flughafen gestartet. Die Ursache für den Absturz war zunächst unklar, die Ermittlungen dauerten am Nachmittag an. Der Flugschreiber konnte den Angaben zufolge geborgen werden. Auch ein Gutachter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen sei an der Absturzstelle, hieß es.

Mehrere Leichen nach "Piper"-Absturz im Kreis Böblingen gefunden
14:48 Uhr

Baschar al-Assads Präsidentschaft könnte ein Vierteljahrhundert andauern

image
Mit 55 Jahren ist Baschar al-Assad noch gar nicht so alt. (Foto: via REUTERS)

Schon seit dem Jahr 2000 ist er Präsident in Syrien - nun wurde Präsident Baschar al-Assad für eine vierte Amtszeit von weiteren sieben Jahren vereidigt. Im Laufe der Amtszeit könnte er also in die Riege derjenigen autoritär regierenden Machthaber aufsteigen, die in ihrem Land über ein Vierteljahrhundert das Sagen haben. Bei der Zeremonie am Samstag dankte Assad seinen Wählern für ihr "Bewusstsein und nationales Zugehörigkeitsgefühl", wie die Staatsagentur Sana berichtete.

Im Mai war Assad bei einer Präsidentschaftswahl mit 95,1 Prozent der Stimmen für eine vierte Amtszeit bestätigt worden. Die syrische Opposition nannte die Wahl eine "Farce" und warf der Regierung vor, Stimmen gefälscht zu haben. In Syrien tobt seit über zehn Jahren ein Bürgerkrieg mit Hunderttausenden Toten und Millionen Vertriebenen.

Baschar al-Assads Präsidentschaft könnte ein Vierteljahrhundert andauern
14:24 Uhr

Große Spendenbereitschaft über die "Stiftung RTL - Wir helfen Kindern e. V."

Die "Stiftung RTL - Wir helfen Kindern e. V." und die Mediengruppe RTL Deutschland helfen den von den Überschwemmungen betroffenen Kindern und deren Familien schnell und unbürokratisch. 100.000 Euro werden über die Stiftung des Kölner Senders als Soforthilfe bereitgestellt. Über eine seit Donnerstag laufende Spendenaktion, die im Programm und auf allen Kanälen der Mediengruppe RTL Deutschland intensiv beworben wird, sind bisher rund 750.000 Euro an Spenden eingegangen.

"Wir sind zutiefst erschüttert über die menschlichen Schicksale, die uns mit den tragischen Bildern aus den Überflutungsgebieten, die sich teilweise vor den Toren unserer Stadt ereignen, erreichen", erklärt Bernd Reichart, Vorstandsvorsitzender der "Stiftung RTL - Wir helfen Kindern e.V." und CEO der Mediengruppe RTL Deutschland. Wer sich mit einer Spende den Helfenden anschließen möchte, findet alle nötigen Informationen hier.

Große Spendenbereitschaft über die "Stiftung RTL - Wir helfen Kindern e. V."
14:06 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege hat nun Feierabend. Ich habe den "Tag" von ihm übernommen und begleite Sie bis heute Abend durch die Nachrichten. Schreiben Sie mir gerne an maximilian.perseke@nama.de, wenn Sie Fragen oder Anregungen haben.

Los geht's!

Schichtwechsel
13:49 Uhr

"Ihr Schicksal zerreißt uns das Herz": Steinmeier zu Besuch im Rhein-Erft-Kreis

Bei seinem Besuch im stark von der Flutkatastrophe betroffenen Nordrhein-Westfalen ruft Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Bürger zum Zusammenhalt auf. "In Zeiten der Not steht unser Land zusammen", so Steinmeier im Rhein-Erft-Kreis. "Ihr Schicksal zerreißt uns das Herz", sagte er mit Blick auf die Opfer der Überflutungen. "Der Schaden ist groß, die Aufräumarbeiten werden dauern - und die Unterstützungsbereitschaft muss anhalten."

"Ihr Schicksal zerreißt uns das Herz": Steinmeier zu Besuch im Rhein-Erft-Kreis
13:19 Uhr

Nach Gewalt schwulenfeindlicher Aktivisten: 120 Festnahmen in Georgien

Vor rund zwei Wochen war es im Streit um eine Demonstration für die Rechte von homo-, bi- und transsexuellen Menschen zu Ausschreitungen in der georgischen Hauptstadt Tiflis gekommen. Homophobe Aktivisten griffen auch mehrere Medienvertreter an, der Fernsehjournalist Alexander Laschkarawa starb wenige Tage, nachdem er zusammengeschlagen worden war.

Nun sind in der Schwarzmeer-Republik 120 Menschen festgenommen worden. Das sagte Regierungschef Irakli Garibaschwili georgischen Medien zufolge. Es müssten alle Umstände so schnell wie möglich untersucht und Täter angemessen bestraft werden.

Nach Gewalt schwulenfeindlicher Aktivisten: 120 Festnahmen in Georgien
12:58 Uhr

Söder verurteilt Aiwangers Corona-Aussagen über "Apartheidsdiskussion"

Dass die Herausforderungen der Corona-Krise den ein oder anderen zu schiefen geschichtlichen Vergleichen bewegen, ist bekannt, und mit den jüngsten Bemerkungen des bayerischen Vize-Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger ist die Reihe dieser vermeintlichen historischen Parallelen um ein Beispiel reicher. Der Politiker der Freien Wähler hatte in der Diskussion über möglichen politischen Druck auf Menschen, die sich nicht gegen das Virus impfen lassen, zuletzt vor einer "Apartheidsdiskussion" gewarnt.

Bayerns Regierungschef Markus Söder hat Aiwanger nun scharf gerügt und ihn aufgefordert, sich für die Äußerungen zu entschuldigen. Nach viel Kritik auch aus der CSU sah sich also deren Chef, der zuletzt geschwiegen hatte, zu einer Intervention genötigt: Das seien "verstörende Aussagen", die für einen stellvertretenden Ministerpräsidenten unangemessen seien, so Söder.

Söder verurteilt Aiwangers Corona-Aussagen über "Apartheidsdiskussion"
12:31 Uhr

"Nicht akzeptabel": Datenschützer geht gegen Überwachung von Studenten vor

Die Pandemie hat das Leben von Studenten grundlegend verändert: Universitäten waren dicht, gelernt wurde zu Hause, auch Seminare, Vorlesungen und Klausuren fanden nur noch digital statt. Das bringt vielfältige Probleme mit sich, und für Stefan Brink sind einige von ihnen schwerwiegend.

Als erster Datenschützer bundesweit geht der baden-württembergische Landesbeauftragte gegen den Einsatz von Überwachungssoftware bei Online-Prüfungen in Hochschulen vor. Bei einer Reihe von Examen mit Fernaufsicht über das Internet sei an Hochschulen im Südwesten in der Zeit des Lockdowns gegen Recht und Gesetz verstoßen worden, erklärte Brink. "Dauerhafte Kontrolle von Studierenden in Prüfungssituationen durch technische Tools, die zu stark ins Private gehen, ist nicht akzeptabel."

Bei dem Versuch, Betrugsversuche von Studierenden am heimischen Rechner zu verhindern, seien manche Lehrkräfte über das Ziel hinausgeschossen. Brink hat einen ab sofort geltenden Vorgabenkatalog erarbeitet, um künftig Verstöße gegen den Datenschutz und die IT-Sicherheit zu verhindern. Zwar soll Videoaufsicht erlaubt sein, aber es soll ein Aufzeichnungsverbot gelten.

"Nicht akzeptabel": Datenschützer geht gegen Überwachung von Studenten vor
11:52 Uhr

"Wir können es nicht fassen": Wie europäische Medien über die Flutkatastrophe in Deutschland berichten

Die Hochwasserkatastrophe in Teilen Westdeutschlands findet auch international große Beachtung. Mehrere europäische Tageszeitungen kommentieren heute die dramatischen Ereignisse und konzentrieren sich dabei auf Aspekte wie den Klimawandel und Auswirkungen auf die bevorstehende Bundestagswahl.

  • In Frankreich schreibt "Les Echos": "Politische Experten hatten vorhergesagt, dass eine neue Trockenheitsepisode in diesem Sommer die Karten um die Nachfolge von Angela Merkel noch einmal neu mischen könnte. Letztlich sind es Überschwemmungen ungesehener Stärke (...), die diese Rolle zehn Wochen vor der Parlamentswahl einnehmen dürften. (...) Die ersten Züge der drei hauptsächlichen Kandidaten zur Nachfolge Angela Merkels sprechen Bände über das Gewicht des Hochwassers für die Wahlen."

  • Die österreichische "Kronen Zeitung" meint: "Der Klimawandel zeigt seine Fratze! Wir erstarren vor unseren TV-Geräten. Wir können es nicht fassen. Das passiert ja nur ein paar hundert Kilometer von uns entfernt."

  • Und in Italien ist in der "Corriere della Sera" zu lesen: "Es bleibt abzuwarten, ob es dann die Grünen sind, die von der neuen deutschen Angst profitieren. Sehr gut gestartet und dann wegen Ausrutschern und Fehlern von Annalena Baerbock zurückgefallen, haben die Umweltschützer viel aufzuholen. Sie haben jedoch das ambitionierteste Programm auf der Linie der europäischen Ziele. Eine Sache ist sicher: Nach der Katastrophe wird die Wahl in Deutschland im kommenden September die erste in Europa sein, die beim Thema der Klimaerwärmung gewonnen oder verloren wird."

"Wir können es nicht fassen": Wie europäische Medien über die Flutkatastrophe in Deutschland berichten
11:24 Uhr

Sprung aus dem achten Stock: Drei Menschen sterben bei Feuer in Marseille

Leider bleiben wir bei traurigen Nachrichten, und ich hoffe, dass der Tag noch Erfreuliches für Sie bringt. Beim Versuch, sich vor den Flammen eines Hausbrandes zu retten, sind im südfranzösischen Marseille drei Menschen gestorben. Sie waren aus dem Fenster gesprungen, wie ein Polizeisprecher sagte. Eine vierte Person überlebte den Sprung offenbar, Medienberichten zufolge könnte es sich dabei um einen Säugling handeln. Die Menschen sprangen demnach aus dem achten Stock. Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin sprach den Familien der Opfer auf Twitter sein Beileid aus.

Sprung aus dem achten Stock: Drei Menschen sterben bei Feuer in Marseille
10:51 Uhr

14 Menschen bei Unfall in Niedersachsen teils schwer verletzt

Im niedersächsischen Eystrup sind am Freitagabend bei einem Verkehrsunfall 14 Menschen teils schwer verletzt worden. Ein mit Mitfahrern überfülltes Auto habe innerorts mit überhöhter Geschwindigkeit ein anderes Auto überholt und sei dann mit einem weiteren Wagen zusammengestoßen, teilte die Polizei Nienburg mit. Die Verletzten wurden mit Rettungswagen und Hubschraubern ins Krankenhaus gebracht.

Insgesamt seien 17 Rettungswagen, drei Notarztfahrzeuge und zwei Rettungshubschrauber aus Hannover und Nordrhein-Westfalen vor Ort gewesen, hieß es weiter. Die Feuerwehr Eystrup sei mit 29 Einsatzkräften angerückt.

14 Menschen bei Unfall in Niedersachsen teils schwer verletzt
10:29 Uhr

Polizei in RLP: "Es ist nicht an der Zeit für Touren in einem Katastrophengebiet"

Bereits am Donnerstag gab es Berichte von Schaulustigen im von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Eifel-Ort Schuld im Norden von Rheinland-Pfalz. Nun wendet sich die Polizei des Bundeslandes zum Start ins Wochenende mit einem eindringlichen Appell an Motorradfahrer und potenzielle Krisentouristen. Es scheint leider nötig zu sein.

Polizei in RLP: "Es ist nicht an der Zeit für Touren in einem Katastrophengebiet"
10:10 Uhr

Geschenk-Verbot für Veranstalter der Golden Globes

Den Veranstaltern der US-Filmpreise Golden Globes wurde zuletzt nicht nur Diskriminierung von Minderheiten, sondern teilweise auch Korruption vorgeworfen. Nun dürfen sie keine Geschenke von Vertretern der Unterhaltungsbranche mehr annehmen. Auch ist es ihnen verboten, sich aus der Branche Reisen spendieren zu lassen. Diese Änderung ihrer Statuten beschloss jetzt die Hollywood Foreign Press Association (HFPA).

In der Vereinigung sind rund 80 ausländische Journalisten zusammengeschlossen, die auf die Filmbranche spezialisiert sind. Diese Korrespondenten entscheiden über die Vergabe der Golden Globes. Künftig dürfen die HFPA-Mitglieder keine Geschenke von Filmstudios, Publizistinnen und Publizisten, Schauspielerinnen und Schauspielern, Regisseurinnen und Regisseuren und anderen Angehörigen der Film- und Fernsehbranche mehr akzeptieren.

Geschenk-Verbot für Veranstalter der Golden Globes
09:43 Uhr

Mindestens sechs Tote bei Strommast-Unglück in Brasilien

Durch einen umstürzenden Strommasten sind im brasilianischen Amazonasgebiet mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Zudem seien weitere 13 Personen verletzt worden, berichtete das brasilianische Nachrichtenportal "G1" unter Berufung auf das Gesundheitssekretariat der Gemeinde Pacajá. Der Unfall habe sich bei Arbeiten an der Stromleitung ereignet, schrieb der Gouverneur des nördlichen Bundesstaates Pará, Helder Barbalho, auf Twitter. Feuerwehr und Polizei seien bei den Rettungsarbeiten im Einsatz.

Mindestens sechs Tote bei Strommast-Unglück in Brasilien
09:10 Uhr

Forscher und Behörden fordern: Aus "Hai-Attacke" soll "negative Begegnung" werden

Die küstennahen Gewässer vor Australien sind nicht nur für ihre Korallenriffe, sondern leider auch für Hai-Attacken bekannt. Zuletzt musste der weltberühmte Bondi Beach vorübergehend schließen: Helikopter-Besatzungen hatten zahlreiche Raubfische ganz in der Nähe von Dutzenden Surfern und Schwimmern entdeckt.

Was nun für Touristen ein Grauen ist, bedeutet für Wissenschaftler zuallererst ein Beobachtungsobjekt. "Haie haben keine Hände. Wenn sie also etwas erforschen wollen, nehmen sie es in den Mund", sagte Biologie-Professor Nathan Hart von der Macquarie University in Sydney dem Sydney Morning Herald. Er, einige seiner Kollegen sowie die Behörden zweier australischer Bundesstaaten wollen erreichen, dass künftig eben nicht mehr von "Hai-Attacken" die Rede ist. Der Zweck laut einem der Forscher: Haie könnten somit nicht mehr als "gefräßige, geistlose menschenfressende Monster" wahrgenommen werden.

Wie der Sydney Morning Herald berichtet, war bereits auf einem Symposium im Mai über das Vorhaben gesprochen worden. Behörden wollten künftig von "negativen Begegnungen", "Interaktionen" oder eben "Bissen" ausgehen.

Forscher und Behörden fordern: Aus "Hai-Attacke" soll "negative Begegnung" werden
08:35 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

guten Morgen! Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Start ins Wochenende.

Wie in den vergangenen Tagen werden wir auch heute an dieser Stelle vor allem über die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen berichten. Allein im rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler ist die Zahl der Todesopfer mittlerweile auf über 90 gestiegen. Nachdem sich bereits die Ministerpräsidenten Malu Dreyer und Armin Laschet ein Bild der Lage vor Ort verschafft haben, besucht heute Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den besonders betroffenen Rhein-Erft-Kreis in NRW.

Auch diese Themen werden wir im Auge behalten:

  • In Garching an der Alz äußert sich am Abend Kardinal Reinhard Marx zu Missbrauchsfällen in der Kirchengemeinde. Ein wegen sexuellen Missbrauchs verurteilter Priester war in die Gemeinde versetzt worden und soll dort weitere Kinder misshandelt haben.

  • Die Grünen im Saarland wollen auf ihrem Landesparteitag eine neue Landesliste für die Bundestagswahl aufstellen. Im Zuge des Streits um die Zusammensetzung der Liste war zuletzt Landeschefin Barbara Meyer-Gluche zurückgetreten. Der Konflikt lodert seit Wochen.

  • Der Europäische Karls-Preis wird heute an den ehemaligen tschechischen Kulturminister Daniel Herman verliehen, die Festrede in München hält Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

In den kommenden Stunden begleite ich Sie durch den Vormittag. Mein Name ist Maximilian Beer, und bei Fragen, Anregungen oder Kritik können Sie mir gerne schreiben an maximilian.beer@nachrichtenmanufaktur.de.

Das wird heute wichtig
08:07 Uhr

Flutkatastrophe in NRW: Stadtteil von Wassenberg evakuiert

Nach dem Bruch eines Damms der Rur ist im nordrhein-westfälischen Wassenberg (Kreis Heinsberg) der Stadtteil Ophoven evakuiert worden. Die Lage war am frühen Morgen laut Mitteilung der Stadt weiter angespannt. Der zuständigen Kreispolizei Heinsberg und der Bezirksregierung Köln waren aber keine besonderen Vorkommnisse aus der Nacht bekannt.

Flutkatastrophe in NRW: Stadtteil von Wassenberg evakuiert
07:50 Uhr

"Hollywood Ripper" wird in Los Angeles zum Tode verurteilt

Ein als "Hollywood Ripper" bezeichneter Angeklagter ist in Los Angeles wegen Mordes an zwei Frauen zum Tode verurteilt worden. Der 45-jährige Michael Gargiulo habe auf allen seinen Wegen "Tod und Vernichtung" mit sich gebracht, sagte der Richter bei der Urteilsverkündung. Eines der Mordopfer war eine Bekannte des Schauspielers Ashton Kutcher, der im Prozess als Zeuge ausgesagt hatte.

image
Gargiulo kurz vor seiner Verurteilung. (Foto: AP)

Gargiulo war bereits im Oktober 2019 in den beiden Mordfällen von einer Jury schuldig gesprochen worden. Die Verkündung seines Strafmaßes wurde dann durch prozedurale Angelegenheiten sowie die Corona-Pandemie stark verzögert. Kurz vor der Verkündung seiner Todesstrafe beteuerte Gargiulo vor Gericht erneut seine Unschuld.

Es ist nicht zu erwarten, dass Gargiulo tatsächlich hingerichtet wird, zumindest nicht in absehbarer Zeit. Im US-Bundesstaat Kalifornien ist der Vollzug der Todesstrafe seit 2019 offiziell ausgesetzt. Zuletzt war in Kalifornien im Jahr 2006 ein Häftling hingerichtet worden.

"Hollywood Ripper" wird in Los Angeles zum Tode verurteilt
07:16 Uhr

Hochwasser in Deutschland: Ökonom sieht schnelle finanzielle Hilfen skeptisch

Für viele der Betroffenen in den Hochwassergebieten Westdeutschlands brachte die Naturkatastrophe vor allem menschliche Verluste mit sich: Verwandte, Freunde, Bekannte starben in den Fluten, die Zahl der Todesopfer ist mittlerweile auf über 100 gestiegen. Doch es wird in den kommenden Tagen auch um Geld gehen, um finanzielle Unterstützung für die Menschen vor Ort, deren Häuser, Wohnungen oder Geschäfte von Wasser und Schlamm zerstört wurden.

Die Forderung nach schnellen Hilfen für Unwetter-Geschädigte sieht ein Mannheimer Wissenschaftler jedoch skeptisch. "Die ökonomische Forschung zeigt, dass schnelle und unbürokratische Hilfen für Hochwasser-Opfer, so notwendig sie im Einzelfall auch erscheinen mögen, langfristig kontraproduktiv wirken", sagte Daniel Osberghaus vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Sie liefen den Anreizen zur privaten Vorsorge wie etwa zum Abschluss einer Elementarschadenversicherung oder zu baulichen Vorsorgemaßnahmen zuwider.

Außerdem benachteiligten sie de facto Hausbesitzer mit einer Versicherung und könnten schnell als ungerecht empfunden werden, sagte der Hochwasser-Experte. Die Diskussion um Hilfsfonds lenke von der eigentlichen Aufgabe der Politik ab: Angesichts des fortschreitenden Klimawandels gelte es, langfristig wirkende Maßnahmen für Extremwetterlagen zu entwickeln, die ohne staatliche Fluthilfen funktionieren.

Hochwasser in Deutschland: Ökonom sieht schnelle finanzielle Hilfen skeptisch
06:51 Uhr

Fläche von New York City: Riesiger Waldbrand im US-Staat Oregon breitet sich aus

Während in den vergangenen Tagen die Flutkatastrophe im Westen Deutschlands die Nachrichten hierzulande dominierte, leidet der Westen der USA weiterhin unter den Folgen einer extremen Hitzewelle. Ein immer größer werdender Waldbrand hat Feuerwehrleute im US-Bundesstaat Oregon nun zum Rückzug gezwungen. Das Feuer wütet seit über einer Woche im südlichen Oregon und ist zum fünftgrößten Brand seit mehr als einem Jahrhundert erklärt worden, gaben Forstbeamte bekannt. Das unter dem Namen "Bootleg" bekannte Feuer ist das größte unter Dutzenden von Waldbränden, die in der extrem ausgetrockneten Landschaft des Westens der Vereinigten Staaten wüten.

image
Über Oregon Oregon bildeten sich Pyrocumulus-Wolken, auch als Feuerwolken bekannt. Sie bestehen aus sehr heißer Luft und Rauch und können Gewitter erzeugen. (Foto: AP)

Mittlerweile hat das Bootleg Feuer eine Ausbreitung von mehr als 241.000 Hektar und entspricht der Fläche von New York City. Mehr als 1900 Feuerwehrleute, ein Dutzend Hubschrauber, Löschflugzeuge und Bagger sind gegen den Brand im Einsatz. Bisher fielen 21 Häuser und 54 andere Strukturen den Flammen zum Opfer. 5000 weitere Gebäude sind bedroht, gab die Forstbehörde in Oregon bekannt.

image
Einsatz im Fremont-Winema National Forest in Oregon. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)
Fläche von New York City: Riesiger Waldbrand im US-Staat Oregon breitet sich aus
06:31 Uhr

US-Rapper Biz Markie stirbt im Alter von 57 Jahren

image
Biz Markie bei einem Auftritt im Jahr 2018. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Der US-Rapper Biz Markie ist tot. Er starb am Freitag im Alter von 57 Jahren, wie seine Agentin Jenni Izumi laut US-Medien mitteilte. Zur Todesursache machte sie keine Angaben. Der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Marcel Hall hieß, hatte in den vergangenen Jahren unter Diabetes Typ 2 gelitten.

Der größte Hit des aus New York stammenden Rappers, DJs und Produzenten war "Just A Friend" von 1989. Wie bei diesem Song waren seine Texte oft amüsant, so etwa auch in "Pickin' Boogers", "Let Go My Eggo" und "Chinese Food". Dadurch erwarb er sich den Beinamen "Clown-Prinz des Hip-Hop". New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio erklärte zum Tod des Musikers, Biz Markie habe den "New Yorker Sinn für Humor" in die ganze Welt verbreitet.

US-Rapper Biz Markie stirbt im Alter von 57 Jahren
06:17 Uhr

"Zweifellos andere verletzt": Musikproduzent bei Olympia entschuldigt sich für Mobbing

Es gibt viel Kritik an den Olympischen Spielen in Tokio, nicht wenige halten ein solches internationales Ereignis inmitten einer Pandemie für keine gute Idee. Kritik gab es zuletzt auch an einem an der Musik für die Eröffnungsfeier beteiligten Produzenten, den beschämende Taten aus seiner Schulzeit einholen. Der heute 52 Jahre alte Keigo Oyamada, der auch im Westen unter dem Namen Cornelius bekannt ist, sah sich kurz vor Beginn der Spiele zu einer öffentlichen Entschuldigung gezwungen, in seiner Schulzeit andere Schüler gemobbt zu haben.

"Ich habe mit meinen Worte und Taten zweifellos andere verletzt", zitierten japanische Medien den Künstler. Es tue ihm zutiefst leid. Er hätte vielleicht das Angebot, bei Olympia mitzuarbeiten, von Anfang an ablehnen sollen, schrieb er auf Twitter. Mobbing an Schulen, aber auch an Arbeitsplätzen ist in Japan seit langem ein ernstes gesellschaftliches Problem.

"Zweifellos andere verletzt": Musikproduzent bei Olympia entschuldigt sich für Mobbing