mit Heidi UlrichDas war Sonntag, der 27. Februar 2022
Liebe Leserinnen und Leser,
rund 370.000 Menschen sind seit Beginn des Krieges aus der Ukraine in die Nachbarländer geflüchtet. Diese Zahl nannte das UN-Flüchtlingshilfswerk am frühen Nachmittag. Es dürften also inzwischen noch viele mehr sein. In Berlin, Prag, Madrid und in vielen anderen Städten gab es neue Proteste gegen den Krieg. Alleine in Berlin waren es mindestens 100.000 Menschen, die Veranstalter sprachen sogar von einer halben Million.
Nicht nur die Proteste auf den Straßen nehmen zu, auch die Strafmaßnahmen. Viele Länder, darunter Deutschland und Kanada, sperrten ihren Luftraum für russische Flugzeuge. Die Wirtschaftssanktionen gegen Russland dürften auch deutsche Firmen belasten, die Bundesregierung stellte deshalb Hilfen für betroffene Firmen in Aussicht. Kanzler Scholz kündigte außerdem eine milliardenteure Modernisierung der Bundeswehr an. Und Scholz will Flüssiggas-Terminals in Norddeutschland bauen lassen, um bei der Energieversorgung unabhängiger von Russland zu werden. Aus Moskau kam diese bedrohliche Nachricht: Präsident Putin ordnete an, die "Abschreckungswaffen" der Atommacht in besondere Alarmbereitschaft versetzen zu lassen. Die EU sicherte der Ukraine später eine halbe Milliarde Euro für die Lieferung von Waffen und Ausrüstung zu. Etwas Hoffnung ließ diese Meldung aufkommen: Die Ukraine und Russland wollen miteinander verhandeln. Kiew stimmte Gesprächen an der Grenze zu Belarus zu. Hier finden Sie weitere wichtige Meldungen des Tages:
Nun mache auch ich Feierabend und wünschen Ihnen noch einen entspannten Abend!
Mann wird auf Gleise gestoßen – Rettung im letzten Moment
In Frankfurt am Main wäre ein 55-Jähriger gestern beinahe von einer S-Bahn überrollt worden, weil er auf die Gleise gestoßen wurde. Vorher hatte es eine Auseinandersetzung zwischen dem Mann und einem 24-Jährigen in einer S-Bahn gegeben. Augenzeugen sagten der Polizei, der 24-Jährige habe randaliert, der 55-Jährige habe ihn deshalb ermahnt. Als beide an der Station Rödelheim ausstiegen, hätten sie sich gestritten. Dabei soll der Jüngere sein Gegenüber gestoßen haben, so dass der ins Gleisbett stürzte und schwer verletzt wurde. Zeugen sahen eine sich nähernde S-Bahn und konnten den Fahrer noch rechtzeitig auf den Mann im Gleisbett aufmerksam machen. Der Zug kam 32 Meter vor ihm zum Stehen. Die Polizei sagt, die Bahn sei wegen eines vorausfahrenden Zuges sehr viel langsamer gefahren als üblich. Der 24-Jährige wurde festgenommen. Gegen ihn wird wegen versuchten Totschlags ermittelt.
EU finanziert Waffen und Ausrüstung für die Ukraine
Dieser Schritt ist für die Europäische Union bisher einzigartig: Sie wird eine halbe Milliarde Euro für die Lieferung von Waffen und Ausrüstung an die ukrainischen Streitkräfte zur Verfügung stellen. Darauf einigten sich Vertreter der 27 Mitgliedstaaten. Für Waffenlieferungen sind 450 Millionen eingeplant. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte, es sei das erste Mal, dass die EU den Kauf und die Lieferung von Waffen und anderen Ausrüstungsgegenständen an ein Land finanziert, das angegriffen wird. Nach Angaben von Diplomaten kommt das Geld aus der sogenannten Europäischen Friedensfazilität. Das ist ein Finanzierungsinstrument der EU, das auch genutzt werden kann, um die Fähigkeiten von Streitkräften in Partnerländern zu stärken. Für den Zeitraum von 2021 bis 2027 ist es mit rund fünf Milliarden Euro ausgestattet.
Friedensdemo soll Kölner Rosenmontagsumzug ersetzen
Verkleidete, die Karnevalslieder grölen, tanzen und feiern? Für viele Menschen sind solche Szenen kaum vorstellbar, wenn mitten in Europa ein Krieg herrscht und Menschen sterben. Der Kölner Rosenmontagsumzug soll morgen deshalb nicht in seiner bekannten Form stattfinden. Stattdessen ist eine Friedenskundgebung geplant. Die Demo soll ab 10 Uhr durch die Innenstadt ziehen. Es werden Zehntausende Menschen erwartet. Entlang der Strecke sollen politische und gesellschaftskritische Karnevalswagen aufgestellt werden. Vom Festkomitee Kölner Karneval heißt es, die Demo solle "ein deutliches Signal gegen die Kampfhandlungen in der Ukraine" sein.
EU sperrt Luftraum für russische Flieger und will Sender verbieten
Die Europäische Union kündigt neue Strafmaßnahmen gegen Russland und Belarus wegen des Ukraine-Krieges an. Der gesamte EU-Luftraum werde für russische Flugzeuge gesperrt, sagt EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen. Zudem sollen die russischen Staatssender RT und Sputnik in der EU verboten werden. Diese würden nicht länger in der Lage sein, Lügen zu verbreiten, um den Krieg des russischen Präsidenten Wladimir Putin gegen die Ukraine zu rechtfertigen und Spaltung in der EU zu säen, sagt die EU-Kommissionspräsidentin. Zudem würden gegen Belarus werden weitere Exportverbote verhängt.
DiCaprio, Moss und Bloom auf Bustour in Tierpark
Wir bleiben noch kurz bei den Reichen und Berühmten. Leonardo DiCaprio, Kate Moss, Orlando Bloom und weitere Promis sollen zusammen eine Bustour durch einen Tierpark in England gemacht haben. Wie kommt das? Am Dienstag hatten der Chefredakteur der britischen "Vogue", Edward Enninful, und sein Partner Alec Maxwell geheiratet. Auch viele Stars standen auf der Gästeliste der Luxus-Hochzeit. Das Fest fand im Herrenhaus Longleat in der englischen Grafschaft Wiltshire statt, auf dessen Gelände sich auch der Tierpark "Monkey Drive Thru" befindet. Die "Daily Mail" berichtet, nach den Feierlichkeiten hätten einige der Promis, darunter die Obengenannten, am Donnerstag einen gemeinsamen Ausflug in den Park unternommen, anderthalb Stunden habe die Bustour gedauert.
Prinz Charles macht Kurztrip in Skiort
Prinz Charles hat sich gerade erst von seiner zweiten Corona-Infektion erholt und sich anscheinend danach eine kleine Auszeit gegönnt. Die britische "Daily Mail" schreibt, der 73-Jährige habe das vergangene Wochenende im Schweizer Skiort Klosters verbracht. Dort ist der Royal ein regelmäßiger Gast. 1980 machte Charles Schlagzeilen, als er sich als Schutz vor Paparazzi auf der Skipiste mit einer Brille, falscher Nase und Bart zeigte. Erkannt wurde er dennoch. Auch ein tragisches Ereignis ist mit dem Ort verbunden. Im März 1988 war Hugh Lindsay, ein enger Freund von Charles, bei einem Skiausflug von einer Lawine erfasst worden und gestorben. Damals waren auch Charles' Bruder, Prinz Andrew, dessen damalige Ehefrau Sarah Ferguson sowie Prinzessin Diana mit im Skiurlaub in Klosters.
Was Putins Aktivierung der Atomstreitkräfte bedeutet
Schon bei seiner Rede zum Einmarsch in die Ukraine verweist Russlands Präsident auf die Atommacht seines Landes. Nun versetzt Putin seine "Abschreckungs-Streitkräfte" in Alarmbereitschaft - darunter atomare Waffen. Was dieser nächste Eskalationsschritt bedeutet, ordnet Militärexperte Thomas Wiegold ein.
Fluten in Australien – Zahl der Opfer steigt auf sieben
Bei den seit Tagen andauernden heftigen Regenfällen und Überschwemmungen in Australien sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Sechs von ihnen seien im Bundesstaat Queensland gestorben, eine Person im angrenzenden New South Wales, berichtet die Nachrichtenagentur AAP und beruft sich auf Behördenangaben. In Queensland starb in der Nacht ein 34-Jähriger, nachdem sein Auto überschwemmt worden war und er versucht hatte, an einen sicheren Ort zu schwimmen. Zudem wird ein etwa 70 Jahre alter Mann vermisst, der vorgestern in den Brisbane-Fluss gestürzt war. Entlang des Flusses seien mehr als 1400 Häuser von den Fluten bedroht, warnt die Regionalregierung. Überschwemmungen gibt es unter anderem in Teilen der Millionenmetropole Brisbane, in Gympie, Maryborough und Ipswich sowie Gebiete entlang der Sunshine Coast. Morgen soll es in der Region wieder regnen. 600 Schulen bleiben vorsichtshalber geschlossen.
Taliban durchkämmen systematisch Wohnviertel
In Afghanistans Hauptstadt Kabul durchkämmen die militant-islamistischen Taliban systematisch Wohnviertel. Mehrere Bewohner in Kabul berichteten von Willkür und Gewalt. Viele Menschen seien in Panik geraten. Häuser zahlreicher ausländischer Journalistinnen und Journalisten wurden auch durchsucht, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kabul erfuhr. Die regierenden Taliban behaupten, die Aktion diene der Verbesserung der Sicherheitslage. Es seien Dutzende Kriminelle festgenommen und Waffen beschlagnahmt worden, sagte ein Sprecher. Der EU-Botschafter Andreas von Brandt hingegen twitterte, "die Einschüchterungen, Hausdurchsuchungen, Verhaftungen und die Gewalt gegen Angehörige verschiedener ethnischer Gruppen und Frauen sind Verbrechen und müssen sofort aufhören. Trotz Putins Krieg beobachten wir euch!"
Rapper Snootie Wild erschossen
Der US-Rapper Snootie Wild ist tot. Er wurde in Houston im US-Bundesstaat Texas erschossen. Ein Polizist sagte dem Sender ABC13, der 36-Jährige sei am Freitag durch einen Schuss in den Hals in seinem eigenen Auto getötet worden. Zuvor habe es einen Streit mit einem anderen Fahrer gegeben. Die Polizei sucht derzeit nach zwei Verdächtigen. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Auf dem Instagram-Account des Rappers heißt es: "Dein Körper ist gestorben, aber dein Name und dein Vermächtnis werden weiterleben." Snootie Wilds größter Erfolg war gleichzeitig auch seine erste Single: Der Song "Yayo" aus dem Jahr 2014 wurde in den USA sogar mit Gold ausgezeichnet.
Kiew und Moskau vereinbaren Friedensverhandlungen
Die Ukraine hat sich zu Verhandlungen mit Russland an der Grenze zu Belarus bereit erklärt. Wie das ukrainische Präsidialamt mitteilte, hat Kiew auf Vermittlung des belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko zugestimmt, eine russische Delegation am Fluss Prypjat in der Nähe von Tschernobyl zu treffen. Es gebe keine Bedingungen. Lukaschenko habe die Verantwortung dafür übernommen, dass alle in Belarus stationierten Flugzeuge, Hubschrauber und Raketen während der Anreise der ukrainischen Delegation am Boden blieben. Ein Zeitpunkt wurde bisher nicht genannt. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte sich schon zuvor grundsätzlich zu Gesprächen mit Moskau bereit erklärt, allerdings nicht in Belarus.
Putin versetzt "Abschreckungskräfte" in Alarmbereitschaft
Der russische Präsident Wladimir Putin hat die "Abschreckungskräfte" des Landes im Krieg mit der Ukraine in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. "Ich weise den Verteidigungsminister und den Generalstabschef an, die Abschreckungskräfte der russischen Armee in besondere Kampfbereitschaft zu versetzen", sagte Putin in einem im Fernsehen übertragenen Gespräch mit hochrangigen Militärvertretern. Die sogenannten russischen Abschreckungskräfte können auch Atomwaffen umfassen.
Berliner Friedensdemo platzt aus allen Nähten
Es ist die größte Demonstration in Berlin seit langem und ein klares Zeichen gegen Krieg: Hier in Berlin sind mindestens Hunderttausend Menschen gegen den Krieg in der Ukraine auf die Straße gegangen. Die Polizei sprach etwa eine Stunde nach Beginn der Demonstration von einer Teilnehmerzahl bisher im unteren sechsstelligen Bereich. Das Veranstalter-Bündnis sprach sogar von 500.000 Menschen.
Von der Polizei hieß es, der Zustrom aus der Umgebung halte an. Der Bereich zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule sei unter Corona-Bedingungen bereits voll ausgelastet. Deswegen werde der Demonstrationsbereich bis zum S-Bahnhof Tiergarten und in die anderen Straßen um die Siegessäule auf dem Großen Stern ausgeweitet. Ein Bündnis aus Gewerkschaften, Kirchen, Initiativen, Umweltschutzorganisationen und Friedensgruppen hatte zur Demo gegen den Angriff Russlands aufgerufen. Die Veranstalter hatten rund 20.000 Menschen erwartet.
Von Sanktionen belastete deutsche Firmen erhalten Hilfe
Wirtschaftsminister Robert Habeck hat nach den westlichen Sanktionspaketen gegen Russland Hilfen für deutsche Firmen angekündigt. Die Bundesregierung werde alles dafür tun, um Konsequenzen von Deutschland fernzuhalten, sagte der Grünen-Politiker im Bundestag. "Wir werden also für die Bereiche der Wirtschaft, die möglicherweise von Sanktionen betroffen sind, ähnliche Schutzmaßnahmen machen wie wir es in der Corona-Pandemie getan haben." Die Sanktionen gegen Russland etwa im Finanz- und Handelsbereich infolge des Ukraine-Kriegs könnten auch deutsche Unternehmen belasten.
Schichtwechsel
Und damit geht es beim "Tag" in die zweite Tageshälfte. Ich bin Heidi Ulrich und grüße Sie! Erreichen können Sie mich über dertag(at)n-tv.de. Auf geht's!
Bauarbeiter von Kran erschlagen
Auf einer Baustelle in Hamburg ist ein Mann von einem herabfallenden Kranausleger erschlagen worden. Wie die Polizei in der Hansestadt mitteilte, starb der 45-jährige Arbeiter noch vor Ort an seinen schweren Kopfverletzungen. Mehrere Kollegen des Mannes, die das Geschehen miterlebt hatten, mussten wegen Schockzuständen medizinisch versorgt werden.
Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall am Samstag auf einer Baustelle für ein Mehrfamilienhaus im Stadtteil Lokstedt. Laut ersten Ermittlungen stürzte ein im Inneren des entstehenden Rohbaus errichteter Kran zusammen. Dessen Ausleger fiel zu Boden und traf den 45-Jährigen. Die Polizei nahm die Ermittlungen zur Unfallursache auf.
Klassisches Ferrari-Rot im Innenfutter
Wer bei Ferrari nur an die neuesten Rennboliden auf dem Laufsteg denkt, der irrt. Vielmehr führten Models am Sonntagvormittag in Mailand die Mode gewordene Markenphilosophie der Sportwagenlegende vor. Im letzten Jahr hatte Ferrari ein ambitioniertes Fashion-Projekt lanciert, nun wurde die Kollektion erstmals im Kreise der großen Mailänder Designer gezeigt - mit den Looks für die Saison Herbst/Winter 2022/23.
Der Ursprung der Marke ist dabei an vielen Stellen erkennbar. Das klassische Ferrari-Rot wird über Accessoires und Innenfutter in ansonsten komplett schwarze Kombination eingestreut. Der Schriftzug taucht mal plakativ gesetzt, mal subtil gehalten an vielen Stellen auf. Es gibt zudem sportive Streifen, Overalls, viel Leder, Schnitte, die den Körper auf Stromlinie trimmen. Doch Kreativdirektor Rocco Iannone kappte in der Show auch mal die Verbindung zum Automobil und zeigte Pullover mit überlangen Ärmeln, Anzüge in lässiger Weite, abstrakte Musterbilder oder voluminöse Schals.
Am Montag endet die Mailänder Fashion Week nach 60 Shows vor Publikum - mit Sitzreihen so voll besetzt wie in Zeiten vor der Pandemie.
Scholz betont unabhängigere Energieversorgung: "Werden umsteuern!"
Bundeskanzler Olaf Scholz hat in seiner Regierungserklärung zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine die Notwendigkeit einer unabhängigeren Energieversorgung in Deutschland betont. "Wir werden umsteuern, um unsere Importabhängigkeit von einzelnen Energielieferanten zu überwinden", so Scholz heute im Bundestag. Eine verantwortungsvolle Energiepolitik sei nicht nur entscheidend für Wirtschaft und Klima, "sondern entscheidend auch für unsere Sicherheit".
"Je schneller wir den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben, desto besser", betonte Scholz. Es gehe unter anderem darum, eine Kohle- und Gasreserve aufzubauen. So sei beschlossen worden, die Speichermenge an Erdgas um zwei Milliarden Kubikmeter zu erhöhen. Auch werde Deutschland rückgekoppelt mit der Europäischen Union (EU) zusätzliches Erdgas auf den Weltmärkten erwerben.
Die Bundesregierung habe zudem die Entscheidung getroffen, zwei Flüssiggas-Terminals in Brunsbüttel und Wilhelmshaven "schnell zu bauen", sagte Scholz weiter. Ein solches Terminal könne später auch grünen Wasserstoff aufnehmen. Der Kanzler betonte, dass die Bundesregierung bei allem die hohen Energiepreise im Blick behalte.
Wüst: Mehrwertsteuer auf Energie von 19 auf 7 Prozent senken
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst fordert die Bundesregierung auf, die Mehrwertsteuer auf Energie von 19 auf sieben Prozent zu senken. "Angesichts des Kriegs in der Ukraine und der daraus folgenden weiteren Verteuerung der Energiepreise brauchen gerade Familien mit niedrigen und mittleren Einkommen weitere Entlastungen", sagt er der "Bild am Sonntag" laut einem Vorabbericht.
Zugleich forderte er Altkanzler Gerhard Schröder auf, sich sofort aus russischen Staatsunternehmen zurückzuziehen.
Deutscher Rekord-Slackliner in 30 Metern über Neu-Delhi
Das muss man wollen - und können: In 30 Metern Höhe ist der Deutsche Alexander Schulz über eine Slackline vor dem Palast Red Fort in Indiens Hauptstadt Neu-Delhi gelaufen. Der Rekord-Slackliner aus Bayern lief bei einer Veranstaltung der deutschen Botschaft zur 75- jährigen Unabhängigkeit Indiens. Auch eine Slacklinerin und ein Slackliner aus Indien waren dabei.
Schulz steht mit dem Slacklinen bereits im Guinness-Buchs der Rekorde. 2020 lief er zusammen mit dem Brasilianer Rafael Zugno Bridi auf der längsten Slackline über einem aktiven Vulkan. Über dem immer mal wieder ausbrechenden Mount Yasur des Inselstaats Vanuatu im Südpazifik war die Slackline auf 261 Metern Länge und auf einer Höhe von 42 Meter angebracht.
2021 lief er demnach die längste Slackline mit verbundenen Augen. Sie war 1,7 Kilometer lang und 800 Meter hoch über dem Cañón del Sumidero in Mexiko. Seit seinem Abitur 2011 konzentriert Schulz sich laut seiner Internetseite ganz aufs Slacklinen.
Warnung vor Ecstasy in 3-Liter-Champagner-Flaschen: Kleiner Schluck kann tödlich sein
Die niederländische Behörde für Nahrungsmittel NVWA hat Verbraucher auch in Deutschland zur Vorsicht beim Trinken von Champagner der Marke "Moët & Chandon Ice Impérial" im 3-Liter-Format gemahnt. Solche Flaschen könnten die Droge MDMA - auch bekannt als Ecstasy - enthalten, das Trinken könne lebensgefährlich sein, heißt es in der Warnung. Die NVWA hat auch das deutsche Bundesamt für Verbraucherschutz alarmiert. Die Warnung bezieht sich auf Flaschen mit der Produktnummer LAJ7QAB6780004. Im Glas schäume die Flüssigkeit nicht, das MDMA habe eine rotbraune Farbe und rieche nach Anis, hieß es.
Sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden war jeweils eine Flasche in diesem Format entdeckt worden, die statt Champagner die Droge enthielt. In Deutschland waren den Angaben zufolge daran bisher ein Mensch gestorben und sieben schwer krank geworden. In den Niederlanden gab es der NVWA zufolge bisher vier Verletzte. Beide bisher bekannten Flaschen waren den Angaben zufolge über eine noch nicht identifizierte Website gekauft worden, hatte der Hersteller Moët Hennessy den Behörden mitgeteilt. Es ist nicht bekannt, wie die Droge in die Flaschen gelangte. Daher sei nicht einzuschätzen, ob noch mehr Flaschen mit der Droge im Umlauf seien. Schon kleinste Mengen könnten schwere Schäden verursachen, warnte die Behörde. "Selbst das Eintauchen einer Fingerspitze in die Flüssigkeit und das Schmecken kann auch ohne Schlucken zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen." Man solle den Inhalt nicht berühren, geschweige denn probieren. "Die Einnahme eines kleinen Schluckes kann tödlich sein."
Klimafasten - wie geht das?
Die Kirchen in Deutschland rufen in der am Mittwoch beginnenden Passionszeit zum Klimafasten auf. Im Mittelpunkt der Aktion steht in diesem Jahr das Thema Ernährung. "Klimagerechtigkeit beginnt bei uns zu Hause. Dafür ist es wichtig, dass wir uns bewusster ernähren und weniger Lebensmittel wegwerfen", so Dagmar Pruin, Präsidentin von Brot für die Welt. Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer von Misereor, sagte: "Anders leben und wirtschaften ist notwendig, um den Klimawandel einzudämmen." Neben den beiden Hilfswerken, die Projekte gegen Hunger und Armut weltweit unterstützen, beteiligen sich 17 evangelische Landeskirchen und katholische Bistümer an der Aktion.
Bis Ostersonntag (17. April) steht jede Woche unter einem Thema. "Verschwendung" lautet dies zum Auftakt, "Wandel gestalten" in der siebten und letzten Woche. Auf der Internetseite www.klimafasten.de gibt es Material, Tipps und Veranstaltungshinweise, wie man sich analog oder digital beteiligen kann.
PS: Idee eines ntv.de-Lesers: "Wenn alle Bürger und die Wirtschaft in Europa ihren Energieverbrauch auf die Hälfte senken würden, könnte man die Erdgaszufuhr aus Russland stoppen. Das wäre doch ein Zeichen an Putin und würde den Zusammenhalt der Demokratien zeigen." Vielen Dank für die Mail!
Das wird heute wichtig
Tag vier im Krieg gegen die Ukraine und ganz ehrlich: Viel anderes interessiert auch nicht, oder? Immer noch schockiert schauen wir gen Osten und hoffen, dass wir die, die wir kennen, bald wieder in die Arme schließen können (hat in meinem persönlichen "Fall" geklappt, Gott sei Dank!), und dass denen, die auf der Flucht oder noch im Kriegsgebiet sind, nichts passiert. Lassen Sie uns den Tag nutzen, um etwas für die Ukraine zu tun: Spenden Sie! Geld, Dinge, Zeit. Überall entwickeln Menschen gerade Ideen, was sie tun können, auch in Ihrer Nähe wird es Sammelstellen für Kleidung, Hygieneartikel, Spielzeug oder haltbare Nahrungsmittel geben, von wo aus Konvois in Richtung ukrainische Grenze aufbrechen. Oder gehen Sie demonstrieren. Mein Name ist Sabine Oelmann und Sie erreichen mich unter DERTAG@N-TV.DE
u.a. BERLIN 13 Uhr: Demonstration "Stoppt den Krieg!" Frieden für die Ukraine und ganz Europa (Straße des 17. Juni). 14 Uhr: Menschenkette für den Frieden (Karlplatz - Bundeskanzleramt -Brandenburger Tor); FRANKFURT/M.: 13 Uhr Veranstaltung Belarussen (Römerberg), HAMBURG: 12 Uhr Demonstration (Rathausmarkt)
Kommunalwahlen in Österreichs Bundesland Tirol: Die Wahlen gelten als Stimmungsbarometer nach dem Abgang von Sebastian Kurz als Kanzler, dessen konservative ÖVP in Tirol die dominante politische Kraft ist. Die Parteien haben mit der impfskeptischen Bewegung MFG einen neuen Mitbewerber
In Belarus lässt Machthaber Alexander Lukaschenko bei einem umstrittenen Referendum über eine neue Verfassung abstimmen: Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja, die im Exil im Ausland lebt, und von vielen als Wahlsiegerin von damals gesehen wird, hat die Abstimmung angesichts der politischen Repressionen, Menschenrechtsverstöße und unfreien Medien als "illegal" kritisiert.
Aufruf zum Klimafasten: Klimafasten ist eine ökumenische Initiative von 17 evangelischen Landeskirchen und katholischen Bistümern sowie Misereor und Brot für die Welt. Vom 2. März bis zum 17. April 2022 könnte man so erleben und erfahren, was für ein gutes Leben im Einklang mit der Schöpfung und die Verwirklichung von sozialer Gerechtigkeit wichtig ist. Ziel ist es, Menschen zu gewinnen, schon beim Einkauf und der Zubereitung des Essens darauf zu achten, weniger Energie zu verbrauchen und den Alltag klimafreundlicher zu gestalten.
Herrlichstes Demo-Wetter
Wenn sich der Nebel und Hochnebel aus der Nacht aufgelöst haben, kommt zum Wochenausklang fast landesweit die Sonne zum Vorschein. Nur im Osten wird sie von einigen wenigen Wolken verdeckt. Ansonsten darf man sich in ganz Deutschland auf einen strahlend schönen Sonntag freuen.
Flugzeugabsturz vor den Komoren
Nach dem Absturz einer Cessna Caravan mit 14 Personen an Bord läuft vor der Inselgruppe der Komoren die Suche nach Überlebenden. Wrackteile und Gepäckstücke von Bord der einmotorigen Turboprop-Maschine wurden bei der Insel Mohéli gefunden, wie die Fluggesellschaft AB Aviation am Sonntag unter Berufung auf Behördenangaben mitteilte.
Das Propellerflugzeug vom Typ C208B war am Vortag mit 12 Passagieren und der zweiköpfigen Besatzung auf dem Weg von der Hauptstadt Moroni zum Insel-Flughafen Fomboni plötzlich vom Radar verschwunden. Die Unglücksursache war zunächst unklar. Die Komoren liegen vor Afrikas Ostküste im Indischen Ozean.
Taxifahren wird teurer
Der Bundesverband Taxi und Mietwagen hält eine Erhöhung der Tarife in den einzelnen Städten um im Schnitt etwa 25 Prozent für notwendig, wie Geschäftsführer Michael Oppermann sagt. Hintergrund sind demnach steigende Kosten - insbesondere durch den höheren Mindestlohn, aber auch bei Werkstattkosten und Treibstoff. Vor allem der Mindestlohn wirke sich aus, denn Personal mache rund zwei Drittel der Kosten im Taxigewerbe aus. Daher hofft Oppermann, dass die Anpassung der Taxitarife zügig von den Kommunen genehmigt werde.
Wie hoch die Anpassung dann konkret ausfallen müsse, werde von Stadt zu Stadt unterschiedlich sein - dabei komme es vor allem darauf an, wann die letzte Erhöhung stattgefunden habe. Meist passiere dies nämlich nur alle paar Jahre.
Untersuchungen zu Busunfall in Bayern
Nach dem schweren Unfall eines Reisebusses in Oberbayern mit Dutzenden Verletzten laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Der Bus aus Nordrhein-Westfalen sei von der Unglücksstelle nahe Inzell im Landkreis Traunstein geborgen und abtransportiert worden, teilt die Polizei mit. Das Fahrzeug sei für weitere Untersuchungen sichergestellt worden.
Der Bus aus Münster war den Polizeiangaben zufolge mit insgesamt 61 Personen besetzt gewesen - darunter auch Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Sie waren auf dem Weg in den Skiurlaub ins österreichische Kaprun. Ursprüngliche erste Angaben von einem Ziel in den Chiemgauer Alpen korrigierte die Polizei. Das Fahrzeug war den Polizeiangaben nach am Samstagmorgen gegen 7.30 Uhr am Ortsausgang von Inzell von der Bundesstraße 306 abgekommen und umgekippt. Die Polizei sprach am Sonntagmorgen von insgesamt nun 43 gemeldeten Verletzten, darunter seien 7 Schwerverletzte. Die Angaben der verschiedenen Einsatzkräfte zu den Opfern hatten geschwankt, die Feuerwehr hatte elf Schwerverletzte gezählt. Getötet wurde niemand. Der 58 Jahre alte Busfahrer sei leicht verletzt worden, sagte der Polizeisprecher.
Das Busunternehmen mit Sitz in Nordrhein-Westfalen habe für einige Reisende den Weg nach Hause organisiert und für andere die Weiterfahrt in das Skigebiet, zu dem sie unterwegs waren. Die Bundesstraße nahe der Grenze zu Österreich war am Samstag an der Unglücksstelle für viele Stunden gesperrt gewesen. Mehrere Betroffene wurden mit Hubschraubern in Krankenhäuser in der Umgebung gebracht. Die Polizei geht aufgrund der Spuren vor Ort und erster Befragungen bisher davon aus, dass der Bus ohne Fremdbeteiligung von der Straße abkam und nach rechts eine mehrere Meter hohe Böschung hinunterkippte. Dort blieb er auf der Seite liegen.
Oskar geht
Im Saarland hat alles angefangen. Und an der Saar geht es zu Ende: Nach mehr als fünf Jahrzehnten beendet Oskar Lafontaine seine politische Karriere. Seiner linken Politik ist er treu geblieben, auch wenn es weh tat. Mit der Landtagswahl am 27. März im Saarland, bei der er nicht mehr antritt, endet für den Noch-Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei im saarländischen Landtag ein langer politischer Weg voller Höhen und Tiefen. Oskar, wie er im Saarland kurz und bündig heißt, war fast alles, was man in einem politischen Leben in Deutschland werden kann: Oberbürgermeister von Saarbrücken, SPD-Landesvorsitzender, Ministerpräsident des Saarlandes (1985-1998), SPD-Kanzlerkandidat im Jahr 1990, SPD-Bundesvorsitzender, Bundesfinanzminister, Mitgründer der Linkspartei und deren Partei- und Fraktionsvorsitzender im Bundestag.
"Ich war 13 Mal Spitzenkandidat bei Wahlen. Ich glaube, so viele gibt es nicht, die so oft an der Spitze von Wahlkämpfen gestanden haben. Ich habe meinen Beitrag zur res publica geleistet", sagt Lafontaine. Seit 2009 hat er die Linksfraktion im Saar-Landtag geführt. Der Ausbau des Sozialstaats und eine friedliche Außenpolitik seien immer seine zentrale Anliegen gewesen.
Wenn der 78-Jährige über "außergewöhnliche Ereignisse, die mein politisches Leben geprägt haben" spricht, dann auch über den 11. März 1999. Da erklärte Lafontaine völlig überraschend seinen Rücktritt vom SPD-Bundesvorsitz und vom Amt des Bundesfinanzministers. Die SPD bebte. War der Bruch mit der SPD ein Fehler? Er könne diese Frage "auch heute nicht beantworten", so Lafontaine. "Vielleicht hätte ich, wenn ich in der SPD geblieben wäre, mehr erreichen können." Prägend sei für ihn auch das Attentat von April 1990 gewesen, als er bei einem Wahlkampfauftritt in Köln von einer psychisch kranken Frau lebensgefährlich verletzt wurde. Vielleicht schreibe er noch mal ein Buch. Auf jeden Fall aber werde er mit dem E-Fahrrad um seinen Wohnort Merzig nahe an der deutsch-französischen Grenze unterwegs sein - weil er die Natur liebe und weil auch seine Frau Sahra Wagenknecht gerne radle.
Das ist die perfekte Welle - in Nürnberg
Eine gefühlte Ewigkeit reitet der Surfer auf der Welle. Dann kippt sein Brett - und die Fluten reißen ihn mit. Am Meer ist das eigentlich eine alltägliche Szene. Das Besondere daran: Der junge Mann surft auf einem Fluss in Nürnberg. Das ermöglicht seit Kurzem eine stehende Welle in der Pegnitz. Zurzeit dürfen nur Vereinsmitglieder darauf surfen. Ende März wird die "Fuchslochwelle" offiziell eingeweiht und dann bald für alle Surfbegeisterten offen sein.
Ganz so wie auf dem Meer zu surfen, sei es nicht, gibt Thorsten Keck vom Verein Nürnberger Dauerwelle zu. "Es ist aber ein extrem guter Ersatz." Das finden offenbar viele in Deutschland. "Stehende Wellen an Flüssen sind ein zunehmender Trend", sagt Michael Zirlewagen vom Deutschen Wellenreitverband. "Es wird viele neue Wellen in den nächsten fünf bis zehn Jahren geben. Quasi überall, wo es einen Fluss gibt, gibt es Leute, die sich engagieren oder die damit beginnen." Darunter sind zum Beispiel Städte wie Hannover, Gießen oder Augsburg.
Die wohl berühmteste Flusswelle ist die Eisbachwelle in München, die Freizeitsportler aus aller Welt anlockt und auf der auch schon Surfstar Robby Naish geritten ist. Auch aus Nürnberg seien einige Leute regelmäßig nach München gefahren, sagt Keck. 2012 gründeten sie dann einen Verein, um sich eine eigene Welle in die Stadt zu holen. Planung, Baugenehmigung und Finanzierung nahmen viele Jahre in Anspruch.
Mikrobenjäger gesucht
Vögel oder Insekten zählen und damit der Wissenschaft helfen: Das machen viele Menschen schon. Aber Bakterien sammeln? Ein Forscherteam der Universität Jena ist derzeit auf der Suche nach Menschen, die ausgestattet mit Pipette und Probengefäßen auf Mikrobenjagd gehen wollen. "Da kann jeder mitmachen: Kinder, Eltern oder Omas", so der Mikrobiologie-Student Tom Haufschild. Gemeinsam mit Christian Jogler, Professor für Mikrobielle Interaktionen, und der Mikrobiologin Muriel van Teeseling hat er das Projekt ins Leben gerufen.
Die Forscher wollen Kisten mit Experimentiermaterial verschicken und hoffen auf etliche Proben, vorzugsweise aus Flüssen oder Bächen an vielen verschiedenen Orten. Aber auch bei sich vor Ort sollen Interessierte kleine Experimente machen können - etwa den pH-Wert messen. Nach dem Einschicken der Proben sollen Videoblogs und virtuelle Fragerunden weiter über der Projekt informieren. Auch könne man über Nacht einen Magneten neben die Probe stellen und mit etwas Glück die Bakterien mit bloßem Auge sehen. Der Grund: Die Forscher sind auf der Suche nach sogenannten magnetotaktischen Bakterien. Das sind Bakterien, die sich am Magnetfeld der Erde ausrichten. Diese könnten künftig in der Medizin eine Rolle spielen, so die Hoffnung, etwa beim Transport von Medikamenten im Körper.
70 Jahre freies Helgoland
70 Jahre nach der Freigabe Helgolands können die Helgoländer den Jahrestag am 1. März wegen der Corona-Krise nicht mit einem großen Fest feiern. Geplant sei aber, am 18. Juni nachzufeiern, so Bürgermeister Jörg Singer (parteilos) der Deutschen Presse-Agentur. An dem Tag solle dann gleichzeitig gefeiert werden, dass die Insel in diesem Jahr bereits 90 Jahre zum Kreis Pinneberg (Schleswig-Holstein) gehört. Ganz müssen die Helgoländer nicht auf ein Gedenken an den 1. März 1952 verzichten: In der St. Nicolai-Kirche ist in der Nacht zum Dienstag ein Mitternachts-Gottesdienst geplant. "Dann läutet auch die Helgoland-Glocke, das ist immer sehr festlich", findet Singer. Die Bewohner würden ihre Häuser, wie es an diesem Jahrestag Tradition ist, mit der Helgoland-Flagge schmücken. Am Abend sei ein Feuerwerk geplant.
Vor 70 Jahren gaben die Briten die zerbombte und zu dieser Zeit unbewohnte Hochseeinsel frei, es gab damals eine Zeremonie auf der Hochseeinsel. Jahrelang hatten die Briten Helgoland nach dem Zweiten Weltkrieg als Bomben-Trainingsgelände genutzt. Am 18. April 1947 wollten sie zudem mit 6700 Tonnen Munition beim "Big Bang" alle militärischen Anlagen sprengen. Mit der Freigabe konnte der Wiederaufbau der zerstörten Insel beginnen, die Bewohner konnten zurückkehren.
Trump markiert den starken Maxen
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat mit seinem Auftritt auf der Konferenz der amerikanischen Konservativen CPAC gezeigt, dass rechts der politischen Mitte im Land weiterhin kaum ein Weg an ihm vorbeiführt. Seine 86 Minuten lange Rede am Samstag bei der Veranstaltung in Orlando wurde von lautem Applaus begleitet. Eine häufige Banderole in den Reihen der Zuhörer: "Trump 2024" in Anlehnung an eine mögliche erneute Kandidatur des 75-Jährigen bei der nächsten Präsidentschaftswahl.
In seiner Rede tischte Trump seine altbekannten Tiraden gegen die "radikale Linke", die "Cancel Culture" und die ihm angeblich gestohlene Wiederwahl im November 2020 Jahr auf. Besonders begeisterten seine Ausführungen darüber, wie "bescheuert" es doch sei, dass die Demokraten sich als Partei der Demokratie bezeichnen. Auch die Anekdote, dass Facebook-Gründer Mark Zuckerberg "ins Weiße Haus kam und mir in den Arsch gekrochen ist" gefiel.
Für die westlichen Partner der USA zeigte Trump vor allem Verachtung, während er Russlands Präsident Wladimir Putins Intellekt lobte: Die NATO verhalte sich in der Ukraine-Krise "alles andere als intelligent". Putin hingegen sei "schlau". "Das wirkliche Problem ist, dass unsere Anführer so blöd sind." Den Einmarsch Russlands in die Ukraine habe sein Nachfolger Joe Biden mit seiner "Schwäche" zu verantworten.
Die SPD legt zu
Die SPD hat in der Wählergunst im Vergleich zur Vorwoche leicht zugelegt. Im aktuellen Sonntagstrend des Meinungsforschungsinstituts INSA im Auftrag der "Bild" kamen die Sozialdemokraten auf 23 Prozent - ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche. Die Unionsparteien büßen hingegen einen Prozentpunkt ein und kommen auf 26 Prozent.
Die anderen Parteien blieben weitgehend stabil: die Grünen bei 15 Prozent, die AfD bei zwölf Prozent, die FDP bei elf Prozent und die Linke bei sieben Prozent. Die restlichen kleineren Parteien kämen demnach auf insgesamt sechs Prozent der Stimmen.