Sonntag, 03. Oktober 2021Der Tag

mit Yuki Schubert
Yuki Schubert
22:32 Uhr

Das war Sonntag, der 3. Oktober 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

die erste Sondierungsrunde ist durch - doch was da konkret hinter den verschlossenen Türen zwischen Union und FDP oder den getrennt geführten Gesprächen von SPD mit FDP und SPD mit Grünen gesprochen wurde, sickerte kaum durch. Auf Landesebene wird in Berlin morgen gut eine Woche nach der Neuwahl des Berliner Abgeordnetenhauses gleich weiter sondiert. Und noch ein Thema hat diesen Feiertag mit Spannung aufgeladen, denn am Abend wurden die sogenannten "Pandora Papers" veröffentlicht. Darin werden geheime Offshore-Geschäfte internationaler Politiker und Promis offengelegt - und da sind einige bekannte Namen darunter.

Folgende Themen haben uns am Tag der Deutschen Einheit ebenfalls beschäftigt:

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Restsonntag. Bleiben Sie gesund und munter.

21:54 Uhr

Schwerverletzter nach Seifenkistenfahrt: Mann hält sich am Fuß des Freundes fest

Bei einem ungewöhnlichen Unfall mit einer Seifenkiste ist ein Mann im Allgäu schwer verletzt worden. Laut Polizei bauten zunächst ein 32-Jähriger und ein 35-Jähriger gemeinsam die Seifenkiste, mit der der Jüngere anschließend die Bergstraße in Wertach hinabfuhr. Bei der Fahrt, die sich bereits am Vortag ereignete, verlor der Mann den Angaben zufolge die Kontrolle und konnte nicht mehr bremsen. Er suchte nach Halt und griff nach dem Bein seines 35 Jahre alten Freundes, der zu Fuß nach unten lief. Dieser stürzte daraufhin unglücklich und verletzte sich am Rücken, sodass er mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden musste. Der Unfallverursacher erlitt leichte Schürfwunden.

21:24 Uhr

Leck in Pipeline: Ölteppich vor südkalifornischer Küste

Vor der Küste Südkaliforniens hat sich wegen eines Lecks in einer Pipeline ein Ölteppich gebildet. Nach Angaben der Behörden sind mehr als 475.000 Liter Öl ausgetreten. Strände in der Ortschaft Huntington Beach, südlich von Los Angeles, wurden für Besucher gesperrt. Es seien tote Fische und Vögel angeschwemmt worden, teilte die Bezirksabgeordnete Katrina Foley auf Twitter mit. Seit Samstag soll Öl aus der defekten Pipeline austreten, die sich mehrere Kilometer vor der Küste befindet. In der Nähe gibt es mehrere Förderplattformen. Der Küstenwache zufolge erstreckt sich der Ölteppich über eine Fläche von etwa 33 Quadratkilometern.

20:51 Uhr

Junge-Union-Chef Kuban: CDU braucht keinen Rutsch nach rechts oder links

Die Junge Union (JU) hat ein klareres Profil der CDU gefordert, aber vor einer Verschiebung der Koordinaten der Partei gewarnt. Es brauche keinen Rechts- oder Linksrutsch, "sondern es braucht CDU pur", sagte JU-Chef Tilman Kuban am Abend in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". Die CDU verfüge über viele interessante Köpfe. Kuban nannte in dem Zusammenhang die Namen von Friedrich Merz, Carsten Linnemann, Jens Spahn, Michael Kretschmer und Serap Güler. Er räumte ein, dass die Union bei Themen, die junge Leute als wichtig erachten wie Klimaschutz und Corona-Bekämpfung, nicht deutlich genug gewesen sei. "Wir hätten als Junge Union auch lauter sein müssen", sagte Kuban und fügte hinzu: "Da müssen wir vielleicht noch lauter werden."

20:25 Uhr

Drei Tote durch Zyklon "Shaheen" im Oman

Bei heftigen Regenfällen und Überschwemmungen infolge eines tropischen Wirbelsturms sind in dem Golf-Staat Oman mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Ein vermisstes Kind sei tot gefunden worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur ONA. Zudem starben demnach zwei asiatische Arbeiter, als ein Erdrutsch an einem Berg ihre Unterkunft in einem Industriegebiet zerstörte. Unter den Trümmern könnte es weitere Opfer geben. Nach Angaben der omanischen Notfall-Managements soll der tropische Wirbelsturm "Shaheen" am Abend die Nordküste des Sultanats erreichen. Demnach liegt die Windgeschwindigkeit in seinem Zentrum bei bis zu 139 Kilometern pro Stunde. Die Regierung rief die Menschen auf, in ihren Häusern zu bleiben. In der Hauptstadt Maskat wurde der Verkehr ausgesetzt. Bilder zeigten überflutete Straßen.

Der Zyklon "Shaheen" sorgte für massive Überschwemmungen im Oman.

Der Zyklon "Shaheen" sorgte für massive Überschwemmungen im Oman.

(Foto: REUTERS)

19:41 Uhr

Segeljacht in der Karibik verschollen

Eine Segeljacht mit vier Menschen an Bord ist in der Karibik unter bisher ungeklärten Umständen verschwunden. Die unter der Flagge von Panama fahrende "M.O.I. Guadalupe" hätte 130 Seemeilen vor der zu Mexiko gehörenden Insel Cozumel am 28. September aufgehört, Signale zu senden, hieß es in einer Mitteilung des argentinischen Außenministeriums. Die vermissten beiden Argentinier, ein Kubaner und ein Mexikaner, hatten laut der Mitteilung im Karibikstaat Haiti geholfen, wo bei einem starken Erdbeben rund 2200 Menschen ums Leben gekommen waren. Die Jacht hätte demnach eigentlich am 29. September im Hafen von Cozumel ankommen sollen. Nun laufe eine intensive Suche mit zwei Schiffen und einem Flugzeug der Marine sowie einem Privatflugzeug.

19:14 Uhr

Pandora Papers: Steueroasen-Recherche belastet Hunderte Politiker schwer

Ein riesiges Datenleck enthüllt nach Angaben eines internationalen Recherchenetzwerkes die heimlichen Geschäfte hunderter Politiker mit Briefkastenfirmen. Das International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ), zu dem die "Süddeutsche Zeitung" gehört, veröffentlichte am Abend einen Teil der Rechercheergebnisse, wonach mehr als 330 Politiker und Amtsträger aus 91 Ländern wie etwa Tschechiens Regierungschef Andrej Babis in Offshore-Geschäfte verstrickt sind. Auch etwa der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, zahlreiche Vertraute des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Jordaniens König Abdullah II. und viele Prominente wie etwa das Model Claudia Schiffer sind oder waren laut "Süddeutsche" Kunden bei Offshore-Firmen. An der Auswertung der sogenannten Pandora Papers waren rund 600 Journalisten in 117 Ländern beteiligt.

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18:33 Uhr

Tödlicher Unfall bei Eschborn-Marathon - Ordnerin überfahren

Am Rande eines Halbmarathons in Eschborn in Hessen ist eine Frau von einem 88-jährigen Autofahrer überfahren worden. Laut Polizei hatte die Ordnerin den Mann zuvor auf eine Straßensperrung für den Lauf aufmerksam gemacht. Demnach habe er die Frau wahrscheinlich beim Wenden übersehen. Die als Streckenposten arbeitende Frau starb noch an der Unfallstelle. Der als "Eschathlon" bekannte Halbmarathon wurde nach dem Unfall abgebrochen. Die Polizei ermittelt und bittet Zeugen des Unfalls, sich zu melden.

18:25 Uhr

SPD und FDP Fazit zur ersten Sondierung: Es war "konstruktiv"

SPD und FDP haben ihre ersten Sondierungen über eine mögliche Regierungsbildung nach der Bundestagswahl als konstruktiv bezeichnet. Man sei sich bewusst, dass es nach 16 Jahren der Kanzlerschaft von Angela Merkel großen Veränderungsbedarf gebe, sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil nach gut zweistündigen Beratungen in Berlin. Es sei global etwa über Klimaschutz, Digitales, Staatsmodernisierung und außenpolitische Fragen geredet worden. "Es war konstruktiv und sehr sachlich." FDP-Generalsekretär Volker Wissing sagte, in einem konstruktiven Miteinander seien ernste Themen besprochen worden. Klar sei, dass inhaltliche Positionen "in wesentlichen Punkten" auseinander lägen. Er bekräftigte den Anspruch seiner Partei, eine "Reformregierung" zu bilden.

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17:58 Uhr

Jack Russell Terrier büxt auf A9 aus - Autofahrer rettet Tier

Ein Jack Russell Terrier ist am Morgen bei einem Spaziergang ausgebüxt und auf die Autobahn 9 bei Eisenberg in Thüringen gelaufen. Die Hündin Bella habe mehreren Autofahrerinnen und -fahrern "einen tüchtigen Schrecken eingejagt", teilte die Polizei mit. Ein 57-jähriger Hundefreund aus München habe auf dem Standstreifen angehalten und die mittlerweile an der Mittelleitplanke sitzende Hündin mit einem gefährlichen Satz über die zum Glück wenig befahrene Autobahn gerettet - und der kurz darauf eintreffenden Autobahnpolizei übergeben. Bei dem Vorfall wurde nach Polizeiangaben niemand verletzt. Hündin Bella sei kurze Zeit später wieder der 42-jährigen Besitzerin übergeben worden.

Die Hündin Bella nach ihrem gefährlichen Autobahn-Ausflug.

Die Hündin Bella nach ihrem gefährlichen Autobahn-Ausflug.

(Foto: Polizei Thüringen)

17:27 Uhr

Drei Studentinnen in Russland getötet - Polizei fahndet nach 30-Jährigen

Drei junge Studentinnen sind in Russland getötet worden - nun fahndet die Polizei unter Hochdruck nach einem 30-Jährigen. Er gelte als Tatverdächtiger in dem Mordfall, teilte die Polizei in der Region Orenburg mehr als 1200 Kilometer südöstlich von Moskau mit. Die Medizinstudentinnen im Alter von 17, 18 und 19 Jahren sollen demnach in einer Wohnung gelebt haben. Zwei Leichen waren bei Löscharbeiten entdeckt worden, eine dritte vor dem Haus in der Stadt Gai. Den Ermittlern zufolge wiesen die Körper Spuren von Gewalt auf. Medienberichten zufolge sollen die jungen Frauen am Donnerstag erstochen worden sein. Um Spuren zu verwischen, sei die Wohnung angezündet worden. Der Tatverdächtige soll demnach erst vor drei Monaten aus einem Straflager entlassen worden sein.

Update: Der Tatverdächtige wurde mittlerweile festgenommen. Das meldeten am Abend mehrere Nachrichtenagenturen.

In diesem Haus wurden die drei Frauenleichen entdeckt.

In diesem Haus wurden die drei Frauenleichen entdeckt.

(Foto: picture alliance/dpa/RIA Nowosti)

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Nachmittag

16:51 Uhr

Begrapscht beim Videodreh? Emily Ratajkowski erhebt Vorwürfe gegen Robin Thicke

Schauspielerin und Model Emily Ratajkowski wirft dem Sänger Robin Thicke vor, sie während des Drehs zum Musikvideo "Blurred Lines" begrapscht zu haben, wie sie in ihrem Buch "My Body" offenlegt. In einem Bericht der "Sunday Times of London" werden Teile aus dem noch nicht veröffentlichten Buch zitiert. In dem Musikvideo, das von der Regisseurin Diane Martel stammt, ist Ratajkowski in einer nicht zensierten Version oben ohne zu sehen. Die Stimmung am Set habe sich geändert, nachdem Thicke etwas zu betrunken am Set aufgetaucht sei, um eine Szene allein mit dem Model zu drehen, wird Ratajkowski zitiert. "Plötzlich, wie aus dem Nichts, spürte ich die Kälte und Fremdheit der Hände eines Fremden, die meine nackten Brüste von hinten umfassten. Instinktiv bin ich ausgewichen und blickte zurück auf Robin Thicke", schreibt Ratajkowski. Dieser soll albern gegrinst und nach hinten gewankt sein. "Ich habe mein Kinn nach vorne geschoben und zuckte mit den Schultern. Ich versuchte Augenkontakt zu vermeiden und spürte, wie die Hitze der Demütigung durch meinen Körper schoss." Und weiter: "Ich habe nicht reagiert - nicht wirklich, nicht wie ich es hätte tun sollen."

Die Regisseurin Martel bestätigt Ratajkowskis Aussage gegenüber der "Sunday Times of London". "Ich erinnere mich an den Moment, als er sie an den Brüsten begrapscht hat. Eine in jeder Hand. Er stand hinter ihr. Ich schrie mit meiner sehr aggressiven Brooklyn-Slang-Stimme: 'Was zum Teufel machst du da, das war es, der Dreh ist beendet!'" Thicke hat sich laut Martel anschließend entschuldigt. Ihren Angaben zufolge wäre das nicht passiert, wenn er nicht betrunken gewesen wäre. Eine Anmerkung, die unnötig ist und leider zu oft bei Fällen sexualisierter Gewalt fällt, um nach einer Entschuldigung für das Verhalten zu suchen. Thicke hat sich bisher dazu nicht geäußert.

16:08 Uhr

42-Jähriger vor Shisha-Bar in Berlin-Wedding erschossen

Im Berliner Stadtteil Wedding ist in der Nacht ein 42-jähriger Mann auf offener Straße erschossen worden. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich die Tat gegen 23 Uhr vor einer Shisha-Bar. Der Täter befinde sich auf der Flucht. Der Hintergrund des Tötungsdelikts ist zunächst unklar. Allerdings geht die Polizei nach eigenen Angaben von einer privaten Streitigkeit aus. Die Mordkommission habe die Ermittlungen übernommen.

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15:32 Uhr

Kleinflugzeug stürzt in Bürogebäude bei Mailand - Acht Tote

Ein Leichtflugzeug ist in Mailand kurz nach dem Start abgestürzt und in ein leerstehendes Bürogebäude gekracht. Bei dem Unfall kamen nach italienischen Medienberichten der Pilot, ein weiteres Crewmitglied und sechs Passagiere ums Leben. Der Touristenflieger sei vom Flughafen Mailand-Linate gestartet und auf dem Weg nach Olbia auf Sardinien nur wenige Kilometer später abgestürzt. Das Gebäude fing daraufhin Feuer. Wegen Renovierungsarbeiten hätten sich dort keine Menschen aufgehalten. Der Grund für den Absturz ist noch unklar. Augenzeugen berichteten, dass ein Motor der Maschine gebrannt habe und das Flugzeug daraufhin im Sturzflug zu Boden ging, ohne dass Manöver ersichtlich waren. "Der Aufprall war verheerend", sagte Carlo Cardinali von der Feuerwehr Mailand laut Nachrichtenagentur Ansa. "Bislang konnten wir nur eine Leiche finden."

Update: Mittlerweile wird von acht Todesopfern berichtet. Unter den Opfern sei auch ein Kind, berichten italienische Medien.

Feuerwehrleute und Polizisten stehen an der Absturzstelle eines Flugzeugs in San Donato, einem Vorort von Mailand.

Feuerwehrleute und Polizisten stehen an der Absturzstelle eines Flugzeugs in San Donato, einem Vorort von Mailand.

(Foto: dpa)

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15:06 Uhr

Mehrere Tote bei Explosion vor Moschee in Kabul

Bei einem Bombenanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul nahe der Trauerfeier für die Mutter eines hochrangigen Taliban-Funktionärs hat es heute Tote und Verletzte gegeben. Taliban-Hauptsprecher Sabihullah Mudschahid, dessen Mutter beigesetzt wurde, berichtete selbst von der Explosion nahe dem Tor der bekannten Eidgah-Moschee. Dabei seien mehrere Zivilisten ums Leben gekommen oder verletzt worden, sagte er, ohne eine Zahl zu nennen. Mindestens vier Menschen wurden verletzt in ein Krankenhaus gebracht, wie die Organisation NGO Emergency mitteilte. Ziel des Anschlags sei eine Ansammlung von Menschen gewesen, so Mudschahid weiter. Berichten zufolge sollen mehrere führende Mitglieder der Islamisten an der Trauerfeier teilgenommen haben. Für den Anschlag erklärte sich zunächst niemand verantwortlich.

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14:44 Uhr

Merkel zur Einheit: "Demokratie ist nicht einfach da"

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Tag der Deutschen Einheit eindringlich zum Erhalt der Demokratie in Deutschland aufgerufen. "Demokratie ist nicht einfach da, sondern wir müssen immer wieder für sie miteinander arbeiten", sagte Merkel beim offiziellen Festakt zum Tag der Deutschen Einheit in Halle in Sachsen-Anhalt. "Manchmal jedoch, so fürchte ich, gehen wir mit den demokratischen Errungenschaften etwas zu leichtfertig um." "Wir erleben in dieser Zeit zusehends Angriffe auf so hohe Güter wie die Pressefreiheit", betonte die Kanzlerin. "Wir erleben eine Öffentlichkeit, in der demagogisch mit Lügen und Desinformation Ressentiments und Hass geschürt werden - ohne Hemmung und ohne Scham." Da würden nicht nur Menschen wegen ihres Aussehens, ihrer Herkunft oder ihres Glaubens diffamiert, "da wird die Demokratie angegriffen." Nicht weniger als der demokratische Zusammenhalt stehe zurzeit auf dem Prüfstand.

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14:23 Uhr

Balkonplatte begräbt Hauseigentümer unter sich - tot

Ein 53-Jähriger wollte an seinem Altbau in Baden-Württemberg Renovierungsarbeiten durchführen, als er unter der Balkonplatte seines Hauses begraben und getötet wurde. Das berichtet die Polizei. Demnach war der Betonbalkon an dem Altbau in Eislingen (Kreis Göppingen) vom ersten Obergeschoß abgebrochen, nachdem der Hausbesitzer eine Metallstütze mit dem Hammer zur Seite geschlagen hatte. Mehrere von Arbeitern angebrachte Metallstützen sollten den Balkon bis zur Installation neuer Betonstützen sichern. Das Gebäude wurde infolge des Unglücks stark beschädigt und ist laut Polizei einsturzgefährdet.

14:08 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, mein Kollege hat Feierabend. Ich melde mich zurück, um mit Ihnen heute an diesem Feiertag die weltweite Newslage zu erkunden. Schauen Sie doch nach dem Herbstspaziergang hier vorbei oder wann immer Sie mögen. Feedback können Sie gern auch per Mail an yuki.schubert@nama.de einreichen. Ich lege los!

13:49 Uhr

Indien stockt Truppen an Grenze zu China auf

Die indische Armee hat nach eigenen Angaben mehr Streitkräfte an die umstrittene Grenze zu China geschickt. Der indische Armeechef Manoj Mukund Naravane sagte, dass die chinesische Truppenpräsenz entlang der 3.500 Kilometer langen Grenze "beträchtlich" zugenommen habe und dies "Anlass zur Sorge" sei. Das indische Militär habe als Reaktion darauf seine Streitkräfte an der Grenze aufgestockt.

Im Juni vergangenen Jahres war es im Galwan-Tal im Himalaya-Gebirge zu Zusammenstößen mit Toten auf beiden Seiten gekommen. Es war der schlimmste Vorfall im Grenzkonflikt zwischen den beiden Atommächten China und Indien seit Jahrzehnten. Seitdem versuchen Spitzenmilitärs auf beiden Seiten, den Konflikt durch Gespräche zu entschärfen.

13:07 Uhr

Streit um Maskenpflicht: Kunde beißt Supermarktmitarbeiter

Vor zwei Wochen erschoss ein 49-jähriger Mann einen jungen Tankstellenkassierer, weil dieser ihn auf die Maskenpflicht hingewiesen hatte. Die Tat löste bundesweit Entsetzen und Anteilnahme aus. Ein minder schwerer, aber ebenfalls besorgniserregender Fall ereignete sich nun in Chemnitz, wo ein 20 Jahre alter Mann in einem Supermarkt ausrastete, nachdem ein Mitarbeiter ihn auf die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes hingewiesen hatte.

Wie die Polizei mitteilte, warf der junge Mann zunächst mit einer Bierflasche nach dem Mitarbeiter und traf ihn am Rücken. Zudem biss er in den Arm des 24-Jährigen und versuchte, ihn mit einer Bratpfanne zu schlagen, verfehlte ihn aber. Der Mitarbeiter erlitt leichte Verletzungen und musste zum Arzt. Der Vorfall geschah bereits am Freitag. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

12:17 Uhr

Hund stürzt auf Wanderung 40 Meter in die Tiefe - und überlebt

Ein 40 Meter in die Tiefe gestürzter Hund ist in Oberösterreich gerettet worden. Das Tier rutschte am Samstag kurz vor dem Gipfel am Kleinen Schönberg ab und konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft aus seiner misslichen Lage befreien, wie die Polizei mitteilte. Sein Besitzer war demnach mit zwei Hunden und einer Bekannten unterwegs, als es auf rund 880 Metern Seehöhe zu dem Unfall kam. Weder der Mann noch die Frau schaffte es, den zwölf Jahre alten Hund selbst zu retten.

Fünf Bergretter und ein Alpinpolizist stiegen zu den Wanderern auf. Einer der Helfer und der 48-jährige Besitzer wurden dann zu dem Vierbeiner abgeseilt und die drei wieder hochgeholt. Der Hund wurde bei dem Sturz verletzt, konnte aber laut Polizei nach seiner Rettung selbst den Berg hinablaufen.

12:00 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:40 Uhr

Klopp wird deutlich: Impfverweigerung ist wie Alkohol am Steuer

Für Jürgen Klopp ist die Verweigerung einer Corona-Impfung wie Alkohol am Steuer. Die gesetzlichen Bestimmungen dagegen seien auch "nicht dazu da, mich zu schützen, wenn ich zwei Bier trinke und fahren will, es ist zum Schutz anderer Leute, weil ich betrunken bin, und wir akzeptieren das als ein Gesetz", sagte der Trainer des FC Liverpool. Er habe sich nicht nur impfen lassen, um sich gegen das Virus abzusichern, sondern auch die Menschen um ihn herum.

"Ich verstehe nicht, warum das eine Einschränkung der Freiheit ist. Wenn es so ist, dann ist das Verbot betrunken zu fahren auch eine Freiheitsbeschränkung", so Klopp. Im englischen Fußball gibt es eine heftige Debatte um ungeimpfte Profis, weil angeblich immer noch eine größere Zahl von Spielern den Piks verweigert. Beim FC Liverpool seien 99 Prozent geimpft, versicherte Klopp.

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10:57 Uhr

Steigen schon bald die Preise für Toilettenpapier?

Toilettenpapier könnte im Winter deutlich teurer werden. Laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" will der schwedische Konzern Essity, zu dem die Marken Zewa und Tempo gehören, in Preisverhandlungen mit dem Einzelhandel einen Aufschlag von mindestens fünf Prozent durchsetzen.

Es gilt als wahrscheinlich, dass der Handel dies an die Kunden weitergeben würde. Essity-Chef Magnus Groth begründete den geplanten Aufschlag in der "FAS" mit steigenden Kosten für Energie und Fracht, aber auch einer wieder deutlich zunehmenden Nachfrage nach Altpapier und Zellstoff.

10:24 Uhr

Buschmann über Liberale: "FDP ist der neue Punk"

Seitdem die FDP bei der Bundestagswahl unter Erstwählern gemeinsam mit den Grünen auf Platz eins landete, suchen Politiker, Journalisten und Menschen auf Twitter (also vor allem Politiker und Journalisten) nach Antworten auf die Frage, wie das denn sein kann, dass die Liberalen plötzlich so beliebt sind unter den Jungen. Marco Buschmann, Punk und Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Bundestag, hat da folgende, etwas eigene Theorie:

10:03 Uhr

Scholz: "Heute sind wir ein Land, trotzdem bleibt viel zu tun"

Zum Tag der Deutschen Einheit hat SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz eine weitere Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost und West gefordert. "Heute sind wir ein Land, trotzdem bleibt viel zu tun", schrieb Scholz vor den Einheitsfeiern in Halle in Sachsen-Anhalt auf Twitter. "Wir brauchen gleiche Gehälter, Renten, Perspektiven. Das schaffen wir nur, wenn wir auf Gemeinsamkeiten setzen."

09:57 Uhr

US-Rockstar David Lee Roth verlässt die Bühne

Der amerikanische Rockstar David Lee Roth, langjähriger Frontman der Band Van Halen, will sich von der Bühne verabschieden. Nach Konzertauftritten in Las Vegas im kommenden Januar werde er sich zur Ruhe setzen, sagte der Sänger im Interview der Zeitung "Las Vegas Review-Journal". "Dies sind meine letzten fünf Shows", kündigte Roth an. Ein Sprecher von ihm bestätigte dies, wie die Musikzeitschrift "Rolling Stone" berichtet.

Das letzte Konzert werde er demnach am 8. Januar im "House of Blues" in Las Vegas geben. Roth ging in dem Interview auch auf den Tod von Eddie Van Halen ein. Die Gitarren-Legende war im vorigen Oktober im Alter von 65 Jahren an Krebs gestorben. Er setze sich damit auseinander, wie kurz das Leben sei, sagte Musiker. Andererseits, so sang es ein großer deutscher Sänger, kann es mit 66 auch erst richtig anfangen. Und das ist Herrn Roth doch zu wünschen.

09:17 Uhr

Strand statt Raumstation: Deutsche ziehen Karibik der ISS vor

Ob nun Markus Söder der beliebtere Unionskanzlerkandidat gewesen wäre als Armin Laschet, wurde zur Genüge in Umfragen ergründet. Nun kommen wir zu den wirklich wichtigen Themen: Wenn der deutsche Astronaut Matthias Maurer Ende Oktober zur Raumstation ISS aufbricht, würden wohl nur wenige Menschen mit ihm tauschen mögen!

Zumindest ziehen die meisten ein anderes Ziel vor. 79 Prozent würden lieber sechs Monate in der Karibik verbringen als sechs Monate auf der ISS, nur 11 Prozent bevorzugen die Raumstation. Das ergab eine repräsentative Online-Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov unter 2053 Menschen. Ob diese Vorliebe wiederum karibisch klingende Koalitionswünsche fördert, ließe sich sicherlich mit einer weiteren Umfrage herausfinden.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:37 Uhr

Katholische Kirche in Frankreich: Bericht über Tausende Pädophile seit 1950

Seit Jahren schon erschüttern Missbrauchsskandale die katholische Kirche in Deutschland. Dass auch ihr französisches Pendant viel aufzuarbeiten hat, legt nun ein Bericht einer unabhängigen Untersuchungskommission nahe. Demnach hat es in der katholischen Kirche in Frankreich seit dem Jahr 1950 Tausende Pädophile gegeben.

Die Untersuchungen zu Missbrauch in der Kirche hätten ergeben, dass es seither zwischen 2900 und 3200 pädophile Priester oder andere pädophile Kirchenmitglieder gegeben habe, sagte der Leiter der Untersuchungskommission, Jean-Marc Sauvé.

"Es handelt sich um eine minimale Schätzung", so Sauvé. Diese basiere auf Archivmaterialien von Kirche, Justiz, Polizei und Presse sowie auf Zeugenaussagen. Die Zahl steht im Verhältnis zu einer Gesamtzahl von 115.000 Priestern oder kirchlichen Würdenträgern im Zeitraum von 1950 bis 2020 in der katholischen Kirche Frankreichs.

08:07 Uhr

Zoff um lila Riegel: Milka streitet mit Londoner Snack-Hersteller

Im Kampf um die Lila-Vorherrschaft hat sich der Branchenriese Milka mit einem kleinen Snack-Hersteller in London angelegt. Grund ist, dass die britische Firma Primal Pantry süße Riegel in ebenfalls lilafarbener Verpackung anbietet - allerdings in einem zarteren Ton als dem typischen Milka-Kuh-Lila.

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Die "charakteristische Milka-Farbe".

(Foto: picture alliance / NurPhoto)

"Wir haben in Europa die Markenrechte für die charakteristische Milka-Farbe für Lebensmittelprodukte", teilte eine britische Sprecherin des US-amerikanischen Milka-Mutterkonzerns Mondelez mit. Wann immer man bei anderen Unternehmen bemerke, dass sie geschützte Markenelemente verwenden, trete man mit diesen in Kontakt.

Berichten zufolge stand zeitweise sogar eine rechtliche Auseinandersetzung im Raum. "Die aktuelle Situation ist aber, dass Mondelez jetzt tatsächlich mit uns verhandelt", sagte ein Vertreter des Schokoladenherstellers Primal Pantry.

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07:39 Uhr

"Total albern": Anke Engelke hat ein Problem mit veganer Salami

Anke Engelke macht mir mein Frühstück madig: Die Entertainerin findet Fleischersatzprodukte "total albern". "Gemüse ist Gemüse und Bacon ist Bacon", sagte die vegan lebende Komikerin und Moderatorin im Podcast "Talk mit K" vom "Kölner Stadt-Anzeiger".

"Ich finde das schwierig, weil den Menschen (...) vorgegaukelt wird: Ihr braucht ja eigentlich Fleisch", so Engelke. Auch über veganen Käse meinte sie: "Das geht nicht." Als Veganerin komme sie gut zurecht - weil sie es nicht als Verbotskonstrukt erachte, sondern als "Entscheidung bei vollem Bewusstsein".

07:06 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

guten Morgen. Heute ist nicht nur Tag der Deutschen Einheit, sondern auch Sondierungssonntag. Und es hat etwas Symbolisches, dass die SPD gerade am 3. Oktober zunächst mit der FDP und dann mit den Grünen nach politischen Gemeinsamkeiten für ein Ampelbündnis - also für eine Vereinigung - sucht. Die Treffen finden ab Nachmittag statt, bevor sich am frühen Abend auch CDU und CSU mit den Liberalen zusammensetzen werden.

Selbstverständlich verfolgen wir die Berliner Partnerschau für Sie. Hier schon einmal die Eckdaten:

  • 15:30 Uhr Treffen SPD und FDP (Pressestatement um circa 17:30 Uhr)
  • 18:00 Uhr Treffen SPD und Grüne (Pressestatement um circa 20.00 Uhr)
  • 18:30 Uhr Treffen CDU/CSU und FDP (Pressestatement um circa 21:00 Uhr)

Folgende Themen könnten heute außerdem wichtig werden:

  • In Halle findet der Festakt zum Tag der Deutschen Einheit statt, vor Ort werden unter anderem Kanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sein. Ein Bürgerfest wird es aus Pandemiegründen nicht geben, dafür aber eine dreiwöchige Ausstellung in der Innenstadt.
  • Die Konservative Partei des britischen Premierministers Boris Johnson beginnt ihren Parteitag. Johnson, dessen Land derzeit stark unter wirtschaftlichen Folgen des Brexits leidet, will auf der Veranstaltung seinen Rückhalt stärken.

Alles Weitere lassen wir auf uns zukommen. Mein Name ist Maximilian Beer und ich begleite Sie durch den Vormittag. Schreiben Sie mir gerne an maximilian.beer@nama.de, falls Sie Hinweise oder Kritik loswerden möchten.

06:30 Uhr

Verfolgungsjagd: Französische Polizei findet 700 Kilogramm Kokain zwischen Garnelen

Großer Fang für die französische Polizei: Versteckt in einem Lastwagen zwischen rund 20 Tonnen Garnelen haben die Beamten im Nordwesten Frankreichs fast 700 Kilogramm Kokain entdeckt. Zwei Menschen seien bei dem Einsatz in der Nähe der Stadt Le Havre festgenommen worden, bestätigten mit dem Fall vertraute Quellen der Zeitung "Le Parisien".

Der Einsatz begann, als am Freitagmorgen am Hafen von Le Havre vier Männer versuchten, den Lkw aufzubrechen. Die bewaffneten Täter zwangen den Fahrer daraufhin in ihr Auto. Es folgte eine Verfolgungsjagd mit der Polizei, an deren Ende der Lkw-Fahrer von den Flüchtigen an einem Rastplatz abgesetzt wurde. Im Inneren des Lastwagens entdeckten die Einsatzkräfte zwischen den Kisten mit Garnelen aus Ecuador elf Sporttaschen mit insgesamt 687 Kilogramm Kokain. Der Wert des Kokains soll sich auf mehr als 40 Millionen Euro belaufen. Nach Angaben der Polizei wusste der Fahrer nichts von dem Kokain in seinem Fahrzeug.

06:10 Uhr

Sprengsatz-Angriff auf UN-Soldaten in Mali - ein Ägypter stirbt

Im Norden Malis ist ein ägyptischer UN-Blauhelmsoldat bei einer Explosion getötet worden. Vier weitere Soldaten seien schwer verletzt worden, als ihr Konvoi auf einen Sprengsatz traf, teilten die Vereinten Nationen mit. UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte den Angriff und forderte die malischen Behörden auf, die Verantwortlichen zu finden.

  • Die Soldaten waren oder sind Mitglieder der Mission Minusma, eine der kostspieligsten und gefährlichsten Friedensmissionen der Vereinten Nationen.

  • Die Bundeswehr ist mit bis zu 1100 Soldaten an Minusma beteiligt. Außerdem sind deutsche Truppen im Rahmen der EU-Ausbildungsmission EUTM mit bis zu 600 Soldaten und Soldatinnen in Mali vertreten.

  • Die politische Situation in Mali ist seit 2012 von Machtkämpfen und Instabilität geprägt. Die meist islamistisch motivierte Gewalt hat in den vergangenen Jahren auch die benachbarten Länder in der Sahel-Zone erreicht. Tausende Soldaten und Zivilisten wurden in der Krisenregion getötet, Hunderttausende Menschen mussten aus ihrer Heimat fliehen.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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