Dienstag, 07. Juli 2020Der Tag

mit Janis Peitsch
Janis Peitsch
22:28 Uhr

Das war Dienstag, der 07. Juli 2020

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(Foto: imago images/Sabine Gudath)

Liebe Leserinnen und Leser,

der Tag neigt sich dem Ende entgegen. Bevor ich meinen Schreibtisch räume - hier noch die wichtigsten Themen:

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Nacht. Machen Sie's gut und bleiben Sie gesund!

21:46 Uhr

Polizei erschießt Mann in Mainz

In Mainz hat die Polizei einen mit einem Messer bewaffneten Mann erschossen. Er habe sich zuvor im Stadtteil Gonsenheim in einer Wohnung verschanzt. Dann habe er sie verlassen und sei auf die Beamten zugegangen. Sie hätten auf ihn gefeuert und dabei tödlich verletzt, berichtete die Polizei.

Zuvor hatten Zeugen den Notruf alarmiert und von einem Messerangriff auf eine männliche Person berichtet. Die Funkstreife traf dann vor Ort auf eine Person mit Schnittverletzungen. Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt. Mehr Details teilte die Polizei zunächst mit.

20:58 Uhr

Telefonterror: Stalker ruft Frau in zwei Monaten fast 1600 Mal an

Belästigung per Telefon: Ein abgewiesener Mann soll eine Frau in Spanien in zwei Monaten 1592 Mal angerufen haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Asturien hatte der Telefonterror schon im August 2018 begonnen, als die Frau dem Mann klargemacht habe, dass sie nichts von ihm wissen wolle.

  • Von da an habe der Mann die Nummer der Frau zu jeder Tages- und Nachtzeit angerufen.
  • Ganz extrem sei es zwischen dem 3. April und dem 31. Mai vergangenen Jahres geworden: In diesen gut acht Wochen habe er 1592 Mal angerufen. Daraufhin habe die Frau Anzeige erstattet.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Stalking, vor. Im Strafprozess in der nordspanischen Stadt Langreo werde sie ein Jahr und neun Monate Gefängnis fordern. Außerdem solle er der Frau eine Entschädigung von 500 Euro zahlen.

20:21 Uhr

Ermittlungen zum tödlichen Oktoberfest-Attentat eingestellt

Die vor mehr als fünf Jahren neu aufgenommenen Ermittlungen zum Oktoberfest-Attentat von 1980 sind eingestellt worden. Das sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft am Abend.

Nach den Ergebnissen der neuen Ermittlungen handelte der Attentäter Gundolf Köhler damals aus einer rechtsextremistischen Motivation heraus. "Wir haben keine zureichenden, tatsächlichen Anhaltspunkte für die Beteiligung weiterer Personen als Mittäter, Anstifter oder Gehilfen an der Tat", sagte der Sprecher.

Bei dem Anschlag am 26. September 1980 waren 13 Menschen gestorben, darunter der Bombenleger Köhler. Mehr als 200 Menschen wurden verletzt. Der Geologie-Student war ein früherer Anhänger der dann verbotenen rechtsextremistischen "Wehrsportgruppe Hoffmann".

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19:39 Uhr

Tote und Verletzte bei Zugunglück im Erzgebirge

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Rettungskräfte versorgen Verletzte in der Nähe der Unfallstelle.

(Foto: picture alliance/dpa)

Beim Frontalzusammenstoß zweier Personenzüge auf einer Strecke durch das Erzgebirge zwischen Tschechien und Deutschland hat es Tote und Verletzte gegeben. Zwei Menschen seien ums Leben gekommen, sagte der Sprecher des Rettungsdienstes in Karlsbad. Es gebe neun Schwerverletzte und 13 Leichtverletzte, darunter sowohl tschechische als auch deutsche Staatsbürger.

Der eine Zug war auf der eingleisigen Strecke unterwegs vom westböhmischen Bäderort Karlsbad ins sächsische Johanngeorgenstadt, der andere in umgekehrter Richtung. Die kurvenreiche und hügelige Trasse führt über den Erzgebirgskamm. Warum die Züge zusammenstießen, war zunächst unklar. Sie sollten sich eigentlich erst im nächsten Bahnhof kreuzen.

Die Polizei nahm einen der beiden Lokführer fest. Der Verdacht laute auf fahrlässige Gefährdung der Allgemeinheit, sagte eine Sprecherin.

Mehrere Rettungshubschrauber waren im Einsatz, darunter auch einer aus dem benachbarten Sachsen. Die Krankenhäuser der Region wurden in Alarmbereitschaft versetzt.

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18:59 Uhr

Zeugen entlasten Gangster-Rapper Gzuz vor Gericht

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Gzuz werden mehrere Vergehen zur Last gelegt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Prozess gegen Gzuz geht dem Ende entgegen. Am heutigen Prozesstag wurden Zeugen aus dem Umfeld des Gangster-Rappers gehört - darunter der Vater seiner Ex-Freundin und ein American-Football-Spieler.

  • Zunächst sagte der Vater seiner ehemaligen Lebensgefährtin aus. Der Zeuge sagte, die Schreckschusspistole, die die Polizei in einem Haus in Halstenbeck gefunden hatte, gehöre ihm. "Die Waffe habe ich meiner Tochter da gelassen, falls sie sich mal verteidigen muss."
  • Als zweiter Zeuge sagte der Sportler aus. Der 34-Jährige erklärte, er habe Ende 2018 ungefähr sechs Monate in der Wohnung von Gzuz in der Hamburger Neustadt gewohnt. Dort habe er "gekifft und Marihuana konsumiert". Die Drogen, die die Polizei bei einer Wohnungsdurchsuchung gefunden hatten, gehörten ihm.

Gzuz, Mitglied der Hip-Hop-Gruppe 187 Strassenbande, werden unter anderem Verstöße gegen das Waffengesetz, Drogenbesitz und Körperverletzung vorgeworfen.

18:20 Uhr

Leiche am Straßenrand entpuppt sich als "Latex-Luder"

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Statt einer Frauenleiche fanden die Beamten diese Sexpuppe.

(Foto: Polizei)

Autofahrer nahe des Orts Spelle haben am Straßenrand eine verpackte Frauenleiche entdeckt. "Durch die Folie schimmern Gebeine", meldete ein entsetzter Anrufer der Polizei.

Wie die Polizei mitteilte, eilten daraufhin mehrere Streifenwagen zum Ort des Schreckens. Doch bei näherer Betrachtung erwies sich die Frau als Sexpuppe aus Latex. Die Polizisten stellten die 800 Euro teure Fundsache sicher.

Bislang habe sich niemand gemeldet, aber wer seine "Herzensdame" vermisse, könne sie auf der Polizeiwache in Dinslaken abholen, hieß es in einer Mitteilung.

17:30 Uhr

Niederländische Polizei entdeckt geheime Folterkammer

In den Niederlanden hat die Polizei bei einem Einsatz in der Provinz Brabant eine beängstigende Entdeckung gemacht. In einer Lagerhalle im Ort Wouwse Plantage fanden die Beamten sieben Container, die von einer kriminellen Bande zu einem Gefängnis inklusive Folterkammer umgebaut worden waren. "Das Bild der Seecontainer ist eiskalt und sehr schockierend", teilte die Staatsanwaltschaft in Rotterdam mit.

  • So befanden sich in einem der Container ein Zahnarztstuhl und zahlreiche Folter-Instrumente wie Heckenscheren, Zangen und chirurgische Instrumente.
  • Offensichtlich plante die Bande Entführungen. Dabei wollten die Kriminellen sich als Sonderkommando der Polizei ausgeben. Denn die Ermittler fanden zahlreiche Waffen, Polizeiuniformen und Blaulichter.

Die Kriminalpolizei war der Bande über das Abfangen von Telefon- und Chatgesprächen auf die Spur gekommen. Die Polizei geht davon aus, dass die Container noch nicht genutzt worden waren.

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17:29 Uhr
Breaking News

Brasiliens Präsident Bolsonaro positiv auf Corona getestet

Beim brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro wird eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt. Das teilt der Staatschef nach einem Test in einem Militärhospital in der Hauptstadt Brasília mit.

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17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:47 Uhr

LGBTIQ-Propaganda? Regenbogen-Eis in Russland am Pranger

In Russland wird einem Eishersteller vorgeworfen, mit seinen Produkten Homosexualität zu fördern. Der Grund klingt absurd: Das Unternehmen Tschistaja Linija produziert Eiscreme in Regenbogenfarben. Doch das könnte Kinder dazu ermutigen, die LGBTIQ-Flagge positiv zu sehen, so das Argument.

"Anzeigen verwenden hübsche Regenbogenfarben, was harmlos aussieht. Und dann schmücken sie das mit hübschen Worten", sagte die Leiterin der russischen Frauenunion, Jekaterina Lachowa, kürzlich bei einer Videokonferenz mit Präsident Wladimir Putin. "So werden schon Kinder gezwungen, sich an diese Flagge zu gewöhnen." Lachowa forderte daher die Entfernung von Regenbogenfarben aus der Werbung und dem öffentlichen Leben.

Tschistaja Linija teilte mittlerweile mit, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Eis und der LGBTIQ-Flagge gebe. "Der Regenbogen entsteht durch die Sonne nach dem Regen und soll einfach gute Laune machen", sagte ein Manager der Firma gegenüber dem Sender "Radio Govorit".

Im Netz machen sich bereits viele User über Lachowas Forderung lustig. Einige merkten sarkastisch an, dass dann auch gleich der Regenbogen als Naturphänomen verboten werden sollte.

*Datenschutz

16:07 Uhr

"Persönliche Probleme: Frontmann Meighan verlässt Rockband Kasabian

Mit Hits wie "Club Foot", "Fire" und "Underdog" feiern Kasabian große Erfolge. Nun verlässt Sänger Tom Meighan die Rockband aus Leicester. Wie die britische Gruppe mitteilte, habe der 39-Jährige "mit persönlichen Problemen zu kämpfen, die sein Verhalten bereits seit einiger Zeit beeinflussen".

Laut britischer Medien bekannte sich der Sänger heute vor Gericht schuldig, seine ehemalige Verlobte angegriffen zu haben. Meighan will nach Kasabian-Angaben nun "all seine Energien darauf konzentrieren, sein Leben wieder auf Kurs zu bringen". Der Rückzug sei "in gegenseitigem Einvernehmen" erfolgt.

15:18 Uhr

Betrunkener entkleidet sich auf Straße und wirft Unterhose nach Polizisten

Einen nicht ganz alltäglichen Einsatz haben Polizeibeamte am Vormittag in Kassel erlebt. Dort hatte sich ein betrunkener Mann mitten auf einer befahrenen Straße entkleidet.

Nach Angaben der Polizei hatten mehrere Autofahrer den "offensichtlich volltrunkenen" Mann bemerkt, als er auf die Fahrbahn torkelte. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war der 35-Jährige bereits nackt.

Der Betrunkene habe die Beamten beleidigt und seine Unterhose in Richtung eines Polizisten geworfen, der das gute Stück mit der Hand abfangen konnte, heißt es in einer Mitteilung.

Die Beamten nahmen den bereits polizeibekannten Mann fest und brachten ihn zur Ausnüchterung auf das Polizeipräsidium. Gegen ihn wird nun wegen Körperverletzung und Beleidigung ermittelt.

14:39 Uhr

Russischer Geheimdienst nimmt mutmaßlichen Nato-Spion fest

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat einen prominenten Berater der Raumfahrtbehörde Roskosmos wegen Hochverrats festgenommen. Der 30-jährige Iwan Safronow habe für die Nato Informationen gesammelt und diese auch übergeben, teilte der FSB in Moskau mit. Dabei habe es sich auch um Staatsgeheimnisse zur Verteidigung und nationalen Sicherheit Russlands gehandelt.

Nach einer Mitteilung von Roskosmos steht die Festnahme nicht im Zusammenhang mit Safronows Arbeit bei der Behörde, wo er den Chef Dmitri Rogosin berät und für Kommunikationsaufgaben zuständig ist. Safronow ist ein bekannter Journalist in Russland, der auch bei der Zeitung "Kommersant" gearbeitet und dort unter anderem über militärische Angelegenheiten berichtete hatte.

14:14 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Juliane Kipper verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Bis zum Abend übernehme ich das Kommando auf der Brücke. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de.

Los geht's!

13:58 Uhr

Großbrand in Schule: Zwei Feuerwehrleute bei Löscharbeiten verletzt

Bei einem Großbrand in einer Schule in Embsen bei Lüneburg sind zwei Feuerwehrleute leicht verletzt worden. Einer von ihnen erlitt einen Schwächeanfall, wie ein Polizeisprecher sagte. Eine Zeitungsausträgerin hatte den Brand gegen 2.00 Uhr in der Nacht gemeldet. Auch Stunden später dauerten die Löscharbeiten an, rund 200 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

"Als die ersten Kräfte eintrafen, waren bereits offene Flammen zu sehen", sagte Feuerwehrsprecher Yannick Lüdemann. Das Feuer war laut Polizei in einer Zwischendecke der Integrierten Gesamtschule ausgebrochen und hatte sich dann schnell ausgebreitet. Es war nach ersten Erkenntnissen der Behörden in einem Trakt zwischen dem Hauptgebäude und der Sporthalle entstanden. Dieser Bereich und ein Teil der Turnhalle stürzten später ein.

"Wir haben das Feuer im Moment unter Kontrolle", sagte am Mittag Feuerwehrsprecher Lüdemann. "Wir versuchen, weitere Brandnester unter Kontrolle zu bekommen und ein weiteres Ausbreiten zu verhindern." Bei der Suche nach Brandnestern war auch ein Bagger im Einsatz. "Er hat ein Nebengebäude eingerissen, damit wir das Feuer besser bekämpfen können", erklärte Lüdemann. Der eigentliche Schultrakt sei nicht betroffen, nur ein Zwischentrakt und die kleine Turnhalle.

13:32 Uhr

Für Schröder sind Lehrer keine "faulen Säcke" mehr

Altkanzler Gerhard Schröder ist 25 Jahre nach seiner heftig kritisierten "Faule Säcke"-Aussage über Lehrer inzwischen ein großer Freund dieser Berufsgruppe. "Ich hab das früher mal ein bisschen überzogen kritisiert, aber ich hab mich eines Besseren belehren lassen müssen: Es gibt ein großes Engagement von vielen über den Schulalltag hinaus", sagte Schröder in seinem Podcast "Die Agenda". Die Lehrer allein könnten aber die sozial unterschiedlichen Voraussetzungen der Schüler nicht wettmachen. Wenn die Eltern morgens "schlecht aufstehen können und die Kinder dann im Winter auf einmal im Schlafanzug mit 'nem Parka drüber in der Schule sind [...] dann macht das ein Problem, das die Schule nur bedingt aufarbeiten kann."

Wenn heute der Computer in der Familie fehle, hätten es die Kinder deutlich schwieriger, sagte der Altkanzler. "Gott sei Dank bin ich nicht derjenige, der die Kinder lehren muss, wie man mit Computern umgeht. Denn ich komme gerade mit dem Handy zurecht." Als niedersächsischer SPD-Ministerpräsident hatte Schröder 1995 mit dem Satz "Ihr wisst doch ganz genau, was das für faule Säcke sind" in einem Schülerzeitungs-Interview Aufsehen erregt.

13:02 Uhr

Anschlag auf Anwalt: Stadtplan-Erbe Falk beteuert seine Unschuld

Der Hamburger Unternehmer Alexander Falk hat im Prozess gegen ihn wegen eines Anschlags auf einen Anwalt in Frankfurt erneut seine Unschuld beteuert. Er habe den Auftrag erteilt, von dem Anwalt oder anderen Kanzleiangehörigen Daten zu beschaffen, sagte Falk vor dem Frankfurter Landgericht. Der 50-Jährige führte in seiner Stellungnahme genau aus, wann und an wen dieser Auftrag ging. Er habe aber niemanden beauftragt, dem Juristen Gewalt anzutun.

Die Verteidigung beantragte erneut, ein türkisches Brüderpaar zu vernehmen, das den Datendiebstahl durchführen sollte - und somit bezeugen könne, dass lediglich dies beauftragt wurde, aber nicht die Gewalttat. Die Vernehmung hatte das Gericht zuvor bereits abgelehnt mit dem Hinweis, der Aufenthaltsort der Männer in der Türkei sei nicht bekannt. Im Februar 2010 wurde dem Anwalt von bisher unbekannten Tätern in Frankfurt ins Bein geschossen. Der Jurist arbeitete zu dem Zeitpunkt an einer Millionenklage gegen Falk.

12:34 Uhr

Johnny Depp verklagt Boulevardzeitung

Schauspieler Johnny Depp und seine Ex-Frau Amber Heard sind zum Auftakt eines Prozesses in London eingetroffen. Depp klagt gegen den Verlag der Boulevardzeitung "The Sun" wegen eines Artikels, in dem behauptet wurde, er habe seine Ex-Frau körperlich misshandelt. Der Schauspieler bestreitet das. Das Verfahren soll drei Wochen dauern.

Depp und Heard hatten sich vor etwa neun Jahren bei den Dreharbeiten zu "The Rum Diary" kennengelernt. Das Paar trennte sich 2016 nach nur 15 Monaten Ehe und trug danach einen monatelangen Rosenkrieg aus. Auch in den USA hat Depp wegen der Vorwürfe eine Verleumdungsklage eingereicht. Er klagt dort aber direkt gegen seine Ex-Frau. Die hatte in einem Artikel der "Washington Post" über ihre Gewalterfahrungen berichtet - allerdings ohne Depp beim Namen zu nennen.

12:02 Uhr

Polizeitaucher bergen vermissten 16-Jährigen aus Stausee

Ein seit Tagen vermisster 16-Jähriger ist tot aus einem Stausee in der Sächsischen Schweiz nahe der Grenze zu Tschechien geborgen worden. Die Ermittlungen zur Todesursache seien noch nicht abgeschlossen, teilte die Polizei mit.

Der Verdacht auf eine Straftat bestehe nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen nicht. Polizeitaucher entdeckten die Leiche des Jugendlichen am Montag in dem Rückhaltebecken des Mordgrundbaches in Bad Gottleuba-Berggießhübel. Der 16-Jährige war am vergangenen Freitag gemeinsam mit Freunden in dem Hochwasserrückhaltebecken schwimmen. Nach Angaben der Polizei war er abgetaucht, aber nicht wieder an die Wasseroberfläche gekommen. Eine Suche mit Tauchern und einem Sonar-Boot blieb zunächst erfolglos. Die Ermittler vermuteten schon bald, dass der Teenager ums Leben gekommen ist.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:34 Uhr

Acht Menschen bei Flugzeugcrash über See gestorben

Beim Zusammenstoß zweier Kleinflugzeuge über einem See im US-Bundesstaat Idaho sind nach jüngsten Polizeiangaben mindestens acht Menschen ums Leben gekommen, darunter auch Kinder. Anwohner und Rettungskräfte bargen drei Leichen aus dem Wasser des unter Touristen beliebten Sees Coeur d'Alene im Westen der USA, wie ein Sprecher des Sheriff-Büros im Bezirk Kootenai County bestätigte.

Zwei weitere Leichen seien mittlerweile auf dem Grund des Sees in fast 40 Metern Tiefe geortet worden, sagte Leutnant Ryan Higgins. Für die Bergung sowie die Suche nach weiteren Opfern sollten Spezialtaucher sowie Spezialgerät eingesetzt werden. Zunächst war nicht klar gewesen, wie viele Menschen bei dem Unglück vom Sonntagnachmittag an Bord der Maschinen waren.

10:49 Uhr

Frau verbrennt sich an vermeintlichen Bernstein

Manche Fundstücke sollte man lieber nicht in die Tasche stecken: Am Steinhuder Meer steckte eine 28-jährige Frau einen gefährlichen bernsteinähnlichen Phosphor-Brocken ein und verletzte sich schwer. Die Fußgängerin habe den vermeintlichen Bernstein aus dem Wasser aufgelesen, sagte die Leiterin des Fachbereichs Umwelt der Region Hannover, Sonja Papenfuß. Dieser entzündete sich, die Frau erlitt Verbrennungen zweiten Grades und kam für eine Nacht in die Medizinische Hochschule Hannover. Lebensgefährlich verletzt sei sie nicht.

Weißer Phosphor stammt aus Brandbomben - eine Altlast aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Region Hannover als Eigentümerin ließ am späten Sonntagabend zwischenzeitlich den Surferstrand, den Badestrand am Nordufer und die Badeinsel in Steinhude sperren. Am Montagmorgen wurde die Sperrung teilweise, am frühen Nachmittag dann ganz aufgehoben, wie Papenfuß sagte.

10:26 Uhr

Prinz Harry: Debatte über Kolonialvergangenheit ist unumgänglich

Der britische Prinz Harry hat die Staaten des Commonwealth dazu aufgefordert, sich im Zusammenhang mit der aktuellen Rassismus-Debatte mit ihrer kolonialen Vergangenheit auseinanderzusetzen. "Wenn man quer durch das Commonwealth blickt, gibt es keinen Weg, wie wir vorankommen können, wenn wir die Vergangenheit nicht anerkennen", sagte Harry in einem veröffentlichten Video.

Der 35-Jährige und seine Frau Meghan hatten vergangene Woche an einer vom Netzwerk Queen's Commonwealth Trust (QCT) organisierten Videokonferenz teilgenommen. Das virtuelle Treffen mit Staatschefs des Staatenbundes, dem Harrys Großmutter, die britische Königin Elizabeth II., vorsteht, fand als Reaktion auf die weltweiten Proteste im Zuge der Black-Lives-Matter-Bewegung statt. Die aus den USA stammende Bewegung wendet sich vor allem gegen strukturellen Rassismus.

Dieser habe zwar eigentlich "keinen Platz" in der Gesellschaft, komme aber dennoch viel zu häufig vor, sagte Harry bei der Videokonferenz. "So viele Menschen haben unglaubliche Arbeit geleistet, um die Vergangenheit anzuerkennen und zu versuchen, Fehler zu korrigieren, aber ich denke, wir alle erkennen an, dass noch so viel mehr zu tun ist."

09:32 Uhr

Mainzer Gericht nach Bombendrohung geräumt

Das Land- und das Amtsgericht in Mainz sind am Morgen nach einer Bombendrohung geräumt worden. Die umliegenden Straßen wurden weiträumig abgesperrt, wie eine Polizeisprecherin berichtete. Die Drohung gegen das Gebäude sei gegen 7.30 Uhr bei der Polizei eingegangen. Einzelheiten waren zunächst unklar.

Update: Inzwischen wurden mehrere Gerichte geräumt. Auch in Lübeck und Erfurt waren Drohungen eingegangen. In der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt waren zwei Sprengstoffspürhunde im Einsatz und durchstreiften das Justizzentrum, wie eine Polizeisprecherin sagte. Betroffen seien unter anderem das Amtsgericht und die Staatsanwaltschaft Erfurt, deren Mitarbeiter ihre Büros verlassen mussten. Die Gerichtsverhandlungen seien zunächst bis Mittag ausgesetzt, hieß es. In Lübeck erfuhr die Polizei am Dienstagmorgen von der Bedrohung gegen das Gebäude des Amtsgerichts.

09:13 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

09:03 Uhr

Studie zur Polizeikontrolle: Seehofer gibt sich unnachgiebig

Bundesinnenminister Horst Seehofer will trotz breiter Kritik keine Studie zu rassistischen Polizeikontrollen in Auftrag geben. "Jetzt nicht", sagte Seehofer in der ARD. "Wir können nicht jede Woche ein Wünsch-Dir-was spielen." Zunächst müssten die zwischen Bund und Ländern abgestimmten Maßnahmen gegen Rechtsextremismus und Rassismus umgesetzt werden. "Dann kann man weiter denken, welche weiteren Maßnahmen erforderlich sind." Der CSU-Politiker zeigte sich zugleich überzeugt: "Wir haben kein strukturelles Problem diesbezüglich." Seehofer beklagte, es gebe ständige Kritik an der Polizei, "zum Teil auch Verunglimpfung". Dabei werde übersehen, dass im Öffentlichen Dienst "Null Toleranz" gelte und Rassismus entschieden bekämpft werde.

08:27 Uhr

Charlize Theron liebt den Sommer in Berlin

Oscarpreisträgerin Charlize Theron ist nach eigenen Angaben ein großer Fan der deutschen Hauptstadt. Sie könnte sich sogar vorstellen, in Berlin zu leben. "Ich habe die Stadt in allen vier Jahreszeiten erlebt. Es geht nichts über Sommer in Berlin, dafür würde ich den Winter in Kauf nehmen", sagte sie dem Magazin "Harper's Bazaar".

Theron hat in Berlin bereits mehrere Filme gedreht - unter anderem 2005 den Science-Fiction-Film "Aeon Flux". "Das war der beste Sommer meines Lebens", sagte sie dem Magazin weiter. "Wenn ich jetzt drüber nachdenke, würde ich am liebsten all meine Filme in Berlin drehen - ich glaube, ich könnte dort leben."

Im Jahr 2005 habe sie zwei riesige Hunde gehabt, "eine Dogge und einen Dalmatiner. Die habe ich mit nach Berlin gebracht, mir ein Fahrrad gemietet, und dann sind wir den ganzen Sommer durch die Stadt gecruist, wie richtige Platzhirsche", sagte sie weiter.

07:53 Uhr

Von Strandwetter im Norden keine Spur

Nach einem teils ziemlich frischen Start in den Tag, der beispielsweise Richtung Eifel und Schwäbische Alb auch mit lokalem Bodenfrost einherging, schaut es heute zunächst einmal ziemlich gut aus. Örtliche Dunstfelder über den Wiesen und Gewässern lösen sich nämlich rasch auf und dann dominiert häufiger die Sonne.

Am sonnigsten ist es im Süden und Südwesten. Und das bleibt auch nachmittags so, während es im Norden und Nordwesten erneut wechselhafter weitergeht. Im äußersten Norden sind auch Blitz und Donner nicht auszuschließen.

Die Temperaturen erreichen im Norden sowie auf den Mittelgebirgen nur zum Teil windige und frische 16 bis 19 Grad. Ansonsten werden es zwischen 21 und 25 Grad.

Die weiteren Aussichten bringen im Süden zunehmend sommerliche Temperaturen mit viel Sonne und bis zu 30 Grad. Erst am Freitag sind dort Gewitter drin. Im großen Rest ist es wiederholt unbeständig oder wolkig, teilweise sogar nass und frischer. Am kühlsten zeigt sich der Norden bei mageren 17 Grad. Ihr Björn Alexander

07:25 Uhr

Kind stirbt nach Fahrt mit Rasenmäher-Traktor

Nach einem Unfall mit einem Rasenmäher-Traktor in Wilnsdorf bei Siegen ist ein 12 Jahre alter Junge gestorben. Das Kind kam mit dem Fahrzeug von einer abschüssige Straße ab, wie die Polizei mitteilte. Der Junge fuhr am Montagabend bei dem Unfall durch eine Hecke und stürzte eine Mauer hinab. Er starb noch am Abend im Krankenhaus. Zwei gleichaltrige Kinder, die auf einem Anhänger des Aufsitzmähers mitfuhren, wurden leicht verletzt.

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06:49 Uhr

Chinesische App Tiktok kündigt Rückzug aus Hongkong an

Die Video-App Tiktok des chinesischen Konzerns Bytedance soll in den kommenden Tagen vom Markt in Hongkong genommen werden. Dies geschehe "angesichts der jüngsten Ereignisse", sagte ein Tiktok-Sprecher in der Nacht. Zuvor hatte der US-Konzern Facebook als Reaktion auf das umstrittene neue Sicherheitsgesetz angekündigt, keine Whatsapp-Daten mehr an die Justizbehörden in Hongkong auszuliefern. Tiktok hatte in der Vergangenheit erklärt, man werde Zensurgesuche oder Bitten der chinesischen Regierung nach Nutzerdaten nicht Folge leisten.

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06:37 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

die Schuld für den Stillstand bei einer Reform des europäischen Asylsystems sieht die Union vor allem bei der EU-Kommission. Diese müsse endlich ihr Versprechen erfüllen und Vorschläge liefern "für ein gemeinsames europäisches Asylsystem, das diesen Namen auch verdient", sagte der innenpolitische Sprecher der Fraktion von CDU und CSU, Mathias Middelberg, vor Beginn einer informellen Videokonferenz der EU-Innenminister heute, die auf Drängen von Bundesinnenminister Horst Seehofer stattfindet. Der CSU-Politiker hatte die anderen EU-Staaten im Vorfeld aufgefordert, sich stärker an der Aufnahme von Bootsmigranten zu beteiligen. Außerdem werden heute noch diese Themen wichtig:

  • Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer setzt den Schutz von Menschenrechten in Friedensmissionen auf die Tagesordnung der Vereinten Nationen. Die CDU-Politikerin leitet eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates dazu als Videokonferenz. Deutschland ist derzeit für zwei Jahre nichtständiges, gewähltes Mitglied im Sicherheitsrat und sitzt dem Gremium seit dem 1. Juli für einen Monat vor.
  • Die Öffentlichkeit hat im Regensburger Dom Gelegenheit, am Sarg von Georg Ratzinger Abschied zu nehmen. Der ältere Bruder des emeritierten Papstes Benedikt XVI. war am vergangenen Mittwoch im Alter von 96 Jahren gestorben - zwei Wochen, nachdem ihn der frühere Pontifex überraschend am Krankenbett besucht hatte.
  • Der US-Schauspieler Johnny Depp und seine Ex-Frau Amber Heard werden zum Auftakt eines Prozesses in London erwartet. Depp klagt gegen den Verlag der Boulevardzeitung "The Sun" wegen eines Artikels, in dem behauptet wurde, er habe Heard körperlich misshandelt.
  • Der Zweitligist 1. FC Nürnberg will in der Relegation gegen den oberbayerischen Nachbarn FC Ingolstadt den direkten Absturz von der Fußball-Bundesliga in die Drittklassigkeit abwenden. Für die Franken geht es im Hinspiel darum, unter Interimscoach Michael Wiesinger ein gutes Ergebnis für die entscheidende zweite Partie vier Tage später im Ingolstädter Sportpark vorzulegen.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich versorge Sie bis in den fühen Nachmittag mit Nachrichten aus aller Welt. Sie haben Kritik oder Anregung? Sie erreichen mich unter juliane.kipper@nama.de.

06:19 Uhr

Hongkong will Sicherheitsgesetz "rigoros" umsetzen

Die Hongkonger Regierungschefin Carrie Lam hat eine "rigorose" Umsetzung des umstrittenen chinesischen Sicherheitsgesetzes für die Sonderverwaltungszone angekündigt. "Die Regierung von Hongkong wird dieses Gesetz rigoros umsetzen", sagte Lam bei einer Pressekonferenz. Sie warnte "Radikale" vor "sehr ernsthaften Konsequenzen", sollten sie gegen das seit einer Woche geltende Gesetz verstoßen.

Bei Protesten waren in den vergangenen Tagen bereits mehrere Menschen aufgrund des neuen Gesetzes festgenommen worden. Auch wurden auf Basis des Gesetzes am Freitag erstmals formelle Anschuldigungen wegen "Terrorismus" und "Anstachelung zur Abspaltung" erhoben. Sie richten sich gegen einen 23-Jährigen, der mit einem Motorrad in eine Gruppe Polizisten gefahren sein soll.