mit Uladzimir ZhyhachouDas war Donnerstag, der 12. Januar 2023
Im Braunkohledorf Lützerath kommt die Polizei mit der Räumung des Protestcamp der Umweltaktivisten schnell voran. In der Ukraine halten schwere Kämpfe um den strategisch wichtigen Ort Soledar an. Und in den USA bringt der Fund geheimer Dokumente in einer Garage den Präsidenten Joe Biden in Erklärungsnot.
Hier geht's zu den weiteren Schlagzeilen des Tages:
Auch Rheinmetall liefert Panzer: Lambrecht schickt Hälfte der "Marder" aus Bundeswehr-Lager
Signale aus dem Kreml: Warum "General Armageddon" jetzt Stellvertreter ist
Militärökonom Keupp im Interview: "Für Russland geht es in Richtung Sowjetunion"
"Warum stellen Sie sich dumm?": Putin faltet Vize-Premier zusammen
Krieg lässt Geldquelle versiegen: Investoren machen mit russischen Startups kurzen Prozess
Liebe Leserinnen und Leser, ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht. Bis morgen!
Kleinkind stirbt bei schwerem Unfall in Bayern
Nach einem schweren Verkehrsunfall bei Bad Neustadt an der Saale in Unterfranken ist ein Kleinkind an seinen schweren Verletzungen gestorben. Eine 34-Jährige geriet heute Morgen mit ihrem Auto in den Gegenverkehr und stieß mit einem anderen Wagen zusammen. Darin saßen eine 32-Jährige und ihr einjähriger Sohn. Alle drei wurden bei dem Unfall verletzt, das Kind starb später in der Klinik. Die Polizei ermittelt zum genauen Unfallhergang.
Shakira "beschmutzt" Ex-Partner Piqué in neuem Song
Ein neuer Song von Pop-Star Shakira sorgt für Aufsehen. Viele Social-Media-Nutzer interpretieren das Lied "Music Sessions #53", das die Kolumbianerin gemeinsam mit dem argentinischen Musikproduzenten Bizarrap aufgenommen hatte, als Abrechnung mit ihrem Ex-Partner Gerard Piqué und dessen mutmaßlich neuer Freundin.
"Ich war zu groß für dich, deshalb bist du jetzt mit einer zusammen, die dir ebenbürtig ist", singt Shakira in dem Song. "Du hast einen Ferrari gegen einen Twingo eingetauscht, eine Rolex gegen eine Casio." Nach zwölf Jahren Beziehung hatten sich Shakira und Piqué im Juni vergangenen Jahres getrennt. Nach der Trennung wurde Piqué immer wieder mit einer jüngeren Frau gesehen.
"Sosehr du dich auch als Champion gibst - als ich dich gebraucht habe, hast du die schlechteste Version von dir gezeigt", heißt es in dem Song. "Eine Wölfin wie ich ist nichts für Typen wie dich." Shakira erwähnt ihren Ex und dessen mutmaßlich Neue in dem Song zwar nicht eindeutig, gibt aber wenig subtile Hinweise, um wen es geht. "Yo sólo hago música perdón que te sal-PIQUE" (Ich mache nur Musik, tut mir leid, wenn ich dich beschmutze).
Ein Toter und mehrere Verletzte bei Grubenunglück in Tschechien
Bei einem Grubenunglück im Osten Tschechiens ist ein Bergmann getötet worden. Mehrere weitere Menschen wurden verletzt. Zuvor soll es in der Steinkohlegrube CSM-Süd zu einer Erschütterung gekommen sein. Der Vorfall ereignete sich während Abbauarbeiten in einer Tiefe von rund 1100 Metern. Eine Untersuchungskommission wurde eingesetzt, um die genaue Ursache zu klären.
Vor dem Hintergrund der hohen Energiepreise hat die tschechische Regierung den Steinkohleabbau bis mindestens Ende 2025 verlängert. Er sollte ursprünglich bereits im vorigen Jahr eingestellt werden.
Polizeiauto brennt bei Lützerath-Einsatz komplett ab
Am Rande des Einsatzes im Braunkohleort Lützerath ist ein ziviles Einsatzfahrzeug der Polizei in Flammen aufgegangen. "Wir gehen definitiv von einer Brandstiftung aus", sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Das zivile Einsatzfahrzeug habe in der Nähe des Protestcamps im Nachbarort Keyenberg gestanden und sei durch ein Blaulicht auf dem Dach eindeutig als Polizeiauto zu erkennen gewesen. Man gehe davon aus, dass die Täter die Scheibe eingeschlagen und eine brennbare Flüssigkeit in das Auto geschüttet hätten. Ob Tatverdächtige ermittelt werden konnten, ist noch unklar.
Sonderermittler soll Bidens Geheimunterlagen-Affäre untersuchen
Ein unabhängiger Sonderermittler soll den Fund diverser Geheimunterlagen in Privaträumen von US-Präsident Joe Biden aus seiner Zeit als Vize untersuchen. Das verkündete US-Justizminister Merrick Garland in Washington.
Richard Lugner ist krank – verpasst er den Opernball?
Der bekannte österreichische Bauunternehmer Richard Lugner könnte möglicherweise den diesjährigen Wiener Opernball verpassen. Wie "Heute" berichtet, leidet der 90-Jährige bereits seit Monaten unter gesundheitlichen Problemen. "Ich habe eine schwere Bronchitis", verriet er dem österreichischen Blatt. Schon seit Ende September letzten Jahres sei Lugner demnach am Kränkeln gewesen. Doch statt sich auszukurieren, sei er "immer wieder wegen wichtigen Terminen aufgestanden und danach wieder im Bett gelandet".
Auch eine Neujahrsreise auf die Malediven brachte keine Besserung des angeschlagenen Gesundheitszustandes. Vielmehr musste der berühmte Dauergast des Wiener Opernballs auch in dem tropischen Inselparadies das Bett hüten und Antibiotika einnehmen, wie er selbst verrät. "Jetzt muss ich mich endlich auskurieren", meint Lugner angesichts des für den 16. Februar angesetzten Wiener Opernballs. Seine Teilnahmen am heute stattfindenden Zuckerbäckerball und am Berliner Presseball am Samstag hat Lugner schon abgesagt, um nach Möglichkeit doch noch für das bedeutendste Event der Wiener Ballsaison fit zu werden.
Royals absolvieren erste Auftritte seit Harry-Memoiren
Die britischen Royals haben sich bei ersten öffentlichen Auftritten seit Erscheinen der Prinz-Harry-Memoiren entspannt gezeigt. Der in dem Buch mit dem Titel "Spare" (zu Deutsch: "Reserve") stark kritisierte ältere Bruder Harrys, Prinz William, und seine Frau Prinzessin Kate zeigten sich bei der Eröffnung einer neuen Universitätsklinik in Liverpool. Sie winkten lächelnd den Schaulustigen zu.
Auch König Charles III., der ein Gemeinschaftszentrum in der schottischen Gemeinde Aboyne besuchte, ließ sich nichts anmerken. In gewohnter Weise scherzte er mit den Menschen vor Ort und lachte.
Das Buch war am Dienstag veröffentlicht worden. Harry gibt darin in bisher nie da gewesener Detailschärfe Einblick in das Leben hinter den Palastmauern. Er spart auch nicht mit Kritik an seiner Familie.
Gast demoliert mit Sportwagen Luxushotel-Lobby
Nachdem ihm bei seinem Aufenthalt in einem Luxushotel offenbar sein Laptop abhandenkommt, verliert ein Mann in Shanghai die Beherrschung. Seine Wut über den Verlust kanalisiert der 28-Jährige, in dem er die Lobby des Hauses demoliert - mit seinem Auto.
Luisa Neubauer in Lützerath von Polizei weggetragen
Klima-Aktivistin Luisa Neubauer ist von Polizisten vom Zufahrtsweg des Braunkohleorts Lützerath weggetragen worden. Neubauer hatte sich dort mit rund 100 Aktivisten zu einer Sitzblockade eingefunden. Die Teilnehmer wurden von der Polizei eingekreist und nach und nach weggetragen oder abgeführt. Drei Beamte trugen schließlich auch Fridays-for-Future-Aktivistin Neubauer mit Hilfe ihrer Mehrzweck-Stöcke davon.
Nach Neubauers Angaben setzte die Polizei vereinzelt auch Pfefferspray gegen Aktivisten ein. Dazu sagte der Sprecher, er könne dies weder bestätigen noch ausschließen. Insgesamt hatten mehrere Hundert Menschen an einem Demonstrationszug von der Ortschaft Keyenberg in Richtung des etwa vier Kilometer entfernten Lützerath teilgenommen.
Weißes Haus: Geheimdokumente in Bidens Garage gefunden
Auf der Suche nach Regierungsunterlagen sind weitere geheime Dokumente in einer Garage von US-Präsident Joe Biden aus dessen Zeit als Vize gefunden worden. Die "kleine Anzahl zusätzlicher Unterlagen" mit Verschlusssachenmarkierungen sei in einem Lager in der Garage von Bidens Haus in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware entdeckt worden, teilte das Weiße Haus mit. Ein weiteres Dokument ist demnach in einem angrenzenden Raum zwischen gelagerten Materialien entdeckt worden.
Mehr dazu lesen Sie in Kürze auf ntv.de
Nicht wählbarer Kandidat steht auf Wahlzetteln in Berlin
Am 12. Februar soll in Berlin die wegen zahlreicher Pannen für ungültig erklärte Abgeordnetenhauswahl vom September 2021 wiederholt werden. Briefwahlzettel werden bereits verschickt. Im Bezirk Neukölln kam es dabei bereits zu einer weiteren Panne.
Wie Landeswahlleiter Stephan Bröchler mitteilte, war auf dem Erststimmzettel eines Wahlkreises ein FDP-Kandidat aufgeführt, der aus Berlin weggezogen und deshalb nicht mehr wählbar war. Schon für diesen Kandidaten per Briefwahl abgegebene Stimmen sind ungültig.
Der Versand von Wahlscheinen für den betroffenen Wahlkreis wurde deshalb vorübergehend gestoppt, neue Stimmzettel werden gedruckt.
Die bisherigen knapp 1700 Briefwähler sollen angeschrieben werden - sie können erneut wählen.
Klimaschützer besetzen NRW-Zentrale der Grünen
Klimaschützer haben die Zentrale der nordrhein-westfälischen Grünen in Düsseldorf besetzt – als Protest gegen die Haltung der Partei zur Räumung von Lützerath. "Wir fordern ein Moratorium, um die unsinnige und gefährliche Räumung im Rheinischen Braunkohlerevier zu stoppen", erklärte das "Bündnis Lützerath Unräumbar" in einer Mitteilung. Die Besetzer fordern, mit NRW-Energieministerin Mona Neubaur von den Grünen persönlich zu verhandeln.
Am Dienstag hatte ein Düsseldorfer Bündnis 250 Kilo Braunkohle-Briketts vor der Landesparteizentrale der Grünen abgeladen. Damit sollte der Öko-Partei symbolisch vorgehalten werden, "dass sie nicht mehr die Partei der Klimaschützer sind, sondern die Kohle-Partei".
Powerbank löst Brand in Flugzeug aus
Helle Aufregung in einem Flugzeug am Flughafen von Taoyuan in Taiwan: Die Powerbank eines Passagiers läuft heiß und löst einen Brand an Bord aus. Zwei Flugbegleiterinnen eilen sofort zu Hilfe. Der Flug nach Singapur aber kann nicht stattfinden.
Aktivisten kleben sich in Lützerath in ihren Hütten fest
Im Braunkohleort Lützerath geht die Räumung des Aktivisten-Camps weiter. Um diese zu erschweren, haben sich mehrere Besetzer in ihren Hütten festgeklebt. In einer Hütte klebten Aktivisten ihre Hände an die Fensterscheiben. Polizisten konnten sie aber schnell lösen. "Wir haben Erfahrung mit Lock-ons aller Art", sagte ein Polizeisprecher. Als Lock-on werden Aktionen bezeichnet, bei denen sich Aktivisten festkleben oder anketten, damit Polizisten sie nicht einfach wegtragen können.
Schichtwechsel
Michael Bauer verabschiedet sich in den verregneten Feierabend. Ich übernehme seinen Platz in der Redaktion und versorge Sie weiter mit den aktuellsten Nachrichten des Tages. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen entspannten Nachmittag.
Premier von New South Wales räumt Tragen von Nazi-Uniform ein
Der konservative Premierminister des australischen Bundesstaates New South Wales hat eingeräumt, bei einer Kostümparty zu seinem 21. Geburtstag vor knapp 20 Jahren eine Nazi-Uniform getragen zu haben. "Ich schäme mich zutiefst für das, was ich getan habe", sagte Dominic Perrottet. Er sei zu der Zeit naiv gewesen und habe nicht die Bedeutung seines Handelns erfasst oder den Schmerz nachvollzogen, den die Uniform angesichts der Millionen Holocaust-Opfer verursache.
Perrottet sagte, er habe vor wenigen Tagen einen Anruf eines Kollegen erhalten und sei aufgefordert worden, den Vorfall einzuräumen. Er wisse nicht, ob es Fotos von ihm in der Nazi-Uniform gebe. Wegen des Vorfalls habe er sein Leben lang "ein Gefühl der Angst" verspürt.
Für Perrottet könnte der Fall Auswirkungen auf seine Karriere haben. Im März finden in New South Wales Kommunalwahlen statt. Es ist der bevölkerungsreichste Bundesstaat Australiens.
"Malcolm mittendrin"-Star Frankie Muniz wird NASCAR-Rennfahrer
Der US-Schauspieler Frankie Muniz steigt als professioneller Autorennfahrer in eine NASCAR-Rennserie ein. Das hat der ehemalige Sitcom-Star ("Malcolm mittendrin") selbst in sozialen Netzwerken bekannt gegeben. Auf Twitter schreibt Muniz: "Endlich mache ich aus meinem Traum eine Realität".
In der ARCA National Series Championship wird er in der Saison 2023 als "Vollzeit-Fahrer" antreten. Zum ersten Mal am Steuer sitzen wird Muniz am 18. Februar bei einem Rennen auf dem legendären Daytona International Speedway.
Muniz ist "People" zufolge durch die Geburt seines ersten Kindes im März 2021 zu dem Karrierewechsel inspiriert worden. Wörtlich erklärte der Star, er wolle, dass sein Sohn Mauz aufwächst und dabei sieht, "wie ich meine Träume verfolge und hart für etwas arbeite, das mir am Herzen liegt". In seiner neuen Karriere als professioneller Rennfahrer hat Muniz nach eigener Aussage "noch eine Menge zu lernen", was er wisse. Er habe jedoch vor, "100 Prozent zu geben".
Europas größtes Vorkommen Seltener Erden entdeckt
In Schweden ist das bislang größte in Europa bekannte Vorkommen an Seltenen Erden entdeckt worden. Das teilte das staatliche Bergbauunternehmen LKAB mit, das in Kiruna im Norden des Landes eine Mine betreibt. Demnach handelt es sich um Vorkommen im Umfang von über einer Million Tonnen an Metallen, die unter anderem für die Produktion von Elektroautos benötigt werden.
Verdacht auf Millionen-Betrug: CSU-Bürgermeister festgenommen
Wegen des Verdachts auf Betrug im Zusammenhang mit Corona-Hilfen für ein Pflegeheim im Ostallgäu hat die Polizei den Bürgermeister der Gemeinde Seeg im Allgäu, Markus Berktold (CSU), vorläufig festgenommen. Eine Haftrichterin sollte entscheiden, ob Berktold in Untersuchungshaft oder wieder auf freien Fuß kommt. Laut der bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen soll Berktold zusammen mit einem anderen Mann in einem Pflegeheim wiederholt Scheinrechnungen erstellt und so die Erstattung von coronabedingten Mehraufwendungen zu Unrecht abgerechnet haben. Der Betrugsschaden soll 1,1 Millionen Euro betragen.
Niedersachsen hebt Corona-Isolationspflicht auf
Niedersachsen steuert weiter Richtung Normalität. Wer sich mit dem Coronavirus infiziert, muss sich in Niedersachsen in wenigen Wochen nicht mehr verpflichtend isolieren. Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) hat das Ende der Corona-Isolationspflicht angekündigt. Die entsprechende Verordnung läuft im Bundesland am 31. Januar aus und wird nicht verlängert, wie die Ministerin sagte.
Einige Bundesländer hatten diese Pflicht bereits aufgehoben. Die Isolationspflicht wurde in Niedersachsen zuvor etliche Male verlängert. Wer eine Corona-Infektion hat, muss sich für fünf Tage in häusliche Isolation begeben.
Rettungswache in Sachsen-Anhalt explodiert
In einer Rettungswache in Osterweddingen (Sachsen-Anhalt) hat es am Donnerstagmorgen eine Detonation gegeben. Der Auslöser sei vermutlich ein technischer Defekt gewesen, sagte eine Polizeisprecherin. Aktuell sei nicht von einem vorsätzlichen Handeln auszugehen. Angaben zu möglichen Verletzten konnte die Polizei zunächst nicht machen. Weitere Informationen soll es im Verlauf des Tages geben.
Infolge der Detonation brannte das Gebäude. Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit einem größeren Aufgebot vor Ort. Es sei von einem sehr hohen Sachschaden auszugehen, sagte die Polizeisprecherin. Zuerst hatte die "Volksstimme" online über die Explosion berichtet.
Kritik an Lauterbach für Umgang mit Wieler
RKI-Chef Lothar Wieler wird von seinem Posten zurücktreten. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek blickte angesichts dessen auf die Corona-Jahre zurück und kritisierte ausgerechnet Gesundheitsminister Karl Lauterbach für den Umgang der Bundesregierung mit dem Leiter des Robert-Koch-Institutes. Es sei der Eindruck entstanden, Lauterbach dulde keine weiteren Experten neben sich im Rampenlicht, sagte Holetschek. "Lothar Wieler war lange Zeit das Gesicht der Corona-Pandemie. Ich bedauere sehr, dass die gemeinsamen Auftritte des RKI-Präsidenten und des Bundesgesundheitsministers in den vergangenen Monaten kaum noch stattgefunden haben", sagte Holetschek.
Holetschek würdigte Wielers Expertise und Führungsqualitäten während der Corona-Pandemie. "Seine Einschätzungen waren ein wichtiger Kompass in Zeiten, in denen Politik, Gesellschaft und Wirtschaft Orientierung gesucht haben und schnell gehandelt werden musste", sagte der CSU-Politiker.
Gänswein plaudert in Memoiren aus dem Papst-Nähkästchen
Eine Woche nach der Beisetzung des verstorbenen Papstes Benedikt XVI. hat dessen langjähriger Privatsekretär und enger Vertrauter, Erzbischof Georg Gänswein, seine mit Spannung erwarteten Memoiren veröffentlicht. In dem in Italien erschienenen und bereits vorab umstrittenen Buch "Nient'altro che la verità" ("Nichts als die Wahrheit") beschreibt Gänswein auch Spannungen zwischen den beiden Päpsten Benedikt und Franziskus.
So behauptet Gänswein unter anderem, dass Franziskus seinem Vorgänger "das Herz gebrochen" habe, indem er die Verwendung der lateinischen Sprache, die dieser selbst als Konservativer entwickelt hatte, eingeschränkt habe.
Das Buch schildert darüber hinaus Joseph Ratzingers Aufstieg zum Oberhaupt der katholischen Kirche, sein von Skandalen geprägtes Pontifikat (2005 bis 2013) und schließlich seinen Rückzug in ein Kloster im Vatikan nach seinem überraschenden Rücktritt im Jahr 2013.
RTL präsentiert neue Kandidatin fürs Dschungelcamp
Die Visagistin und TV-Prominente Djamila Rowe zieht ins Dschungelcamp. Das teilte RTL mit. Die 55-Jährige werde Kandidatin bei "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!", hieß es in der Mitteilung. Rowe nahm bereits 2021 an "Ich bin ein Star - Die große Dschungelshow" teil, wo letztendlich Filip Pavlovic ein Ticket für das Dschungelcamp ergattern und später auch Dschungelkönig werden konnte.
"Ich kämpfe seit zehn Jahren dafür, bei diesem Format dabei zu sein", freut sich Rowe demnach, die durch eine angebliche Affäre mit einem Botschafter bekannt geworden sei. Vieldeutig hieß es von RTL außerdem: "Und wenn Sie sich jetzt fragen: Djamila ist dabei, was ist eigentlich mit Martin Semmelrogge?" Ein Update dazu werde es in der ersten Show geben. Mutmaßlich soll es bei Semmelrogge Probleme mit dem Visum gegeben haben.
Autofahrer in Wuppertal legt filmreife Verfolgungsjagd hin
In Wuppertal hat ein 24-Jähriger eine filmreife Verfolgungsjagd mit der Polizei hingelegt:
Als Streifenpolizisten ein anderes Auto anhielten, hatte sich der 24-jährige Fahrer von den Anhaltesignalen offenbar angesprochen gefühlt und flüchtete stattdessen auf die Autobahn 46.
Der ihm folgende Streifenwagen baute jedoch an der Autobahnauffahrt Wuppertal-Elberfeld einen Unfall und musste die Verfolgung abbrechen.
Mit einem Hubschrauber wurde dann weiter nach dem Wagen gesucht. Das nächste Mal wurde das Auto auf der A1 in Richtung Bremen entdeckt. Als der 24-Jährige in Wetter-Volmarstein von der Autobahn abfuhr, durchbrach er eine Sperre der Polizei und rammte einen Streifenwagen. Dabei wurde eine 26-jährige Polizistin leicht verletzt.
Zu einem Ende kam die Flucht des Autofahrers, als er erneut auf die A1 auffahren wollte. Beim Versuch, die Streifenwagen abzuhängen, prallte er mit einem Lastwagen zusammen. Der Autofahrer wurde nach Angaben des Polizeisprechers nicht verletzt, seine Beifahrerin kam jedoch ins Krankenhaus.
Umstrittener Kardinal Pell bekommt kein Staatsbegräbnis
Nach dem Tod des australischen Kardinals George Pell soll es in seiner Heimat kein Staatsbegräbnis für den umstrittenen Kirchenmann geben. Diese Möglichkeit werde "ganz klar" ausgeschlossen, sagte der Premierminister des Bundesstaates Victoria, Daniel Andrews. Er könne sich "nichts Schmerzlicheres" für Menschen vorstellen, die Opfer von sexuellem Missbrauch geworden seien, als ein solches Staatsbegräbnis, betonte Andrews. Gleichzeitig drückte er Pells Familie, Kollegen und Freunden sein Beileid aus.
Der am Dienstag im Alter von 81 Jahren in Rom gestorbene Geistliche war unter Franziskus jahrelang die Nummer drei im Vatikan und der ranghöchste Geistliche in der Geschichte der katholischen Kirche, der wegen Kindesmissbrauchs verurteilt wurde. Im Jahr 2020 wurde Pell jedoch im Berufungsverfahren nach rund 13 Monaten Haft freigesprochen und aus dem Gefängnis entlassen.
Mieterbund warnt vor Desaster am Wohnungsmarkt
Der Deutsche Mieterbund und die Baugewerkschaft IG BAU haben vor drastischen Verwerfungen am deutschen Wohnungsmarkt gewarnt. "So laut wie jetzt haben die Alarmglocken des Wohnungsmangels lange nicht mehr geschrillt: Die Situation auf dem Wohnungsmarkt wird immer dramatischer", sagte Mieterbundpräsident Lukas Siebenkotten den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Vor allem beim Angebot an geförderten bezahlbaren Wohnungen werden wir einen heftigen Einbruch erleben."
Bund und Länder müssten das Ruder jetzt herumreißen. "Oder wir erleben ein ungeahntes Desaster auf dem Wohnungsmarkt", so Siebenkotten weiter. Die starke Zuwanderung, insbesondere von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine, hat zuletzt für Druck auf den Immobilienmarkt in Deutschland gesorgt, wo Wohnraum ohnehin knapp ist. Zudem stockt der Wohnungsbau, weil sich viele Menschen das Bauen angesichts gestiegener Zinsen und teurer Materialien nicht mehr leisten können.
Experten erwarten in China mehrere Millionen neue Infektionen täglich
Ja, China ist mit einer Milliarde Menschen das bevölkerungsreichste Land der Erde - und dennoch klingen die Zahlen bedrohlich: Die massive Corona-Welle in China könnte nach Modellrechnungen unabhängiger Forscher an diesem Freitag mit 3,7 Millionen Neuinfektionen am Tag ihren ersten Höhepunkt erreichen. Wie der in London ansässige Datenverarbeiter Airfinity berichtete, dürfte die Zahl der Covid-Toten in China den Vorhersagen zufolge zehn Tage später auf den höchsten Stand von 25.000 pro Tag steigen. Bis dahin könnten den Schätzungen zufolge seit Beginn der Infektionswelle Anfang Dezember vermutlich mehr als eine halbe Million Menschen in China an den Folgen von Covid-19 gestorben sein. Airfinity sagt ferner voraus, dass die Zahl der Toten bis Ende April auf insgesamt 1,7 Millionen steigen dürfte. China veröffentlicht keine aktuellen Daten mehr.
Airfinity sagt nach seinen Modellrechnungen einen weiteren Höhepunkt der Infektionswelle für Anfang März voraus, wenn sich wahrscheinlich 4,2 Millionen Menschen pro Tag infizieren könnten. Diese zweite Welle dürfte vor allem stärker den ländlichen Raum erfassen.
Gigi Birofio darf doch ins Dschungelcamp
Für Trash-TV-Macho Luigi "Gigi" Birofio schien das Abenteuer Dschungelcamp bereits vorbei, bevor es überhaupt losgehen konnte. Beim 23-Jährigen fiel vor einigen Tagen ein PCR-Test in Australien positiv aus. Birofio befand sich seitdem in Selbstisolation und wurde medizinisch betreut. Nun gibt der Sender RTL Entwarnung: Gigi ist negativ - und darf in den Dschungel.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
wir starten in den Donnerstag und unser Blick richtet sich in das beschauliche Lützerath. In dem Braunkohleort ist es in der ersten Nacht nach Beginn der Räumung weitgehend ruhig geblieben. Wir hoffen, dass es so bleibt. Über aktuelle Entwicklungen halten wir Sie natürlich auf dem Laufenden.
Diese Themen werden uns heute ebenfalls begleiten:
Die SPD-Bundestagfraktion kommt in Berlin zu ihrer Jahresauftakt-Klausur zusammen. Zu Beginn der zweitägigen Beratungen befasst sich die größte der drei Regierungsfraktionen mit Positionspapieren zu einer europäischen Industriestrategie und zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren.
Verteidigungsministerin Christine Lambrecht besucht im sächsischen Marienberg zwei mit dem Schützenpanzer Marder ausgerüstete Panzergrenadierkompanien, die Teil der NATO-Speerspitze VJTF sind. Der Ministerin werde die Leistungsfähigkeit demonstriert und sie wolle mit den Soldatinnen und Soldaten sprechen, teilte das Ministerium mit.
Können Pauschalreisende unter bestimmten Umständen Geld zurückverlangen, wenn Corona ihren Urlaub durchkreuzt hat? Darüber entscheidet ab 9.30 Uhr der Europäische Gerichtshof (EuGH).
In Berlin wird der "DIHK-Fachkräftereport" vorgestellt.
Der Bundesgerichtshof hat sich mit der Frage befasst, ob Konkurrenten mögliche Datenschutzverstöße von Unternehmen vor Gericht bringen dürfen.
Alle weiteren wichtigen und wissenswerten Meldungen liefert Ihnen "Der Tag" natürlich ebenfalls. Mein Name ist Michael Bauer und ich wünschen Ihnen einen guten Start in den Donnerstag.
"Lord of the Dance"-Star Michael Flatley an Krebs erkrankt
Bei dem Tänzer Michael Flatley ist eine "aggressive Krebsart" diagnostiziert worden. Dies wurde auf seinen offiziellen Social-Media-Kanälen mitgeteilt. Aktuell ist unklar, wie es Flatley geht.
"Liebe Freunde, wir haben etwas Persönliches mit euch zu teilen. Bei Michael Flatley wurde eine aggressive Krebsart diagnostiziert", heißt es in dem Beitrag. Der Tänzer sei bereits operiert worden, "ein exzellentes Team von Ärzten" kümmere sich um ihn.
Michael Flatley wurde 1958 geboren und besitzt irische Wurzeln. Weltweit bekannt wurde der Tänzer vor allem für seine Pauseneinlage "Riverdance" beim Eurovision Song Contest 1994 und mitreißende Tanzshows wie "Lord of the Dance", "Feet of Flames" und "Celtic Tiger".
Musk will Kasse machen - Twitter erwägt In-App-Währung und Auktion für Usernamen
Der Kauf von Twitter Ende 2022 war für Elon Musk mit 44 Milliarden Dollar ein teures Geschäft. Seitdem sucht der Milliardär neue Ideen für den Kurznachrichtendienst und offenbar auch neue Wege der Monetarisierung.
Einem Medienbericht zufolge soll das Unternehmen erwägen, Nutzernamen zu verkaufen. Damit wollte Twitter zusätzliche Umsätze generieren, berichtete die Zeitung "New York Times" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Namensvergabe soll dann per Auktion an den Höchstbietenden gehen. Musk hatte die Spekulationen selbst mit einem Tweet angeheizt, indem der schrieb: "Twitter wird bald den Namensraum von 1,5 Milliarden Konten freigeben." Eigentlich verbietet es eine Twitter-Richtlinie, Usernamen zu verkaufen - auf dem digitalen Schwarzmarkt kommt das aber dennoch vor.
Eine weitere Option, Geld einzuspielen, ist die Möglichkeit einer In-App-Währung. Screenshots zweier App-Forscherinnen zufolge scheint Twitter damit bereits zu experimentieren. Mit "Coins" sollen besonders aktive Twitter-Nutzer Geld mit der Plattform verdienen können. In den Beiträgen der App-Forscherinnen scheinen die Münzen eine Erweiterung der bestehenden Trinkgeldfunktion von Twitter zu sein. Mit Coins könne man die Schöpfer unterstützen, die großartige Inhalte twittern, schreibt App-Forscherin Jane Manchun Wong. Aber Münzen sind vielleicht nicht nur für Trinkgelder gedacht. Wong entdeckte auch eine "Awards"-Funktion, mit der man Münzen verwenden kann, um In-App-Geschenke für andere zu kaufen.
Lützerath: Frau verschanzt sich in Autowrack
Im Braunkohleort Lützerath ist es in der ersten Nacht nach Beginn der Räumung weitgehend ruhig geblieben. Es habe keine besonderen Vorkommnisse gegeben, sagte ein Polizeisprecher. "Im Laufe des Tages geht es mit den Räumungsarbeiten weiter", betonte er.
An einer Stelle war die Polizei in der Nacht mehrere Stunden damit beschäftigt, eine Aktivistin aus einem Autowrack zu befreien, das als Hindernis auf einem Weg aufgebaut worden war. Die Frau hatte sich in dem Wrack verschanzt und ihre Füße in den Weg zementiert. In den frühen Morgenstunden konnte sie herausgeholt werden.
Deutscher Tourist in Rio tot gefunden
Bei einem in Rio de Janeiro gefundenen Toten handelt es sich um einen seit Tagen vermissten deutschen Touristen. Dies bestätigte die Polizei von Rio.
Demnach hatten Fischer die Leiche in der Nähe der Cagarras-Inseln vor der Küste der brasilianischen Millionen-Metropole am Montag gefunden und die Feuerwehr informiert. Den Angaben zufolge war die Todesursache Ertrinken. Weitere Details waren zunächst unklar.
Gerichtsmediziner identifizierten die Leiche anhand des Zahnbogens und der zahnmedizinischen Unterlagen, die aus Deutschland gekommen waren. Die Touristen-Polizei DEAT sei informiert worden und mit dem deutschen Konsulat in Rio in Verbindung getreten, so die Polizei. Nach den Angaben der Polizei laufen Ermittlungen und Zeugen werden angehört. Das deutsche Konsulat in Rio de Janeiro und die deutsche Botschaft in Brasília äußerten sich auf Anfrage zunächst nicht.
Rätselhafter Teich in Niedersachsen - Wasser strahlt purpurfarben
Ein kleiner Teich im Hildesheimer Wald sorgt für Aufsehen. Er hat sich purpurfarben verfärbt. Was hat es damit auf sich? Offenbar seien Bakterien der Grund für die Verfärbung, so der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Gewässerverfärbungen könnten ganz unterschiedliche Gründe haben, sagte Hans-Heinrich Schuster vom Seen-Kompetenzzentrum des NLWKN in Sulingen (Landkreis Diepholz). "Solche typischen Verfärbungen haben häufig den Hintergrund, dass dort Mikroorganismen tätig sind - und das sind hier sehr wahrscheinlich Purpurbakterien". Diese Bakterien kämen häufig in Gewässern vor, die in einem ungünstigen Zustand sind.