mit Sebastian SchneiderDas war Donnerstag, der 28. November 2024
Liebe Leserinnen und Leser,
der Donnerstag ist geschafft, es fehlt nur noch ein Tag zum Wochenende. Aus Sicht der FDP ist das auch die positive Nachricht des Tages. Sonst lief es eher bescheiden: Denn die Freien Demokraten hat heute erneut das Ampel-Aus eingeholt. Weil sie mit neuerlichen Medienberichten konfrontiert waren, hat die Partei kurzerhand das "D-Day"-Papier, das den Koalitionsbruch angeblich vorbereiten sollte, selbst veröffentlicht. Es wirft jedoch neue Fragen auf: FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai hatte noch vor wenigen Tagen live bei ntv bestritten, dass der Begriff "D-Day" in der Führungsebene der Freien Demokraten verwendet worden sei.
Nur gibt es ein Problem: Das Wort findet sich auf fast jeder Seite des Papiers. Djir-Sarai erklärte nun der "Welt", dass die Parteiführung das Dokument gar nicht gekannt habe, sondern es auf der Ebene der Mitarbeitenden kursierte. "Eine Unverschämtheit", kommentiert der Büroleiter von FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann diese Erklärung auf X. Es wird nicht das letzte Wort in der Causa sein.
Das war heute auch wichtig:
Trump rasierte ihren Mann: Ex-Wrestling-Mama soll US-Bildungsministerium schrumpfen
Lager voll, Händler verzweifelt: "In diesem Jahr gibt es am Black Friday echte Schnäppchen"
Piloten und Lotsin überfordert? Funksprüche legen Kommunikationspannen bei DHL-Absturz offen
Hilfe für Moskaus Angriffskrieg: Chinesische Unternehmen müssen EU-Sanktionen fürchten
Rubel-Rutsch und Zins-Schock: Putins Kriegswirtschaft erreicht neuen Tiefpunkt
Enttäuscht, nicht chancenlos: Abgezocktes Chelsea trifft Heidenheim im "Jahrhundertspiel" ins Herz
Kommen Sie gut durch die Nacht!
Chaos auch für Reisende: Schwere Störung legt Mobilnetz in Dänemark lahm
In Dänemark ist zu massiven Ausfällen im Mobilfunknetz gekommen. Betroffene konnten Notfalldienste nicht mehr erreichen, mindestens eine Klinik musste ihre nicht essenzielle medizinische Versorgung zurückfahren. Sicherheitskräfte in einigen Regionen hielten auf Straßen nach Hilfesuchenden Ausschau.
Betroffen war das Mobilfunknetz der Telefongesellschaft TDC Net. Das Unternehmen teilte am Nachmittag mit, dass die Probleme vermutlich auf eine Aktualisierung zurückzuführen seien, die in den vergangenen 24 Stunden vorgenommen worden sei. Es gebe keinen Anlass zur Annahme, dass Cyberattacken dahinterstecken könnten. Später hieß es, das Netz laufe wieder normal. Man prüfe nun die Ursache für die Störungen.
Am Abend dann Entwarnung: TDC Net meldete, dass eine Lösung gefunden worden sei. Sie erlaube es Kunden, wieder Anrufe zu tätigen, wenn auch mit einer verminderten Tonqualität. Betroffene, die den Notruf wählen müssten, seien aufgefordert, zunächst die SIM-Karte aus ihren Geräten zu entfernen.
Wegen Signalproblemen kam es zudem im Zug- und Busverkehr in Dänemark zu Verzögerungen. An Haltestellen kam es dadurch zeitweise zu Chaos, Reisende steckten in Zügen fest, wie dänische Medien berichteten. Ob eine Verbindung zwischen dem Mobilfunkausfall und Beeinträchtigungen im Nahverkehr bestand, konnten das Zentrum für Cybersicherheit und die zuständige Abteilung des dänischen Geheimdienstes zunächst nicht sagen.
Was tun mit 470 Millionen Corona-Masken?
Die Bundesregierung plant einem Zeitungsbericht zufolge, Millionen überschüssige Corona-Masken an Bahnhöfen, Flughäfen oder in Jobcentern zu verschenken. Dafür sollten "Ausgabestellen" eingerichtet werden, an denen sich Kunden und Mitarbeiter kostenlos bedienen könnten, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Diese beruft sich auf ein neues Nutzungskonzept aus dem Bundesgesundheitsministerium von Karl Lauterbach.
Den Angaben zufolge sind beim Bund noch rund 1,3 Milliarden Atemschutzmasken aus der Pandemiezeit eingelagert. Davon kämen 470 Millionen Stück für die weitere Nutzung infrage, heißt es in dem Bericht. Hingegen seien 840 Millionen nicht verwertbar, weil das Haltbarkeitsdatum abgelaufen oder das Material Gegenstand von Gerichtsverfahren sei.
Das Abgabepotential sei groß bei 1,9 Milliarden Bahnpassagieren im Jahr, zitiert die "FAZ" aus dem vierseitigen Papier, welches heute an den Haushaltsausschuss des Bundestags gegangen ist. Zudem wird verwiesen auf 37 deutsche Flughäfen, 600 Niederlassungen der Bundesagentur für Arbeit und 300 Jobcenter, wo die Masken verteilt werden könnten. Auch die Bundespolizei und die Bundeswehr böten sich als Maskenabnehmer an, da sie 320.000 Menschen beschäftigten.
Derzeit koste die Maskenlagerung bei neun privaten Logistikunternehmen noch 1,2 Millionen Euro im Monat, zitierte die Zeitung aus der Vorlage. Im zweiten Quartal 2025 wolle der Bund acht dieser Lager aufgeben und stattdessen drei Lager des bundeseigenen Technischen Hilfswerks nutzen. Damit fielen die Kosten auf 215.000 Euro im Monat.
Kinder haben Preisgeld schon verplant: Das ist die Kita des Jahres
Der deutsche Kita-Preis geht in diesem Jahr an die Kita Regenbogenland aus Rötha in Sachsen. Besonders überzeugt habe die Jury, wie das Team den Alltag orientiert an den Bedürfnissen der Familien und den Interessen der Kinder gestalte, erklärten das Bundesfamilienministerium und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung mit, die den Deutschen Kita-Preis einmal im Jahr vergeben. "Wichtige Anliegen werden in der gesamten Gemeinschaft besprochen" so die Veranstalter.
Der erste Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wurde in Berlin verliehen. Die Kinder der Kita Regenbogenland aus Rötha hatten im Vorfeld schon Pläne, wofür sie das Preisgeld verwenden wollen: "Wenn wir gewinnen, wollen wir uns einen Zoo bauen." Der Deutsche Kita-Preis wird seit 2018 vergeben. Er soll die Qualität in der frühkindlichen Bildung fördern und das Engagement der Menschen dafür würdigen. "Sie leisten unschätzbar wertvolle Arbeit", sagte die grüne Bundesfamilienministerin Lisa Paus in ihrer Eröffnungsrede.
"Wollte Dir keinen Kummer bereiten": Putin entschuldigt sich bei Merkel für Hunde-Vorfall
Als sich Angela Merkel und Wladimir Putin vor 17 Jahren im südrussischen Sotschi treffen, sind sie nicht allein - sondern der schwarze Labrador "Koni" ist auch dabei. Und das, obwohl die damalige Kanzlerin eine Phobie vor Hunden hat. Merkel schreibt in ihren Memoiren, dass der russische Präsident mit dem überraschenden Gast möglicherweise seine Macht habe demonstrieren wollen. Putin habe sehr wohl gewusst, dass sie Angst vor Hunden habe, betonte Merkel.
Der Kremlchef sieht das anders. Er hat sich nun bei ihr entschuldigt. Er habe nicht gewusst, dass "sie Angst vor Hunden hat", erklärte Putin. "Hätte ich es gewusst, hätte ich das niemals getan", sagte er. Putin versicherte, er habe eine "entspannte und angenehme Atmosphäre" schaffen wollen. "Ich wende mich erneut an sie: Angela, entschuldige, ich wollte Dir keinen Kummer bereiten", sagte der Präsident. Putin ist bekannt dafür, ein Tierliebhaber zu sein.
"Was für ein Armutszeugnis": SPD-General fordert FDP-Entschuldigung "bei den Menschen"
Das Veröffentlichen des "D-Day"-Papiers der FDP löst auch Reaktionen bei den ehemaligen Ampelpartnern aus. "Christian Lindner und seine FDP stehen in der Verantwortung, sich bei den Menschen in diesem Land zu erklären und zu entschuldigen", sagt SPD-Generalsekretär Matthias Miersch bei RTL/ntv. Die Begriffe "D-Day" und "offene Feldschlacht" zeugten von "Zynismus und einem erschreckend mangelnden historischen Verantwortungsbewusstsein". Miersch bezeichnet das Papier als einen "weiteren Tiefpunkt für die politische Kultur in Deutschland". Weiter erklärt er: "Erst als Medien sie mit den Dokumenten konfrontiert haben, traten sie die Flucht nach vorne an. Was für ein Armutszeugnis politischer Integrität."
Wiener Würstchenbude ist jetzt UNESCO-Kulturerbe
Die Wiener Würstchenbude - in der österreichischen Hauptstadt besser bekannt als Würstelstand - gehört jetzt zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Nach den traditionellen Heurigen-Weinlokalen 2019 und den Wiener Kaffeehäusern 2011 wird damit eine weitere gastronomische Institution Österreichs von der UNESCO gewürdigt.
An den Wiener Würstelständen kommen traditionell Menschen jeder Couleur zusammen, vom Straßenreiniger bis zum Spitzenmanager, vom Touristen bis zum Schauspielstar, und essen dort Spezialitäten wie "Burenhäutel" (Burenwurst) oder Käsekrainer, die in Wien auch gerne als "Eitrige" bezeichnet werden. Auch diese speziellen Namen haben an den Würstelständen Tradition: Wer ein "Oaschpfeiferl" (Arschpfeife) bestellt, bekommt in Wien eine scharfe Pfefferoni (Peperoni) dazu, wer eine Essegurke will, bestellt - wenn er des Wienerischen mächtig ist - ein "Krokodü" (Krokodil).
Die Tradition reicht zurück bis in die Zeit der österreich-ungarischen Monarchie vor dem Ersten Weltkrieg, als die Würstchen allerdings in der Regel nicht von festen Ständen verkauft wurden. Erst ab 1969 wurde das flächendeckend erlaubt. Die am längsten bestehende Bude, die nach wie vor in Betrieb ist, ist der Würstelstand Leo, der seit 1928 Würstchen serviert.
"Eine Frechheit": FDP-General bestritt "D-Day"-Begriff noch vehement
Die Veröffentlichung des "D-Day"-Papiers der FDP wirft neue Fragen auf. Kurz nach dem Ende der Ampel-Koalition berichteten "Zeit" und "SZ", dass die Freien Demokraten intern den Bruch selbst vorbereitet haben sollen. Dabei soll, so die Berichte damals, auch in internen Runden immer wieder der Begriff "D-Day" gefallen sein. Im Zweiten Weltkrieg war das der Tag der Landung der Alliierten in der Normandie, um eine zweite Front gegen Nazi-Deutschland zu eröffnen.
Und noch vor wenigen Tagen bestritt FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai im ntv-Frühstart vehement, dass der Begriff verwendet wurde. "Das stimmt nicht. Dieser Begriff ('D-Day') ist nicht benutzt worden. Das ist falsch. Und das, was medial unterstellt wird, ist eine Frechheit", sagte er am 18. November. Nur, und das ist nun ein Problem, veröffentlichten die Freien Demokraten heute das Papier, weil sie nach eigener Aussage "nichts zu verbergen" haben. Auf den acht Seiten kommt gleich mehrfach der Begriff "D-Day" vor, es ist sogar das erste Wort. Zudem findet sich auch mit "offener Feldschlacht" eine weitere Kriegsmetapher.
Polizei vor Rätsel: 85-Jähriger hortet 200 Schusswaffen
In Österreich hat die Polizei bei einem 85-Jährigen ein großes Waffenlager entdeckt. Die Beamten stellten 200 Stück Langwaffen, mehrere Faustfeuerwaffen, Schwerter, Munition, Pfeil und Bogen sowie Schwarzpulver sicher. Wofür der Senior das Arsenal anlegte, ist noch unklar. Pläne, die Waffen für einen Anschlag oder Ähnliches einzusetzen, schloss die Polizei schon aufgrund des Zustands des Rentners aus.
Beim routinemäßigen Besuch eines mobilen Pflegediensts soll der Mann plötzlich zu einem Messer gegriffen haben. Daraufhin seien die Pflegekräfte aus dem Haus in Wien gelaufen und hätten den Notruf verständigt. Die alarmierten Beamten stießen dann auf die Waffen. Der 85-Jährige habe teils waffenrechtliche Dokumente besessen, sagte eine Sprecherin. "Aber die Waffen waren teilweise nicht ordnungsgemäß versperrt." Gegen den Österreicher wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Zudem wird wegen des Verdachts der Nötigung ermittelt.
"Offene Feldschlacht" und "D-Day": FDP veröffentlicht Strategiepapier zu Ampel-Bruch
Ein Medienbericht hatte die FDP erneut unter Druck gesetzt, nun hat die Partei die Initiative ergriffen: Die Freien Demokraten haben auf ihrer Webseite das "D-Day"-Papier veröffentlicht, mit dem der Bruch der Ampel-Koalition bereits Wochen vor dem Ende geplant wurde. Darin werden verschiedene Phasen des Koalitionsendes beschrieben, darunter auch "Phase IV - Offene Feldschlacht".
Grönlands Hauptstadt erlebt langersehnten Tag
Wer in die Hauptstadt Grönlands reisen will, für die oder den gibt es gute Nachrichten: Erstmals ist Nuuk mit einem internationalen Direktflug erreichbar. Die erste Maschine startete heute in Kopenhagen. Mit an Bord waren die dänischen Minister für Finanzen und Auswärtige Angelegenheiten. Der internationale Flughafen in Nuuk sollte später offiziell eingeweiht werden; Dänemark war zu 20 Prozent an der Finanzierung beteiligt.
Bislang war Grönland per Flugzeug nur mit Umstieg am ehemaligen US-Militärstützpunkt in Kangerlussuaq erreichbar. Der neue Flughafen in Nuuk verfügt über eine 2200 Meter lange Start- und Landebahn, die auch für Langstreckenflugzeuge geeignet ist. Die Kosten beliefen sich auf umgerechnet 284 Millionen Euro. Ab Sommer 2025 sind neben der Verbindung in die dänische Hauptstadt auch zwei Flüge pro Woche nach New York geplant.
Trumps Enkelin tanzt den "Donald" im Privat-Jet
Kai Madison Trump gewährt einen kleinen Einblick in das Leben einer Milliardärs-Enkelin. Im Luxus-Privat-Jet albert die 17-Jährige mit einer Freundin herum und stellt ihre Tanz-Fähigkeiten in einem Tiktok-Video unter Beweis. Die Bewegungen sind ganz klar vom designierten US-Präsidenten inspiriert.
Streit um Arrow-3-Raketensystem: Wagenknecht widerspricht BSW-Abgeordnetem
Die Koalition aus BSW und SPD in Brandenburg startet denkbar wackelig. Beide Parteien haben im Landtag nur eine Mehrheit von zwei Stimmen - und unter der Woche hatte der Landtagsabgeordnete Sven Hornauf vom BSW angekündigt, SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke die Gefolgschaft zu versagen, sollte das Raketenabwehrsystem Arrow 3 in Brandenburg stationiert werden. "Wer die Aufstellung der Arrow 3 in Brandenburg unterstützt, kriegt meine Stimme nicht", hatte er erklärt.
Nun äußert sich BSW-Chefin Sahra Wagenknecht zu dem Streit. Zwar warnt sie im "Spiegel" vor einem Wettrüsten, sieht das israelische Raketenabwehrsystem aber nicht als Hindernis für die geplante Koalition. "Arrow 3 sind allerdings keine Angriffsraketen", erklärt sie. Brandenburg finanziere die Raketen nicht, die Entscheidung zur Stationierung sei auf Bundesebene getroffen worden. "Mit diesem Argument die neue Koalition zu torpedieren, finde ich nicht nachvollziehbar", sagt sie. Weiter erklärt sie: "Gegen ihre Anschaffung spricht, dass sie auch als Abwehrwaffen gegen russische Raketen wenig taugen." Die vier Milliarden Euro wären anders sinnvoller angelegt, meint Wagenknecht.
BSW-Landes- und Fraktionschef Robert Crumbach hatte Hornauf unterdessen am Mittwoch aufgefordert, über einen Mandatsverzicht nachzudenken. Bei der Vorstellung des Koalitionsvertrags sagte Crumbach, das BSW werde geschlossen für Woidke stimmen. Entweder mit Hornauf, oder dieser solle die Fraktion verlassen.
Delfin verfolgt Krokodil - und zwickt ihm in den Schwanz
Augen auf bei der Spielgefährten-Wahl: Im brasilianischen Itapará-Fluss zeigt ein vom Aussterben bedrohter Flussdelfin einen anscheinend lebensmüden Spieltrieb. Der seltene Araguaia-Delfin verfolgt einen Kaiman - und zwickt die Urzeit-Echse immer wieder in den Schwanz. Der Riese zuckt aber nur unbeeindruckt.
Sturmtief trifft die Bahn: Jeder zweite Fernzug verspätet
Ein Sturmtief mit heftigen Böen hat auch im Fernverkehr der Deutschen Bahn zu zahlreichen Verspätungen geführt. Jeder zweite Zug im Fernverkehr sei seit Mittwoch betroffen und verspätet gewesen, teilte die Bahn mit. Das betraf auch Fahrgäste in anderen Regionen, "weit über Norddeutschland hinaus". Derzeit stabilisiere sich die Lage, nachdem Einsatzkräfte von Feuerwehr und Reparatur-Teams der Bahn daran gearbeitet hätten, die Strecken wieder befahrbar zu machen. In der Nacht war etwa ein Regionalzug des Unternehmens Metronom auf der Strecke Uelzen-Hannover mit einem umgestürzten Baum kollidiert (siehe Eintrag von 7.09 Uhr).
Auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin, wo es am Vormittag zwischenzeitlich keine Direktverbindungen gegeben habe, verkehrten wieder Züge auf direktem Wege, teilte die Bahn mit. Der Sturm habe Gegenstände in Oberleitungen geweht, vor allem im nördlichen Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen hätten umgestürzte Bäume Schäden an Bahnanlagen verursacht und sich auf den Fern-, Regional- und Güterverkehr ausgewirkt.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
mein Kollege Tobias Hauser geht in den wohlverdienten Feierabend. Bis zum späten Abend versorge ich Sie mit Nachrichten aus der ganzen Welt. Mein Name ist Sebastian Schneider. Bei Fragen, Anmerkungen und Hinweisen schreiben Sie mir gerne: sebastian.schneider(at)ntv.de.
Los geht's!
Zweiter Monat in Folge: Inflation in Deutschland steigt erneut an
Die Verbraucherpreise sind im November im Jahresvergleich wieder etwas stärker gestiegen: Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden in einer ersten Schätzung mitteilt, liegt die Inflationsrate in diesem Monat bei voraussichtlich 2,2 Prozent. Preistreiber sind demnach erneut die Dienstleistungen, die um 4,0 Prozent zulegten.
Umfragen in Ungarn bringen schlechte Nachrichten für Orban
In Ungarn hat Orban-Herausforderer Peter Magyar seine Beliebtheitswerte weiter gesteigert. Wären am nächsten Sonntag Wahlen, würden 47 Prozent der Stimmen auf Magyars Partei für Respekt und Freiheit (Tisza) und nur 36 Prozent auf den Bund Junger Demokraten (Fidesz) von Ministerpräsidenten Viktor Orban entfallen, wie das Budapester Meinungsforschungsinstituts Median ihre im Auftrag der Wochenzeitung "hvg" ermittelte. Vor einem Monat hatte Median die Tisza-Partei noch sieben Prozentpunkte vor dem Fidesz gesehen.
Magyar war erst zu Beginn des Jahres als Kritiker und Herausforderer Orbans hervorgetreten. Seine Tisza-Partei kam bei den Europawahlen im Juni auf Anhieb auf 30 Prozent der Stimmen. Ihre Abgeordneten sind Teil der EVP-Fraktion, der auch CDU und CSU angehören. Die nächsten Parlamentswahlen stehen in Ungarn erst im Frühjahr 2026 an.
Mann steigt mitten in Fahrt aus Achterbahn aus
Ein Besucher eines Vergnügungsparks im US-Bundesstaat Arizona verhindert durch kurzentschlossenes Handeln womöglich seinen eigenen Tod. Als er mit einer Achterbahn losfährt, merkt er, dass sein Sicherheitsbügel nicht schließt. Kurz vor der Abfahrt steigt er hoch oben aus dem Wagen aus.
Polizei Bremen entdeckt Einbrecher unter Wäscheberg
In einem Reihenhaus in Bremen hat die Polizei einen Einbrecher unter einem Wäscheberg entdeckt. Der 24-Jährige wurde in seinem Versteck vorläufig festgenommen, wie die Beamten mitteilten. Demnach brach der Mann am Mittwochabend im Stadtteil Huchting in das Reihenhaus ein. Sein Weg führte vom Garten durch ein gekipptes Kellerfenster ins Haus.
Der Einbruch wurde von den Bewohnern über eine Videokamera beobachtet. Vor den alarmierten Beamten versuchte sich der Mann unter einem Wäscheberg im Keller zu verstecken. Dies blieb aber ohne Erfolg. Der 24-Jährige hatte Uhren, Handys und Geld dabei. Die Beute stammte vermutlich aus anderen Taten.
Ausgewiesene Journalisten: Auswärtiges Amt bestellt russischen Botschafter ein
Wegen der Ausweisung zweier ARD-Mitarbeiter durch die russischen Behörden hat das Auswärtige Amt den russischen Botschafter in Berlin einbestellt. "Die Ausweisung der ARD-Mitarbeiter durch Russland ist inakzeptabel und die Begründung schlicht falsch und gelogen. Wir verurteilen das in aller Deutlichkeit", sagt Außenministerin Annalena Baerbock in Berlin zur Begründung. Sie wirft Russland vor, eine "Propagandaschlacht mit falschen Behauptungen" zu führen.
Blutiges "Versehen": Armee-Truck überrollt Demonstrantin und rast weiter
Seit Wochen protestieren die Menschen in Mosambik gegen die Ergebnisse der Wahl im Oktober. Dutzende sollen bei Konfrontationen bereits ums Leben gekommen sein. Ein Vorfall sorgt nun für Aufregung. Dort rammt ein Militärfahrzeug eine Barriere. Dahinter sitzt eine Frau, die schwer verletzt überlebt.
Lotto-Panne in Großbritannien: Suche nach 212-Millionen-Gewinner
Großbritannien sucht den Super-Millionär - zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit. Denn zunächst war aus Versehen eine zusätzliche Ziffer bei den Glückszahlen für den Jackpot von 177 Millionen Pfund (212 Mio Euro) genannt worden. Es konnte also gar keinen Gewinner geben. Die siegreichen Ziffern wurden aktualisiert - und der Betreiber National Lottery rief alle Lottospieler auf, ihre Zettel noch einmal zu überprüfen, wie die Zeitung "Independent" berichtete.
Der Jackpot der Lotterie Euro Millions ist der dritthöchste der britischen Lotto-Geschichte. Britische Medien wiesen darauf hin, dass die Siegerin oder der Sieger auf einen Schlag reicher wäre als Sänger Harry Styles oder Schwergewichtsboxer Anthony Joshua, die nach Schätzungen der "Sunday Times" jeweils über 175 Millionen Pfund verfügen. "Wow, das war wirklich eine unglaubliche Nacht für einen britischen Losinhaber, der heute Abend den umwerfenden Euro-Millions-Jackpot von 177 Millionen Pfund geknackt hat", sagte Andy Carter vom National-Lottery-Betreiber Allwyn.
Berliner Palliativarzt soll mindestens acht Menschen getötet haben
Ein bereits inhaftierter Berliner Palliativmediziner soll deutlich mehr Menschen getötet haben als zunächst angenommen. Die Staatsanwaltschaft Berlin geht nach weiteren Ermittlungen derzeit von mindestens acht Opfern aus und ermittelt wegen Mordes, wie ein Sprecher mitteilt.
16-Jähriger in Australien stirbt nach Schlangenbiss
Furchtbare Nachrichten für eine Familie in Australien. Dort ist ein 16-Jähriger vor seinem Elternhaus tödlich von einer der giftigsten Schlangen der Welt gebissen worden. Die Östliche Braunschlange habe den Jugendlichen in Gladstone im tropischen Bundesstaat Queensland am Fuß erwischt, berichtete der Sender 9News unter Berufung auf die Familie. Dieser habe zunächst gar nicht bemerkt, dass er gebissen wurde und sei erst später, als er wieder im Haus war, plötzlich kollabiert.
Schlangenbisse sind nicht immer schmerzhaft. Manchmal sehen sie eher aus wie ein leichter Kratzer oder eine Abschürfung. Das kann dazu führen, dass wertvolle Zeit verloren geht, um das Opfer mit einem Gegengift zu retten. So auch im Fall des Jugendlichen aus Queensland. Er wurde schließlich in lebensbedrohlichem Zustand ins Gladstone Hospital gebracht und anschließend mit einem Rettungshubschrauber nach Brisbane geflogen. Jedoch kam jede Hilfe zu spät: Das Opfer starb am Mittwoch. "Sein Tod hat eine unbeschreibliche Leere in unseren Herzen und in der Familie hinterlassen", schrieben die Angehörigen in einer Mitteilung.
An Bundeswehrkaserne in Köln wurden Löcher im Zaun entdeckt
An der Bundeswehr-Luftwaffenkaserne in Köln-Wahn sind erneut mehrere Löcher im Zaun entdeckt worden. Die Polizei habe dazu Ermittlungen aufgenommen, bestätigten ein Sprecher der Polizei sowie ein Sprecher der Bundeswehr. Die Löcher waren nach Auskunft der Polizei am Montagabend aufgefallen, die Bundeswehr schaltete die Ermittler ein. Nähere Auskünfte auch zur Frage, ob die Entdeckung besondere Vorkehrungen nach sich gezogen habe, wurden zunächst nicht gemacht. Der "Bonner General-Anzeiger" hatte zuvor berichtet.
Schon im August dieses Jahres war eine Beschädigung am Zaun festgestellt worden. Weil zunächst Sabotage an der Trinkwasseranlage befürchtet worden war, sorgte das für große Aufregung. Damals hatte außerdem ein technischer Alarm an einer Trinkwasseranlage angeschlagen. Schnelltests des Wassers hatten abweichende Werte bestätigt. Die Bundeswehrkaserne war vorübergehend gesperrt worden. Später gab die Bundeswehr allerdings Entwarnung, es seien keine Verunreinigungen festgestellt worden.
Robert F. Kennedy: Heroin hat mir in der Schule geholfen
Trumps Wunsch-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr hat sich in einem Podcast zu seinem Heroin-Konsum in der Vergangenheit geäußert. In einem Beitrag auf X von dem Konto Republicans Against Trump ist ein Ausschnitt aus einem Podcast zu sehen, in dem RFK sagt: "Ich war das Schlusslicht in meiner Klasse, ich fing an, Heroin zu nehmen, und wurde der Beste meiner Klasse. Plötzlich konnte ich still sitzen und lesen."
Was in dem Video nicht zu sehen ist, ist der Rest von Kennedys Ausführungen aus dem Podcast, der im Juni 2024 veröffentlicht wurde: "Es fängt an, weißt du, es funktioniert wirklich gut am Anfang, aber dann fängt es an, einen Preis zu fordern und, weißt du, dann wird der Preis schlimmer und schlimmer. Und es tötet dich, es hat meinen Bruder getötet und (...) es zerstört deine Beziehungen, es zerstört (...) es höhlt dein ganzes Leben aus, du hast ein eindimensionales Leben." Ein wichtiger Hinweis darauf, wie furchtbar diese lebenzerstörende Droge ist. Kennedy lebt eigenen Angaben zufolge inzwischen ein nüchternes Leben.
Journalisten durch israelischen Beschuss im Südlibanon verletzt
Drei Journalisten sind bei der Berichterstattung aus dem Libanon nach eigenen Angaben von israelischen Truppen beschossen und verletzt worden. Sie hätten am Mittwoch über die Rückkehr von Kriegsvertriebenen in die Stadt Chiam berichtet, erklärten die Journalisten, unter ihnen ein Fotograf, der freiberuflich für die Nachrichtenagentur AP arbeitet. In der Gegend etwa sechs Kilometer nördlich der Grenze hatten heftige Kämpfe getobt, bis Mittwochfrüh die Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz in Kraft trat.
Das israelische Militär erklärte, es wisse nichts von Schüssen auf Journalisten. Soldaten in dem Gebiet hätten nur Warnschüsse abgefeuert.
Billboard: Taylor Swift "nur" zweitgrößter Popstar des Jahrhunderts
Da dürften viele "Swifties" wohl widersprechen: Das US-Musikmagazin "Billboard" kürt zum Jahresende die größten Künstlerinnen und Künstler des 21. Jahrhunderts und hat nun bekannt gegeben, dass Popstar Taylor Swift "nur" den zweiten Platz ergattern konnte: Damit hat sich die Sängerin einen der Top-Plätze vor Rihanna auf Rang drei, Drake auf Rang vier, Lady Gaga auf dem fünften Platz und Britney Spears auf Nummer sechs geschnappt.
Besonders freuen dürfte Swift, dass auch Rapper Kanye West, mit dem sie seit Jahren "Beef" hat, hinter ihr auf dem siebten Platz steht. Ebenfalls unter den Top 10 sind Justin Bieber auf dem achten Platz, Ariana Grande auf Rang neun und Adele auf der Nummer zehn. Wer sich schlussendlich den Thron als "größter Popstar des 21. Jahrhunderts" schnappen wird, enthüllt "Billboard" erst am 3. Dezember. Fans und Medien spekulieren aber bereits jetzt, dass es sich um Beyoncé handeln dürfte.
Zuckerberg will angespannte Beziehung zu Trump kitten
Meta-Chef Mark Zuckerberg hat den designierten US-Präsidenten Donald Trump in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida besucht und mit ihm dort zu Abend gegessen. Zuckerberg "hat deutlich gemacht, dass er die nationale Erneuerung Amerikas unter der Leitung von Präsident Trump unterstützen will", sagte Stephen Miller, der künftig Trumps stellvertretender Stabschef werden soll, in einem Interview mit dem Sender Fox News.
Ein Sprecher für den Meta-Konzern erklärte, Zuckerberg sei "dankbar" gewesen "für die Einladung zum Abendessen mit Präsident Trump und die Gelegenheit, mit Mitgliedern seines Teams über die neu ins Amt kommende Regierung zu sprechen". Der 40-jährige Zuckerberg hatte sich zuletzt bemüht, die Beziehung zu Trump zu kitten. Die beiden hatten über die Jahre ein teils angespanntes Verhältnis zueinander: Die zu Meta gehörende Internetplattform Facebook war eines der Netzwerke, die Trump nach den Angriffen auf das US-Kapitol am 6. Januar gesperrt hatte.
Monate im Gefängnis wegen Singens von Solidaritätsliedern in Israel
Seit dem Terroranschlag der Hamas vor gut einem Jahr geht Israel gegen palästinensische Bürger vor, die gegen den Krieg im Gazastreifen protestieren. Das führt bei vielen zur Selbstzensur - aus Angst vor einer Gefängnisstrafe oder Diskriminierung. Ahmed Chalefa hatte bei einer Anti-Kriegs-Demonstration im Oktober 2023 Solidaritätslieder für den Gazastreifen gesungen. Dafür wurde der Anwalt und Stadtrat aus Zentralisrael wegen Anstiftung zum Terrorismus angeklagt, was sein Leben auf den Kopf stellte: Er verbrachte eigenen Angaben zufolge drei schwierige Monate im Gefängnis, gefolgt von sechs Monaten in einer Wohnung. Wann er ein endgültiges Urteil über seine Schuld oder Unschuld erhalten wird, sei unklar. Bis dahin sei es ihm untersagt, von der Abend- bis zur Morgendämmerung seine Wohnung zu verlassen.
Chalefa ist nach Angaben von Adalah, einer Menschenrechtsorganisation für Minderheiten, einer von mehr als 400 palästinensischen Bürgern Israels, gegen die seit Beginn des Gazakriegs wegen "Anstiftung zum Terrorismus" oder "Anstiftung zur Gewalt" ermittelt wurde. Mehr als die Hälfte davon wurden demnach auch angeklagt oder inhaftiert. "Israel hat deutlich gemacht, dass sie uns eher als Feinde denn als Bürger betrachten", sagt Chalefa in seiner Heimatstadt Umm al-Fahm, Israels zweitgrößter palästinensischer Stadt. Israel hat rund zwei Millionen palästinensische Bürger, deren Familien innerhalb der Grenzen des 1948 gegründeten Staates geblieben sind. Unter ihnen sind Muslime und Christen, die familiäre Verbindungen in den Gazastreifen und das Westjordanland unterhalten, die Israel 1967 eroberte.
Zug fährt gegen Baum - gesamter Streckenabschnitt gesperrt
Gestern lag ein Streckenabschnitt wegen eines Blitzeinschlages lahm und heute geht es weiter mit Pech und Pannen im ÖPNV. Ein Regionalzug ist in der Nacht auf der Strecke Uelzen-Hannover gegen einen umgestürzten Baum gefahren. Verletzt wurde niemand, wie das Unternehmen Metronom am frühen Morgen mitteilte. Die Folgen für den Verkehr seien aber gravierend: Durch die Kollision sei im Bereich Suderburg die Oberleitung gerissen. Der gesamte Streckenabschnitt Uelzen-Celle-Hannover sei gesperrt. Fahrgäste werden gebeten, von Fahrten zwischen Hannover-Celle-Uelzen abzusehen und alternative Verkehrsmittel zu nutzen. Ein Ersatzverkehr mit Bussen sei nur in Ansätzen möglich, weil nach Angaben des Unternehmens dafür kaum Busse vorhanden sind.
"Der Baum lag auf den Gleisen und der Zug ist damit kollidiert. Ob der Grund für den umgestürzten Baum der Sturm war, wissen wir noch nicht. Das wird derzeit untersucht", sagte ein Sprecher von Metronom am Morgen. Damit gebe es im Norden nun bei Metronom von Hamburg bis Göttingen für Reisende massive Verspätungen und Probleme, sagte der Sprecher weiter. Auf den Strecken Hamburg-Göttingen und Hannover-Göttingen habe es schon zuvor Probleme gegeben, sagte er weiter.
Was heute wichtig wird
Guten Morgen!
In der Energiekrise profitierten manche Stromerzeuger von den hohen Preisen. Die Regierung ließ die zusätzlichen Gewinne teilweise abschöpfen, um damit wiederum die Strompreisbremse zum Nutzen der Verbraucher zu finanzieren. Zu Unrecht? Darüber entscheidet heute das Bundesverfassungsgericht. Geklagt haben mehrere Betreiber von Windkraft-, Photovoltaik- und Biomassenanlagen. Eines ihrer Hauptargumente: Die Bewältigung der Energiekrise liege in der Verantwortung des Staates und sei daher aus Steuermitteln zu finanzieren.
Was heute noch wichtig ist:
Mit der Nominierung des früheren Sicherheitsberaters Keith Kellogg zum Sondergesandten für die Ukraine und Russland hat der designierte US-Präsident Donald Trump eine weitere wichtige Personalentscheidung getroffen. Selenskyj bat unterdessen die Nato-Staaten um mehr Flugabwehrwaffen nach dem russischen Angriff mit einer neuen Mittelstreckenrakete. Kremlchef Putin setzt heute seinen Staatsbesuch im zentralasiatischen Kasachstan fort.
Während Israels Armee die Hisbollah-Miliz im Libanon energisch vor Verstößen gegen die Waffenruhe warnt, setzt sie den Krieg im Gazastreifen gegen die islamistische Hamas fort. Israelische Soldaten hätten im Süden des Libanons am ersten Tag nach Inkrafttreten der Feuerpause Verdächtige festgenommen, die sich Sperrgebieten mit weiterhin dort stationierten israelischen Truppen genähert hätten, sagte Militärsprecher Daniel Hagari am Abend. Zudem seien mehrere "Terroristen" getötet worden.
Der Afghanistan-Untersuchungsausschuss des Bundestages befragt den ehemaligen Außenminister Heiko Maas. Der SPD-Politiker gilt als einer der Hauptverantwortlichen für die hektische Evakuierung der deutschen Botschaft in Kabul im Zusammenhang mit der Machtübernahme der islamistischen Taliban im Jahr 2021.
Das Leben in Deutschland hat sich zuletzt wieder stärker verteuert. Volkswirte gehen davon aus, dass die Inflationsrate auch im November zugelegt hat. Wie sich die Verbraucherpreise in dem Monat entwickelt haben, dazu veröffentlicht das Statistische Bundesamt um 14 Uhr eine erste Schätzung.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag! Mein Name ist Tobias Hauser, bei Anregungen, Kritik oder Fragen erreichen Sie mich unter tobias.hauser@ntv.de.
Tesla Cybertruck fängt bei Unfall Feuer
Bei einem Autounfall im Norden von Kalifornien sind drei Menschen ums Leben gekommen, nachdem ein Elektro-Wagen Feuer gefangen hatte. Eine weitere Person wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Wie die Polizei der Stadt Piedmont mitteilte, kam es wohl aufgrund von erhöhter Geschwindigkeit zu dem Aufprall. Zu den genauen Umständen konnte die Polizei zunächst keine weiteren Details nennen.
Obwohl die Polizeibeamten der Flammen zunächst nicht Herr wurden, gelang es der eintreffenden Feuerwehr, das Feuer zügig zu löschen. Wie die Feuerwehr mitteilte, sei es unwahrscheinlich, dass die Lithium-Ionen-Batterie des Tesla Cybertrucks Feuer gefangen hatte. Das futuristische Fahrzeug, das seit etwa einem Jahr auf dem Markt ist, wurde bereits sechs Mal wegen Sicherheitsproblemen zurückgerufen, zuletzt am 5. November, weil ein Fehler die Leistung der Antriebsräder beeinflussen könnte. Im April wurden Cybertrucks zurückgerufen, um Gaspedale zu reparieren, die in der Innenverkleidung stecken bleiben könnten. Der Leiter der Polizei Piedmont, Jeremy Bowers, sagte in Hinblick auf die Rückrufe, dass es keine Hinweise darauf gebe, dass mechanische Probleme die Hauptursache für die Kollision waren. Die Polizei werde den Unfall untersuchen.
Verkehrsschild auf der Autobahn löst stundenlange Sperrung aus
Ein auf die Fahrbahn gewehtes Verkehrsschild hat auf der Autobahn 30 bei Bad Oeynhausen in der Nähe von Bielefeld zu einem Verkehrsunfall und einer stundenlangen Sperrung geführt. Nach Polizeiangaben fuhren zwei Fahrzeuge im Dunkeln über das Verkehrsschild. Dabei wurde der Unterboden eines Autos so stark beschädigt, dass ein Diesel-Öl-Gemisch auslief und sich großflächig auf der Fahrbahn in Richtung Osnabrück verteilte.
Aufgrund des speziellen Flüsterasphalts war eine intensive Reinigung erforderlich, die mehrere Stunden dauerte. Die Autobahnmeisterei sperrte die Richtungsfahrbahn und leitete Autos im Rückstau zur nächsten Anschlussstelle zurück. Gegen 3 Uhr konnte der Stau aufgelöst und der Verkehr für wartende Lastwagen wieder freigegeben werden. Um 4 Uhr war die Reinigung vollständig abgeschlossen und die Fahrbahn wurde wieder freigegeben. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf rund 20.000 Euro.