Donnerstag, 04. Juni 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:29 Uhr

Das war Donnerstag, der 4. Juni 2020

Mit einem Konjunkturpaket im Volumen von 130 Milliarden Euro wollen Union und SPD die Wirtschaft nach der Corona-Krise wieder in Gang bringen. Das 57 Punkte umfassende Programm enthält Maßnahmen zur Stärkung der Wirtschaftskraft, zur Abfederung sozialer Härten, zur Entlastung von Ländern und Kommunen sowie zur Förderung von Umwelttechnologien. Was alles im Konjunkturpaket steckt, lesen Sie hier. Wie die Maßnahmen wirken - das erfahren Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

22:07 Uhr

Unfall löst Kettenreaktion aus - acht Verletzte

Acht Verletzte und vier demolierte Autos sind das Ergebnis einer Kettenreaktion nach einem Unfall am frühen Abend in Nordrhein-Westfalen.

  • Auslöser der Karambolage war der Zusammenprall zweier Autos auf einer Landstraße bei Ahlen-Dolberg. Von der Wucht des Aufpralls wurde das Auto eines 39-jährigen Mannes gegen ein wartendes Auto geschleudert, welches daraufhin in einen weiteren Wagen krachte.
  • Alle vier Autofahrer wurden verletzt. Vier Kinder, die in einigen der Fahrzeugen saßen, wurden ebenfalls verletzt.
  • Zur Schwere der Verletzungen machte die Polizei zunächst keine Angaben - es habe aber bei keinem der Beteiligten Lebensgefahr bestanden.
  • An den Autos entstand ein Sachschaden von schätzungsweise 50.000 Euro.
21:24 Uhr

Twitter schließt Sperrung von Trumps Konto nicht aus

Der Kurzbotschaftendienst Twitter schließt nicht aus, das offizielle Konto von US-Präsident Donald Trump zu sperren, sollte dieser weiterhin aufwiegelnde Botschaften etwa zu den derzeitigen Protesten in den USA veröffentlichen. "Jeder Twitter-Account ist an die Twitter-Regeln gebunden", sagte der Strategie-Chef des US-Unternehmens, Nick Pickles, bei einer Anhörung im britischen Parlament auf die Frage, ob der Dienst Trumps Konto notfalls auch abschalten würde.

Twitter hatte vergangene Woche einen Beitrag Trumps als "gewaltverherrlichend" gekennzeichnet. Am Freitag unterzeichnete der US-Präsident eine umstrittene Verordnung, durch die Online-Netzwerke wie Twitter und Facebook stärker reguliert werden sollen.

Pickels verteidigte die Kennzeichnung des Trump-Beitrags am Donnerstag und erklärte, dass Twitter die Beiträge des US-Präsidenten auf dieselbe Weise überprüfe wie die eines jeden anderen Nutzers. Sobald sich ein Nutzer über die Inhalte eines Beitrags beschwere, werde dieser auf die Einhaltung der Twitter-Regeln hin untersucht, sagte der Strategiechef.

20:44 Uhr

Merkel verrät, wo sie in diesem Jahr Urlaub macht

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Von Italien kann die Kanzlerin in diesem Sommer nur träumen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Geht es wieder in die Südtiroler Berge? Oder auf die Insel Ischia im Golf von Neapel? Weder noch. Kanzlerin Angela Merkel will ihren Sommerurlaub wegen der Corona-Krise in diesem Jahr in Deutschland verbringen. Auf die Frage, welches Ziel sie für ihren Sommerurlaub habe, sagte Merkel in einem Interview dem ZDF: "Deutschland." Konkreter äußerte sich die Kanzlerin nicht.

Für sie persönlich heiße das Leben mit Corona, "mit sehr vielen Einschränkungen" zu leben, sagte die Kanzlerin. Sie könne viel weniger Menschen persönlich treffen "und ich erlebe das Erlebnis von Videokonferenzen, wie viele andere glaube ich auch".

Im Interview äußerte sich Merkel auch zum Konjunkturpaket, einer möglichen zweiten Welle der Coronavirus-Pandemie und zu den Unruhen in den USA. Mehr dazu lesen Sie hier.

20:02 Uhr

Politikerin zeigt sich nackt in Videokonferenz

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Martha Lucia Micher vergaß offenbar, ihre Kamera auszuschalten.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

Vor wenigen Tagen sprach die mexikanische Senatorin Martha Lucia Micher in einer Videokonferenz mit Mitgliedern ihrer Partei Morena und Journalisten über die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Wirtschaft. Klingt eigentlich nicht besonders spannend, doch die Teilnehmer werden diesen Video-Call wohl nie vergessen.

Denn mitten in der Konferenz kam Micher auf die Idee, sich umzuziehen. Offenbar dachte die Politikerin, dass ihre Kamera aus ist. Die Screenshots verbreiteten sich rasend schnell in sozialen Netzwerken. Doch die Senatorin blieb cool: "Ich schäme mich nicht, versehentlich einen Teil meiner Intimität gezeigt zu haben. Denn genau die Vorstellung, dass eine Frau nur ihr Körper sei, hat die Objektivierung von Frauen ermöglicht und gefördert, gegen die ich immer gekämpft habe", schrieb die 66-Jährige in einem offenen Brief auf Twitter.

19:23 Uhr

Verkehrsverbund bewirbt "Schokoticket" mit Foto von schwarzem Jungen

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) ist wegen Werbung auf einem Faltblatt und im Internet mit dem Foto eines Jungen mit dunkler Hautfarbe in die Kritik geraten.

  • Der Verbund hatte damit sein Schülerticket, das sogenannte "Schokoticket", beworben. "Auf allen Fotos sind ausschließlich weiße Menschen abgebildet. Nur beim "Schoko-Ticket" ist es ein schwarzer Junge", kritisierte der ARD-Sender "Cosmo" bei Twitter.
  • Der Verkehrsverbund nahm nach der Kritik das Bild aus dem Internet und entschuldigte sich. Auch im gedruckten Faltblatt soll das Foto ausgetauscht werden.
  • Der VRR bedauere, dass Diversität "nicht in angemessener Form" abgebildet worden sei, erklärte eine Sprecherin auf Anfrage. Das Unternehmen lege großen Wert darauf, Gruppen und Personen nicht zu diskriminieren.
  • Ein Sprecher der Initiative Schwarze Menschen e.V. kritisierte die Motivwahl des VRR als rassistisch. Hier würden Menschen zu Objekten degradiert, es handele sich um Stereotype aus der Zeit des Kolonialismus.
18:25 Uhr

Toter Mann liegt mitten auf der Autobahn: Polizei sucht Zeugen

Am Pfingstsamstag ist mitten auf der Autobahn 2 in Gelsenkirchen ein toter Fußgänger entdeckt worden.

  • Das Opfer, ein 29-jähriger Lastwagenfahrer aus Weißrussland, war nachts gegen 3 Uhr zwischen dem Rastplatz Resser Mark und dem Tunnel im Stadtteil Erle auf der Fahrbahn gefunden worden, teilte die Polizei heute mit.
  • Die Ermittler gehen von einem Unfall aus und suchen das Fahrzeug, das beteiligt gewesen sein könnte.
  • Warum der 29-Jährige zu Fuß auf der Autobahn unterwegs war, ist unklar. Seinen Lastwagen fanden die Ermittler auf dem Rastplatz.
  • Der beteiligte Unfallwagen muss in Richtung Oberhausen weitergefahren sein. Die Polizei hofft jetzt auf Hinweise zu diesem Fahrzeug. Eine Kameraanlage am Tunnel in Erle könnte Aufnahmen von dem Flüchtigen zeigen.

Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0251 275-0 entgegen.

18:04 Uhr

Berlin bekommt ein Antidiskriminierungsgesetz

Berlin bekommt als erstes Bundesland ein Antidiskriminierungsgesetz. Das hat das Landesparlament beschlossen. Es soll die rund 3,8 Millionen Menschen in der Hauptstadt vor Diskriminierung seitens der Behörden schützen und Ansprüche auf Schadenersatz gegen das Land Berlin ermöglichen, wenn es nachweislich doch dazu gekommen ist.

  • Für das Gesetz stimmten 86 der 143 anwesenden Abgeordneten, 57 votierten dagegen.
  • Das Landesantidiskriminierungsgesetz aus der Verwaltung des grünen Justizsenators Dirk Behrendt gilt als umstritten. Die Berliner CDU genau wie der Beamtenbund hatte die Abgeordneten noch am Mittwoch aufgefordert, mit Nein zu stimmen. Kritiker des Gesetzes wie der Berliner CDU-Vorsitzende Kai Wegner befürchten, Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes müssten damit rechnen, mit Vorwürfen überzogen zu werden.
  • Ein weiterer Kritikpunkt lautet, durch das Gesetz werde die Beweislast umgekehrt, so dass beispielsweise Polizisten künftig nachweisen müssten, dass Diskriminierungsvorwürfe gegen sie falsch seien. Die Justizsenatsverwaltung hat diese Kritik zurückgewiesen.
17:40 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:20 Uhr

Mädchen malt Schneeflocken auf 37 Autos - mit Steinen

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Das hat was.

(Foto: Polizei Zwickau)

Schön, wenn Kinder Talente haben und diese auch schon frühzeitig zeigen. Jedoch sollten einige Begabungen lieber nicht gefördert werden.

Eine Siebenjährige aus Hohenstein-Ernstthal in Sachsen hat Schneeflocken auf Autos gemalt. So weit, so gut. Das Problem: Sie zerkratzte den Lack von 37 Autos, es entstand ein Schaden von 30.000 Euro.

Die Beamten kamen dem Mädchen jetzt nach umfangreichen Ermittlungen auf die Spur. In einer Befragung gab die Siebenjährige die Taten zu. Sie habe mit Steinen Schneeflocken auf die Autos gemalt. Bewusst sei ihr jedoch nicht gewesen, dass sie dabei auch die Lacke beschädigte. Die Taten ereigneten sich in der Zeit vom 21. bis 27. April dieses Jahres.

16:45 Uhr

Militär tötet fast 400 Angreifer in Nigeria

Bei einer Offensive hat Nigerias Militär nach eigenen Angaben im Norden des Landes fast 400 Angreifer getötet. Sie hätten in der Vergangenheit wiederholt Dörfer und Ortschaften attackiert, Einwohner getötet und Vieh und andere Wertsachen geraubt, sagte Generalmajor John Enenche. Präsident Muhammadu Buhari hatte die Militäraktion am 28. Mai angeordnet, nachdem etwa 100 Bewaffnete Ortschaften im Bundesstaat Sokoto angegriffen und in nur einer Nacht etwa 60 Menschen getötet hatten.

Im westafrikanischen Staat kommt es immer wieder zu Angriffen von Banditen, die Dörfer plündern und Menschen entführen.

16:02 Uhr

Kreml wirbt mit homophobem Video für neue Verfassung

Youtube hat ein russisches Propaganda-Video für die von Kremlchef Wladimir Putin angestoßene größte Verfassungsänderung in der Geschichte des Landes gesperrt.

In dem Film wird ein Kinderheim gezeigt, das einen Jungen zur Adoption an ein homosexuelles Paar freigibt. Das Kind macht in dem Clip ein tieftrauriges Gesicht, als der Adoptivvater seinen betont femininen Partner als "neue Mama" vorstellt. Zur Begrüßung bekommt der Junge noch ein weinrotes Kleid geschenkt.

Die Agitatoren appellierten mit dem Video an die Menschen in Russland, am 1. Juli für Putins Verfassungsänderung zu stimmen, damit Kinder weiter in Familien mit Mutter und Vater aufgezogen würden. Kremlchef Putin hatte in der neuen Verfassung festschreiben lassen, dass eine Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau möglich sei. Und er hatte betont, dass es in Russland niemals die gleichgeschlechtliche Ehe geben werde, solange er an der Macht ist.

15:39 Uhr

Haftar-Truppen ziehen aus Tripolis ab

Die libysche Hauptstadt Tripolis ist wieder unter Kontrolle der international anerkannten Regierung. Ein Militärsprecher der Regierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch erklärte, dass der Großraum Tripolis innerhalb der Verwaltungsgrenzen wieder komplett unter Kontrolle sei. Der aufständische General Chalifa Haftar hatte vor mehr als einem Jahr eine Militäroffensive gegen Al-Sarradsch und die Hauptstadt Tripolis begonnen.

  • Zuvor hatten Regierungstruppen bereits erklärt, den internationalen Flughafen im Süden von Tripolis zurückerobert zu haben.
  • Zuletzt war es Regierungstruppen mit Hilfe der Türkei gelungen, Haftars Einheiten wieder stark aus dem Westen Libyens zurückzudrängen.
  • Nach dem Sturz von Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 war in Libyen ein Bürgerkrieg ausgebrochen. Unzählige Milizen kämpfen in dem nordafrikanischen Land um Macht und Einfluss.
14:51 Uhr

Verdächtiger im Fall "Maddie" stand kurz vor möglicher Freilassung

Der deutsche Tatverdächtige im Fall "Maddie" hat eine aktuelle Haftstrafe fast zu zwei Dritteln verbüßt und stand damit kurz vor der Entscheidung über eine mögliche Freilassung auf Bewährung. Das geht aus zwei Beschlüssen des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 21. April hervor.

  • Bei den Strafrichtern der Leipziger BGH-Außenstelle ist die Revision des 43-Jährigen in einem anderen Strafverfahren anhängig. Dabei geht es um die Vergewaltigung einer damals 72-jährigen US-Amerikanerin in Portugal im Jahr 2005. Das Landgericht Braunschweig hatte den Deutschen deshalb am 16. Dezember unter Einbeziehung früherer Strafen zu sieben Jahren Haft verurteilt. Dieses Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.
  • Derzeit sitzt der Mann in Kiel eine alte Haftstrafe ab, die das Amtsgericht Niebüll bereits 2011 gegen ihn verhängt hatte. Dabei ging es um Handel mit Betäubungsmitteln.
  • Parallel ist wegen der Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn Untersuchungshaft angeordnet. Von der BGH-Entscheidung wäre mit abhängig, ob diese U-Haft Bestand hat und damit nahtlos die verbüßte Haftstrafe ablöst.

Was wir im Fall "Maddie" wissen und was nicht, lesen Sie hier.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Hedviga Nyarsik verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen angenehmen Nachmittag!

14:21 Uhr

Student erschießt in Japan Mutter und Oma mit Armbrust

"Ich habe mehrere Mitglieder meiner Familie getötet"- mit diesen Worten soll ein Student in Japan gestanden haben, zwei Mitglieder seiner Familie mit einer Armbrust erschossen zu haben. Die Polizei in der Stadt Takarazuka teilte mit, der 23-Jährige sei festgenommen worden. Zuvor seien zwei Frauen getötet und zwei andere Angehörige verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Medienberichten zufolge handelte es sich bei den getöteten Frauen um die Mutter und die Großmutter des Studenten.

Das Motiv der Tat ist allerdings noch unklar. Dem öffentlich-rechtlichen Rundfunksender NHK zufolge hatte eine Frau die Polizei verständigt und gesagt: "Mein Enkel hat auf mich mit einem Bogen geschossen." Gewaltverbrechen sind in Japan relativ selten, der Besitz von Waffen wird streng reglementiert.

13:46 Uhr

SEK nimmt Rockergruppe Hells Angels ins Visier

Razzien im Rockermilieu: In mehreren NRW-Städten haben Spezialeinheiten der Polizei am Morgen Wohn- und Geschäftsräume durchsucht, wie die Polizei erklärte. Fast 100 Beamte seien demnach im Einsatz gewesen. Hintergrund sind umfangreiche Ermittlungen wegen Schüssen auf einen Autofahrer im Oktober 2019 in Monheim. Der Fahrer war damals unverletzt geblieben, sein Wagen aber von mehreren Kugeln getroffen worden.

Einige der Männer, die Besuch von der Polizei erhielten, sollen zum Umfeld der Rockergruppe Hells Angels gehören, wie aus Ermittlerkreisen bekannt wurde. Ob es sich bei dem Beschossenen um den Rocker einer gegnerischen Gruppierung, oder einen in Ungnade Gefallenen aus den eigenen Reihen handelt, wollten die Ermittler nicht sagen.

13:16 Uhr

Ermittler gehen vom Tod der vermissten Maddie aus

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig geht davon aus, dass die vor rund 13 Jahren in Portugal verschwundene dreijährige Madeleine "Maddie" McCann tot ist. Die Ermittlungen gegen einen 43-jährigen Deutschen würden wegen Mordverdachts geführt. "Wir gehen davon aus, dass das Mädchen tot ist", sagte der Sprecher der Behörde, Hans Christian Wolters, vor Journalisten in Braunschweig.

12:41 Uhr

Mann scheucht Australiens Premier vom neuen Rasen - live im TV

Ein perfekter Rasen ist nicht nur ein Statussymbol, sondern auch harte Arbeit. Betreten verboten, ist daher die Devise eines Mannes in einem Vorort von Canberra. Da wird selbst bei hochrangigen Politikern keine Ausnahme gemacht: Inmitten einer TV-Übertragung hat der Hausbesitzer den australischen Premierminister Scott Morrison von seinem neu gesäten Rasen verscheucht. "Alle gehen bitte vom Gras runter! Na los", rief der Mann von der Vordertreppe seines Hauses direkt in das Statement des Premierministers hinein. "Hey Leute, den habe ich gerade neu ausgesät", sagte der Hausbesitzer mit rötlichem Bart und dunklem Pullover sichtlich entrüstet und zeigte auf die Rasenfläche.

Premierminister Morrison reagierte auf die forsche Aufforderung derweil gelassen. "Sicher, gehen wir einfach von dort zurück", sagte er und trat ein paar Schritte zurück. "Es ist alles gut." Versöhnlich streckte Morrison einen Daumen nach oben und fuhr dann mit seinem Statement fort.

11:54 Uhr

"The Rock" sendet emotionale Botschaft an Trump

"Wo bist du?", fragt Schauspieler Dwayne "The Rock" Johnson in einem emotionalen Twitter-Video an US-Präsident Donald Trump. "Wo ist unser Anführer in dieser Zeit, wo unser Land auf den Knien ist - bettelnd, flehend, verletzt, wütend, frustriert, im Schmerz und mit ausgestreckten Armen, nichts anderes wollend, als gehört zu werden." Der Kinostar ("Jumanji - The Next Level") wünscht sich, dass Trump auf das Land zugehe, seine Hand ausstrecke und sage: "Ich höre euch, ich höre euch zu. Und ihr habt mein Wort, dass ich bis zu meinem Todestag, meinem letzten Atemzug, alles in meiner Macht stehende tun werde, um die notwendige Veränderung herbeizuführen und Gleichheit herzustellen. Denn jedes schwarze Leben zählt." Wie bereits mehrere andere Prominente, solidarisiert sich auch "The Rock" mit der "Black Lives Matter"-Bewegung, die seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz wieder aufgeflammt ist.

11:30 Uhr

Bundesweite Razzien wegen Hasskommentaren im Fall Lübcke

Im Juni 2019 wurde der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke erschossen - mutmaßlich von einem Rechtsextremisten. Zuvor wurde er in sozialen Netzwerken angefeindet. Im Zusammenhang mit den Hasskommentaren haben Sicherheitsbehörden nun in einer bundesweit konzertierten Aktion in zwölf Bundesländern Durchsuchungen und Vernehmungen gegen 40 Beschuldigte durchgeführt. Sie stehen im Verdacht, in verschiedenen sozialen Netzwerken strafrechtlich relevante Äußerungen zu dem vor einem Jahr ermordeten Lübcke veröffentlicht zu haben.

10:58 Uhr

Fall Maddie: Ex-Nachbarin beschreibt Verdächtigen als aggressiv

Im Fall des vor gut 13 Jahren verschwundenen britischen Mädchens "Maddie" hat eine frühere Nachbarin aus Portugal den Verdächtigen als aggressiv beschrieben. "Er war immer ein bisschen wütend, ist die Straße schnell hoch und runtergefahren und eines Tages, so um 2006, verschwand er ohne ein Wort", berichtete die Frau dem britischen Sender Sky News.

Etwa ein halbes Jahr nach dem Verschwinden des Mannes sei sie gebeten worden, beim Aufräumen der Unterkunft zu helfen, sagte die Frau weiter. "Es war eklig." Überall hätten beschädigte Sachen wie Computer gelegen. In einem Müllbeutel seien Perücken und seltsame Kleidungsstücke - möglicherweise für Kostümierungen - gewesen.

10:30 Uhr

Achtjährige wird während Lockdown zur kleinen Starköchin

In Kochuniform und Kochmütze begeistert Moe Myint May Thu Hunderttausende Fans auf TikTok. Während des Lockdowns ist das achtjährige Mädchen in Myanmar zu einer kleinen Starköchin geworden - ihre Videos gehen viral. "Weil ich nicht nach draußen gehen konnte, begann ich Mama und Papa beim Kochen zu helfen, und ich liebe es", sagt Moe Myint May Thu. Ihre Mutter lud die Videos der Tochter beim Kochen traditioneller Gerichte auf ihr TikTok-Konto.

Weil die Schulen noch geschlossen sind, verbringt Moe Myint May Thu inzwischen bis zu drei Stunden am Tag in der Küche. Sie übt für später - und möchte einmal professionelle Köchin werden.

*Datenschutz

09:50 Uhr

Luna, Balu und Bella - das sind die beliebtesten Hundenamen

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Bei der Frage, wie das neue Familienmitglied genannt werden soll, entscheiden sich die Deutschen meist für kurze, englische Namen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Viele Menschen grübeln mindestens so sehr über den Namen ihres zukünftigen Vierbeiners nach, wie über seine Rasse. Einen schönen Klang soll er haben, zum Wesen und Aussehen passen, außergewöhnlich oder gut zu rufen sein. Doch auch der Zeitgeschmack spielt eine Rolle. Hallte früher Astor, Susi oder Anka durch den Wald, rufen Frauchen und Herrchen heute eher nach Emma, Bella, Buddy und Milow. Das Vergleichsportal Check24 wertete 2019 über das Portal abgeschlossene Hundehaftpflichtversicherungen aus. Das Ergebnis:

  • Luna und Balu sind die beliebtesten Hundenamen.
  • Bei den Hündinnen kam der Name Frieda neu dazu, dafür ist Lucy nicht mehr unter den zehn beliebtesten Hundenamen.
  • Bei den Rüden wurde Charly von Max verdrängt.
  • Eine Ausnahme sind auch männliche Schäferhunde, die am häufigsten Rex heißen. Dies könnte an einer gleichnamigen Kultfernsehserie aus den 90ern liegen.
09:18 Uhr

Twitter-Suche "Rassist" zeigt Trump als Top-Ergebnis

Versteckte politische Botschaft oder ist der Algorithmus Schuld? Die Suche nach dem Stichwort "racist" - auf Deutsch Rassist - auf Twitter liefert als erstes Ergebnis unter Personen den US-Präsidenten Donald Trump, berichtet die britische Zeitung "The Independent". "Wenn ein Konto regelmäßig mit bestimmten Begriffen verknüpft wird, können sie über einen Algorithmus zusammen in den Empfehlungen erscheinen", erklärt ein Sprecher des Unternehmens, mit dem sich Trump seit Tagen einen Schlagabtausch liefert.

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Das Suchergebnis deute darauf hin, dass viele Menschen die Wörter "Rassist" oder "Rassismus" im Zusammenhang mit Trump verwenden, sagt Greg Sterling, Redakteur der Website Search Engine Land, die sich auf Suchmaschinen spezialisiert hat. Möglich sei auch, dass es sich um den gezielten Versuch handele, den Begriff Trumps Twitter-Konto zuzuordnen. Denkbar ist aber auch, dass zahlreiche Trump-Anhänger den Präsidenten gegen Anschuldigungen verteidigen und dabei den Begriff "rassistisch" verwenden.

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09:01 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:44 Uhr

Fabrik bei Limburg geht in Flammen auf

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Zwei Feuerwehrkräfte wurden bei den Löscharbeiten leicht verletzt. Insgesamt waren zu Spitzenzeiten rund 650 Einsatzkräfte vor Ort.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine große Rauchwolke breitet sich über dem Industriegebiet in Diez bei Limburg aus. Seit vielen Stunden lodern die Flammen in einem Recyclingbetrieb. Die Feuerwehr versucht mit aller Kraft das Feuer unter Kontrolle zu bringen - doch die Löscharbeiten werden noch "mindestens bis zum Vormittag" dauern, sagt der technische Einsatzleiter.

Das Feuer breitete sich in der Nacht unter anderem auf einen benachbarten Produktionsbetrieb aus, der Folien und Verbundstoffe herstellt. Eine weitere Ausdehnung des Brandes konnte aber verhindert werden. Um alle Glutnester zu erreichen, rückten am Morgen Bagger und Stapler an.

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08:28 Uhr

Tief "Juliane" bringt Starkregen, Hagel und Sturmböen

Gestern gab es einen zum Teil sehr wetterintensiven Tag. Einerseits wurde im Südwesten stellenweise die Hitzemarke von 30 Grad geknackt. Andererseits sorgte Gewittertief "Juliane" für erste, teils aber sehr intensive Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. In Österreich wurde nachmittags sogar ein Tornado gesichtet.

Heute liegt "Juliane" genau über Deutschland und damit steigt die Unwettergefahr erneut deutlich an. Denn während sich im Osten Deutschlands anfangs noch Reste der Sommerluft halten können, strömt im Westen bereits spürbar kühlere Atlantikluft ein. Eine explosive Gemengelage, die im Süden und Osten erneut mit der Gefahr von Unwettern durch Sturmböen, Hagel und starkem Regen einhergeht.

Die Temperaturen erreichen im Osten nochmals schwülwarme 23 bis 26 Grad. Im Westen kühlt es sich derweil auf Werte von 15 bis 21 Grad ab.

Die weiteren Aussichten: Morgen häufig Regengüsse und nur wenig Sonne. Dabei sorgt der lebhafte Westwind für eine weitere Abkühlung bei 11 Grad in der Eifel und 19 Grad in Brandenburg. Am Samstag ist es nach wie vor windig und unbeständig mit Schauern, die am Sonntag seltener werden. Und dann meldet sich die Sonne auch häufiger zurück. Die Temperaturen bringen es maximal noch auf 14 bis 21 Grad.

Ihr Björn Alexander

07:44 Uhr

Boyband-Sänger stirbt mit 34 Jahren

"I Say Yeah", "It Happens Every Time" und "Sugar Rush" waren ihre größten Hits: Die Boyband "Dream Street" feierte Ende der 90er vor allem in den USA größere Erfolge. Nun ist Sänger Chris Trousdale, der 1999 als Teenager der US-Boyband beitrat, tot. "Mit schwerem Herzen" gab seine Familie den Tod des 34-Jährigen bekannt. Die Todesursache wurde nicht genannt, es war nur von einer "Krankheit" die Rede. Das Promi-Portal "TMZ.com" berichtet unterdessen, dass Trousdale in einem Krankenhaus im kalifornischen Burbank an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben sei.

*Datenschutz

07:21 Uhr

Mückenplage bleibt dieses Jahr wohl aus

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Der milde Winter und das trockene Frühjahr setzt den Mücken in Deutschland zu.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Jahr 2020 war bislang nicht unbedingt das beste - eine gute Nachricht gibt es allerdings: In diesem Jahr droht in Deutschland aller Voraussicht nach keine Mückenplage. "Im Moment ist die Mückensituation normal", sagte Doreen Werner vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung in Müncheberg. In vielen Regionen könne der Regen die Trockenheit vom Frühjahr nicht ausgleichen. "Mücken brauchen es immer feucht und warm, um ihre Brut zu entwickeln", sagte Werner.

  • Insgesamt gibt es mehr als 50 Stechmückenarten in Deutschland.
  • Nur eine Handvoll davon überwintert als erwachsene Tiere, die anderen legen Eier ab oder überwintern als Larven.
  • Der milde Winter bot den Mücken keine guten Bedingungen.
  • "Dann entwickeln sich zum Beispiel in Kellerräumen oder Höhlen, wo Mücken gern überwintern, Pilzsporen, die Eier und Larven überwuchern", sagt Werner. "Knackige, kalte Winter sind für die Insekten immer besser."
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07:10 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen, liebe Leser,

nach zwei Tagen harten Ringens ist es geschafft. Die Spitzen der Großen Koalition haben sich auf ein riesiges Konjunkturpaket verständigt, um die Wirtschaft in der Corona-Krise anzukurbeln. Bundeskanzlerin Merkel spricht von einem guten Ergebnis. Das Paket wird allerdings teuer: Kostenpunkt sind 130 Milliarden Euro.

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Nach insgesamt 21 Stunden Verhandlungen über zwei Tage steht das Konjunkturpaket. Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Scholz zeigen sich zufrieden mit dem Ergebnis.

(Foto: picture alliance/dpa)

Folgende Themen werden heute außerdem wichtig:

  • Nachdem ein Deutscher im Fall der verschwundenen Maddie unter Mordverdacht geraten ist, hoffen die Ermittler auf Hinweise aus der Bevölkerung. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt gegen einen 43-Jährigen, der mehrfach wegen Sexualstraftaten auch an Kindern vorbestraft sei.
  • Im Fall George Floyd wurden weitere Ex-Polizisten angeklagt und festgenommen. Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz hat die US-Justiz ihre Gangart gegen die beteiligten Beamten deutlich verschärft.
  • Für Lufthansa wird es eng. Muss die Airline ihren Platz im Dax räumen? Die jüngsten Ranglisten der Deutschen Börse deuten darauf hin, dass heute um 22 Uhr die Entscheidung fällt.
  • In Österreich startet der Ibiza-Untersuchungsausschuss mit Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache. Außer dem Ibiza-Video soll dabei vor allem mögliches Postengeschacher unter der rechtskonservativen Regierung von ÖVP und FPÖ zwischen Dezember 2017 und Mai 2019 thematisiert werden.

Mein Name ist Hedviga Nyarsik und ich begleite Sie heute durch den "Tag". Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie mir gerne eine Mail an hedviga.nyarsik[at]nama.de.

06:46 Uhr

Messerattacke in chinesischer Grundschule: 40 Kinder verletzt

Bei einer Messerattacke eines Wachmannes in einer Grundschule in Südwestchina sind rund 40 Kinder verletzt worden. Wie chinesische Staatsmedien anhand vorläufiger Informationen berichteten, wurden drei Menschen schwer verletzt, darunter ein Schüler und der Schuldirektor. Der Angriff erfolgte am Donnerstagmorgen im Dorf Wangfu nahe der Stadt Wuzhou in der Region Guangxi. Der etwa 50-jährige Sicherheitsmann sei festgesetzt worden. Die meisten Opfer sind nach ersten Angaben Vorschüler im Alter von rund sechs Jahren.

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06:19 Uhr

Verschleppt und verscharrt: Mexikanische Politikerin tot aufgefunden

Einen Monat nach ihrer Entführung wurde die Leiche einer Politikerin in Mexiko entdeckt. Die 38 Jahre alte Abgeordnete im Parlament des westlichen Bundesstaates Colima war am 29. April von bewaffneten Männern verschleppt worden, als sie zur Desinfektion der Straßen wegen der Corona-Krise den Ort Ixtlahuacán besuchte. Ihre verscharrten Überreste, ebenso wie die von drei Männern, wurden in der Nähe einer Landstraße gefunden, etwa 30 Kilometer vom Entführungsort entfernt. Die Gegend zählt zu den am stärksten von der Gewalt betroffenen Gebieten.

06:02 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht