Mittwoch, 11. Dezember 2019Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:30 Uhr

Das war Mittwoch, der 11. Dezember 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

haben Sie noch kein Weihnachtsgeld bekommen? Dann schicken Sie Ihrem Chef doch diesen Artikel.

Was war heute wichtig? 

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht!

22:04 Uhr

Schützen von Jersey sollen auch Uber-Fahrer getötet haben

Vor der Schießerei bei New York mit insgesamt sechs Toten sollen die beiden Tatverdächtigen einen weiteren Mann getötet haben.

"Die verstorbenen Verdächtigen in diesem Fall sind unsere Hauptverdächtigen für die Tötung eines Uber-Fahrers in (der Stadt) Bayonne", sagte der Generalstaatsanwalt von New Jersey, Gurbir Grewal. Die genauen Hintergründe der Taten sowie das Motiv der mutmaßlichen Täter würden noch weiter untersucht.

Am Wochenende war in der Stadt Bayonne im US-Bundesstaat New Jersey ein Fahrer des Fahrdienstvermittlers Uber tot aufgefunden worden.

21:36 Uhr

Sachsens CDU sagt "ja" zur Kenia-Koalition

Sachsens CDU hat klar für eine gemeinsame Regierung mit den Grünen und der SPD gestimmt. Auf einem Parteitag in Radebeul votierten nur etwa 20 der knapp 240 Delegierten gegen den Koalitionsvertrag oder enthielten sich. Damit machte die CDU als erste Partei den Weg für ein Dreierbündnis in Sachsen frei, das im Freistaat ein Novum darstellt. Es wäre nach Sachsen-Anhalt und Brandenburg die dritte Kenia-Koalition in Deutschland.

21:00 Uhr

Türkei schiebt mutmaßliche IS-Anhängerin nach Berlin ab

Die Türkei hat eine mutmaßliche IS-Anhängerin zusammen mit ihrer Tochter nach Deutschland abgeschoben. Das türkische Innenministerium schrieb von zwei "Terroristenkämpfern" mit deutscher Staatsbürgerschaft. Mehr Auskünfte - etwa zu den konkreten Vorwürfen - erteilte das Ministerium nicht.

Nach Angaben aus deutschen Sicherheitskreisen handelt es sich um eine Deutsch-Eritreerin und ihre fünfjährige Tochter. Die Frau soll 2014 von Deutschland nach Syrien ausgereist sein. Im vergangenen Oktober wurde sie den Angaben zufolge in der Türkei in Gewahrsam genommen.

Mutter und Tochter von Istanbul nach Berlin ausgeflogen. Ein Haftbefehl gegen die Frau liegt dem Vernehmen nach nicht vor. Ob Ermittlungen gegen sie aufgenommen werden, wird noch geprüft.

20:34 Uhr

Anti-Terror-Einsatz in Dänemark: 20 Festnahmen

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Die dänische Polizei vermutet, dass ein islamistischer Terrorangriff vorbereitet wurde.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die dänische Polizei hat bei einem großen Anti-Terror-Einsatz an verschiedenen Orten im Land insgesamt rund 20 Verdächtige festgenommen. Sie stehen im Verdacht, Utensilien zur Herstellung von Sprengstoff beschafft sowie versucht zu haben, an Schusswaffen zu gelangen, wie die Kopenhagener Polizei und der dänische Inlandsnachrichtendienst PET bekanntgaben. Mehreren von ihnen werde Terrorismus vorgeworfen, teilte die Polizei mit. Auf freiem Fuß befinde sich keiner mehr.

Insgesamt durchsuchten die Ermittler rund 20 Adressen in mehreren Teilen Dänemarks. Nach Polizeiangaben bestand der Verdacht, dass ein Terrorangriff mit einem "militanten, islamistischen Motiv" vorbereitet werde.

20:18 Uhr

Weinstein erscheint mit Gehhilfe vor Gericht

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Weinstein benötigte zum Betreten des Gerichtsgebäudes eine Gehhilfe.

(Foto: imago images/UPI Photo)

Harvey Weinstein ist mit einer Gehhilfe vor Gericht in New York erschienen. Der ehemalige Hollywoodproduzent wird sich am Donnerstag einer Rücken-Operation unterziehen, erklärte seine Anwältin.

  • Das Gericht entschied bei dem Termin, dass die Kaution des Ex-Filmmoguls, der sich in fünf Fällen wegen angeblichen sexuellen Missbrauchs verantworten muss, von einer Million US-Dollar auf fünf Millionen angehoben wird.
  • Damit ist das Gericht einer Forderung der Staatsanwaltschaft nachgekommen. Weinstein soll versucht haben, die Überwachung per Fußfessel zu umgehen, da mehrmals kein Signal der Fessel empfangen worden war. Damit habe er gegen Kautionsauflagen verstoßen. Weinsteins Anwälte sprachen hingegen von einer technischen Panne.
  • Trotz der Operation aufgrund einer Rückenverletzung, die sich Weinstein bei einem Autounfall im August zugezogen hat, werde der 67-Jährige am Prozessbeginn in jedem Fall anwesend sein, versicherte Rotunno.
  • Bereits in der vergangenen Woche konnte Weinstein bei einem Gerichtstermin nur auf seine Anwälte gestützt erscheinen.
19:44 Uhr

Vater und Tochter stecken stundenlang in U-Bahn-Fahrstuhl fest

Am U-Bahnhof Hermannstraße in Berlin-Neukölln ist ein Fahrstuhl steckengeblieben. Ein Mann und seine sieben Jahre alte Tochter waren mehrere Stunden eingesperrt, berichtet "Der Tagesspiegel". Demnach wurde die Feuerwehr um 14:50 Uhr alarmiert, befreit wurden sie erst gegen 18:30 Uhr.

Laut Feuerwehr befand sich die Kabine in sieben Metern Tiefe. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, konnte der Aufzug von unten nicht erreicht werden. Deswegen wurde die Decke der Kabine zerstört, um die Insassen zu retten.

Der Vater und seine Tochter konnten unverletzt gerettet werden. Der Aufzug ist erst einmal außer Betrieb, schrieb die Feuerwehr auf Twitter.

19:13 Uhr

NRW-Kindesmissbrauch: Weitere Festnahme

Im Zuge der Ermittlungen zum in Nordrhein-Westfalen entdeckten Kindesmissbrauchs-Netzwerk ist ein weiterer Verdächtiger in Untersuchungshaft gekommen.

Die Polizei Duisburg habe einen Haftbefehl des Amtsgerichts Köln gegen einen 61 Jahre alten Mann aus dem Kreis Wesel vollstreckt, teilten die Ermittler mit. Er sei dringend verdächtig, die inzwischen erwachsene Tochter seiner Ex-Frau im Alter von 12 bis 14 Jahren wiederholt sexuell missbraucht zu haben.

Die Ermittlungen hatten in Bergisch Gladbach ihren Ausgangspunkt. Allein in Nordrhein-Westfalen saßen bisher sieben Verdächtige in Untersuchungshaft, außerdem gab es je eine Festnahme in Hessen und Rheinland-Pfalz. Der aktuelle Fall kommt hinzu. Über 3000 Datenträger wurden beschlagnahmt, die die Fahnder mit Hunderten Polizisten durcharbeiten.

18:37 Uhr

Polizist soll 60.000 Euro aus Tresor gestohlen haben

In den vergangenen drei Jahren sind mehrfach hohe Geldbeträge aus niedersächsischen Polizeidienststellen verschwunden. Ein Beamter steht im Verdacht, rund 60.000 Euro aus einem gesicherten Stahlschrank in der Zentralen Kriminalinspektion Lüneburg gestohlen zu haben.

  • Das Strafverfahren laufe noch, teilte das Innenministerium in Hannover mit. Der Mann sei vorläufig des Dienstes enthoben worden.
  • In Lüneburg soll Ende August 2018 ein Einbruch über das Kellerfenster des Asservatenraumes der ZKI vorgetäuscht worden sein. Dann geriet der in der Dienststelle tätige Polizist in Verdacht.
  • Nach NDR-Angaben war der größte Teil der 60.000 Euro Bargeld zuvor in einem Terrorismusverfahren sichergestellt worden.
18:03 Uhr

Polizei sucht mit Video nach Ikea-Räuber

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Wer diesen Mann kennt, sollte sich an die Polizei wenden.

(Foto: Polizei Frankfurt am Main)

Mit einem Video und Fotos einer Überwachungskamera sucht die Polizei Zeugen des Überfalls auf einen Geldboten vor einer Ikea-Filiale in Frankfurt.

  • Die Bilder zeigen den Täter in weißem Kapuzenpulli und schwarzer Jogginghose sowie das Fluchtfahrzeug. Der Mann versteckt sein Gesicht hinter einer schwarzen Basecap und einer großen schwarzen Sonnenbrille.
  • Die Frankfurter Kriminalpolizei bittet Personen, die sachdienliche Hinweise machen können, sich zu melden, und warnt zugleich, dass der 30 bis 45 Jahre alte Täter bewaffnet sei.
  • Ein Unbekannter hatte am 9. November vor der Ikea-Filiale in Frankfurt einem Geldboten eine Kassette voller Bargeld entrissen. Bei einer Rangelei am Seiteneingang kam es zu einem Schusswechsel, der Bote wurde getroffen und schwer verletzt. Nach dem Überfall wurde das ausgebrannte Fluchtauto nahe des Tatorts gefunden. Auch eine mögliche Verbindung zur früheren Roten Armee Fraktion (RAF) steht im Raum.

Das Video und weitere Fotos finden Sie hier.

17:29 Uhr

Johnson flieht vor Reporter in Kühlschrank

Der britische Premierminister Boris Johnson ist am letzten Tag des Wahlkampfs auf der Flucht vor einem Reporter in einem begehbaren Kühlschrank verschwunden.

Der Regierungschef hatte Wähler in Leeds in der Grafschaft Yorkshire als Milchmann überrascht. Als Johnson gerade Milch- und Saftflaschen in Kisten mit der Aufschrift "Get Brexit Done" (Vollzieht den Brexit) auflud, wurde er von einem hartnäckigen Reporter des Fernsehsenders ITV gefragt, ob er nicht an einem Live-Interview teilnehmen wollte. Nach einem kleinen Wortwechsel nahm Johnson Reißaus in den großen Kühlschrank. Johnsons Pressesprecher war fluchend live zu hören.

Für Labour-Chef Jeremy Corbyn war der Vorfall eine Steilvorlage. "Ich bin nicht hierher gekommen, um Milch zu liefern oder mich in einem Kühlschrank zu verstecken", sagte Corbyn bei einem Wahlkampfauftritt in Middlesbrough im Nordosten Englands. "Ich bin mit einer Botschaft der Hoffnung hierher gekommen."

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:58 Uhr

Das sagt Polanski zu Vergewaltigungs-Vorwürfen

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Fast 45 Jahre nach der angeblichen Tat hat eine Frau Roman Polanski Vergewaltigung vorgeworfen.

(Foto: picture alliance / Ennio Leanza/)

"Man versucht, aus mir ein Monster zu machen" - mit diesen Worten hat der Regisseur Roman Polanski erstmals in einem Interview Stellung zu neuen Vergewaltigungs-Vorwürfen genommen. Der Franzose mit polnischen Wurzeln wies in der Zeitschrift "Paris Match" Angaben einer französischen Fotografin zurück, die Polanski vorwirft, sie als 18-Jährige geschlagen und vergewaltigt zu haben.

"Diese Geschichte ist absurd", sagte der 86-Jährige. Die Angaben der Fotografin, die früher als Model arbeitete, seien "falsch". Polanski fügte hinzu: "Es ist einfach, jemanden zu beschuldigen, wenn die Tat seit Jahrzehnten verjährt ist und es keinen Prozess mehr geben kann, um mich zu entlasten."

Die Frau hatte dem in Frankreich lebenden Polanski vor dem Start seines neuen Films "J'accuse" (deutscher Titel: "Intrige") vorgeworfen, sie 1975 in seinem Haus in der Schweiz vergewaltigt zu haben.

16:23 Uhr

Satellitenbild zeigt Vulkaninsel nach Ausbruch

Nach dem Vulkanausbruch auf White Island in Neuseeland befinden sich wohl weiterhin Opfer auf der kleinen Insel. Den Bergungsteams gelang es auch heute nicht, die vermutlich noch acht verbliebenen Toten zu bergen. Wegen der Gefahr eines neuen Ausbruchs bleibt die unbewohnte Insel gesperrt.

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White Island am 11. Dezember 2019.

(Foto: Satellite image ©2019 Maxar Technologies.)

 

Diese Aufnahme ist das erste hochauflösende Satellitenbild, das die Folgen des Ausbruchs vom Montag visuell dokumentiert.

Zum Vergleich: Auf dem Bild unten sehen Sie, wie die Vulkaninsel vor dem Ausbruch aussah. Dieses Foto wurde am 12. Mai aufgenommen.

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White Island am 12. Mai 2019.

(Foto: Satellite image ©2019 Maxar Technologies.)

 

Zur Zeit des Ausbruchs sollen 47 Menschen die Insel besucht haben. Nach einer bisherigen inoffiziellen Bilanz kamen 14 Menschen ums Leben - neben den acht noch auf der Insel Vermuteten erlagen sechs Menschen auf dem Weg von der Insel beziehungsweise im Krankenhaus ihren Verletzungen.

15:57 Uhr

Scholz: "Wir sind nicht auf einem Basar"

Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz von der SPD blickt optimistisch auf die geplanten Gespräche mit der Union über den weiteren Kurs der Großen Koalition. Der SPD-Kurs ist aus seiner Sicht klar: "Es werden keine Ultimaten gestellt oder rote Linien gezogen", sagte Scholz der "Zeit". Darauf habe man sich auf dem SPD-Parteitag geeinigt. "Wir sind nicht auf einem Basar, sondern in einer Regierung."

  • Seine Partei werde in diesen Gesprächen "vorantreiben", was den Sozialdemokraten wichtig sei. Dazu gehöre der Mindestlohn ebenso wie die Grundrente.
  • Über die Zukunft der Koalition werde nicht an einem bestimmten Datum entschieden: "Es wird keinen festen Termin geben."
  • Seine Niederlage im Kampf um den SPD-Vorsitz kommentierte Scholz erneut gelassen. "Das frustriert mich null", sagte er. An einen Rücktritt habe er nicht gedacht. "Es wäre eine sehr egozentrische Haltung gewesen, meine Ämter als Finanzminister und Vizekanzler mit dem Parteivorsitz zu verknüpfen", sagte Scholz.
15:22 Uhr

Sechs Tote in Jersey City: Gezielter Angriff auf jüdischen Laden

Nach der Schießerei mit sechs Toten bei New York geht der Bürgermeister von Jersey City von einem gezielten Angriff auf einen jüdischen Laden aus.

  • "Vergangene Nacht wurde nach einer umfassenden Überprüfung der Aufnahmen unserer Überwachungskameras deutlich, dass diese beiden Personen es auf das koschere Lebensmittelgeschäft abgesehen hatten", schrieb Bürgermeister Steven Fulop auf Twitter.
  • Nach Fulops Darstellung fielen Schüsse, und zwei Polizisten, die sich in der Nähe aufgehalten hatten, hinderten demnach die beiden mutmaßlichen Täter daran, den Laden zu verlassen und weitere Zivilisten anzugreifen.
  • Die neuen Erkenntnisse widersprechen ersten Ermittlungsergebnissen, wonach die Bluttat sich aus einer Mordermittlung auf einem nahen Friedhof entwickelte.
14:53 Uhr

Juwelenraub in Dresden: Polizei veröffentlicht neues Foto

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Mit diesem Auto flohen die Täter nach dem Kunstraub.

(Foto: Polizei Dresden)

Na gut, viel ist auf diesem Foto nicht zu sehen. Dennoch erhoffen sich die Ermittler nach dem Juwelendiebstahl im Grünen Gewölbe in Dresden neue Hinweise auf das Täterauto. Polizei und Staatsanwaltschaft Dresden veröffentlichten ein von einer Überwachungskamera stammendes Foto des Fluchtfahrzeugs, das die Diebe später in einer Tiefgarage in Brand gesetzt hatten.

  • Heute Abend will sich auch die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" mit dem Fall beschäftigen. Die Ermittler erhoffen sich davon neue Erkenntnisse zur Identifizierung der bislang unbekannten Täter.
  • Die Ermittler gehen davon aus, dass die Tat längerfristig geplant wurde. Das Ziel der Diebe sei "mit hoher Wahrscheinlichkeit" ausgespäht worden, hieß es.
  • In diesem Zusammenhang bitten Polizei und Staatsanwaltschaft insbesondere Touristen um Fotos oder Videos, die zwischen dem 1. Oktober und dem 25. November in der Nähe des Grünen Gewölbes entstanden.
  • Zudem wird der Fahrer eines schwarzen Transporters als Zeuge gesucht, der kurz vor der Tat dort unterwegs war.

14:38 Uhr

Von der Leyen vergleicht "Green Deal" mit Mondlandung

Dass sie zu tief stapelt mit ihrem "Green Deal", kann man Ursula von der Leyen tatsächlich nicht vorwerfen. In Brüssel verglich die EU-Kommissionspräsidentin das europäische Klimagesetz mit der Vision der Mondlandung in den 1960er-Jahren.

"Jemand hat mal gesagt: Das ist Europas Mann-auf-dem-Mond-Moment", sagte von der Leyen. "Wir haben noch nicht alle Antworten. Wir sind sehr ehrgeizig, aber wir werden auch sehr sorgsam alle Auswirkungen und die nächsten Schritte prüfen."

Zuvor hatte die neue EU-Kommission den "Green Deal" beschlossen, ein umfangreiches Gesetzgebungsprogramm mit dem Ziel eines "klimaneutralen" Europa bis 2050. Konkrete Vorlagen sollen 2020 und 2021 folgen und dann von den EU-Staaten und dem EU-Parlament beraten werden. Geplant ist ein kompletter Umbau von Energieversorgung, Industrie, Verkehr und Landwirtschaft, damit ab 2050 keine neuen Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen und die globale Erwärmung gestoppt wird.

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14:20 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, ich freue mich sehr, Sie im "Tag" begrüßen zu dürfen. Meine Kollegin Ina Bullwinkel hat jetzt Feierabend. Ich wünsche ihr - und natürlich auch Ihnen - einen entspannten Nachmittag. Ich heiße Uladzimir Zhyhachou, bis zum späten Abend werde ich Sie an dieser Stelle mit aktuellsten Nachrichten aus der ganzen Welt versorgen.

14:09 Uhr

"Time": Greta Thunberg ist Person des Jahres

"Time" hat Greta Thunberg zur Person des Jahres 2019 erklärt. Auf der Website des Magazins läuft auf ganzer Bildschirmbreite ein Kurzvideo von Thunberg in der Dauerschleife: ihr Gesicht im Vordergrund, die Haare wehen im Wind und im Hintergrund das Meer. Daneben der Schriftzug "Person of the Year - Greta Thunberg".

Für meinen Geschmack ist das eine große Portion zu pathetisch. Thunberg wirkt fast wie ein Messias in dieser Darstellung. Für manche mag sie das im Hinblick auf den Klimaschutz ja auch sein. Aber übertrieben wirkt es trotzdem.

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13:35 Uhr

Für Vulkan-Opfer: Neuseeland ordert eine Million Quadratzentimeter Haut

Neuseeland hat etwa eine Million Quadratzentimeter Haut geordert, um damit den Verletzten des Vulkanausbruchs auf White Island zu helfen. In einem Bericht von CNN heißt es, die Haut werde benötigt, weil die Patienten nicht nur durch die hohe Temperatur des Vulkans, sondern auch durch seine Asche und Gase schwere Verbrennungen erlitten hätten. Bei einigen der Betroffenen seien etwa 30 Prozent des Körpers verbrannt, zitiert CNN die medizinischen Behörden.

Die Haut, die laut Bericht aus den USA angefordert werde, stamme von Organspendern. Meistens stamme sie vom Rücken oder von den Beinen des Spenders und werde meistens nach dem Tod entnommen.

13:00 Uhr

Späte Mutter: Wann Frauen in Deutschland ihr erstes Kind bekommen

Spätes Kinderkriegen liegt in Deutschland voll im Trend. Immer mehr Frauen bekommen nach Angaben des Statistischen Bundesamts ihr erstes Kind im Alter ab 30 Jahren. Im vorigen Jahr waren die Mütter von knapp der Hälfte der rund 366.000 Erstgeborenen (48 Prozent) zwischen 30 und 39 Jahren alt, wie die Behörde in Wiesbaden unter Berufung auf Daten des sogenannten Mikrozensus mitteilte.

  • Bei drei Prozent der erstgeborenen Kinder war die Mutter demnach älter als 40 Jahre. Das Durchschnittsalter der Frauen bei der ersten Geburt betrug 30 Jahre.
  • Wie aus dem Mikrozensus weiter hervorgeht, bleibt etwa ein Fünftel aller Frauen eines Jahrgangs am Ende der Altersspanne zwischen 15 und 49 Jahren ohne leibliches Kind.
  • Der Anteil aller Frauen, die zwischen ihrem 45. und 49. Lebensjahr kinderlos sind, wird dem Bundesamt zufolge als endgültige Kinderlosenquote bezeichnet. Diese erhöhte sich in den zehn Jahren zwischen 2008 und 2018 von 17 Prozent auf 21 Prozent.
*Datenschutz

 

12:30 Uhr

Bandenkriminalität kostet Berlin 100 Millionen Euro

Autodiebstahl, Rauschgifthandel, Schmuggel- und Zolldelikte, Zwangsprostitution und Fälschungen - diese umfangreiche (und nicht vollständige) Liste von Straftaten schreibt die Berliner Kriminalpolizei verschiedenen Banden in der Hauptstadt zu. In ihrem sogenannten Lagebild zur Organisierten Kriminalität berichtet die Polizei von etwa 460 Verdächtigen, die sie im vergangenen Jahr erfasst hat.

  • Die erfassten Schäden lagen bei insgesamt knapp 100 Millionen Euro. Der tatsächliche Schaden liege noch deutlich höher, sagte Berlins Innensenator Andreas Geisel von der SPD.
  • Der große Teil der Verdächtigen (63 Prozent) hat eine ausländische Staatsangehörigkeit. Von den deutschen Verdächtigen hat zudem ein deutlicher Anteil einen Migrationshintergrund.
  • Auffällig waren besonders Rockerbanden, Gruppierungen aus der früheren Sowjetunion und arabischstämmige Clans. Zu den Clans will die Polizei im Frühjahr 2020 eine eigene Analyse vorstellen.
12:07 Uhr

Israel nimmt Kurs auf dritte Parlamentswahl binnen eines Jahres

Es sieht danach aus, dass es in Israel schon bald zu Neuwahlen und damit zu der dritten Parlamentswahl innerhalb eines Jahres kommt. Das Parlament hat sich in erster Lesung dafür ausgesprochen. Die Abgeordneten wollen, dass für Anfang März ein Termin angesetzt wird.

Die Entscheidung für Neuwahlen muss allerdings noch in zwei weiteren Abstimmungen vom Parlament abgesegnet werden. Diese sollen noch im Tagesverlauf stattfinden. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

11:59 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:24 Uhr

Thunberg mahnt beim Klimagipfel: "Kein Gefühl der Dringlichkeit"

Nicht so emotional wie bei ihrer Rede bei den Vereinten Nationen in New York, aber genauso scharf hat Greta Thunberg beim Weltklimagipfel in Madrid die Regierungen für ihre Untätigkeit im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert.

In einer auf wissenschaftliche Daten zu CO2-Emissionen und die Erderwärmung gestützten Rede legte die 16-jährige Aktivistin vor dem Plenum eindringlich die Fakten zu den Folgen dar, sollten die Ziele des Pariser Abkommens zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad verfehlt werden.

"Jeder Bruchteil eines Grades zählt", so Thunberg. "2050 Treibhausgas-Neutralität zu erreichen, bedeutet gar nichts, wenn die Emissionen inzwischen noch für ein paar Jahre weitergehen wie bisher. Denn unser verbleibendes Budget wird dann aufgebraucht sein", erklärte die junge Schwedin unter dem Applaus der Anwesenden. Sie monierte, dass die Verhandlungen in Madrid so schleppend vorankämen. "Es gibt überhaupt kein Gefühl der Dringlichkeit", warf sie den Politikern vor.

10:59 Uhr

Strittige Zitate: Kohls Witwe erzielt Teilerfolg im Prozess um Kanzlerbiografie

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Hat zum Teil Recht bekommen: Maike Kohl-Richter.

(Foto: picture alliance/dpa)

Maike Kohl-Richter lässt nicht locker. In einem weiteren Prozess um die Veröffentlichung von Zitaten ihres verstorbenen Ehemanns, Altkanzler Helmut Kohl, hat Kohl-Richter einen Teilerfolg erzielt. Das Kölner Landgericht untersagte dem Biografen und Autor Heribert Schwan unter anderem die wörtliche oder sinngemäße Wiedergabe von Äußerungen des Altkanzlers. Zudem muss Schwan der Witwe Auskunft über Einnahmen erteilen.

  • Nach Einschätzung der Richter haftet Schwan wegen eines Verstoßes gegen seine vertraglichen Verpflichtungen zur Verschwiegenheit. Die Beweisaufnahme erbrachte nach ihrer Überzeugung, dass Kohl bei den Interviews mit Schwan für die geplante Biografie davon ausging, dass eine solche Vertragsverpflichtung bestand.
  • Erfolglos blieb Kohl-Richter aber mit ihrer Forderung, auch einen Koautor sowie den Verlag Random House auf Unterlassung und Auskunft über ihre Gewinneinnahmen zu zwingen.
  • Auch Kohl-Richters parallel gegen den "Spiegel"-Verlag erhobene Klage wegen dessen Begleitberichterstattung zur Veröffentlichung des Buchs wies das Gericht zum allergrößten Teil zurück.
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10:31 Uhr

Mallorca will Sauf-Tourismus mit Gesetz eindämmen

Will Mallorca seine treuen Alkoholtouristen vergraulen? Zumindest plant die Baleareninsel ein Gesetz, das den negativen Ruf Mallorcas als Partyinsel in den Griff bekommen soll, wie ein Sprecher des Tourismusministeriums bestätigte.

  • Der Verkauf und Konsum von Alkohol in einigen Gegenden soll künftig streng reglementiert werden - bei Zuwiderhandlung drohen Bars und Clubs hohe Geldstrafen und eine Schließung von bis zu drei Monaten.
  • Das Dekret gilt nur für besonders problematische Zonen wie den Bereich rund um die Schinkenstraße am Ballermann auch die bei Briten beliebte Ausgehmeile Punta Ballena in Magaluf.
  • Auch das sogenannte Balconing soll Medienberichten zufolge künftig härter bestraft werden. Dabei versuchen Touristen etwa, vom Hotelbalkon direkt in den Pool zu springen oder einen anderen Balkon zu erreichen.
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10:38 Uhr
Breaking News

Bund bestätigt: Thomas Cook-Urlauber werden mit Millionenbetrag entschädigt

Der Bund will Pauschalurlaubern des insolventen Reiseunternehmens Thomas Cook finanziell helfen. "Schäden, die nicht von anderer Seite ausgeglichen werden, wird der Bund ersetzen", teilte die Bundesregierung nach einer Kabinettssitzung in Berlin mit. Demnach geht es um den Betrag, für den der zuständige Versicherer Zurich voraussichtlich nicht aufkommen wird, da die Versicherungssumme dafür nicht ausreicht.

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10:14 Uhr

Hunderte Demonstranten stürmen Museum wegen Nackt-Gemälde

Nackte Haut kann schon einmal für Erregung sorgen. In diesem Fall allerdings negativer Natur. In Mexiko ärgern sich derzeit einige Menschen über ein Gemälde, das den Nationalhelden Emiliano Zapata nackt auf einem Pferd zeigt.

Der Zorn geht so weit, dass Hunderte Demonstranten das Museum Palacio de Bellas Artes in der Hauptstadt Mexiko-Stadt stürmten, in dem das 2014 fertiggestellte Werk mit dem Titel "La Revolución" von Fabián Cháirez gezeigt wird. Sie drohten, das Gemälde zu verbrennen.

Die Demonstranten, vornehmlich Landarbeiter aus Zapatas Heimat-Bundesstaat Morelos, stören sich unter anderem an der Nacktheit ihres feminin dargestellten Helden, der einen rosafarbenen Hut und Stilettos trägt. Zudem hat das Pferd einen erigierten Penis. Die aufgebrachten Männer, die sich mehrere Stunden vor Ort aufhielten, brüllten homophobe Beleidigungen und kündigten an, jeden Tag wiederzukommen, bis das Bild abgehängt werde. Da fühlt sich wohl jemand ziemlich stark in der eigenen Männlichkeit gekränkt. Ich persönlich finde es ja schön, wenn Kunst zu solchen Emotionen führt - dann hat sie einen wunden Punkt getroffen.

09:50 Uhr

Mann bricht in Imbiss ein und futtert sich durch

Der Fall eines hungrigen Einbrechers beschäftigt die Polizei im thüringischen Veilsdorf. Dort verschaffte sich ein Mann Zugang zu einem Imbiss und futterte sich durch das Sortiment, wie die Polizei mitteilte. Seine Ausbeute: fünf Würste und zwei Tüten Plätzchen. Kulinarisch eine fragwürdige Kombination, aber gut.

Nachdem er sich den Magen vollgeschlagen hatte, flüchtete der Mann unerkannt. Ob er bei dem Einbruch in der Nacht zum Dienstag auch etwas mitgenommen hat, steht noch nicht fest.

09:28 Uhr

Danach suchten Google-Nutzer 2019

Sie wissen ja, wonach sie gegoogelt haben in diesem Jahr. Aber was hat die anderen Nutzer in Deutschland besonders interessiert? Wie Google mitteilt, hat die im Februar verschwundene Schülerin Rebecca 2019 den stärksten Zuwachs an Suchanfragen verzeichnet. Auch bei den Wo-Fragen lag "Wo ist Rebecca?" vorn - auf Platz zwei hinter "31.10. Feiertag wo?" und vor "Blinddarm Schmerzen wo?".

Platz zwei der allgemeinen Suchbegriffe belegt die Pariser Kirche Notre Dame, deren Dach im April von einem Feuer zerstört wurde. Platz drei belegt die Handball-WM, gefolgt vom verstorbenen Modeschöpfer Karl Lagerfeld und Julen. Der zweijährige Julen war im Januar in Spanien in einen Schacht gefallen und konnte nur noch tot geborgen werden.

Auf den Plätzen sechs bis zehn liegen "Europawahl", "Frauen WM", "30 Jahre Mauerfall", "Thomas Cook" und "Greta Thunberg". Google listet in der Übersicht Suchbegriffe, für die die Anzahl der Suchanfragen im Vergleich zum Vorjahr besonders stark zugenommen haben.

09:14 Uhr

Mann bricht aus Psychiatrie aus und will Auto mit Kindern entführen

Ein mit einem Messer bewaffneter Patient ist aus der geschlossenen Abteilung einer psychiatrischen Klinik in Krefeld geflohen. Wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt mitteilte, bedrohte der 23-Jährige das Personal und erzwang so zunächst seinen Weg ins Freie.

Unmittelbar danach hat er versucht, ein Auto mit zwei Kindern in seine Gewalt zu bringen: Auf dem Klinikparkplatz bedrohte er einen Mann, der seine beiden Kinder gerade anschnallen wollte. "Geistesgegenwärtig" habe der Vater diese aus dem Fahrzeug gerissen und dem psychisch kranken Mann sein Auto überlassen, erklärten die Beamten. Der offenkundig verwirrte Patient durchbrach damit die geschlossene Schranke des Klinikgeländes und fuhr davon. Mehrere Streifenwagen verfolgten den Mann und überwältigten ihn schließlich. Er befindet sich nun wieder in der Klinik.

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09:03 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:46 Uhr

Trump beerdigt Rechtsstreit mit großzügiger Spende

Wer sich fragt, was Donald Trump neben seinem Job als US-Präsident so treibt, hier ist die Antwort: gerade etwa hat er zwei Millionen Dollar (etwa 1,8 Millionen Euro) an Wohltätigkeitsorganisationen gezahlt, um einen Rechtsstreit um den Missbrauch seiner früheren Stiftung für politische Zwecke zu beerdigen.

Die Trump-Stiftung war von den Strafverfolgern des Bundesstaats New York verklagt worden, weil Stiftungsgelder dazu genutzt worden sein sollen, um Rechtsstreitigkeiten beizulegen, persönliche Ausgaben zu bestreiten und Trumps Wahlkampf zu unterstützen. Als weiteren Vorwurf nannten sie den Kauf eines Trump-Porträts, das in einem der Golfclubs des Präsidenten hängt.

Natürlich lässt Trump die Vorwürfe nicht auf sich sitzen und nannte das Verfahren eine jahrelange "politisch motivierte Schikane". Seiner Stiftung seien lediglich "einige kleine formale Verstöße" nachgewiesen worden. Ach so, na dann ist ja alles halb so wild ...

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08:21 Uhr

Stundenlanges Gefecht bei Terrorangriff in Somalia - zehn Tote

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Bei dem Gefecht starben drei Zivilisten.

(Foto: REUTERS)

Islamistische Extremisten haben ein Hotel mitten in der somalischen Hauptstadt Mogadischu angegriffen. Dabei kam es zu einem stundenlangen Gefecht mit den Sicherheitskräften, in dessen Verlauf nach Polizeiangaben zehn Menschen getötet wurden. Bei den Toten handle es sich um zwei Mitglieder der Sicherheitskräfte, drei Zivilisten sowie alle fünf Angreifer.

Verübt wurde der Angriff auf das bei somalischen Regierungsmitgliedern und Militärs beliebte Hotel "SYL" laut Polizei von einem Kommando der extremistischen Shebab-Miliz. Die Miliz hatte noch während des Gefechts im Internet vage erklärt, sie führe eine Operation aus, die "wie geplant" verlaufe.

08:00 Uhr

Schlägerei in Notaufnahme: Betrunkene Patienten verletzen Wachmann

Patienten können ja mitunter schwierig sein. Und offenbar auch gefährlich. Bei einer Schlägerei in der Notaufnahme eines Krankenhauses in Schwerin ist am frühen Morgen ein Wachmann verletzt worden. Drei betrunkene Patienten seien so heftig in Streit geraten, dass der Sicherheitsdienst einschreiten musste, erklärte ein Polizeisprecher.

Zwei der drei Patienten wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen. Durch den Vorfall sei es zu erheblichen Einschränkungen im Klinikbetrieb gekommen. Was die drei Patienten so in Rage versetzt hat, ist bisher nicht bekannt.

07:35 Uhr

Behörde: Immer wieder Beinahe-Kollisionen im Luftraum über Deutschland

Wer Flugangst hat, sollte jetzt besser nicht weiterlesen. Denn was die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) meldet, ist - gelinde gesagt - nicht vertrauensfördernd. Im Luftraum über Deutschland kommen sich demnach große und kleine Flugzeuge immer wieder gefährlich nahe. In den vergangenen vier Jahren habe es mehr als 170 "potenziell gefährliche Annäherungen von Luftfahrzeugen" gegeben, berichtete der NDR unter Berufung auf die Behörde.

Dabei handele es sich in der Mehrzahl um Alarme von Kollisionswarnsystemen, die Verkehrspiloten zur sofortigen Kursänderung auffordern. In anderen Fällen seien gefährliche Annäherungen und Beinahe-Zusammenstöße von Piloten beobachtet worden, ohne dass sie zuvor gewarnt worden wären.

Luftfahrtexperten gehen laut NDR sogar davon aus, dass die Gesamtzahlen noch höher sind, weil Meldungen auch bei anderen für die Luftfahrt zuständigen Behörden eingehen. Zudem gebe es eine erhebliche Dunkelziffer nicht gemeldeter Zwischenfälle. Hoffentlich schaffe ich es, diese Information bei meiner nächsten Flugreise auszublenden.

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07:13 Uhr

Giftige Gase verzögern Bergung von Leichen auf Vulkaninsel

Nach dem Vulkanausbruch auf der neuseeländischen Insel White Island können Rettungsteams die Leichen der Todesopfer wegen der gefährlichen Bedingungen vor Ort weiterhin nicht bergen. Die Insel könne noch nicht betreten werden, sagte Polizeiminister Stuart Nash. "Es wäre Wahnsinn, Männer und Frauen nach White Island zu schicken, wenn es dort nicht sicher für sie ist."

  • Aus dem Vulkankrater treten weiterhin giftige Gase aus, die ganze Insel ist mit einer dicken Schicht säurehaltiger Asche bedeckt. Laut Seismologen liegt die Gefahr für einen weiteren Ausbruch zudem bei rund 50 Prozent.
  • Die Behörden planen den Einsatz von Drohnen, um den Gehalt giftiger Gase in der Luft rund um die Insel zu messen. Bisher konnten die Drohnen jedoch wegen windigen Wetters nicht starten.
  • Insgesamt hielten sich zum Zeitpunkt der Eruption 47 Ausflugstouristen und Reiseleiter auf der Insel auf. Laut dem neuseeländischen Gesundheitsministerium schweben 22 Überlebende mit schwersten Verbrennungen weiterhin in Lebensgefahr.
06:52 Uhr

Deutsche Ex-Kolonie wird wohl jüngster Staat der Welt

Mit fast 98 Prozent fiel die Entscheidung sehr klar aus: Die Pazifikinsel Bougainville, ein ehemaliges deutsches Kolonialgebiet, hat sich für die Unabhängigkeit entschieden. In einer Volksabstimmung gab es eine klare Mehrheit für die Trennung von Papua-Neuguinea, wie die Wahlkommission in der Hauptstadt Buka mitteilte.

Dank der Unabhängigkeit wird Bougainville nun mit einiger Wahrscheinlichkeit jüngster Staat der Welt. Allerdings muss auch noch das Parlament über die Abspaltung abstimmen.

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06:40 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und liebe Leser,

derzeit vergeht so gut wie kein Tag, an dem wir nicht über Klimaschutz berichten und das, was Politiker dafür tun - oder eben auch nicht. Auch heute geht es um genau dieses Thema: Mit Spannung wird die Vorstellung des sogenannten Green Deals von Ursula von der Leyens EU-Kommission erwartet. Die neue Chefin möchte mit dem europäischen Klima-Gesetz ein "klimaneutrales" Europa bis 2050 erreichen. Einen Versuch ist es wert.

Was heute außerdem wichtig wird:

  • Frankreichs Premierminister Philippe will nach Streiks und Protesten die Pläne für eine Rentenreform vorstellen. Gegen die Pläne wird in Frankreich seit fast einer Woche gestreikt, Gewerkschaften laufen Sturm.
  • Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus treiben die Vorbereitungen für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump voran: Bereits heute Abend (Ortszeit) will sich der Justizausschuss im Repräsentantenhaus mit den beiden Anklagepunkten gegen Trump befassen.
  • Mit dem Verkauf von gerade einmal 1,5 Prozent seiner Anteile steuert der saudische Ölgigant Aramco auf den größten Börsengang aller Zeiten zu.
  • Im juristischen Hickhack zwischen der Witwe von Ex-Bundeskanzler Kohl und dessen Ghostwriter will das Kölner Landgericht am Morgen eine Entscheidung verkünden.

Sieht so aus, als würde es eine interessante Mitte der Woche. Ich hoffe, Sie haben einen guten Start in den Tag. Falls Sie Fragen oder Anregungen haben, erreichen Sie mich unter ina.bullwinkel[at]nama.de.

06:24 Uhr

Autofahrer liefert sich Verfolgungsjagd über 150 Kilometer

Was klingt wie eine Szene aus einem Actionfilm, hat sich genau so in Osthessen zugetragen: Ein Autofahrer hat sich über rund 150 Kilometer eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Die Flucht habe bei einer Kontrollstelle auf der Autobahn 4 nahe Friedewald am späten Dienstagabend begonnen, sagte ein Polizeisprecher.

Kurz nach Mitternacht hatte der Fahrer dann offenbar genug. Laut Polizei hielt der Wagen an, zwei Menschen wurden festgenommen. Bei der Verfolgungsjagd kamen auch zwei Polizeihubschrauber zum Einsatz.

06:13 Uhr

Frostige Temperaturen sorgen teils für Glätte

Nach klarer Nacht startet die Südosthälfte heute frostig in den Tag. Am kältesten zeigt sich der bayrische Alpenrand bei knapp minus 10 Grad. Deutlich milder ist es hingegen im Westen und Norden. Hier war es über Nacht wolkig und windig, sodass sich die Frühwerte bei drei bis sieben Grad bewegen.

ntv-Meteorologe Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander

Gleichzeitig haben die Wolken Regen mitgebracht. Und der verlagert sich heute immer weiter ostwärts. Eine teils gefährliche Gemengelage. Denn einerseits trifft der Regen mitunter auf gefrorene Böden mit entsprechender Glatteis-Gefahr. Andererseits sinkt die Schneefallgrenze, sodass sich häufiger Flocken untermischen und somit ebenfalls für Glätte sorgen. Am längsten trocken bleibt es noch von den Alpen bis herauf in die Lausitz. Und auch im Nordwesten gibt es hinterm Regen später mal mehr Auflockerungen.

Die Temperaturen zeigen sich meist nasskalt mit maximal null bis vier Grad im Bergland sowie in Teilen der Osthälfte. Ansonsten werden es häufig fünf bis acht Grad.

Die weiteren Aussichten: Es wird immer wieder wechselhaft und windig bis stürmisch. Dabei fällt im Flachland überwiegend Regen, der in den höheren Lagen in Schnee übergeht. Die Temperaturen erreichen morgen null bis sechs Grad. Am Freitag werden es ein bis sieben Grad, am Samstag vier bis zehn Grad. Es wird also schrittweise milder. Ein Trend, der am Sonntag bei Höchstwerten zwischen sechs und 13 Grad bestehen bleibt.

Ihr Björn Alexander