Der Tag
11. Dezember 2024
Foto von Mitchmit Michael Bauer
Zum Archiv
22:13 Uhr

Das war Mittwoch, der 11. Dezember 2024

Liebe Leserinnen und Leser,

die vorgezogene Bundestagswahl nimmt die nächste Hürde. Olaf Scholz hat bei Bundestagspräsidentin Bärbel Bas formell beantragt, am kommenden Montag im Parlament die Vertrauensfrage stellen zu können. Zudem hat Brandenburg einen neuen Ministerpräsidenten, aber nicht ohne Skandal. SPD-Mann Dietmar Woidke erhält im zweiten Wahlgang mehr Stimmen als seine Koalition Sitze hat. Die Wahl ist geheim. Das lässt Raum für Spekulationen. Der brandenburgische CDU-Fraktionschef Jan Redmann vermutet, dass Woidke mit Stimmen der AfD wiedergewählt worden sei.

Diese Texte würde ich Ihnen noch als Gute-Nacht-Lektüre ans Herz legen:

Damit verabschiedet sich "Der Tag" bis morgen. Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht!

Das war Mittwoch, der 11. Dezember 2024
22:05 Uhr

BKA warnt vor Gewalt-Chatgruppe auf Discord

Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt vor einer besonders gewalttätigen Onlineszene, die gezielt Minderjährige und psychische labile Menschen anspricht. Wie der "Spiegel" berichtet, handelt es sich um die Gruppierung "764", die besonders auf der bei Gamern beliebten App Discord und auf der Onlineplattform Telegram aktiv ist.

  • Die Mitglieder erpressen ihre Opfer und zwingen sie, ihnen Nacktbilder zu schicken und sich selbst, etwa mit Ritz-Zeichen, zu verletzen. In besonders extremen Fällen treiben sie ihre Opfer auch dazu an, sich selbst zu töten.

  • Die Behörde bittet Kinder und Jugendliche, "bei neuen ›Onlinefreundschaften‹ sehr aufmerksam zu sein und nicht leichtfertig persönliche Daten preiszugeben", so eine Sprecherin. Das BKA hat auf der Website auch einen entsprechenden Warnhinweis zu "Gefährlichen Chat-Gruppen" veröffentlicht.

BKA warnt vor Gewalt-Chatgruppe auf Discord
21:21 Uhr

Netflix-Darsteller José de la Torre mit nur 37 Jahren gestorben

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José de la Torre

Trauer um den spanischen Schauspieler José de la Torre. Der Mime, der vor allem durch seinen Auftritt in der Netflix-Serie "Toy Boy" internationale Bekanntheit erlangt hatte, ist im Alter von nur 37 Jahren verstorben, wie unter anderem die britische "Daily Mail" berichtet. Im Juni sei bei de la Torre eine nicht näher beschriebene "schwere Krankheit" diagnostiziert worden. Seitdem hatte er sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

De la Torre, der in der spanischen Stadt Montilla in der Provinz Córdoba geboren wurde, trat in beiden Staffeln der Netflix-Serie "Toy Boy" auf, die zwischen 2019 und 2021 ausgestrahlt wurde. In der Krimiserie über einen Stripper, der für einen Mord im Gefängnis landet, den er nicht begangen hat, spielte de la Torre die Figur Iván.

Netflix-Darsteller José de la Torre mit nur 37 Jahren gestorben
20:42 Uhr

Mega-Störung bei Whatsapp, Instagram und Co

Bei dem Mutterkonzern von WhatsApp, Facebook und Instagram gibt es aktuell eine weltweite Störung. Nutzer berichten auf mehreren Kanälen, dass Feeds nicht laden und bei WhatsApp keine Nachrichten verschickt und empfangen werden können.

Wer aktuell eine dringende Nachricht verschicken will, sollte das lieber über einen Anruf regeln. Denn der Messengerdienst WhatsApp hat mit einer massiven Störung zu kämpfen. Seit circa 19 Uhr gehen keine Nachrichten mehr raus; ergo empfangen Nutzer auch keine. Auch wenn vereinzelt Nachrichten wieder durchkommen, meldet die Webseite allestörungen.de Tausende Störmeldungen.

Mega-Störung bei Whatsapp, Instagram und Co
20:25 Uhr

Noch-Verlobte wird US-Botschafterin - Trump Jr. turtelt schon mit einer anderen

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Trump Jr. und Kimberly Guilfoyle (Foto: IMAGO/Cover-Images)

Donald Trump sieht Kimberly Guilfoyle für das Amt der Botschafterin in Griechenland vor. Die Ex-TV-Moderatorin macht auch privat Schlagzeilen, ihre Verlobung zu Trumps Sohn soll seit Kurzem Geschichte sein. Der Trump-Spross hat einem Bericht der "Daily Mail" zufolge bereits eine andere. Auf Fotos ist der 46-Jährige Hand in Hand mit seiner neuen Flamme Bettina Anderson zu sehen.

Anderson ist die Tochter des verstorbenen Bankiers Harry Loy Anderson Jr. und lebt in Palm Beach, Florida. Die "Daily Mail" hatte bereits vor drei Monaten enthüllt, dass es in einem Restaurant zu einem Kuss gekommen sein soll. Seitdem hatte sich Donald Jr. aber weiterhin mit seiner Verlobten Guilfoyle fotografieren lassen - allerdings zuletzt am 12. November.

Noch-Verlobte wird US-Botschafterin - Trump Jr. turtelt schon mit einer anderen
19:53 Uhr

Explosion sprengt Loch in Luxus-Hochhaus in China

In einem Nobelviertel der chinesischen Metropole Shenzhen beobachten Augenzeugen, wie eine Explosion ein Loch in die Außenwand eines Wohnhochhauses sprengt. Aufnahmen zeigen ein Feuer zwischen der 27. und 30. Etage des Gebäudes und dichten Rauch. Auslöser des Unglücks soll ein Gasleck sein.

Explosion sprengt Loch in Luxus-Hochhaus in China
19:24 Uhr

Dresdner Carolabrücke nicht mehr zu retten

Die vor drei Monaten zum Teil eingestürzte Carolabrücke in Dresden muss komplett abgerissen werden. "Die Schäden sind so massiv, dass eine Wiederinbetriebnahme der noch stehenden Brückenzüge A und B nicht möglich ist", teilte die Stadt zu aktuellen Erkenntnissen wissenschaftlicher Untersuchungen zu deren Zustand mit. Nun sei klar, "es braucht dringend" Ersatz.

Ursächlich für den Einsturz des Strangs C war laut dem Gutachten des unabhängigen Brücken-Experten Steffen Marx "eine sogenannte wasserstoffinduzierte Spannungsrisskorrosion", die in Verbindung mit Materialermüdung durch die verkehrliche Beanspruchung zu einem Versagen zahlreicher Spannglieder führte. Die Korrosionsschäden entstanden bereits während des Brückenbaus, hieß es.

Dresdner Carolabrücke nicht mehr zu retten
18:54 Uhr

Mann will lange ins Gefängnis und versucht Fremden zu töten

Er wollte möglichst lange ins Gefängnis und hätte dafür sogar einen Mord verübt: Das Landgericht München II hat einen Mann wegen versuchten Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt, der ein Zufallsopfer mit dem Ziel der eigenen Inhaftierung mit einer Vielzahl an Stichen lebensgefährlich verletzte. Nach Angaben eines Gerichtssprechers überlebte das Tatopfer nur dank des engagierten Einschreitens von Nachbarn.

  • Das Gericht kam nach der Beweisaufnahme dem Sprecher zufolge zu dem Schluss, dass der Angeklagte Kevin K. in der Tatnacht am 8. November 2023 mit dem Ziel auf sein Opfer losgegangen war, möglichst lange inhaftiert zu werden. Dazu habe er mit einem Küchenmesser mit einer 20 Zentimeter langen Klinge den ihn unbekannten Mann frühmorgens attackiert, als dieser gerade aus seinem Auto ausgestiegen sei.

  • Beim Angeklagten liege eine Persönlichkeitsstörung vor, außerdem habe er vor der Tat Kokain konsumiert, hieß es. Beides habe aber nicht seine Schuldfähigkeit geschmälert. Der Mann sei außerdem vielfach vorbestraft, was ebenfalls gegen eine mildere Strafe gesprochen habe.

Mann will lange ins Gefängnis und versucht Fremden zu töten
18:37 Uhr

Bewaffnete überfallen Geldtransporter in Berlin und fliehen

Zwei bewaffnete Männer haben einen Geldtransporter in Berlin überfallen. In der Kantstraße im Stadtteil Charlottenburg gaben sie einen Schuss auf die Seitenscheibe des Transporters ab und flohen anschließend mit Beute in einem Auto, wie die Polizei mitteilte. Da ein der Täter auf Kopfhöhe des Beifahrers in die Seitenscheibe des Transporters schoss, ermittelt die Polizei nicht nur wegen Raubes, sondern auch wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts.

Das Projektil konnte die gepanzerte Scheibe nicht durchdringen, so dass der Beifahrer nicht verletzt wurde. Die Ermittler bitten Zeugen, Fotos und Videos des Überfalls in einem entsprechenden Hinweisportal hochzuladen.

Bewaffnete überfallen Geldtransporter in Berlin und fliehen
18:09 Uhr

Skelettierte Leiche in Mönchengladbach gefunden

Bei Abbrucharbeiten haben Bauarbeiter in Mönchengladbach eine skelettierte Leiche gefunden. Der Tote befand sich im Anbau eines Hinterhofs, der nach einem Brand seit Jahren leersteht, wie die Polizei mitteilte. Laut den Ermittlern handelt es sich um einen 44-Jährigen ohne festen Wohnsitz. Er soll das Gebäude zum Aufenthalt genutzt haben. Die Kriminalpolizei ermittele insbesondere zur Todesursache weiter.

Skelettierte Leiche in Mönchengladbach gefunden
16:49 Uhr

Polizei-Roboter soll mit Netz und Gas Straftäter stellen

Er soll helfen, Chinas Straßen sicherer zu machen: Der RT-G könnte als rollender Roboter der Polizei Straftäter identifizieren und stellen. Videos von der Patrouille sorgen im Netz für Aufsehen. Doch Kritiker vermuten einen PR-Stunt.

Polizei-Roboter soll mit Netz und Gas Straftäter stellen
16:42 Uhr

Klimabehörde erkennt "dramatische Veränderungen" in der Arktis

Über Jahrtausende hat die arktische Tundra Kohlenstoffdioxid im gefrorenen Boden und in Bäumen gespeichert - nun gibt sie einem Bericht zufolge mehr CO2 in die Atmosphäre ab, als sie aufnimmt. Grund dafür seien neben steigenden Temperaturen auch häufigere Waldbrände, erklärte die US-Klimabehörde NOAA. In den vergangenen 20 Jahren seien durch Brände in der Nordpolarregion durchschnittlich 207 Tonnen Kohlenstoff pro Jahr in die Luft gelangt, heißt es in dem Bericht, an dem 97 Forschende aus elf Ländern mitgewirkt haben. Außerdem entweiche dort ständig klimaschädliches Methan. Damit trage die arktische Tundra, die selbst von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen ist, zu diesem bei.

Die Landtemperaturen seien in diesem Jahr die zweitwärmsten seit dem Jahr 1900 gewesen, die vergangenen neun Jahre die neun wärmsten überhaupt in der Arktis. Es handle sich um eine "dramatische Veränderung", erklärte die Behörde. Pflanzen, Wildtiere und Menschen seien gezwungen, sich schneller an eine "wärmere, feuchtere und unsicherere Welt anzupassen", heißt es weiter. Der zunehmende Regen beispielsweise falle oft auf Schnee, sodass die ganze Oberfläche von einer Eisschicht überzogen wird - was den Menschen die Fortbewegung erschwere und den Tieren die Futtersuche.

Klimabehörde erkennt "dramatische Veränderungen" in der Arktis
16:09 Uhr

Pikante SMS soll Megan Fox' Beziehung gekillt haben

Die Liebe von Megan Fox und Machine Gun Kelly ist ein ständiges Auf und Ab. Erst im November bestätigte das Paar, dass es sein erstes gemeinsames Kind erwartet. Jetzt soll die Beziehung erneut beendet sein. Laut "Daily Mail" soll die Schauspielerin belastendes Material auf dem Handy des Musikers gefunden haben. "Sie ist überzeugt, dass er sie betrügt oder betrogen hat", sagt ein Insider der "Daily Mail". "Sie hat ihn beschuldigt, mit einer Reihe von Frauen SMS geschrieben zu haben. Wenn das nicht zum körperlichen Betrug geführt hat, ist es in ihren Augen ein emotionaler Betrug."

Fox erwartet von MGK ein Kind. "Als die beiden von Megans zweiter Schwangerschaft erfuhren, dachte er, sie würde bei ihm bleiben – egal, was passiert. Doch das ist definitiv nicht der Fall", so der Insider.

Pikante SMS soll Megan Fox' Beziehung gekillt haben
15:40 Uhr

Reihenhaus in London fliegt in die Luft

Eine Dashcam filmt im Londoner Straßenverkehr zufällig, wie es in einem Wohnhaus zu einer gewaltigen Explosion kommt. Das betroffene Gebäude gerät daraufhin in Brand und wird schwer beschädigt, zwei Personen müssen im Krankenhaus behandelt werden.

Reihenhaus in London fliegt in die Luft
15:33 Uhr

Sprengsatz in Düsseldorf gefunden

Wegen eines Sprengsatzes ist in Düsseldorf ein Wohngebäude evakuiert worden. Der Brandsatz sei inzwischen entschärft worden, sagte ein Polizeisprecher. Es habe sich um einen selbst gebauten Spreng- und Brandsatz gehandelt. Die Ermittler prüfen einen Zusammenhang mit einer Brandstiftung in einem benachbarten Stadtteil vor rund zwei Wochen. Damals war ein Friseursalon in Brand gesetzt worden.

Es gebe keinen Hinweis auf einen terroristischen Hintergrund. Für die Öffentlichkeit habe keine Gefahr bestanden, teilte die Polizei mit.

Sprengsatz in Düsseldorf gefunden
15:08 Uhr

Politiker fordern Preisbremse für Glühwein

Der Wahlkampf ist in vollem Gange, nach dem Versprechen nach Mehrwertsteuer-Senkung des Kanzlers prescht nun die Linke vor - und zwar beim Glühwein. So sollen Standbetreiber weniger Gebühren zahlen, wenn sie unter 3,50 Euro für einen Becher verlangen.

Politiker fordern Preisbremse für Glühwein
14:56 Uhr

Islamistische Kämpfer schänden Grabstätte von Assads Vater

Milizionäre haben in Syrien das Grab des Vaters des gestürzten Machthabers Baschar al-Assad geschändet. Die Kämpfer setzten die Grabstätte in der Stadt Kardaha in Brand und zündeten auch den Sarg von Hafis al-Assad an, wie ein AFP-Fotoreporter berichtete.

Kardaha liegt in der Nähe der Mittelmeerküste und ist der Heimatort von Hafis al-Assad, der Syrien rund 30 Jahre lang mit eiserner Hand regierte, bevor sein Sohn Baschar im Juli 2000 die Macht übernahm. Islamistische Kämpfer hatten am Sonntag die syrische Hauptstadt Damaskus erobert und Baschar al-Assad gestürzt.

Islamistische Kämpfer schänden Grabstätte von Assads Vater
14:45 Uhr

Scholz reicht Antrag auf Vertrauensfrage für Neuwahlen ein

Bundeskanzler Olaf Scholz hat bei Bundestagspräsidentin Bärbel Bas eine Vertrauensabstimmung beantragt. Dies teilte ein Regierungssprecher mit. Sollte er diese am Montag im Bundestag wie erwartet verlieren, ist der Weg frei für vorgezogene Neuwahlen.

Scholz reicht Antrag auf Vertrauensfrage für Neuwahlen ein
14:20 Uhr

"Der Papa" ist wieder da - "Stromberg" kehrt mit Kinofilm zurück

Bis heute hat er eine treue Fangemeinde, die lange auf ein Comeback warten musste. Doch jetzt gibt es für alle "Stromberg"-Fans ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk. Mit "Stromberg - Der neue Film" kehrt Christoph Maria Herbst in seine Paraderolle als Bernd Stromberg zurück.

  • "Zehn Jahre nach dem ersten Film fragen mich immer noch so viele Leute nach dem Bernd, dass ich irgendwann auch wissen wollte, was aus ihm geworden ist, in der neuen Arbeitswelt", erklärt "Stromberg"-Schöpfer Ralf Husmann in einem Statement. Die mehrfach ausgezeichnete Comedy-Serie lief von 2004 bis 2012 in fünf Staffeln und wurde mit "Stromberg - Der Film" bereits 2014 mit einem Kinofilm bedacht.

  • Nicht nur Bernd Stromberg, Ex-Leiter der Schadensregulierung der Capitol Versicherung und "der Papa" der Belegschaft, kehrt zurück. Auch einige der liebgewonnenen Mitarbeiter sind wieder mit von der Partie. Bestätigt sind bisher Ernie Heisterkamp (Bjarne Mädel), Tanja (Diana Staehly) und Ulf Steinke (Oliver Wnuk) sowie Jennifer Schirrmann (Milena Dreissig).

  • Der Dreh zum zweiten Film von "Stromberg" soll im kommenden Frühjahr beginnen. Der Kinostart ist für Ende 2025 geplant. Im Anschluss wird der Film bei Prime Video verfügbar sein.

"Der Papa" ist wieder da - "Stromberg" kehrt mit Kinofilm zurück
14:08 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Friederike Zörner hat sich in den Feierabend verabschiedet. "Der Tag" geht natürlich noch weiter. Mein Name ist Michael Bauer und bis in den späten Abend werde ich Sie mit den wichtigen und wissenswerten Nachrichten des Tages versorgen.

Schichtwechsel
13:40 Uhr

CDU-Chef: Woidke offenbar mit Stimmen der AfD gewählt

Die Wahl war geheim. Wer genau also für Dietmar Woidke gestimmt hat, ist nicht herauszufinden. Dennoch äußert der brandenburgische CDU-Fraktionschef Jan Redmann die Vermutung, dass der Ministerpräsident mit Stimmen der AfD wiedergewählt worden sei. "Aus der CDU gab es keine Zustimmung zu dieser Koalition", schrieb Redmann auf X. Woidke sei nach dem FDP-Politiker Thomas Kemmerich in Thüringen 2020 der zweite Ministerpräsident Deutschlands, der offenbar mit Stimmen der AfD ins Amt gewählt worden sei.

Woidke war im zweiten Wahlgang vom Landtag zum Regierungschef bestimmt worden. Seine neue Koalition aus SPD und Bündnis Sahra Wagenknecht hat im Parlament 46 Stimmen. 45 Stimmen waren für die Wahl nötig. Im ersten Durchgang erhielt der Sozialdemokrat nur 43, im zweiten dann aber 50 Ja-Stimmen. Somit müssen Abgeordnete der Opposition für ihn votiert haben. Im Brandenburger Landtag sitzen seit der Landtagswahl vom September nur noch vier Parteien: SPD, BSW, AfD und CDU.

CDU-Chef: Woidke offenbar mit Stimmen der AfD gewählt
13:01 Uhr

Zwei Männer nach Überfall auf Geldtransporter auf der Flucht

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Ob etwas erbeutet wurde, ist noch unklar. (Foto: picture alliance/dpa)

Nach einem Überfall auf einen Geldtransporter in Berlin-Charlottenburg sind die Täter auf der Flucht. Nach den Verdächtigen werde gefahndet, sagte ein Polizeisprecher vor Ort. Die zwei Männer hätten mindestens einen Schuss auf den Geldtransporter in der Kantstraße abgegeben. "Das ist schon sehr gefährlich." Der Überfall habe einem Geldinstitut und dem davor stehenden Transporter gegolten. Bei der Frage, ob und was erbeutet worden sei, stehe man noch ganz am Anfang der Ermittlungen. "Wir haben zwei Täter, die offenbar mit einer Schusswaffe bewaffnet sind und flüchtig sind mit einem dunklen Mercedes-Benz-Fahrzeug Richtung Zoologischer Garten."

Zwei Männer nach Überfall auf Geldtransporter auf der Flucht
12:41 Uhr

Die einen hassen, die anderen lieben ihn: Weihnachtshit ist schon 40 Jahre alt

Ich bin mir sicher: Auch ohne entsprechendes Bild hätten Sie allein durch die Überschrift gewusst, um welchen Weihnachtshit es bei dieser Meldung geht: "Last Christmas" von Wham!. Der Kultsong, der so manche Ohren bluten lässt, feiert in diesem Jahr tatsächlich schon seinen 40. Geburtstag. Und wie in vielen Jahren zuvor, stürmt das Lied die deutschen Musikcharts (Platz zwei hinter Mariah Careys "All I Want For Christmas Is You").

Dabei sind sich die Menschen in Deutschland durchaus bei der Bewertung von "Last Christmas" uneins. Während 39 Prozent den Weihnachtshit gern hören, empfinden ihn 38 Prozent als überstrapaziert. Das ergab eine aktuelle Umfrage der Universität der Bundeswehr in München (kein Scherz). Zu den Kritikern des Lieds gehören vor allem Männer, zu den Befürwortern überwiegend Frauen. Der beliebteste Weihnachtssong ist übrigens "Driving Home for Christmas" von Chris Rea.

Die einen hassen, die anderen lieben ihn: Weihnachtshit ist schon 40 Jahre alt
12:10 Uhr

Hunde können doch auf eine Art sprechen

Hunde können nicht sprechen. Zumindest nicht in einer für den Menschen verständlichen Sprache. Das macht es für viele Besitzerinnen und Besitzer im Alltag nicht immer einfach, sofern sie nicht wissen, was ihnen ihr Hund etwa körpersprachlich signalisieren möchte. Für all diejenigen, die auf andere Weise mit ihrem Vierbeiner kommunizieren wollen, gibt es gute Neuigkeiten: Hunde können mit Soundboards ihre Bedürfnisse kundtun. Das hat ein Forschungsteam der University of California San Diego herausgefunden. Nach der Auswertung der Daten von 152 Hunden und fast 200.000 Tastendrückern kommen die Forschenden zu dem Schluss, dass die Vierbeiner gezielt die Knöpfe drücken, um ihren Haltern gegenüber ihre Wünsche zu äußern. Die Kombinationen von zwei Tasten seien weder zufällig noch ahmten die Tiere ihre Besitzer nach.

Die Forschungsergebnisse könnten Hundebesitzern helfen, in Zukunft die Bedürfnisse ihrer Tiere besser zu verstehen. Allerdings müssten die Tiere vorher an der Soundbar trainiert werden.

Hunde können doch auf eine Art sprechen
11:28 Uhr

Familie verliert ihr in der Nazizeit gekauftes Grundstück

Für sie breche eine Welt zusammen, sagt die 84-jährige Klägerin. "Ich habe mein ganzes Leben in dem Haus verbracht und meine Eltern gepflegt." Die Familie stehe vor dem Nichts, ergänzt ihr 61 Jahre alter Sohn. "Wir wissen nicht, wohin". Eine Familie aus Brandenburg verliert nach rund 85 Jahren ihr in der Nazizeit erworbenes Wohnhaus. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden. Die Rückübertragung an den Rechtsnachfolger der ursprünglichen Besitzerinnen (die im Konzentrationslager ermordet wurden) sei rechtens, hieß es in der Begründung. Die Revision der Klägerin und ihres Sohnes wurde als unbegründet zurückgewiesen. Die Entscheidung ist rechtskräftig.

Damit findet ein jahrelanger Rechtsstreit sein Ende. Das Haus soll an die Jewish Claims Conference (JCC), einem Zusammenschluss von 23 jüdischen Organisationen, gehen. Es war einer der letzten Fälle von Rückübertragungs- und Entschädigungsansprüchen in Brandenburg, die im Kontext der Wiedergutmachung von verfolgungsbedingten Vermögensverlusten zur NS-Zeit stehen. Die jüdischen Eigentümerinnen hatten das Grundstück 1932 erworben und ein Feriendomizil für jüdische Kinder betrieben. Von den Nazis wurden sie schließlich zum Verkauf gezwungen. 1939 hatte eine Familie, deren Nachkommen jetzt noch dort wohnen, das Grundstück von einem Makler gekauft.

Familie verliert ihr in der Nazizeit gekauftes Grundstück
11:15 Uhr

Sieg in zweitem Wahlgang: Woidke bleibt Ministerpräsident Brandenburgs

Der SPD-Politiker Dietmar Woidke ist zum vierten Mal zum brandenburgischen Ministerpräsidenten gewählt worden. Der 63-Jährige, der an der Spitze der bundesweit ersten SPD/BSW-Koalition steht, musste dabei in Potsdam einen kleinen Dämpfer hinnehmen. Die erforderliche Mehrheit bekam er erst im zweiten Wahlgang.

Sieg in zweitem Wahlgang: Woidke bleibt Ministerpräsident Brandenburgs
10:38 Uhr

Heidi Klum wartet "immer noch auf die Wechseljahre"

Heidi Klum beantwortet eine Frage, die Sie sich sicherlich noch nie gestellt haben: Ist sie bereits in den Wechseljahren? Nein. "Ich warte immer noch darauf, dass ich in die Wechseljahre komme, Hitzewallungen und so weiter bekomme", erzählte die 51-Jährige dem Magazin "Madame". Ihrer Mutter seien solche Beschwerden damals glücklicherweise erspart geblieben. Ihr Energielevel sei "ungebrochen eine 10", erklärte die "Germany's Next Topmodel"-Moderatorin. "Vielleicht geht es mir aber auch so gut, weil ich - zusammen mit meinem Mann - regelmäßige Check-ups mache. Da erfahre ich, welche Mängel ich habe, und dann werden mir hochdosiertes Vitamin D und Eisen-Infusionen verschrieben, weil mein Speicher total leer ist. Das baut mich immer gut auf. Bestimmt habe ich deswegen mehr Energie."

Als Wechseljahre bezeichnet man den Zeitabschnitt der hormonellen Umstellung am Ende der fruchtbaren Lebensphase. Beginn und Dauer der Wechseljahre sind von Frau zu Frau sehr verschieden. Nach Angaben des Berufsverbands der Frauenärzte beginnt der Abschnitt im Durchschnitt im Alter von 47,5 Jahren. Im Alter von 52 Jahren hat etwa die Hälfte der Frauen ihre letzte Regelblutung.

Heidi Klum wartet "immer noch auf die Wechseljahre"
10:29 Uhr

Woidke scheitert bei Ministerpräsidentenwahl in Brandenburg in erstem Wahlgang

Der SPD-Amtsinhaber Dietmar Woidke ist bei der Wiederwahl zum Brandenburger Ministerpräsidenten im ersten Wahlgang gescheitert. Der 63-Jährige erreichte im Potsdamer Landtag nur 43 Stimmen, womit für die nötige absolute Mehrheit zwei Stimmen fehlten. 40 der 87 anwesenden Abgeordneten stimmten gegen Woidke.

Woidke scheitert bei Ministerpräsidentenwahl in Brandenburg in erstem Wahlgang
10:03 Uhr

Lindner will nicht in Elternzeit gehen

Im Gegensatz zum Beruflichen läuft es bei FDP-Chef Christian Lindner privat zurzeit sehr gut. Mit seiner Frau Franca Lehfeldt erwartet der gefeuerte Bundesfinanzminister Nachwuchs. Jetzt stellte der 45-Jährige klar, dass er nach der Geburt seines erwarteten Kindes im kommenden Jahr nicht in Elternzeit gehen werde. "Das ist in meinem Job nicht vorgesehen", sagte er der Zeitschrift "Bunte". Allerdings wolle er sich Freiräume nehmen. Zudem betonte er, dass er und seine Frau, sich "als Familie gleichberechtigt aufstellen" wollten.

Lindner, der bei der für den 23. Februar geplanten Neuwahl des Bundestags als Spitzenkandidat für seine Partei antreten will, sagte, auch seine Frau sei in ihrem Job sehr beschäftigt. Lehfeldt hatte Ende Oktober 2023 den zum Medienkonzern Axel Springer gehörenden Nachrichtensender Welt TV verlassen und eine Firma gegründet. Das Paar ist seit 2022 verheiratet.

Lindner will nicht in Elternzeit gehen
09:34 Uhr

Elf Tiere tot: Auto stößt mit Wildschweinrotte zusammen

Als ein Autofahrer gegen Mitternacht auf der A391 in Richtung Salzgitter unterwegs ist, steht plötzlich eine Wildschweinrotte auf der Fahrbahn. Der 54-Jährige bremst seinen Wagen ab, doch es ist zu spät. Kurz hinter der Abfahrt Hansestraße kollidiert sein Fahrzeug mit den Tieren. Sieben Wildschweine sterben direkt, vier weitere Tiere werden durch alarmierte Polizeibeamte oder hinzugerufene Jagdberechtigte erlöst.

Der Fahrer verspürte der Polizei zufolge nach dem Unfall Schmerzen im Brustbereich, die allerdings vorerst keiner medizinischen Hilfe bedurften. Sein VW wurde bei dem Zusammenstoß stark beschädigt. Die A391 war bis 4.30 Uhr in Richtung Salzgitter gesperrt.

Elf Tiere tot: Auto stößt mit Wildschweinrotte zusammen
09:18 Uhr

Buschmann räumt ein: Begriff "D-Day" könnte in Gesprächsrunden gefallen sein

Jetzt also doch - oder nicht? FDP-Generalsekretär Marco Buschmann hat eingeräumt, dass der Begriff "D-Day" in FDP-Sitzungen möglicherweise gefallen ist. "Ich kann nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass nicht in irgendeiner Runde der letzten Monate irgendjemand einmal einen solchen Begriff in den Raum geworfen hat", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Solche Metaphern würden allerdings auch andere Politiker verwenden. "Denken Sie etwa an die Bazooka, also einen Raketenwerfer, von Olaf Scholz. Oder werfen Sie einen Blick in die Biografie von Angela Merkel: Dort spricht sie von einer offenen Feldschlacht zwischen der CDU/CSU und der Schröder-Regierung." Es müssten "menschliche Maßstäbe" angelegt werden, "wenn ein Mitarbeiter sich in seinen persönlichen Aufzeichnungen dieser Begriffe bedient", forderte Buschmann.

Das sogenannte "D-Day"-Papier aber habe er selbst "erstmalig gesehen, als es die FDP selbst veröffentlicht hat", betonte der Generalsekretär. Der inzwischen zurückgetretene Bundesgeschäftsführer Carsten Reymann habe ihm versichert, dass er das Papier "für sich selbst als Aufgabenliste für den Fall der Fälle angefertigt" habe. In keiner politischen Entscheiderrunde, an der er teilgenommen habe, sei es präsentiert worden, hob der frühere Justizminister hervor. "Wir haben über Szenarien gesprochen, aber keines davon hieß D-Day." Der Umgang mit dem Papier und dem Ampel-Bruch als solchem hat der FDP viel Kritik eingebracht. Wer was wann wusste, ist unklar.

Buschmann räumt ein: Begriff "D-Day" könnte in Gesprächsrunden gefallen sein
08:32 Uhr

CEO-Mörder schreit aus Wut vor Gericht

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Wut vor Gericht: der Mordverdächtige Luigi M. (Foto: REUTERS)

"Beleidigung der Intelligenz des amerikanischen Volkes": Das sind nach seiner Festnahme die ersten öffentlichen Worte des 26-Jährigen, der für den heimtückischen Mord an Versicherungschef Brian Thompson in New York verantwortlich sein soll. Zu hören waren sie im Gerichtsgebäude von Altoona im US-Staat Pennsylvania. Und Luigi M. sorgte dafür, dass seine Worte wahrgenommen werden, denn er brüllte sie. Zudem wehrte er sich gegen die Polizeibeamten, die ihn in das Gebäude führten. Er wirkte außer sich vor Wut.

Die Polizei in Pennsylvania hatte den 26-Jährigen am Montag in einer Filiale von McDonald's festgenommen. Bei dem Mann wurde eine Waffe gefunden, die laut Polizei bei dem Verbrechen benutzt wurde, sowie Schriften, die im Zusammenhang mit der Tat stehen. Diese suggerieren, dass der Verdächtige womöglich aus Wut gegen US-Krankenversicherungen handelte. In Notizen und Beiträgen in sozialen Medien habe der mutmaßliche Schütze die Branche als "parasitär" bezeichnet und sich über die Habgier der Unternehmen echauffiert, hieß es in einem Ermittlungsbericht. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen Mordes eingeleitet, Staatsanwälte in Manhattan erwirkten einen Haftbefehl, was seine Auslieferung aus Pennsylvania erleichtern könnte. Bei der Gerichtsanhörung in Altoona legte er Widerspruch gegen die Überstellung nach New York ein.

CEO-Mörder schreit aus Wut vor Gericht
07:58 Uhr

Postbote bei Unfall lebensgefährlich verletzt

Ein Postbote hat sich bei einem Unfall mit seinem Zustellfahrzeug im Landkreis Vorpommern-Greifswald lebensgefährliche Verletzungen zugezogen. Er hatte das Fahrzeug nach Angaben der Polizei am Dienstagnachmittag in Weitenhagen am Straßenrand abgestellt und dabei wohl vergessen, die Handbremse zu ziehen. Als er ausstieg, geriet es demnach bei noch geöffneter Tür ins Rollen. Der Mann habe noch versucht, die Bremse zu ziehen, währenddessen sei das Fahrzeug aber gegen einen Baum gestoßen. Dabei wurde der 61-Jährige zwischen der Tür und Karosserie eingeklemmt. Passanten entdeckten den bewusstlosen Mann, alarmierten die Rettungskräfte und konnten ihn befreien. Er wurde ins Krankenhaus gebracht.

Postbote bei Unfall lebensgefährlich verletzt
07:36 Uhr

Promis flüchten aus Malibu - Waldbrand außer Kontrolle

Malibu, rund 50 Kilometer westlich von Los Angeles, ist als Wohnort vieler Filmstars bekannt. Doch in den vergangenen Jahren machten auch immer wieder verheerende Waldbrände rund um den Küstenort Schlagzeilen. So auch in diesem Winter: Die Flammen des "Franklin Fire", das am späten Montagabend ausgebrochen ist, sind aus dem hügeligen Hinterland bis an die Strände vorgedrungen. Nach Mitteilung der Stadtverwaltung wurde die berühmte Küstenstraße Pacific Coast Highway streckenweise gesperrt. In der Ortschaft seien auch Häuser in der Nähe des Piers in Gefahr, hieß es. Entlang der brennenden Pazifikküste kämpften mehr als 700 Feuerwehrleute gegen den rasch um sich greifenden Waldbrand an. Bislang ist es nicht gelungen, die Flammen einzuzingeln. Die Brandursache ist nicht bekannt. Starke Santa-Ana-Winde, die vor allem im Herbst und Winter auftreten, erschweren die Löscharbeiten.

Tausende Anwohner flüchteten inzwischen aus den betroffenen Gebieten - darunter auch einige Prominente. "Beängstigende Zeiten", schrieb Oscar-Preisträgerin Mira Sorvino auf der Plattform X. Sie hätten ihr Haus mitten in der Nacht mit Kindern und Haustieren geräumt. Cher habe ihr Haus geräumt und sei mit ihren Haustieren in einem Hotel untergekommen, teilte die Sprecherin der Sängerin und Schauspielerin laut der "New York Times" mit. Er und seine Frau hätten sich vor diesen "schrecklichen Feuern" mit ihren Tieren in Sicherheit gebracht, schrieb der Schauspieler Dick Van Dyke auf Facebook. Berichten zufolge sollen auch zahlreiche andere Stars betroffen sein, darunter die neue Villa von Beyoncé und Jay-Z, das Anwesen von Lady Gaga sowie die Häuser von Julia Roberts und Jonah Hill.

Promis flüchten aus Malibu - Waldbrand außer Kontrolle
07:15 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

heute wird es aller Voraussicht nach so weit sein: Die erste Regierungskoalition aus SPD und Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) nimmt in Deutschland ihre Arbeit auf. Zuvor muss im Brandenburger Landtag eine Hürde genommen werden. Die Abgeordneten wählen ab 10 Uhr Dietmar Woidke zum neuen (alten) Ministerpräsidenten. Das Votum wird mit Spannung erwartet.

Denn Woidkes Koalition verfügt nur über eine dünne Mehrheit von 46 Stimmen im Landesparlament mit insgesamt 88 Abgeordneten. Woidke braucht im ersten und zweiten Wahlgang je 45 Stimmen. Aus den Reihen der BSW-Fraktion ist bereits ein Wackelkandidat bekannt, der den SPD-Politiker voraussichtlich nicht mitwählen will. Wir behalten die Abstimmung für Sie im Blick.

Diese Termine stehen heute außerdem auf der Agenda:

  • Bundeskanzler Olaf Scholz wird bei Bundestagspräsidentin Bärbel Bas formell beantragen, am kommenden Montag im Parlament die Vertrauensfrage stellen zu können.

  • Mit einer neuen Strategie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels soll Deutschland künftig besser gegen Extremwetterereignisse wie Hitze, Starkregen und Hochwasser gewappnet sein. Diese will das Bundeskabinett heute beschließen.

  • Um die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der Ukraine nach fast drei Jahren russischer Invasion geht es beim Deutsch-Ukrainischen Wirtschaftsforum, das um 12.30 Uhr in Berlin beginnt.

  • Vor dem Landgericht Frankfurt an der Oder beginnt um 9.30 Uhr der Prozess im Zivilrechtsstreit von Musiker Bushido mit seinem früheren Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker.

  • Der Kongress des Fußball-Weltverbands FIFA vergibt ab 15 Uhr die Weltmeisterschaften 2030 und 2034. Es gibt für die Turniere nur jeweils eine Bewerbung. Die Endrunde 2030 wird an Spanien, Portugal und Marokko gehen, in Argentinien, Paraguay und Uruguay werden drei Eröffnungsspiele ausgerichtet. Debatten gibt es um den Ausrichter der WM 2034, der Saudi-Arabien heißen wird.

  • Borussia Dortmund trifft in der Champions League um 21 Uhr auf den FC Barcelona, der VfB Stuttgart empfängt Young Boys Bern.

Kommen Sie gut in diesen Mittwoch. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum frühen Nachmittag begleite ich Sie durch den Nachrichten-Tag. Bei Fragen oder Kritik erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.

Das wird heute wichtig
07:02 Uhr

Millionen Menschen leben mit Genitalherpes

Jede Sekunde steckt sich mindestens eine Person mit dem Erreger an: Von den Menschen zwischen 15 bis 49 Jahren lebt nach einer Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit mehr als jeder fünfte mit einer Genitalherpes-Infektion. Das sind insgesamt 846 Millionen Menschen. Pro Jahr stecken sich demnach 42 Millionen Menschen an, heißt es in einer WHO-Studie, die in der Fachzeitschrift "Sexually Transmitted Infections" veröffentlicht wurde. Die Schätzungen beziehen sich auf das Jahr 2020.

  • Genitalherpes ist eine der häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten und erhöht das Risiko einer Infektion mit dem Aids-Virus HIV.

  • 90 Prozent der Infizierten haben keine oder unauffällige Symptome. Wenn Beschwerden auftreten, können das ein schmerzhafter Ausschlag im Genitalbereich sowie Fieber sein.

  • Weil die Genitalien betroffen sind, verhinderten Scham und Stigma, dass über die Krankheit gesprochen werde, schreiben die Studienautoren. Sie fordern neue Therapien und Impfungen.

  • Die Nutzung von Kondomen könne das Risiko einer Ansteckung verringern, so die Autoren. Wer nach einer Ansteckung Symptome habe, solle auf Sex verzichten, um Partner oder Partnerinnen nicht anzustecken.

Millionen Menschen leben mit Genitalherpes
06:27 Uhr

Trump versorgt Ex-Verlobte seines Sohnes mit Posten

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Kimberly Guilfoyle und Donald Trump Jr. trennten sich kürzlich. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Donald Trump stellt sicher, dass nicht nur in den USA der Wechsel im Weißen Haus deutlich zu spüren ist, sondern auch in den Hauptstädten dieser Welt. Der designierte US-Präsident nominiert die Anwältin und frühere Fox-News-Moderatorin Kimberly Guilfoyle als künftige US-Botschafterin in Griechenland. Guilfoyle, eine frühere Verlobte von Trumps ältestem Sohn, sei "eine enge Freundin und Verbündete", erklärte Trump am Dienstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Die "umfassende Erfahrung" der 55-Jährigen, ihre Führungsqualitäten in den Bereichen Recht, Medien und Politik "sowie ihr scharfer Intellekt qualifizieren sie in höchstem Maße dafür, die Vereinigten Staaten zu vertreten und ihre Interessen im Ausland zu wahren".

Guilfoyle hatte im Juli auf dem Parteitag der US-Republikaner gesprochen und ist eine Vertraute Trumps. Sie war mit Donald Trump Jr. verlobt, jedoch trennten sich die beiden kürzlich, wie US-Medien berichteten. Trump ist bekannt dafür, Menschen für Posten zu nominieren, die seiner Familie nahestehen oder ihre Loyalität zu ihm unter Beweis gestellt haben. So hatte der Republikaner kürzlich den Vater seines Schwiegersohnes Jared Kushner, Charles Kushner, als künftigen US-Botschafter in Frankreich ernannt.

Trump versorgt Ex-Verlobte seines Sohnes mit Posten
05:54 Uhr

Riskanter Trend: Menschen springen in Südafrika absichtlich vor Autos

Menschen in Südafrika springen vor langsam fahrende Autos, um Entschädigungszahlungen für ihre Verletzungen zu erhalten - dieser gefährliche Trend hat nun zu einer Warnung des nationalen Verkehrsunfallfonds der Regierung geführt. In einer Erklärung hieß es, dass das Phänomen, sich in der Nähe von Kreuzungen und Haltestellen absichtlich anfahren zu lassen und einen Unfall vorzutäuschen, zu einem bedeutenden Problem geworden sei. Einige der Fälle resultierten allerdings aus Armut und Verzweiflung in einer besonders teuren Zeit des Jahres: "Wir erkennen an, dass Verkehrsteilnehmer mit sozioökonomischen Herausforderungen konfrontiert sein können", hieß es in der Mitteilung.

Der Fonds ermöglicht es Menschen, Entschädigung zu beantragen, wenn sie bei Autounfällen verletzt werden. Der nationale Verkehrsunfallfonds entschädige allerdings niemanden, "der absichtlich einen Autounfall verursacht, auch wenn dies zu schweren Verletzungen führt", hieß es in der Erklärung. Wie viele Fälle dieser absichtlichen Unfälle registriert wurde, ist unklar. Im Zeitraum zwischen Februar 2022 und Februar dieses Jahres seien jedoch fast 50.000 Anträge abgelehnt worden, einige davon aufgrund von Betrugsvorwürfen.

Riskanter Trend: Menschen springen in Südafrika absichtlich vor Autos