Samstag, 10. April 2021Der Tag

mit Sabine Oelmann
Sabine Oelmann
23:11 Uhr

Das war Samstag, der 10. April 2021

Noch immer beherrscht der Tod Prinz Philips die Schlagzeilen. Die Welt trauert, aber vor allem seine Kinder und die Queen, die ihn mit rührenden Worten und Gesten beschreiben. Wird der Tod des Großvaters die Brüder Harry und William wieder zueinander bringen? Und hat Charles endlich den Hörer abgenommen? Wir werden uns bis zum 17. April gedulden müssen, dann wird der 99-Jährige im kleinen Kreis beerdigt.

Was heute sonst noch wichtig war:

Ich wünsche Ihnen eine erholsame Nacht - lesen Sie vor dem Schlafengehen am besten nichts Aufregendes mehr!

22:38 Uhr

84 Menschen aus dem Ärmelkanal gerettet

Die Besatzungen französischer Schiffe haben 84 Flüchtlinge aus dem Ärmelkanal gerettet. Die Menschen seien in vier Booten auf dem Weg nach Großbritannien gewesen. Unter den Geretteten waren demnach auch mehrere Frauen und Kinder.

Zuerst griff ein Patrouillenschiff der Marine in der Nacht elf Menschen vor der Küste des Badeorts Le Touquet auf. Sie wurden nach Boulogne-sur-Mer gebracht. Ein Schleppschiff rettete später 24 Menschen von einem weiteren Boot, darunter auch fünf Kinder. Ein Schnellboot der französischen Küstenwache nahm 30 weitere Menschen auf, deren Boot vor der Küste von Sangatte in Seenot geraten war. Unter den Geretteten waren auch eine Frau und Baby. Unter 19 weiteren Menschen, die die Seenotrettungsorganisation SNSM rettete, waren den Angaben zufolge auch zwei Frauen und zwei Kinder.

Im vergangenen Jahr hatten nach Angaben der französischen Behörden mehr als 9500 Flüchtlinge die riskante Überfahrt über den Ärmelkanal versucht, deutlich mehr als 2019.

21:50 Uhr

Jauch durch acht Frauen ersetzt - ob das reicht?

Es ist natürlich nicht leicht, ihn zu ersetzen, aber acht Frauen sollten reichen, oder? An Stelle des wegen Corona ausgefallenen Entertainers Günther Jauch hat RTL zur besten Sendezeit nämlich sage und schreibe acht Frauen ins Rennen geschickt. Kurz nach Beginn der Liveshow "Denn sie wissen nicht, was passiert" tanzten acht weibliche Ersatzleute ins Studio, alle trugen Fotomasken mit dem Gesicht von Jauch. Der 64-Jährige selbst hatte seinen Mitstreitern Barbara Schöneberger und Thomas Gottschalk ja nicht zur Seite stehen können, weil er mit Corona infiziert ist.

Die kurzfristig eingesprungenen Ersatzfrauen wurden bei den acht Runden erst nach und nach demaskiert. "Wir haben zwei Mal durchgezählt: Wir wissen, dass einer fehlt", so Gottschalk zu Showbeginn. Schöneberger darauf: "Und zwar dieser ältere Herr mit den schief sitzenden blauen Jacketts. Der ist heute nicht aufgetaucht." Bei der Impro-Show übernimmt für gewöhnlich einer aus dem Dreiergespann Jauch-Schöneberger-Gottschalk die Moderation, die anderen beiden treten gegen zwei Gäste an. Gottschalk frotzelte: "Niemand weiß, wie schwer es ist, mit dem Gesicht von Günther Jauch zu leben - außer Günther Jauch."

21:40 Uhr

Dinieren inmitten der "Banalität des Bösen"?

Schwieriges Unterfangen, eine ehemalige SS-Kantine wieder aufzubauen, oder? In Auschwitz wird darüber nachgedacht. Im Zweiten Weltkrieg kamen die SS-Wachen des NS-Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau hierhin, um zu Essen oder Partys zu feiern, danach diente sie noch einige Zeit als Getreidelager, bevor sie nach und nach verfiel - nun hofft eine polnische Stiftung, die ehemalige SS-Kantine von Auschwitz wieder aufzubauen. Diese soll nach dem Wunsch der Stiftung künftig Zeugnis von einer weitgehend vergessenen Facette des Holocaust ablegen.

Der 1942 errichtete Speisesaal bot Platz für 4000 Menschen. Hierhin gingen die SS-Wachen, um "einen Happen zu essen" und mit Partys oder Konzerten "etwas Ablenkung" zu finden - "und das alles im Schatten des monströsen Verbrechens", so ein Organisator des Projekts. Die Stiftung der Gedenkstätten in der Nähe von Auschwitz-Birkenau (FPMP) wurde vor acht Jahren gegründet, um Gebäude, die mit dem ehemaligen Vernichtungslager in Verbindung stehen und sich außerhalb des staatlichen Museums befinden, vor dem Vergessen zu bewahren. Die ehemalige Kantine sei "aus historischer Sicht interessant", da sie einiges über das gesellschaftliche Leben des Lagerpersonals verrate.

Ideen, wie sie die Kantine nutzen könnte, hat die Stiftung viele. Unter anderem denkt sie über eine "Wand der Schande" nach, auf der die Namen der SS-Leute - vielleicht sogar mit Fotos - aufgelistet sind. Damit könne die Kantine an die "Banalität des Bösen" inmitten der Hölle von Auschwitz erinnern.

21:25 Uhr

Selbstmordanschlag in Somalia, sechs Tote

Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Café in Somalia sind am Samstag sechs Zivilisten getötet worden. Ein Selbstmordattentäter der islamistischen Shebab-Miliz habe seinen Sprengsatz vor einem Café in der Stadt Baidoa rund 250 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Mogadischu gezündet. Außer dem Attentäter seien sechs Zivilisten getötet und sieben weitere Menschen verletzt worden.

Das eigentliche Ziel des Anschlags war nach Angaben eines Polizisten der örtliche Gouverneur Ali Wardheere, der in dem Café Tee getrunken habe. Er habe den Anschlag aber überlebt. Zwei seiner Leibwächter seien unter den Verletzten, einer von ihnen soll schwer verletzt worden sein. Die Shebab-Miliz bekannte sich mit einer im Internet verbreiteten Erklärung zu dem Anschlag und bestätigte, dass der Gouverneur das Ziel des Anschlags gewesen sei. Die Gruppe mit Verbindungen zu Al-Kaida verübt regelmäßig Angriffe in Somalia.

20:44 Uhr

Tragischer Bagger-Unfall, kleines Mädchen tot

Ein zweijähriges Mädchen ist am Freitagabend in Schloß Holte-Stukenbrock in Nordrhein-Westfalen bei Gartenarbeiten von einem Bagger überrollt worden und ums Leben gekommen. Ein Familienangehöriger habe den Bagger auf einem privaten Grundstück gefahren, so ein Sprecher der Feuerwehr.

Das Mädchen starb noch am Unfallort. Die Feuerwehr war mit Notfallseelsorgern für die Familie vor Ort. Laut Polizei Gütersloh wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

20:19 Uhr

Die Videos des Tages

19:08 Uhr

Dexit? AfD für Austritt Deutschlands aus der EU

Die AfD spricht sich auf ihrem Bundesparteitag in Dresden für einen Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union aus: Eine deutliche Mehrheit der Delegierten nimmt einen Antrag an, der eine entsprechende Änderung im Wahlprogramm für die Bundestagswahl vorsieht. In einer hitzigen Debatte sprach sich unter anderem Parteichef Jörg Meuthen dagegen aus.

In dem angenommenen Änderungsantrag heißt es: "Wir halten einen Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union und die Gründung einer neuen europäischen Wirtschafts- und Interessengemeinschaft für notwendig." In dem Leitantrag für das Bundestagswahlprogramm war ein Austritt dagegen nur als Option aufgeführt. In dem Programm sollte es heißen, dass Deutschland den "Austritt aus der derzeitigen Konstruktion des Staatenverbundes" anstrebe, sofern das AfD-Konzept für die EU in seinen Kernbestandteilen nicht durchsetzbar sei.

Für eine Ablehnung dieses Antrags warb vor den Delegierten vehement Parteichef Meuthen, der für die AfD im Europäischen Parlament sitzt. Er sprach sich stattdessen dafür aus, innerhalb der EU mit anderen Parteien wie der ungarischen Regierungspartei Fidesz zusammenzuarbeiten. Die AfD erreiche nichts, wenn sie einen Austrittswillen erkläre. Es sei "weitaus klüger", mit anderen Parteien zu kooperieren.

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19:00 Uhr

Queen trägt die Krone, Philip hatte die Hosen an

Langsam wird immer deutlicher, was für eine große Lücke der Tod Prinz Philips in die britische Monarchie reißen wird. Und auch, wenn mit Philips Ableben zu rechnen war, hat der Tod des großen, schlaksigen Mannes mit dem speziellen Witz doch viele Menschen, auch außerhalb Großbritanniens, sehr traurig gemacht. Und ja, die Queen ist unbestritten das Oberhaupt der königlichen Familie, aber dennoch soll Prinz Philip es gewesen sein, der zu Hause das Sagen hatte. Kenner der britischen royalen Szene haben immer bewundert, dass Elizabeth es geschafft hatte, ihrem Mann - jedenfalls sah es nach außen so aus, selbst wenn er einen Schritt hinter ihr gehen musste - das Gefühl zu vermitteln, dass er der Chef ist. Alle mussten zu ihr aufschauen - zu ihm aber schaute sie auf. Das bestätigt Alexander von Schönburg: "Er war das Oberhaupt der Familie, der Patriarch, er war so viel mehr als ein "First Husband"."Nach Meinung des "Bild"-Adelsexperten war Philip der einzige Mensch, der der Queen auch die Meinung sagen durfte: "Der einzige, auf dessen Meinung sie wirklich Wert legte, war Philip."

Philip war nicht nur der Mann, an den sie sich anlehnen konnte, er war auch die Autorität in der Familie, so von Schönburg. Die Familie - die Firma - steht nun eng zusammen. In emotionalen Interviews verabschieden sich die Kinder in einem BBC-Special: So sagt Tochter Anne (70): "Ich denke, ich werde mich am besten daran erinnern, dass er immer da war." Und die Prinzen ergänzen: Der 72-jährige Charles will sich vor allem daran erinnern, dass er jeden als eigene Persönlichkeit behandelt hat und jedem den Respekt zollt, den er nach seiner Meinung verdiente. Andrew sagt: "Wie in jeder anderen Familie zu dieser Zeit, sind die Eltern tagsüber arbeiten gegangen. Aber am Abend seien sie zusammengekommen und hätten "auf dem Sofa gesessen. Dann las er uns vor."

Der Jüngste, Edward (57), fügt hinzu: "Mein Vater war immer eine großartige Quelle der Unterstützung, Ermutigung und Anleitung in meinem Leben. Er versuchte nie, irgendwelche Aktivitäten (...) einzuschränken, sondern ermutigte uns immer, es zu tun." Philip habe seine Kinder immer wieder ermutigt, ihre eigenen Grenzen zu sprengen", so lautet das Fazit. Prinz Philip wird schmerzlich vermisst werden.

18:42 Uhr

Ich bin immer noch Hertha, auch bei 2:2

Am Anfang der Schicht hatte ich ja gewettet, dass Hertha gegen Gladbach gewinnt. Und ntv.de-Leser Servet A. aus Frankfurt zum Beispiel hatte dagegen gehalten. Nun endet das Spiel unentschieden und ich sage trotzdem (wie der Leser es mir riet im Falle einer Niederlage): "Corona ist hart, aber ich bin immer noch Hertha." Ja, und das bleibe ich auch!

Hier die Einschätzung der Kollegen vom Sport-Tag: "Hertha BSC kommt im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach trotz 77-minütiger Überzahl nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus und verpasst einen Befreiungsschlag im Tabellenkeller. Nach dem 1:2-Pausenrückstand konnten die wegen einer Roten Karte gegen Sommer (13.) numerisch überlegenen Hauptstädter durch Córdoba schnell ausgleichen (51.). Sie befanden sich auch in der Folge fast durchgängig im Vorwärtsgang und erarbeiteten sich etliche Strafraumszenen, doch hinsichtlich klarer Abschlüsse war ein Fernschuss Guendouzis für lange Zeit die gefährlichste Szene (59.). In der letzten Viertelstunde bauten die Blau-Weißen den Druck auf die leidenschaftlich verteidigenden Fohlen zwar noch einmal aus, doch für das Siegtor reichte es nicht mehr. Während das Dárdai-Team nun nur noch einen Punkt vor Rang 16 liegt, droht der Rose-Auswahl ein Rückschlag im Kampf um die internationalen Plätze. Hertha BSC tritt am nächsten Sonntag beim 1. FSV Mainz 05 an. Borussia Mönchengladbach empfängt am Samstag die SG Eintracht Frankfurt.

18:17 Uhr

Termin für Beerdigung von Philip steht fest

Die britische Königsfamilie bereitet sich nach dem Tod von Prinz Philip auf die Trauerfeierlichkeiten vor. Nun stehen die Einzelheiten zur Beisetzung des am Vortag im Alter von 99 Jahren gestorbenen Mannes von Queen Elizabeth II. wohl fest: Die Beerdigung des Prinzen soll am 17. April auf Schloss Windsor stattfinden.

Natürlich unter Corona-Bedingungen: Statt der ursprünglich geplanten 800 dürfen nur 30 Gäste teilnehmen. Immer mehr Mitglieder der britischen Königsfamilie treffen unterdessen auf Schloss Windsor zu Kondolenzbesuchen bei der Queen ein.

16:56 Uhr

Schlagzeilen zum Nachmittag

16:08 Uhr

June Newton ist tot

Sie war nur als seine Vertretung eingesprungen, legte 1970 damit aber selbst den Grundstein für ihre große Karriere: Die Fotografin und Witwe von Helmut Newton, June Newton, ist tot. Wie die Helmut Newton Foundation, deren Präsidentin sie war, in Berlin mitteilt, starb Alice Springs - so ihr Pseudonym - am Freitag im Alter von 97 Jahren in ihrer Wahlheimat Monte Carlo.

Mit 24 Jahren hatte sie, damals noch June Browne und erfolgreiche Schauspielerin, in ihrer Geburtsstadt Melbourne den jungen Fotografen Helmut kennengelernt, der vor den Nazis aus Deutschland geflohen war. Ein Jahr später heiratete das Paar und blieb fast 60 Jahre zusammen. 2004 starb Helmut Newton mit 83 Jahren nach einem Verkehrsunfall mit seinem Cadillac in Los Angeles. Nach dem Tod ihres Mannes gründet June Newton 2004 eine nach ihm benannte Stiftung in Berlin. Helmut Newton hatte hier, in seiner Geburtsstadt, beerdigt werden wollen.


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15:47 Uhr

Proteste am Rande des AfD-Parteitags in Dresden

Dieser Parteitag begann, ungeachtet der dritten Corona-Welle, mit Verspätung: 600 Delegierte der AfD treffen sich in Dresden, um auf der zweitägigen Veranstaltung die Verabschiedung eines Programms für die Bundestagswahl am 26. September zu erreichen. Vor dem Messegelände demonstrieren Dutzende Menschen lautstark gegen die Politik der AfD. Etwa 100 Teilnehmer eines Fahrradkorsos hatten eine Zufahrtsstraße blockiert. Deshalb kam es zu Verzögerungen bei der Anreise. Nach Angaben der Polizei blieben die Proteste friedlich

Für den Parteitag gilt ein Hygienekonzept. Die Delegierten müssen im Saal eine Masken tragen und sitzen jeweils an einem eigenen Tisch.

Ob die Partei schon jetzt einen oder zwei Spitzenkandidaten wählt, ist offen. Alice Weidel, die vor vier Jahren gemeinsam mit Alexander Gauland ein Spitzenduo gebildet hatte, kündigte jedenfalls an, sie stehe nicht für die Spitzenkandidatur zur Verfügung.

15:29 Uhr

Russland zeigt Fotos von Gagarins Flug ins All

Macht immer noch Gänsehaut, die Vorstellung: 60 Jahre nach dem ersten Flug eines Menschen ins Weltall veröffentlicht Russland historische Fotos und Dokumente zu Juri Gagarin und anderen Kosmonauten im Internet. Am kommenden Montag wird Gagarins Flug vom 12. April 1961 groß mit Ausstellungen und Veranstaltungen gefeiert. Am Ort der Landung des Kosmonauten in der Nähe der russischen Stadt Engels im Gebiet Saratow an der Wolga öffnete heute ein nach Gagarin benannter Park der Entdecker des Kosmos.

Das russische Verteidigungsministerium teilt auf dem neuen Online-Archiv 60cosmonauts.mil.ru weitere einzigartige Zeugnisse - auch mit persönlichen Informationen zu den ersten Kosmonauten. Über Gagarin heißt es da etwa in Beurteilungen, er sei ein mutiger und selbstbewusster Pilot mit ausgezeichneten Leistungen in allen Fächern - mit Ausnahme der Höheren Mathematik. Veröffentlichungen gibt es auf dem Portal unter anderem auch zu den sowjetischen Raumfahrern German Titow und Alexej Leonow, der als erster einen "Weltraumspaziergang" absolvierte.

15:02 Uhr

Fluchttunnel zwischen Syrien und Türkei entdeckt

Türkische Sicherheitskräfte haben einen Fluchttunnel zwischen Syrien und der Türkei entdeckt. Dabei sei man auch auf 24 irreguläre Migranten gestoßen, teilt das türkische Verteidigungsministerium mit. Der etwa 100 Meter lange Tunnel sei zwischen der türkischen Grenzprovinz Hatay und dem nordsyrischen Dorf Atmeh in Idlib verlaufen. Dort habe er in einem Haus in einem Flüchtlingslager geendet. Später sei er von türkischen Truppen zerstört worden, hieß es.

Die Streitkräfte melden immer wieder Aufgriffe irregulärer Migranten an der Grenze, die grundsätzlich geschlossen ist. Die Türkei hat seit Beginn des Syrienkriegs eine Großteil der Flüchtlinge aufgenommen. Es leben nach offiziellen Angaben 3,6 Millionen geflüchtete Menschen aus Syrien in der Türkei. Die Grenze zwischen den beiden Ländern ist über weite Teile mit Zäunen und einer Mauer geschützt. Türkische Truppen kontrollieren zudem Teile Nordsyriens

14:50 Uhr

Zwei Busunglücke in Türkei, eine Touristin stirbt

Bei einem Busunfall in der Türkei ist eine russische Touristin gestorben. Zwei Reisebusse seien im Abstand von wenigen Stunden auf der gleichen Strecke wegen Eis und Schneeregen in der zentralanatolischen Provinz Konya umgekippt, berichtet eine türkische Nachrichtenagentur. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Der erste Bus mit türkischen Touristen sei auf dem Weg von Izmir nach Kappadokien gewesen, als der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verlor. 13 Menschen wurden dabei verletzt.

Etwa zwei Stunden später verunglückte dann ein Reisebus mit russischen Touristen nur wenige Kilometer von der ersten Unfallstelle entfernt. 16 von 32 Insassen wurden verletzt, eine 43-jährige russische Touristin starb noch an der Unfallstelle. Vorbeifahrende seien den im Bus eingeschlossenen Menschen zur Hilfe geeilt und hätten die Fenster des Busses eingeschlagen, um sie aus dem Fahrzeug zu befreien.

14:41 Uhr

Schichtwechsel

Der Tag geht mal wieder bis in den Abend und dieser Weg wird vielleicht kein leichter sein, aber ich gehe ihn mit Ihnen. Meine liebe Kollegin Juliane Kipper hat freundlicherweise auf mich gewartet und ist nun im wohlverdienten Feierabend. Wenn Sie mit mir heute auf Hertha wetten wollen oder eine andere ausgeflippte Anmerkung haben, dann schreiben Sie mir doch unter sabine.oelmann@nama.de. Ihre Chancen zu gewinnen stehen ja nicht schlecht, außerdem habe ich heute bereits eine Harry und Meghan-Wette verloren.

13:55 Uhr

K-Frage in kommender Woche entscheiden: Bouffier setzt Laschet und Söder ein Ultimatum

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier verlangt von den Vorsitzenden von CDU und CSU, Armin Laschet und Markus Söder, noch in der kommenden Woche zu entscheiden, wer von ihnen Kanzlerkandidat der Union werden soll. Andernfalls, kündigte er im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung an, würden die Parteipräsidien einen Weg zur Entscheidung weisen.

Zugleich sprach Bouffier sich dagegen aus, den Kanzlerkandidaten durch Abstimmung in der gemeinsamen Bundestagsfraktion zu bestimmen. Dies haben am Freitag 50 Abgeordnete der CDU verlangt. Bouffier kritisierte die Idee, die gemeinsame Unionsfraktion des Bundestages per Abstimmung entscheiden zu lassen. Er erinnerte daran, dass so ein Verfahren schon einmal, 1979, mit einer Wahlniederlage der Union geendet habe. Damals war der CSU-Chef Franz Josef Strauß nach einer wenig überzeugend gewonnenen Kampfabstimmung in der Fraktion Kanzlerkandidat geworden. Die Bundestagswahl verlor er allerdings dann gegen den Sozialdemokraten Helmut Schmidt.

13:10 Uhr

Myanmars Militär verurteilt 19 Menschen zum Tode

In Myanmar sind nach Medienangaben 19 Menschen zum Tode verurteilt worden. Sie sollen im Zusammenhang mit der Tötung des Angehörigen eines Militärs schuldig gesprochen worden sein, zitierte der militäreigene Sender Myawaddy TV eine Junta-Mitteilung. 17 der Verurteilten seien noch auf der Flucht. Der Vorfall ereignete sich demnach am offiziellen Gedenktag der Armee am 27. März im unter Kriegsrecht stehenden Stadtteil North Okkalapa in Yangon.

Anwohnern und örtlichen Medien zufolge handelte es sich bei den Verurteilten um Zivilisten, die gegen den Militärputsch gegen Regierungschefin Aung San Suu Kyi protestiert hatten. An den Tag hatte die Militärgewalt in Myanmar mit mehr als 100 Toten seinen bisherigen Höhepunkt erreicht.

12:26 Uhr

Königliche Familie teilt rührende Bilder

Einen Tag nach dem Tod von Prinz Philip hat die königliche Familie bewegende Fotos geteilt. In einem Tweet zu einem Foto anlässlich der goldenen Hochzeit des Paares 1997 heißt es in einem Zitat der Queen: "Er war ganz einfach meine Stärke und mein Halt in all diesen Jahren, und ich, und seine ganze Familie, und dieses und viele andere Länder, schulden ihm viel mehr, als er jemals behaupten würde, oder wir jemals wissen werden."

Die königliche Familie teilte Minuten später einen zweiten Twitter-Post, der Philip mit der Königin bei ihrer Krönung im Jahr 1953 zeigt. In dem Tweet heißt es: "Der Herzog von Edinburgh schwor, der 'Lehnsmann Ihrer Majestät bei Leib und Leben' zu sein." Der Herzog war fast 70 Jahre lang, von der Thronbesteigung der Queen im Jahr 1952 bis zu seinem Tod, ein treuer Begleiter.

11:58 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:54 Uhr

6000 Hühner bei Unfall eines Geflügeltransporters verendet

Bei einem Verkehrsunfall eines Geflügeltransporters sind bei Bakum (Kreis Vechta) in der Nähe von Cloppenburg ein Großteil der rund 6000 transportierten Hühner getötet worden. Der 43 Jahre alte Fahrer erlitt einem Bericht der Polizei zufolge leichte Verletzungen und wurde ins Krankenhaus nach Vechta gebracht.

Der Fahrer war offenbar in einer Rechtskurve nach links von der Fahrbahn abgekommen, mit einem Straßenbaum kollidiert und im Grünstreifen auf die Seite gestürzt. Die Landstraße musste für die Bergungsarbeiten voll gesperrt werden. Der Sachschaden beträgt laut Polizei rund 150.000 Euro.

11:16 Uhr

Nach "Sofagate": Michel plagt das schlechte Gewissen

Beim Besuch von EU-Ratspräsidenten Charles Michel und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beim türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan war es zu dem diplomatischen Eklat gekommen. In einem Video von dem Besuch ist zu sehen, wie die Kommissionschefin zum Auftakt des Treffens im Präsidialamt zunächst stehen bleibt und mit einem "Ähm" reagiert, als sich Erdogan und Michel in zwei nebeneinander stehende Sessel setzen - ein dritter Sessel stand nicht bereit.

Michel gesteht jetzt, dass ihn deswegen ein schlechtes Gewissen plagt."Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich seither nachts nicht gut schlafe, weil sich die Szenen in meinem Kopf immer wieder abspielen", sagte Michel dem "Handelsblatt". "Wenn es möglich wäre, würde ich zurückreisen und die Sache reparieren."

10:24 Uhr

Jeder vierte Gastro-Betrieb wird Corona-Krise nicht überstehen

In der Gastronomie steht einer Umfrage des Branchenverbands Dehoga zufolge jeder vierte Betrieb vor dem Aus. Viele Hoteliers und Gastronomen seien "nervlich und finanziell am Ende", sagte der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Guido Zöllick, der Online-Ausgabe des "Münchner Merkurs". Demnach bangen 75 Prozent der befragten Unternehmer um ihre Existenz und etwa 25 Prozent zögen "ganz konkret" eine Betriebsaufgabe in Betracht.

Auch Monate nach Antragstellung warteten viele Hotel-Ketten und Gastronomie-Großbetriebe außerdem noch immer auf die Auszahlung der staatlichen Unterstützung. Viele Hoteliers und Gastronomen säßen daher "mit dem Rücken zur Wand", sagte Zöllick. "Es hat sich Riesen-Frust, Enttäuschung und Wut angesammelt. Das sind richtig große Arbeitgeber. Zigtausende Mitarbeiter bangen um ihre Jobs."

09:09 Uhr

30 Jahre alte verloren geglaubte "Herr der Ringe"-Verfilmung entdeckt

Zur Freude von Fantasy-Fans hat das russische Fernsehen eine vor 30 Jahren ausgestrahlte und verloren geglaubte Verfilmung von John Tolkiens "Herr der Ringe" veröffentlicht. Bei Youtube hatte allein der erste von insgesamt zwei Teilen des Films "Chraniteli" (Deutsch: "Beschützer") bereits mehr als 1,6 Millionen Aufrufe. Die am 13. und 14. April 1991 nur einmal damals im sowjetischen Fernsehen gezeigte Fassung wurde im März wieder gefunden und digitalisiert, wie der TV-Sender Pjaty Kanal (Kanal 5) in St. Petersburg (damals Leningrad) mitteilte.

Der Sender fand das zu Sowjetzeiten mit sehr wenig Geld von Liebhabern in den Leningrader Fernsehstudios produzierte Telespektakel in seinen Archiven auf einer Filmrolle wieder. Der TV-Kanal bezeichnete den Fund als "Weltsensation", weil es sich um die erste Fernsehverfilmung des Klassikers handele. Zu sehen ist "Chraniteli" aber bisher nur auf Russisch - ohne englische Untertitel.

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09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:27 Uhr

Geld wird weniger, statt mehr: 300 Geldhäuser verlangen Strafzinsen

In der Corona-Pandemie legen viele Menschen Geld auf die hohe Kante, doch immer häufiger werden größere Summen zum Minusgeschäft. Inzwischen verlangen 300 Banken und Sparkassen vor allem für Tagesgeld ein sogenanntes Verwahrentgelt von meist 0,5 Prozent, wie aus Daten des Vergleichsportals Verivox hervorgeht.

  • Allein in den ersten 100 Tagen des laufenden Jahres führten demnach mehr als 100 Geldhäuser Strafzinsen ein (Stand: 9. April). "Aktuell kommen nahezu täglich weitere Banken hinzu", berichtete Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. Nach seiner Einschätzung hat Corona den Trend beschleunigt.
  • "In der Pandemie legen viele Verbraucher ihr Geld lieber aufs Konto, statt es auszugeben. Für Banken ist das ein Problem, denn sie zahlen selbst Strafzinsen auf überschüssige Einlagen", sagte Maier.
  • "Je mehr Spargelder sie annehmen müssen, desto größer wird der Druck auf die Kreditinstitute, diese Kosten an ihre Kunden weiterzugeben." Die Sparquote in Deutschland war im vergangenen Jahr auf das Rekordhoch von 16,3 Prozent gestiegen. Von 100 Euro verfügbarem Einkommen legten die Haushalte somit im Schnitt gut 16 Euro auf die hohe Kante.
  • Geschäftsbanken müssen aktuell 0,5 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie überschüssige Gelder bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken.
07:53 Uhr

"American Beauty" Star ist Mutter geworden

"American Beauty"-Star Mena Suvari und ihr Mann Michael Hope sind Eltern eines Sohns geworden. "Baby und Mutter geht es wunderbar", teilte das Sprecherteam der Schauspielerin der US-Zeitschrift "People" mit. Christopher Alexander ist ihr erstes Kind. Es sei "eine riesige Überraschung, ein absolutes Wunder" gewesen, als sie herausfand, schwanger zu sein, hatte Suvari im vorigen Oktober der Zeitschrift erzählt. Sie könne es kaum glauben, ihr erstes Kind zu bekommen.

Suvari und Hope sind seit Oktober 2018 miteinander verheiratet. Es ist die dritte Ehe der Schauspielerin, die zuvor mit dem italienischen Musikproduzenten Simone Sestito und dem deutschen Kameramann Robert Brinkmann liiert war. Als Nachwuchsschauspielerin in "American Beauty" (1999) fiel Suvari mit ihrer Rolle als verführerische Lolita auf, die dem gefrusteten Vater (Kevin Spacey) ihrer besten Freundin den Kopf verdreht.

07:20 Uhr

Vereinigtes Königreich gedenkt Prinz Philip

Nach dem Tod von Prinz Philip gedenkt Großbritannien heute mit Salutschüssen und Schweigeminuten des am Freitag verstorbenen Ehemannes von Königin Elizabeth II..

Ab 12.00 Uhr mittags (14.00 Uhr MESZ) feuern Kanonen in zahlreichen Städten von London über Edinburgh und Belfast bis Gibraltar sowie von den Kriegsschiffen der Royal Navy über einen Zeitraum von 40 Minuten 41 Schüsse ab. Westminster Abbey, wo die spätere Queen und Prinz Philip 1947 geheiratet hatten, hatte bereits am Freitag 99-mal seine Glocke geläutet - einmal für jedes Lebensjahr des Verstorbenen. Die Flaggen an allen Regierungsgebäuden wehen seit Freitagmorgen auf Halbmast. Dies soll bis zum Morgen nach der Beisetzung des Prinzgemahls so bleiben, deren Termin noch nicht bekannt gegeben wurde.

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07:00 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

nun also doch: Mit bundesweit einheitlichen Regeln soll die dritte Corona-Welle in Deutschland gebrochen werden. Dazu soll das Infektionsschutzgesetz im Eilverfahren nachgeschärft werden - so der Plan der Bundesregierung.

Heute werden diese Themen wichtig:

  • Mitten in der dritten Corona-Welle kommen in Dresden 600 Delegierte der AfD zu einem Bundesparteitag zusammen. Ziel der zweitägigen Veranstaltung auf dem Messegelände ist die Verabschiedung eines Programms für die Bundestagswahl am 26. September.
  • Die frühere Fraktionschefin Sahra Wagenknecht will erneut als Spitzenkandidatin der Linken in Nordrhein-Westfalen bei der Bundestagswahl antreten. Bei der Aufstellungsversammlung des Landesverbandes der Linken in Essen hat Wagenknecht eine Gegenkandidatin. Die Kölner Verwaltungswirtin Angela Bankert bewirbt sich ebenfalls um Platz 1 der Landesliste.
  • Ein Segelschiff mit 33 Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland an Bord wird nach einer mehrmonatigen Reise zurück in Emden erwartet. Der Dreimaster war Anfang Oktober vor dem zweiten Lockdown in der Corona-Pandemie in der ostfriesischen Hafenstadt gestartet. Für die Schülerinnen und Schüler gehörten neben Unterricht auch Exkursionen und das Segeln zum Alltag auf dem Schiff.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: juliane.kipper@nama.de.

06:40 Uhr

Hamburger Hafen gibt Entwarnung

Hamburgs Hafenkapitän Jörg Pollmann sieht nach der Blockade des Suezkanals zwar viel Schiffsverkehr auf die Hansestadt zukommen, rechnet aber keineswegs mit Staus vor Europas drittgrößtem Hafen. "Ab der nächsten Woche erwarten wir, dass die Hütte voll wird", sagte Pollmann. Die Zahl der Liegeplätze sei natürlich begrenzt. "Aber nach allen Informationen für die nächsten zehn Tage ist dennoch von einem normalen Ablauf auszugehen."

Möglicherweise müsse das eine Schiff etwas verzögert, das andere etwas beschleunigt werden. "Doch das ist normal. Ein Stau im Hamburger Hafen ist im Moment aber nicht absehbar." Daran ändere auch die siebentägige Blockade des Suezkanals durch den 400 Meter langen Containerfrachter "Ever Given" Ende März nichts. Pollmann betonte, es wollten jetzt ja auch nicht alle Schiffe sofort nach Hamburg. Die knapp 400 ehedem im Stau stehenden Frachter verteilten sich weltweit.

06:02 Uhr

Chinesische Behörden brummen Alibaba-Gründer Jack Ma Rekordstrafe auf

Neuer Schlag gegen Alibaba-Gründer Jack Ma: Erst platzt der Börsengang seiner Finanztochter, jetzt gerät auch seine weltgrößte Online-Handelsplattform unter Druck. Die chinesische Aufsichtsbehörde hat gegen den chinesischen Amazon-Rivalen Alibaba Group Holding Ltd eine Rekordstrafe von 18 Milliarden Yuan (2,31 Mrd. Euro)wegen Verstoßes gegen Anti-Monopol-Regeln und Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung verhängt. Die Strafe entspricht etwa 4 Prozent des Umsatzes von Alibaba im Jahr 2019 und ist die höchste je in China verhängte Kartellstrafe.

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05:49 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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