Der Tag
1. Mai 2022
IMG-3564mit Yuki Schubert
Zum Archiv
22:33 Uhr

Das war Sonntag, der 1. Mai 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

Kremlchef Putin hatte den Abzug ukrainischer Soldaten aus ihrer letzten Bastion in Mariupol, dem Stahlwerk Asowtal, abgelehnt. Doch nun ein Hoffnungsschimmer für die zivile Bevölkerung. Etwa hundert Menschen sind auf dem Weg nach Saporischschja, wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Twitter schrieb. Zudem hat die Bundesregierung in Sachen Öl-Embargo eine Kehrtwende hingelegt. Das aktuelle Kriegsgeschehen in der Ukraine verfolgen Sie am besten über unseren Ticker. Eine Tages-Zusammenfassung mit neuen Anschuldigungen seitens Russland gegen den Westen lesen Sie hier.

Folgende Themen haben uns am "Tag der Arbeit" ebenfalls beschäftigt:

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend. Passen Sie aufeinander auf und kommen Sie gut in die erste Maiwoche.

Das war Sonntag, der 1. Mai 2022
22:12 Uhr

Junge steigt an Kreuzung aus und wird von Auto erfasst

Riesiger Schreck in Mecklenburg-Vorpommern: Ein neunjähriger Junge ist am Nachmittag an der Bundesstraße 106 in Lübstorf bei Schwerin angefahren und verletzt worden. Laut Polizei stieg das Kind an einer Kreuzung plötzlich auf der Beifahrerseite eines Autos aus und wurde dabei von einem vorbeifahrendem Auto erfasst. Der Junge kam per Rettungswagen in eine Klinik nach Schwerin, soll aber nicht in Lebensgefahr schweben. Weitere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.

Junge steigt an Kreuzung aus und wird von Auto erfasst
21:47 Uhr

Flaschen und Böller fliegen: Erste Ausschreitungen in Berlin

Bei der abendlichen 1. Mai-Demonstration ist es in Berlin-Kreuzberg zu Rangeleien zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Es flogen Flaschen, es gab Böllerwürfe auf Polizisten, wie ein dpa-Reporter beobachtete. Einsatzkräfte der Polizei setzten Reizgas ein. Auch bengalische Feuer waren zu sehen. Zuvor hatte die sogenannte Revolutionäre 1. Mai-Demonstration weitgehend ohne größere Zwischenfälle ihren Endpunkt in Kreuzberg erreicht. Gegen 21.00 Uhr kam der Aufzug am Oranienplatz an - begleitet von einem Großaufgebot der Polizei. Die Demonstration führte auch am Kottbusser Tor und unter einem Hochhaus vorbei, in dem eine neue, auch umstrittene Polizeiwache geplant ist. Linke Gruppen protestierten gegen das Vorhaben. Rund 14.000 Menschen beteiligten sich nach Schätzungen der Polizei an der Demo. Im mittleren Teil befand sich ein großer schwarzer Block mit mehreren Hundert Menschen.

Flaschen und Böller fliegen: Erste Ausschreitungen in Berlin
21:21 Uhr

Geküsst und geschlagen: Ermittlungen gegen Berliner Polizisten

Ein 30-jähriger Polizist außer Dienst soll aus einer größeren Gruppe heraus vor einem Spätkauf im Berliner Stadtteil Friedrichshain einen gleichaltrigen wohnungslosen Mann erst geküsst und dann unvermittelt zugeschlagen haben. Laut Polizei haben Rettungskräfte die Verletzungen im Gesicht versorgt und den Geschlagenen ins Krankenhaus gebracht. Den Tatverdächtigen haben demnach Einsatzkräfte dann in der Nähe des Spätis gestellt, als er sich wiederum mit einer Frau innig geküsst habe. Bei der Aufnahme seiner Personalien habe der 30-Jährige stark alkoholisiert gewirkt, hieß es. Ihm sei Blut entnommen worden. Im Zuge der Überprüfung habe sich der 30-Jährige als Mitarbeiter der Polizei herausgestellt. Ihn erwarten Ermittlungen wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und dienstrechtliche Folgen, wie die Polizei heute mitteilte.

Geküsst und geschlagen: Ermittlungen gegen Berliner Polizisten
20:33 Uhr

Feuer gelegt: Festnahmen bei Mai-Demo in Paris

Am Rande der traditionellen Demonstration zum 1. Mai in Paris ist es zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und jugendlichen Protest-Teilnehmern gekommen. Laut AFP begann eine Gruppe schwarzgekleideter und maskierter Demonstranten bereits kurz nach Beginn des Protestzugs am Nachmittag, Schaufenster einzuwerfen und Gegenstände auf Polizisten zu werfen. Die Polizei setzte daraufhin Tränengas ein. Rund 20 Geschäfte, darunter McDonald's-Filialen und Banken, wurden beschädigt, ein Auto wurde aufgebrochen. Einige Demonstranten versuchten Barrikaden zu errichten und zündeten auf der Straße Paletten an. Laut Gewerkschaften waren mehr als 210.000 Menschen bei Kundgebungen in Frankreich unterwegs. Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin verurteilte auf Twitter die Ausschreitungen. Die von Randalierern verübten Gewaltakte seien nicht hinnehmbar. Wie Darmanin schrieb, gab es allein in Paris bis zum Abend 29 Festnahmen.

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Demonstranten gehen in Paris mit einem Banner an brennendem Müll vorbei. (Foto: picture alliance/dpa/AP)
Feuer gelegt: Festnahmen bei Mai-Demo in Paris
19:59 Uhr

Fehlverhalten am Set: Bill Murray will sich versöhnen

Nach einer Beschwerde gegen Bill Murray wurden die Dreharbeiten zum Film "Being Mortal" gestoppt. Nun äußert sich der Schauspieler erstmals in einem CNBC-Interview: "Ich habe etwas getan, das ich für lustig hielt, aber es ist so nicht angekommen", sagte der "Ghostbusters"-Star. Er und seine Kollegin würden miteinander sprechen und sich darum bemühen, "Frieden zu schließen". Er hoffe darauf, das gegenseitige Vertrauen wiederherzustellen. Dieser Vorfall sei für ihn sehr lehrreich gewesen, führte Murray weiter aus. Murray soll sich "unangemessen" verhalten haben, zitierte die "New York Times" aus einem Brief der Produktionsfirma. Worum es bei den Vorwürfen gegen Murray geht, ist nicht bekannt. Auch der Name der betroffenen Frau wurde nicht genannt.

Fehlverhalten am Set: Bill Murray will sich versöhnen
19:30 Uhr

Djokovic "erschüttert" über Haftstrafe gegen Ex-Trainer Becker

Der Erste der Tennis-Weltrangliste, Novak Djokovic, hat sich betroffen über die Haftstrafe für seinen Weggefährten und früheren Trainer Boris Becker geäußert. Er sei "erschüttert", sagte Djokovic vor Journalisten in Madrid, wie die spanische Sportzeitung "Marca" und andere Medien berichteten. Becker war zwischen 2013 und 2016 rund drei Jahre Djokovics Trainer. Der 34 Jahre alte Serbe sagte, er wolle das Urteil nicht bewerten. Er betonte aber: "Boris ist ein langjähriger Freund und hat an meinen Erfolgen mitgewirkt. Ich hoffe, dass er dies ohne Folgen für seine psychische Gesundheit übersteht und sein Leben wieder aufnehmen kann."

Djokovic "erschüttert" über Haftstrafe gegen Ex-Trainer Becker
19:03 Uhr

Kylie Minogue kehrt zum Abschied zu "Neighbours" zurück

Einst sangen sie "Especially for you" gemeinsam - nun bescheren Kylie Minogue und Jason Donovan (beide 53) den "Neighbours"-Fans ein Highlight und kehren zum Abschied der australischen Erfolgs-Soap zurück. Die beiden Australier werden als ihre Charaktere Charlene Mitchell und Scott Robinson "eine ganz besondere Rolle" in dem Serienfinale spielen, wie auf dem offiziellen Twitter-Konto der Soap bekannt gegeben wurde. Scott und Charlene seien das ultimative Pärchen der Serie, weshalb es sich nicht richtig anfühlen würde, das Ganze ohne sie zu beenden. Die einst weltweit beliebte Soap wird nach 37 Jahren eingestellt. Die Macher der Sendung hatten vor gut zwei Monaten das Ende der Show erklärt.

Kylie-Minogue-und-Jason-Donovan-bei-einem-gemeinsamen-Auftritt-2018
Kylie Minogue und Jason Donovan bei einem gemeinsamen Auftritt 2018. (Foto: picture alliance / empics)
Kylie Minogue kehrt zum Abschied zu "Neighbours" zurück
18:34 Uhr

Sintflutartiger Regen: Zwei Männer sterben auf Guadeloupe

Bei einem heftigen Unwetter mit Überschwemmungen auf der französischen Insel Guadeloupe sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen, eine weitere Person wird vermisst. Bei den beiden Opfern soll es sich nach AFP-Informationen um zwei Männer handeln, die beide in ihrem Fahrzeug tot geborgen wurden. In der Nacht von Freitag auf Samstag kam es auf der Karibik-Insel zu sintflutartigen Regenfällen, es fielen den Angaben zufolge mehr als 300 mm Regen. Zuletzt soll die Insel einen solchen Starkregen während des Zyklons Maria im Jahr 2017 verzeichnet haben.

Sintflutartiger Regen: Zwei Männer sterben auf Guadeloupe
17:59 Uhr

Aktivisten manipulieren erneut Ölpipeline nach Schwedt

Zwei Männer im Alter von 59 und 37 Jahren haben an der Ölpipeline zur Raffinerie in Schwedt (Uckermark) manipuliert. Dafür machten sie sich laut Polizei an einem Schieber für die Energieversorgung zu schaffen. Danach ketteten und klebten sie sich auf dem Firmengelände an. Die Aktivisten konnten der Polizei zufolge durch Rettungskräften abgelöst und dann in Gewahrsam genommen werden. Bereits am vergangenen Mittwoch habe es in der Uckermark einen ähnlichen Angriff auf die kritische Infrastruktur des Landes gegeben. In der vergangenen Woche hatten Mitglieder der Gruppe "Letzte Generation" auch in Mecklenburg-Vorpommern solche Angriffe gestartet.

Aktivisten manipulieren erneut Ölpipeline nach Schwedt
17:38 Uhr

Langjähriger Weggefährte Fidel Castros ist tot

Einst war er eine Schlüsselfigur in der Beziehung zu den USA: Der ehemalige kubanische Außenminister und langjährige Weggefährte des Revolutionsführers Fidel Castro, Ricardo Alarcón, ist in der Hauptstadt Havanna im Alter von 84 Jahren gestorben. Dies teilten Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla und die Vize-Außenministerin Josefina Vidal auf Twitter mit. Die Todesursache ist noch unbekannt. Zwischen 1992 und 1993 hatte Alarcón das Amt des Außenministers inne. Er galt als enger Vertrauter des 2016 verstorbenen Revolutionsführers Castro und war ein frühes Mitglied der Castro-Bewegung "26. Juli" in den 1950er-Jahren. Später vertrat er Kuba vor den Vereinten Nationen. 2013 verlor Alarcón seinen letzten wichtigen politischen Posten als Mitglied des mächtigen Politbüros des sozialistischen Kuba.

Langjähriger Weggefährte Fidel Castros ist tot
16:52 Uhr

Rentner überfährt nach Friedhofsbesuch seine Frau - 79-Jährige tot

Tragischer Unfall in Hessen: Nach einem Friedhofsbesuch hat ein 84 Jahre alter Autofahrer im Brachttal seine Ehefrau überfahren und tödlich verletzt. Laut Polizei ist die Frau trotz Reanimationsmaßnahmen noch an der Unfallstelle gestorben. Demnach wollte der Mann aus Frankfurt nach dem Besuch des Friedhofs am Vortag sein Auto rückwärts ausparken. Dabei habe er die 79-Jährige, die hinter dem Wagen wartete, übersehen und überrollt. Der Senior sei von einem Kriseninterventionshelfer betreut worden.

Rentner überfährt nach Friedhofsbesuch seine Frau - 79-Jährige tot
16:27 Uhr

Nadal kritisiert Russen-Ausschluss von Wimbledon

Der spanische Tennis-Weltstar Rafael Nadal hat den Ausschluss von Profis aus Russland und Belarus beim diesjährigen Grand-Slam-Turnier in Wimbledon scharf kritisiert. "Es ist sehr unfair gegenüber meinen Kollegen. Was können die Armen denn dafür?", sagte der 35 Jahre alte Weltranglisten-Vierte. Die Profis treffe keine Schuld, "an dem, was passiert". Vor Nadal hatten unter anderem Zverev, der Russe Andrej Rubljow und der Serbe Novak Djokovic die Maßnahme kritisiert. Vom Ausschluss ist unter anderem auch der russische Weltranglisten-Zweite Daniil Medwedew betroffen - ein Rivale von Nadal, Djokovic und Zverev im Kampf um Titel und den ersten Platz in der Weltrangliste. Falls Profis aus Russland und Belarus mit einer Erklärung gegen den Krieg die Teilnahme erlaubt worden wäre, "hätten wir riskiert, dass ihr Erfolg zum Vorteil der Propagandamaschine des russischen Regimes genutzt worden wäre", sagte am Dienstag der Vorsitzende des All England Lawn Tennis Clubs (AELTC), Ian Hewitt.

Nadal kritisiert Russen-Ausschluss von Wimbledon
16:00 Uhr

Cindy aus Marzahn feiert kleines RTL-Comeback

Den pinken Jogginganzug hängte Ilka Bessin alias "Cindy aus Marzahn" samt Perücke 2016 eigentlich an den Nagel. Sechs Jahre später feiert die bekannte Berliner Kunstfigur ein Comeback. Ein RTL-Sprecher bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass Mitte Mai vier Folgen von "Die Cindy aus Marzahn Show" in Halle (Saale) aufgezeichnet werden sollen. Wann genau die Sendungen im Programm des Senders zu sehen sind, ist noch nicht bekannt. Die 50-jährige Komikerin Bessin erklärte bereits 2021 noch mal für eine "Abschiedsshow" zurückkehren zu wollen.

Cindy aus Marzahn feiert kleines RTL-Comeback
15:30 Uhr

Giffey bei DGB-Kundgebung mit Ei beworfen

Donald Trump hat laut Gerichtsdokumenten schon vor der Möglichkeit, von fliegenden Tomaten, Ananas und Bananen getroffen zu werden, Angst: Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey ist bei der Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds beschimpft und tatsächlich mit einem Ei beworfen worden. Das Ei habe die SPD-Politikerin aber verfehlt, sagten Sprecherinnen des Senats und des DGB auf Anfrage. Ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur vor Ort berichtete, dass Giffey wegen der Proteste ihre Rede zeitweise unterbrechen musste. Aus der Menge wurde lautstark gefordert, den Berliner Volksentscheid zur Enteignung von Wohnungsbauunternehmen umzusetzen.

Giffey bei DGB-Kundgebung mit Ei beworfen
15:06 Uhr

Hubschrauber überschlägt sich: Feuerwehrmann stirbt in Russland

Beim Absturz eines Hubschraubers im Fernen Osten Russlands sind mindestens ein Feuerwehrmann getötet und fünf weitere Menschen verletzt worden. Insgesamt waren 15 Besatzungsmitglieder und Feuerwehrleute an Bord der Maschine vom Typ Mi-8, wie die staatliche Agentur Tass meldete. Derzeit würden zwei mögliche Ursachen für den Unfall untersucht: ein technisches Problem oder ein Fehler der Crew. Der Helikopter habe sich bei der Landung auf dem Flugplatz der Stadt Mogotscha östlich des Baikalsees überschlagen und sei in Flammen aufgegangen. Dabei sei ein 46 Jahre alter Feuerwehrmann getötet worden.

Hubschrauber überschlägt sich: Feuerwehrmann stirbt in Russland
14:40 Uhr

Tornados in Kansas: Drei Meteorologie-Studenten sterben bei Unfall

Sie wollten ganz nah dran sein: Drei Meteorologie-Studenten sind auf dem Weg von einer Sturmverfolgungsfahrt im US-Bundesstaat Kansas zurück ins benachbarte Oklahoma tödlich verunglückt. Ihr Auto sei am Freitagabend im Bezirk Kay auf nasser Fahrbahn ins Schleudern geraten und von einem Sattelschlepper erfasst worden, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf die Autobahnpolizei. Der Unfallort sei nur 105 Kilometer von Kansas' größter Stadt Wichita entfernt gewesen. In der Region hatte ein heftiger Tornado am Freitag große Schäden angerichtet. Dabei waren mehrere Menschen verletzt worden. Die drei Männer im Alter zwischen 19 und 21 Jahren seien Studierende am Meteorologie-Institut der Universität Oklahoma gewesen, schrieb CNN weiter.

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Nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes waren in der Nacht zu Samstag in Kansas und im benachbarten Nebraska mehr als ein Dutzend Windhosen gemeldet worden. (Foto: picture alliance/dpa/The Wichita Eagle/AP)
Tornados in Kansas: Drei Meteorologie-Studenten sterben bei Unfall
14:21 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

seit 1890 gilt in Deutschland und in Europa der 1. Mai als "Kampftag der Arbeitsbewegung". Damals legten hierzulande 100.000 Menschen aus Protest ihre Arbeit nieder. Den Ursprung liegt aber in den USA. Am 1. Mai 1886 streikten dort rund 400.000 Arbeiter in mehreren Städten und forderten den Acht-Stunden-Tag ein. Aber zurück aus diesem historischen Diskurs ins Hier und Jetzt. Meine Kollegin Hedviga Nyarsik hat ihre Arbeit bravourös getan und genießt jetzt ihren wohlverdienten Feierabend. An ihre Stelle trete nun ich und begleite Sie durch den restlichen Feiertag/Sonntag. Bei Fragen zum Format melden Sie sich gern hier: dertag@n-tv.de

Ihre Yuki Schubert

Schichtwechsel
14:15 Uhr

Vierjähriger klaut Wagen seiner Mutter - und rammt geparkte Autos

Ein Vierjähriger ist im niederländischen Utrecht in der Frühe unbemerkt mit dem Auto seiner Mutter zu einer Spritztour gestartet und hat prompt zwei geparkte Wagen gerammt. Im Schlafanzug und barfuß lief er danach davon, wie die Polizei mitteilt. Ein Stück weiter bemerkte ein Autofahrer den Jungen, kümmerte sich um ihn und rief die Polizei.

Da nicht sofort klar war, wo der Junge herkam, nahmen die Beamten ihn mit zur Wache und gaben ihm einen heißen Kakao. Bald darauf ging die Meldung zu dem Unfall und dem herumstehenden Wagen ein, der auf die Mutter angemeldet war. Ein Anruf bei der Mutter klärte, dass der entlaufene Junge ihr Sohn war. Als die Mutter mit dem Jungen telefonierte, sahen die Polizisten, dass er mit den Händen Lenkbewegungen machte und einen Zusammenstoß nachspielte. Sie vermuteten einen Zusammenhang. Am Unfallort baten sie den Jungen, zu zeigen, wie er das Auto gefahren hatte. Mit dem Schlüssel gelang es ihm, den Wagen zu öffnen, zu starten und anschließend Kupplung und Gas zu bedienen.

Wie sich herausstellte, war der Junge in der Frühe wach geworden, als sein Vater zur Arbeit aufbrach, und hatte sich zu einer Autofahrt entschlossen. Ein neuer Max Verstappen sei entdeckt worden, hieß es im Polizeibericht in Anspielung auf den niederländischen Formel-1-Rennfahrer.

Vierjähriger klaut Wagen seiner Mutter - und rammt geparkte Autos
13:45 Uhr

Disco-Besucher retten älteres Ehepaar aus brennendem Haus

Zwei junge Männer haben in der Nacht zum Sonntag in Trebbin ein älteres Ehepaar aus einem brennenden Haus gerettet, wie die "BZ" berichtete. Nach einem Disco-Besuch fuhren sie demnach zusammen mit drei Bekannten gegen 2:30 Uhr durch den Ortsteil Lüdersdorf, als sie die Flammen sahen, teilt die Polizei mit. Die jungen Männer im Alter von 19 und 20 Jahren banden sich dem Blatt zufolge Tücher vor das Gesicht, traten die Tür ein und krochen über den Boden, um in dem brennenden und stark verqualmten Haus jemand zu finden. Im Schlafzimmer fanden sie eine Frau und im Haus einen herumirrenden Mann, der offensichtlich aufgrund des dichten Rauchs die Orientierung verloren hatte. Das Ehepaar kam mit Verdacht einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus, auch einer der beiden Retter musste aufgrund schlechter Blutgaswerte in ein Krankenhaus. Das Haus brannte komplett aus.

Disco-Besucher retten älteres Ehepaar aus brennendem Haus
13:07 Uhr

Spaziergängerin entdeckt Leiche am Elbufer in Hamburg

Grausiger Fund an der Elbe: Eine Spaziergängerin hat am Samstagabend in Hamburg am Ufer der Elbe eine leblose Person entdeckt, wie die "Hamburger Morgenpost" berichtet. Demnach meldete die Frau, die mit ihren Hunden am Gauerter Hauptdeich unterwegs war, die Leiche der Polizei gegen 21 Uhr. Mehrere Löschfahrzeuge, Rettungsboote und Streifenwagen rückten an. Ein Notarzt wurde mit einem Rettungshubschrauber eingeflogen. Der Notarzt habe nur noch den Tod feststellen können. Ersten Angaben zufolge handelte es sich bei dem Leichnam um eine Frau. Sie wurde in das Institut für Rechtsmedizin transportiert. Die Ermittlungen zur Identität dauern an.

Spaziergängerin entdeckt Leiche am Elbufer in Hamburg
12:20 Uhr

Deutsche Hersteller produzieren 700.000 Autos weniger

Die deutschen Autobauer werden einem Medienbericht zufolge in diesem Jahr wegen Problemen mit der Teileversorgung rund 700.000 Autos weniger fertigen können, als zu Jahresanfang geplant. Die Branchenzeitung "Automobilwoche" berichtet unter Berufung auf Daten des Dienstleisters IHS Markit:

  • Besonders betroffen sei die Marke VW, die in diesem Jahr über eine halbe Million Einheiten verliere.

  • Bei Mercedes fehlten am Ende des Jahres 80.000 geplante Fahrzeuge, bei BMW sogar 100.000.

  • Der VW-Konzern konzentriere sich auf seine Premiummarken, die mehr Marge bringen. So steige die Produktion bei Porsche sogar, bei Audi gehe sie nur leicht zurück.

  • Leidtragender sei die Marke VW, bei der über 500.000 Bestellungen aufgelaufen seien.

Deutsche Hersteller produzieren 700.000 Autos weniger
11:52 Uhr

NRW mit Gasspar-Ideen: Home-Office und Senioren in den Süden

Um bei einem Lieferboykott Zwangsabschaltungen von Gas zu vermeiden, befürwortet NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart alle anderen Einsparmöglichkeiten offen zu prüfen. Das sagt er der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Eine Option wäre, dass im Herbst und Winter wieder Millionen Arbeitnehmer ins Homeoffice geschickt werden, damit Büros weniger geheizt werden müssen. Auch jetzt würden viele Bürger ihren Firmenbüros häufiger als vor der Corona-Krise fernbleiben; wegen drohender Gasknappheit könne man über neue Vorgaben nachdenken: "Wir müssen viele Ideen nutzen, um mit eventuell weniger Gas klarzukommen."

Einen ungewöhnlichen Vorschlag, um Gas einzusparen, macht hingegen Marija Linnhoff, Vorsitzende des Vereins unabhängiger selbstständiger Reisebüros (VUSR). Sie sagte der Zeitung: "Schon jetzt verbringen viele Senioren zwei oder drei Monate im Winter auf Mallorca, in der Türkei oder an einem vergleichbaren Ziel. Wenn der Staat für solche Reisen einen Zuschuss von beispielsweise 500 Euro zahlen würde, würden vielleicht viel mehr Bürger eine solche Option nutzen. Die könnten dann ihre hiesige Heizung herunterfahren, und wir hätten mehr Gas über für Industrie und die anderen Bürger."

NRW mit Gasspar-Ideen: Home-Office und Senioren in den Süden
11:22 Uhr

Neun Festnahmen nach Gebäude-Einsturz

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Mindestens 18 Menschen wurden verschüttet, 39 weitere werden immer noch vermisst. (Foto: picture alliance / Xinhua News Agency)

Nach dem Einsturz eines mehrstöckigen Gebäudes in der zentralchinesischen Provinz Hunan sind neun mutmaßliche Verantwortliche festgenommen worden. Die Polizei der Stadt Changsha teilt mit, dass der Eigentümer und drei für Planung und Bau des Gebäudes verantwortliche Menschen verhaftet worden seien. Bei fünf weiteren Festgenommenen handele es sich um Mitarbeiter einer privaten Bauaufsichtsfirma.

  • Das Gebäude war am Freitag aus bisher ungeklärten Gründen eingestürzt.

  • Wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Unglücks darin aufhielten, war zunächst unklar.

  • Der Bürgermeister der Stadt, Zheng Jianxin, sprach am Samstag von mindestens 18 Verschütteten.

  • Außerdem fehle von 39 weiteren Menschen jede Nachricht, sagte Zheng.

  • "Die Situation der vermissten Personen wird weiter überprüft", so der Bürgermeister.

In China kommt es immer wieder zum Einsturz von Gebäuden. Das liegt teilweise an niedrigen Bau- und Sicherheitsstandards sowie auch an Korruption bei Behördenmitarbeitern, die für die Kontrolle der Bauvorschriften zuständig sind.

Neun Festnahmen nach Gebäude-Einsturz
10:44 Uhr

84-Jähriger stirbt nach Unfall mit Rasenmäher

Im baden-württembergischen Böttingen ist ein Mann gestorben, nachdem sich sein Rasenmäher an einem Abhang überschlagen hatte. Der 84-Jährige habe am Freitag mit dem Aufsitzrasenmäher in seinem Garten gearbeitet, teilt die Polizei in Konstanz mit. Zum Leeren des Auffangbehälters sei er rückwärts an den Abhang herangefahren. Der Rasenmäher sei den Abhang hinuntergerollt und habe sich überschlagen, der Mann sei unter den Mäher geraten. Dabei sei er schwer verletzt worden und später im Krankenhaus gestorben.

84-Jähriger stirbt nach Unfall mit Rasenmäher
10:09 Uhr

Adler Group schreibt Milliardenverlust

Der mit schweren Vorwürfen konfrontierte Immobilienkonzern Adler Group hat am Samstag trotz des Versagungsvermerks des Abschlussprüfers KPMG Zahlen für das vergangene Jahr vorgelegt. Damit sollen die Berichtspflichten gemäß den Bedingungen ihrer ausstehenden Anleihen erfüllt werden, wie die Gesellschaft mitteilt. Dabei legte der operative Gewinn zu, unter dem Strich stand wegen Abschreibungen aber ein Verlust von knapp 1,2 Milliarden Euro, nach plus 191 Millionen Euro vor einem Jahr.

Viel Wert dürften Anleger auf die Zahlen aber nicht geben. Denn bereits am Freitagabend hatte Adler mitgeteilt, dass KPMG eigenen Angaben zufolge nicht in der Lage sei, nach der Beendigung der Abschlussprüfung ein Prüfungsurteil für den Konzern- und den Einzelabschluss 2021 abzugeben. Die Investmentfirma Viceroy des Leerkäufers Fraser Perring, die auch den inzwischen insolventen Finanzdienstleister Wirecard früh mit Veröffentlichungen unter Druck gesetzt hatte, hatte gegen Adler erstmals im Oktober schwere Vorwürfe erhoben. Dabei ging es unter anderem um die Bewertung von Immobilienprojekten. Adler wies die Kritik seither wiederholt zurück.

Adler Group schreibt Milliardenverlust
09:39 Uhr

Militär tötet sechs abtrünnige Farc-Rebellen

Kolumbianische Soldaten haben bei einem Einsatz an der Grenze zu Venezuela sechs abtrünnige Mitglieder der aufgelösten Rebellenorganisation Farc getötet. Die Kämpfe fanden am Freitag im Bezirk Arauca im Nordwesten des Landes statt, teilt Verteidigungsminister Diego Molano mit. Unter den Getöteten war demnach auch der frühere Farc-Kämpfer "Chucula", der der Guerillaorganisation mehr als 25 Jahre angehört habe und zuletzt von Venezuela aus seine "Verbrechen" und "terroristischen Aktivitäten" verübt habe.

Kolumbiens Präsident Iván Duque beschuldigt den linksgerichteten venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro, illegalen bewaffneten Gruppen Freiraum und Schutz zu gewähren. Maduro weist die Anschuldigungen zurück. Die beiden Länder hatten kurz nach Duques Amtsantritt im Jahr 2018 ihre diplomatischen Beziehungen beendet.

Militär tötet sechs abtrünnige Farc-Rebellen
08:41 Uhr

Vermieter wollen höhere Nebenkosten-Abschläge

Gas und Öl sind viel teurer geworden. Für Mieter heißt das: Die nächste Nebenkostenabrechnung dürfte es in sich haben. Doch so lange warten manche Vermieter nicht. Die Ersten dringen schon im laufenden Abrechnungsjahr auf höhere monatliche Vorauszahlungen, wie es vom Deutschen Mieterbund heißt. Der Wunsch nach höheren Abschlägen werde immer öfter an die Mieterinnen und Mieter herangetragen.

Der Eigentümerverband Haus und Grund registriert in seinen Beratungsgesprächen, dass die hohen Kosten Vermieter umtreiben: "Auch in unseren Vereinen kommt es vermehrt zu Anfragen mit Blick auf die steigenden Energiepreise - etwa zu der Frage, wann Vorauszahlungen angepasst werden können."

In welchem Umfang schon höheren Vorauszahlungen vereinbart wurden, ist unklar. "Der Wunsch wird zumindest immer öfter an die Mieterinnen und Mieter herangetragen", erläutert Mieterbund-Sprecherin Jutta Hartmann. Von größeren Konflikten habe man bislang keine Kenntnis. Hartmann betonte: "Vermieter haben keinen Anspruch darauf, unterjährig höhere Vorauszahlungen zu verlangen. Einen Anspruch auf die Zahlung erhöhter Nebenkostenvorauszahlungen hat der Vermieter nur nach Abrechnungslegung." Wer kann, solle Geld zurücklegen, um dann auch zahlen zu können.

Vermieter wollen höhere Nebenkosten-Abschläge
08:06 Uhr

US-Country-Sängerin Naomi Judd ist tot

Die US-amerikanische Country-Sängerin Naomi Judd, Mutter der Sängerin Wynonna Judd und der Schauspielerin Ashley Judd, ist tot. "Wir Schwestern habe heute eine Tragödie erlebt", heißt es in einer Mitteilung der Schauspielerin auf Instagram. Sie hätten ihre "wunderschöne" Mutter durch eine psychische Erkrankung verloren. Diese Erklärung wurde auch auf der Twitterseite von "The Judds" veröffentlicht. Unter diesem Bandnamen waren Naomi und Tochter Wynonna als Country-Duo bekannt. Ein Sprecher von Ashley Judd bestätigte den Tod der Sängerin dem Sender CNN. Naomi Judd wurde 76 Jahre alt.

US-Country-Sängerin Naomi Judd ist tot
07:33 Uhr

Mann auf Berliner Jahrmarkt erstochen

Bei einem Streit auf einem Berliner Rummel ist ein Mann getötet worden. Im Veranstaltungsbereich der Neuköllner Maientage auf dem Columbiadamm sei es am späten Samstagabend zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen, sagt eine Polizeisprecherin.

An dem Opfer wurden mehrere Stichverletzungen festgestellt, teilt die Polizei mit. Das Opfer wurde demnach mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, wo es wenig später starb.

Mann auf Berliner Jahrmarkt erstochen
07:02 Uhr

Chipmangel belastet Fahrradhersteller

Der Chipmangel in der Industrie plagt nicht nur die Autoindustrie, auch die Fahrradhersteller haben zu kämpfen. Mittlerweile kommt es nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbands auch bei Elektrorädern zu Verzögerungen der Produktion. "Bei E-Bikes haben wir ein ähnliches Chipproblem wie die Autoindustrie", sagt Geschäftsführer Burkhard Stork. "Es fehlen nicht die Akkus, sondern die Chips für die Steuerung der Batterieladung und für die Displays." Deswegen gebe es derzeit einen Produktionsrückstau - "und viele E-Bikes können nicht ausgeliefert werden."

  • Die Lieferketten in der Fahrradindustrie sind schon seit Beginn der Corona-Pandemie gestört.

  • "Vor Beginn des Ukraine-Kriegs ruckelte es, aber es ruckelte sich relativ gut zusammen", sagt Stork. "Wir waren eigentlich davon ausgegangen, dass sich die Lage innerhalb der nächsten 18 Monate wieder normalisiert."

  • Doch seit Beginn des Kriegs hätten sich die Lieferprobleme deutlich verschärft. "Das liegt auch daran, dass Lkw-Fahrer fehlen", so Stork

Chipmangel belastet Fahrradhersteller
06:35 Uhr

Schüsse bei Volksfest in Mississippi - ein Mensch stirbt

Bei einem Volksfest in Jackson im US-Staat Mississippi ist am späten Samstagabend mindestens eine Person durch Schüsse ums Leben gekommen. Mehrere Menschen wurden verletzt, wie Medien unter Berufung auf eine Mitteilung des Sheriffs berichteten. Die Behörden gehen von mehreren Schützen auf dem Gelände des Mudbug Festivals aus, zwei Personen seien vorläufig festgenommen worden. Die Veranstaltung sei abgebrochen worden.

Schüsse bei Volksfest in Mississippi - ein Mensch stirbt
06:08 Uhr

Streit zwischen Großfamilien eskaliert: Schlägerei in Nienburg

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Vier Menschen werden bei der Schlägerei in Nienburg verletzt. (Foto: picture alliance/dpa)

Eine Auseinandersetzung zwischen zwei Großfamilien ist in Nienburg zu einer Schlägerei mit Dutzenden Beteiligten eskaliert. Ein 28 Jahre alter Mann soll dabei auch mit einer Schreckschusswaffe geschossen und einen Menschen im Gesicht verletzt haben, wie eine Polizeisprecherin sagt. Der mutmaßliche Schütze sei ermittelt worden. Insgesamt wurden vier Menschen verletzt, sie kamen alle ins Krankenhaus. Auslöser der Auseinandersetzung, an der laut Polizei am frühen Samstagabend 30 bis 40 Personen beteiligt gewesen waren, soll ein "länger schwelender Streit" zwischen den zwei Familien gewesen sein.

Die Polizei rückte nach eigenen Angaben mit einer großen Anzahl von Einsatzkräften nach Nienburg an - darunter auch Beamte aus umliegenden Inspektionen, etwa aus Hameln, Hildesheim und Northeim. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte sei die Stimmung zwischen den Beteiligten aggressiv gewesen. Es sei aber gelungen, die Situation zunächst zu beruhigen, sagte die Polizeisprecherin. Gegen 21.00 Uhr sei die Stimmung dann erneut aggressiver geworden - diesmal gegenüber den Polizisten. Es seien Steine geworfen und Pfefferspray versprüht worden. Mittlerweile sei die Lage unter Kontrolle, sagt die Sprecherin.

Streit zwischen Großfamilien eskaliert: Schlägerei in Nienburg