Sonntag, 26. Juli 2020Der Tag

mit Hedviga Nyarsik
Hedviga Nyarsik
22:24 Uhr

Das war Sonntag, der 26. Juli 2020

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Liebe Leserinnen und Leser,

heute gab es nicht viel zu lachen - gleich drei bedeutende Persönlichkeiten sind verstorben: Der ehemalige SPD-Chef Hans-Jochen Vogel ist mit 94 Jahren gestorben. Er hat nicht nur seine Partei, sondern auch das ganze Land geprägt. Filmfans trauern derweil um Olivia de Havilland. Der letzte Star des Südstaatenepos "Vom Winde verweht" ist mit 104 Jahren in Paris gestorben. Ebenfalls von uns gegangen ist Schauspieler John Saxon. Vor allem seine Rollen in bedeutenden Horrorstreifen wie "Nightmare On Elm Street" machen ihn unvergessen.

Ein Autofahrer raste in Berlin-Charlottenburg in eine Menschenmenge. Sechs Menschen wurden dabei verletzt. In den USA gehen Polizisten weiterhin hart gegen "Black Lives Matter"-Demonstranten vor. In Austin und Seattle kommt es zu heftigen Zusammenstößen. In Berlin wird derweil gefeiert - trotz Corona. 3000 Menschen erlebten in einem Neuköllner Park eine wilde Party-Nacht. Die Polizei musste die illegale Veranstaltung auflösen.

Bevor ich Sie in eine erholsame Nacht und einen hoffentlich erfreulicheren Morgen entlasse, möchte ich Ihnen noch diese Themen ans Herz legen. Stichwort: lesenswert!

Das war's für heute. "Der Tag" ist morgen in aller Frühe wieder für Sie da. Ich wünschen Ihnen schon jetzt einen guten Start in die Woche. Bleiben Sie gesund!

22:01 Uhr

Mähdrescher überrollt 17-Jährige - schwere Schnittverletzungen

Eine 17-Jährige ist in Immenstadt im Allgäu in einer Wiese von einem Traktor mit Mähwerk überrollt und schwer verletzt worden. Das Mädchen war mit einem Motorroller unterwegs gewesen und hatte auf der Wiese Pause gemacht, wohl um die Abendsonne zu genießen, wie ein Polizeisprecher sagte. Nach ersten Erkenntnissen hatte der 45 Jahre alte Landwirt das Mädchen, das hinter einer Kuppe lag, nicht bemerkt, als er dort mit seinem Gefährt unterwegs war. Das Mädchen wurde von einem Rad des Traktors und dem Mähwerk überrollt - doch der Mann setzte seine Mäharbeit fort. Das Mädchen konnte über ein Handy seine Mutter informieren, welche die Rettungskräfte alarmierte. Nach ersten Erkenntnissen ging das Mädchen davon aus, dass der Landwirt es in der Wiese bemerken würde.

Das Mädchen kam mit schweren Schnittverletzungen mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik. Nach ersten Einschätzungen des Notarztes sind die Verletzungen nicht lebensbedrohlich, die Mutter der 17-Jährigen wurde von Einsatzkräften am Unfallort betreut.

21:11 Uhr

Ex-Mitglieder des Pentagon berichten von Ufos

Es klingt wie "Akte X": Die Ufo-Einheit des Pentagons will einige ihrer Untersuchungen veröffentlichen, da ehemalige Berater vermuten, dass sich "Fahrzeuge, die nicht auf dieser Erde hergestellt wurden" im Lager der US-Regierung befinden. Aus einem Bericht der New York Times geht hervor, dass das Team den Geheimdienstausschuss des US-Senats alle sechs Monate über seine Untersuchungen zu unidentifizierten Flugobjekten (Ufos) informiert.

Eric Davis, ein ehemaliges Mitglied des Pentagon, berichtete der Zeitung, dass er das US-Verteidigungsministerium im März über die Bergung eines "nicht auf dieser Erde hergestellten Fahrzeuges" informiert habe. Zudem seien mehrere Objekte, von denen er glaube, dass "wir sie nicht selbst herstellen könnten", gefunden worden.

Sie finden das klingt verrückt? Es wird sich zeigen, wie viel an den angeblichen außerirdischen Fundstücken dran ist. Derweil amüsiert sich Twitter köstlich:

20:30 Uhr

VW sucht Spitzel aus den eigenen Reihen - nach Abhör-Affäre

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picture alliance/dpa

Ein Maulwurf in den eigenen Reihen? Beim weltgrößten Autobauer Volkswagen sorgt eine Spitzel-Affäre für Unruhe. Offenbar systematisch und über eine längere Zeit schnitt ein Unbekannter die Gespräche einer internen Arbeitsgruppe mit. Details wurden nun in die Öffentlichkeit getragen. Von fast 50 Stunden Audiomitschnitten aus den Jahren 2017 und 2018 schreibt das Online-Wirtschaftsmagazin "Business Insider", das am Wochenende Auszüge bekannt machte.

Die Arbeitsgruppe hatte einen heiklen Auftrag. Seit Jahren schon streitet sich Volkswagen mit der Zulieferergruppe Prevent - es ging 2016 sogar so weit, dass die Bänder in Wolfsburg und anderen Werken tagelang stillstanden, weil keine Sitzbezüge und Getriebegehäuse von Prevent-Töchtern mehr kamen.

19:57 Uhr

"Geschmackloser" Beileids-Tweet? FDP-Politiker Buschmann erntet Shitstorm

Zum Tod des früheren SPD-Vorsitzenden Hans-Jochen Vogel finden zurzeit viele Politiker warme Worte und schreiben Beileidsbekundungen in den sozialen Netzwerken. Daran wollte sich auch FDP-Politiker Marco Buschmann und schrieb auf Twitter: "Hans-Jochen Vogel war ein authentischer Sozialdemokrat, war nie abgehoben und lehnte viele Privilegien seiner verschiedenen Ämter ab. Anders als anderen ex-SPD-Chefs wäre es ihm nie in den Sinn gekommen, seinen Ruhestand zu versilbern."

Sein Tweet zog allerdings einen heftigen Shitstorm nach sich. Die Kritiker nahmen am letzten Satz Anstoß. "Unanständig" schrieb beispielsweise der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert. Andere nannten die Bemerkung "unangebracht und unangemessen", "geschmacklos" oder "echt daneben" und empfahlen, den Tweet zu löschen. "Wenn ein großer Politiker geht, kondoliert man oder schweigt. Seitenhiebe und politische Polemik sind schlicht deplatziert", wurde dem Ersten Parlamentarischen Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion mit auf den Weg gegeben.

19:31 Uhr

Auto kracht in Dresden in einen Linienbus - zehn Verletzte

Bei einem Zusammenstoß eines Autos mit einem Linienbus in Dresden sind zehn Menschen verletzt worden - zwei von ihnen schwer. Das teilte die Stadt am Sonntag mit. Die beiden schwer verletzten Frauen saßen im Bus und wurden nach Angaben eines Feuerwehrsprechers ins Krankenhaus gebracht. Die acht weiteren Personen erlitten nach ersten Erkenntnissen leichte Verletzungen - einige wurden ambulant behandelt, andere ebenfalls in eine Klinik gebracht. Unter den Leichtverletzten ist demnach auch der Autofahrer.

Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot von 60 Kräften vor Ort. Der Unfall hatte sich gegen 17.00 Uhr auf vollkommen gerader Strecke ereignet, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Wie es dazu kommen konnte, war zunächst unklar.

19:11 Uhr

"Vom Winde verweht"-Star Olivia de Havilland mit 104 gestorben

Die Filmlegende und Oscar-Gewinnerin Olivia de Havilland ist tot. Sie sei heute in Paris mit 104 Jahren eines natürlichen Todes gestorben, bestätigte ihre Sprecherin. Bekannt war de Havilland für ihre Rolle als Melanie Hamilton im Südstaatenepos "Vom Winde verweht" (1939). Sie galt als letzte Diva Hollywoods goldenem Zeitalter.

18:10 Uhr

Wie eine Disney-Schauspielerin zum Porno-Star wurde

In den 90er Jahren drehte Maitland Ward die Disney-Serie "Das Leben und Ich" - heute verdient die 43-Jährige ihr Geld mit Pornos. Wie es zu dem Karrierewechsel kam, erklärt sie nun in einem offenen Brief, der im "Daily Beast" veröffentlicht wurde: "Die Leute fragen mich, ob ich Angst habe, dass die Erotikindustrie mich für den Mainstream ruiniert hat. Genau das Gegenteil ist der Fall. Der Mainstream hat mich eingeschränkt und gelangweilt."

Mit ihrer Entscheidung ins Erotik-Business einzusteigen ist Ward mehr als zufrieden. Vier Pornofilme hat sie inzwischen gedreht, und dafür sechs Preise eingeheimst. Als sie 30 Jahre alt wurde, habe man ihr in Hollywood gesagt, sie könne "nicht mehr sexy sein". "Ich bin froh, dass ich nicht darauf gehört habe."

*Datenschutz

17:45 Uhr

Brite verschluckt Lachgas-Kaspel: "Hätte von innen zerfetzt werden können"

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Dass der leichtsinnige Mann die Lachgas-Kapsel überhaupt runterschlucken konnte, grenzt an ein anatomisches Wunder.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine dumme Party-Wette wird schnell zum ernsten medizinischen Notfall: Ein 22-Jähriger verschluckt auf einer Party in Großbritannien für 50 Pfund, umgerechnet 55 Euro, eine Lachgaskapsel. Er habe sich durch einen anderen Gast herausgefordert gefühlt, erzählt er der "Mirror". Nachdem er seinen Gewinn eingesteckt hatte und auf der Kostümparty als Held gefeiert wurde, riet ihm ein etwas nüchternerer Kumpel, lieber in die Notaufnahme zu fahren.

Dort angekommen, staunten die Ärzte offenbar nicht schlecht. "Sie hatten Angst, dass die Kapsel explodieren könnte. Wenn das passiert wäre, dann wäre ich von innen zerfetzt worden", sagte der 22-Jährige. Zum Glück schafften es die Ärzte, die Kapsel rechtzeitig zu entfernen - sogar ganz ohne eine Operation: "Die Chirurgin hat es mit einem kleinen Netz rausbekommen - von der anderen Seite."

Ob die 50 Pfund dies wert waren?

17:21 Uhr

Pilzesammlerin versinkt in Tirol gefährlich tief im Morast

Eine 75-jährige Deutsche ist in Österreich beim Pilzesammeln bis zum Oberkörper im Morast versunken und musste befreit werden. Wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete, war die Frau am Samstagmittag in der Gemeinde Jungholz in Tirol aufgebrochen, um nach Pilzen zu suchen. Als sie nach zwei Stunden noch nicht zurück war, machten sich Angehörige auf die Suche nach ihr.

Nach rund einer Dreiviertelstunde fanden sie sie in einer sumpfigen Wiese. Die 75-Jährige war demnach mit den Beinen und einem Teil des Oberkörpers eingesunken und konnte sich alleine aus der Notlage nicht mehr befreien. Nach ihrer Befreiung wurde sie mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.

16:53 Uhr

Unfallfahrer am Hardenbergplatz hatte Alkohol im Blut

Der Mann, der am Berliner Hardenbergplatz mehrere Menschen angefahren und dabei teils schwer verletzt hat, war nach Polizeiangaben nicht nüchtern. Ein Atemalkoholtest habe bei ihm einen Wert von 0,7 Promille ergeben, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagnachmittag. Hinweise auf Drogenkonsum gebe es nicht.

16:27 Uhr

Nach Schlaganfall: Dänischer Prinz muss notoperiert werden

Prinz Joachim von Dänemark hat sich wegen eines Blutgerinnsels im Gehirn in Frankreich einer Not-Operation unterziehen müssen. Sein Zustand sei stabil und es gehe ihm "den Umständen entsprechend gut", teilte der dänische Königspalast am Sonntag mit. Der 51-Jährige machte mit seiner Familie in der Residenz Château de Cayx im Südwesten Frankreichs Urlaub, als er am Freitagabend einen Schlaganfall erlitt.

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16:11 Uhr

Feuerwehr befreit jungen Uhu aus 40 Meter tiefem Brunnen

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picture alliance/dpa

Heroische Rettungsaktion der Freiwilligen Feuerwehr Bad Segeberg: Sie haben einen jungen Uhu aus dem Brunnen einer ehemaligen Burg gerettet. Am Samstagmittag alarmierte ein besorgter Bürger die Polizei, da er Tierlaute aus dem Brunnen hörte, wie die Polizei mitteilte. Der Einsatzleiter konnte das Tier im Brunnen jedoch nicht sehen. Ein spezielles Messgerät wurde in den 40 Meter tiefen Brunnen herabgelassen, um die Luft zu prüfen. Dabei ist bereits nach wenigen Metern ein schlechter Sauerstoffgehalt festgestellt worden. Mit Scheinwerfer und Fernglas entdeckten die Feuerwehrleute den Jungvogel schließlich.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Bad Segeberg ließen daraufhin eine Atemluftflasche mit Verlängerungsschläuchen in den Brunnen herab, um das Tier mit Frischluft zu versorgen, hieß es. Nachdem Lockversuche mit einem Netz und Lebendfutter erfolglos blieben, hat sich ein Kamerad mit Atemschutz in die Tiefe herabgeseilt und das Jungtier in einen Transportsack gepackt. Die anderen Einsatzkräfte hätten Tier und Retter wieder nach oben gezogen.

Der Einsatz dauerte insgesamt dreieinhalb Stunden.

15:30 Uhr

Rechtsextreme hissen Hakenkreuz-Fahne auf Schlauchboot - Verfolgungsjagd mit Polizei

Rechtsextreme haben am Samstag stundenlang mit Schlauchbooten die Mulde in der Leipziger Region befahren und dabei eine Hakenkreuz-Fahne gehisst, teilte die Polizeidirektion Leipzig mit. Außerdem zeigten und riefen sie den Hitler-Gruß. Da Versuche, die Boote zu stoppen, zunächst scheiterten, kamen neben der Wasserschutzpolizei auch ein Polizeihubschrauber und die Reiterstaffel zum Einsatz.

Am Abend legten die Boote zwischen den Ortslagen Nepperwitz und Kollau an. Die Polizei nahm die Personalien von elf Männern im Alter zwischen 30 und 37 Jahren auf. Sie hätten stark alkoholisiert gewirkt, hieß es. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Trunkenheit im Verkehr.

15:05 Uhr

Neue Bundeswehr-Drohne erstmals erfolgreich getestet

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Die Heron TP fliegt doppelt so lange wie ihr Vorgänger.

(Foto: imago/UPI Photo)

Die für Deutschland bestimmte Drohne Heron TP hat in Israel mit Erfolg einen ersten Testflug absolviert. Das israelische Verteidigungsministerium sprach von einem "wichtigen Meilenstein". Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer plant, die Drohne bei der Bundeswehr nächstes Jahr einzuführen. Sie sei den deutschen Bedürfnissen entsprechend modifiziert worden, hieß es in der Mitteilung.

Beide Seiten hatten 2018 ein Abkommen über fünf von Israel geleaste Drohnen unterzeichnet. Im Januar 2019 begann die Bundeswehr in Israel mit der Ausbildung deutscher Soldaten. Die Einsatzzeit der Heron TP ist doppelt so lang wie bei der Heron 1. Sie fliegt bis in eine Höhe von mehr als 12 Kilometern.

14:32 Uhr

Mann findet beim Renovieren scharfe Munition und 41.000 Euro

Beim Renovieren einer Wohnung im rheinland-pfälzischen Roschbach hat der Wohnungseigentümer ein Sparbuch mit rund 41.000 Euro und scharfe Gewehrmunition gefunden. Der Mann meldete seinen Fund umgehend der Polizei, wie die Ordnungshüter mitteilten.

Da Sparbuch und Munition vermutlich vom vorherigen Mieter stammen, nahmen Polizisten die Fundstücke zunächst in Verwahrung. Die Beamten riefen dazu auf, beim Fund von Waffen und Munition immer sofort die Polizei zu informieren. Besonders im Umgang mit älterer Munition sei Vorsicht geboten.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Max Raudszus hat sich in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet. Bis in den späten Abend werde ich Sie im "Tag" mit Nachrichten versorgen. Mein Name ist Hedviga Nyarsik, und bei Fragen oder Anregungen schreiben Sie mir doch einfach eine E-Mail unter hedviga.nyarsik[at]nama.de.

13:58 Uhr

Konkrete Pläne: Hier soll Deutschlands Weltraumbahnhof gebaut werden

Die Pläne für einen deutschen Weltraum-Bahnhof werden konkret. Im Herbst will der Industrieverband BDI gemeinsam mit Schiffbau-Unternehmen ein Konzept für einen Startplatz für Miniraketen vorlegen, berichtet das Handelsblatt. Von der ursprünglichen Idee, einen Standort an Land zu finden, etwa am Flughafen Rostock-Laage, hat sich die Industrie inzwischen verabschiedet. Eine schwimmende Plattform in der Nordsee soll als Startplatz dienen.

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Auch China nutzt schwimmende Plattformen für Raketenstarts.

(Foto: imago images / Xinhua)

"Wir haben viele Gespräche mit der maritimen Wirtschaft geführt. Eine Offshore-Plattform als Startplatz ist technisch machbar", sagte BDI-Weltraumexperte Matthias Wachter dem Handelsblatt. Aktuell erarbeite die maritime Wirtschaft die Spezifikation für die Plattform, "die auch ein erstes Preisschild tragen soll", sagte Wachter. Nach der Sommerpause werde der BDI darüber mit dem Wirtschaftsministerium verhandeln.

13:45 Uhr

Panzerknacker gesucht: Pfarrer schaltet skurrile Job-Anzeige

Weil sich ein Kirchensafe mit Utensilien für den Gottesdienst plötzlich nicht mehr aufschließen ließ, hat ein Pfarrer in den Niederlanden die Unterwelt um Hilfe gebeten: "Welcher Einbrecher hat Erfahrung mit dem Öffnen eines Geldschranks?", fragte Pfarrer Jack Honings per Twitter. "Die Alarmanlage schalten wir für Sie aus. Und wenn es klappt, dann rufen wir nicht die Polizei, sondern es gibt Kaffee und Kuchen."

In dem Safe befänden sich Kelche und eine Hostienschale, die bei der Heiligen Messe nicht fehlen dürften, sagte der Dekan der Kirchengemeinde bei Maastricht dem Sender 1Limburg. Verschiedene Schlüsseldienste hätten vergeblich versucht, den Safe zu öffnen, ohne dabei das Schloss zu zerstören. "Wir würden ihn gern behalten, denn ein neuer würde arg teuer werden", begründete Honings seinen Aufruf an die Unterwelt-Profis. Zu schaffen sein sollte das, meint der Pfarrer offenbar: "Das ist ein traditioneller Safe mit einem Schlüssel und einem großen Hebel, nicht so ein kleines Ding mit einem Zahlenschloss." Bisher habe sich allerdings noch kein "interessierter Einbrecher" gemeldet, berichtete der Sender.

13:18 Uhr

Mann stürzt bei Party von Balkon im vierten Stock - tot

Bei einer Geburtstagsfeier ist in Nürnberg ein 38-Jähriger von einem Balkon in den Tod gestürzt. Der Mann hatte sich am frühen Morgen offenbar auf die Balkonbrüstung im vierten Stock des Mehrfamilienhauses setzen wollen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Dabei stürzte er in Tiefe.

Trotz sofortiger Erste-Hilfe-Maßnahmen starb der 38-Jährige wenig später in einem Krankenhaus. Hinweise auf ein Fremdverschulden haben die Ermittler bislang nicht.

13:07 Uhr

Putin: Russlands Marine bekommt Hyperschallwaffen und Atom-Torpedos

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Russland hat so viel Küstengebiet wie kein anderes Land der Welt.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Der russische Präsident Wladimir Putin hat zum Tag der Marine in seinem Land eine Ausstattung der Kriegsschiffe mit modernsten Hyperschallwaffen angekündigt. Mit diesen in der Welt einmaligen Waffen würden die Kampfmöglichkeiten der russischen Seestreitkräfte ausgeweitet, sagte Putin in St. Petersburg bei der zentralen Marine-Parade.

Das Verteidigungsministerium informierte der Agentur Interfax zufolge zudem über erfolgreiche Tests der für die Marine gebauten Hyperschallrakete Zirkon. Die Hyperschallwaffen weisen ein Vielfaches der Schallgeschwindigkeit von rund 343 Metern pro Sekunde auf. Sie gelten als Waffen der Zukunft.

Gebaut werde weiter auch an dem atomar bestückbaren Unterwassertorpedo Poseidon, hieß es. Die geplante Seedrohne ist zur Zerstörung von Küstenzielen geplant. Der Präsident, der selbst auch mit einem Militärboot fuhr, sagte, dass allein in diesem Jahr 40 neue Schiffe bei den einzelnen Flottenverbänden des größten Landes der Erde in den Dienst gestellt würden.

12:28 Uhr

Junges Paar hat Sex im Nachbargarten - verängstigte Seniorin ruft Polizei

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Das war wohl eher kein "Blümchensex". (Symbolbild)

(Foto: imago/Westend61)

Ein Paar hat sich von einer Party in den benachbarten Garten einer Seniorin in Bayern verzogen, beim Sex aber so laut gegen die Terrassentür gestoßen, dass die Frau aus Angst die Polizei rief. "Der 74-Jährigen machten die Geräusche Angst, sie ließ die Rollos runter und wählte den Notruf", sagte ein Polizeisprecher. Eine Streife beruhigte sie - und entdeckte auch das Paar auf der Terasse des Zweifamilienhauses in Krumbach. "Es liegt nahe, dass die beiden Gäste einer Party auf dem Nachbargrundstück waren", hieß es.

Die Beamten nahmen in der Nacht die Personalien des 22-jährigen Mannes auf. "Die Kollegen haben sich sehr amüsiert und das Pärchen dann weitergeschickt." Die Terrassentür, an die das Duo mit den Füßen stieß, wurde den Angaben zufolge nicht beschädigt.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:32 Uhr

Zug erfasst zwei Teenager auf Kraftrad an Bahnübergang

Bei einem tragischen Unfall auf einem Bahnübergang im baden-württembergischen Schopfheim ist in der Nacht der 17-jährige Fahrer eines Kleinkraftrads getötet worden. Die 18-jährige Mitfahrerin erlitt lebensgefährliche Verletzungen, wie die Polizei in Freiburg mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen könnte der Zweiradfahrer demnach bei geschlossener Bahnschranke über die Gleise gefahren sein. Dabei wurde das Kleinkraftrad von einem Zug erfasst.

Der 17-Jährige starb noch am Unfallort. Die genaue Unfallursache steht bislang nicht fest. Bei dem Unglück waren zahlreiche Kräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Bundespolizei und Bahn im Einsatz.

11:02 Uhr

USA drohen deutschen Firmen in Einzel-Videoanrufen wegen Nord Stream 2

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Dunkle Wolken über der Greifswalder Anlandestation der "Nord Stream 2"-Pipeline.

(Foto: imago images/Eibner)

Die USA haben in dieser Woche mit deutschen und europäischen Auftragnehmern des umstrittenen russischen Pipeline-Projektes "Nord Stream 2" Einzelgespräche per Videokonferenz geführt, um auf die weitreichenden Konsequenzen einer weiteren Mitarbeit am Projekt hinzuweisen. Nach Informationen von Welt am Sonntag waren die Firmen dabei zum Teil mit bis zu zwölf US-Vertretern aus den drei US-Ministerien Außen, Finanzen und Energie konfrontiert. Die US-Vertreter hätten "in freundlichem Ton sehr deutlich gemacht, dass sie die Fertigstellung der Pipeline verhindern wollen", zitiert die Zeitung einen Beobachter der Gespräche: "Ich glaube, dass die Drohung sehr, sehr ernsthaft ist."

Die Vereinigten Staaten hatten vergangene Woche die Ausführungsbestimmungen eines Sanktionsgesetzes juristisch scharf geschaltet. Damit droht den Unternehmen und ihren Banken bei einer weiteren Beteiligung am Pipelinebau unter anderem der vollständige Ausschluss vom US-Markt und Einreiseverbote für die Mitarbeiter. US-Außenminister Mike Pompeo hatte auf einer Pressekonferenz in Washington das Ziel der Maßnahme für die betroffenen Unternehmen so zusammengefasst: "Steigen Sie jetzt aus oder tragen Sie die Konsequenzen."

10:25 Uhr

18-Jähriger legt sich auf Straße - und wird totgefahren

Ein 18-Jähriger hat sich in der Oberpfalz nach Polizeiangaben auf eine Straße gelegt und ist überfahren worden. Der junge Mann starb noch am Unfallort. "Vermutlich wollte er schlafen", sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Der 42 Jahre alte Fahrer eines Autos bemerkte demnach den 18-Jährigen am Ortsausgang von Bad Kötzting zu spät.

09:43 Uhr

Deutschland erlebt heftigen Mücken-Sommer - örtlich mehr als 100 pro Minute

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Ssssssssssssssssssssssss

(Foto: imago stock&people)

Nicht wenige Menschen werden es schon gespürt haben - in diesem Sommer wird Deutschland von mehr Mücken heimgesucht als in den vergangenen Jahren. Doreen Werner vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung bei Berlin bestätigt das. Nach zwei trockenen Sommern in Folge mit deutlich weniger Mücken sei der Wechsel von Feuchte und Wärme in diesem Jahr sehr mückenfreundlich, sagte die Biologin. "Die Belästigung ist regional aber sehr unterschiedlich." Wo starke Niederschläge die Pegelstände von Gewässern steigen ließen, spricht die Forscherin von einer Mückenplage. Beispiele seien etwa die Oder, aber auch der Starnberger See und der Ammersee in Bayern.

In diesem Sommer haben laut Werner die sogenannten Überschwemmungsmücken Hochkonjunktur. In Überflutungsflächen wie etwa der Oder registrierte die Biologin pro Minute einen Anflug von mehr als 100 Überschwemmungsmücken zur Aufnahme einer Blutmahlzeit. Von einer Plage spreche man ab etwa 20 Mücken pro Minute.

09:08 Uhr

Auto fährt in Berliner Stadtzentrum in Menschengruppe

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Bei dem Fahrzeug handelt es sich um ein schwarzes Mercedes-SUV.

(Foto: REUTERS)

Am Berliner Hardenbergplatz ist ein Auto in eine Menschengruppe gefahren. Dabei sind nach Aussage eines Feuerwehrsprechers gegenüber dem RBB sieben Menschen verletzt worden, drei von ihnen schwer. Bei Twitter schrieb die Feuerwehr zuvor noch von fünf Verletzten. Eine Person soll unter dem SUV eingeklemmt gewesen sein und musste reanimiert werden. Wieso das Auto von der Straße abkam und auf den Gehweg geriet, ist bislang unklar. Offenbar handelt es sich um einen Unfall. "Wir haben bislang keinen Hinweis auf ein Anschlagsgeschehen", sagte eine Polizeisprecherin. Der Fahrzeugführer sei festgenommen worden. Ein Rettungshubschrauber ist im Bezirk Charlottenburg im Einsatz.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:24 Uhr

"Wer wird Millionär?"-Moderator Philbin ist tot

Die prominente US-amerikanische TV-Größe Regis Philbin ist nach Medienberichten im Alter von 88 Jahren gestorben. Mehrere amerikanische Medien zitierten aus einer Stellungnahme seiner Familie. "Wir sind zutiefst traurig darüber, dass unser geliebter Regis Philbin letzte Nacht, einen Monat vor seinem 89. Geburtstag, aus natürlichen Gründen gestorben ist", heißt es darin. Er galt als eines der bekanntesten Gesichter in der US-Fernsehgeschichte.

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16.700 Stunden auf Sendung: Regis Philbin.

(Foto: imago images/MediaPunch)

Besondere Bekanntheit erlangte er dabei mit seiner Frühstückssendung "Live with Regis and Kathie Lee" sowie als Moderator der US-Ausgabe von "Wer wird Millionär". Neben vielen Auszeichnungen bekam er auch einen Stern auf dem "Walk of Fame" in Hollywood. Das Guinnessbuch der Rekorde führt Philbin mit mehr als 16.700 Stunden Sendezeit als Moderator mit der größten US-Fernsehpräsenz aller Zeiten.

08:00 Uhr

Starkregen und Sturmböen: Schwere Gewitterfront rollt übers Land

Nach dem sonnigen Start ins Wochenende kehrt es sich am Sonntag langsam um: Aus dem Westen kommen Gewitter nach Deutschland, die sich über das ganze Land verteilen. Zur neuen Woche wird es wieder freundlicher.

07:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Einen wunderschönen Sonntagmorgen, liebe Leserinnen und Leser, herzlich willkommen zum "Tag". Wir starten erst einmal ganz gemächlich in diesen letzten Juli-Sonntag, holen Sie sich ruhig noch einen Kaffee – ich habe meinen schon. Und dann beobachten wir gemeinsam die Entwicklungen nah und fern.

  • Den US-Bundesstaat Texas beispielsweise sollten wir heute im Blick behalten, dort nämlich wütet derzeit der erste Hurrikan der Saison.
  • Auch in die Ukraine gucken wir im Laufe des Tages, spätestens in der kommenden Nacht - dann nämlich tritt dort eine neu ausgehandelte Waffenruhe in Kraft, auf die sich die Beteiligten in dem seit 2014 tobenden Konflikt erst am Mittwoch nach rund zwei Dutzend erfolglosen Anläufen geeinigt haben.
  • Und auch in Russland geht es hoch her, dort verfolgen wir die Massenproteste gegen Präsident Putin und zur Unterstützung des inhaftierten Ex-Gouverneurs Sergej Furgal im Osten des Landes.

Mit diesen Aussichten starten wir in den Tag. Mein Name ist Max Raudszus, und ich werde sie bis in den frühen Nachmittag durch diesen Sonntag begleiten. Bei Hinweisen, Anmerkungen oder Kritik kontaktieren Sie mich gern unter max.raudszus[at]nachrichtenmanufaktur.de

07:12 Uhr

Minutenlang unbemerkt: Achtjährige stirbt bei Badeunfall

Ein achtjähriges Mädchen ist bei einem Badeunfall im Landkreis Sigmaringen ums Leben gekommen. Das Kind sei aus ungeklärten Gründen gestern Nachmittag in einem Strandbad im Seepark Pfullendorf untergegangen, teilte die Polizei mit. Dies sei erst Minuten später bemerkt worden. Nachdem Badegäste Erste Hilfe leisteten, kämpfte ein Notarzt im Anschluss weiter erfolglos um das Leben des Mädchens, ein weiterer Notarzt sei mit einem Rettungshubschrauber eingeflogen worden, es habe jedoch am Abend nur noch der Tod des Kindes festgestellt werden können. Seelsorger betreuten Angehörige und Badegäste.

06:21 Uhr

Flugzeug stürzt in Wohnhaus - Säugling und zwei Erwachsene sterben

Beim Absturz eines Kleinflugzeuges auf ein Wohnhaus in West Jordan im US-Staat Utah sind Medienberichten zufolge drei Menschen ums Leben gekommen, vier weitere wurden schwer verletzt. Bei den Toten soll es sich um drei Insassen der Maschine handeln - der Pilot, eine Frau und ein neun Monate alter Säugling. Bei den verletzten Flugzeuginsassen handelt es sich demnach um ein zwei- und ein zwölfjähriges Kind, sowie eine Frau, deren Zustand kritisch ist. Auch die 72-jährige Bewohnerin des Hauses schwebt noch in Lebensgefahr.

Die einmotorige Piper mit sechs Menschen an Bord war gestern Nachmittag (Ortszeit) nach Berichten von Augenzeugen extrem niedrig über den Ort geflogen und dann aus nicht erkennbarem Grund in das Haus gestürzt. Über der Unglücksstelle bildete sich eine große Flammensäule. Die Verletzten wurden mit Rettungshubschraubern in nahe gelegene Kliniken geflogen.

06:01 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht