Mittwoch, 28. September 2022Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:28 Uhr

Das war Mittwoch, der 28. September 2022

Der große Exodus aus Russland und besetzten Gebiete der Ukraine geht weiter - Hunderttausende Männer sind bereits in andere Länder geflohen. Zehntausende weitere stehen noch in kilometerweiten Schlangen an der Grenzen. Als Putins Kanonenfutter an der Front zu sterben - das wollen nur die wenigsten. Angesichts der anhaltenden Massenflucht stoppt Moskau nun die Reisepassausgabe an wehrpflichtige Russen. Und die Teilrepublik Nordossetien verhängt schon Einreisebeschränkungen, um die Durchfahrt in Richtung der georgischen Grenze zu erschweren. Alle Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine können Sie hier nachlesen.

Was war heute sonst wichtig:

Gute Nacht und bis morgen!

21:50 Uhr

"Stehen unter Schock": Königin Margrethe entzieht vier Enkeln ihre Titel

Dänemarks Königin Margrethe II. hat vier ihrer acht Enkelkindern ihre Titel entzogen. Als offiziellen Grund nannte der Königspalast, dass dies den vier Kindern von Margrethes jüngstem Sohn Joachim ein normaleres Leben ermöglichen solle.

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Von links nach rechts: Prinz Felix, Prinzessin Marie, Prinz Joachim, Prinzessin Athena, Prinz Henrik und Prinz Nikolai - noch bis Ende des Jahres.

(Foto: picture alliance/dpa/Ritzau Scanpix Foto/AP)

Prinz Joachim hat vier Kinder aus zwei Ehen, die zwischen zehn und 23 Jahre alt sind. Ab dem 1. Januar 2023 dürfen sie nur noch den Titel Graf beziehungsweise Gräfin von Monpezat führen. Der Titel Prinz beziehungsweise Prinzessin von Dänemark fällt weg.

Die Mutter von Prinz Joachims ältesten beiden Söhnen, Gräfin Alexandra, zeigte sich gegenüber dänischen Medien "schockiert" über die Entscheidung. "Wir sind traurig und stehen unter Schock. Das kam aus heiterem Himmel. Die Kinder fühlen sich ausgeschlossen", sagte Gräfin Alexandra der dänischen Zeitung "B.T.". Die Kinder könnten nicht verstehen, warum ihnen ihre Identität weggenommen werde.

21:12 Uhr

Energiepreisdeckel: Giffey fordert vom Bund klare Finanzierungszusage

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey fordert von der Bundesregierung vor der Bund-Länder-Runde am kommenden Dienstag eine klare Finanzierungszusage für einen Energiepreisdeckel. Dieser könne nur durch den Bund finanziert werden, sagte sie bei "RTL Direkt". "Es ist eine gemeinsame nationale Kraftanstrengung, die es jetzt braucht. Auch die Länder sind bereit, ihren Beitrag zur Entlastung zu leisten, aber der Energiepreisdeckel muss vom Bund passieren", erklärte die SPD-Politikerin. "Diese große Entscheidung hier wirklich eine staatliche Bremse einzusetzen, ein Stopp-Signal für die hohen Rechnungen, das ist etwas, was im Bund passieren muss und darüber haben wir uns heute verständigt", so Giffey.

20:19 Uhr

"Wo ist Jackie?": Biden sucht während Rede nach toter Abgeordneten

Die republikanische Kongressabgeordnete Jackie Walorski starb Anfang August bei einem Verkehrsunfall. US-Präsident Joe Biden zeigte sich "schockiert und traurig" über ihren Tod, wie es in einem Statement auf der Website des Weißes Hauses hieß. Doch nun scheint der 79-Jährige die Trauer um Walorski bewältigt zu haben. Mehr noch - der Präsident hat anscheinend vergessen, dass sie tot ist.

Bei einer Konferenz des Weißen Hauses über Ernährung und Gesundheit bedankte sich Biden bei "allen hier" und hob Walorski und andere Anwesende für ihre Arbeit gegen den Hunger hervor. Dabei nannte er die Namen einzelner Politiker im Publikum. Zum Eklat kam es, als Walorski an der Reihe war. "Jackie, bist du hier? Wo ist Jackie? Ich glaube nicht - sie wollte hier sein", sagte Biden.

Walorski starb am 3. August bei einem Verkehrsunfall im Bundesstaat Indiana zusammen mit ihrer Kommunikationsdirektorin und ihrem Bezirksdirektor sowie der Unfallverursacherin.

20:10 Uhr

Länder fordern Energiepreisdeckel

Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, hat im Namen der Bundesländer einen schnellen Energiepreisdeckel für Strom, Gas und Wärme gefordert. Darauf müsse sich die Bundesregierung schnell einigen, sagte Wüst in Berlin nach einer Konferenz der Länderchefs, die über das geplante dritte Entlastungspaket gegen die Folgen der Energiekrise beraten hatten.

Er forderte eine faire Lastenteilung zwischen Bund und Ländern. Die Bundesländer seien zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Bund bereit, um die Menschen und die Wirtschaft gut durch den Winter zu bringen.

Wüst, der Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist, forderte zugleich Entlastungen "nicht nach dem Prinzip Gießkanne", mit einer besonderen Berücksichtigung von unteren und mittleren Einkommen.

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19:44 Uhr

Leiche in Hinterhof gefunden - Verdächtiger festgenommen

Nach dem Fund einer Leiche in Dortmund hat die Polizei einen 28-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. Der getötete 47 Jahre alte Mann sei zuvor mit Stichverletzungen im Hinterhof eines Mehrfamilienhauses gefunden worden, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Nach dem Fund am Dienstag konnte der Tatverdächtige demnach in der Nacht festgenommen werden. Er soll am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden.

18:54 Uhr

Proteste im Iran: Präsident sieht Verschwörung

Irans Präsident Ebrahim Raisi hat die regierungskritischen Proteste als Verschwörung gegen die politische Führung des Landes bezeichnet. "Das sind Verschwörungen der Feinde gegen Irans Führung, weil sie sich von der Dominanz, dem Einfluss und Fortschritt des Systems bedroht fühlen", sagte der Präsident in einer Kabinettssitzung. Die neue Generation des Landes solle über diese Dominanz aufgeklärt werden und - anstatt zu protestieren - stolz auf diese Errungenschaften sein, so Raisi laut Webportal des Präsidialamts.

Seit mehr als zehn Tagen finden landesweit heftige Proteste gegen das islamische System und deren systematische Diskriminierung von Frauen statt. Regierung, Justiz und Sicherheitskräfte sehen hinter den Protesten vom Ausland bezahlte Söldner und wollen weiter hart durchgreifen.

17:55 Uhr

George warnt Schulfreund: "Mein Vater wird König, pass besser auf!"

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Auch er soll irgendwann König werden: Prinz George.

(Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

Prinz George weiß offenbar genau um seine Position - und um die seines Vaters. Einen Klassenkameraden, der ihn offenbar ärgerte, soll der Neunjährige schon mal gewarnt haben. Der älteste Sohn von Prinz William und Prinzessin Kate sagte seinem Schulfreund angeblich: "Mein Vater wird König sein, also pass besser auf!" Das behauptet zumindest Royal-Expertin Katie Nicholl. In ihrem aktuellen Buch "The New Royals" schreibt sie laut "Daily Mail", dass George und seine Geschwister, Prinzessin Charlotte und Prinz Louis, mit einem Verständnis für die Monarchie und viel "Pflichtgefühl" groß werden. Zu viel Druck soll dabei aber nicht aufkommen...

Katie Nicholl fügte dem Bericht zufolge hinzu, dass George wisse, dass er eines Tages König sein wird. Seine Eltern versuchten aber, ihn nicht zu früh mit zu viel Verantwortung zu belasten. Prinz George steht hinter seinem Vater auf Rang zwei der britischen Thronfolge.

17:18 Uhr

Mann bremst Zug aus, geht an Bord und schläft ein

In Niedersachsen hat ein betrunkener Mann für eine Schnellbremsung eines Passagierzuges am Bahnhof in Schneverdingen gesorgt, ist in den Zug gestiegen und dort eingeschlafen.

  • Der 47-Jährige lief in der Nacht trotz geschlossener Schranken an einem Überweg über die Gleise. Ein ankommender Zug musste bremsen und hielt am benachbarten Bahnhof an. Dort stieg der Mann ein und fiel in einen so tiefen Schlaf, dass ihn das Zugpersonal nicht wecken konnte.
  • Schlafend fuhr er so erst nach Norden ins rund 30 Kilometer entfernte Buchholz und anschließend im selben Zug zurück in Richtung Süden bis ins mehr als 40 Kilometer entfernte Soltau. Dort wurde er schließlich von Polizisten geweckt.
  • Ein Atemalkoholtest bei ihm ergab einen Wert von 3,28 Promille. Gegen den Mann wird nun wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt.
16:35 Uhr

Italienerin übernimmt als erste Europäerin ISS-Kommando iss

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Cristoforetti hält sich seit Ende April zum zweiten Mal auf der ISS auf. Sie betreut dort Experimente unter anderem zu medizinischen und materialwissenschaftlichen Fragen.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die italienische Astronautin Samantha Cristoforetti hat als erste Frau aus Europa die Rolle der Kommandantin der Internationalen Raumstation ISS übernommen. Mit der Übergabe eines symbolischen Schlüssels trat Cristoforetti die Nachfolge des russischen Raumfahrers Oleg Artemyev an. Die Italienerin tritt in die Fußstapfen von vier vorherigen europäischen Kommandanten, darunter der deutsche Astronaut Alexander Gerst.

Als Kommandantin muss Cristoforetti unter anderem dafür sorgen, dass die Crew zusammenhält und die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen auf der Erde gut klappt. Cristoforetti wird laut Esa auch die Übergabe an das nächste Team aus Astronautinnen und Astronauten auf der ISS vorbereiten.

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16:30 Uhr
Breaking News

Von der Leyen fordert Preisdeckel für russische Ölimporte

Die EU-Kommission hat einen Vorschlag für ein weiteres Sanktionspaket gegen Russland wegen der Invasion in die Ukraine vorgelegt. Das Paket enthalte unter anderem die Rechtsgrundlage für einen Preisdeckel für Ölimporte aus Russland sowie weitere Importbeschränkungen im Wert von sieben Milliarden Euro, sagte Kommissionschefin Ursula von der Leyen in Brüssel. Nun müssen die EU-Staaten über den Vorschlag verhandeln und einstimmig darüber entscheiden.

15:47 Uhr

Waffen und Munition im bayerischen Landtag entdeckt

Bauarbeiter haben im bayerischen Landtag zufällig Waffen und Munition gefunden, die wahrscheinlich aus dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg stammen. Außerdem seien historische Gegenstände entdeckt worden, teilte die Pressestelle des Landtags in München mit. Ein Räumdienst sichere die Funde, die Herkunft der Waffen sei noch völlig unklar. Den Angaben zufolge stieß ein Bagger bei den planmäßigen Bauarbeiten durch eine Betondecke. Darunter befanden sich Munitionskisten.

15:03 Uhr

Warten auf Döner macht Franzosen zu Multimillionär

Und nun zu guten Nachrichten: Döner macht nicht nur schöner, sondern manchmal auch reicher. Ein Franzose hat einer Wartepause in einem Döner-Imbiss einen Lotto-Gewinn von über 4,5 Millionen Euro zu verdanken. 

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Ungefähr so sieht ein "Gold-Döner" aus. (Symbolbild)

(Foto: IMAGO/CHROMORANGE)

Im Juli hatte der Gelegenheitsspieler an einem Urlaubsort einen Lottoschein ausgefüllt. Den Lottoschein stopfte der Mann von Anfang 60 in sein Portemonnaie, ohne sich weiter darum zu kümmern.

Erst als er fast zwei Monate später in einem Imbiss daheim auf seinen Döner wartete, erinnerte er sich an den Lottoschein und lief zu einer Lotto-Annahmestelle ganz in der Nähe. Dort erfuhr er von seinem Millionengewinn, den er zudem nur noch an diesem allerletzten Tag hätte einfordern können. Danach wäre der Gewinn verfallen gewesen. 

Nach einigen Bissen eilte er nach Hause und stellte den Rest des Döners in den Kühlschrank. Als seine Frau nach Hause kam, zeigte sie sich verwundert über die Imbissreste. "Du wirst es mir nicht glauben, aber das ist ein Gold-Döner", meinte der Mann und weihte seine Frau in den Gewinn ein. "Ich habe alles gewonnen, aber wenige Stunden später wäre alles verloren gewesen."

14:31 Uhr

Bahn kündigt Preiserhöhungen an

Bahnreisen im Fernverkehr werden ab Mitte Dezember um durchschnittlich fast fünf Prozent teurer. Betroffen sind auch die Preise für die Bahncards 25, 50 und 100, wie der Konzern mitteilte.

  • Demnach hebt die Bahn die sogenannten Flexpreise ab dem 11. Dezember um durchschnittlich knapp sieben Prozent an.
  • Die Preise für die drei Bahncard-Abos, mit denen Fahrgäste pro Fahrt 25, 50 oder 100 Prozent Rabatt bekommen, steigen demnach um 4,9 Prozent.
  • Unverändert bleiben hingegen die Spar- und Supersparpreise. Auch die Reservierungskosten für Sitzplätze bleiben gleich.
14:15 Uhr

Schichtwechsel

Lea Verstl sagt Tschüss und verabschiedet sich in den Feierabend. Ich übernehme ihren Platz in der Redaktion und bin bis zum späten Abend für Sie da. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:02 Uhr

Rassist verschickt Selfies aus Knast - längere Haft droht

Er soll Selfies und Nachrichten aus dem Gefängnis versendet haben. Nun droht einem verurteilten Straftäter in England eine verlängerte Haftstrafe. Das britische Justizministerium bestätigte der Nachrichtenagentur PA zufolge, derzeit eine entsprechende Untersuchung durchzuführen. Zuvor hatte die "Daily Mail" berichtet, der 2012 inhaftierte Straftäter habe Selfies aus seiner Zelle an Freunde geschickt und sei auf Facebook, Youtube und Whatsapp aktiv gewesen.

Ein Sprecher des britischen Prison Service sagte dazu: "Wir tolerieren keine illegale Handynutzung im Gefängnis und Häftlinge, die erwischt werden, müssen sich darauf einstellen, länger hinter Gittern zu bleiben." PA zufolge laufen derzeit Durchsuchungen von Gefängniszellen. Der in diesem Fall erwischte Gefangene wurde wegen eines rassistisch motivierten Mordes in London im Jahr 1993 zu lebenslanger Haft verurteilt. Unter bestimmten Auflagen können Verurteile nach Jahrzehnten in solchen Fällen freigelassen werden. Neben dem Inhaftierten wurden in dem Fall vier weitere Männer festgenommen, allerdings nur ein weiterer verurteilt.

13:36 Uhr

Gaspreisdeckel soll "dreistelligen Milliardenbetrag" kosten

Die Gasumlage ist so gut wie passé. Nun arbeitet die Ampel-Koalition an Möglichkeiten, einen Gaspreisdeckel zu entwickeln. Dabei stellt sich vor allem die Frage nach der Finanzierung des Vorhabens. Die SPD im Bundestag geht dabei von hohen Milliardenkosten aus. "Es ist von vielen Parametern abhängig, über welches Volumen wir sprechen", sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion, Katja Mast, in Berlin. "Ich gehe am Ende von einem dreistelligen Milliardenbetrag aus." Dies gelte voraussichtlich auf ein Jahr gerechnet.

Zur Finanzierbarkeit äußerte sich Mast trotz des Festhaltens an der Schuldenbremse durch Bundesfinanzminister Christian Lindner zuversichtlich. Sie sei nach der Erkenntnis der Notwendigkeit einer Bremse sicher, "dass wir da die notwendigen finanziellen Mittel sehen werden". Die Finanzierungsfrage zu beantworten, sei nicht Aufgabe der von der Regierung eingesetzten Expertenkommission zum Gas- und Wärmemarkt, sondern "originärer Job des Bundesfinanzministers". Die ursprünglich von Wirtschaftsminister Robert Habeck vorgestellte Gasumlage kommt nach Masts Worten befristet oder gar nicht. "Klar ist, dass die Gasumlage nicht dauerhaft Bestand haben wird."

13:12 Uhr

Angeblicher Hitlergruß: Strafbefehl gegen AfD-Politiker scheitert

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Der Münchner AfD-Bundestagsabgeordnete Petr Bystron.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die Staatsanwaltschaft ist mit einem Strafbefehl gegen den Münchner AfD-Bundestagsabgeordneten Petr Bystron wegen eines angeblichen Hitlergrußes gescheitert. Nach dem Amtsgericht habe auch das Landgericht München I den Erlass des Strafbefehls gegen den Politiker abgelehnt, sagte ein Justizsprecher. Das Verfahren sei somit abgeschlossen, eine weitere Beschwerdemöglichkeit gebe es für die Anklagebehörde nicht.

Der Bundestag hatte im Sommer die Immunität Bystrons aufgehoben. Hintergrund war eine Rede des Abgeordneten bei einer AfD-Kundgebung auf dem Münchner Königsplatz. Die Staatsanwaltschaft München I hielt Bystron vor, dass er während seines Beitrags zu den Worten "Wir sind die AfD" bewusst seinen rechten ausgestreckten Arm in Richtung der Teilnehmer gestreckt habe und dies einen verbotenen Hitlergruß laut Strafgesetzbuch darstelle.

12:52 Uhr

Nordkorea soll Rakete aufs offene Meer gefeuert haben

UN-Resolutionen verbieten Nordkorea die Erprobung jeglicher Art von ballistischen Raketen, die je nach Bauart auch einen oder mehrere Atomsprengköpfe tragen können. Dennoch schoss das Land nach Angaben des südkoreanischen Militärs heute erneut eine ballistische Rakete in Richtung offenes Meer ab. Das berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das Militär. Die nicht näher beschriebene Rakete sei in Richtung des Japanischen Meers (koreanisch: Ostmeer) geflogen. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt gegeben.

Der Raketentest erfolgt nur einen Tag, bevor US-Vizepräsidentin Kamala Harris in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul erwartet wird. Dort wird sie sich am Donnerstag mit dem südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk Yeol treffen. Sie wird auch an die schwer befestigte Grenze zwischen Süd- und Nordkorea fahren.

12:32 Uhr
Breaking News

AfD meldet Durchsuchung der Bundesgeschäftsstelle

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat nach Angaben der AfD die Räume ihrer Bundesgeschäftsstelle in Berlin durchsucht. Einem Parteisprecher zufolge geht es dabei vor allem um ein Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Parteivorsitzenden Jörg Meuthen im Zusammenhang mit früheren Rechenschaftsberichten.

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12:18 Uhr

Fluggast löst mit falscher Bombendrohung Kampfjet-Einsatz aus

Mit einer falschen Bombendrohung hat ein Flugzeugpassagier einen Kampfjet-Einsatz in Singapur ausgelöst. Wie die Polizei des südostasiatischen Stadtstaates mitteilte, ging ein Notruf wegen einer Bombendrohung an Bord einer aus San Francisco kommenden Singapore-Airlines-Maschine bei ihr ein. Daraufhin seien mehrere Kampfjets aufgestiegen und hätten das Flugzeug zum Changi-Flughafen in Singapur eskortiert. Drei Stunden nach dem Bombenalarm sei die Maschine dort sicher gelandet.

Ersten Ermittlungen zufolge hatte ein 37-Jähriger an Bord behauptet, es befinde sich eine Bombe in einem Handgepäck. Außerdem habe der Mann die Besatzung angegriffen. Nach Angaben von Singapore Airlines schlug der 37-Jährige ein Mitglied des Kabinenpersonals. Nach der Landung stellten Sprengstoff-Experten der Armee und Beamte der Flughafenpolizei fest, dass sich kein Sprengsatz an Bord befand.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:43 Uhr

Deo-Spray soll Explosion auf Toilette ausgelöst haben

Eine Explosion am Marktplatz in Halle (Sachsen-Anhalt) ist womöglich auf entzündete Deo-Sprayflaschen zurückzuführen. "Es besteht der Verdacht, dass diese mit den Geschehnissen in Verbindung stehen", sagte ein Sprecher der Polizei. Am Dienstagabend waren bei der Explosion in der öffentlichen Toilette eines Wohn- und Geschäftshauses in der Innenstadt zwei Mädchen im Alter von 12 und 13 Jahren und eine 51-jährige Frau schwer verletzt worden.

Sie befinden sich laut Polizei noch im Krankenhaus. Lebensgefahr bestand demnach nicht. Eine Gashaverie hatte die Polizei bereits am Dienstagabend ausgeschlossen. Vielmehr handele es sich um einen tragischen Unfall, sagte der Polizeisprecher.

11:17 Uhr

Bundesbauministerin Geywitz hat wieder Corona

Corona grassiert im Bundeskabinett. Auch Bundesbauministerin Klara Geywitz hat sich erneut mit dem Coronavirus angesteckt. Eine Pressekonferenz zur Wohngeld-Reform wurde deswegen abgesagt. Für die SPD-Politikerin ist es bereits die zweite Corona-Erkrankung, im Januar war sie ebenfalls positiv getestet worden. Damit gibt es seit Wochenbeginn schon drei Corona-Fälle im Ampel-Kabinett: Auch Bundeskanzler Olaf Scholz und Innenministerin Nancy Faeser, beide SPD, sind infiziert und isolieren sich.

10:52 Uhr

Österreich kontrolliert ab Mitternacht die Grenze zur Slowakei

Österreich will Schleppern Einhalt gebieten. Ab dem kommenden Donnerstag wird das Land die Grenze zur Slowakei kontrollieren. "Es ist notwendig, dass wir reagieren, bevor die Schlepper reagieren", sagte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) im ORF Radio. Der Schritt folge in Reaktion auf die Ankündigung von Tschechien, wegen der gestiegenen illegalen Migration vorübergehend Kontrollen an der Grenze zur Slowakei einzuführen.

Da damit gerechnet werde, dass die Schlepper aufgrund der Grenzkontrollen in Tschechien über Österreich ausweichen, werde man nun ebenfalls ab Mitternacht die Grenzübergänge zur Slowakei kontrollieren, sagte der konservative Politiker. Wieviele Migranten derzeit über die Slowakei nach Österreich kommen, sagte der Minister nicht. "Faktum ist, dass der Großteil der illegalen Migration, der Schlepper, über die ungarisch-österreichische Grenze kommt. Wir wissen aber sehr genau, dass Schlepper sehr rasch auf solche Entwicklungen reagieren", sagte Karner. Wenn Tschechien Richtung Slowakei kontrolliere, müsse es Österreich auch tun, damit es zu einem Lückenschluss komme.

10:25 Uhr

Sämtliche Rekorde der Eisschmelze gebrochen

Ein trauriger Rekord: Die Gletscher in der Schweiz haben in diesem Jahr mehr als sechs Prozent ihres Eisvolumens verloren und damit mehr als je zuvor. Wie die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) mitteilte, sorgten sehr wenig Schnee im Winter und eine anhaltende Hitzewelle im Sommer dafür, dass sämtliche Rekordmarken der Eisschmelze gebrochen wurden.

Der Untersuchung zufolge gingen seit Jahresbeginn rund drei Kubikkilometer Gletschereis verloren. Zum Vergleich: Bislang wurden Jahre mit zwei Prozent Eisverlust schon als "extrem" bezeichnet. Besonders litten laut SCNAT kleine Gletscher: Der Pizolgletscher oder der Vadret dal Corvatsch etwa seien praktisch verschwunden. Im Engadin und im südlichen Wallis schmolz Wissenschaftlern zufolge in 3000 Metern Höhe über dem Meeresspiegel eine Eisschicht von vier bis sechs Metern Dicke. Dass viele Gletscherzungen zerfallen und Felsinseln aus dem dünnen Eis auftauchen, beschleunigt den Eisverlust weiter.

09:57 Uhr

Hillary Clinton: Verheiratet zu bleiben war "unfassbar hart"

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Musste sich als Politikerin und Ehefrau beweisen: Hillary Clinton.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Wie jede erfolgreiche Frau musste auch die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton in ihrem Leben mutige Entscheidungen treffen. "Persönlich muss ich sagen, dass das Mutigste war, dass ich in meiner Ehe geblieben bin", sagte Clinton dem Magazin "Bunte". "Das war eine echte Herausforderung und unfassbar hart. Aber es war die richtige Entscheidung für mich und ich bereue nichts", so Clinton über ihre Beziehung mit dem früheren US-Präsidenten Bill Clinton, mit dem sie seit 1975 verheiratet ist.

Eine außereheliche Beziehung mit der damaligen Praktikantin Monica Lewinsky, die der Präsident zu verheimlichen versuchte, hatte 1998 zu einem Amtsenthebungsverfahren wegen Verdachts des Meineids und der Behinderung der Justiz geführt. Das Verfahren scheiterte, Clinton blieb bis 2001 im Amt. Ihre mutigste Entscheidung auf beruflicher Ebene sei ihre eigene Präsidentschaftskandidatur gewesen, berichtete Clinton weiter. "Es war ebenfalls unglaublich hart, aber im Nachhinein eine wundervolle Erfahrung. Ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit dazu hatte."

09:24 Uhr

An der Ostsee entbrennt der Streit um Strandkörbe

In Mecklenburg-Vorpommern verschwinden nach und nach die Strandkörbe von den Ostsee-Stränden. Bis zum 15. Oktober - also dem Beginn der Sturmflutsaison - müssten sie nach aktueller Rechtslage entfernt werden, teilte das Schweriner Umweltministerium mit. Der Tourismusverein Rostock & Warnemünde hatte die Frist kritisiert. In einer Mitteilung forderte der Verein vor einigen Tagen eine Verlängerung mindestens bis Anfang November.

"Ich habe massive Verärgerung bei Kollegen und Gästen wahrgenommen, dass die Strandsaison hier so früh beendet wird", kritisierte der Vorsitzende Frank Martens. Der Vorbuchungsstand in den Hotels sei für Oktober sehr gut. Den Gewerbetreibenden ginge durch den Abbau der Strandkörbe Einnahmen verloren. Vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg hieß es, eine pauschale Verlängerung des Aufstellzeitraumes sei nicht zulässig.

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08:50 Uhr

Wegen Hitlergrüßen: Melanie Müller sagt Konzert ab

Melanie Müller zeigt klare Kante gegen Rechts. Nach rechtsradikalen Äußerungen und Hitlergrüßen aus dem Publikum bei einem ihrer Auftritte sagte die Ballermann-Sängerin nun ein geplantes Konzert in Dresden ab. Sie hätte dort bei einer Oktoberfest-Veranstaltung am heutigen Mittwoch auftreten sollen. "In der aktuellen Situation kann ich nicht so einfach in Feierstimmung übergehen", schrieb die frühere Dschungelkönigin am Dienstagabend auf Instagram.

"Fakt ist: In mein Publikum gehören keine Nazis." Zuvor hatte sich Müller bereits von den Geschehnissen bei einem Auftritt in Leipzig Mitte September distanziert. Sie sei "bestürzt und empört", sagte sie in einem Instagram-Video. "Ich möchte mich von derartigen Personen und Gedankengut klar und deutlich distanzieren und verurteile dieses auch aufs Schärfste." Mit Nazis und Rechtsradikalen habe sie nichts zu tun. Den Auftritt am 17. September habe sie abgebrochen.

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08:47 Uhr
Breaking News

Nord Stream: EU hält Pipeline-Sabotage für wahrscheinlich und droht mit Sanktionen

Die Europäische Union hält Sabotage als Ursache für die Lecks an den Gas-Pipelines Nord Stream 1 und 2 für wahrscheinlich und hat mit Gegenmaßnahmen gedroht. "Alle verfügbaren Informationen deuten darauf hin, dass diese Lecks das Ergebnis einer vorsätzlichen Handlung sind", erklärte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell im Namen der 27 Mitgliedstaaten. Jede vorsätzliche Störung der europäischen Energieinfrastruktur werde "mit einer robusten und gemeinsamen Reaktion beantwortet werden".

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08:22 Uhr

Mälzer: Energiepreise "gehen an Existenz" der Gastronomen

Der Hamburger Fernsehkoch und Gastronom Tim Mälzer hofft mit Blick auf steigende Energiekosten auf finanzielle Unterstützung für das produzierende Gewerbe und die Gastronomie. "Es wäre schön, wenn die Regierung deutlich machen würde, dass sie hilft, wenn wir aufgrund der aktuellen Veränderung vor wirtschaftlichen Herausforderungen stehen, die an die Existenz gehen", sagte der Fernsehkoch und Gastronom in Hamburg.

Er wünsche sich, dass sie zumindest an existenzbedrohte Betriebe deutliche Signale sendet. "So könnten die Strompreise - wenn diese ein maßgeblicher Anteil werden - gedeckelt werden und beispielsweise 75 Prozent der steigenden Energiekosten übernommen werden. Ein weiterer Parameter könnte ein Entgegenwirken bei der Umsatzsteuer oder anderen Fixkosten sein. Keiner schreit nach mehr." Es sei einfach ein Fakt, dass beispielsweise eine Bäckerei mit drei- oder vierfachen Strompreisen das nicht wie gewohnt betreiben könne.

07:54 Uhr

Tochter von iranischem Ex-Präsidenten bei Protesten verhaftet

Seit zwölf Tagen protestieren Iranerinnen und Iraner gegen ihr repressives Regime, das Frauen unterdrückt. Bei den Demonstrationen wurde nun die Tochter des ehemaligen Präsidenten Akbar Haschemi Rafsandschani festgenommen. Faezeh Haschemi wurde wegen Anstiftung zu Protesten im Osten von Teheran verhaftet, wie die Nachrichtenagentur Tasnim meldete.

Die Frauenrechtsaktivistin war bereits mehrfach mit den Gesetzen der islamischen Republik in Konflikt geraten. Schon im Juli wurde sie wegen Propagandatätigkeit und Blasphemie gegen das Land angeklagt, berichtete die "Times of Israel". Medienberichten zufolge habe Hashemi zuvor auch die Forderung des Irans kritisiert, die Revolutionsgarden von einer US-Terrorliste zu streichen: Sie halte das Vorhaben für "schädlich" für die "nationalen Interessen" des Landes. Auch ihr Vater, der von 1989 bis 1997 Staatspräsident war, hatte sich für bessere Beziehungen zum Westen eingesetzt.

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07:20 Uhr

Merkel: Warum Helmut Kohl der Milchpreis wichtig war

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15. Dezember 1991: Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl gratulierte seiner neu gewählten Stellvertreterin, Frauenministerin Angela Merkel, während des Parteitags der CDU im Kulturpalast in Dresden.

(Foto: picture alliance / Michael Jung/dpa)

Am Dienstagabend hat Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Französischen Friedrichstadtkirche am Berliner Gendarmenmarkt über die Erinnerungen an ihren Vorvorgänger Helmut Kohl gesprochen. Es ist die erste Veranstaltung der 2021 eingerichteten Kanzlerstiftung des Bundes für den 2017 gestorbenen Kohl. Merkel erinnerte sich in ihrer Rede an ein "Kennenlerngespräch" mit Kohl während des Wahlkampfes zum ersten gesamtdeutschen Bundestag im Herbst 1990, als ihr Politikerleben erst begonnen hatte. "Für mich war nahezu alles neu, ich musste unendlich viel lernen, und so wurde ich zu einer neugierigen Schülerin von Helmut Kohl."

Sie habe sich akribisch auf eine Reihe möglicher politischer Fragestellungen vorbereitet, doch bei dem Gespräch im Bonner Kanzleramt habe Kohl dann im Kern nur eine Frage an sie gehabt: "Wie verstehst Du Dich mit anderen Frauen? Er duzte ja andere gerne einfach so", so Merkel. Da habe sie verdutzt von Freundinnen erzählt und ihrer Arbeitsgruppe in der Akademie der Wissenschaften in der DDR, in der außer der Sekretärin nur Männer gewesen seien. "Und dass ich mit anderen Frauen genauso wenige und genauso viele Probleme und Gemeinsamkeiten hätte wie mit Männern."

Kohl habe diese Auskunft augenscheinlich genügt, das Gespräch sei dann schnell zu Ende gewesen. Und: "Offensichtlich hatte es ihn bestärkt, mich beim Bundespräsidenten als zukünftige Bundesministerin für Frauen und Jugend zur Ernennung vorzuschlagen." Zudem habe Kohl versucht, eine Verbundenheit zum normalen Leben zu behalten, erzählte Merkel: "Wer den aktuellen Milchpreis nicht kannte, galt in seinen Augen als abgehoben." Eine zweite Lehre für sie und ihren weiteren Weg lasse sich in einem inzwischen legendären Satz Kohls zusammenfassen: "Entscheidend ist, was hinten rauskommt." Soll heißen, um Ziele durchzusetzen, sei ein Gespür für das richtige Timing entscheidend.

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07:00 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen!

Der große Wurf kann es nun nicht mehr werden: Es ist nur noch eine "Ministerpräsidentenkonferenz light", auf der sich die Länderchefinnen und -chefs heute in Berlin mit den Folgen der Energiepreiskrise befassen werden. Anders als geplant wird Kanzler Olaf Scholz wegen seiner Corona-Infektion nicht dabei sein. Als Bund-Länder-Treffen soll die Konferenz am 4. Oktober nachgeholt werden. Aber dennoch wollen sich die Ministerpräsidenten schon heute nach Möglichkeit auf eine gemeinsame Haltung zum dritten Entlastungspaket und vor allem zur Verteilung der Kosten verständigen. Die Marschroute hat Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann schon vorgegeben: Wenn die Länder das Paket mittragen sollten, müsse die Ampel sie an anderer Stelle finanziell viel stärker unterstützen.

Ansonsten werden diese Themen den Tag bestimmen:

  • Das Bundeskabinett berät über die geplante Wohngeldreform, die Haushalte mit wenig Einkommen angesichts der hohen Inflation entlasten soll.
  • Der Untersuchungsausschuss im US-Repräsentantenhaus, der den Angriff auf das Kapitol in Washington im Januar 2021 aufarbeitet, tritt um 19 Uhr (MESZ) zu seiner ersten öffentlichen Anhörung seit der Sommerpause zusammen.
  • Gut ein Jahr nach der Wahl in Berlin überprüft der Verfassungsgerichtshof deren Gültigkeit mit einer mündlichen Verhandlung um 11 Uhr.
  • Um 13 Uhr zieht der scheidende Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, der Trierer Bischof Stephan Ackermann, nach zwölf Jahren in diesem Amt Bilanz zur Aufarbeitung des Missbrauchsskandals.
  • Der Deutsche Städtetag informiert auf einer Pressekonferenz um 12.30 Uhr in Kiel über die Forderung der Städte nach einem Rettungsschirm für die kommunalen Energieversorger.

Mein Name ist Lea Verstl und ich werde Sie bis in den Nachmittag hinein durch diesen Mittwoch begleiten. Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreiben Sie mir gerne: dertag@n-tv.de

06:40 Uhr

Auch CDU sieht bei Merz "Methode der Rechtspopulisten"

Nicht nur die SPD wirft CDU-Chef Merz AfD-Taktik vor. Auch aus den eigenen Reihen kommt heftige Kritik: Der CDU-Sozialflügel machte Merz wegen des Gebrauchs des Wortes "Sozialtourismus" in Bezug auf ukrainische Flüchtlinge und der anschließenden Entschuldigung schwere Vorwürfe. "Merz hat die übliche Methode der Rechtspopulisten angewandt: Erst Grenzen überschreiten, dann zurückrudern", sagte Christian Bäumler, Vize-Vorsitzender des Arbeitnehmerflügels (CDA), in Stuttgart. "Damit steht er sich selbst beim Weg ins Kanzleramt im Weg und schadet damit der Union."

Merz' Äußerung zeuge von fehlender sozialer Kompetenz, findet der baden-württembergische CDU-Politiker Bäumler. "90 Prozent der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine sind Frauen, Kinder und Jugendliche. Wer diese Menschen als Sozialtouristen diffamiert, beschädigt das Wertefundament der Union."

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06:20 Uhr

Inzidenz klettert auf 379,6

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Morgen mit 379,6 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 334,9 gelegen (Vorwoche: 264,6; Vormonat: 248,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 95.811 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 56.715) und 138 Todesfälle (Vorwoche: 90) innerhalb eines Tages.

Allerdings liefern die Daten kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht erfasster Fälle aus - vor allem deshalb, weil bei Weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen. Mehrere Bundesländer übermitteln am Wochenende keine oder unvollständige Daten an das RKI.

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