Das war Donnerstag, der 12. März 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
dieser Donnerstag stand ganz im Zeichen des Iran-Kriegs: Der neue Ajatollah Modschtaba Chamenei hielt seine erste Fernsehansprache - jedoch ohne selbst zu sprechen. Er, dass es tatsächlich Chamenei sei, von dem die Worte stammen, berichten zumindest die iranischen Medien, schwört dabei Rache. Derweil gaben die Kraftstoffpreise etwas nach. Autofahrer konnten also vorerst minimal aufatmen. Ob die Entwicklung anhält, werden wir dann spätestens morgen an der Zapfsäule sehen.
Was heute sonst noch wichtig war:
Angst treibt den Ölpreis stärker als Militärschläge. Von Juliane Kipper
Im Iran testen die USA auch neue Waffen. Von Markus Lippold
Der Iran treibt Zypern in die Nato - die Türkei lehnt ab. Von Kevin Schulte
Brand auf Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" im Roten Meer.
Hacker verschaffte sich Zugang zu Epstein-Akten des FBI. Von Roland Peters, New York
Verband sagt Preisverfall bei E-Autos voraus. Von Laura Stresing
MV-Wirtschaftsminister Blank nach Unfall schwer verletzt in Klinik.
Damit verabschiede ich mich nun für heute vom "Tag" auf ntv.de und von Ihnen. Ich hoffe, Sie haben einen schönen Abend und später eine erholsame Nacht.
Beste Grüße aus dem ntv-Hauptstadtstudio in Berlin
Ihr Max Patzig
Deutscher Malle-Urlauber klaut Auto und prellt Hotel um Tausende Euro
Hotelrechnung offen, Mietwagen nicht zurückgegeben: Ein Mallorca-Urlauber aus Deutschland ist wegen Betrugs und Diebstahls in Spanien festgenommen worden. Der Mann habe auf Mallorca Urlaub in einem Hotel gemacht, teilt die Polizei mit. Als er seinen Aufenthalt verlängern wollte, hätten die Hotelmitarbeiter ihn aufgefordert, zunächst seine offene Rechnung zu begleichen.
Daraufhin sei der Gast wenig später verschwunden und habe eine unbezahlte Rechnung in Höhe von mehr als 6000 Euro hinterlassen. Zudem meldete eine Mietwagenfirma bei der Polizei, dass der Urlauber sein Auto nicht zurückgegeben habe.
Die Ermittler fanden schnell heraus, dass der Gesuchte eine Fähre nach Barcelona genommen hatte. Dort klickten dann die Handschellen. Woher in Deutschland der Festgenommene stammt, wurde nicht mitgeteilt.
3300 Jahre alter Goldschatz in Niedersachsen soll erforscht und ausgestellt werden
Der spektakuläre Goldhort von Gessel im Landkreis Diepholz in Niedersachsen soll rund jetzt - 15 Jahre nach seiner Entdeckung - umfassend wissenschaftlich untersucht werden. Ein interdisziplinäres Team aus Archäologie und Naturwissenschaften nehme den rund 3300 Jahre alten Fund aus der Bronzezeit nun mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) genauer unter die Lupe, teilen das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege, das Landesmuseum Hannover und die Universität zu Kiel mit.
Der Goldschatz wurde 2011 bei Ausgrabungen nahe Syke entdeckt. Mit 1,7 Kilogramm Gold aus insgesamt 117 Einzelteilen zählt der Fund zu den größten Goldhorten der europäischen Bronzezeit. Die Objekte - darunter zahlreiche Spiralringe - waren dicht beieinander in etwa 60 Zentimetern Tiefe deponiert worden.
Die Forschungen sind auf drei Jahre angelegt. Ergebnisse sollen unter anderem auf einer wissenschaftlichen Tagung vorgestellt werden. Für 2028 ist zudem eine Ausstellung geplant.
Weil das Geld fehlt: Ostseeort verliert Polizeipräsenz
Die Rostocker Polizei schließt ihre Außenstelle im Ostseebad Warnemünde. Adriana Ott-Ebert, die Leiterin des Polizeireviers Lichtenhagen, hatte laut "Ostsee Zeitung" bei einer Sitzung des Ortsbeirates über die Entscheidung informiert. Grund dafür seien finanzielle und personelle Überlegungen.
Um die Organisation zu optimieren, habe man die Polizeistation Warnemünde genau betrachtet, sagt eine Polizeisprecherin auf Anfrage. Die Mietkosten stünden aktuell nicht im Verhältnis zur tatsächlichen Nutzung, "sodass ein Weiterbetreiben der Station nicht sinnhaft erscheint". Außerdem habe sich in den vergangenen Jahren der Bedarf der Bürgerinnen und Bürger nach einem direkten Polizeikontakt in der Warnemünder Station auf ein Minimum reduziert.
Durch die Schließung werde sich aber keine Sicherheitslücke für die Menschen in Warnemünde ergeben, versichert die Polizeisprecherin. Schon jetzt würden etwa 90 Prozent der Einsätze in Warnemünde durch das zuständige Revier Rostock-Lichtenhagen geleistet.
Mickey Rourke erklärt: Deshalb hat er so lange keine Miete gezahlt
Mickey Rourke meldet sich nach seinem Rauswurf aus einem Mietshaus in Los Angeles zu Wort. Berichten zufolge musste er das Haus wegen Mietrückständen von 59.100 US-Dollar räumen. Jetzt betont der Schauspieler, dass das nicht auf finanzielle Probleme zurückzuführen sei.
"Der Grund, warum ich die Miete nicht mehr bezahlt habe, war, dass die Wohnbedingungen in dem Haus unzumutbar geworden waren", behauptet er bei E! News. "Monatelang gab es schwerwiegende Probleme, die trotz meiner Bemühungen, sie beheben zu lassen, immer wieder ignoriert wurden." Er berichtet von "andauernden Problemen mit Nagetieren", die "nie vollständig behoben" worden seien. Auch ständige Schwierigkeiten mit dem Badezimmer und den Wasserleitungen beklagt er. Obwohl er sich darum gekümmert habe, die Mängel beheben zu lassen, sei nichts passiert. Zudem seien "grundlegende Wartungsarbeiten nie ordnungsgemäß durchgeführt worden".
Die Miete einzubehalten, sei keine leichtfertige Entscheidung gewesen. "Ich konnte einfach nicht weiter für ein Haus bezahlen, das sich in einem so schlechten Zustand befand, nachdem ich so oft versucht hatte, diese Probleme beheben zu lassen", erklärt Rourke.
Nawrocki verzichtet auf polnische Aufrüstung mittels EU-Geldern
Der nationalistische polnische Präsident Karol Nawrocki legt sein Veto gegen ein milliardenschweres Programm zur Modernisierung der Streitkräfte mit EU-Geldern ein. Nawrocki, der der nationalkonservativen Oppositionspartei PiS nahe steht, gibt bekannt: "Ich habe entschieden, das Gesetz nicht zu unterzeichnen, das Polen erlauben würde, den sogenannten 'Safe'-Kredit aufzunehmen."
Das polnische Parlament hatte Ende Februar für die Annahme eines solchen EU-Darlehens in Höhe von 44 Milliarden Euro aus dem EU-Programm "Security Action for Europe" (Safe) votiert. Mit dem Geld sollen eigentlich Luft- und Raketenabwehrsysteme, Anti-Drohnen-Technik und andere Rüstungsgüter finanziert werden. Auch Polizei, Grenzschutz sowie Straßen- und Schienenprojekte sollen Mittel aus dem Programm erhalten. Nawrocki erklärt aber nun: "Ich werde nie ein Gesetz unterzeichnen, das unsere Souveränität, unsere Unabhängigkeit sowie unsere wirtschaftliche und militärische Sicherheit untergräbt."
Polen wäre der größte Nutznießer des EU-weiten Safe-Programms, das insgesamt 150 Milliarden Euro umfasst. Als größtes Land an der Nato-Ostflanke und Nachbar von Russland, Belarus und der Ukraine treibt Polen seit einigen Jahren die Modernisierung seiner Streitkräfte voran. In diesem Jahr übersteigt das polnische Verteidigungsbudget 4,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und zählt damit zu den höchsten innerhalb der Nato.
Anschlag für den IS geplant: 18-Jähriger angeklagt
Wegen mutmaßlicher Planungen für einen islamistisch motivierten Messerangriff auf "willkürlich ausgewählte Opfer" ist in der Schweiz ein 18-Jähriger angeklagt worden. Bei dem im Kanton Aargau lebenden Mann handle es sich um einen Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), teilt die Schweizer Bundesanwaltschaft mit. Ihm wird den Angaben zufolge unter anderem die Unterstützung einer "terroristischen Organisation" und die Vorbereitung von Mord vorgeworfen.
Laut der Anklage hatte der junge Mann im Internet ein Messer bestellt, sich Anleitungen für einen Anschlag besorgt und Kontakte zu Gleichgesinnten geknüpft. Der Mann habe auch Propagandavideos in Onlinediensten verbreitet.
Der Angeklagte wurde laut der Bundesanwaltschaft bereits im vergangenen Juni verhaftet. Im Dezember sei er dann aus der Untersuchungshaft entlassen worden, da "die Haftgründe nicht mehr gegeben" gewesen seien, teilt die Ermittlungsbehörde mit, ohne dies näher zu erläutern.
"Schock-Zustand": Musikstar sagt Konzert wegen Schlafproblemen ab
Für ihre oft lautstarken Feiern sind die Spanier allgemein bekannt - nun hat Morrissey wegen des Lärms beim traditionellen Fallas-Fest in Valencia einen Auftritt abgesagt. "Das Konzert heute Abend ist wegen Schlafmangels unmöglich geworden", heißt es auf der Website des britischen Sängers. Morrissey sei von Mailand aus erst am späten Mittwochabend angekommen und "konnte sich in Valencia wegen des Lärms nicht ausruhen".
"Jegliche Form von Schlaf oder Ruhe während der Nacht war aufgrund des Lärms des Festes/der lauten Techno-Musik/der Durchsagen mit dem Megafon unmöglich", heißt es mit Blick auf die Fallas-Feiern. "Diese Erfahrung versetzte Morrissey in einen Schock-Zustand."
Das über mehrere Tage gehende Fallas-Fest zieht jedes Jahr im März in Valencia rund eine Million Menschen an, darunter viele ausländische Touristen. Es ist vor allem bekannt wegen seiner riesigen Figuren aus Pappmaschee, die unter lautem Böllergeknall am Ende in einem gigantischen Feuer verbrannt und in Asche verwandelt werden.
Schussvorfälle in zwei US-Städten - beide Schützen tot
Gleich zwei Vorfälle mit Schusswaffen erschüttern die USA. Im Bundesstaat Virginia schoss ein Bewaffneter auf Menschen in der Constant Hall der Old Dominion University in Norfolk. Er verletzte zwei Menschen, berichtet der Sender WSLS. Der Täter sei "inzwischen tot", wie es heißt. Die Hochschule teilt auf Instagram mit, dass der Schütze "neutralisiert" wurde, also von Polizisten getötet.
Der Unterricht an der Hochschule falle am heutigen Donnerstag und morgigen Freitag aus. Man solle den Bereich um die Bildungseinrichtung weiträumig meiden. Die Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden laufen, erklärt die Old Dominion University.
Fast zeitgleich kam es im US-Bundesstaat Michigan vor einer Synagoge zu einem mutmaßlichen Anschlag. Ein Mann, der von Behörden als Schütze beschrieben wird, fuhr mit seinem Wagen in West Bloomfield Township in eine Besuchergruppe vor einer Synagoge. Anschließend sei er geflohen. FBI-Direktor Kash Patel schreibt auf X, Ermittler seien vor Ort und reagierten auf die "offenbar erfolgte Fahrzeugattacke und den bewaffneten Vorfall vor der Synagoge Temple Israel". Den Angaben nach wurde bei dem Vorfall niemand verletzt. Ob tatsächlich Schüsse gefallen sind, ist derzeit unklar.
Polizei, FBI und ATF (Amt für Alkohol, Tabak, Schusswaffen und Sprengstoffe) sind mit einem Großaufgebot im Einsatz. US-Staatsanwältin Pam Bondi rief auf X zu Gebeten auf. NBC News meldet unter Berufung auf hochrangige Beamte, dass der Schütze tot sei. Die Schulen in West Bloomfield Township bleiben heute geschlossen.
650 Kilo schwere Nasa-Sonde fällt überraschend zeitig auf die Erde
Mehrere Jahre früher als geplant ist eine Nasa-Sonde zurück auf die Erde gestürzt. Wahrscheinlich sei die rund 650 Kilogramm schwere Sonde "Van Allen A" beim Eintritt in die Erdatmosphäre über dem Pazifischen Ozean größtenteils verglüht, teilt die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit.
Die Nasa hatte damals vorhergesagt, dass die Sonden wahrscheinlich 2034 in die Erdatmosphäre zurückkehren würden. Dann entwickelte sich jedoch die Sonnenaktivität deutlich stärker als erwartet, sodass die Sonde "Van Allen A" nun jetzt schon zurückkehrte. Die Zwillingssonde "Van Allen B" soll nach neuen Berechnungen der Nasa um 2030 herum zurückkehren.
Die Sonden waren 2012 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet, um die Strahlungsgürtel der Erde zu untersuchen. Eigentlich war ihre Mission nur auf zwei Jahre angelegt gewesen, die Sonden blieben dann aber doch bis 2019 aktiv.
Spediteur klagt über Benzinpreise: "Lkw werden nach und nach stehen bleiben"
Die hohen Benzinpreise bringen auch Spediteure in Bedrängnis. Für sie macht der Treibstoff einen großen Teil ihrer Ausgaben aus. Die steigenden Kosten spüren am Ende die Verbraucher. Spediteure fordern deshalb Entlastung von der Politik.
Neue Umfrage verspricht spannende Wahl in Rheinland-Pfalz
Zehn Tage vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz liegen CDU und SPD in einer Umfrage weiterhin etwa gleichauf. Die CDU von Spitzenkandidat Gordon Schnieder gewinnt im Vergleich zu einer vorherigen Umfrage aus dem Februar einen Prozentpunkt hinzu und kommt auf 29 Prozent, wie aus der Erhebung des Instituts Infratest dimap für die ARD hervorgeht. Dicht dahinter folgt die SPD von Ministerpräsident Alexander Schweitzer mit 28 Prozent, die ebenfalls einen Punkt zulegt. Auf den dritten Platz kommt die AfD mit unverändert 19 Prozent.
Die Grünen verlieren im Vergleich zum Februar einen Punkt und kommen auf 8 Prozent. Die Linke wird unverändert bei 5 Prozent gesehen. Sie war bisher nie im Mainzer Landtag vertreten. Mehrere Umfragen hatten den Freien Wählern zuletzt 5 bis 6 Prozent prognostiziert. Laut der neuen Erhebung kommen sie auf 4,5 Prozent und würden an der Fünfprozenthürde scheitern. Alle übrigen Parteien erreichen zusammen 7 Prozent, darunter sind auch die FDP und das BSW.
Elon Musks Tochter berichtet von "Atmosphäre der Kälte und Unbeholfenheit"
Vivian Jenna Wilson, die Tochter des Tech-Milliardärs Elon Musk, sagt in der aktuellen Ausgabe der "Zeit", dass sie kein Interesse an einer Wiederannäherung an ihren Vater habe: Eine Aussöhnung werde "nicht passieren". Und weiter: "Mein Leben ist keine Telenovela."
Nachdem Wilson ihr Coming-out als Transfrau hatte, erklärte ihr Vater Elon Musk, für ihn sei sie am "woke-mind virus" gestorben. Wilson, die als Topmodel für Marken wie Gucci arbeitet, sagt in der Wochenzeitung, diese Aussage habe sie nicht verletzt, sondern sauer gemacht, weil sie keine Bühne hatte, um sich zu wehren. "Ich wollte kein politischer Spielball mehr sein - keine tragische Geschichte im Sinne von 'Mein Sohn ist tot'. Ich wollte nur verdammt noch mal ich selbst sein."
Über ihre Kindheit und Jugend, die sie in den Anwesen ihres Vaters verbracht hat, sagt sie: "Es gibt in diesen Häusern eine exzessive Opulenz, alles ist teuer, nur um teuer zu sein, ohne Gefühl oder Verstand dahinter. Ich erinnere mich vor allem an eine Atmosphäre der Kälte. Und auch der Unbeholfenheit."
Mann klaut Feuerwehrauto, um Sperrmüll wegzubringen
Ein unter Drogen stehender 47 Jahre alter Mann brach am Mittwochmorgen in die Rettungswache im Duisburger Stadtteil Duissern ein und stahl ein Einsatzfahrzeug. Ein Mitarbeiter der Feuerwehr beobachtete den Diebstahl und rief die Polizei, teilen die Ermittler mit.
Am Nachmittag wurde das Feuerwehrfahrzeug in Mülheim an der Ruhr gesichtet. Gegenüber der Polizei gab der 47-Jährige an, dass er "so viel vorgehabt" habe und das Fahrzeug für seine Erledigungen nutzen wollte. Er sagte, er wolle unter anderem Sperrmüll entsorgen.
Der Mann wurde positiv auf Kokain getestet. Im Kofferraum des Fahrzeugs wurde ein Fahrrad gefunden. Wo es herkam, war unklar. Es wurde beschlagnahmt, weil es ebenfalls gestohlen worden sein könnte. Die Feuerwehr erhielt ihr Fahrzeug zurück.
Reiche: Bis neue Tankstellen-Regelung gilt, dauert es noch
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche dämpft Erwartungen an eine kurzfristige Einführung der neuen Regel für Tankstellen. Die CDU-Politikerin sagt: "Wir suchen derzeit ein Trägergesetz, also Gesetzgebung muss auch schon noch ordentlich erfolgen." Trägergesetz bedeutet, dass die Änderung der Tankregel an einen anderen Gesetzentwurf angehängt wird, um Zeit zu sparen.
Über dieses Gesetz werde mit den Koalitionsfraktionen gesprochen. Geplant seien Fristverkürzungen. "Ein Trägergesetz, ob das in der nächsten Woche schon stattfinden kann, kann ich Ihnen nicht sagen", sagt Reiche weiter. "Aber die Aufgabe besteht darin, so schnell wie möglich, aber eben auch keine Fehler bei der Gesetzgebung machen."
Die Bundesregierung hat beschlossen, dass Tankstellen künftig nur noch einmal am Tag die Preise erhöhen dürfen. Das soll preisdämpfend wirken.
Ex-Signa-Chef René Benko will als Tischler arbeiten
Der österreichische Investor René Benko will im Gefängnis als Tischler arbeiten. Sein Anwalt Norbert Wess bestätigt einen entsprechenden Bericht des Magazins "Trend".
Bis vor kurzem sei Benko fast ständig mit der Bearbeitung seines Strafakts beschäftigt gewesen, so Wess. Da sich sein Mandant zumindest aktuell nicht mit weiteren Ermittlungssträngen auseinandersetzen müsse, bestehe nun die Möglichkeit, einer Beschäftigung nachzugehen.
Benko sitzt seit mehr als einem Jahr in Untersuchungshaft. Er ist inzwischen zweimal wegen des Verdachts der Schädigung seiner Gläubiger verurteilt worden. Beide Urteile des Landesgerichts Innsbruck sind nicht rechtskräftig.
Trump freut sich über hohen Ölpreis - aus gutem Grund
Die deutlich gestiegenen Ölpreise sind nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump gut für die USA. "Die Vereinigten Staaten sind mit Abstand der größte Ölproduzent der Welt. Wenn also die Ölpreise steigen, verdienen wir viel Geld", teilt er auf seiner Plattform Truth Social mit.
Trump hatte im Wahlkampf damit geworben, im Land die Energiepreise deutlich zu senken. Infolge des Kriegs im Iran stiegen die Benzinpreise in den USA allerdings auf das höchste Niveau seit dem Sommer 2024.
EU-Vergleich: Benzinpreise in Deutschland am stärksten gestiegen
In Deutschland sind die Spritpreise zuletzt besonders stark gestiegen. "Deutschland ist beim Preisanstieg Spitzenreiter", sagt der Vorsitzende der Monopolkommission, Tomaso Duso. Das gehe aus Daten der EU-Kommission zu den Kraftstoffpreisen in den 27 Mitgliedsstaaten hervor.
Duso bezieht sich in seiner Analyse auf die Preise ohne Steuern und Abgaben im Zeitraum vom 23. Februar bis 9. März. In Deutschland sei Diesel in diesem Zeitraum um 44 Prozent teurer geworden, während es im EU-Durchschnitt nur 29 Prozent zugelegt habe. Superbenzin habe in Deutschland um 29 Prozent zugelegt, im EU-Durchschnitt nur um 16 Prozent.
"Dass die Preisanstiege in Deutschland deutlich stärker ausfallen als im europäischen Durchschnitt, ist ein Hinweis darauf, dass wir strukturelle Probleme im Mineralölmarkt anpacken müssen", so der Vorsitzende der Monopolkommission.
19-Jährige tot in Wald entdeckt - Verdächtiger festgenommen
In einem Wald bei Mannheim ist eine 19-jährige Frau tot aufgefunden worden. Die Polizei geht nach derzeitigem Ermittlungsstand von einem Gewaltverbrechen aus. Ein 17-Jähriger sei dringend tatverdächtig und wurde noch am gestrigen Mittwochabend festgenommen, teilt die Polizei mit. Er werde einem Haftrichter vorgeführt.
Die vorläufigen Untersuchungsergebnisse der Rechtsmedizin hätten den Verdacht auf eine Gewalttat bestätigt. Anhaltspunkte für ein Sexualverbrechen gebe es nicht.
Riesiger Berg-Riss bedroht Schweizer Dorf
Ein 250 Meter langer Riss zieht sich durch den Hang über Chippis im Wallis - und wächst weiter. Im Ernstfall bleiben den 1500 Einwohnern nur 20 Minuten zur Flucht. Nach schweren Hochwassern droht im schlimmsten Fall ein Bergsturz mit meterhoher Flutwelle.
Ehemaliger BND-Vize wird Opfer von Cyberangriff
Der Ex-BND-Vizepräsident Arndt Freytag von Loringhoven zählt zu den Opfern eines Cyberangriffs auf Nutzer der Messenger-App Signal. Der 69-Jährige sagt dem "Spiegel", bei ihm habe sich ein angeblicher Signal-"Support" gemeldet und die Eingabe der PIN gefordert. Der gelernte Diplomat, der bis 2019 bei der Nato für nachrichtendienstliche Zusammenarbeit zuständig war, gab die Daten demnach ein.
Im Februar stufte der Verfassungsschutz die globale Attacke als "sicherheitsrelevant" ein. Sie richtet sich vor allem gegen Amtsträger, Militärs und Journalisten. Nach Informationen des "Spiegels" meldeten sich auch hochrangige deutsche Politiker als Betroffene bei Behörden. Niederländische Geheimdienste sind überzeugt davon, dass "russische Staatsakteure" dahinterstecken. Sie könnten Konten von Opfern übernehmen, Zugriff auf deren Kontakte erhalten und Nachrichten verschicken.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
meine Kollegin Leah Nowak hat es für heute geschafft, jetzt übernehme ich das Ruder im "Tag" auf ntv.de. Mein Name ist Max Patzig und wenn Sie Fragen oder Rückmeldungen haben, erreichen Sie mich jederzeit per E-Mail an max.patzig@ntv.de.
Ich wünsche noch einen schönen Nachmittag und einen weiterhin erfolgreichen Donnerstag!
Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern bei Autounfall verletzt
Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Wolfgang Blank ist bei einem Unfall auf der A20 verletzt worden. Das teilte sein Ministerium mit. Er liege im Krankenhaus. Laut Polizei waren am Morgen bei Lindholz ein Auto und ein Lkw in Fahrtrichtung Rostock zusammengestoßen. Der Lastwagen, ein Sicherungswagen der Autobahnmeisterei, sei zwischen den Anschlussstellen Bad Sülze und Tessin von der Standspur auf die linke Spur gewechselt. Dabei kam es zum Zusammenstoß. Das Auto sei daraufhin gegen die Mittelleitplanke gekracht und habe sich überschlagen.
Die beiden Insassen wurden laut Polizei schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum Rostock geflogen.
Salmonellengefahr: Penny ruft Zwiebelmett zurück
Wegen Salmonellengefahr ruft die OVO Vertriebs GmbH bei Penny verkauftes Zwiebelmett zurück. Es handelt sich um das Produkt "Meisterklasse Schinken-Zwiebelmettwurst 200 Gramm", wie es auf der Internetseite heißt. Betroffen seien Packungen mit dem Verbrauchsdatum 12. März 2026 und der Chargennummer L04804.
Der Rückruf erfolgt nach Angaben des Unternehmens rein vorsorglich. Die betroffenen Produkte seien aus den Regalen genommen worden. Bereits gekaufte Ware könnten Kunden auch ohne Vorlage des Kassenbons in einem Penny-Markt zurückgeben und sich den Kaufpreis erstatten lassen.
Siebenjähriger taucht mit 5000 Euro in Schule auf
Ein Siebenjähriger hat in Niedersachsen rund 5000 Euro mit zum Schulunterricht gebracht. Das Geld entdeckte er zu Hause in einem Briefumschlag, wie die Polizei in Osnabrück mitteilte. Die Eltern des Siebenjährigen hatten es demnach für den Kauf eines Autos von der Bank geholt.
Den Umschlag nahm der Siebenjährige mit zur Schule, wo er die Scheine seinen Freunden zeigte. Einer Lehrerin kam das komisch vor, sie rief vorsichtshalber die Polizei. Die Beamten konnten den Fall schließlich klären. Das Geld kam vollständig zurück in den Umschlag und wurde den Eltern gegeben.
Flammen zerstören Rettungswache in Wuppertal
Um kurz nach halb zwölf wird die Feuerwehr zu einem Brand in Wuppertal gerufen: Eine Rettungswache des Malteser-Hilfsdienstes steht in Flammen. Verletzt wird glücklicherweise niemand, doch die Löscharbeiten dauern bis in den Morgen.
Sexueller Missbrauch: Katholische Kirche zahlt 93 Millionen Euro an Betroffene
Betroffene von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland haben bislang rund 93 Millionen Euro an sogenannten Anerkennungsleistungen erhalten. Allein im vergangenen Jahr stieg die Summe um gut 16,5 Millionen Euro, wie die Unabhängige Kommission für Anerkennungsleistungen bei der Vorstellung ihres Tätigkeitsberichts 2025 in Bonn mitteilte. Die Kommission arbeitet seit 2021 und entscheidet über Zahlungen für Missbrauchsbetroffene im Bereich der katholischen Kirche.
Die Zahl neuer Erstanträge sank 2025 deutlich auf 186 und erreichte damit den bisherigen Tiefstand, 2024 waren es noch 349. Insgesamt wandten sich bislang knapp 3000 Betroffene mit Erst- und Folgeanträgen an das Gremium. Einschließlich Widersprüchen wurden fast 4700 Verfahren bearbeitet, von denen weniger als ein Prozent endgültig abgelehnt wurde.
Regen verschafft Allergikern nur kurze Verschnaufpause
So schön die Natur blüht, so anstrengend ist der Pollenflug für Allergiker. Die Belastung bleibt hoch, nur am Freitag bringt Regen eine kurze Pause. Zum Wochenende ziehen die Werte jedoch wieder an. Dazu zeigt sich das Wetter wechselhaft: etwas Sonne, einige Schauer und Temperaturen bis zu 15 Grad.
Epstein-Skandal: Xavier Naidoo plant Demo in Berlin
Der Sänger Xavier Naidoo hat zu einer Demonstration am Samstag in Berlin aufgerufen. In einer Instagram-Story forderte er seine rund 680.000 Follower auf, zur Siegessäule zu kommen. "Es geht um die Kinder, es geht um uns alle", sagte er in dem Video. Nach Angaben der taz bestätigte die Berliner Polizei eine Anmeldung für rund 10.000 Teilnehmende.
Der Demonstrationszug soll vom Großen Stern durch das Regierungsviertel führen und dort enden. Angemeldet wurde die Kundgebung von der "Initiative Transparenz, Rechtsstaat und Kinderschutz" (ITRK). Thema sollen angebliche deutsche Verstrickungen im Epstein-Skandal sein. Naidoo war zuletzt Mitte Februar bei einer Kundgebung am Berlin Hauptbahnhof aufgetreten und hatte dort von "Kinderfressern" und "embryonalem Gewürzmittel" gesprochen. Kritiker sehen den Epstein-Skandal als Vorwand Naidoos, eigene Verschwörungstheorien zu verbreiten.
Jeanette Biedermann erwartet mit 46 ihr erstes Kind
Popsängerin Jeanette Biedermann ist schwanger und erwartet im Alter von 46 Jahren ihr erstes Kind. "Jetzt ist es raus! Ja, ich bin schwanger!", schrieb die Musikerin und Schauspielerin auf Instagram. Dazu postete sie ein Bild von sich in einem roten Kleid mit einem sichtbaren Babybauch. Biedermann äußerte sich auch dazu, wie sie schwanger wurde. So habe sie das Thema in die Hände der Natur gelegt: "Für mich war immer klar, wenn das für mich bestimmt ist, dann freue ich mich sehr, wenn nicht, dann ist es auch okay."
Jetzt hätten die Natur und die Bestimmung entschieden, ihr dieses kleine Wunder zu schenken. Zum Vater des Kindes machte sie keine Angaben.
Doppelmörder in Texas hingerichtet
Im US-Bundesstaat Texas ist ein 51-jähriger Mann wegen des Mordes an seiner Freundin und deren achtjährigem Sohn durch eine Giftspritze hingerichtet worden. Die Todesstrafe gegen Cedric Ricks wurde am Mittwochabend um 18.55 Uhr (Ortszeit, Mittwoch 00.55 Uhr MEZ) vollstreckt, wie die Justizbehörden von Texas mitteilten. Ricks hatte 2013 seine 30-jährige Freundin und ihren Sohn aus einer vorherigen Ehe erstochen.
Bei der Tat hatte Ricks auch den zwölfjährigen Sohn seiner Freundin angegriffen. Dieser überlebte jedoch mit mehr als zwei Dutzend Stichwunden, indem er sich tot stellte, und sagte später im Gerichtsprozess gegen Ricks aus. 2014 wurde Ricks zum Tode verurteilt. Es war die sechste Hinrichtung in den USA in diesem Jahr und die zweite in Texas.
15-Jähriger stirbt nach Streit vor Supermarkt
Vor einem Supermarkt im schleswig-holsteinischen Eckernförde ist ein 15-Jähriger nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung gestorben. Nach ersten Erkenntnissen gerieten am Mittwochabend mehrere Menschen vor dem Laden in Streit. Zeugen beobachteten anschließend, wie ein Auto vom Tatort davonfuhr, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Kiel mitteilten.
Als die Polizei eintraf, war von der Gruppe niemand mehr zu sehen, stattdessen fanden die Beamten Blutspuren. Etwa drei Kilometer entfernt entdeckten sie schließlich den schwer verletzten Jugendlichen. Trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche starb der 17-Jährige auf dem Weg ins Krankenhaus. Die Polizei bittet Zeugen um Hinweise, die Ermittlungen laufen.
Zweitägiger Pilotenstreik bei Lufthansa beginnt
Bei der Lufthansa hat am Morgen ein zweitägiger Pilotenstreik begonnen. Am Vormittag und Mittag sind alle Flüge der Airline von und nach Frankfurt sowie München gestrichen, wie der Flughafen auf seiner Internetseite mitteilt. Auch am Hauptstadtflughafen BER und am Flughafen Düsseldorf wurden mehrere Flüge annulliert. Lufthansa hat aber zugesichert, dass an beiden Streiktagen mindestens die Hälfte der geplanten Flüge stattfindet.
Zuvor hatte bereits streikende Gewerkschaft Vereinigung Cockpit eingeräumt, dass der Streik diesmal kleiner ausfällt als bei der ersten Welle vor einem Monat. Gewerkschaftschef Andreas Pinheiro erwartet rund 300 Flugausfälle pro Tag. Das sei für die angestrebte Auswirkung völlig ausreichend.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
gemeinsam mit Forschungsministerin Dorothee Bär und Verteidigungsminister Boris Pistorius reist Bundeskanzler Friedrich Merz heute nach Norwegen. Bei seinem Treffen mit dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre in Andenes auf der Insel Andoya am Abend soll es u.a. um Fragen der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik, die Zusammenarbeit in der NATO und die Zusammenarbeit Deutschlands und Norwegens im Weltraum gehen.
Das wird heute außerdem wichtig:
Der EuGH urteilt zu Namens- und Geschlechtsänderung bei Transpersonen.
Der zweitägige Pilotenstreik bei der Lufthansa beginnt.
Die Unabhängige Kommission für Anerkennungsleistungen stellt ihren Tätigkeitsbericht 2025 nach Missbrauch in der katholischen Kirche vor.
Die Uni Paderborn stellt ihre erste Studie zu sexueller Gewalt an Minderjährigen im Erzbistum Paderborn vor.
In Wiesbaden gibt es einen Festakt anlässlich 75 Jahre Bundeskriminalamt (BKA).
In der SWR-Wahlarena stellen sich am Abend die rheinland-pfälzischen Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten der Parteien den Fragen der Bürgerinnen und Bürger.
Mein Name ist Leah Nowak, ich begleite Sie heute durch den frühen "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreiben Sie mir gerne an: leah.nowak@ntv.de.
Bugrad bricht: Boeing 737 schleift über Landebahn
Eine Maschine von Air India Express landet in Phuket mit einem Defekt am Bugfahrwerk und schlittert die Landebahn entlang. Die Boeing 737 MAX 8 rutscht unkontrolliert über den Asphalt. Alle 132 Passagiere kommen dennoch mit dem Schrecken davon.
Zuschauerin kollabiert: Trump wünscht sich Song von Pavarotti
Es ist nicht das erste Mal, dass Donald Trump sich in einer Notfall-Situation nach den Klängen von Pavarotti sehnt. Bei einem Auftritt des US-Präsidenten im US-Bundesstaat Kentucky kollabierte eine Frau auf der Tribüne hinter ihm. Trump unterbrach seine Rede und rief nach einem Arzt. Während Helfer sich um die Frau kümmerten, herrschte Stille im Saal. "Wollen wir ein Lied spielen?", fragte Trump daraufhin. "Glaubt ihr, die Leute hinter der Bühne können mich hören? Wie wäre es mit 'Ave Maria'?" Jedoch schien den Präsidenten niemand zu hören, sein Musikwunsch zumindest blieb unerfüllt.
Im Jahr 2024 hatte Trump während einer Wahlkampfveranstaltung in Pennsylvania ebenfalls "Ave Maria" spielen lassen, als im Publikum zwei Personen zusammengebrochen waren. Mehrmals hatte Trump Luciano Pavarotti zuvor als "engen Freund" bezeichnet.
Nachfolge geplant? Kim Jong Un übt mit Tochter am Schießstand
Vermutet wird, dass Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un seine Tochter als politische Nachfolgerin aufbauen möchte: Nun zeigen Fotos der nordkoreanischen Staatsnachrichtenagentur KCNA, wie er mit dem Mädchen bei einer Inspektion seine Fähigkeiten am Schießstand erprobt. Beide tragen schwarze Lederjacken und begutachten Pistolen, die sie dann am Schießstand ausprobieren. Über die Tochter ist wenig bekannt, laut Ex-Basketballprofi Dennis Rodman, der Kim 2013 in Nordkorea persönlich getroffen hat, soll sie Ju Ae heißen. Ihr Alter wird auf 13 Jahre geschätzt.