Stephen Baldwin wollte nicht "Tom Cruise" sein, sondern lieber "Trottel aus Massapequa"
Die Baldwin-Brüder sind eine feste Größe in der US-Medienlandschaft. Der berühmteste Bruder dürfte der 68 Jahre alte Alec Baldwin sein, der etwa aus Filmen und Serien wie "Jagd auf Roter Oktober", "Pearl Harbor" oder "30 Rock" bekannt ist. Das liegt aber vielleicht auch mit daran, dass sein Bruder Stephen Baldwin in den vergangenen Jahrzehnten nicht die große Karriere in der Traumfabrik angestrebt hat. Der Vater von Hailey Bieber ist ebenso Schauspieler, hat sich aber laut eigener Angaben bewusst aus dem ganz großen Hollywood-Trubel zurückgezogen.
Mit einer Rolle in "Die üblichen Verdächtigen" hatte Stephen Baldwin Mitte der 1990er die besten Voraussetzungen, ein echter Leinwandstar zu werden. "Ich hätte wohl den Weg einschlagen können, ein großer Star zu werden", mutmaßt der 60-Jährige im Gespräch mit dem US-Magazin "People" rückblickend. Das habe aber nicht seinem Wesen entsprochen. Er erläutert: "Ich wollte nicht Tom Cruise sein und an den Kinokassen 100 Millionen Dollar einspielen müssen." Er sei lieber "ein Trottel aus Massapequa", kommentiert Baldwin ironisch mit einem Lächeln. Das liege ihm vielmehr.
Einbruch bei offenen Stellen im Informatikbereich
Die Konjunkturflaute belastet auch den Arbeitsmarkt in den Ingenieur- und Informatikberufen. Im vierten Quartal 2025 verzeichnet der neueste Ingenieurmonitor mit 58.392 Arbeitslosen in Ingenieur- und IT-Berufen den höchsten Stand seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2011. Dies entspreche einem Anstieg der Arbeitslosigkeit um 16,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) in Düsseldorf berichtete.
Die Zahl der offenen Stellen lag gleichzeitig bei 96.780. Das waren 18,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der VDI-Ingenieurmonitor wird regelmäßig in Zusammenarbeit mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erstellt. Zwischen den einzelnen Berufsfeldern gab es der Untersuchung zufolge erhebliche Unterschiede. So ging die Zahl der offenen Stellen in den Bauingenieurberufen nur um 3,8 Prozent zurück, in den Informatikberufen aber um 33,0 Prozent. "Besonders stark nahmen die offenen Stellen in Bayern und Baden-Württemberg ab, in denen die besonders wirtschaftlichen belastete Branche des Fahrzeugbaus eine hohe Bedeutung hat", hieß es im Monitor.
Sechs Supertanker ändern wegen Huthi-Drohungen Kurs
Sechs unter saudischer Flagge fahrende Supertanker haben in den vergangenen Tagen nach Drohungen der jemenitischen Huthi-Miliz ihren Kurs im Golf von Aden geändert. Die unbeladenen Tanker befinden sich auf dem Rückweg aus Asien und steuern nun im Verband das südliche Afrika an, anstatt durch das Rote Meer und die Meerenge Bab al-Mandab zu fahren, wie aus Ortungsdaten von LSEG und MarineTraffic hervorgeht. Der saudiarabische Betreiber Bahri und Regierungsvertreter des Königreiches äußern sich bislang nicht zu dem Vorgang.
England ächzt unter historischer Dürre
In England und Wales hat es in diesem Juli so wenig geregnet wie seit mehr als hundert Jahren nicht. Es sei der trockenste Juli seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen, die es in England schon seit 1836 gibt, teilte die britische Wetterbehörde mit. Großbritannien verzeichnete mit 38 Grad im Juni zudem einen Temperaturrekord. Nach Angaben der britischen Umweltbehörde ist infolge der geringen Niederschläge und der Hitze in den vergangenen Wochen mehr als die Hälfte der Fläche Englands von Dürre betroffen. Ihren Angaben aus der vergangenen Woche zufolge fiel im Juli landesweit nur sieben Prozent der erwarteten Niederschlagsmenge, in einigen Teilen Südenglands sogar nur ein Prozent.
Wegen Bildern wie diesen stellt Google neue Funktion ab
Satellitenbilder sind nicht nur für Journalisten eine wichtige, zuverlässige Quelle. Ein neues KI-Feature auf Google Earth konnte sie nun aber per Knopfdruck verändern - etwa Menschen, Fahrzeuge oder Zerstörungen hinzufügen. Nach nicht einmal 24 Stunden reagiert der Konzern und nimmt die Funktion wieder offline - vorerst.
"Wir haben gesehen, dass Fachleute aus dem Geo-Bereich diese Funktion für eine Reihe nützlicher Zwecke nutzen", erklärte ein Google-Sprecher. "Allerdings haben wir auch erlebt, dass Nutzer Screenshots generierter Bilder geteilt haben, die offenbar gegen unsere Richtlinien verstoßen." Daher werde diese Funktion in Google Earth vorerst zurückgenommen.
Die Satellitenbilder von Google Earth gelten als eine wichtige Quelle für Faktenprüfung und Verifizierung. Die am Donnerstag vorgestellte Bilderstellung-Schaltfläche hatte Googles Tool Nano Banana 2 in Google Earth integriert. Sie ermöglichte es Nutzern, an Orte heranzuzoomen und binnen Sekunden Bilder auf Grundlage der Satelliten-, Luftbild- und 3D-Kartendaten des Programms zu erstellen. Google hatte dies als eine Möglichkeit beschrieben, "Geschichte zu visualisieren, Immobilienpläne zu erstellen und vieles mehr".
Forscher und Experten für Open Source Intelligence (OSINT) äußerten jedoch heftige Kritik wegen des Potenzials für Desinformation. Sie warnten vor dem Missbrauch von Google Earth, um realistische georäumliche Fälschungen zu erstellen. Der Konzern arbeite nun daran, strengere Sicherheitsvorkehrungen einzubauen.
Unbekanntes Virus bei Rindern in Süddeutschland nachgewiesen
Ein neues Virus ist nach Europa eingeschleppt worden und breitet sich nun bei Rindern in Süddeutschland aus. Die betroffenen Tiere zeigten Fieber und Durchfall, Milchkühe geben weniger Milch, wie das Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) erklärte, das sich als Bundesforschungsinstitut der Tiergesundheit widmet. Übertragen wird das Virus durch blutsaugende Gnitzen. Das FLI bei Greifswald untersuchte vier Proben aus Baden-Württemberg und kam zu dem Schluss, dass es sich um ein bislang nicht näher charakterisiertes Orthobunyavirus aus der Simbu-Serogruppe handelt. Viren dieser Gruppe kämen vor allem in Afrika, Asien und Australien vor.
Das neue Virus gehört zu einer Gruppe, zu der auch das Schmallenberg-Virus gehört. Dieses war 2011 nach Deutschland gelangt und sorgte in den darauf folgenden Jahren vor allem bei Schafen für Fehlgeburten und Missbildungen. Mehr als 2.000 Höfe waren damals betroffen. Inwiefern derartige Probleme infolge des nun neu nachgewiesenen Virus auftreten, müsse noch untersucht werden, erklärte das Institut. Da die entsprechenden Mücken noch bis November aktiv sind, müsse mit einer weiteren und möglicherweise schnellen Ausbreitung des Virus gerechnet werden.
Band Massive Attack erhält Einreiseverbot in Singapur - "surreale Erfahrung"
Singapur lässt Massive Attack nicht mehr ins Land. Robert "3D" Del Naja und Grant "Daddy G" Marshall, die beiden Gründungsmitglieder des britischen Trip-Hop-Projekts, dürfen den Stadtstaat künftig nicht mehr betreten. Das teilen die Polizei von Singapur und die Medienaufsichtsbehörde IMDA in einer gemeinsamen Erklärung mit. Auslöser war eine palästinensische Flagge, die die beiden Musiker bei ihrem Konzert auf der Bühne gezeigt hatten.
Ermittelt wurde gegen beide wegen "ihrer Handlungen zur Unterstützung einer politischen Sache und des Entrollens einer ausländischen Flagge". Nach Abschluss der Untersuchung und nach Rücksprache mit der Generalstaatsanwaltschaft sprach die Polizei "strenge Verwarnungen" aus. Der Veranstalter habe die Auflagen für den Abend vorab bestätigt, heißt es in der Erklärung. Dennoch hätten beide Musiker eine "ausländische Flagge" hochgehalten, einer von ihnen habe "Free Palestine" gerufen. Künftige Auftrittsanträge der Band werde man angesichts des Einreiseverbots nicht mehr genehmigen, so IMDA.
Die Band meldet sich auf Instagram zu Wort und schildert die Stunden nach dem Konzert aus ihrer Sicht. "Nach unserem Auftritt im Star Theatre in Singapur am 29. Juli waren wir überrascht und enttäuscht, dass unsere gesamte Band von der Polizei festgehalten, isoliert und getrennt voneinander befragt wurde. Bei einigen Mitgliedern wurden Hotelzimmer durchsucht und vorübergehend die Pässe einbehalten", heißt es. Die "surreale Erfahrung" sei eine "Erinnerung daran, wie wichtig es ist, universelle Menschenrechte und die Meinungsfreiheit zu verteidigen, wo immer diese Rechte bedroht sind".
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Lesern, mein Kollege Max Patzig hat sich in den Feierabend begeben. Mein Name ist Max Perseke und ich begleite Sie heute durch die zweite Tageshälfte. Wie immer freue ich mich bei Fragen, Hinweisen und Kritik über Ihre Mail an: dertag(at)ntv.de. Auf geht's!
14-Jährige klaut Jugendlicher das Handy und tötet sie fast
Bei einem Raubüberfall soll eine 14-Jährige im Landkreis Heilbronn versucht haben, eine zwei Jahre ältere Jugendliche mit einem Messer zu töten. Gegen die 14-Jährige wurde Haftbefehl wegen versuchten Mordes, schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung erlassen.
Nach den bisherigen Ermittlungen soll das jüngere Mädchen die ihr nicht bekannte 16-Jährige vor rund eineinhalb Wochen auf einem Feldweg in Obersulm am helllichten Tag mit dem Messer bedroht haben. Sie forderte das Mobiltelefon des Opfers und stach zu, obwohl sie das Handy bekam.
"Erst das Eintreffen aufmerksamer Zeugen beendete den Angriff", teilen Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Erwachsenen trennten die Mädchen voneinander und alarmierten die Polizei, wie es weiter heißt. Die mutmaßliche Täterin wurde ins Gefängnis gebracht.
Stadt baut Bushaltestelle barrierefrei aus, streicht sie aber aus dem Netz
In der NRW-Stadt Schloß Holte-Stukenbrock wird die Bushaltestelle "Holter Schloßkrug" derzeit barrierefrei ausgebaut. Das soll Ein- und Ausstieg vor dem altehrwürdigen Restaurant vereinfachen und auch mobilitätseingeschränkte Reisende vom ÖPNV überzeugen. Doch in sozialen Netzwerken kommt die Baumaßnahme nicht gut an, berichtet die "Neue Westfälische".
Ab Januar soll an der Haltestelle nämlich kein Bus mehr anhalten. Die Linie, die gerade noch dreimal pro Nachmittag fährt - aber nur unter der Woche, am Wochenende fährt sie gar nicht - soll eingestellt werden. Pläne für eine neue Linie gibt es offenbar nicht. Nutzer kritisieren die Investition, die so ins Leere verläuft.
Andere bemängeln die Sicherheit an sich: Die Haltestelle befinde sich zwischen einer Doppelkurve. In einem Kommentar wird vor "extremen Gefahren für ein- und aussteigende Fahrgäste" gewarnt. Zumindest dieses Problem gibt es ab dem kommenden Jahr nicht mehr ...
Bergsteiger an der Zugspitze tot aufgefunden
In den bayerischen Alpen ist ein Mann aus Baden-Württemberg verunglückt. Zwei Bergsteiger entdeckten den bereits als vermisst gemeldeten 68-Jährigen am Sonntag auf der Südseite des Jubiläumsgrats nahe der Zugspitze, wie die Polizei in Murnau mitteilt. Er war offenbar 50 Meter in die Tiefe gestürzt und dabei gestorben.
Der alarmierte Notarzt der Bergwacht konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Hinweise auf ein Fremdverschulden lagen nicht vor. Es gebe zwar keine Zeugen, aber: "Wir gehen von einem alleinbeteiligten Absturz aus", so ein Polizeisprecher. Die Alpine Einsatzgruppe der Polizei barg den Leichnam mit Hilfe eines Hubschraubers.
Der Jubiläumsgrat ist eine sehr anspruchsvolle Bergtour von der Zugspitze (2962 Meter) zum Hochblassen (2703 Meter) und weiter zur Alpspitze (2628 Meter). Für den an einigen Stellen mit Drahtseilen gesicherten, über weite Strecken aber ungesicherten und ausgesetzten Grat benötigen trittsichere und konditionsstarke Bergsportler ohne Pausen rund neun Stunden.
Über 1000 Juristen fordern AfD-Verbot
Mehr als 1000 Juristinnen und Juristen in Deutschland unterstützen die Einleitung eines AfD-Verbotsverfahrens beim Bundesverfassungsgericht. Mindestens 1051 Anwälte, Richter, Staatsanwälte, Juristen aus Verwaltung und Wirtschaft sowie Rechtsreferendare hätten einen entsprechenden offenen Brief an die Bundesregierung und die Abgeordneten des Bundestages unterzeichnet, teilt der Republikanische Anwältinnen- und Anwälteverein (RAV) mit.
Der Brief von Mitte Juli war zunächst von mehr als 500 Juristinnen und Juristen unterzeichnet und veröffentlicht worden. Darin nimmt der RAV Bezug auf ein rechtswissenschaftliches Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF). Die Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass die Politik der AfD gegen das Menschenwürdeprinzip des Grundgesetzes und das Demokratieprinzip verstoße und damit verfassungswidrig sei.
Bundestag und Bundesregierung seien nun erneut als politisch Verantwortliche aufgefordert, "unverzüglich die notwendigen Schritte für die Stellung eines Antrags an das Bundesverfassungsgericht in die Wege zu leiten mit dem Ziel, die Verfassungswidrigkeit der AfD feststellen zu lassen und damit ein Verbot der Partei zu bewirken", erklärt der RAV. Die Juristinnen und Juristen befürchteten andernfalls "einen ernsthaften Schaden für die Demokratie und die Bedrohung vieler Menschen, sollte es der AfD gelingen, ihre verfassungsfeindliche Politik in die Realität umzusetzen".
Rhein kurz vor Rekord-Tiefstand
Auf dem Rhein werden in dieser Woche so niedrige Wasserstände erwartet, wie noch nie zuvor. Der Pegel an der wichtigen Engstelle Kaub dürfte am Freitag auf ein Rekordtief von 18 Zentimetern fallen, geht aus den Prognosen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hervor.
Der bislang niedrigste Tagesdurchschnitt wurde im Oktober 2018 mit 25 Zentimetern gemessen. Aktuell liegt der Pegel mit 28 Zentimetern noch darüber. Grund für diesen extremen Niedrigstand sind ausbleibende Regenfälle und anhaltend hohe Temperaturen.
Ein länger anhaltendes Niedrigwasser kann Experten zufolge die deutsche Wirtschaftsleistung drücken. "Insgesamt könnten die Effekte stark genug sein, um das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal um 0,1 bis 0,2 Prozent zu dämpfen", sagt Ökonom Stefan Kooths vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW).
Soll die Rente mit 63 abgeschafft werden?
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Pascal Reddig hat die Koalitionsparteien davor gewarnt, das Paket mit Expertenempfehlungen zur Rentenreform wieder aufzuschnüren. "Wenn wir jetzt einen Baustein hier rausziehen, dann fällt im Zweifel das gesamte Haus der Reform zu Boden", sagt Reddig im Deutschlandfunk. Dies gelte sowohl für Forderungen, die abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren beizubehalten, als auch für den Wunsch, auf die weitgehende Abschaffung von beitragsfreien Minijobs zu verzichten.
Die CDU-Ministerpräsidenten Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens hatten vergangene Woche gefordert, auf die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren zu verzichten. CSU-Chef Markus Söder kritisierte wiederum die Empfehlung der Experten zu Minijobs.
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig weist das Argument zurück, dass vor allem Gutverdiener und Männer davon profitieren würden. "Mein Eindruck ist, dass sich die Rentenkommission nicht konkret auch mit der besonderen ostdeutschen Biografie beschäftigt hat", sagt die SPD-Politikerin im ZDF-"Morgenmagazin". In Ostdeutschland gebe es überdurchschnittlich viele Menschen, die 45 Jahre oder auch 47 oder 49 Jahre gearbeitet hätten. Die typische Biografie sei jetzt wie früher, dass viele mit 16 anfingen zu arbeiten und in die Rentenversicherung einzuzahlen. Gerade von Frauen erhalte sie viele Schreiben zur Abschaffung dieser sogenannten Rente mit 63.
Polizei stoppt Verlobungsfeier wegen Schüssen
Ein Autokorso hat die Polizei im hessischen Main-Kinzig-Kreis in Atem gehalten: Aus mutmaßlich einem der beteiligten Fahrzeuge sollen über eine längere Strecke Schüsse aus einer Schreckschusswaffe abgegeben worden sein. Jetzt ermittelt die Behörde gegen einen 18-Jährigen, teilt die Polizei mit.
Am Sonntagabend gingen demnach mehrere Notrufe wegen Schüssen in Linsengericht-Altenhaßlau ein. Der Autokorso fuhr anschließend weiter in Richtung Gelnhausen, wo auf dem Parkplatz eines ehemaligen Kaufhauses erneut Schüsse zu hören waren. Die Einsatzkräfte trafen dort sechs Fahrzeuge und rund 25 Menschen an. Nach deren Angaben war eine Verlobungsfeier Anlass für den Korso.
Bei den anschließenden Durchsuchungen seien in dem Auto eines 18-jährigen Fahrers eine Schreckschusswaffe und die dazugehörige Munition gefunden worden. Die Waffe des Mannes wurde sichergestellt.
Grüne stellen Bundesregierung 50 Fragen zu Abdul Ballouts CSD-Anschlag
Die Grünen haben angesichts der vermutlich am Dienstag stattfindenden Sondersitzung des Bundestags-Innenausschusses zum Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day 50 Fragen an die Bundesregierung gerichtet. Die Fragen, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegen, gelten dem Geschehen am Tag der Tat, dem von der Polizei erschossenen Täter Abdul Ballout und seinem Umfeld sowie dem Umgang der Sicherheitsbehörden mit dem als Gefährder eingestuften Islamisten im Vorfeld.
Die Fragen wurden vom innenpolitischen Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Marcel Emmerich, dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Konstantin von Notz und Fraktionsgeschäftsführerin Irene Mihalic formuliert. "Gerade, weil der mutmaßliche Täter tot ist, muss die parlamentarische Aufklärung jetzt umso gründlicher erfolgen", sagt Emmerich dem RND. "Der Bundesinnenminister ist den Abgeordneten bis heute schuldig geblieben, offenzulegen, welche Entscheidungen wann und von wem getroffen wurden und warum der Anschlag dennoch nicht verhindert werden konnte."
Audi bei Unfall in zwei Teile zerrissen - Fahrer hat keine Chance
Bei einem schweren Autounfall in Achim im niedersächsischen Landkreis Verden ist ein 23 Jahre alter Fahrer ums Leben gekommen. Nahe Bremen sei sein Wagen am Sonntagabend wohl alleinbeteiligt von der Straße abgekommen, teilt die Polizei mit. Am Straßenrand habe das Auto mehrere Bäume gerammt und sei in zwei Teile gerissen worden. Auch auf der Fahrbahn und im angrenzenden Grün lagen Fahrzeugteile.
Der Fahrer wurde aus dem Auto geschleudert und blieb in einem Graben liegen. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Weil zunächst unklar war, ob weitere Menschen in dem Auto gesessen hatten, wurden die angrenzenden Felder von der Feuerwehr per Drohne abgesucht. Gefunden worden sei niemand.
Hitze baut sich auf - wo jetzt heftige Gewitter drohen
Am heutigen Vormittag scheint oft die Sonne, die Wolken in der Westhälfte bleiben harmlos. Später bilden sich vermehrt Quellwolken und es gehen lokal Schauer und teils kräftige Gewitter nieder, erst im Südwesten und später im Bergland. Die Höchstwerte liegen bei 27 bis 38 Grad. Im Laufe der Woche verlagert sich der Hitzeschwerpunkt. Schauer und Gewitter werden tagelang ein Thema bleiben.
Wo derzeit amtliche Warnungen vor Hitze oder extremer Hitze bestehen, können Sie dieser interaktiven ntv-Karte entnehmen. Durch Antippen (am Handy/Tablet) oder Mouseover (am Computer) der jeweiligen Landkreise erfahren Sie nähere Details der Warnungen.
KI soll geholfen haben, in NRW fünf Leben zu retten
Im nordrhein-westfälischen Solingen ist es nach der Befragung einer Künstlichen Intelligenz zu einem lebensrettenden Feuerwehreinsatz gekommen. In einem Mehrfamilienhaus klagten fünf Bewohner gleichzeitig über Kopfschmerzen und Schwindelgefühl. Die KI sagte auf die Anfrage eines Betroffenen hin, es könnte eine Kohlenmonoxidvergiftung vorliegen. Die Bewohner alarmierten daraufhin die Einsatzkräfte, wie diese am frühen Morgen mitteilen.
"Es konnte in der betroffenen Wohnung kein Kohlenmonoxid festgestellt werden", so die Feuerwehr Solingen. Jedoch fand ein Notarzt Spuren von Kohlenmonoxid im Blut eines Bewohners. Daraufhin wurde das Haus evakuiert und weitere Bluttests durchgeführt - alle verliefen positiv. Die Stadtwerke stellten die Gasanlage außer Betrieb. Eine Bewohnerin durfte in ihre Wohnung zurück, vier kamen in ein Krankenhaus.
Kohlenmonoxid ist ein extrem gefährliches Atemgift. Es ist unsichtbar und geruchlos. Der Stoff blockiert den Sauerstofftransport im Blut und erstickt so Organe.
Polizei-Oberkommissarin zum Blitzermarathon: "Deutschland ist Billig-Bußgeldland"
Die Polizei ist in den nächsten Tagen verstärkt Temposündern auf der Spur. Heute beginnt der sogenannte Blitzermarathon, auch Speedweek genannt. Laut dem ADAC beteiligen sich daran mehrere Bundesländer, allerdings nicht alle. Die Aktion fällt mitten in die Ferienzeit und trifft diesmal auch viele Urlauber.
Bereits im Frühjahr gab es gezielte Kontrollen über mehrere Tage. Ziel der Aktion ist es laut Polizei und Innenministerien der beteiligten Länder, die Zahl der schweren Verkehrsunfälle zu reduzieren. 2025 starben bei Unfällen im Straßenverkehr mehr als 2800 Menschen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts waren das 62 Getötete mehr als im Jahr zuvor. Jedoch sind es deutlich weniger als 1995, als noch 9500 Menschen starben.
Polizei-Oberkommissarin Sibylle Krause stellt bei ntv klar, dass sich der Staat damit "nicht die Taschen voll macht", sondern es um wichtige Signale geht. Gleichzeitig stellt sie eine Forderung.
Mehr Anfahrt als Einsatz: NRWs Feuerwehrleute werden in Spanien nicht mehr gebraucht
Nach nur eineinhalb Tagen ist der Löscheinsatz von Feuerwehrleuten aus Nordrhein-Westfalen im Nordwesten Spaniens schon wieder beendet. Die Entscheidung sei am Sonntagabend getroffen worden, sagt Frank Frenser von der Feuerwehr Bonn. Die spanischen Behörden seien zu der Erkenntnis gekommen, dass die Lage sich entspannt habe, es werde daher keine externe Hilfe mehr benötigt. Die NRW-Spezialeinheit werde sich am späteren Vormittag auf den Rückweg nach Deutschland machen.
Erst am Samstag waren die Feuerwehrleute aus NRW nach dreitägiger Anreise mit ihrem Konvoi aus 21 Fahrzeugen am Einsatzort in der spanischen Region Kastilien-León angekommen. Die spanischen Behörden hatten das sogenannte Waldbrandmodul im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens angefordert.
26-Jähriger stirbt bei Motorradunfall
Ein 26 Jahre alter Motorradfahrer ist bei einem Unfall tödlich verletzt worden. Das teilt die Polizei mit. Der Mann sei mit seinem Motorrad am Sonntagabend auf einer Straße in Richtung Kirchhundem-Brachthausen im Kreis Olpe in NRW gefahren und in einer Rechtskurve aus bisher ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn abgekommen.
Er kollidierte laut Polizei mit der Schutzplanke, das Motorrad wurde weiter über die Fahrbahn geschleudert. Trotz Rettungsmaßnahmen starb der Fahrer noch am Unfallort.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
die neue Woche beginnt mit einer Nachricht, die vor allem für Autofahrer relevant sein dürfte: Die Polizei nimmt deutschlandweit Raser ins Visier. Die Behörden wollen beim "Speedweek" genannten Blitzermarathon vor allem auf unfallträchtigen Strecken und an sensiblen Orten wie Schulen, Baustellen, Kindergärten, Altenheimen oder Krankenhäusern die Geschwindigkeit kontrollieren. Nicht nur in Deutschland geschieht das in dieser Woche verstärkt: Es handelt sich um eine europaweite Aktion.
Was heute noch wichtig wird:
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther startet eine fünftägige Wanderung über gut 80 Kilometer durch sein Bundesland.
Die Botschafter der EU-Staaten kommen zusammen. Sie wollen die Ceuta-Krise besprechen.
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger und Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter geben die A3 nach dem sechsspurigen Ausbau zwischen Biebelried und Fürth/Erlangen frei.
Die dänische Prinzessin Isabella beginnt ihren Wehrdienst beim Gardehusarregiment des dänischen Heers.
Das Statistische Bundesamt informiert über den Umsatz im Einzelhandel im Juni und ersten Halbjahr 2026.
Am Nachmittag wird eine Studie zur Social-Media-Nutzung von Kindern vorgestellt.
Damit wünsche ich Ihnen einen schönen Start in den Montag.
Mein Name ist Max Patzig. Ich führe Sie heute hier bis 14 Uhr durch den "Tag". Sollten Sie Fragen, Anmerkungen oder Hinweise haben, schreiben Sie mir gern an max.patzig@ntv.de.
Beste Grüße aus der ntv-Redaktion
Ihr Max Patzig
Berechnung: Deutschlandticket könnte kommendes Jahr um so viel teurer werden
Das Deutschlandticket könnte im kommenden Jahr um rund 3,40 Euro teurer werden - und dann 66,40 Euro monatlich kosten. Das haben exklusive Vorab-Berechnungen des "Tagesspiegels" ergeben. Aktuell kostet das Monatsabo 63 Euro.
Grundlage für die Berechnungen ist der von den Verkehrsministerinnen und -ministern im Frühjahr beschlossene Preisindex. Dieser wurde eingeführt, um den politischen Streit um den Preis zu beenden. Der Preisindex wird über eine aus verschiedenen Faktoren bestehende Formel ermittelt.
Er besteht aus dem Kostenindex, in den unter anderem die Personal- und Energiekosten einfließen, und dem Wertfaktor. Der Wertfaktor erhöht den Preis, den die Fahrgäste für das bundesweite Abo zahlen, zusätzlich. Damit wird ausgeglichen, dass die Zuschüsse von Bund und Ländern gedeckelt sind und nicht an die Kostenentwicklung angepasst werden.
Erdbeben erschüttert Region um Kairo
Ein Erdbeben unweit der ägyptischen Hauptstadt Kairo hat in der Nacht den Nordosten des bevölkerungsreichsten arabischen Landes erschüttert. Die US-Erdbebenwarte USGS gibt die Stärke des Bebens, dessen Zentrum demnach in einer relativ geringen Tiefe von nur zehn Kilometern lag, mit 5,0 an. Das Helmholtz-Zentrum für Geoforschung in Potsdam (GFZ) misst eine Stärke von 5,1.
Das Epizentrum liegt den Angaben zufolge etwa 30 Kilometer östlich der am Suez-Kanal gelegenen Ortschaft Fajed. Berichte über mögliche Schäden oder Opfer gibt es bisher nicht.
Im Großraum der Metropole Kairo leben mehr als 20 Millionen der etwa 110 Millionen Einwohner Ägyptens. Stärkere Erdbeben treten in den Staaten Nordafrikas nur relativ selten auf.
Italiens Behörden machen sich stark für mehr Gratis-Strände
An Italiens Stränden gehen die Behörden strenger gegen illegale Bauten vor. In Ostia, dem Stadtstrand der Hauptstadt Rom, wurden mehrere privat betriebene Strandbäder auf Anweisung der Stadtverwaltung geschlossen. Mitten in der Hochsaison werden derzeit zwei kommerzielle Bäderbetriebe abgerissen. An deren Stelle soll ein öffentlicher Strand entstehen, der für alle frei zugänglich und kostenlos ist. Auch in anderen Regionen wie Ligurien und Apulien gibt es solche Bestrebungen.
Entlang von Italiens 7500 Kilometer Mittelmeerküste gibt es Tausende privat betriebene Bäder, die Liegen und Schirme vermieten - eine über Jahrzehnte gewachsene Tradition. Aktuell liegt die Durchschnittsmiete für zwei Liegen und Schirm bei etwa 40 Euro pro Tag. Jetzt jedoch gehen die Behörden in mehreren Regionen dagegen vor, dass man nur ans Meer gelassen wird, wenn man dafür bezahlt. Zudem sorgt für Ärger, dass hohe Zäune und Mauern vielerorts den Zugang versperren.