Autorennen? 18-Jähriger kracht mit Wagen in Hauswand
Bei einem Unfall in Hamburg kamen zwei junge Männer wohl mit viel Glück nur mit leichten Verletzungen davon, wie die Polizei mitteilt. Ein 18-jährige Fahrer war mit dem Auto im Stadtteil Harburg in eine Hauswand gekracht - bei einem Autorennen? Davon geht die Polizei nach ersten Erkenntnissen aus. An dem mutmaßlichen Rennen sollen noch zwei weitere Fahrzeuge beteiligt gewesen sein. Schneller als erlaubt sollen sie in Richtung S-Bahnhof Harburg-Rathaus unterwegs gewesen sein, als der Teenager beim Abbiegen die Kontrolle verlor und mit dem Auto gegen ein Mehrfamilienhaus knallte. Der Fahrer und sein 24-jähriger Beifahrer wurden leicht verletzt. Ein Statiker hat das Haus bereits geprüft und wieder freigegeben. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die das mutmaßliche Rennen in der Nacht zum Sonntag beobachtet haben. Einer der beiden anderen Fahrer hatte nach dem Unfall angehalten. Der andere Fahrer fuhr jedoch den Angaben zufolge davon, bevor die Rettungskräfte ankamen. Die beiden anderen mussten ihre Führerscheine abgeben und ihre Autos wurden beschlagnahmt.
Mallorca-Touristin bittet um Wasser für Pferde - Kutscher attackiert sie
Mit der offenen Pferdekutsche durch die Stadt fahren? Klingt für einige Touristinnen und Touristen wohl traumhaft, aber für die Tiere ist das bei praller Sonne und hohen Temperaturen oft alles andere als ein Vergnügen. Immer mehr Urlaubsorte verbannen die Kutschen aus Tierschutzgründen oder bieten Alternativen an. Als Influencerin Xenia Denise in Palma auf Mallorca ein sichtlich abgemagertes Pferd sieht und um Wasser für das Tier bittet, verliert der Besitzer ziemlich schnell die Contenance und attackiert die Frau - erst verbal, schließlich mit Wasser ins Gesicht. Zudem beleidigt er die Touristin als "Neonazi". Ich sage mal: Von Berufs wegen gibt es diesen Moment wohl auf Video. Ihr Posting erreicht binnen kurzer Zeit Millionen Menschen.
Absturz in Attersee - Wrack mit Leichen aus 160 Metern Tiefe gehoben
Eine einmotorige Propellermaschine war vor fünf Tagen in den Attersee in Österreich gestürzt. Erst jetzt konnte das Wrack aus der Tiefe gehoben werden, an dessen Bord sich zwei Tote befanden: die Leichen eines 24-jährigen Fluglehrers und seiner 19-jährigen Schülerin. Die Identifizierung der Toten werde erst nach der Bergung formell abgeschlossen, sagte ein Sprecher der oberösterreichischen Polizei. Die beiden Deutschen waren in Salzburg gestartet. Augenzeugen verfolgten dann kurz danach den dramatischen Absturz und alarmierten die Einsatzkräfte. Ein Augenzeuge berichtete dem ORF, dass das Flugzeug spiralförmig an Höhe verloren habe, auf dem Wasser aufgeschlagen sei und sofort untergegangen war.
Die Bergung des Wracks aus rund 160 Metern Tiefe erwies sich als herausfordernd. In den vergangenen Tagen waren Versuche mit einem Tauchroboter gescheitert, denn im trüben Wasser hatte die Roboter-Kamera keine klaren Bilder geliefert, wie der Sender ORF berichtet. Schließlich wurden zwei Taucher einer Spezialfirma in die Tiefe geschickt, wie ein Feuerwehrsprecher schilderte. Ihnen gelang es, Seile am Wrack zu befestigen.
Gruppensex im Rathaus? Swingerparty soll bereits stattgefunden haben
Der Mannheimer Stadtrat und Swingerparty-Fan Julien Ferrat geht mächtig auf Konfrontation mit der Stadt: Seine groß angekündigte Swingerparty im Rathaus, die dort nicht gerade auf Gegenliebe gestoßen ist, soll bereits stattgefunden haben. Aus einem geplanten "kommunalpolitischen Stammtisch" im Rathaus sei am Freitag eine "politische Swingerparty" geworden, teilte Ferrat mit. Wie das halt so passiert, wenn man zu einem politischen Stammtisch einlädt? Unwahrscheinlich. Ferrat lag mit der Stadtverwaltung in den vergangenen Wochen im Clinch wegen seiner Pläne. "Das war einfach die pragmatischste Lösung", sagte der 35-Jährige nun laut einer Mitteilung. "Der Raumantrag war bereits genehmigt, die Raumgröße hat gepasst und die meisten ernsthaft Interessierten hatten an dem Tag Zeit." Sieben Männer und zwei Frauen hätten an der Veranstaltung teilgenommen. Die Stadt bestätigte, dass Ferrat zu Beginn des Jahres Räume im Rathaus für einen "kommunalpolitischen Stammtisch beziehungsweise Bürgersprechstunden" reserviert hatte. "Die Stadtverwaltung hat Herrn Stadtrat Ferrat ausdrücklich schriftlich darüber informiert, dass der für seine Tätigkeit reservierte Raum nicht für Nacktveranstaltungen, Swinger-Partys und ähnliches genutzt werden darf", hieß es. "Damit liegt eine gröbliche Verletzung der gemeinderätlichen Treuepflicht durch Herrn Stadtrat Ferrat nahe". Der Gemeinderat müsste entscheiden, ob ihm ein Ordnungsgeld oder Sanktionen auferlegt werden. Das scheint es Ferrat wohl wert gewesen zu sein ...
Superstar Lionel Messi tritt aus Nationalmannschaft zurück
2022 schießt Lionel Messi Argentinien zum Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft und steigt damit in den Rang des Volkshelden Diego Maradona auf. Im Juli verpasst er die Titelverteidigung knapp. Nun verkündet der vielfache Weltfußballer, dass er nicht mehr für sein Land spielen wird.
Union will Grundsicherung für mit Haftbefehl Gesuchte zeitig abschaffen
Per Haftbefehl gesucht, aber Unterstützung vom Staat gibt es in Deutschland dennoch - bisher zumindest: Unionsfraktionsvize Günter Krings von der CDU will, dass sich das zeitig ändert und kritisiert Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas von der SPD, noch nicht den vereinbarten Aktionsplan gegen Sozialleistungsmissbrauch vorgelegt zu haben. "Der Rest der Welt dürfte nur noch den Kopf über uns schütteln", sagte Krings der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Die SPD zeigte sich nach Krings' Kritik zu raschem Handeln bereit, aber weist die Kritik des CDU-Politikers zurück. "Im Juli sollte Frau Bas dazu einen Plan vorlegen. Nichts davon ist passiert." Die Zahl derjenigen, die vom Staat leben, obwohl ein Haftbefehl gegen sie vorliegt, ist nicht bekannt, aber dem Bericht zufolge liegen bundesweit gegen mehr als 100.000 Menschen Haftbefehle vor.
Mann will Gegenstand aus Gleisbett holen und wird von Zug erfasst
Tragischer Unfall im hessischen Steinheim: Dort ist ein 57 Jahre alter Mann an einer S-Bahn-Station von einem Zug erfasst und getötet worden. Der Mann wollte laut Polizei gestern wohl einen zuvor verlorenen Gegenstand aus dem Gleis holen. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern noch an.
Schulze: AfD-Kandidat Siegmund ist "Marionette" von Alice Weidel
In wenigen Tagen fällt in Sachsen-Anhalt eine richtungsweisende Entscheidung, was die politische Führung angeht: In dem Bundesland wird gewählt, die AfD führt in den Umfragen vor der CDU. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze warnt Wählerinnen und Wählern davor, der AfD ihr Vertrauen zu schenken und attackiert den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund nun scharf: Er sei eine "Marionette" von AfD-Chefin Alice Weidel. "Am Ende ist doch Herr Siegmund nichts anderes als eine Marionette für ganz andere Menschen, vor allen Dingen für Frau Weidel, die aus Sachsen-Anhalt heraus Einfluss in Berlin bekommen will. Ich will aber eins nicht, ich will nicht, dass meine Heimat, dass unsere Heimat aus der Schweiz regiert wird, sondern aus der Staatskanzlei Magdeburg", so Schulze im Interview mit dem "Spiegel". Aus Sicht des Ministerpräsidenten macht nicht allein Siegmund, sondern besonders die Menschen um ihn herum die Partei so gefährlich: "Der Herr Siegmund, der macht das ganz geschickt, der schlängelt immer drumherum, aber es sind die Menschen um Herrn Siegmund herum." Zudem wirft der CDU-Politiker Siegmund vor, sich von radikalen Äußerungen aus der eigenen Partei nicht ausreichend zu distanzieren. Nach einer Geste, die Schulze als Hitlergruß eines AfD-Vertreters bezeichnete, hätte Siegmund einschreiten müssen: "Da hätte doch dann die AfD-Führung, hätte doch Herr Siegmund sagen können: Das ist mit mir in meiner Partei und in meinem Bundesland nicht zu machen. Hitlergrüße wollen wir nicht." Stattdessen sei der Vorfall "ins Lächerliche gezogen" worden, sagte Schulze.
Mama mit 46: Jeanette Biedermann schwelgt im Babyglück
Süße News gibt es von Jeanette Biedermann: Die Schauspielerin und Sängerin ist zum ersten Mal Mutter geworden. Das bestätigte ihr Management der Deutschen Presse-Agentur. Vor wenigen Tagen soll der neue Erdenbürger in Berlin zur Welt gekommen sein. "Mein Sohn ist kerngesund und athletisch und hat eine überraschende Kraft für ein so kleines, magisches Wesen", zitiert die die "Bild"-Zeitung Biedermann. "Ich kann diesen Traum bisher kaum greifen, so überwältigend ist er. Freudentränen und ein tiefes Gefühl überwältigender Liebe! Immer wieder Tränen des Glücks. Die Geburt war die größte Herausforderung meines Lebens. Aber am Ende hat das allergrößte Geschenk und das Glück unseres Lebens auf uns gewartet." Dass der Storch bald im Hause Biedermann vorbeischaut, hatte die 46-Jährige selbst im März bei Instagram verkündet mit den Worten: "Jetzt ist es raus! Ja, ich bin schwanger!"
Schichtwechsel
Für meine liebe Kollegin Heidi Ulrich heißt es jetzt: schnell die Sonne genießen, denn am Himmel herrscht ja heute fliegender Wechsel im Norden zwischen Regen und Sonnenschein. Ich sitze sonnengeschützt und trocken am Schreibtisch für "Der Tag". Mein Name ist Johanna Ohlau und bis zum späten Abend halte ich Sie mit Nachrichten aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden und bestenfalls auch etwas bei Laune. Fragen, Hinweise oder Kritik? Sie erreichen mich am besten per Mail: johanna.ohlau(at)ntv.de. Los geht's!
Kommen Sie in den "ntv Salon"
Liebe Leserinnen und Leser,
wir möchten Sie zu unserem nächsten "ntv Salon" einladen. Unsere Hosts Tilman Aretz und Sebastian Huld dürfen am 3. September um 18 Uhr den CDU-Politiker Stefan Evers begrüßen. Wenn es nach ihm geht, wird er der neue Regierende Bürgermeister von Berlin. Ob die Berlinerinnen und Berliner ihm den Zuschlag dafür geben, wird sich bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September zeigen. Wenn Sie sich Ihr eigenes Bild machen wollen oder einfach politikinteressiert sind, besuchen Sie unseren Livepodcast in Berlin. Wir freuen uns auf einen interessanten Abend zum Thema "Deutschland und Berlin: Wie gestalten wir unser Land?".
Wichtig ist nur, sich vorher anzumelden. Bitte schicken Sie uns dafür Ihren Namen, Ihr Geburtsdatum und Ihre Anschrift per Mail an salon@ntv.de - vielen Dank! Sie finden uns in der Behrenstraße 19 in Berlin-Mitte.
Deutsche Inflationsrate steigt auch im August
Die Inflation in Deutschland ist im August erneut gestiegen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in seiner ersten Schätzung mitteilt. Im Juli stieg die Inflation bereits um 2,8 Prozent, im Juni um 2,3. Gründe für den Anstieg sind vor allem die gestiegenen Ölpreise. Auch Sondereffekte wie das Niedrigwasser am Rhein belasteten - etwa in Nordrhein-Westfalen.
DWD: Wahrscheinlich nur Jahrhundertsommer wärmer als dieser Sommer
Dieser Sommer war wahrscheinlich der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen in Deutschland. Das teilt der Deutsche Wetterdienst auf Basis vorläufiger Berechnungen mit, wonach das Temperaturmittel in diesem Sommer bundesweit bei 19,6 Grad lag. "Nach vorläufigen Berechnungen dürfte nur der Jahrhundertsommer 2003 mit 19,7 Grad wärmer gewesen sein", erklärt der Deutsche Wetterdienst. Mit rund 22 heißen Tagen mit mindestens 30 Grad Celsius sowie etwa fünf sehr heißen Tagen mit mindestens 35 Grad sei die Hitzehäufigkeit zudem "beispiellos gewesen". Zudem sei der Sommer "deutlich zu trocken" gewesen.
Verdächtiger nach Schüssen bei Rave in der Schweiz festgenommen
Nach den Schüssen während eines Raves in der Schweiz ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Wie die Polizei des Kantons Aarau mitteilt, handelt es sich um einen 43-jährigen Schweizer. Sie gehe davon aus, dass "der Täter allein gehandelt" habe. Bei dem Vorfall in der Nacht zu Sonntag war eine Italienerin getötet worden, fünf weitere Menschen wurden verletzt, darunter eine Deutsche. Mehr dazu hier.
Wahlexperte: AfD-Unterstützung kommt aus allen Bevölkerungsgruppen
Am Sonntag wählt Sachsen-Anhalt. Die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestufte AfD bekommt Wahlexperten zufolge inzwischen Stimmen aus allen Bevölkerungsgruppen. "Eine Partei, die in Umfragen auf um die 40 Prozent kommt, die kann sich eben nicht mehr nur auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe stützen", sagt Stefan Merz vom Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap im Deutschlandfunk.
Ihm zufolge gibt es zwar Unterschiede, die sind aber graduell. "Männer wählen deutlich häufiger AfD als Frauen. Junge und mittlere Altersgruppen machen es häufiger als ältere, Berufstätige wählen häufiger AfD als Rentner und unter den Berufstätigen wiederum sind es Arbeiter, die es häufiger tun als Angestellte und Beamte", so der Wahlexperte. Menschen ohne Abitur stimmten öfter für die AfD als Menschen mit Abitur und auf dem Land und in Kleinstädten werde häufiger AfD gewählt als in Großstädten. Das bedeute aber im Umkehrschluss nicht, dass die Partei in den anderen Bevölkerungsgruppen nicht gewählt werde.
Gewehr auf Motorradfahrer gerichtet: Polizei ermittelt Tatverdächtigen
Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat einen Verdächtigen ermittelt, der auf einem Feld nahe Rüthen einen Motorradfahrer mit einem Gewehr bedroht haben soll. Laut der Polizei in Soest handelt es sich um einen 37-Jährigen aus Rüthen. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung vorletzte Woche seien mehrere Waffen beschlagnahmt worden. Darunter ist auch ein Gewehr, das mutmaßlich in einem Video des Vorfalls von Anfang August zu sehen ist. Auf dem Video der Helmkamera des 20-jährigen Motorradfahrers ist zu sehen, wie ein dunkel gekleideter Mann aus einem Waldstück kommt und ein Gewehr auf den Motorradfahrer richtet. Nach einem kurzen Wortwechsel fährt der 20-Jährige weiter. Das Video wurde anschließend laut Polizeiangaben in sozialen Medien millionenfach angesehen. Bei der Polizei gingen daraufhin mehrere Strafanzeigen ein. Die Ermittlungen dauern an.
Schlagzeilen am Mittag
Nepals Armee vermutet über 900 Arbeiter in verschütteten Tunneln
Bei der Flutkatastrophe im Himalaya haben die Behörden bisher mehr als 900 Todesopfer bestätigt. Etwa noch mal so viele Menschen - 933 Menschen - werden in blockierten Tunneln von elf Wasserkraftanlagen in Nepal vermutet. Der nepalesische Armeesprecher Raja Ram Basnet erklärt, die enormen Schuttmassen erschwerten die Freilegung der Tunnel erheblich. Bislang seien drei Leichen geborgen worden. Die Rettungskräfte verstärkten die Bergungsarbeiten für die verschütteten Arbeiter. Unterstützt werden sie von Experten aus China und Indien. Im Gebiet zwischen Nepal und Tibet war es am Mittwoch zu einem gewaltigen Abgang von Eis, Geröll und Schlamm gekommen, was unter anderem zu einer Sturzflut führte. Fast 5000 Menschen werden noch vermisst.
Frau in Innenstadt von Erkner getötet
In Erkner in Brandenburg ist eine Frau am Morgen auf offener Straße getötet worden. Wie die Polizei mitteilt, soll sie ein Mann in der Innenstadt attackiert und tödlich verletzt haben. Die Polizei wurde um 6.30 Uhr alarmiert. Als die Beamten eintrafen, hatte der Tatverdächtige bereits die Flucht ergriffen. Aufgrund von Zeugenhinweisen konnte er aber gestellt und festgenommen werden. Weitere Einzelheiten nennt die Polizei bisher nicht. Mehr dazu hier.
Vulkan auf Sumatra ausgebrochen
Der Vulkan Sinabung auf der indonesischen Insel Sumatra hat eine rund 3500 Meter hohe Aschewolke in den Himmel gespuckt. Der Ausbruch dauerte mindestens eine Stunde, wie die indonesische Vulkanologiebehörde mitteilt. Berichte über Opfer gibt es bisher nicht. Die Behörden hatten Bewohner und Touristen aufgefordert, das Gebiet rund um den Vulkan zu meiden. Zudem wurde eine Sperrzone über mehrere Kilometer eingerichtet. Im Inselstaat Indonesien gibt es etwa 130 aktive Vulkane - mehr als in jedem anderen Land der Welt.
Zweifel an der Regierungsfähigkeit der AfD gibt es auch innerhalb der AfD
Den Umfragen zufolge dürfte die AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt diesen Sonntag mit Abstand stärkste Kraft werden. Ob es für die absolute Mehrheit der Mandate reichen wird, ist offen. Möglich ist es. Dann würde die AfD die Regierung stellen. Doch dieses Szenario soll sogar einigen AfD-Politikern Sorgen bereiten. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, es gebe intern auch Zweifel, ob in Sachsen-Anhalt genügend geeignetes Personal vorhanden ist, um Regierungsverantwortung zu übernehmen.
Unter anderem verweist die "SZ" auf Aussagen des AfD-Bundestagsabgeordneten Torben Braga. Auf die Frage, ob die AfD das Personal habe, um politische Führungsposten zu besetzen, habe er vor einigen Wochen bei einem Treffen der rechtsextremen Szene in Schnellroda erklärt, in Kenntnis der Lage und der maßgeblichen Akteure in anderen Landesverbänden blicke er mit großer Sorge in die nahe Zukunft. Dabei nennt er den Landesverband Sachsen-Anhalt allerdings nicht explizit. Auch zitiert die Zeitung Bundesschatzmeister Hannes Gnauck mit den Worten: "Meines Erachtens wurde der Fehler gemacht, viel zu wenig mit geeigneten Leuten darüber zu sprechen, was passiert, wenn wir in Regierungsverantwortung kommen. Da ist man vom eigenen Erfolg überrollt worden." Zudem zitiert die Zeitung einen namentlich nicht genannten langjährigen Berufspolitiker der AfD. Dieser sagt demnach, dass der Hype um AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund auch durch Faktoren beeinflusst werde, auf die die AfD keinen Einfluss habe. "Siegmund füllt die Marktplätze. Aber das ist nicht sein alleiniger Erfolg. Da spielt die allgemeine Unzufriedenheit eine große Rolle - Zukunftsängste oder die allgemeine Verteuerung", so der AfD-Mann. "Bislang ist schwierig zu erkennen, wo dabei unsere Lösungsansätze sind. Da wird viel heiße Luft verteilt." Das berge das Risiko für Enttäuschungen.
In Umfragen lag die AfD zuletzt bei Werten zwischen 40 und 42 Prozent. Der AfD-Landesverband in Sachsen-Anhalt wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft.
Ausländische Investitionen in Deutschland steigen deutlich
Die ausländischen Investitionen in Deutschland sind einer Studie zufolge sprunghaft gestiegen. Unternehmen investierten 2025 rund 86 Milliarden Euro und damit 50 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie aus einer Analyse des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) auf Basis neuer Bundesbank-Daten hervorgeht. "Nach dem Einbruch um fast 32 Prozent im Jahr 2024 stabilisierten sich die Auslandsinvestitionen damit wieder", sagte IW-Ökonomin Samina Sultan.
Die Direktinvestitionsflüsse können von Jahr zu Jahr stark schwanken und durch einzelne größere Transaktionen verzerrt sein. Zudem werden die Werte im Nachhinein oft noch nach oben oder unten korrigiert. Das IW hat den Gesamtwert für 2025 deshalb mit dem Median der Jahre 2015 bis 2024 verglichen: Demnach bleibt immer noch ein Anstieg von fast elf Prozent. Diese und weitere Wirtschaftsmeldungen finden Sie in unserem "Börsen-Tag".
Auf Café in Köln geschossen - Schütze flüchtig
In der Kölner Südstadt sind am Morgen Schüsse gefallen. Es seien mehrere Einschusslöcher an einem Café auf der Bonner Straße gefunden worden, in dem sich keine Menschen befunden hätten, sagt die Polizei. Die Schüsse waren der Polizei gegen 7.30 Uhr gemeldet worden. Es wurden Patronenhülsen sichergestellt. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Einsatzkräfte fahnden nach dem Täter. Mehr dazu hier.
Autowrack mit Menschenknochen entdeckt
Die Hitze sorgte diesen Sommer für historisch tiefe Pegelstände des Rheins. Ein Nebeneffekt davon ist der Fund eines Autowracks, in dem sich menschlichen Knochen befanden. Laut Polizei wurde der Fiat, der vermutlich zwischen 1976 und 1984 hergestellt wurde - Anfang des Monats von der Feuerwehr in Königswinter entdeckt. Inzwischen wurde das Wrack geborgen. Womöglich hatte es Jahrzehnte auf dem Grund des Flusses gelesen. Wem die Knochen gehörten, ist auch unklar. "Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, weil es schon so lange zurückliegt", sagt ein Polizeisprecher. Mehr dazu hier.
Schlagzeilen am Morgen
Woche startet ungemütlich: "Es kann ordentlich rappeln"
Zum Wochenstart bleibt in Deutschland nahezu kein Fleck trocken. Zusätzlich zu den Regenschauern sorgt auch der Wind für einen ungemütlichen Montag. Am Nachmittag entstehen stellenweise sogar Gewitter, erklärt ntv-Wetterexperte Paul Heger. "Da kann es ordentlich rappeln." Insbesondere von den Küsten runter bis nach Nordrhein-Westfalen können die Gewitter heftiger ausfallen. Etwas ruhiger ist es ab dem Nachmittag im Süden, auch die Sonne zeigt sich dort am meisten bei bis zu 27 Grad.
Deutschland erlebt einen der wärmsten Sommer seit Messbeginn
Nachts konnte man sich kaum abkühlen, während es tagsüber teilweise über 40 Grad waren. Besonders die Hitzewelle Ende Juni wird vielen Menschen von diesem Sommer in Erinnerung bleiben. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) ist der diesjährige Sommer einer der wärmsten seit Beginn der Messungen. "Auffällig und außergewöhnlich waren insbesondere die Extreme: Die Hitzewelle Ende Juni erreichte in Ausmaß und Folgen Dimensionen, wie sie in Deutschland bislang nicht beobachtet wurden", heißt es vom Wetterdienst nach seiner vorläufigen Auswertung der Messdaten. Weitere Untersuchungen des DWD hätten ergeben: "Ohne den Klimawandel wäre eine Hitzewelle dieses Ausmaßes statistisch unmöglich gewesen".
Die Hitze hatte teilweise fatale gesundheitliche Auswirkungen. In diesem Jahr sind in Deutschland nach Schätzung des Robert-Koch-Instituts bis Mitte August etwa 15.800 Menschen durch Hitze gestorben. 9600 dieser Todesfälle entfielen demnach auf die Extremhitze Ende Juni. Mehr dazu hier.
"Inakzeptable Selbstjustiz": Landwirt fährt mit Traktor auf Konzert-Zuhörer zu
Am Rande eines Konzerts in Bad Kissingen kommt es zu einem dramatischen Zwischenfall. Ein 52-Jähriger fährt mit seinem Traktor auf eine Menschenmenge zu. Offenbar will der Landwirt mit der gefährlichen Aktion sein an das Konzertgelände angrenzendes Feld räumen. Die Menschen hatten wohl von dort mitgehört. Augenzeugen können sich nach eigenen Schilderungen nur mit einem Sprung zur Seite retten. "Die ganzen Kinder haben geschrien", sagt ein Zeuge. Mindestens zwei Menschen werden leicht verletzt. Die Polizei stellt den Führerschein des Traktorfahrers sicher und ermittelt unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung. Ein Polizeisprecher nennt das Vorgehen "absolut inakzeptable Selbstjustiz".
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Ich grüße Sie an diesem letzten August-Tag! Hier sind die Termine des Tages:
Sechs Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt absolviert Bundeskanzler Friedrich Merz dort seinen ersten Wahlkampftermin für die CDU. Am Abend nimmt Merz in Quedlinburg an einer Gesprächsrunde mit Kandidaten für den Landtag teil.
Außenminister Johann Wadephul reist nach Tunesien und Algerien. Begleitet wird er von einer Wirtschaftsdelegation. Zunächst sind in Tunis Gespräche mit dem tunesischen Außenminister sowie mit Wirtschaftsvertretern geplant.
Das Statistische Bundesamt legt vorläufige Daten zur Inflation im August vor.
Im Volkswagen-Werk in Hannover steht am Vormittag die Betriebsversammlung an. Damit endet eine Serie von außerordentlichen Treffen vor möglichen neuen Beschlüssen zur Zukunft des Konzerns.
Der Deutsche Wetterdienst stellt seine meteorologische Bilanz zum Sommer vor.
Tennis: Bei den US Open sind am zweiten Tag die ersten beiden deutschen Tennisprofis im Einsatz. Tamara Korpatsch bekommt es um 17 Uhr unserer Zeit mit dem österreichischen Talent Lilli Tagger zu tun. Zudem trifft Yannick Hanfmann auf den an Nummer 25 gesetzten Chilenen Alejandro Tabilo.
Mein Name ist Heidi Ulrich. Sollten Sie Fragen zu "Der Tag" haben, können Sie mich über heidi.ulrich(at)ntv.de erreichen.
Inhaftierter Maduro meldet sich zu Wort
Acht Monate nach seiner Gefangennahme durch das US-Militär meldet sich der entmachtete venezolanische Präsident Nicolás Maduro aus dem Gefängnis zu Wort. Er sei "standhaft", heißt es in einer am Sonntag veröffentlichen Botschaft auf Telegram. Dazu werden zwei Fotos von Maduro veröffentlicht. Sie zeigen ihn wie er im Trainingsanzug lächeln das Victoryzeichen macht. "Ich schicke diese Fotos als kleines Geschenk an all meine Enkelkinder, an die Jungen und Mädchen und an all die guten Menschen, die uns lieben", heißt es in der Botschaft. "Ich möchte, dass Ihr wisst, dass wir standhaft bleiben, mit Herzen, die erfüllt sind von eurer Liebe." Die Echtheit der Fotos ist bisher nicht bestätigt. Eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP beim Gefängnis in Brooklyn, ob deren Veröffentlichung genehmigt worden sei, blieb unbeantwortet. Maduro hat im Gefängnis keinen Zugang zu Zeitungen oder zum Internet, darf aber nach Angaben einer Quelle aus seinem Umfeld 300 Minuten im Monat mit seiner Familie und seinen Anwälten telefonieren. Mehr dazu hier.
Trump: "Insel Charg wird in Stücke gerissen"
US-Präsident Donald Trump schreibt auf seinem Online-Netzwerk Truth Social, "die Insel Chark wird in Stücke gerissen". Dazu postet er ein anscheinend künstlich generiertes Video, das gewaltige Explosionen zeigt. Was das konkret bedeutet, ist unklar. Greifen die USA das iranische Ölzentrum auf der Insel Chark an, handelt es sich um eine Drohung oder verwechselt Trump womöglich die Namen zweier iranischer Inseln?
Das US-Militär hatte in der Nacht neue Angriffe auf Ziele im Iran bestätigt. Laut Medienberichten waren darunter zwei Raketenabschussrampen auf der Insel Larak.
Ein Angriff auf die Insel Chark würde den Energiehandel Irans massiv stören und die Wirtschaft stark unter Druck setzen.
Stellungnahmen des Weißen Hauses, des US-Verteidigungsministeriums oder aus den iranischen Medien liegen bisher nicht vor.
Heftiger Sturm lässt Jachten an Felsenküste zerschellen
Vor der Küste Zyperns geraten während eines Sturms mehrere Jachten in Seenot. Drei der Boote prallen gegen die Küste und sinken. Helfer können mehrere Menschen aus dem Meer retten. Ein Mann stirbt. In weiten Teilen Zyperns sorgte der Sturm für Erdrutsche und Stromausfälle.
Sieben Menschen bei Gewalttat in Niedersachen verletzt
Mindestens sieben Menschen sind gestern bei einer Auseinandersetzung im niedersächsischen Hessisch Oldendorf teils schwer verletzt worden. Die Opfer erlitten laut Zeugenaussagen Stich- und Schussverletzungen, auch wurden mehrere Personen mit Autos angefahren und verletzt, wie die Polizei mitteilt. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Täter flüchteten. Später wurden zwei Tatverdächtige festgenommen. Die Polizei geht davon aus, dass die mutmaßlichen Täter in einer Beziehung zu den Opfern stehen. Zu den Hintergründen wird noch ermittelt. Nach der Tat war die Polizei mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort, auch rund um das Krankenhaus in Hameln gab es eine erhöhte Polizeipräsenz. Mehr dazu hier.