mit Tobias HauserTrump postete wohl KI-retuschiertes Bild von Xis Staatsbesuch
Ein von US-Präsident Donald Trump veröffentlichtes Foto vom Staatsbesuch seines chinesischen Kollegen Xi Jinping ist nach Ansicht von Fachleuten höchstwahrscheinlich mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz retuschiert worden, um einen unvorteilhaften Gesichtsausdruck zu verändern. Der Datenforensiker Matthew Stamm von der Drexel University sagte der Nachrichtenagentur AFP, das von Trump veröffentlichte Foto, auf dem der Präsident neben Xi während des Überflugs eines Jets salutiert, weise "mit hoher Sicherheit" Spuren auf, "die von generativer KI hinterlassen wurden." Aufnahmen von AFP und anderen Medien wie auch des offiziellen Videostreams des Weißen Hauses zeigen, wie Trump bei Xis Empfang auf dem Militärflughafen Joint Base Andrews bei Washington wegen des Lärms durch den Überflug von Kampfjets gequält das Gesicht verzieht, während Xi völlig ungerührt neben ihm steht.
Die Bilder hatten für Spott und Häme gesorgt, unter anderem von Talkshow-Host Jimmy Fallon. Zahlreiche Kommentare rief in Onlinenetzwerken zudem hervor, dass Trump bei Temperaturen von etwa 18 Grad Celsius zum Mantel schwarze Handschuhe trug. Auf dem von Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social veröffentlichten Bild der gleichen Szene verzieht hingegen auch der US-Präsident keine Miene. Zudem trägt er einen einfarbigen blauen Schlips und hat nur einen Handschuh an, während er auf den von den Medien veröffentlichten Aufnahmen eine gestreifte Krawatte und Handschuhe an beiden Händen trägt. Zudem stimmen die Schuhe einer Frau im Hintergrund nicht mit den authentischen Bildern überein.
Das war Freitag, der 25. September 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
Die Linke dominiert weiter die Schlagzeilen. Auslöser ist heftiger Gegenwind aus allen Richtungen nach dem überzeugenden Wahlsieg in Berlin. Als Siegerin der Wahl hat die Linke nun einen wichtigen ersten Schritt auf dem Weg zu einer möglichen Regierungsbildung in der Hauptstadt gemacht. Die Delegierten eines Parteitags beschlossen am Abend mit breiter Mehrheit, Grüne und SPD zu Sondierungsgesprächen einzuladen. Dabei soll laut dem Beschluss geprüft werden, ob die politischen Voraussetzungen für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen vorhanden sind. "Wir haben eine riesige Verantwortung, die wir jetzt auch wahrnehmen müssen", sagte Spitzenkandidatin Elif Eralp, die Regierende Bürgermeisterin werden will.
Ansonsten kann ich Ihnen noch folgende Texte ans Herz legen:
Die Vorstellung, dass in Berlin bald große Wohnungsbestände enteignet werden könnten, löst bei vielen Wirtschaftsvertretern Entsetzen aus. Der Ökonom Tom Krebs dagegen hält die Maßnahme für dringend erforderlich - und auch für bezahlbar.
Im Fürstentum Liechtenstein sorgt eine Reform für Zwist hinter den Mauern am Schloss Vaduz. Abtrünnige Prinzen sehen ihre Zukunft in der mächtigen Fürstenfamilie gefährdet. Sie drohen mit einer Klage gegen Erbprinz Alois - notfalls sogar vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.
Im November erscheint "GTA 6". Die Gaming-Welt ist sowieso in Aufruhr. Aber das neue Spiel von Entwickler Rockstar schafft noch etwas anderes: Auch in Mainstream-Sphären wird der Countdown zum Erscheinungsdatum immer stärker spürbar.
Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und ins Wochenende. Genießen Sie die Auszeit. Bis Montag!
Ihr Tobias Hauser
Gefahrgut-Transporter explodiert auf A1
Ein mit Gefahrstoffen beladener Kleintransporter ist auf der Autobahn 1 bei Sottrum nahe Bremen explodiert und in Brand geraten. Trotz umherfliegender Fahrzeugteile wurde niemand verletzt, wie die Feuerwehr mitteilte. Der Fahrer habe den Transporter rechtzeitig selbstständig verlassen können. Die A1 musste nach dem Vorfall am frühen Freitagmorgen in beide Richtungen voll gesperrt werden.
Die Detonation war nach Angaben der Feuerwehr auch in den umliegenden Ortschaften zu hören. Fahrzeugteile wurden über beide Fahrstreifen geschleudert, zudem wurde eine Lärmschutzwand erheblich beschädigt. Das Unglück ereignete sich kurz vor der Anschlussstelle Stuckenborstel in Fahrtrichtung Hamburg.
Jemen ruft Bevölkerung zu Mobilisierung gegen Huthi-Miliz auf
Die international anerkannte Regierung im Jemen ruft die Bevölkerung angesichts der anhaltenden Gefechte mit den Huthi-Rebellen zu einer allgemeinen Mobilisierung auf. Die Jemeniten sollten sich hinter der Regierungsarmee und den Sicherheitskräften versammeln und sich deren Reihen anschließen, sagte Raschad al-Alimi von Jemens Präsidialrat, der die international anerkannte Regierung im Jemen anführt, in einer Fernsehansprache. Ziel sei es, die staatlichen Institutionen wiederherzustellen und die staatliche Souveränität auf das gesamte Staatsgebiet bis hin zur Hauptstadt Sanaa auszudehnen.
Zugleich kündigte er eine umfassende Amnestie für Huthi-Kämpfer an, die ihre Waffen niederlegen und die Miliz verlassen. Der Staat werde zudem den Status zurückkehrender Militär- und Sicherheitskräfte regeln und ihre rechtmäßig erworbenen Beschäftigungsrechte wahren. Die Initiative solle dazu beitragen, weiteres Blutvergießen zu verhindern, den Krieg zu beenden und Vergeltungsmaßnahmen zu vermeiden, sagte al-Alimi.
Berliner Linke will mit Grünen und SPD sondieren
Die Linke als Siegerin der Berlin-Wahl will mit Grünen und SPD Sondierungsgespräche zur Regierungsbildung in der Hauptstadt führen. Das beschlossen die Delegierten eines Parteitags am Abend mit breiter Mehrheit.
Elif Eralp äußert sich zu Antisemitismus-Vorwürfen
Die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp hat die gegen ihre Partei nach der Abgeordnetenhauswahl erhobenen Antisemitismusvorwürfe zurückgewiesen. "Diese Vorwürfe sind keine differenzierte Kritik, sondern haben eine zerstörende Dimension erreicht", sagte Eralp am Freitag bei einem Landesparteitag der Linken in Berlin. Sie wolle den Kampf gegen Antisemitismus stärken. "Jüdische Menschen müssen sich in unserer Stadt sicher fühlen", sagte sie.
Eralp kritisierte die Antisemitismusvorwürfe als "Stimmungsmache", die einen Erfolg der Linken verhindern sollten. Zugleich betonte sie, dass es aus den Reihen der Linken niemals zu Gewaltaufrufen oder Äußerungen kommen dürfe, die jüdischen Menschen Angst machten. "Das ist absolut inakzeptabel." Die Linke wolle alle Menschen der Stadt zusammenführen.
Ähnlich äußerte sich Linken-Landeschefin Kerstin Wolter. Sie wünsche sich "mehr Trennschärfe in der Debatte zwischen legitimer Israelkritik und Antisemitismus", sagte sie auf dem Parteitag. Insbesondere die CDU kenne bei der Kritik an ihrer Partei offenbar "keine Grenzen mehr". Zugleich räumte sie ein, dass in den Reihen der Linken "Grenzen überschritten" wurden. Es seien Sätze gesagt worden, die Juden Angst machten. Es sei die Pflicht der Linken, diese Fälle "aufzuarbeiten".
Seltener Hammerhai verdutzt Fischer vor North Carolina
Eine weiße Färbung ist für Meerestiere in der Regel von Nachteil, da sie so Fressfeinden eher auffallen. Umso erstaunter dürften Fischer vor der Küste North Carolinas gewesen sein, wo sie einen komplett weißen Hammerhai filmen.
Ed Sheeran kommt nicht zur Ruhe - zwei Konzertabsagen
Ed Sheeran wird an diesem Wochenende nicht im Gillette Stadium in Foxborough auftreten. Beide Konzerte am Freitag und Samstag sind abgesagt. Grund ist ein heftiges Sturmtief, das auf die Region Neuengland zuzieht.
Bestätigt hat die Absage am Freitag der Tourveranstalter Messina Touring Group, nur wenige Stunden vor dem ersten der beiden Auftritte. "Aufgrund der schweren Unwetterwarnungen, die für Boston und ganz Neuengland über das gesamte Wochenende gelten, und nach Rücksprache mit den örtlichen Behörden haben wir die schwierige Entscheidung getroffen, die Ed-Sheeran-Konzerte im Gillette Stadium abzusagen", hieß es auf Instagram.
Unter einem guten Stern standen die Konzerte allerdings schon vorher nicht. Das Stadion gehört Robert Kraft, dem Besitzer des Footballteams New England Patriots. Der hatte maßgeblich dafür gesorgt, dass Rapper Macklemore aus dem Vorprogramm der Tour flog. Dieser hatte bei einem früheren Konzert "Free Palestine" gerufen und das offenbar trotz Warnungen am zweiten Abend wiederholt.
Nach irrer Zwangsräumung von 87-Jähriger streiten sie auch in Spanien über Mieten
Genau wie bei uns, wird in Spanien derzeit viel über Wohnen und Mieten gestritten. Dort hat der Rauswurf einer 87-jährigen Frau aus ihrer Mietwohnung die Debatte um bezahlbare Mieten neu entfacht. Der größte Mieterschutzbund des Landes forderte am Freitag die Regierung auf, schon in kommende Woche ein nach der betroffenen Seniorin Maricarmen Abascal benanntes "Maricarmen-Dekret" zu erlassen, um Mieterinnen und Mieter besser zu schützen. Eine Sprecherin des Mieterschutzbundes bezeichnete den Fall als "letzten Tropfen", der das Fass zum Überlaufen gebracht habe.
Abascal hatte 70 Jahre lang in der Wohnung in Madrid gelebt. Am Mittwoch wurde die Wohnung dann nach Angaben des Mieterschutzbundes zwangsgeräumt, nachdem ein Investor die Immobilie erworben und die Miete um 275 Prozent auf 2650 Euro erhöht hatte. Seither ist die Frau im Krankenhaus.
Zu den Forderungen des Mieterschutzbundes gehört unter anderem, dass Mietverträge automatisch verlängert werden sollen. Diese Regelung solle im Rahmen eines Gesamtpakets zum Mieterschutz in der Kabinettssitzung am Dienstag verabschiedet werden, verlangte der Verband.
Autodieb trickst Polizei bei Verfolgungsjagd immer wieder aus
Über eine Strecke von zehn Kilometern gelingt es der Polizei in Hialeah in Florida zunächst nicht, einen Autodieb zu stoppen. Sogar mit einem rasanten Rückwärtsmanöver kann der 35-jährige Fahrer den Einsatzkräften entkommen - bis die Beamten schließlich eine härtere Gangart einschlagen.
ZDF-Rechtsexperte Töpper ist gestorben
Der ZDF-Rechtsexperte Bernhard Töpper ist tot. Der Jurist und Journalist sei am Donnerstag im Alter von 81 Jahren gestorben, teilte der Sender in Mainz mit. Bekannt wurde Töpper vielen Zuschauerinnen und Zuschauern von 1990 bis 2000 mit der Sendereihe "Wie würden Sie entscheiden?", bei der reale Gerichtsverfahren im Studio vor Gericht noch einmal verhandelt wurden.
Töpper war außerdem unter anderem in dem Magazin "Recht brisant" im ZDF und in 3sat zu sehen. Von 1984 bis zu seinem Ausscheiden 2009 leitete Töpper nach Angaben des Senders die Fachredaktion Recht und Justiz. ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten nannte ihn einen "kompetenten Dolmetscher des Rechts". Er habe Zuschauerinnen und Zuschauern die Komplexität des Rechts nachvollziehbar erklärt und eingeordnet.
Forscher: Vergesellschaftung könnte Mieten in Berlin bremsen
Die von der Linken in Berlin geplante Vergesellschaftung von Wohnungsbeständen kann nach Einschätzung von Wirtschaftsforschern der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung sozialpolitisch sinnvoll und wirtschaftlich tragbar sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung.
Demnach werde eine Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände zwar den Wohnraummangel in Deutschlands Großstädten nicht beheben. Dazu brauche es Neubau in großem Stil. "Dennoch kann die Vergesellschaftung als ergänzendes Element sinnvoll sein, um das Bezahlbarkeitsproblem von Mieten zu vermindern", berichtete die Stiftung in Düsseldorf.
Die bei einer Überführung von rund 210.000 Wohnungen in Gemeineigentum fällige Entschädigung für die privaten Wohnungsunternehmen veranschlagen die Forscher auf rund 13,5 Milliarden Euro. "Bei kluger Ausgestaltung der Vergesellschaftung wäre das ohne Kürzungen im Berliner Landeshaushalt finanzierbar", hieß es weiter. Über die fällige Entschädigungssumme wird regelmäßig diskutiert.Laut IMK reicht die Spannweite der Schätzungen von etwa 10 Milliarden bis zu 36 Milliarden Euro.
Feuer hüllt komplettes Hochhaus in schwarzen Rauch
In der chinesischen Millionenmetropole Hangzhou gerät ein Hochhaus in Brand. Das Feuer bricht offenbar in einem Abstellraum für E-Bikes aus. Nach Angaben der Rettungskräfte wird niemand verletzt, alle Bewohner können das Gebäude rechtzeitig verlassen.
Tausende Betrüger-Nummern abgeschaltet
Die Betrüger versprechen ihren Opfern lukrative Anlagemöglichkeiten, doch das Geld machen dabei nur die Kriminellen. Im Kampf gegen Cyberanlagebetrug haben Ermittler vom Landeskriminalamt in Baden-Württemberg und anderen Behörden mehr als 9000 Rufnummern abgeschaltet, die für Betrugsmaschen genutzt wurden. Demnach handelt es sich um gewerbsmäßigen Bandenbetrug. Wer genau dahintersteckt, sei weiterhin unklar, so die Ermittler. Bei der Masche sollten die Opfer teils hohe Geldsummen auf betrügerischen Internetplattformen investieren.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
Meine Kollegin Heidi startet ins Wochenende, ich starte in den Wochen-Endspurt! Für den Rest des Tages werde ich sie mit Wichtigem, Interessantem und Kuriosem versorgen. Sie erreichen mich unter tobias.hauser@ntv.de
Los Geht's!
Meeressäuger verenden nach Verlegung aus Freizeitpark
Nach vier Belugas ist auch noch ein Delfin gestorben, der aus einem geschlossenen Freizeitpark in Kanada verlegt wurde. Der Delfin sei mit "schweren Sehproblemen und weiteren Vorerkrankungen" in Spanien angekommen und nun gestorben, erklärt das Ozeanografische Aquarium in Valencia. Die Belugas verendeten letzte Woche in Aquarien in Valencia und in Chicago. Der kanadische Park "Marineland" war 2024 nach jahrelangen Kontroversen um den Tierschutz geschlossen worden. Der Betreiber wollte die Tiere aus Kostengründen einschläfern lassen, wenn sie nicht in andere Einrichtung gebracht werden könnten. Der frühere Tiertrainer Phil Demers, der Missstände im "Marineland" publik gemacht hatte, zeigte sich nicht überrascht über die jüngsten Todesfälle. Diese seien eine Folge der "schlechten Lebensbedingungen" in dem Freizeitpark.
Bundestag gibt grünes Licht für Tankrabatt
Der Bundestag beschließt einen Tankrabatt für die Monate Oktober bis Dezember. Damit sollen die hohen Spritpreise wegen des Nahost-Krieges um 17 Cent je Liter Diesel und Benzin gedrückt werden. Der Bundesrat soll noch im Tagesverlauf zustimmen. Mehr dazu hier.
Straßenbahn und Lkw voller Gasflaschen sind kollidiert
In Dresden sind am Vormittag eine Straßenbahn und ein Lastwagen voller Propangasflaschen kollidiert. Mindestens vier Menschen wurden verletzt. Der Feuerwehr zufolge eingleiste die Straßenbahn durch den Unfall. Die Fahrzeuge verkeilten sich ineinander. Feuerwehrleute holten den Lkw-Fahrer aus seinem Fahrzeug. Er und der Straßenbahnfahrer wurden ins Krankenhaus gebracht. Auch zwei Fahrgäste wurden verletzt. Die Unfallursache ist unklar. Von der großen Ladung an Propangasflaschen geht nach gegenwärtigem Erkenntnisstand der Feuerwehr keine Gefahr aus. Die Gasflaschen würden von den Einsatzkräften kontrolliert und gesichert, heißt es.
Johnny Depp überrascht in Gruselfilm mit neuem Look
Graue Haar, Vollbart, stechender Blick: Für seinen ersten größeren Hollywoodfilm seit Jahren legt sich Johnny Depp einen neuen Look zu, wie im Trailer zum Thriller "Day Drinker" zu sehen ist. Er habe seinen Lebensunterhalt mit schlechtem Benehmen verdient, sagt seine Figur in dem Clip und deutet eine Geschichte über Rache und Geister an. Der Trailer ist nichts für schwache Nerven: Eine tote Frau treibt im Wasser, es wird mit bluttriefenden Äxten gekämpft.
Der Film von Regisseur Marc Webb ("The Amazing Spider-Man") erzählt von einer Barkeeperin, gespielt von Madelyn Cline, die an Bord einer Privatyacht einen mysteriösen Gast (Depp) kennenlernt. Penélope Cruz spielt eine Frau mit übernatürlichen Kräften. Der Film soll ab März in die Kinos kommen.
Schlagzeilen am Mittag
Kindergeld ohne Antrag kann starten
Im nächsten Jahr fällt viel Papierkram weg: Das antraglose Kindergeld hat grünes Licht vom Bundesrat, nachdem der Bundestag schon zugestimmt hatte. Im Regelfall soll das Kindergeld künftig automatisch nach der Geburt eines Kindes an die Eltern ausbezahlt werden. Geplant ist, das neue Verfahren nächstes Jahr in zwei Schritten einzuführen: Zunächst soll es für jedes weitere Kind von Eltern, die bereits mindestens ein älteres Kind haben, automatisch ausgezahlt werden. Es geht dann an jene Person, die bisher das Kindergeld erhält. In einer zweiten Stufe soll auch für erste Kinder das Kindergeld antragslos ausgezahlt werden. Lediglich bei Unklarheiten sollen die Eltern weiterhin einen Antrag stellen müssen.
Berlins reparierte Regenbogenbank schon wieder attackiert
Nicht mal zwei Monate existiert die Regenbogenbank im Berliner Tiergarten: Nun ist sie erneut zum Ziel einer Attacke geworden. Eine der bunten Holzlatten sei demontiert worden und zwei weitere seien beschädigt, schreibt die Polizei. Die Bank war erst vor Kurzem repariert worden, nachdem Unbekannte sie Anfang des Monats zerstörten und wenig später auch noch der Gedenkbaum herausgerissen wurde. Der Staatsschutz ermittelt dazu. Die Bank wurde im August nach dem islamistischen Terroranschlag auf den Berliner CSD aufgestellt, bei dem ein 21-Jähriger einen Lieferwagen in eine Menschenmenge steuerte. Danach attackierte er weitere Opfer mit einer Machete. Eine Frau wurde getötet, 31 weitere Menschen wurden verletzt.
Es gibt ein neues Promi-Paar
"Die Bachelors"-Siegerin Nadja und der Musiker Mike Singer sind zusammen. Im Interview mit RTL bestätigten sie entsprechende Beziehungsgerüchte. Das Versteckspiel sei auf Dauer anstrengend gewesen. Näher kennengelernt haben sich die beiden bei einem Abendessen in Stuttgart. Der Musiker war direkt hin und weg von ihr. "Ich hatte schon ein Kribbeln im Bauch, als ich Nadja das erste Mal persönlich sah", erzählt er. Nadja hatte vor dem ersten Treffen "keinerlei Erwartungen", erinnert sie sich. Inzwischen sollen die beiden auch zusammen wohnen. Auf Instagram postet der Sänger ein Musikvideo zu seinem neuen Song, in dem sie gemeinsam zu sehen sind.
Explosion erschüttert Athener Altstadt
Gegen 7.30 Uhr ist ein lauter Knall in der Altstadt von Athen zu hören gewesen. Es gab eine heftige Explosion. Ein zweistöckiges Gebäude stürzte ein. Fensterscheiben zersprangen in der Umgebung, Autos wurden durch Trümmer beschädigt. Ein Passant wurde durch herumgeschleuderte Trümmerteile verletzt, wie der Sender ERTNews berichtet. Zudem wurden zwei Frauen ins Krankenhaus gebracht, die von der Feuerwehr aus einem benachbarten Gebäude gerettet worden. Nach ersten Vermutungen könnte ein Gasleck die Explosion ausgelöst haben. Das Gebiet nahe dem Hadrianstor im historischen Viertel Plaka wurde abgesperrt. Durch die alten Gassen unterhalb der Akropolis strömen täglich auch Zehntausende Touristen. Mehr dazu hier.
Fritz: Harmonie zwischen Trump und Xi "ist viel Kalkül"
Eigentlich sind die USA und China politisch und wirtschaftlich Erzfeinde; doch davon ist beim Staatsbesuch von Xi Jinping nicht viel zu spüren. ntv-US-Korrespondent Gordian Fritz sieht darin jedoch keineswegs eine Versöhnung, sondern ganz klare politische Strategie beider Länder.
Schlagzeilen am Morgen
Angeschossener Jugendlicher kämpft um sein Leben
Ein 17-Jähriger ist in Berlin angeschossen und lebensgefährlich verletzt worden. Polizeibeamte fanden ihn gestern Abend in der Düppelstraße in Berlin-Steglitz, nachdem sie kurz nach 22 Uhr alarmiert worden waren. Der Jugendliche sei notoperiert worden, heißt es von der Polizei. Eine Mordkommission ermittelt zu den Hintergründen.
Update von 10:32: Der 17-Jährige sei außer Lebensgefahr, teilt die Polizei mit.
Felslawine geht am Nachbargipfel des Mont Blanc ab
An der Aiguille du Midi bei Chamonix geht ein großer Felssturz nieder. Ein Video vom Nachbargipfel von Europas höchstem Berg zeigt eine mächtige Staubwolke nahe der Seilbahnstrecke. Hitze und auftauender Dauerfrostboden lockern im Mont-Blanc-Massiv zunehmend das Gestein. Allein im August sollen an der Nordseite etwa 15.000 Kubikmeter Fels abgestürzt sein.
Tankrabatt, Schüler-Demos und Teezeremonie - das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Der Tankrabatt soll heute beschlossen werden, damit es ab Oktober an der Tankstelle etwas günstiger wird. Der Bundestag stimmt am Vormittag darüber ab, danach ist der Bundesrat dran. Beschlossen werden dürfte außerdem das antragslose Kindergeld. Es soll künftig ohne Papierkram ausgezahlt werden. Schauen wir auf weitere anstehende Termine:
Am letzten Tag seines Staatsbesuchs in den USA trifft Chinas Staatspräsident Xi Jinping erneut mit US-Präsident Donald Trump zusammen. Geplant ist unter anderem eine Teezeremonie.
Papst Leo XIV. besucht Frankreich. Zum Auftakt wird er von Präsident Emmanuel Macron empfangen.
Außenminister Johann Wadephul reist für Beratungen über Sicherheit und Handel nach Kanada.
Verteidigungsminister Boris Pistorius fliegt zu Gesprächen über die militärische Zusammenarbeit nach Ungarn.
Die Berliner Linke will auf ihrem Weg zur Regierungsbildung nach der Wahl einen Schritt vorankommen. Auf einem Parteitag soll darüber abgestimmt werden, ob die Linke die Grünen und die SPD zu Sondierungsgesprächen einlädt.
Bundesweit wollen Schülerinnen und Schüler auf die Straße gehen, um gegen eine mögliche Wehrpflicht zu demonstrieren. Wie die Initiative "Schulstreik gegen Wehrpflicht" mitteilt, sind deutschlandweit etwa 100 Demonstrationen geplant.
WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli möchte sich den besten Startplatz für das Formel-1-Rennen von Aserbaidschan sichern. Die Qualifikation für den 15. Grand Prix der Saison in Baku beginnt um 14 Uhr. Zu sehen bei Sky.
Mein Name ist Heidi Ulrich. Sie können mich über heidi.ulrich(at)ntv.de erreichen, sollten Sie Fragen zum "Tag" haben.
Rennpferd muss wegen Hitler-Bezug umbenannt werden
Ein Rennpferd in den USA macht Schlagzeilen wegen seines Namens, nachdem es Anfang der Woche ein Rennen in Indianapolis gewonnen hat. "Austrian Painter" - auf Deutsch "österreichischer Maler" - wird im Internet als Synonym für Adolf Hitler benutzt, um Sperren zu umgehen. Wegen des Namens ging beim US-Jockey Club Beschwerde ein. Dieser teilt nach einer Überprüfung mit, dass der Name nach den Regeln unzulässig sei, weil er als anstößig verstanden werden könne.
Der Besitzer des Pferdes behauptet laut dem Fachportal "Horse Racing Nation", die Familie seiner Frau stamme aus Österreich, und er habe das Pferd nach deren Lieblingsmaler Gustav Klimt benannt. Allerdings hatte der Besitzer nach Angaben des Fachportals bereits in der Vergangenheit ebenfalls auffällige Namen vorgeschlagen. Darunter sei "My Struggle", also der englische Titel von Hitlers Buch "Mein Kampf", gewesen. Die Tochter des Besitzers wählte nun den unverfänglichen Namen "Merrylegs" für den Hengst - so heißt auch das Pony in Anna Sewells Roman "Black Beauty".
Bauarbeiter mit Urin angegriffen - Streit mit Hausbesetzern
Die Polizei ist mit rund 200 Kräften in einem ehemaligen Hostel in Berlin-Friedrichshain im Großeinsatz gewesen, nachdem dort anscheinend mehrere Bauarbeiter angegriffen wurden. Am Mittwoch sollen zwei Bauarbeiter auf dem Grundstück in der Gürtelstraße mit Urin übergossen worden sein, ein anderer wurde von einer Gasflasche am Kopf getroffen. Der Geschäftsführer der Baufirma, zwei Mitarbeiter sowie Beschäftigte eines Sicherheitsdienstes hatten der Polizei gesagt, sie seien im Verlauf der Arbeiten mehrfach körperlich angegriffen worden. Das ehemalige Hostel steht laut Polizei leer und wird derzeit besetzt.
Die Polizei überprüfte sechs Personen und brachte sie zur erkennungsdienstlichen Behandlung in Gewahrsam. Zudem beschlagnahmten die Einsatzkräfte unter anderem Schlagwerkzeuge, Schreckschusswaffen und Flaschen mit Urin, die mit Pyrotechnik versehen waren. Etwa 70 teilweise vermummte Personen solidarisierten sich während des Einsatzes, so wie es aussieht, mit den Hausbesetzern. Die Polizei ordnete einen vorübergehenden Baustopp an, um weitere Eskalationen zu verhindern. Das Gebiet um das Haus wurde abgesperrt. Medienberichten zufolge ist das heruntergekommene Gebäude etwa seit zwei Jahren besetzt. Vor einigen Wochen wurde es von einem Unternehmen gekauft. Geplant ist, das Haus abzureißen und neue Wohnungen zu bauen. Mehr dazu hier.





