mit Janis PeitschDas war Freitag, der 27. März 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
es ist geschafft, das Wochenende hat nun auch für die ntv.de-Spätschicht begonnen. Bevor ich in den Feierabend verschwinde, möchte ich Ihnen noch folgende Texte der Redaktion ans Herz legen:
Riesenkerbe bei Tomahawks: USA verfeuern unglaublich viel - Iran bleibt wehrhaft?
Keine Radioaktivität ausgetreten: Iran meldet Angriffe auf Reaktor und Uran-Anlage
Bilder mit Zigarren geleakt: Proiranische Gruppe hackt Mail-Account des FBI-Chefs
Schwimmt Richtung Mecklenburg: Befreiter Wal macht "Sperenzchen" in der Ostsee
Ankündigung rechtlicher Schritte: Christian Ulmens Anwalt meldet sich zu Deepfake-Vorwürfen
Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Abend und ein schönes Wochenende. Machen Sie es gut!
Pietro Lombardi: Manchmal hat man die Emotionen nicht im Griff
Nach einem gemeinsamen Urlaub folgen sich Pietro Lombardi und seine Ex-Verlobte Laura Maria Rypa auf Instagram plötzlich nicht mehr. Jetzt hat sich der Sänger zur aktuellen Situation zu Wort gemeldet.
"Es sind Emotionen, da kann man nichts machen. So ist das Leben", sagte Lombardi er bei der Aufnahme des Live-Podcasts "Die Patchworkboys" mit Kumpel Oliver Pocher. "Manchmal hat man die Emotionen nicht immer im Griff."
Lombardi und Rypa führten jahrelang eine On-und-off-Beziehung, seit August sind sie wieder getrennt. Noch vor wenigen Tagen waren sie allerdings gemeinsam im Mauritius-Urlaub, was Gerüchte auf ein Liebescomeback befeuerte.
Doch nach dem Urlaub löschte Rypa zusätzlich zum Entfolgen die gemeinsamen Urlaubsbeiträge und veröffentlichte in ihrer Instagram-Story ein Statement: "Ich gehe gerade meinen eigenen Weg. Einen Weg zurück zu mir selbst... und auch zurück zu Gott. Ich habe viel erlebt. Ich habe Fehler gemacht, bin gefallen, habe gelernt", schrieb sie. Zudem deutete sie an, von jemandem aus ihrem engsten Umfeld verletzt worden zu sein.
Bakteriengefahr: Hersteller ruft Salami-Snack zurück
In bestimmten Chargen der "Salami Mini Brez'n" könnten Krankheitserreger enthalten sein. Deswegen ruft der Hersteller das Produkt vorsorglich zurück.
Im Rahmen der Qualitätssicherung sei festgestellt worden, dass verarbeitetes Fleisch eines Vorlieferanten potenziell mit E.coli-Bakterien belastet war, teilte die Firma Breu GmbH aus Arnschwang im Landkreis Cham mit. Konkret geht es um 50-Gramm-Packungen mit den Chargennummern 07226, 07326 und 07526.
Das Produkt sei in Netto-Märkten in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen verkauft worden. Kunden könnten betroffene Packungen auch ohne Einkaufsbeleg zurückgeben.
Christian Ulmen wehrt sich gegen Deepfake-Vorwürfe
Bewegung im Fall Christian Ulmen: Der Anwalt des Schauspielers hat Deepfake-Vorwürfe gegen seinen Mandanten zurückgewiesen. "Unser Mandant hat zu keinem Zeitpunkt Deepfake-Videos von Frau Fernandes oder anderen Personen hergestellt und/oder verbreitet", teilte Medienanwalt Christian Schertz in einer schriftlichen Erklärung mit.
"Nach derzeitiger Kenntnis wird dieser Vorwurf, anders als teilweise verlautbart, auch überhaupt nicht erhoben. Mit der aktuell geführten Debatte über Strafbarkeitslücken bei Deepfake-Pornografie stehen die Geschehnisse mithin in keinem Zusammenhang."
Tatsächlich wirft Ex-Frau Collien Fernandes dem Schauspieler im "Spiegel" vor, Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber pornografische Darstellungen verbreitet zu haben.
Schertz kündigte zugleich an, aktuell gegen die "initiale Berichterstattung" des "Spiegels" gerichtliche Schritte einzuleiten. Näher ins Detail ging er dabei nicht.
Bereits zuvor bezeichnete Schertz den "Spiegel"-Bericht zu den Anschuldigungen als "rechtswidrig". Es handele sich "in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung". Zudem würden "unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet". Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.
Blitz schlägt in höchsten Wolkenkratzer der Welt ein
Kräftige Unwetter ziehen über die Millionenmetropole Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Regenmassen fluten ganze Straßenzüge. Mitten in der Nacht wird plötzlich der Himmel taghell und es bietet sich ein überwältigendes Naturschauspiel: Blitze zucken und schlagen in den Burj Khalifa ein.
Britney Spears droht Ex-Bodyguard mit Strafanzeige
Popstar Britney Spears hat offenbar massive Probleme mit einem früheren Mitarbeiter. Der Sängerin zufolge soll ihr ehemaliger Bodyguard Thomas Bunbury unbefugt auf ihre persönlichen Geräte und ihren Apple-iCloud-Account zugegriffen haben - ohne ihr Wissen und ohne ihre Zustimmung.
Der Anwalt der 44-Jährigen hat deshalb laut dem US-Promiportal "TMZ" eine Unterlassungsaufforderung, eine sogenannte Cease-and-Desist-Abmahnung, an Bunbury verschickt. Das Schreiben ist demnach auf den vergangenen Monat datiert.
Spears droht ihrem Ex-Personenschützer an, Strafanzeige zu erstatten. Unmissverständlich fordert sie: Er solle ihre Geräte und Accounts künftig in Ruhe lassen, alle möglicherweise angefertigten Kopien löschen - und ihr mitteilen, falls er Fotos, Dateien oder Dokumente an Dritte weitergeleitet haben sollte.
SPD will Spritpreise weiter dämpfen - aber nicht für alle
Wegen des Iran-Krieges explodieren die Tankkosten. Die SPD macht deshalb Druck für eine weitere Dämpfung der Spritpreise über eine Übergewinnsteuer oder einen Preisdeckel. Diese Entlastung müsse jedoch nicht für alle sein, sagte SPD-Chefin Bärbel Bas in Berlin.
Vielmehr gehe es um diejenigen, "die wirklich jeden Tag Angst haben, ob sie überhaupt noch zur Arbeit fahren können". Gutverdienende wie beispielsweise Abgeordnete müssten nicht entlastet werden. "Es kann nicht sein, dass die Ölkonzerne uns hier abzocken", fügte die SPD-Politikerin hinzu.
Auch Finanzminister Lars Klingbeil kündigte an, auf EU-Ebene weiter für eine Übergewinnsteuer zu kämpfen. Die Einnahmen daraus sollten zur Preisdämpfung etwa mit einem Preisdeckel wie in Luxemburg genutzt werden.
Heino singt für geschassten Feuerwehrmann - Gegenveranstaltung geplant
Nach einem Streit um die erste Strophe des Deutschlandliedes will Schlagersänger Heino am Abend ein Zeichen setzen: Mit einem Solidaritäts-Konzert im Kurort Bad Belzig unterstützt der 87-Jährige einen Feuerwehrmann aus Brandenburg.
Hintergrund des Auftritts ist ein Eklat um das Abspielen der historisch belasteten Liedzeilen bei der Deutschen Meisterschaft im Feuerwehrsport im August in Sachsen. Der Feuerwehrmann wurde deshalb vom Feuerwehrverband geschasst. Heino hält die Reaktion für übertrieben.
Der Heino-Auftritt begeistert aber nicht alle in dem 11.000-Einwohner-Städtchen: Parallel veranstaltet eine Initiative am Abend eine Musikparty für Vielfalt und offene Gesellschaft mit dem Titel "Knallbunt ist die Haselnuss" - in Anlehnung an das Heino-Lied "Schwarzbraun ist die Haselnuss".
Trump: Keine Staatsaufträge mehr für Firmen mit Gleichstellungsprogrammen
Die Trump-Regierung hält Weiße und insbesondere weiße Männer für die eigentlichen Opfer von Diskriminierung und hat Anti-Diskriminierungsprogrammen deshalb den Kampf angesagt.
Auf Anordnung des US-Präsidenten sollen Firmen mit Gleichstellungsprogrammen künftig keine Regierungsaufträge mehr erhalten. Trump unterzeichnete ein entsprechendes Dekret, das in 30 Tagen in Kraft tritt, also Ende April.
Laut der Anordnung müssen Unternehmen, die auf Staatsaufträge hoffen, künftig in ihre Verträge eine sieben Absätze umfassende Klausel aufnehmen. In dieser müssen sie zusichern, dass "der Auftragnehmer sich nicht an rassistisch diskriminierenden DEI-Aktivitäten beteiligen wird". Die Vorgabe gilt auch für mögliche Subunternehmer.
Biologe: "Katz-und-Maus-Spiel mit Wal kann noch Wochen gehen"
Der Biologe, Taucher und Fotograf Robert Marc Lehmann begleitet die Betreuung des Buckelwals in der Ostsee - es ist bereits die 13. für ihn. Er erklärt, warum die Rettung des Meeressäugers noch ganz am Anfang steht und welche Chancen er dem Tier ausrechnet.
UN-Bericht prangert mögliche Kriegsverbrechen in syrischen Drusengebieten an
Während der Kämpfe in den syrischen Drusengebieten im letzten Sommer haben nach UN-Einschätzung womöglich beide Seiten Kriegsverbrechen begangen. Es handle sich um "schwerwiegende Verstöße", die sowohl syrische Regierungskräfte als auch bewaffnete drusische Gruppen begangen hätten, erklärt Fionnuala Ni Aolain von der UN-Untersuchungskommission zu Syrien. Hinzu kämen mögliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch "breit angelegte und systematische Angriffe gegen die Zivilbevölkerung" in der betroffenen südsyrischen Region Suweida. Die Kommissionsmitglieder hätten "weit verbreitete Hinrichtungen, Folter, geschlechtsspezifische Gewalt und das Niederbrennen von Häusern" dokumentiert. Durch die Gewalt seien insgesamt mehr als 1700 Menschen getötet und 200.000 vertrieben worden. Die Kommission beruft sich auf 409 Augenzeugenberichte.
Hat dauerkranke Lehrerin heimlich als Heilpraktikerin gearbeitet? Razzia in NRW
16 Jahre lang war eine Lehrerin krankgeschrieben. Doch die Frau soll ihre Dienstunfähigkeit nur vorgetäuscht und parallel als Heilpraktikerin gearbeitet haben, so der Verdacht. Nun interessiert der Fall auch die Staatsanwaltschaft - es gab eine Hausdurchsuchung.
Am Dienstag sei bei der Verdächtigen in Duisburg ein Durchsuchungsbeschluss vollstreckt worden, wobei "beweiserhebliche Unterlagen und elektronische Datenträger" beschlagnahmt worden seien, teilen die Behörden. mit. Demnach wird ermittelt wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs.
Experte: Iran-Krieg könnte "Urlaub mit Brechstange" nötig machen
Durch den Krieg im Iran verteuert sich auch etwa der Preis für Flugzeugkerosin. So dürften auch Urlauber in diesem Jahr vielerorts tiefer in den Geldbeutel greifen müssen. Tourismusexperte Prof. Dr. Christian Buer spricht von einem möglichen "Urlaub mit der Brechstange" für alle, die nicht auf Sonne verzichten möchten.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
Kollegin Heidi Ulrich verabschiedet sich in den Feierabend. Mein Name ist Janis Peitsch und ich versorge Sie bis zum Abend im "Tag" mit spannenden und unterhaltsamen Nachrichten aus aller Welt.
Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an dertag[at]ntv.de.
Los geht's!
Security bewacht sieben Zentimeter zu niedriges Geländer
Man könnte an einen Aprilscherz denken, doch dafür ist es noch zu früh. Tatsächlich gibt die Stadt Frankfurt Tausende Euro pro Woche aus, weil in einer Grundschule das Geländer einer Treppe nicht wie in der "Muster-Schulbau-Richtlinie" vorgeschrieben 110 Zentimeter hoch ist, sondern nur 103 Zentimeter. Eine Sprecherin des zuständigen Dezernats sagt, dass ein Sicherheitsdienst deswegen das Treppengeländer bewacht. Bis eine "bauliche Lösung" gefunden ist, soll das so bleiben. Die Bewachung des sieben Zentimeter zu niedrigen Geländers kostet nach Angaben der Stadt rund 13.700 Euro brutto pro Woche. Aufgefallen sei das Geländer bei einer Routinebegehung. Nachvollziehen kann die Schule die Sache nicht. Von der Schulleitung heißt es, das Geländer sei seit 100 Jahren so "und bisher hat es niemanden gestört". "Für die Bewachung werden jetzt Steuergelder verbraten, die dringend für die Schulen benötigt würden", sagt Solmaz Heidlindemann. Der Fall zeige "die ganze Planlosigkeit und das Missmanagement" der Frankfurter Ämter und Behörden.
Trump schwärmt minutenlang von Billig-Stiften
US-Präsident Trump hat den Filzstift der Marke Sharpie im Weißen Haus salonfähig gemacht, allerdings schon vor vielen Jahren. Bei seiner ersten öffentlichen Kabinettssitzung seit Beginn des Iran-Kriegs widmete Trump dem Thema dennoch einen mehrminütigen Monolog.
Gefährliche Ameisenart in Deutschland nachgewiesen
Forschende haben im Stuttgarter Rosensteinpark eine Kolonie der Asiatischen Nadelameise nachgewiesen - und damit zum ersten Mal in Deutschland überhaupt. Eine Studie dazu ist nun Fachjournal "Zootaxa" erschienen. "Die Insekten werden von der Europäischen Union aufgrund ihrer möglichen Schadwirkung und ihrer potenziell allergieauslösenden Stiche als besonders problematisch eingestuft", erklären Experten der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Die Stiche können bei Menschen schlimmstenfalls allergische - lebensgefährliche – Schocks auslösen. Ursprünglich stammt die Ameisenart aus Ostasien. In Europa wurde sie unter anderem 2020 in Neapel gefunden. Verbreitet werden die Tiere häufig unbemerkt, etwa über den internationalen Pflanzenhandel, in Containern oder im Reisegepäck. Mehr dazu hier.
Merz empfängt syrischen Präsidenten im Kanzleramt
Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa kommt nächste Woche zu seinem Antrittsbesuch nach Berlin. Am Montag werde er Kanzler Friedrich Merz treffen, bestätigt die Bundesregierung. Dabei soll es unter anderem um die Lage in Syrien gehen und um die Rückkehr von syrischen Staatsbürgern in das Land.
Der Besuch ist umstritten: Dass al-Scharaa im Kanzleramt empfangen wird, wird unter anderem von der Kurdischen Gemeinde Deutschland (KGD) scharf kritisiert. "Ein ehemaliger Dschihadistenführer, dessen Organisation Hayat Tahrir al-Sham lange Zeit von den Vereinten Nationen als Terrororganisation eingestuft wurde, darf keine protokollarische Aufwertung erfahren", erklärt die KDG. Al-Scharaa trage Verantwortung für zahlreiche Menschenrechtsverletzungen, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Helikopter kommt Klippen zu nahe - Rotorblatt zerfetzt
Ein Hubschrauber stürzt während eines Löscheinsatzes beim Tafelberg in Südafrika ab. Der Helikopter streift eine Felswand, die Rotorblätter reißen ab und die Maschine überschlägt sich nach dem Aufprall. Doch der Pilot überlebt den schweren Unfall.
Deutsche Bahn macht Milliardenverlust
Die Deutsche Bahn schreibt erneut tiefrote Zahlen. Im letzten Jahr verzeichnete der bundeseigene Konzern ein Minus von 2,3 Milliarden Euro, wie die Bahn mitteilt. Damit erhöhte sich der Verlust im Vergleich zum Vorjahr um rund 0,5 Milliarden Euro. Hauptgrund dafür waren Abschreibungen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro auf das Fernverkehrsgeschäft. Die Bahn rechnet mit einer langsameren Sanierung des maroden Schienennetzes bis 2036 und damit auf Jahre unpünktliche ICEs. Mehr dazu lesen Sie hier.
Buckelwal noch nicht in Sicherheit - zwischendurch schwamm er wieder zur Bucht
Der Buckelwal vor der Ostseeküste hat anscheinend noch nicht ganz den Weg ins rettende offene Meer gefunden. Zwischendurch sei er umgekehrt, berichten mehrere Medien. Einem "Stern"-Reporter zufolge schwamm der Wal am Vormittag in Richtung Bucht zurück, doch danach sei er wieder weiter draußen zu sehen gewesen. Eine Reihe von Booten versuchen den Wal weiter hinaus zu treiben. Am Montag war dieser auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand entdeckt worden. In der Nacht konnte sich das festsitzende Tier selbst befreien - dank einer Rinne, die ein Schwimmbagger ausgegraben hatte.
Update von 11:46 Uhr: Der Buckelwal schwimme auf Kurs hinaus aus der Lübecker Bucht, sagt Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung. Eine Kollegin von ihr sei in einem Schlauchboot direkt neben dem Meeressäuger.
Wetter vor Ostern: Nach dem Frost kehrt die Sonne zurück
Kalte Nächte, aber mehr Sonne am Tag: Zum Wochenende beruhigt sich das Wetter, nur vereinzelt fällt noch etwas Schnee. Die Temperaturen steigen auf bis zu 13 Grad. Doch schon Anfang der Woche bringt ein neues Tief wieder Wind, Schauer und Gewitter. Ostern könnte freundlicher werden.
Neue staatlich geförderte Altersvorsorge beschlossen
Der Bundestag hat eine Reform der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge beschlossen. Das neue Modell soll die Riester-Rente ab 2027 ablösen.
Kern der Neuregelung ist der Wegfall der bisherigen Garantie, dass zu Rentenbeginn mindestens die eingezahlten Beiträge zur Verfügung stehen müssen. Dies soll höhere Renditen am Kapitalmarkt ermöglichen.
Für jeden Spar-Euro gibt es künftig 50 Cent vom Staat bis zu einer Einzahlung von 360 Euro im Jahr, darüber hinaus bis 1800 Euro sind es 25 Cent.
Besonders Familien sollen profitieren. Die volle Kinderzulage von 300 Euro erhalten sie bereits bei einem monatlichen Sparbeitrag von 25 Euro.
Anders als bisher sollen auch alle Selbstständigen einbezogen werden.
Für ein neues Standard-Altersvorsorgedepot gilt künftig eine Kostenobergrenze von 1,0 Prozent der Effektivkosten. Mehr dazu hier.
Epstein-Opfer verklagen US-Regierung und Google
Die Namen von Tätern sind in den veröffentlichten Epstein-Akten geschwärzt, die Namen der Opfer hingegen sind in vielen Fällen entgegen ihrem Willen zu lesen. Wer wird hier geschützt? Weil ihre Namen in den online gestellten Dokumenten nicht wie vorgeschrieben unkenntlich gemacht wurden, haben Opfer von Jeffrey Epstein die US-Regierung und Google verklagt. Das US-Justizministerium habe "etwa hundert Überlebende des verurteilten Sexualstraftäters geoutet, indem es ihre persönlichen Daten veröffentlichte und sie damit der ganzen Welt zu erkennen gab", erklären die Klägerinnen. Überlebende würden dadurch aufs Neue traumatisiert, zudem von Fremden belästigt und bedroht. Nach Berichten der "New York Times" enthalten die Dokumente auch Dutzende Nacktfotos mit nicht unkenntlich gemachten Gesichtern.
Die Regierung habe inzwischen eingeräumt, mit der Offenlegung "die Rechte der Überlebenden verletzt" zu haben, und habe die Informationen zurückgezogen, heißt es in der Klageschrift. Bei Google seien die Dokumente aber weiterhin zugänglich. Bitten der Betroffenen, die Dokumente zu löschen, habe Google bisher ignoriert. Mehr dazu lesen Sie hier.
York entzieht Sarah Ferguson Ehrenbürgerschaft
Im Jahr 2008 wurde Jeffrey Epstein wegen der Anstiftung einer Minderjährigen zur Prostitution verurteilt. Es ist erstaunlich, wie viele Menschen danach trotzdem mit ihm Kontakt hielten. Sarah Ferguson ist einer dieser Menschen. Wegen ihrer Verbindung zu dem Sexualstraftäter hat ihr die Stadt York jetzt die Ehrenbürgerschaft entzogen, die ihr im Jahr 1987 verliehen wurde, wie die BBC berichtet. 2022 entzog die Stadt bereits Fergusons Ex-Mann Andrew Mountbatten-Windsor die Ehrenbürgerschaft. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, die zum Tatzeitpunkt 17-jährige Virginia Giuffre sexuell missbraucht zu haben. Außerdem soll der ehemalige britische Prinz als Handelsbeauftragter geheime Geschäftsinformationen an Epstein übermittelt haben. Epstein betrieb über Jahre einen Missbrauchsring, dem viele Mädchen und Frauen zum Opfer fielen. Er soll mehr als 1000 Minderjährige und junge Frauen sexuell missbraucht und teils an Prominente wie Andrew vermittelt haben. Mehr dazu hier.
Ganze Schwarzwald-Dörfer können Hotels werden
"Albergo Diffuso" lässt sich mit "verstreutes Hotel" übersetzen. Das Konzept aus Italien will die Schwarzwald Tourismus GmbH im Schwarzwald einsetzen. Dafür sucht sie Dörfer. Die Bewohner müssten allerdings mitmachen wollen. Ob sich so ein Ort überhaupt findet?
Darum geht es bei der Idee: Die Gäste wohnen nicht in wenigen Hotels, sondern in Wohnungen oder Zimmern, die sich über den ganzen Ort verteilen. Sie frühstücken beim Bäcker und nicht etwa an einem Buffet. Zum Abendessen geht man in die Lokale. Die Rezeption soll sich mitten im Dorf befinden.
Das soll der lokalen Wirtschaft helfen und die Touristen sollen einen realistischeren Eindruck vom Ort bekommen. "Wir sprechen hier nicht nur über Tourismus, sondern über Dorfentwicklung", sagt Projektleiterin Heike Glasstetter der "Bild"-Zeitung. Sie habe schon drei Bewerbungen und weitere fünf Interessenten, sagt sie.
Das Dorf muss kompakt sein: Eine Voraussetzung ist laut Glasstetter, dass ein Ensemble von Gebäuden vorhanden ist, die maximal 400 Meter auseinanderliegen. Und die Bewerber müssten "glaubhaft zeigen, wie sie die Bewohner mitnehmen wollen".
Boeing 737 rutscht von Landebahn - Passagiere entkommen
Eine Boeing 737-400 der Ariana Afghan Airlines rutscht bei der Landung in Kabul von der Bahn. Die Maschine kommt auf einer Wiese zum Stehen. Das Flugzeug ist beschädigt, verletzt wird wohl aber niemand. Die Passagiere können sich über die Notrutschen selbst aus dem Flugzeug befreien.
Kräftige Gehaltsaufschläge für Dax-Chefs
Für die meisten Vorstandschefs der 40 Dax-Konzerne war 2025 ein gutes Jahr. 26 von ihnen erhielten für 2025 - teilweise deutlich - mehr Geld, nur neun mussten Abstriche machen, wie aus den Vergütungsberichten der Unternehmen hervorgeht, die Reuters auswertete. Fünf kamen erst im Lauf des Jahres ins Amt. Den größten Sprung machte Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing. Bei ihm wurden zum ersten Mal Langfrist-Boni fällig, die er seit seinem Amtsantritt 2018 zugesprochen bekommen hatte. Das trieb seine "gewährte und geschuldete Vergütung" auf fast 15,7 von 6,1 Millionen Euro.
Sewing sprang damit auf Platz zwei hinter SAP-Chef Christian Klein, der zwar Abstriche machen musste, mit gut 16,2 von zuvor 19,0 Millionen Euro aber die Spitzenposition verteidigte. Auf Platz drei rückte Siemens-Chef Roland Busch vor, der auf 12,3 von 9,4 Millionen Euro kam. Mehr zu börsennotierten Unternehmen, Dividenden und Kursen können Sie im "Börsen"-Tag lesen.
Segelboote mit Hilfsgütern für Kuba werden vermisst
Zwei Segelboote mit Aktivisten an Bord, die Hilfsgüter nach Kuba bringen wollten, werden vermisst. Die mexikanische Marine sucht nach ihnen. Die Boote waren am vergangenen Freitag von der mexikanischen Insel Isla Mujeres in See gestochen und hätten bereits am Dienstag oder Mittwoch in Havanna eintreffen sollen, es gebe jedoch keinen Kontakt zur Besatzung, heißt es von der Marine. Warum, ist unklar. Auch, ob dabei schlechtes Wetter eine Rolle spielte. Laut Medien wollten die Aktivisten schon einen Tag früher abreisen, doch aufgrund der schlechten Wetterbedingungen wurde die Abfahrt verschoben.
Die Boote mit neun Besatzungsmitglieder aus verschiedenen Ländern sind Teil einer Hilfsinitiative für Kuba. Der sozialistische Karibikstaat leidet unter Energieengpässen und einer Wirtschaftskrise. Diese hat sich verschärft, seit die US-Regierung durch ein Embargo Venezuelas Öllieferungen an Kuba unterbrochen hat. Zudem droht US-Präsident Trump seit Wochen, Kuba zu "übernehmen".
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in diesen Freitag. In der Redaktion stürzen wir uns ins Nachrichtengeschehen. Auf dem Plan steht etwa das Spritpaket, das für einen Gesetzentwurf ziemlich schnell das übliche Prozedere durchläuft:
Der Bundesrat entscheidet über die gestern vom Bundestag beschlossenen Maßnahmen gegen hohe Spritpreise. Die Zustimmung der Länderkammer gilt als sicher. Damit können die neuen Regeln noch vor Ostern in Kraft treten.
Der Bundestag will über eine Reform der privaten Altersvorsorge und damit den Nachfolger der Riester-Rente abstimmen. Neben Angeboten mit garantiertem Kapital in der Auszahlungsphase soll auch ein Altersvorsorgedepot ohne Garantien, dafür aber mit höheren Renditechancen zugelassen werden.
In einer Sondersitzung wollen Führungsleute der gesamten SPD Konsequenzen aus den jüngsten Wahlniederlagen ziehen und den weiteren Reformkurs im Land beraten.
Die G7-Außenminister beraten über die Kriege im Iran und in der Ukraine.
Die Deutsche Bahn präsentiert ihre wirtschaftliche Bilanz für 2025.
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Männer bestreitet ihr erstes Länderspiel des Jahres. In Basel spielt das Team ab 20.45 Uhr gegen die Schweiz.
Mein Name ist Heidi Ulrich. Heute darf ich Sie mit Nachrichten durch die erste Tageshälfte begleiten. Bei Fragen oder Hinweisen zu "Der Tag" mailen Sie mir gerne an heidi.ulrich(at)ntv.de.
Vier Deutsche bei Messerattacken in Sofia verletzt
Es sind zwei Vorfälle, jedoch womöglich die gleiche Täterin. In der Innenstadt von Sofia sind am Donnerstagabend drei Frauen und ein Mann aus Deutschland durch Messerstiche verletzt worden. Zuerst wurden eine Frau und ein Mann im Alter von 60 und 65 Jahen bei einer U-Bahnstation attackiert, kurz danach und ebenfalls im Stadtzentrum zwei Frauen im Alter von 26 und 30 Jahren. Die Polizei fahndet nach einer mutmaßlichen Täterin, deren Identität unbekannt sei. Es wird vermutet, dass sie beide Attacken verübt hat. Zum Motiv ist bisher nichts bekannt.
Polizei ermittelt erneut wegen Vergewaltigungsvorwürfen gegen Andrew Tate
Die britische Polizei nimmt Ermittlungen wegen Vergewaltigungs- und Missbrauchsvorwürfen gegen den Influencer und bekennenden Frauenhasser Andrew Tate wieder auf. Wie die Polizeibehörde in Hertfordshire mitteilt, sollen die Vorwürfe mehrerer Frauen aus den Jahren 2014 und 2015 erneut geprüft werden. Es gehe um "die Straftatbestände der Vergewaltigung und der sexualisierten Gewalt". Die Ermittlungen waren zuvor über mehrere Jahre geführt und 2019 eingestellt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte damals wegen mangelnder Aussicht auf Verurteilung keine Anklage erhoben. Tate weist alle Vorwürfe zurück. Mehr dazu lesen Sie hier.