mit Tobias HauserDas war Mittwoch, der 20. Mai 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
das war der "Tag", heute ausnahmsweise mit zwei verschiedenen Spätschichten. Ich hoffe, Sie haben einen schönen Abend. Falls Sie sich den noch mit spannenden und interessanten Texten versüßen möchten, empfehle ich Ihnen noch folgende Artikel:
Zollfrieden mit Sicherheitsnetz: Die EU zeigt Trump die dunkelgelbe Karte von Lea Verstl
Vorräte schrumpfen in Rekordzeit: Auf dem Ölmarkt droht schon bald "echte Panik" von Max Borowski
Sparkassen & Co. in Sorge: Die größte Bank der Welt expandiert nach Deutschland von Jannik Tillar
UniCredit ist abgetaucht: Die Commerzbank demonstriert Geschlossenheit gegen den unsichtbaren Gegner von Ulrich Reitz
Erst Villa, dann Real Madrid? Das kaum zu fassende Phänomen SC Freiburg von Martin Armbruster
Morgen früh ist mein Kollege Janis Peitsch wieder für Sie da. Kommen Sie gut durch die Nacht!
Schüsse, Partys, Sex: Deutscher aus Kolumbien ausgewiesen
Nach zahlreichen Beschwerden über wilde Partys, Drogenkonsum, Schüsse in die Luft und lautstarken Streitereien mit Prostituierten über die Bezahlung ist ein Deutscher aus Kolumbien abgeschoben worden. Der Mann habe in einem eleganten Viertel von Medellín immer wieder für Ärger gesorgt und bedrohliches Verhalten gegenüber den Nachbarn gezeigt, teilte die kolumbianische Einwanderungsbehörde mit. Zudem gebe es Hinweise auf die Erstellung pornografischer Inhalte und Kinderprostitution in der Wohnung im exklusiven Stadtteil El Poblado.
Der Mann sei über Madrid nach Frankfurt ausgewiesen worden, teilte die Behörde mit. Er dürfe nun für zehn Jahre nicht nach Kolumbien einreisen. "Wir üben unsere Aufgabe mit der gebotenen Strenge aus, um Kinder, Jugendliche und Frauen zu schützen. Wir werden weiterhin alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, wenn Ausländer durch ihr Verhalten das Zusammenleben oder die Sicherheit beeinträchtigen oder eine Gefahr für die Gemeinschaft darstellen", sagte die Leiterin der Einwanderungsbehörde, Gloria Esperanza Arriero López.
Günther: "Man kann AfD und Linkspartei nicht in einen Topf schmeißen"
Das Verhältnis der Union hat sich aus Sicht von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther sowohl mit Blick auf die Grünen geändert als auch die Linkspartei. Es sei zwar richtig, Beschlüsse zu fassen, die eine Distanz zur Linkspartei dokumentierten, sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung "Maischberger". Aber: "Man kann AfD und Linkspartei nicht in einen Topf schmeißen. Die AfD ist die deutlich größere Gefahr." Es gebe keine gleich große Distanz zu beiden Parteien und müsse deswegen eine Regierungsbildung ohne die AfD geben. "Und ich glaube, da haben wir auch in der CDU insgesamt mittlerweile einen neuen Blick drauf."
Im September stehen Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern an, in beiden Ländern liegt die AfD mit Abstand vorn. Eine Mehrheit ohne die AfD ist derzeit jeweils nur für Bündnisse unter Einschluss von CDU und Linken denkbar. Allerdings hat die CDU jede koalitionsähnliche Zusammenarbeit mit der Linken per Parteitagsbeschluss ausgeschlossen.
Feuerball wälzt sich durch Häuserschlucht in New York
Im New Yorker Stadtteil Manhattan gerät ein Wagen in Brand. Kurz darauf explodiert das Fahrzeug - und eine Wolke aus Flammen und Rauch erfüllt die Straßen. Augenzeugen filmen die bedrohliche Szene mitten in der Innenstadt.
Britischer Radiosender vermeldet irrtümlich Tod von König Charles III.
Ein britischer Radiosender hat sich am Mittwoch entschuldigt, nachdem er am Vortag fälschlicherweise den Tod von König Charles III. vermeldet hatte. "Das Protokoll 'Monarch' - das alle britischen Radiosender bereithalten, in der Hoffnung, es niemals nutzen zu müssen - wurde am Dienstagnachmittag versehentlich ausgelöst und hat fälschlicherweise den Tod Seiner Majestät des Königs verkündet", schrieb der Chef von Radio Caroline, Peter Moore, im Onlinedienst Facebook.
Moore verwies auf "einen Computerfehler, der im Hauptstudio aufgetreten ist". Die Sendung war in der Mediathek auf der Website des in Essex im Südosten Englands ansässigen Senders nicht verfügbar. Nachdem der Sender, der 1964 gegründet wurde, seinen Fehler bemerkt hatte, entschuldigte er sich zunächst live auf Sendung und anschließend in Onlinediensten beim König und bei den Zuhörern für die "entstandenen Unannehmlichkeiten".
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
Heute gibt es ausnahmsweise einen weiteren Schichtwechsel, meine Kollegin Leah Nowak macht sich von dannen und ich übernehme für den restlichen Abend. Also, sehen wir mal was der "Tag" noch so für uns in petto hat! Bei Fragen oder Anmerkungen erreichen Sie mich unter tobias.hauser@ntv.de
AfD-Politiker ruft Ende der "Klima-Apokalypse" aus
In der Hamburgischen Bürgerschaft hat die AfD mit ihrer Position zum Klimawandel deutliche Kritik und Widerspruch der anderen Fraktionen ausgelöst. AfD-Fraktionschef Dirk Nockemann sprach in einer Aktuellen Stunde von einer angeblich ausbleibenden "Klima-Apokalypse" und forderte eine "180-Grad-Wende" in der Klimapolitik.
Ausgangspunkt der Debatte war eine Neubewertung des Weltklimarats (IPCC), der zwar das schlimmste Szenario etwas nach unten korrigierte, weiterhin aber von einer Erderwärmung um rund 3,5 Grad ausgeht. Vertreter von SPD, Grünen, CDU und Linken warfen der AfD daraufhin vor, wissenschaftliche Erkenntnisse zu ignorieren und weiterhin mit schwerwiegenden Klimafolgen nicht ernsthaft zu rechnen. Die anderen Fraktionen werteten die Anpassungen im IPCC-Bericht zudem als Ergebnis erfolgreicher Klimapolitik und des Ausbaus erneuerbarer Energien.
Halbnackte Heidi Klum stören Paparazzi wohl nicht
Heidi Klum sorgt in Cannes mal wieder für Aufsehen - dieses Mal allerdings nicht auf dem roten Teppich, sondern auf dem Hotelbalkon. In knapper Unterwäsche genießt das Model dort ein Sonnenbad. Kurz vorher kritisierte sie noch die neue Kleidungsrichtlinie der Filmfestspiele.
Frage nach Trumps Aktien-Deals: Vance attackiert Reporter
JD Vance stellt sich im Weißen Haus der Hauptstadtpresse - und muss sich dabei kritische Fragen gefallen lassen. Bei Themen wie mögliche Insider-Aktiengeschäfte von Donald Trump und den Aussagen des US-Präsidenten zum Iran-Krieg gerät der US-Vize unter Druck und reagiert aggressiv.
Familie des Ebola-Patienten wird ebenfalls in Charité gebracht
Nach der Aufnahme eines mit Ebola infizierten US-Arztes werden nun auch vier Familienmitglieder des Mannes nach Berlin gebracht. Die US-Regierung habe ein Hilfeersuchen zur Aufnahme der Ehefrau und von drei Kindern gestellt, teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. Sie hielten sich demnach zuvor gleichfalls in der Demokratischen Republik Kongo auf und sollen nun wie der Arzt in eine Sonderisolierstation der Berliner Charité kommen.
New York: Frau stirbt nach Sturz in offenen Gully
Eine 56-jährige Frau ist in Midtown Manhattan ums Leben gekommen, nachdem sie beim Aussteigen aus ihrem Fahrzeug in einen offenen Gully gestürzt war. Wie die "New York Times" berichtet, parkte sie ihren Geländewagen am späten Montagabend an der Ecke East 52nd Street und Fifth Avenue und fiel rund drei Meter tief in einen ungesicherten Versorgungsschacht vor dem Cartier-Gebäude.
Rettungskräfte brachten die Frau in ein Krankenhaus, wo sie für tot erklärt wurde. Die Polizei teilte mit, dass die Ursache für den offenen Schacht bislang unklar sei. Die Ermittlungen laufen.
"Haben ein System" - Umweltminister rechnet mit weiteren Walstrandungen
Der gescheiterte Rettungsversuch für den in der Ostsee gestrandeten Buckelwal ist aus Sicht von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus vor allem als Vorbereitung für künftige Fälle zu werten. "Wir haben bewiesen, was möglich ist, wir haben jetzt ein System", sagte der SPD-Politiker dem "Nordkurier". Er rechne damit, dass es künftig weitere Walstrandungen in der Ostsee geben werde.
Der rund zwölf Meter langer Buckelwal war Ende April vor der Insel Poel in eine Barge gehoben und bis in die Nordsee geschleppt worden, wo er Anfang Mai wieder freigelassen wurde. Der Wal war zuvor mehrfach gestrandet und später tot vor der dänischen Insel Anholt gefunden worden. Wissenschaftler hatten die Aktion teils kritisch gesehen und für ein Verenden des Tieres plädiert.
Bericht: Deutsche Schule wird zur Zielscheibe religiöser Bewegung aus Russland
Auf der Halbinsel Darß in Mecklenburg-Vorpommern soll im Sommer die "Feingeister-Naturschule" eröffnen. Nach Recherchen der "Ostsee Zeitung" soll diese jedoch Verbindungen zur "Internationalen Schul-, Sport- und Kultur-Akademie" (ISKA) haben, die die sogenannte Schetinin-Pädagogik verbreitet. Diese gilt als Konzept der völkisch-esoterischen Anastasia-Bewegung aus Russland, die bereits seit Jahren vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet wird. Die Bewegung beruft sich auf die Schriften des russischen Autors Wladimir Megre und verbreitet unter anderem antisemitische Verschwörungserzählungen.
Laut "OZ" sollte die Schetinin-Pädagogik auch an der neuen Schule vermittelt werden. Die Gründerin soll zudem in einer Telegram-Gruppe der Bewegung aktiv gewesen sein. Ihr Anwalt erklärte, ihr seien die Hintergründe der ISKA und der Anastasia-Bewegung nicht bekannt gewesen, rückblickend distanziere sie sich davon. Der Verfassungsschutz warnt vor einer möglichen Indoktrinierung von Kindern. Das Bildungsministerium prüft nun, ob die Schule eröffnet werden kann.
Güterzug erfasst Radfahrer in Niedersachsen – 32-Jähriger tot
Ein 32 Jahre alter Radfahrer ist im niedersächsischen Delmenhorst von einem Güterzug erfasst und tödlich verletzt worden. Nach Angaben der Polizei überquerte der Mann am Morgen mit seinem Pedelec einen unbeschrankten Bahnübergang, der nur für Fußgänger freigegeben ist. Zeugen zufolge zeigte die Ampel Rot, zudem warnte ein Signalton vor dem herannahenden Zug.
Trotz einer Notbremsung konnte der Güterzug nicht mehr rechtzeitig stoppen. Der Radfahrer erlitt tödliche Verletzungen. Die Bahnstrecke wurde vorübergehend gesperrt. Die Polizei ermittelt zum genauen Unfallhergang.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
meine geschätzte Kollegin Anne Renzenbrink befindet sich im Feierabend. Mein Name ist Leah Nowak, ich begleite Sie heute durch den späten "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreiben Sie mir gerne an: leah.nowak@ntv.de.
Los geht's!
Stolzer Trump zeigt seine Lieblings-Baustelle
In Washington tut sich etwas: Zumindest auf Donald Trumps Lieblings-Baustelle gibt es sichtbare Fortschritte. Der US-Präsident zeigt Pressevertretern persönlich die Anlage, auf der der millionenschwere Ballsaal samt unterirdischem Militärkomplex entstehen soll.
NSU-Helfer Ralf Wohlleben aus Haft entlassen
Der als Helfer der rechtsextremistischen Zelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) verurteilte frühere NPD-Funktionär Ralf Wohlleben ist aus dem Gefängnis entlassen worden. Der 51-Jährige sei aus der Haft entlassen worden, seine Strafe von zehn Jahren Gefängnis habe er mit diesem Tag vollständig verbüßt, sagt eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft auf Anfrage. Sie bestätigt damit einen Bericht der "Mitteldeutschen Zeitung".
Wohlleben hatte zuletzt im Hochsicherheitsgefängnis in Burg in Sachsen-Anhalt gesessen. Der Bundesanwaltschaft zufolge steht er auch nach Verbüßen seiner Haftstrafe weiter unter Führungsaufsicht. Welche Auflagen damit verbunden sind, konnte die Sprecherin nicht sagen. Nach der Haftentlassung Wohllebens sitzt im Zusammenhang mit der NSU-Gewaltserie nur noch die Rechtsextremistin Beate Zschäpe im Gefängnis. Wohlleben war vom Oberlandesgericht München im Juli 2018 im NSU-Prozess wegen Beihilfe zum Mord verurteilt worden. Er bekam die höchste Strafe der mit Zschäpe angeklagten NSU-Helfer. Wohlleben hatte dem NSU die Waffe besorgt, mit der die NSU-Mitglieder Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos neun Migranten erschossen.
Mutter und verschwundenes Baby in Ungarn gefunden
Ein krankes Baby ist nach seinem Verschwinden aus einem Duisburger Krankenhaus gemeinsam mit seiner Mutter in Ungarn gefunden worden. Das bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Duisburg am Abend. Die Polizei teilt mit: "Das Baby wird derzeit medizinisch versorgt und ist den Umständen entsprechend wohlauf." Die Ermittler bedankten sich bei der Bevölkerung für die Unterstützung.
Der sechs Monate alte Junge war in der Helios-St.-Johannes-Klinik wegen einer Erkrankung notärztlich behandelt worden, als eine 31-jährige Frau - mutmaßlich die Mutter - mit ihm in der Nacht auf Dienstag ohne Absprache verschwand, wie die Polizei mitgeteilt hatte. Wegen des Gesundheitszustands des Jungen ging die Polizei von Lebensgefahr aus. Zuerst hatte die "WAZ" über den Vorfall berichtet. In der Nacht gab es gegen 2 Uhr einen Großeinsatz der Polizei an der Klinik in Nordrhein-Westfalen. Am Nachmittag hatten die Ermittler eine Öffentlichkeitsfahndung nach dem Kind und der Frau gestartet. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die 31-Jährige mit einer männlichen Person sowie mehreren anderen Kindern (1 bis 13 Jahre) unterwegs sei, hieß es in der Mitteilung.
Mann fährt Cybertruck absichtlich in See - und säuft ab
Im sogenannten "Wade Mode" setzt sich Teslas Cybertruck selbst höher - und soll so durch Wasser fahren können, angeblich bis zu einer Tiefe von 81 Zentimetern. Ein Cybertruck-Besitzer in Texas will das testen und fährt seinen Wagen absichtlich in einen See. Es kommt, wie es kommen muss.
Eine Tote, acht Verletzte - Fahrer räumt Kokainkonsum vor Unfall in Stuttgart ein
Im Prozess um einen tödlichen Verkehrsunfall nahe einer Straßenbahnhaltestelle in Stuttgart hat der Unfallfahrer eingeräumt, am Tag vor dem Vorfall Kokain und Schlafmittel konsumiert zu haben. Er bekenne sich dazu, dass er am Tag des Unfalls nicht in der Verfassung gewesen sei, ein Kraftfahrzeug zu führen. "Ich hätte nicht fahren dürfen", sagt der 43-Jährige vor dem Amtsgericht Stuttgart.
Er hätte erkennen müssen, dass er nach dem vorangegangenen Betäubungsmittelkonsum nicht am Straßenverkehr hätte teilnehmen dürfen, sagt der Angeklagte. Er sei nicht davon ausgegangen, dass die Substanzen am Folgetag noch immer Wirkung entfalteten. In dieser falschen Annahme habe er sich ans Steuer gesetzt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann in ihrer Anklage fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung in acht Fällen sowie fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs vor. Der 43-Jährige sei Anfang Mai im Bereich der Straßenbahnhaltestelle Olgaeck nahe der Stuttgarter Innenstadt mit seinem Geländewagen von der Fahrbahn abgekommen und in den Fußgängerbereich vor der Haltestelle gefahren, sagt der Staatsanwalt bei der Verlesung der Anklage. Eine 46 Jahre alte Frau kam ums Leben, acht weitere Fußgänger wurden teils schwer verletzt.
Känguru-Baby im Pulli: Nach Tod der Mutter wird Tierpark-Chefin zur Ersatz-Mama
In der Bauchtasche ihres flauschigen Pullovers hat Nicole Hoffmeister, Chefin des Tierparks Abensberg, einen putzigen Gast einquartiert: das wenige Monate alte Känguru-Mädchen Elli. Nach dem Tod der Känguru-Mutter hat Hoffmeister die Rolle der Ersatz-Mama übernommen. Tag und Nacht ist das Junge bei ihr, wird gefüttert und gekuschelt. Wenn die Tierpark-Chefin aus Niederbayern ausnahmsweise keine Zeit hat, springt ihr Ehemann ein und kümmert sich um Elli.
Vier bis fünf Monate alt und etwa ein Kilo schwer sei das Jungtier und wohne seit rund sechs Wochen in dem Pullover, erzählt Hoffmeister. Das Muttertier habe wegen einer schweren Erkrankung eingeschläfert werden müssen. Die Aufzucht von Elli sei ein Fulltime-Job. Alle drei Stunden bekomme die Kleine spezielle Känguru-Milch aus einem Fläschchen zu trinken. Nachts klingle um 3 Uhr der Wecker für eine weitere Fütterung. Nach und nach soll das Jungtier lernen, Zweige, Blätter und Früchte zu knabbern. Hoffmeister geht davon aus, dass sie bis August oder September noch als Ersatz-Mama gebraucht wird. Dann soll Elli in die Känguru-Gruppe im Tierpark integriert werden. Da gibt es aktuell drei weitere Jungtiere, die etwa in Ellis Alter sind.
Diese Objekte aus Nachlass des "Friends"-Schauspielers Matthew Perry werden versteigert
Von Kunstwerken des Street-Art-Künstlers Banksy bis hin zu Drehbüchern der Erfolgsserie "Friends": In den USA werden im Juni mehr als 100 Objekte aus dem Nachlass des Schauspielers Matthew Perry versteigert. Es handelt sich um Erinnerungsstücke aus dem Berufs- und Privatleben des Schauspielers, wie Roberta Kramer vom Auktionshaus Heritage Auctions sagt. Neben Drehbüchern und Requisiten aus "Friends" und anderen Serien und Filmen seien auch "viele sehr persönliche Dinge" dabei.
Der kanadische Schauspielstar war 2023 im Alter von 54 Jahren tot im Whirlpool seines Hauses in Los Angeles gefunden worden. Laut Obduktionsbericht starb er an den Folgen der Droge Ketamin. Im Zusammenhang mit Perrys Tod wurden bereits sechs Menschen schuldig gesprochen, die an der Belieferung des Schauspielers mit Ketamin beteiligt gewesen waren, darunter eine als "Ketamin-Queen" bekannte Dealerin. Die Testamentsvollstrecker lassen nun rund 130 Objekte aus Perrys Nachlass versteigern, um Geld für die Matthew Perry Foundation zu sammeln, die sich für suchtkranke Menschen einsetzt. Neben seiner Lieblingsuhr und Erinnerungsstücken aus seiner Kindheit sind darunter auch Objekte aus seiner Kunstsammlung wie die Banksy-Werke "Girl with Balloon" und "Nola", die laut Auktionshaus voraussichtlich rund eine Million Dollar (rund 860.000 Euro) einbringen werden.
Lange Haftstrafen für Führerscheinbetrüger aus Baden-Württemberg
Wegen Betrugs mit Führerscheinprüfungen im großen Stil sind fünf Männer in Baden-Württemberg zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Heilbronn sprach sie unter anderem der Fälschung von Daten und des Missbrauchs von Ausweispapieren schuldig, wie eine Sprecherin am Dienstagabend mitteilt. Sie wurden zu Freiheitsstrafen zwischen zwei Jahren und neun Monaten und vier Jahren und drei Monaten verurteilt.
Laut Anklage hatten die Männer den Einsatz von Stellvertretern organisiert, die gegen Bezahlung die theoretische Führerscheinprüfungen für andere ablegten. Betroffen waren Fahrschulen im Großraum Heilbronn und Göppingen, die von zwei der Angeklagten betrieben wurden. Die Taten sollen ab 2022 bis zur Festnahme der Bande im Juni 2025 begangen worden sein. Die Staatsanwaltschaft forderte für die Männer Freiheitsstrafen zwischen zweieinhalb Jahren sowie vier Jahren und vier Monaten. Die Verteidigung plädierte auf Haftstrafen zwischen zweieinhalb und vier Jahren. Das Gericht ordnete mit dem Urteil auch die Einziehung von Wertersatz bei vier der Angeklagten an. Die Summen lagen zwischen 1300 und 18.600 Euro. Ein gesondert verfolgter Mittäter war bereits im März vom Landgericht Heilbronn zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden. Er hatte gestanden, als Stellvertreter die Prüfungen abgelegt zu haben.
Theater in Bocholt vermisst 600 rote Polstersessel: "Haben Strafanzeige gestellt"
Das Theater der nordrhein-westfälischen Stadt Bocholt vermisst etwa 600 rote Polstersessel. Eigentlich sollte die komplette Theaterbestuhlung des städtischen Bühnenhauses im Zuge von Bauarbeiten neu gepolstert werden, wie ein Sprecher der Stadt sagte. Dafür seien die Klappsessel abgebaut und zu einem Dienstleister gebracht worden. Dieser habe die Stühle auch erhalten und ein Muster erstellt, aber dann herrschte plötzlich Funkstille: "Jetzt haben wir keinen Kontakt mehr zu dem Dienstleister", sagte der Stadtsprecher. "Wir haben Strafanzeige gestellt."
Bei den laufenden Bauarbeiten geht es um die Sanierung des Rathauses und des städtischen Bühnenhauses in Bocholt, die beide in den 1970er Jahren zusammen errichtet wurden. Die Stadt liegt im Westmünsterland und hat gut 70.000 Einwohner.
Kurz vor Präsidentenwahl: Autokolonne eines Senators in Kolumbien offenbar beschossen
Knapp zwei Wochen vor der Präsidentenwahl in Kolumbien ist nach Angaben von Präsident Gustavo Petro die Autokolonne eines Senators der Regierungspartei unter Beschuss geraten. Petro erklärt auf X, der Angriff auf die stark gesicherte Kolonne von Senator Alexander López habe sich am Dienstag in Cauca im Südwesten des Landes ereignet. Für den Angriff machte der linksgerichtete Staatschef den Anführer einer Splittergruppe der früheren Guerrilla-Organisation Farc verantwortlich. "Der gepanzerte Wagen von Senator Alexander López wurde von der Drogenbande unter Führung von Iván Mordisco beschossen", schreibt Petro. Er bezog sich auf den Anführer der Splittergruppe Farc-Dissidenten und meistgesuchten Verbrecher des Landes. "Sie haben versucht, den Senator zu entführen", sagt er zudem bei einer öffentlichen Veranstaltung in der Hauptstadt Bogotá.
Der Ort des Angriffs liegt nur einen Kilometer von dem Ort in der westlichen Unruhe-Region Cauca entfernt, an dem Ende April bei einem Bombenanschlag 21 Zivilisten getötet worden waren. Auch diese Gewalttat hatte Petro "Terroristen, Faschisten und Drogenschmugglern" zugeschrieben. Bei X fügt er nun hinzu, dass auch das Fahrzeug eines Bürgermeisters angegriffen worden sei. Vor der Präsidentschaftswahl am 31. Mai ist die Lage in Kolumbien angespannt. Es gab zahlreiche teils tödliche Angriffe bewaffneter Gruppen. Die Sicherheit im Land ist eines der großen Wahlkampfthemen. Alle drei aussichtsreichen Anwärter für das Präsidentenamt haben nach eigenen Angaben Morddrohungen erhalten und umfangreiche Maßnahmen für ihren Schutz ergriffen.
Wettrennen gegen die Zeit: Drei Menschen nach Hauseinsturz in Görlitz weiter vermisst
Auch in der zweiten Nacht nach dem dramatischen Hauseinsturz im sächsischen Görlitz fehlt von drei Vermissten jede Spur. Bei der Suche nach zwei Frauen und einem Mann wurden bislang keine Lebenszeichen registriert - und die Zeit wird immer knapper: Die Einsatzkräfte gehen davon aus, dass Verschüttete bis zu 72 Stunden unter solchen Trümmern überleben könnten.
Nach einer dreistündigen Pause wurden vorbereitende Maßnahmen für die Suche am frühen Morgen wieder aufgenommen. So wurde eine Seitenwand des Nachbarhauses zum Schutz der Helfer abgestützt, wie eine Polizeisprecherin sagt. Wie lange das dauern werde, ist bislang unklar. Zuvor waren die Gasleitungen rund um das Gebäude vollständig geleert worden. Die Polizeisprecherin sagt, die Explosionsgefahr sei dadurch kleiner und die Arbeiten weniger gefährlich geworden. Außerdem kämen die Helfer besser von vorn - also von der Straßenseite - an die Unglücksstelle ran. Trotz der geleerten Gasleitungen könne es jedoch noch Hohlräume mit Gas geben, berichtet die Polizeisprecherin. Zuvor hatten die Stadtwerke das Gas rund um die Unglücksstelle vorsorglich abgestellt.
Trump nannte ihn Versager: Republikaner Thomas Massie verliert Vorwahl
Der bei US-Präsident Donald Trump in Ungnade gefallene Republikaner Thomas Massie ist aus dem Rennen um die Zwischenwahlen im Bundesstaat Kentucky ausgeschieden. Sein parteiinterner Kontrahent Ed Gallrein lag nach Auszählung fast aller Stimmen uneinholbar vorn, wie der Sender CNN berichtet. Damit ist klar, dass Massie bei der Wahl für das Repräsentantenhaus im November nicht für die Republikaner antreten wird.
Die Vorwahl stand besonders im Fokus, weil Massie immer wieder Stellung gegen Trumps Krieg im Iran bezog. Zudem war er es, der gemeinsam mit dem Demokraten Ro Khanna das Gesetz für die Veröffentlichung der Ermittlungsakten im Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein voranbrachte. Noch am Wahltag veröffentlichte Trump eine Kaskade an Posts, in denen er Massie wahlweise als schlechtesten Kongressabgeordneten der US-Geschichte oder als schlechtesten Abgeordneten seiner Partei bezeichnete. Trumps Appell: "Kentucky, schmeißt diesen VERSAGER bei der Wahl am Dienstag aus der Politik!"
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
wenige Tage nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump hat Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping Russlands Präsident Wladimir Putin in Peking empfangen. Vor der Großen Halle des Volkes begrüßte Xi den Kremlchef mit militärischen Ehren und rotem Teppich. Im Mittelpunkt des Besuchs stehen Gespräche über die Beziehungen zwischen China und Russland sowie internationale und regionale Fragen. Auch die Unterzeichnung zahlreicher bilateraler Dokumente ist vorgesehen.
Derweil gibt es in der EU eine Einigung auf die vollständige Umsetzung des umstrittenen Zolldeals mit den USA. Unter dem Eindruck der jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump verständigten sich Vertreter der Regierungen und des Europäischen Parlaments in der Nacht darauf, Zölle auf US-Industriegüter abzuschaffen und US-Meeresfrüchten sowie Agrarprodukten einen besseren Marktzugang zu gewähren. Es ist unter anderem aber vorgesehen, dass die EU-Zollzugeständnisse bei Verstößen der USA gegen Absprachen wieder ausgesetzt werden können.
Das wird heute außerdem wichtig:
Das Bundeskabinett soll eine Führerschein-Reform auf den Weg bringen. Die Pläne von Verkehrsminister Patrick Schnieder zielen darauf, den meist einige Tausend Euro teuren Erwerb der Fahrerlaubnis günstiger zu machen. Fahrschulen sollen dafür unter anderem mehr digitalen Unterricht anbieten und Simulatoren einsetzen können. Vorgesehen sind auch Neuregelungen zu Sonderfahrten, theoretischen und praktischen Prüfungen.
Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder will das Landgericht Hamburg um 9.30 Uhr eine Zeugin aus Israel befragen. Die Frau soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft an der Entführung der beiden Kinder in der Silvesternacht 2023/24 beteiligt gewesen sein. Laut Anklage war sie "die rechte Hand" des Chefs der Sicherheitsfirma, die für die Entführung verantwortlich gewesen sein soll.
In einem Spionageprozess gegen einen mutmaßlichen Komplizen des ehemaligen Wirecard-Managers Jan Marsalek wird in Wien ein Urteil erwartet.
Rund sechs Monate nach der tödlichen Messerattacke auf einen Gerichtsvollzieher im Saarland beginnt um 8.30 Uhr der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter.
Bei seiner ersten Auslandsreise im Amt trifft Ungarns neuer Ministerpräsident Peter Magyar in Warschau Polens Führung.
Die Europäische Statistikbehörde Eurostat veröffentlicht Zahlen zur Inflation im April 2026.
Der SC Freiburg möchte im größten Spiel der Vereinsgeschichte seinen ersten Europapokal-Titel feiern. Im Endspiel der Europa League trifft der badische Fußball-Bundesligist um 21 Uhr in Istanbul auf Aston Villa aus der Premier League.
Mein Name ist Anne Renzenbrink und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit wichtigen, kuriosen und interessanten Nachrichten aus Deutschland und aller Welt. Wie immer freue ich mich bei Fragen, Hinweisen und Kritik über Ihre Mail an dertag(at)ntv.de. Auf geht's!
Filmreife Räuber-Szene spielt sich vor Überwachungskamera ab
Ein Markthändler im italienischen Neapel will nachts zur Arbeit. Und offenbar wissen zwei Verbrecher das genau. Die Maskierten passen ihn an seinem Auto ab und versuchen, ihn auszurauben. Doch in letzter Sekunde kann eine zufällig vorbeikommende Polizeistreife den Raub stoppen.
Ebola-Patient in Berliner Charité aufgenommen
Ein mit dem Ebola-Virus infizierter US-Amerikaner ist zur Behandlung in die Berliner Charité gebracht worden. Der Patient wurde in der Sonderisolierstation des Universitätsklinikums aufgenommen, wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilt. Er hatte sich in der Demokratischen Republik Kongo mit dem Virus angesteckt, das sich dort stark ausbreitet.
Ministerin Nina Warken sagt: "Für die Bundesregierung ist es selbstverständlich, dass wir unseren Partnern helfen." Deutschland verfüge über ein leistungsfähiges Versorgungsnetzwerk, auch für Patienten mit hochinfektiösen Krankheiten. "Sie werden bestmöglich versorgt - und wir wahren dabei die höchsten Sicherheitsvorkehrungen." Die Sonderisolierstation auf dem Campus Virchow-Klinikum verfügt über eine spezialisierte Infrastruktur zur Versorgung von Patienten mit hochansteckenden lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten, wie es zur Erläuterung heißt. Sie ist eine geschlossene und geschützte Einheit getrennt vom regulären Klinikbetrieb, so dass kein Kontakt zu anderen Patientinnen und Patienten entstehen kann. Ebola ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen.