Das war Montag, der 29. Juni 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
die Taten in Stade machen fassungslos. Sechs Menschen sind tot. Die Polizei hat den mutmaßlichen Schützen festgenommen. Die Ermittler vermuten, dass sein Motiv mit einem Sorgerechtsstreit verbunden ist. Hier finden Sie weitere wichtige Meldungen des Tages:
USA erwartet Hitzewelle zu Jubiläums-Feiern
Millionen Menschen in den USA steht zum Jubiläums-Wochenende eine Hitzewelle bevor. Meteorologen rechnen ab Donnerstag mit mehr als 38 Grad Celsius an der Ostküste und in der Landesmitte. Eine hohe Luftfeuchtigkeit dürfte dazu führen, dass die gefühlte Temperatur noch höher liegt, heißt es vom Nationalen Wetterdienst. Zum 250-jährigen Bestehen der USA sind im Land zahlreiche Veranstaltungen geplant. In Washington will Präsident Trump am Samstagabend eine Rede halten. Derweil rufen die Behörden der Hauptstadt die Bürger dazu auf, sich bei extrem hohen Temperaturen an Nachmittagen möglichst nicht im Freien aufzuhalten und auf schutzbedürftige Nachbarn zu achten.
Iran und USA schicken Vertreter nach Doha – trotzdem dementiert Teheran Verhandlungen
Der Iran und die USA kündigen jeweils an, Vertreter nach Katar zu schicken. Dennoch ist ungewiss, wie es mit den Gesprächen zwischen beiden Ländern weitergeht. "Eine Experten-Delegation aus der Islamischen Republik Iran wird im Laufe dieser Woche nach Doha reisen", erklärt das iranische Außenministerium. Teheran bestreitet allerdings, dass in den kommenden Tagen Verhandlungen mit der US-Seite geplant seien. "Wir sind noch nicht in die Phase der Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen eingetreten", sagt ein Ministeriumssprecher. Beobachtern zufolge könnte es sich bei den Äußerungen iranischer Regierungsvertreter um eine Verhandlungstaktik handeln. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump behauptet, am Dienstag solle ein Treffen in Doha stattfinden. Das Weiße Haus teilte mit, Trumps Unterhändler Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner würden für "hochrangige Treffen diese Woche nach Doha fliegen".
Mehrere Hundert weitere Tote nach Erdbeben bestätigt
Die offizielle Zahl der Todesopfer durch die Erdbeben in Venezuela ist auf mehr als 1700 gestiegen. Bisher seien 1719 Tote und 5034 Verletzte verzeichnet, sagt der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez. Zuvor bestätigt waren mindestens 1450 Todesopfer. Es sind viele weitere Opfer zu befürchten. Fünf Tage nach der Katastrophe werden noch Zehntausende Menschen vermisst. Westlich der Hauptstadt Caracas hatten sich am Mittwoch zwei Beben der Stärke 7,2 und 7,5 kurz nacheinander ereignet. Es gab Dutzende Nachbeben. Zahlreiche Gebäude stürzten ein.
Ministerin: Gewalttat von Stade "extrem kaltblütig"
Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens bezeichnet den Schusswaffenangriff in einer Mutter-Kind-Einrichtung in Stade mit sechs Toten als "extrem kaltblütige Gewalttat". Sie spricht von einem "entsetzlichen Tag für Stade und für ganz Niedersachsen". Sechs Menschen seien "auf brutale Weise aus dem Leben gerissen" worden, sagt Behrens. Das verursachte Leid sei "schwer zu begreifen und noch schwerer in Worte zu fassen". Die Tat werde Stade "lange beschäftigen" und "Spuren hinterlassen". Behrens spricht allen Betroffenen ihre Anteilnahme aus.
Todesopfer in Stade waren Mitarbeitende in der Jugendhilfe - Sorgerechtsstreit als Motiv vermutet
Die bei den Schüssen in Stade getöteten Menschen waren Mitarbeitende des Jugendamtes Hannover sowie der Stader Einrichtung. Es handele sich um vier Frauen und zwei Männer, gibt die Lüneburger Polizeipräsidentin Kathrin Schuol bekannt. Die Ermittler vermuten einen Sorgerechtsstreit als Motiv. Den Angaben zufolge ist der Tatverdächtige ein 45-jähriger in Deutschland geborener Türke aus dem Raum Hannover. Der Mann sei im Zusammenhang mit einer "Sorgerechtssache" in der Mutter-Kind-Einrichtung gewesen, in der seine dreimonatige Tochter und die Kindsmutter untergebracht gewesen seien, sagt Schuol. Der Säugling und die Mutter seien unverletzt geblieben. Mehr dazu lesen Sie hier.
Polizei schaltet Hinweisportal zu Stade
Nach den tödlichen Schüssen in einer sozialen Einrichtung im niedersächsischen Stade richtet die Polizei ein Hinweisportal ein. Über die Website können Zeugen Hinweise sowie Fotos oder Videos direkt an die Ermittler übermitteln, wie die Polizei mitteilt. "Jeder Hinweis kann für die laufenden Ermittlungen von Bedeutung sein."
Durch den Schusswaffenangriff starben sechs Menschen.
Die Hintergründe des Verbrechens sind noch unklar.
Die Schüsse fielen in einer Jugendhilfeeinrichtung. Dort sind Mutter-Kind-Wohngruppen untergebracht.
Der Polizei zufolge wurde der mutmaßliche Schütze festgenommen. Zwei weitere Personen befinden sich in polizeilichen Maßnahmen.
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies bezeichnet die Taten als "erschütternd". Die Landesregierung sei "tief betroffen".
Zugleich bittet Lies, "keine voreiligen Schlüsse zu ziehen und den Ermittlungen den nötigen Raum zu geben". Es sei "die Zeit für Trauer, Anteilnahme und sachliche Ermittlungsarbeit und nicht für Spekulationen und Verunsicherung".
Macrons blaue Brille ist zurück
Dass der französische Präsident eine markante Sonnenbrille trägt – auch drinnen – hat schon einmal für Aufsehen gesorgt. Wie sich herausstellte, steckten wohl gesundheitliche Gründe in Form einer Augenentzündung dahinter. Nun kommt die Pilotensonnenbrille mit den leuchtend blauen Gläsern erneut zum Einsatz. Emmanuel Macron trägt sie beim Besuch des Sultans von Oman, Haitham bin Tarik, im Élysée-Palast. Laut Medienberichten wird aus dem Umfeld des Präsidenten auf ein Problem am Auge verwiesen. Mehr dazu hier.
Whatsapp-Nutzer können ihre Nummer bald verbergen
Andere Messenger wie Signal und Telegram bieten solche Funktionen schon seit Längerem an - Whatsapp zieht nach. Bald können auch die Nutzer bei Whatsapp über einen individuellen Benutzernamen miteinander chatten und telefonieren, ohne ihre Handynummer preiszugeben. Die weltweite Phase zur Reservierung der Wunschnamen startet "Ende Juni", bevor die eigentliche Funktion im Laufe des Jahres schrittweise für alle Nutzer freigeschaltet wird, heißt es von Whatsapp. Bislang ist die mit dem Whatsapp-Konto verknüpfte Nummer für jeden Chatpartner sichtbar.
Frankreich verbietet Werbung für Ultra-Fast-Fashion
Trend für Trend für Trend kommt immer neue, billig produzierte Kleidung schnell und zu Ramschpreisen auf den Markt. Für Wegwerf-Mode darf in Frankreich künftig nicht mehr geworben werden. Das Parlament verabschiedet dazu einen Gesetzesvorschlag.
Mit Werbung für "Ultra-Express-Plattformen" soll zum Jahreswechsel Schluss sein. Gemeint sind damit Firmen, die besonders viele Produkte auf den Markt bringen, die so wenig kosten, dass Verbraucher kaum einen Anreiz haben, abgenutzte Ware zu reparieren. Eine genaue Definition für die Kriterien steht aber noch aus.
Die Regierung in Paris hat vor allem die asiatischen Onlinehändler Shein, Temu und AliExpress im Visier und will zugleich europäische und französische Anbieter wie Zara und Kiabi ausnehmen.
Abgeordnete des links-grünen Lagers sowie Verbraucherschutzorganisationen werfen der Regierung vor, "dem Druck der Lobby nachgegeben" zu haben. Unternehmen wie Zara, H&M und Primark seien "schließlich auch keine Vorbilder mit Blick auf nachhaltige Mode", findet der Grünen-Abgeordnete Charles Fournier.
Unklar ist, ob sich ein Werbeverbot für eine bestimmte Industrie mit europäischem Recht vereinbaren lässt. Die Regierung hatte während der Debatte darauf verwiesen, dass Werbeverbote auch für Zigaretten und Alkohol möglich seien.
Warum Jesse Eisenberg nicht mehr Mark Zuckerberg spielen wollte
Jesse Eisenberg verkörperte einst Mark Zuckerberg in "The Social Network". Die Fortsetzung "The Social Reckoning" kommt im Oktober in die Kinos. Der 42-jährige Schauspieler wird darin jedoch nicht zu sehen sein. Eisenberg wollte die Rolle des Facebook-Gründers nicht erneut übernehmen und lehnte das Angebot von Regisseurs Aaron Sorkins ab. Letztlich habe er Sorkin schlicht erklärt, dass er sich beruflich "in eine andere Richtung bewege", sagt Eisenberg. "Ich möchte nicht mit dieser Figur in Verbindung gebracht werden, aber all meine Gründe, den Film nicht zu machen, haben nichts damit zu tun, wie wunderbar der Film ist", betont er. Den Part von Zuckerberg spielt stattdessen "Succession"-Star Jeremy Strong.
Falsche Ärztin entführt Baby - Eltern schildern Schock
In einem Krankenhaus in Lüdenscheid spielt sich ein Albtraum ab: Eine junge Frau gibt sich als Ärztin aus und verschwindet mit einem Neugeborenen. Unklar ist, wie sie trotz Sicherungen auf die Station gelangen konnte. Die Eltern beschreiben, wie die Entführung ablief.
Brenner für Fernzüge gesperrt
Wer die Alpen in nächster Zeit per Zug überqueren möchte, muss sich eventuell auf eine längere Reisezeit einstellen. Vom 17. Juli bis zum 1. August wird die Bahnstrecke über den Brenner gesperrt, weil Sanierungs- und Reparaturarbeiten laufen. Reisende müssten zwischen Innsbruck und Bozen auf einen Schienenersatzverkehr ausweichen, erklären die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). In den Bussen sei das Mitnehmen von Fahrrädern nicht möglich. Die Fahrzeit soll sich um 30 Minuten verlängern, die sei aber abhängig von der Verkehrslage auf der Brenner-Autobahn, heißt es.
Der Brenner zwischen Österreich und Italien ist für den Auto- wie für den Bahnverkehr die wichtigste Nord-Süd-Verbindung der Alpen. Auf der Strecke verkehren nach Angaben der ÖBB täglich zehn Fernzüge von und nach Italien.
Collien Fernandes fürchtet "Ulmen-Ultras"
Während sich die Justiz mit den Gewaltvorwürfen gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen befasst, erhält Schauspielerin Collien Fernandes weiterhin Drohungen. Diese hätten zugenommen, berichtet sie im Gespräch mit dem "Tagesspiegel". "Was ist denn, wenn mir irgendwann so ein Christian-Ulmen-Ultra eine Kugel in den Kopf jagt?", sagt sie mit Bezug auf Mord- und Gewaltandrohungen, die zuletzt "wieder mehr" geworden seien. Auch bei der Gegenseite sollte inzwischen "angekommen sein, dass ich Morddrohungen erhalte", sagt sie. Und dennoch würden Ulmen und dessen Anwälte weiterhin ein Verhalten vor Gericht an den Tag legen, das Fernandes als "Täterstrategie" bezeichnet. Was sie damit meint: Durch das Abstreiten einzelner Nebenaspekte in der Berichterstattung über ihren Fall würde mutmaßlich versucht werden, ihre Vorwürfe im Allgemeinen als haltlos hinzustellen. Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Mehr dazu lesen Sie hier.
Trump gibt bislang einseitiges Iran-Update
Auf die gegenseitigen Angriffe am Wochenende sollen nun doch zügig Gespräche folgen. US-Präsident Donald Trump schreibt auf seiner Plattform Truth Social, Vertreter des Irans und der USA würden sich am Dienstag in Katar treffen. "Der Iran hat um ein Treffen gebeten", behauptet er. Details nennt er nicht. Eine Bestätigung aus Teheran liegt bisher nicht vor.
Erst kurz zuvor hatte der Iran einen weiteren Verhandlungstermin mit den USA im Unklaren gelassen. Eine Gesprächsrunde werde stattfinden, "sobald die Voraussetzungen geschaffen sind und Einigkeit über Termin und Veranstaltungsort erzielt wurde", sagte Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna. "Das Abhalten von technischen Sitzungen der Arbeitsgruppen ist für diese Woche nicht geplant." Konsultationen würden über Vermittler jedoch fortgesetzt. Mehr dazu hier.
Schichtwechsel
Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Ab sofort darf ich Sie hier weiter durch den Nachrichten-Tag begleiten - und das bei normalen Temperaturen. Ich hoffe, Sie haben die Hitze einigermaßen gut überstanden und können wieder durchatmen und sich abkühlen! Bei Fragen oder Hinweisen zu "Der Tag" erreichen Sie mich über heidi.ulrich(at)ntv.de.
Braut steckt in Aufzug fest: Feuerwehr rettet Hochzeitszeremonie
Erst vor wenigen Stunden habe ich Ihnen an dieser Stelle verkündet, dass die Wahrscheinlichkeit, in einem Aufzug stecken zu bleiben, sehr gering ist: Bei einer von 300.000 Fahrten passiert so eine Panne. Eine Frau in München hatte nun besonderes Pech: Sie blieb nicht nur allen Statistiken zum Trotz stecken, es war auch noch ihr Hochzeitstag. Wie die Münchner Feuerwehr mitteilte, befreite sie die in Schloss Nymphenburg in einem Aufzug festsitzende Braut. Die Frau war demnach auf dem Weg zu ihrer Trauung, als das Missgeschick in der historischen kurfürstlichen Residenz passierte, in der auch Hochzeiten stattfinden. Nach Angaben der Feuerwehr ereignete sich der Zwischenfall am Freitag, eintreffende Einsatzkräfte wurden demnach "von der aufgeregten Hochzeitsgesellschaft empfangen". Die Helfer öffneten die Aufzugtüren und befreiten die Braut und zwei weitere Menschen. "Mit etwas Verspätung konnte die Trauung dann erfolgreich durchgeführt werden", so die Feuerwehr. Herzlichen Glückwunsch.
Fünf Tote nach Schüssen im niedersächsischen Stade
Bei Schüssen in Stade westlich von Hamburg sind fünf Menschen gestorben. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen, wie ein Polizeisprecher bestätigte. Unbestätigten Medienberichten zufolge sollen die Schüsse in einer Jugendeinrichtung abgefeuert worden sein. Es komme zu einer "großen polizeilichen Einsatzlage" im Bereich Dankersstraße, teilte die örtliche Polizei im sozialen Netzwerk Whatsapp mit. Menschen wurden aufgerufen, den betroffenen Bereich zu verlassen und weiträumig zu meiden.
Angst vor Shitstorm: Spritpreis steigt wohl erst Mittwoch-Mittag
Empörungswellen in sozialen Medien sind offenbar auch zu etwas Positivem zu gebrauchen: Der Tankstellenverband bft erwartet, dass das Ende des Tankrabatts in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch erst am folgenden Mittag an den Zapfsäulen durchschlägt. Um Mitternacht, wenn der Steuervorteil endet, könne man die Preise wegen der 12-Uhr-Regel nicht erhöhen, sagt der Vorstandsvorsitzende Carsten Müller. Und auch eine Erhöhung bereits am Mittag davor sei nicht umsetzbar, da - und jetzt kommt's - die großen Mineralölgesellschaften dies aus Angst vor Shitstorms nicht täten. Der bft vertritt kleine und mittelständische Betriebe. Die Abkürzung steht für "Bundesverband Freier Tankstellen und Unabhängiger Deutscher Mineralölhändler".
Müller äußerte sich insgesamt äußerst kritisch zur 12-Uhr-Regel, die erst einmal nicht abgeschafft werden soll. Sie haben weder den Verbrauchern noch dem Tankstellenmittelstand genützt. Letzterer leide zudem darunter, dass das Mittagsgeschäft durch die Regel praktisch tot sei. Inzwischen häufe sich der Absatz am Vormittag. Von 12 bis 14 Uhr verkauften die Tankstellen dagegen so gut wie keinen Kraftstoff, heißt es vom bft. Dann zu schließen sei aber auch keine Option, die Verbraucher erwarteten einfach, dass Tankstellen offen seien.
Maria stranguliert - lebenslange Haft für Ex-Freund
Ein grausamer Mord wird endlich juristisch gesühnt: Fast 42 Jahre nach dem gewaltsamen Tod der 19-jährigen Maria Köhler hat das Landgericht Aschaffenburg ihren Ex-Freund zu einer lebenslangen Haftstrafe wegen Mordes verurteilt. Der heute 67-Jährige hat in dem Verfahren gestanden, die angehende Krankenschwester am 30. Juli 1984 in ihrem Zimmer nach einem Streit getötet zu haben. "Ich bereue es sehr", hat der Mann in seinem letzten Wort vor Gericht gesagt. Die Frau war mit ihrem eigenen Netzschal minutenlang stranguliert worden. Maria hatte sich vor ihrem Tod von dem damals 25-Jährigen getrennt und war mit einem neuen Partner liiert, einem im hessischen Hanau stationierten US-Soldaten.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Verurteilung wegen Mordes und eine lebenslange Freiheitsstrafe verlangt. Die Verteidigung hatte auf Totschlag plädiert - der Angeklagte sei wegen Verjährung allerdings freizusprechen, hatte seine Anwältin gesagt. Der staatenlose Verdächtige war nach der Tat von Aschaffenburg über Frankfurt am Main in die Türkei geflohen und blieb jahrzehntelang auf der Flucht. Er konnte erst im vergangenen Jahr gefasst werden.
Mutmaßlicher Entführer dachte, er würde Block-Kinder vor "grausamen Vater" retten
Wurden er und seine Mitstreiter von Christina Block hinters Licht geführt? Ein 42-Jähriger, der bei der gewaltsamen Rückholung der Block-Kinder in der Silvesternacht 2023/24 einer der Fahrer gewesen sein soll, hat als Zeuge seine Gefühle nach der Tat geschildert. "Man hat uns gesagt, es geht darum, die Kinder zu retten", sagte der Israeli per Videovernehmung des Landgerichts Hamburg. Er habe geglaubt, die Aktion, die Kinder vom "grausamen Vater" in Dänemark wieder zur Mutter Christina Block in Deutschland zu bringen, sei legal. Die Kinder hätten in dem Wagen gesessen, den er gesteuert habe.
Der damals zehn Jahre alte Junge und seine 13-jährige Schwester seien in Süddeutschland der Mutter übergeben worden, berichtete der Mann, der in Israel nach eigenen Angaben Projektmanager ist, laut Übersetzung. Er sei dann zurück in seine Heimat geflogen. Im Flugzeug habe er eine Flasche Wein bestellt, um zu feiern, dass die Kinder gerettet seien. "Das Gefühl war sehr gut." Erst ein Jahr später habe er erfahren, dass alles anders gewesen sei, als es ihnen erklärt worden sei.
Muren in Tirol: Rund 200 eingeschlossene Menschen müssen aus Tal geflogen werden
Nach starken Regenfällen gingen am Sonntag drei Muren auf die Kaunertaler Gletscherstraße in Tirol ab. Die Straße wurde von Geröll und Schlamm blockiert, wie die Behörden des Bundeslandes Tirol mitteilten. Rund 200 Personen, die für Tagesausflüge in das Kaunertal gekommen waren, konnten deshalb das Gebiet nahe der italienischen Grenze nicht mehr verlassen. Sie mussten die Nacht in einer Schutzhütte und einem Bergrestaurant verbringen.
Nun hat das österreichische Bundesheer Evakuierungsflüge für die eingeschlossenen Personen durchgeführt. Zwei Helikopter standen zu Wochenbeginn im Einsatz, um die Ausflugstouristen aus dem Kaunertal zu bringen, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Rund zehn Personen seien bereits am Sonntag aus medizinischen Gründen ausgeflogen worden, sagte Elmar Rizzoli vom Tiroler Krisenzentrum. Durch die Muren sei aber niemand verletzt worden. Das staatliche Meteorologie-Institut Geosphere Austria warnte vor weiteren Gewittern in Tirol. Ab dem Nachmittag und am Dienstag könne es unter anderem zu kleinen Muren und lokalen Überschwemmungen kommen sowie zu Behinderungen auf Straßen und Schienen.
Deko-Kette Depot muss 66 Filialen schließen
"Es geht wirtschaftlich leider nicht anders. Wir können nur Läden betreiben, die rentabel sind": Die Deko-Kette Depot schließt im Zuge des laufenden Insolvenzverfahrens 66 Filialen. Das Unternehmen veröffentlichte auf seiner Internetseite eine entsprechende Liste. Betroffen sind unter anderem Geschäfte in Berlin, Bonn, Braunschweig, Bremen, Dresden, Erfurt, Hamburg, Karlsruhe, Leipzig, Magdeburg, München und Stuttgart. Die meisten sollen nach dem Räumungsverkauf bis Ende Juli schließen, einige sind bereits geschlossen.
Übrig bleiben damit laut Geschäftsführer Christian Gries vorerst gut 80 Depot-Filialen. Es könnten jedoch noch mehr schließen, die Verhandlungen mit den Vermietern dauerten an. Etwa 330 Beschäftigte verlieren Gries zufolge ihren Job. Hinzu kommen weitere Stellen in der Zentrale. Zur Gesamtzahl der verbleibenden Beschäftigten machte er keine Angaben.
Ehemann von italienischer Ministerin nach Sprung in See vermisst
Der Ehemann von Italiens Familienministerin Eugenia Roccella wird nach einem Vorfall an dem See Lago di Vico nördlich von Rom vermisst. Der 84 Jahre alte Luigi Cavallari sei bereits am Samstag von einem kleinen Boot aus ins Wasser gesprungen und anschließend nicht wieder aufgetaucht, berichteten italienische Medien unter Berufung auf Rettungskräfte übereinstimmend. Seitdem läuft in dem See eine groß angelegte Suchaktion nach dem Mann. Die genauen Umstände des Vorfalls sind noch unklar. Nach bisherigen Informationen war Cavallari zunächst nach seinem Sprung kurz wieder an der Wasseroberfläche zu sehen und soll über Unwohlsein geklagt haben. Das Boot trieb jedoch ab und konnte ihn offenbar nicht mehr erreichen, um ihn zu retten.
Verschiedene Einsatzkräfte sind seit Samstag vor Ort im Einsatz. Unter anderem ferngesteuerte Unterwasserfahrzeuge mit Kamera- und Sonarsystemen werden eingesetzt, um den See systematisch abzusuchen. "Es handelt sich aufgrund der Gegebenheiten um eine besonders schwierige Suche", sagte der stellvertretende Präfekt der Provinz Viterbo, Andrea Nino Caputo. Bereits unmittelbar unter der Wasseroberfläche sei die Sicht sehr schlecht. Mit zunehmender Tiefe nehme sie aber immer weiter ab und gehe nahezu gegen null, erklärte Caputo. "Wir tun alles, was möglich ist."
16 Jahre alte Motorradfahrerin stirbt nach Frontalzusammenstoß mit Auto
Bei einem schweren Verkehrsunfall zwischen Homburg und Bettingen in Bayern ist eine junge Motorradfahrerin gestorben. Die 16-Jährige geriet aus noch unbekanntem Grund in den Gegenverkehr, wie die Polizei in Würzburg mitteilte. Sie stieß frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Die Jugendliche stürzte von ihrer Maschine. Sie wurde lebensgefährlich verletzt und starb wenig später im Krankenhaus. Die Polizei ermittelt, um die Unfallursache zu klären. Auch ein Sachverständiger wurde hinzugezogen.
So häufig bleiben Menschen in Aufzügen stecken
Wenn Sie Stochastik und Wahrscheinlichkeiten mögen, ist das eine Nachricht für Sie. Einer aktuellen Erhebung zufolge bleibt der Fahrstuhl statistisch gesehen bei einer von 300.000 Aufzugsfahrten stecken. Um diesen Wert zu berechnen, hat der Aufzug- und Fahrtreppenspezialist Hundt Consult 1,25 Milliarden Fahrten mit rund 20.000 Anlagen in Deutschland ausgewertet. Je nach Gebäudehöhe ist ein Steckenbleiben demnach unterschiedlich wahrscheinlich: In Häusern mit zwei bis vier Geschossen liegt die Quote laut der Auswertung bei 0,48 Fällen je 100.000 Fahrten. Bei zehn bis zwölf Geschossen sinkt sie deutlich, auf 0,21: "Ein Grund ist, dass es sich bei niedrigen Fahrhöhen oft um Hydraulikaufzüge handelt, die etwas anfälliger sind als Seilaufzüge", sagt Hundt-Geschäftsführer Alexander Wüllner. Auch das Baujahr spielt eine Rolle: Am häufigsten sind demnach Anlagen aus den Jahren 1975 bis 1989 betroffen. Sollten Sie also des Öfteren mit einem älteren Fahrstuhl unterwegs sind, lohnt sich vielleicht ab und an die Treppe, um missliche Lagen gänzlich auszuschließen.
"Was für ein Versager": Biden liest Trump die Leviten
Joe Biden hat am Wochenende einen erstaunlichen Auftritt hingelegt - genau zwei Jahre nach der desaströsen TV-Debatte, in deren Folge er im Wahlkampf Kamala Harris das Feld überließ/überlassen musste. Der frühere US-Präsident, der sich nur noch selten öffentlich zeigt, nahm nun an einer Veranstaltung der Demokraten im US-Bundesstaat Maryland teil und hielt sogar eine zehnminütige Rede. Dabei ging der 83-Jährige nicht auf seinen Kampf gegen den Krebs oder andere persönliche Dinge ein. Er teilte vielmehr gegen seinen Nachfolger aus. "Er hat sogar seinen alten Poolreiniger für die Reparatur des Reflecting Pool engagiert. Wow, was für ein Versager", sagte er unter dem Applaus der Anwesenden. Auch über die anderen Bauprojekte Trumps (den Ballroom, den Triumpbogen ...) verlor Biden nicht gerade positive Worte. Dem amtierenden US-Präsidenten warf er Narzissmus, Inkompetenz und Korruption vor.
Über die Art und Weise, wie Trumps privates Vermögen während seiner Amtszeit gewachsen ist, sagte Biden: "Es ist für mich schlichtweg unfassbar. Er kennt keine Scham. Und ehrlich gesagt, ist das peinlich für das Land." Sein schlechter Gesundheitszustand war Biden während seiner Rede anzumerken (hier sehen Sie einen Ausschnitt davon). Seinen Worten verlieh er dennoch Nachdruck: "An alle, die dieses Land lieben: Es ist Zeit aufzustehen, verdammt noch mal!" Und weiter: "Steht auf. Steht jetzt auf. Führt diesen Kampf fort."
Griechenland macht Jagd auf giftigen Hasenkopf-Kugelfisch
Pilotprogramm für griechische Fischer: Künftig erhalten sie in bestimmten Regionen des Landes Prämien für den Fang des Hasenkopf-Kugelfisches (Lagocephalus sceleratus). Vorerst wendet sich die Unterstützung an Berufsfischer rund um Kreta und in der südlichen Ägäis, wie der Nachrichtensender Skai berichtet. Pro Kilo der invasiven Fischart sollen dann 5,33 Euro gezahlt werden. Fischerei-Verbände begrüßen das Programm, denn der Hasenkopf macht Fischern das Leben schwer und bringt das Ökosystem durcheinander.
Der recht unscheinbare Fisch, der gewöhnlich etwa 40 Zentimeter lang und 9 Kilogramm schwer ist, stammt eigentlich aus dem Indischen Ozean und dem Pazifik. Durch den Suezkanal wanderte er ins Mittelmeer ein, wo er erstmals 2003 nachgewiesen wurde.
Obwohl es nach Angaben des Griechischen Zentrums für Meeresforschung (HCMR) nur wenige gezielte Studien zur Auswirkung des Hasenkopfs auf die Biodiversität gibt, deuten wissenschaftliche Modelle darauf hin, dass er negative Folgen hat. Die Art sei anpassungsfähig und es gebe wenige natürliche Fressfeinde, heißt es beim HCMR.
In griechischen Medien erlebte der Hasenkopf zuletzt enorme Aufmerksamkeit: zum einen, weil er giftig ist und nicht verzehrt werden darf, zum anderen, weil er sehr scharfe, schnabelartige Zähne hat und Fischer immer wieder von heftigen Bisswunden berichten, die sie etwa beim Säubern der Netze erlitten.
Rauch im Airbus - Notlandung in Erfurt mit 232 Menschen
Dramatische Momente in einem Airbus A321: Das Flugzeug mit 225 Passagieren und sieben Crewmitgliedern an Bord ist in der Nacht am Flughafen Erfurt-Weimar notgelandet. Grund sei eine "unklare Rauchentwicklung", wie ein Sprecher des Flughafens erläuterte. Verletzt wurde niemand. Den Angaben zufolge war der Airbus der britischen Fluggesellschaft Jet2 auf dem Weg von Griechenland nach London. Nach dem Alarm sei die Maschine sicher in Erfurt gelandet und evakuiert worden. Die Passagiere wurden im Terminal untergebracht und versorgt. Die Fluggesellschaft werde noch am Vormittag eine Ersatzmaschine für den Weiterflug bereitstellen, hieß es weiter.
Zur Ursache für die Rauchentwicklung machte der Flughafensprecher noch keine Angaben. Die Feuerwehr habe keinen Brand in der Maschine festgestellt. Die Maschine bleibe zunächst in Erfurt und werde von Technikern der Fluggesellschaft untersucht.
"Bart abrasieren reicht nicht": Chef der Jungen Union greift Markus Söder an
So geräuschlos und harmonisch wie gehofft verläuft die schwarz-rote Debatte um die Vorschläge der Rentenkommission nicht. Der Chef der Jungen Union, Johannes Winkel, sah sich nun zu einer flammenden Verteidigung der Vorschläge bemüßigt - und attackierte dabei insbesondere CSU-Chef Markus Söder. Winkel sagte dem "Stern": "Die Kommission hat gezeigt, dass man zu einem großen Wurf kommen kann, wenn man unideologisch und an der Sache orientiert arbeitet." Winkel ergänzte, dass wünsche er sich auch von Politikern, die schon sehr lange dabei seien. "Alle müssen jetzt ihrer Verantwortung für das Land gerecht werden, statt eine Rentenreform zu torpedieren, auf die Deutschland seit 30 Jahren wartet", sagte Winkel und fügte in Anspielung an Söders jüngst verändertes Äußeres hinzu: "Nach vorn gerichtete Politik muss sich also nicht nur den Bart abrasieren, sondern auch mal alte Zöpfe abschneiden."
CSU-Chef Söder hatte den Vorstoß der Rentenkommission zur weitgehenden Abschaffung von beitragsfreien Minijobs zuvor strikt zurückgewiesen. Söder warnte in drastischen Worten vor Gefahren für die Wirtschaft. Auch aus der SPD war zuvor vor allem Kritik am Aus der Rente mit 63 gekommen, insbesondere von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Johannes Winkel dagegen sagte Friedrich Merz seine Unterstützung bei den anstehenden Reformen zu. Er bezeichnete die geplante Rentenreform als "Gamechanger".
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
wird das heute "alles shit" oder der Beginn einer sagenhaften Endrunde? Um 22.30 Uhr (im ZDF und im Liveticker bei ntv.de) ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale der WM gegen Paraguay gefragt. Nach der Niederlage gegen Ecuador ist natürlich fraglich, ob das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann das Ruder wieder rumreißen kann. Über alles rund um die WM halten Sie selbstverständlich meine Kolleginnen und Kollegen vom Sport auf dem Laufenden.
Diese Themen stehen heute auf der Agenda:
Deutschland hat das heißeste Wochenende seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hinter sich. Und auch wenn nun erst einmal deutliche Abkühlung winkt, wird sich die Politik verstärkt der Frage widmen müssen, ob nicht noch sehr viel mehr gegen solche extremen Wetterlagen getan werden muss. Heute präsentiert der Deutsche Wetterdienst erst einmal seine Bilanz für den Juni.
Außenminister Johann Wadephul startet zu einer mehrtägigen Reise in die drei südamerikanischen Mercosur-Staaten Paraguay, Argentinien und Brasilien. Zunächst will der CDU-Politiker aber bei einem Zwischenstopp in der US-Hauptstadt Washington seinen Kollegen Marco Rubio treffen.
Andy Burnham, wahrscheinlicher Nachfolger des scheidenden Premierministers Keir Starmer, will bei einer Rede seine Vision für die britische Wirtschaft präsentieren.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet um 09.30 Uhr mit einer Rede die zweitägige Hamburger Nachhaltigkeitskonferenz.
Das Statistische Bundesamt präsentiert um 8 Uhr Zahlen zur Ausbildungsförderung (Aufstiegs-BAföG) im vergangenen Jahr.
Auf einer Pressekonferenz um 11 Uhr in Berlin nimmt der Bundesverband Freier Tankstellen und Unabhängiger Deutscher Mineralölhändler (bft) Stellung zum Tankrabatt und zur Entwicklung des Tankstellenmarktes.
Ein Jahr nach einem für zwei E-Scooter-Fahrer tödlichen Unfall in Frankfurt beginnt um 9.30 Uhr der Prozess gegen einen mutmaßlichen Autoraser.
Am 60. Verhandlungstag im Hamburger Prozess gegen Christina Block wegen mutmaßlicher Kindesentführung wird ab 9.30 Uhr die Video-Aussage eines mutmaßlichen Entführers erwartet.
Starten Sie gut in den Tag. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.
Prinzessin Kate besteigt drei Gipfel in 24 Stunden
Die britische Prinzessin Kate hat bei einer Aktion für Krebskranke die drei höchsten Berge Großbritanniens bestiegen. "Ich habe mich der 'National Three Peaks Challenge' gestellt - nicht nur als körperliche Herausforderung, sondern auch als Gelegenheit, das Leben jenseits der Diagnose zu erkunden und etwas zurückzugeben", schrieb die 44-Jährige auf Instagram und teilte dazu ein Foto von sich in Wanderkleidung, strahlend übers ganze Gesicht. Wann genau die Wanderung stattgefunden habe, teilte sie nicht mit.
Mit der Aktion unterstützt die Frau des britischen Thronfolgers Prinz William die Royal Marsden Cancer Charity, eine Organisation, die Geld für Krebspatientinnen und Krebspatienten sammelt. Anfang 2024 hatte die Prinzessin eine Krebsdiagnose erhalten und sich anschließend einer Chemotherapie unterzogen. Inzwischen ist die Behandlung abgeschlossen. Um welche Art von Krebs es sich handelte, ist nicht bekannt. Wer sich der "National Three Peaks Challenge" stellt, erklimmt laut der Royal Marsden Cancer Charity innerhalb von 24 Stunden den Berg Ben Nevis in Schottland, den Scafell Pike in England und den Snowdon in Wales. Dabei legt man rund 40 Kilometer zurück und überwindet mehr als 3000 Höhenmeter.
WHO gibt Update zu Hantavirus-Ausbruch
Es gibt gute Nachrichten: Der Hantavirus-Ausbruch neigt sich nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dem Ende zu. Das schrieb WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf der Plattform X. Die Lage bleibe stabil. Alle Kontaktpersonen der beiden Fälle, die in Südafrika identifiziert worden seien, hätten ihre Nachbeobachtungszeit abgeschlossen, ohne dass weitere Fälle gemeldet worden seien. Auch in Spanien und den Niederlanden seien die Quarantäne- und Nachbeobachtungszeiten abgeschlossen. 30 Kontaktpersonen würden noch nachbeobachtet, hieß es weiter. Die Gesamtzahl der Fälle liege weiter bei 13, darunter drei Todesfälle.
Auf einer in Argentinien begonnenen Kreuzfahrt des Schiffes "Hondius" der niederländischen Reederei Oceanwide Expeditions hatten sich mehrere Menschen mit dem Hantavirus - konkret mit dem südamerikanischen Andes-Typ des Virus - angesteckt. Das Andesvirus gilt als einziges Hantavirus, bei dem es vereinzelt auch Mensch-zu-Mensch-Übertragungen geben kann. Üblicherweise werden Hantaviren von Nagetieren übertragen, etwa durch Kotpartikel in aufgewirbeltem Staub.