Der Tag
29. Juni 2026
DSCF2333-2-Zuschnitt-Autorenboxmit Friederike Zörner
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08:57 Uhr

"Was für ein Versager": Biden liest Trump die Leviten

Joe Biden hat am Wochenende einen erstaunlichen Auftritt hingelegt - genau zwei Jahre nach der desaströsen TV-Debatte, in deren Folge er im Wahlkampf Kamala Harris das Feld überließ/überlassen musste. Der frühere US-Präsident, der sich nur noch selten öffentlich zeigt, nahm nun an einer Veranstaltung der Demokraten im US-Bundesstaat Maryland teil und hielt sogar eine zehnminütige Rede. Dabei ging der 83-Jährige nicht auf seinen Kampf gegen den Krebs oder andere persönliche Dinge ein. Er teilte vielmehr gegen seinen Nachfolger aus. "Er hat sogar seinen alten Poolreiniger für die Reparatur des Reflecting Pool engagiert. Wow, was für ein Versager", sagte er unter dem Applaus der Anwesenden. Auch über die anderen Bauprojekte Trumps (den Ballroom, den Triumpbogen ...) verlor Biden nicht gerade positive Worte. Dem amtierenden US-Präsidenten warf er Narzissmus, Inkompetenz und Korruption vor.

Über die Art und Weise, wie Trumps privates Vermögen während seiner Amtszeit gewachsen ist, sagte Biden: "Es ist für mich schlichtweg unfassbar. Er kennt keine Scham. Und ehrlich gesagt, ist das peinlich für das Land." Sein schlechter Gesundheitszustand war Biden während seiner Rede anzumerken (hier sehen Sie einen Ausschnitt davon). Seinen Worten verlieh er dennoch Nachdruck: "An alle, die dieses Land lieben: Es ist Zeit aufzustehen, verdammt noch mal!" Und weiter: "Steht auf. Steht jetzt auf. Führt diesen Kampf fort."

"Was für ein Versager": Biden liest Trump die Leviten
08:21 Uhr

Griechenland macht Jagd auf giftigen Hasenkopf-Kugelfisch

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Invasiv und ungenießbar: der Hasenkopf-Kugelfisch (Lagocephalus sceleratus). (Foto: picture alliance/dpa/Gerasimos Kondylatos)

Pilotprogramm für griechische Fischer: Künftig erhalten sie in bestimmten Regionen des Landes Prämien für den Fang des Hasenkopf-Kugelfisches (Lagocephalus sceleratus). Vorerst wendet sich die Unterstützung an Berufsfischer rund um Kreta und in der südlichen Ägäis, wie der Nachrichtensender Skai berichtet. Pro Kilo der invasiven Fischart sollen dann 5,33 Euro gezahlt werden. Fischerei-Verbände begrüßen das Programm, denn der Hasenkopf macht Fischern das Leben schwer und bringt das Ökosystem durcheinander.

  • Der recht unscheinbare Fisch, der gewöhnlich etwa 40 Zentimeter lang und 9 Kilogramm schwer ist, stammt eigentlich aus dem Indischen Ozean und dem Pazifik. Durch den Suezkanal wanderte er ins Mittelmeer ein, wo er erstmals 2003 nachgewiesen wurde.

  • Obwohl es nach Angaben des Griechischen Zentrums für Meeresforschung (HCMR) nur wenige gezielte Studien zur Auswirkung des Hasenkopfs auf die Biodiversität gibt, deuten wissenschaftliche Modelle darauf hin, dass er negative Folgen hat. Die Art sei anpassungsfähig und es gebe wenige natürliche Fressfeinde, heißt es beim HCMR.

  • In griechischen Medien erlebte der Hasenkopf zuletzt enorme Aufmerksamkeit: zum einen, weil er giftig ist und nicht verzehrt werden darf, zum anderen, weil er sehr scharfe, schnabelartige Zähne hat und Fischer immer wieder von heftigen Bisswunden berichten, die sie etwa beim Säubern der Netze erlitten.

Griechenland macht Jagd auf giftigen Hasenkopf-Kugelfisch
07:40 Uhr

Rauch im Airbus - Notlandung in Erfurt mit 232 Menschen

Dramatische Momente in einem Airbus A321: Das Flugzeug mit 225 Passagieren und sieben Crewmitgliedern an Bord ist in der Nacht am Flughafen Erfurt-Weimar notgelandet. Grund sei eine "unklare Rauchentwicklung", wie ein Sprecher des Flughafens erläuterte. Verletzt wurde niemand. Den Angaben zufolge war der Airbus der britischen Fluggesellschaft Jet2 auf dem Weg von Griechenland nach London. Nach dem Alarm sei die Maschine sicher in Erfurt gelandet und evakuiert worden. Die Passagiere wurden im Terminal untergebracht und versorgt. Die Fluggesellschaft werde noch am Vormittag eine Ersatzmaschine für den Weiterflug bereitstellen, hieß es weiter.

Zur Ursache für die Rauchentwicklung machte der Flughafensprecher noch keine Angaben. Die Feuerwehr habe keinen Brand in der Maschine festgestellt. Die Maschine bleibe zunächst in Erfurt und werde von Technikern der Fluggesellschaft untersucht.

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Das Flugzeug konnte sicher am Flughafen Erfurt notlanden. (Foto: picture alliance/dpa/WichmannTV)
Rauch im Airbus - Notlandung in Erfurt mit 232 Menschen
07:09 Uhr

"Bart abrasieren reicht nicht": Chef der Jungen Union greift Markus Söder an

So geräuschlos und harmonisch wie gehofft verläuft die schwarz-rote Debatte um die Vorschläge der Rentenkommission nicht. Der Chef der Jungen Union, Johannes Winkel, sah sich nun zu einer flammenden Verteidigung der Vorschläge bemüßigt - und attackierte dabei insbesondere CSU-Chef Markus Söder. Winkel sagte dem "Stern": "Die Kommission hat gezeigt, dass man zu einem großen Wurf kommen kann, wenn man unideologisch und an der Sache orientiert arbeitet." Winkel ergänzte, dass wünsche er sich auch von Politikern, die schon sehr lange dabei seien. "Alle müssen jetzt ihrer Verantwortung für das Land gerecht werden, statt eine Rentenreform zu torpedieren, auf die Deutschland seit 30 Jahren wartet", sagte Winkel und fügte in Anspielung an Söders jüngst verändertes Äußeres hinzu: "Nach vorn gerichtete Politik muss sich also nicht nur den Bart abrasieren, sondern auch mal alte Zöpfe abschneiden."

CSU-Chef Söder hatte den Vorstoß der Rentenkommission zur weitgehenden Abschaffung von beitragsfreien Minijobs zuvor strikt zurückgewiesen. Söder warnte in drastischen Worten vor Gefahren für die Wirtschaft. Auch aus der SPD war zuvor vor allem Kritik am Aus der Rente mit 63 gekommen, insbesondere von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Johannes Winkel dagegen sagte Friedrich Merz seine Unterstützung bei den anstehenden Reformen zu. Er bezeichnete die geplante Rentenreform als "Gamechanger".

"Bart abrasieren reicht nicht": Chef der Jungen Union greift Markus Söder an
06:55 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

wird das heute "alles shit" oder der Beginn einer sagenhaften Endrunde? Um 22.30 Uhr (im ZDF und im Liveticker bei ntv.de) ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale der WM gegen Paraguay gefragt. Nach der Niederlage gegen Ecuador ist natürlich fraglich, ob das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann das Ruder wieder rumreißen kann. Über alles rund um die WM halten Sie selbstverständlich meine Kolleginnen und Kollegen vom Sport auf dem Laufenden.

Diese Themen stehen heute auf der Agenda:

  • Deutschland hat das heißeste Wochenende seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hinter sich. Und auch wenn nun erst einmal deutliche Abkühlung winkt, wird sich die Politik verstärkt der Frage widmen müssen, ob nicht noch sehr viel mehr gegen solche extremen Wetterlagen getan werden muss. Heute präsentiert der Deutsche Wetterdienst erst einmal seine Bilanz für den Juni.

  • Außenminister Johann Wadephul startet zu einer mehrtägigen Reise in die drei südamerikanischen Mercosur-Staaten Paraguay, Argentinien und Brasilien. Zunächst will der CDU-Politiker aber bei einem Zwischenstopp in der US-Hauptstadt Washington seinen Kollegen Marco Rubio treffen.

  • Andy Burnham, wahrscheinlicher Nachfolger des scheidenden Premierministers Keir Starmer, will bei einer Rede seine Vision für die britische Wirtschaft präsentieren.

  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet um 09.30 Uhr mit einer Rede die zweitägige Hamburger Nachhaltigkeitskonferenz.

  • Das Statistische Bundesamt präsentiert um 8 Uhr Zahlen zur Ausbildungsförderung (Aufstiegs-BAföG) im vergangenen Jahr.

  • Auf einer Pressekonferenz um 11 Uhr in Berlin nimmt der Bundesverband Freier Tankstellen und Unabhängiger Deutscher Mineralölhändler (bft) Stellung zum Tankrabatt und zur Entwicklung des Tankstellenmarktes.

  • Ein Jahr nach einem für zwei E-Scooter-Fahrer tödlichen Unfall in Frankfurt beginnt um 9.30 Uhr der Prozess gegen einen mutmaßlichen Autoraser.

  • Am 60. Verhandlungstag im Hamburger Prozess gegen Christina Block wegen mutmaßlicher Kindesentführung wird ab 9.30 Uhr die Video-Aussage eines mutmaßlichen Entführers erwartet.

Starten Sie gut in den Tag. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.

Das wird heute wichtig
06:31 Uhr

Prinzessin Kate besteigt drei Gipfel in 24 Stunden

Die britische Prinzessin Kate hat bei einer Aktion für Krebskranke die drei höchsten Berge Großbritanniens bestiegen. "Ich habe mich der 'National Three Peaks Challenge' gestellt - nicht nur als körperliche Herausforderung, sondern auch als Gelegenheit, das Leben jenseits der Diagnose zu erkunden und etwas zurückzugeben", schrieb die 44-Jährige auf Instagram und teilte dazu ein Foto von sich in Wanderkleidung, strahlend übers ganze Gesicht. Wann genau die Wanderung stattgefunden habe, teilte sie nicht mit.

Mit der Aktion unterstützt die Frau des britischen Thronfolgers Prinz William die Royal Marsden Cancer Charity, eine Organisation, die Geld für Krebspatientinnen und Krebspatienten sammelt. Anfang 2024 hatte die Prinzessin eine Krebsdiagnose erhalten und sich anschließend einer Chemotherapie unterzogen. Inzwischen ist die Behandlung abgeschlossen. Um welche Art von Krebs es sich handelte, ist nicht bekannt. Wer sich der "National Three Peaks Challenge" stellt, erklimmt laut der Royal Marsden Cancer Charity innerhalb von 24 Stunden den Berg Ben Nevis in Schottland, den Scafell Pike in England und den Snowdon in Wales. Dabei legt man rund 40 Kilometer zurück und überwindet mehr als 3000 Höhenmeter.

Prinzessin Kate besteigt drei Gipfel in 24 Stunden
05:58 Uhr

WHO gibt Update zu Hantavirus-Ausbruch

Es gibt gute Nachrichten: Der Hantavirus-Ausbruch neigt sich nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dem Ende zu. Das schrieb WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf der Plattform X. Die Lage bleibe stabil. Alle Kontaktpersonen der beiden Fälle, die in Südafrika identifiziert worden seien, hätten ihre Nachbeobachtungszeit abgeschlossen, ohne dass weitere Fälle gemeldet worden seien. Auch in Spanien und den Niederlanden seien die Quarantäne- und Nachbeobachtungszeiten abgeschlossen. 30 Kontaktpersonen würden noch nachbeobachtet, hieß es weiter. Die Gesamtzahl der Fälle liege weiter bei 13, darunter drei Todesfälle.

Auf einer in Argentinien begonnenen Kreuzfahrt des Schiffes "Hondius" der niederländischen Reederei Oceanwide Expeditions hatten sich mehrere Menschen mit dem Hantavirus - konkret mit dem südamerikanischen Andes-Typ des Virus - angesteckt. Das Andesvirus gilt als einziges Hantavirus, bei dem es vereinzelt auch Mensch-zu-Mensch-Übertragungen geben kann. Üblicherweise werden Hantaviren von Nagetieren übertragen, etwa durch Kotpartikel in aufgewirbeltem Staub. 

WHO gibt Update zu Hantavirus-Ausbruch