Palästinenserführer Abbas kündigt Wahlen an
Palästinenserführer Mahmud Abbas setzt für Anfang kommenden Jahres Präsidentschaftswahlen an. Bereits im November sollen Parlamentswahlen stattfinden, wie sein Büro mitteilt. Ob der 90-Jährige selbst erneut für das Präsidentenamt der Palästinensischen Autonomiebehörde kandidiert, ist unklar.
Abbas ist seit mehr als zwei Jahrzehnten der starke Mann in der Fatah-Bewegung, der palästinensischen Autonomiebehörde und der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO). Im März versprach er, die Palästinenserorganisationen umzustrukturieren und zu erneuern. Gegen die Autonomiebehörde gibt es seit Jahren Vorwürfe der Korruption und der fehlenden demokratischen Legitimität.
Die Autonomiebehörde hat ihren Sitz in Ramallah im Westjordanland. Der Gazastreifen wird seit 20 Jahren von der mit der Fatah rivalisierenden radikalislamischen Hamas kontrolliert.
Polizist sprüht Pfefferspray in Auto - Fahrer gibt Vollgas
In Singen eskaliert die Situation nach einem Unfall: Ein Autofahrer rammt am Sonntag zunächst ein anderes Auto. Als die Polizei den 44-Jährigen daraufhin kontrolliert, verhält sich dieser aggressiv und widersetzt sich ihren Anweisungen. Ein Beamter setzt schließlich Pfefferspray gegen den Autofahrer ein. Doch der Mann flüchtet mit seinem Wagen von der Unfallstelle und wird erst hinter der Schweizer Grenze gestoppt, wo er von Grenzbeamten vorläufig festgenommen wird. Später wird der Mann in eine Fachklinik gebracht, da er sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben soll.
Spanier blamieren sich gegen Kap Verde
Spanien startet mit einer riesigen Blamage in die Fußball-Weltmeisterschaft. Gegen Kap Verde hat der Europameister zwar ständig den Ball, aber kaum Chancen - und spielt nur 0:0. Hier geht es zum Spiel-Bericht.
Begehbare Höhle in Paris eröffnet
Aus der Pariser Brücke Pont Neuf ist eine begehbare Höhle geworden. Die Kunstinstallation mit dem Namen "La Caverne du Pont Neuf" ist am Abend für Besucher geöffnet worden. Das Ganze ist eine aufblasbare Höhlenlandschaft aus Stoff, 120 Meter lang, 20 Meter breit und bis zu 18 Meter hoch. Erschaffen hat sie der französische Künstler JR. Ihm geht es darum, den Blick auf die Stadt zu verändern. Im Inneren der Höhle wartet auf die Besucher ein zusätzliches Bonbon: Sounds vom ehemaligen Daft-Punk-Musiker Thomas Bangalter. Abchecken lässt sich das noch bis zum 28. Juni.
Gräueltaten im Bürgerkrieg: Syrer in Den Haag zu 26-jähriger Haft verurteilt
Folter gehört zu den unzähligen Gräueltaten, die während des Bürgerkriegs in Syrien von verschiedenen Kriegsparteien begangen wurden. Ein Beschuldigter wird in den Niederlanden vor Gericht gebracht und zu 26 Jahren Haft verurteilt. Dem 58-jährigen Syrer wurde die Folter und Vergewaltigung von Regierungsgegnern in der Zeit des Assad-Regimes vorgeworfen. Das Gericht in Den Haag spricht Rafik A. in 19 Fällen der Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegen acht Opfer schuldig. Er habe Häftlinge gefoltert, sexuell missbraucht und ein Opfer vergewaltigt. Es ist der erste Prozess in den Niederlanden, bei dem sexuelle Gewalt als Verbrechen gegen die Menschlichkeit gewertet wird.
A. war 2013 und 2014 bei den paramilitärischen Nationalen Verteidigungskräften in der syrischen Stadt Salamija für Verhöre verantwortlich. In der Zeit des Bürgerkriegs bekämpften die Nationalen Verteidigungskräfte Gegner des damaligen Machthabers Baschar al-Assad, sperrten sie ein und folterten sie. Der Beschuldigte, der 2021 in die Niederlande einreiste, weist die Vorwürfe zurück.
EU könnte Einfuhr von Produkten aus illegalen israelischen Siedlungen verbieten
Die EU erwägt ein Importverbot für Produkte, die aus illegalen israelischen Siedlungen im Westjordanland stammen. Sie werde die EU-Kommission auf Wunsch "vieler Mitgliedstaaten" bitten, "eine Liste von Optionen für mögliche Handelsmaßnahmen zu erarbeiten", sagt die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nach einem Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg. Letzten Monat hatte Brüssel weitere Sanktionen gegen gewalttätige israelische Siedler im Westjordanland in Kraft gesetzt.
Im seit 1967 von Israel besetzten Westjordanland leben neben rund drei Millionen Palästinensern auch mehr als 500.000 Israelis in Siedlungen und Außenposten, die nach internationalem Recht illegal sind. Seit dem Großangriff der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und im Zuge des dadurch ausgelösten Gaza-Kriegs hat die Gewalt auch im Westjordanland deutlich zugenommen. Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar stieg die Anzahl von Gewalttaten radikaler Siedler nochmals. Mehr dazu lesen Sie hier.
Jörg Schönenborn bald erstmals als "Tagesthemen"-Moderator zu sehen
In genau drei Wochen gibt Jörg Schönenborn sein Debüt als "Tagesthemen"-Moderator. Am 6. Juli soll er das erste Mal durch die Sendung führen, wie der NDR bekanntgibt. Außerdem moderiert er weiterhin den "Presseclub" und bei Wahlsendungen. Seinen Posten als WDR-Programmdirektor hat er hingegen nach etwa zwölf Jahren aufgegeben.
Nur wenige Tage blau: Algen färben Trumps Pool giftgrün
Donald Trump investiert Millionen, damit der Reflecting Pool am Lincoln Memorial in Washington in neuem Glanz erstrahlt. Erst Anfang Juni ist die aufwendige Sanierung abgeschlossen. Keine zwei Wochen später ist von dem makellosen, in tiefblau erstrahlenden Wasserbecken jedoch nichts mehr zu sehen. Der Pool ist wieder voller Algen. Trumps Innenministerium gibt sich jedoch gelassen: Die Algen seien völlig normal und Reste aus Leitungen, die während der Bauarbeiten stillstanden, heißt es.
Bonnie Tyler erwacht aus künstlichem Koma
Der Gesundheitszustand von Sängerin Bonnie Tyler ist nach wie vor ernst, aber verbessert: "Bonnie liegt nicht mehr im Koma, ist aber nach wie vor schwer krank", sagt das Management der "Bild"-Zeitung. "Obwohl sich ihr Zustand bessert, verläuft der Genesungsprozess nur langsam." Die 75-Jährige liegt auf der Intensivstation eines Krankenhauses im portugiesischen Faro. Auslöser der dramatischen Lage war ein Eingriff im Mai: Damals musste Tyler notoperiert werden. Dabei kam es zu Komplikationen, woraufhin die Ärzte sie in ein künstliches Koma versetzten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Trump verspricht "größtes Feuerwerk der Geschichte"
Die 250-Jahr-Feier der USA soll ein Spektakel werden. Für den 4. Juli verspricht Präsident Donald Trump das "größte Feuerwerk der Geschichte". Außerdem schreibt er auf seiner Plattform Truth Social, "wir werden die spektakulärste Trump-Kundgebung aller Zeiten abhalten, ein 'Tribut an Amerika'". Zum Programm sollen auch Überflüge und Auftritte von Militärkapellen gehören. Zuvor war eine geplante Konzert-Reihe ins Wasser gefallen, weil eine Reihe von Künstlern wie The Commodores, Martina McBride und Bret Michaels abgesagt hatten. Sie verwiesen dabei teilweise explizit auf die politischen Spannungen in den USA. Mehr dazu lesen Sie hier.
Mann bei Hundeattacke an Hals schwer verletzt
Ein Hund hat in Ludwigsburg einen 84-jährigen Mann in den Hals gebissen und schwer verletzt. Der American Staffordshire Terrier riss sich am Samstag auf einem Feldweg samt Leine von einer 30-Jährigen los, die ihn ausgeführt hatte, wie die Polizei mitteilt. Das Tier lief daraufhin auf den Hund des Seniors zu. Der 84-Jährige griff ein und versuchte, den fremden Hund festzuhalten. Dabei wurde er mehrfach am Hals und an der Hand gebissen, bis die 30-Jährige den Hund schließlich unter Kontrolle bringen konnte. Der 84-Jährige kam in ein Krankenhaus. Die Polizei ermittelt nun wegen fahrlässiger Körperverletzung. Der American Staffordshire Terrier wurde später seinem Hundehalter übergeben.
Von Preis ausgeschlossene Buchhandlung schmückt sich jetzt mit Weimers Zitaten und Portrait
Was muss die Bremer Buchhandlung "Golden Shop" tun, damit sie Kulturstaatsminister Wolfram Weimer gefällt? Wie wäre es mit einem goldgerahmten Portrait des Ministers im Schaufenster und Zitaten von ihm vor der Fassade? Genauso sieht die Buchhandlung im Bremer Viertel derzeit aus. Der Künstler Sönke Lühring hat die Fassade unter anderem mit einer großen Plane umgestaltet. Dort prangen jetzt Aussagen wie "Das ist überhaupt nicht als Kulturkampf gedacht" oder "Europa vermehrt sich nicht mehr biologisch".
Auf Instagram schreibt die Buchhandlung: "Hallo Weimi. Gefällt dir unsere neue Fassade* besser? Wir lieben dich und deine intellektuellen Ergüsse. Bitte gib Preis."
Der Kulturminister hatte diese Buchhandlung sowie zwei weitere vom Deutschen Buchhandlungspreis ausgeschlossen, da er sie für problematisch hielt. Doch warum genau, sagte er nicht. Somit fehlt es an mehr Kontext. Der mit Steuergeld finanzierte Preis dürfe nicht "an Feinde des Staates" gehen, hieß es damals. Später sprach er von Extremismus, ohne dies zu belegen.
Im Zuge der Debatte gab es Kritik an einigen Schriftzügen auf der Fassade der Bremer Buchhandlung, wie etwa "Deutschland verrecke bitte". Dabei handelt es sich jedoch um ein Zitat der Punkband Slime, das sich nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts auf das Gedicht "Die Schlesischen Weber" von Heinrich Heine aus dem Jahr 1844 bezieht.
Geburtenknick erreicht Kitas und Schulen, löst Probleme aber nicht
In Kitas und Schulen macht sich der Geburtenknick bemerkbar. Wie aus dem nationalen Bildungsbericht hervorgeht, sinkt die Zahl der in Kitas betreuten Kinder unter drei Jahren erstmals auch im Westen Deutschlands. Ab dem Schuljahr 2027/28 seien abnehmende Schülerzahlen an den Grundschulen zu erwarten, auch weil weniger Menschen zuwandern als zuletzt. Die sinkenden Zahlen bedeuten dem Bericht zufolge aber nicht unbedingt eine Entlastung des Systems. Unter anderem bestünden weiterhin Betreuungslücken für unter 3-Jährige, heißt es im Bericht "Bildung in Deutschland 2026". Bei Schulen bleibe der Bedarf von Eltern an Ganztagsplätzen konstant hoch. Mehr dazu lesen Sie hier.
Söder will CSU mit Zehn-Punkte-Plan motivieren
In der CSU gab es parteiintern zuletzt einige Querelen und Unzufriedenheit. Parteichef Markus Söder versucht, für bessere Stimmung zu sorgen. Das Mittel seiner Wahl ist ein Zehn-Punkte-Plan. Ziel sei es, "die Partei mitzunehmen, sie zu motivieren und auch besser zu organisieren", sagt der bayerische Ministerpräsident. Streit schade der Partei und der Demokratie. "Ich hoffe, auf neue Einigkeit."
Zu den zehn Punkten gehören laut Söder bessere Einbindung der Parteibasis, sowohl auf Parteitagen als auch durch digitale Umfragen zu aktuellen Entscheidungen und in Form von Basiskonferenzen. Zudem sollen die Programm- und Grundsatzkommission wiederbelebt werden, ein außenpolitischer Kongress in der zweiten Jahreshälfte zu den Themen Verteidigung und Europa und eine Parteivorstandsklausur nach den Landtagswahlen im Herbst stattfinden.
Trumps UFC-Kämpfer beleidigt Michelle Obama aufs Übelste
Anlässlich seines Geburtstags lässt Trump Käfigkämpfe stattfinden. Teilnehmer Josh Hokit sorgt dabei für Aufregung: Erst gewinnt er seinen Kampf, dann beleidigt er die ehemalige First Lady Michelle Obama aufs Übelste. Das alles geschieht vor den Augen des US-Präsidenten. Der wiederum lässt sich kurz darauf beschenken.
Schichtwechsel
Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Ich hoffe, Sie hatten soweit einen guten Start in die neue Woche. Mein Name ist Heidi Ulrich, ich darf Sie hier weiter mit Nachrichten durch den Tag begleiten. Sollten Sie Fragen zu "Der Tag" haben, können Sie mich über heidi.ulrich(at)ntv.de erreichen.
15-Jähriger bei Holzarbeiten von Baum erschlagen
Bei Holzarbeiten im niederbayerischen Landkreis Regen ist ein 15-Jähriger von einem Baum erschlagen worden. Wie das Polizeipräsidium in Straubing heute mitteilte, fiel der Baum am Freitag beim Fällen aus bislang ungeklärter Ursache auf den Jugendlichen. Dieser wurde unter dem Baum eingeklemmt. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen starb der 15-Jährige noch am Unfallort. An den Fällarbeiten in dem Wald war demnach auch ein 46-jähriger Mann beteiligt. Die Polizei nahm Ermittlungen zum Unfallhergang auf.
Norwegens Palast schweigt nach Høiby-Urteil
Er ließ zwar gleich schon wieder eine Freilassung aus der U-Haft beantragen und Berufung einlegen, doch nichtsdestotrotz ist eins heute sicher: Marius Borg Høiby muss hinter Gitter. Der 29-Jährige ist wegen Vergewaltigung und anderer Vergehen zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ein Gericht in Oslo befand ihn wegen zwei der vier ihm zur Last gelegten Vergewaltigungen schuldig. In das Hafturteil flossen außerdem wiederholte Gewalt gegen eine seiner früheren Freundinnen, Drohungen sowie Drogen- und Verkehrsdelikte ein.
Es ist ein schwerer Schlag für das norwegische Königshaus und Kronprinzessin Mette-Marit. Die leidet seit 2018 an einer seltenen Form der unheilbaren Krankheit Lungenfibrose und wartet derzeit auf eine Spender-Lunge. Vom Palast erfolgte bislang kein inhaltliches Statement zu dem Urteil. Wie mehrere Medien berichteten, verlautete lediglich: "Der Fall wurde vom Gericht bearbeitet, und das Königshaus gibt keinen Kommentar zum Ergebnis ab."
Steinmeier bei Staatsbesuch mit Gesang und Katze begrüßt
Beim Mittagessen mit seinen Gastgebern in der indonesischen Hauptstadt Jakarta ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine besondere Ehre zuteilgeworden. Staatspräsident Prabowo Subianto und mehrere Minister sangen laut Teilnehmern für das deutsche Staatsoberhaupt indonesische Lieder. Künstler sangen auch auf Deutsch. Nach Angaben aus Delegationskreisen wurden das Volkslied "Muss i denn zum Städtele hinaus" und "Wenn sie tanzt" von Max Giesinger vorgetragen. Während des Essens seien unter anderem Kindheitsfotos von Steinmeier gezeigt worden.
Die deutschen Besucher revanchierten sich demnach nicht mit einer eigenen Gesangseinlage. Mobiltelefone mussten vor dem Termin hinter verschlossenen Türen abgegeben werden. Beim Besuch im Präsidentenpalast machten Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender zudem Bekanntschaft mit Prabowos Katze. Der Präsident stellte das Tier mit dem Namen "Bobby Kertanegara" dem Besuch aus Deutschland in einem Wägelchen vor. Bei den militärischen Ehren für Steinmeier mit Salutschüssen und Aufmärschen zuvor waren 120 Pferde dabei.
Barron Trump legt seltenen öffentlichen Auftritt hin
Barron Trump meidet das Rampenlicht. Nur gelegentlich macht er eine Ausnahme - so auch am 80. Geburtstag seines Vaters. Wie Bilder zeigen, war der 20-Jährige am Sonntagabend beim Käfigkampf-Event zugegen, das unter anderem zu Ehren von US-Präsident Donald Trump ausgerichtet wurde. Für Barron Trump bedeutete der Abend den ersten öffentlichen Auftritt seit Monaten. Zuletzt hatte er sich im Februar mit seinen Eltern Donald und Melania Trump bei einem offiziellen Termin gezeigt, der Rede zur Lage der Nation. Damals saß er gemeinsam mit seinen Geschwistern und deren Partnern im Publikum, während sein Vater fast zwei Stunden lang eine Ansprache hielt.
Beim Kampfabend nahm Barron Trump direkt hinter seinen Eltern Platz, an der Seite seines Bruders Donald Trump Jr. und dessen Frau Bettina Anderson. Zu übersehen war er dabei nicht - Barron Trump überragt seine gesamte Familie um Längen und misst Berichten zufolge um die 2,06 Meter. Auch der Rest der Familie war vertreten: Eric Trump mit Ehefrau Lara, Tiffany Trump mit ihrem Mann Michael Boulos sowie Trumps Enkelin Kai, die den Präsidenten erst Anfang des Monats zum dritten Spiel der NBA-Finals begleitet hatte.
Es tat mir leid für die Kinder: Mutmaßlicher Block-Kidnapper sagt aus
Der Unternehmerin Christina Block wird vorgeworfen, einer israelischen Sicherheitsfirma den Auftrag zur Entführung ihrer beiden jüngsten Kinder vom Wohnort des Vaters in Dänemark erteilt zu haben. Die 53-Jährige bestreitet das. Hintergrund ist ein erbittert geführter Sorgerechtsstreit. In dem Prozess gegen Block hat nun der Chef der mutmaßlichen Entführer die Reaktion der Kinder bei der "Rückholaktion" geschildert. "Die Kinder haben geweint, sie waren geschockt und sehr unglücklich", sagte der Zeuge aus Israel bei der Fortsetzung seiner Befragung vor dem Landgericht Hamburg. "Es tat mir sehr leid für sie."
Der 10-jährige Junge und das 13-jährige Mädchen waren in der Silvesternacht 2023/24 in ein Auto gezerrt worden. Er habe seinem Team vor der Tat die Anweisung gegeben, "jegliche Gewalt zu minimieren", es so "menschlich" wie möglich auszuführen. Auf die Frage der Nebenklage, ob die Männer Waffen getragen hätten, antwortete der Zeuge: "Niemals." Der 68-Jährige hatte für seine Aussage in Deutschland sicheres Geleit bekommen.
Trump droht Frankreich mit 100-Prozent-Strafzoll
"Ich habe ihn gebeten, keine Zölle auf amerikanische Unternehmen zu erheben, und wenn sie es doch tun, bleibt mir nichts anderes übrig, als einen hundertprozentigen Zoll auf alle Champagner und Weine aus Frankreich zu erheben." Mit dieser Aussage in einem Interview mit der "New York Post" sorgt US-Präsident Donald Trump wieder mal für Aufsehen. Hintergrund ist eine französische Digitalsteuer für amerikanische Technologiekonzerne. Die USA hätten "keine andere Wahl", sagte Trump ausgerechnet unmittelbar vor dem G7-Gipfel in Frankreich. Er habe die Warnung direkt an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron übermittelt und von ihm gefordert, die dreiprozentige (!) Steuer auf US-amerikanische Technologiekonzerne zu kippen. Und er ergänzte noch: "Macron müsste lediglich die Mehrwertsteuer abschaffen, dann stünde er nicht unter diesem Druck."
Neue Strafzölle gegen französischen Wein könnten den Handelsstreit mit der EU wieder aufleben lassen, da die Handelspolitik EU-Zuständigkeit ist. Sanktionen gegen ein EU-Land würden also Reaktionen der gesamten Union nach sich ziehen. Eigentlich sollte diese Woche von europäischer Seite das 2025 ausgehandelte EU-US-Zollabkommen endgültig beschlossen werden.
Ebola breitet sich im Kongo stark aus
Die kongolesischen Gesundheitsbehörden melden einen weiterhin starken Anstieg der bestätigten Ebola-Fälle im Nordosten des Landes. Innerhalb von 24 Stunden sei die Zahl der Fälle um 72 auf insgesamt 782 gestiegen, berichtete das Informationsministerium des zweitgrößten afrikanischen Landes. Die Zahl der bestätigten Todesfälle stieg im gleichen Zeitraum um 32 auf 181. Da sich die jüngsten offiziellen Zahlen auf den 13. Juni beziehen, dürfte die tatsächliche Zahl inzwischen noch höher sein. Die Sterblichkeitsrate liegt den Angaben zufolge bei 23,1 Prozent.
Nach Angaben des Ministeriums werden aktuell 359 Patienten in Krankenhäusern und Isolierstationen behandelt. Problematisch ist weiterhin die Nachverfolgung der Kontakte. Mit 56,5 Prozent liegt die Nachverfolgungsrate deutlich unter der Zielmarke. Um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen, ist es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nötig, 90 Prozent aller Menschen, die mit einer infizierten Person in Kontakt waren, zu ermitteln und zu beobachten.
Senioren-Union: Früher arbeiten statt später in Rente
In der Debatte über die Rentenreform und ein höheres Renteneintrittsalter fordert der Vorsitzende der Senioren-Union, Hubert Hüppe, einen früheren Einstieg ins Arbeitsleben. Hüppe sagte der "Rheinischen Post": "Es wird nicht durch weniger, sondern nur durch mehr Arbeit gehen. Das ist richtig. Das heißt für mich aber nicht unbedingt am Ende des Erwerbslebens, sondern am Anfang." Schul- und Studienzeiten müssten kürzer und schlanker werden, damit junge Menschen früher arbeiteten und eher zu Einzahlern in die Sozialsysteme würden. "Es muss nicht wie in meiner Jugend mit 14 Jahren sein, aber es sollte auch nicht erst mit 30 losgehen."
Bundeskanzler Friedrich Merz sieht Hüppe unterdessen als verlässlichen Partner für die Älteren im Land. Auf die Frage, ob er sich vom 70-jährigen Oldie Merz gut vertreten fühle, sagte er: "Der Kanzler gehört zu unserer Altersgruppe. Und was heißt schon Oldie? Aber klar: Er ist unser Mann." Senioren seien das Rückgrat der Demokratie, "wenn man sieht, wer noch die demokratische Mitte wählt", sagte Hüppe weiter. Mit Blick auf die anstehende Rentenreform betonte der 69-Jährige, es gehe "um die Koalition, nicht um den Kanzler allein".
Serienmutter von "Alf" gestorben
Anne Schedeen ist tot. Die Schauspielerin, die durch die Kultserie "Alf" bekannt wurde, starb mit 77 Jahren. Dies gab ihre Familie auf der offiziellen Facebook-Seite der Darstellerin bekannt. "Mit schwerem Herzen müssen wir mitteilen, dass Annie friedlich von uns gegangen ist", schrieben die Angehörigen. Dazu stellten sie ein Bild der Verstorbenen mit der berühmten Alf-Puppe. Eine Todesursache nannten sie nicht.
In den 1970er-Jahren trat Anne Schedeen in diversen Serien wie "Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann" auf. In der Arztserie "Dr. med. Marcus Welby spielte sie die Tochter der Titelfigur. Eine ihrer raren Ausflüge ins Kino war der Thriller "Embryo" mit Rock Hudson. In den 80er-Jahren folgten Gastspiele in Serien wie "Magnum" oder "Cheers", ehe sie von 1986 bis 1990 eine Hauptrolle in "Alf" landete. Sie spielte in der Kult-Sitcom Kate Tanner, die Mutter einer Familie, die den titelgebenden Außerirdischen bei sich aufnimmt. Die aufwendigen Dreharbeiten mit der Alf-Puppe beschrieb sie einmal als "technischen Alptraum". Nach dem Ende von "Alf" arbeitete Anne Schedeen nur noch sporadisch als Schauspielerin. Sie war stattdessen als Antiquitätenhändlerin und Ausstatterin aktiv.
Mette-Marits Sohn zu vier Jahren Haft verurteilt
Monate nach dem Mammutprozess gegen ihn ist der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, nach Medienberichten von einem Gericht in Oslo zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Von zwei von insgesamt vier Vergewaltigungsvorwürfen nach norwegischem Recht sprach ihn das Gericht laut der Zeitung "Verdens Gang" frei. Für die anderen zwei wurde er demnach verurteilt. Vier Frauen muss der Norweger eine Entschädigung zahlen, darunter zwei Ex-Freundinnen. Høiby verfolgte das Urteil aus gesundheitlichen Gründen nicht im Gerichtssaal mit, sondern über eine Videoschalte aus dem Gefängnis.
Trumps MMA-Party "stößt Amerikanern sauer auf"
Die "großartigste Show der Welt" hatte US-Präsident Donald Trump versprochen: Mit einem bizarren Käfigkampf-Spektakel vor dem Weißen Haus hat Trump am Sonntagabend (Ortszeit) seinen 80. Geburtstag gefeiert. Halbnackte Muskelmänner, die sich vor den Augen des mächtigsten Mannes der Welt blutig prügeln: Das sagt einiges über das Menschen- und Geschichtsbild des Präsidenten im 250. Gründungsjahr der USA. Bereits der Auftakt der Veranstaltung geriet zur Machtdemonstration: Trump reckte die rechte Faust in die Höhe, als er mit dem befreundeten Präsidenten des Kampfsportverbands UFC, Dana White, die eigens errichtete Freiluftarena am Weißen Haus betrat. "Ich hab schon viel Absurdes erlebt, aber das heute Abend toppt eigentlich alles", erklärt ntv-Korrespondentin Hanna Klouth.
Prominenter US-Republikaner Mitch McConnell im Krankenhaus
Sorge um den bekannten republikanischen US-Senator Mitch McConnell: Der 84-Jährige ist Sonntagmorgen in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Die US-Sender CNN und Fox News zitierten übereinstimmend seinen Sprecher David Popp. "Er wird dort hervorragend versorgt". Angaben zum Grund des Krankenhausaufenthalts oder dem Gesundheitszustand McConnells machte er demnach nicht.
Der erzkonservative Politiker gilt seit langem als wichtiger Strippenzieher in der US-Politik, er sitzt seit 1985 im US-Senat. Bevor John Thune dort Mehrheitsführer der Republikaner wurde, lenkte McConnell in der Kammer jahrelang die Geschicke seiner Partei. Dabei schrieb er Geschichte als der am längsten amtierende Anführer einer Partei in der Parlamentskammer. McConnell sorgte bereits in der Vergangenheit mit gesundheitlichen Problemen für Schlagzeilen. 2023 etwa war er während eines privaten Abendessens in einem Hotel in Washington gestürzt. Er zog sich eine Gehirnerschütterung zu und wurde deshalb in einem Krankenhaus behandelt. In der Folge hatte er Aussetzer bei Pressekonferenzen. Das schürte Sorgen um seinen Gesundheitszustand.
NRW wagt besondere Maßnahme gegen akuten Lehrermangel
Im Kampf gegen den Lehrermangel will Nordrhein-Westfalen Beamte im Pensionsalter nun mit einem Gehaltszuschlag von 15 Prozent für das Weiterarbeiten gewinnen. "Schieben Beamtinnen und Beamte ihren Ruhestand auf, so können sie dadurch ihre Versorgungsansprüche um jährlich 1,8 Prozent erhöhen. Haben sie den Höchstruhegehaltssatz bereits erreicht, so erhalten sie stattdessen einen Besoldungszuschlag in Höhe von zehn Prozent des Grundgehalts. Nach dem Willen der Landesregierung soll dieser Zuschlag in Zukunft auf 15 Prozent erhöht werden", sagte ein Sprecher des Ministeriums für Schule und Bildung der "Rheinischen Post". Dieser Zuschlag soll auch "unabhängig davon gewährt werden, ob die Lehrkräfte bereits den Höchstruhegehaltssatz erreicht haben".
"Angesichts des bundesweiten Lehrkräftemangels sind Lehrerinnen und Lehrer, die über die Regelaltersgrenze hinaus weiterarbeiten, an den Schulen eine sehr willkommene Unterstützung", erklärte der Sprecher. NRW habe verschiedene Möglichkeiten geschaffen, um Lehrkräften im Gegenzug einen attraktiven Hinzuverdienst oder zusätzliche Versorgungsansprüche zu ermöglichen. "Nicht wenige Lehrkräfte machen von diesen Möglichkeiten Gebrauch: Im laufenden Schuljahr arbeiten an den nordrhein-westfälischen Schulen mehr als 1340 Lehrerinnen und Lehrer, die mindestens 67 Jahre alt sind", so der Sprecher. "Im Jahr 2016 waren es noch 473 Lehrkräfte, die 66 Jahre und älter waren und damit die damalige Regelaltersgrenze überschritten hatten." Damit habe sich die Zahl nahezu verdreifacht.
CDU/AfD-Foto aus Sachsen-Anhalt lässt Grüne und Linke schäumen
"Dieses Video wirft ein beunruhigendes Licht auf das Verhältnis zwischen CDU und AfD in Sachsen-Anhalt. Es zeigt, wie eng die Beziehung zwischen dem CDU-Fraktionschef und dem AfD-Spitzenkandidaten offenbar bereits ist. Da ist keine Distanz mehr erkennbar." Grüne - in Vertretung durch Parteichef Felix Banaszak in der "Frankfurter Rundschau" - und Linke üben scharfe Kritik an einem Foto und einem Videoausschnitt von AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund und CDU-Fraktionschef Guido Heuer drei Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Das Foto war am Donnerstagabend bei einer Podiumsdiskussion in Halberstadt (Landkreis Harz) entstanden - der CDU-Mann stützt sich auf die Schulter des AfD-Politikers, beide Abgeordnete haben die Hand am selben Mikrofon. Am Sonntag fachte ein kurzer Videoausschnitt die Debatte weiter an.
Darin sagt AfD-Spitzenkandidat Siegmund an den neben ihm sitzenden Heuer gewandt: Man könne "irgendwie meinen, dass ihr noch nie was mit der Regierung zu tun hattet, wenn ich so zuhöre". Dabei legt er dem CDU-Mann die Hand auf die Schulter. "Nee", sagt Heuer zunächst mit verschränkten Armen. Er greift sich das Mikrofon von Siegmund, legt die Hand auf dessen Schulter, als er sich vorbeugt und sagt: "Ich saß noch nie im Bundestag." Es folgt ein kurzer, von Lachen begleiteter Wortwechsel zwischen den beiden Politikern. Die 27 Sekunden lange Aufnahme dokumentiert nur einen kleinen Ausschnitt der Podiumsdiskussion. Inwieweit vor oder nach der Szene eine inhaltliche Konfrontation zwischen den Politikern stattgefunden hat, lässt sich aufgrund des kurzen Videos nicht sagen.
Auch von den Linken kam Kritik: "Diese Aufnahmen sind kein Versehen", sagte die Vize-Fraktionschefin der Linken im Bundestag, Clara Bünger, dem "Spiegel". Der CDU-Fraktionschef in Sachsen-Anhalt posiere mit einem Mann, der Remigration "zum Gebot der Stunde" erklärt habe und auf dessen Wahlkampfveranstaltungen "Sieg"-Rufe skandiert würden, kritisierte Bünger. "Wie soll man der CDU dann noch glauben, dass sie sich von der AfD abgrenzt, wenn sie ständig das Gegenteil beweist?", so die Bundestagsabgeordnete. Die AfD in Sachsen-Anhalt wird vom Verfassungsschutz als "gesichert rechtsextremistisch" eingestuft.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
jetzt soll also alles vorbei sein - pünktlich zum 80. Geburtstag des US-Präsidenten. Heute Nacht verkünden Donald Trump und das iranische Regime, dass sie sich auf ein Friedensabkommen geeinigt haben. Es sieht ein sofortiges und dauerhaftes Ende des Krieges vor - auch im Libanon. Zudem soll die Straße von Hormus nach einer formellen Unterzeichnung des Abkommens am Freitag in der Schweiz wieder geöffnet werden. Gespräche über ein endgültiges Abkommen würden beginnen, sobald die USA ihre Verpflichtungen aus der Absichtserklärung erfüllt hätten, hieß es aus Teheran. Trump erklärte seinerseits, er genehmige die "gebührenfreie" Öffnung der Straße von Hormus sowie die sofortige Aufhebung der US-Seeblockade. "Schiffe der Welt, startet eure Motoren. Lasst das Öl fließen!", schrieb Trump auf Truth Social. Der Ölpreis gab daraufhin um rund vier Prozent nach.
Wir halten Sie über die weiteren Entwicklungen rund um den Iran wie gewohnt in unserem Liveticker auf dem Laufenden.
Diese Themen stehen heute auf der Agenda:
Heute beginnt der G7-Gipfel im französischen Évian. US-Präsident Donald Trump wird an dem dreitägigen Treffen führender westlicher Demokratien ebenso teilnehmen wie Bundeskanzler Friedrich Merz, der dafür eine Auszeit von den Reformverhandlungen in Berlin nimmt.
Die EU beginnt am Rande eines Außenministertreffens in Luxemburg die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau. Der Schritt gilt nach einer zweijährigen Hängepartie wegen einer Blockade Ungarns als wichtiges Zeichen an die beiden Länder, dass sich ihre Reformanstrengungen lohnen.
In Paris findet die Rüstungsmesse Eurosatory statt - unter anderem mit Rheinmetall und KNDS.
Der Bericht "Bildung in Deutschland 2026" wird in Anwesenheit von Bundesbildungsministerin Karin Prien veröffentlicht.
Zur EU-Fluggastrecht-Reform wird eine Entscheidung erwartet.
Ein Schüler eines Berufskollegs soll in Essen islamistisch motivierte Messerattacken verübt haben. Von 10.30 Uhr an muss sich der inzwischen 18 Jahre alte Angeklagte im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgerichts verantworten.
Knapp drei Monate nach dem Mammutprozess gegen den Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit wird ab 8.30 Uhr das Urteil erwartet. Marius Borg Høiby ist in 40 Punkten angeklagt - unter anderem wegen vier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht, mehrerer Fälle häuslicher Gewalt, Verstöße gegen ein Kontaktverbot, Drogen- und Verkehrsdelikte.
Starten Sie gut in den Tag. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.
US-Stars protestierten auf Gegenveranstaltung zu Trump-Event
Während Donald Trump seinen 80. Geburtstag mit einem Kampfsportspektakel vor dem Weißen Haus zelebriert, protestieren Stars wie die Schauspielerinnen Jane Fonda und Bette Midler mit einem Konzert gegen die Politik des US-Präsidenten. "Wir stehen zusammen in der Verteidigung unseres Rechts auf freie Meinungsäußerung", sagte die 88-jährige Fonda bei der Veranstaltung in New York. "Es gibt eindeutige Anstrengungen, unsere grundlegenden demokratischen Rechte zu zerstören." Mit dem Konzert sollte nach Angaben des Veranstalters "Committee for the First Amendment" der erste Zusatzartikel zur US-Verfassung gewürdigt werden, der unter anderem Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Versammlungsfreiheit garantiert - also Grundrechte, die Kritiker Trumps in diesen Zeiten durch autokratische Tendenzen gefährdet sehen.
Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen landesweit bei sogenannten Watch Parties übertragen - in privaten Wohnzimmern, Gemeinschaftszentren oder Geschäften. Daran war auch die Bewegung "No Kings" ("Keine Könige") beteiligt, die sich in den USA mit der Organisation von Massendemonstrationen gegen Trumps Politik einen Namen gemacht hat. Millionen Menschen waren ihrem Aufruf zu Straßenprotesten an Trumps Geburtstag vor genau einem Jahr gefolgt.
Justizministerin will rechtsextreme Schöffen an Gerichten verhindern
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig will verhindern, dass Rechtsextremisten die Gerichte durch die Wahl von Schöffen unterwandern. Sie arbeitet an einem entsprechenden Gesetzesentwurf. "Es gibt Hinweise darauf, dass sich zunehmend Kandidaten als Schöffen bewerben, die nicht mehr auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen", sagte die SPD-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Wer Schöffin oder Schöffe werden will, muss sich verfassungstreu verhalten. Das werden wir gesetzlich klarstellen."
Hubig sagte weiter: "Wir sehen zum Beispiel in Thüringen, wie unser Rechtsstaat Angriffen ausgesetzt wird, indem beispielsweise die Wahl von Verfassungsrichtern blockiert wird." Es müsse sichergestellt werden, dass Richterwahlen nicht durch extremistische Parteien verhindert werden könnten. Bei den Schöffenwahlen werde man bald einen Regelungsvorschlag vorlegen, um die Folgen möglicher Blockaden zu mindern.