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Der Tag Mutmaßliche Rizin-Bombenbauer schweigen vor Gericht

Mit schweigenden Angeklagten und einem Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter beginnt heute vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf der Prozess gegen die mutmaßlichen Rizin-Bombenbauer von Köln.

  • Zum Auftakt des Staatsschutzverfahrens wirft die Bundesanwaltschaft dem 30-jährigen Tunesier Sief Allah H. und seiner 43 Jahre alten deutschen Ehefrau Yasmin H. vor, eine hochgefährliche Biowaffe für einen islamistischen Anschlag hergestellt zu haben.
  • Zur Produktion der Biowaffe habe das Paar hochtoxisches Rizin in seiner Wohnung in Köln-Chorweiler produziert, sagte Oberstaatsanwältin Verena Bauer bei der Verlesung der Anklageschrift.
  • Das Ehepaar habe eine mit Rizin und Stahlkugeln gefüllte Streubombe herstellen und in einem unbekannten geschlossenen Raum zünden wollen, womöglich in einem Restaurant oder Einkaufszentrum.
  • "Nahezu alle dazu erforderlichen Utensilien wurden von ihnen beschafft", sagte Bauer.

Der Bundesverfassungsschutz war den mutmaßlichen Islamisten durch Hinweise auf die Spur gekommen, wonach sich ein Tunesier mit Wohnsitz in Köln um die Anschaffung hochgiftiger Substanzen bemühte. Sief Allah H. wurde am 13. Juni 2018 festgenommen, später auch seine Ehefrau. Dem Paar drohen bis zu 15 Jahre Haft.

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Quelle: ntv.de