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Der Tag Polizeigewalt: Video von Einsatz beim Derby in Hamburg sorgt für Empörung

Im Netz kursiert ein Video vom Polizeieinsatz rund um das Stadtderby zwischen St. Pauli und dem HSV in Hamburg, das für große Empörung sorgt. Bei Spielen der rivalisierenden Stadtclubs kommt es regelmäßig zu heftigen Szenen zwischen den Fans beider Lager. Doch in diesem Fall macht - zumindest in dem Video - die Polizei keine gute Figur: Darin ist zu sehen, wie mehrere Männer, teils von Polizisten fixiert am Boden liegen. Ein Mann - zunächst im Hintergrund zu sehen - liegt auf der Seite mit den Händen schützend über dem Genick. Zwei Polizisten wollen ihn auf den Bauch drehen, einer schlägt ihm in den Nacken, der Mann bewegt sich nicht. Auf dem Bauch liegend, drückt der Polizist ihm das Knie ins Genick und schlägt ihm drei Mal mit der Faust in den Bauch. Dann soll der am Boden Liegende wohl den linken Arm auf den Rücken drehen - er hebt den Kopf leicht hoch und der Polizist schlägt ihm daraufhin zwei Mal mit dem Ellenbogen in den Nacken. Umstehende Menschen brüllen auf die Einsatzkräfte ein, damit der Beamte damit aufhört.

Neben dem Video gibt es auch Augenzeugenberichte von unverhältnismäßiger Gewalt der Einsatzkräfte. Der FC St. Pauli spricht auf Twitter von einem "massiven Polizeieinsatz" auf dem Heiligengeistfeld, bei dem mehrere Personen verletzt worden sein sollen. "Angesichts vorliegender Videos und Augenzeugenberichten stellt sich die dringende Frage nach der Verhältnismäßigkeit", schreibt der Verein und fordert Aufklärung.

Die Einsatzleitung der Polizei Hamburg bezieht sich wohl in einem Tweet auf das Video: "Warum in diesem Fall Zwang angewendet werden musste, ist im Moment noch nicht klar." Das Vorgehen sei "regelhaft der Fall", heißt es weiter, wenn sich eine Person gegen polizeiliche Maßnahmen wehrt. "Ob die Verhältnismäßigkeit gewahrt wurde, gilt es zu prüfen."

Quelle: ntv.de

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