Sonntag, 26. September 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:49 Uhr

Das war Sonntag, der 26. September 2021

Liebe Leserinnen und Leser, Sie werden nie erraten, welche Partei bei Erstwählern auf Platz eins liegt (Es sei denn, Sie haben's bereits in unserem Liveticker gelesen)! Das sind nicht die Grünen und nicht mal die SPD. Sondern... die FDP! Das ist nur eine von vielen Überraschungen des heutigen Wahlsonntags.

Um 18 Uhr lagen die Union und SPD noch nahezu gleichauf, doch seitdem setzten sich die Sozialdemokraten immer weiter ab - aktuell haben sie fast zwei Prozent Vorsprung.

Ähnlich sieht es bei der Berlin-Wahl aus: Am frühen Abend waren die Grünen um Spitzenkandidatin Bettina Jarasch noch vorn, doch mittlerweile hat sie die SPD überholt - Franziska Giffey kann also weiter aufs Rote Rathaus hoffen.

Weniger überraschen sind die Ergebnisse aus Mecklenburg-Vorpommern. Dort kann die aktuelle SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ruhig für weitere fünf Jahre an der Spitze des Landes planen.

Es war ein spannender Tag. Nicht weniger spannend wird es auch in den nächsten Stunden und Tagen bleiben. Ein Blick auf die ntv.de-Startseite lohnt sich also immer!

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht!

22:12 Uhr

Kommunisten gewinnen Wahl in Graz

Große Überraschung im österreichischen Graz: Bei der Gemeinderatswahl dort ist überraschend die kommunistische KPÖ als Sieger hervorgegangen. Die KPÖ nahm nach dem vorläufigen Endergebnis der konservativen ÖVP - mit großem Vorsprung - den ersten Platz ab.

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Kommunistin Elke Kahr wird womöglich Bürgermeisterin von Graz.

(Foto: picture alliance / ERWIN SCHERIAU / APA / picturedesk.com)

ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl zog die Konsequenz und beendete seine 18-jährige Amtszeit kurz bevor das endgültige Wahlergebnis vorlag. Demnach verlor die ÖVP 12,13 Prozentpunkte auf 25,66 Prozent, während die KPÖ auf 29,11 Prozent (plus 8,77 Punkte) zulegte.

KPÖ-Spitzenkandidatin Elke Kahr ließ es zunächst offen, ob sie die erste Bürgermeisterin ihrer Partei in einer österreichischen Landeshauptstadt wird. Sie werde nun Gespräche über mögliche Koalitionen führen, sagte sie. Eine Koalition mit der ÖVP schloss sie aber bereits aus.

21:51 Uhr

Salvini: Richard Gere wird im Prozess gegen mich aussagen

Der frühere italienische Innenminister Matteo Salvini, der wegen seines Umgangs mit Flüchtlingen vor Gericht steht, rechnet in dem Verfahren mit einer Zeugenaussage von Hollywoodstar Richard Gere. "Richard Gere wird im Open-Arms-Prozess am 23. Oktober in Palermo gegen mich aussagen", wurde Salvini von der italienischen Nachrichtenagentur Ansa zitiert.

  • Der Prozess gegen Salvini wegen Freiheitsberaubung und Amtsmissbrauch hatte am 15. September im sizilianischen Palermo begonnen und war dann auf den 23. Oktober vertagt worden. Im Falle einer Verurteilung drohen dem ehemaligen Minister bis zu 15 Jahre Haft.
  • Salvini hatte im August 2019 dem spanischen Rettungsschiff "Open Arms" mit 147 Migranten an Bord sechs Tage lang die Einfahrt in den Hafen von Lampedusa verweigert. Die Migranten konnten das Schiff erst verlassen, nachdem die italienische Staatsanwaltschaft dies angeordnet hatte.
  • Gere war damals an Bord der "Open Arms" gekommen und hatte auf die Notlage der Flüchtlinge aufmerksam gemacht.
21:07 Uhr

Türkei will weitere Raketenabwehr-Systeme aus Russland kaufen

Die Türkei will trotz der Sorgen seiner Nato-Partner weitere Raketenabwehrsysteme aus Russland kaufen. Künftig werde sich auch niemand mehr einmischen können, welche Art von Verteidigungssystemen die Türkei von welchem Land erwerbe, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan in einem Interview mit dem US-Sender CBS.

Der Streit über den Kauf russischer S-400-Raketen entzweit die beiden Nato-Partner USA und Türkei seit langem. Erdogan hatte 2019 trotz US-Kritik das russische System gekauft und Bedenken zurückgewiesen, die S-400 könnten eine Bedrohung für die Nato-Verbündeten darstellen. Die USA hatten deshalb Sanktionen gegen die Türkei verhängt.

20:37 Uhr

Grüne und SPD bei Berlin-Wahl fast gleichauf

Bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin zeichnet sich kein klarer Sieger ab. SPD und Grüne liegen laut ARD (Infratest dimap) und ZDF (Forschungsgruppe Wahlen) nur ganz knapp auseinander.

Die Grünen kamen demnach auf 22,2 oder 22,9 Prozent. Die SPD erreichte 22,8 oder 22,3 Prozent. Auf dem dritten Rang sahen die beiden Hochrechnungen die CDU mit 16,7 Prozent oder 15,4 Prozent. Es wäre das schlechteste CDU-Ergebnis bei einer Abgeordnetenhauswahl in Berlin.

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20:20 Uhr

Erstes Land in Europa bekommt mehrheitlich weibliches Parlament

Island ist nach der Wahl am Samstag das erste Land Europas mit einem mehrheitlich weiblichen Parlament. 33 der 63 Sitze im Althing entfallen auf Frauen, wie aus Hochrechnungen auf Grundlage der Wahlergebnisse hervorgeht. Dies entspricht 52 Prozent. In keinem anderen europäischen Land liegt der Frauenanteil im Parlament über 50 Prozent. Am nächsten kommt dem laut Daten der Weltbank noch Schweden mit 47 Prozent.

Weltweit gibt es nach Angaben der Interparlamentarischen Union derzeit fünf Länder neben Island, in deren Parlamenten mindestens zur Hälfte Frauen vertreten sind: Ruanda (61 Prozent), Kuba (53 Prozent), Nicaragua (51 Prozent) sowie Mexiko und die Vereinigten Arabischen Emirate (jeweils 50 Prozent).

19:24 Uhr

Mann von U-Bahn überfahren - nahezu unverletzt

In Frankfurt hat am frühen Samstagmorgen ein 29-Jähriger einen Zusammenstoß mit einer U-Bahn nahezu unverletzt überstanden. Wie die Polizei mitteilte, hatte der Mann, der einen E-Scooter mit sich trug, eine herannahende Bahn offenbar übersehen. Trotz einer sofort eingeleiteten Notbremsung habe der Fahrer einen Zusammenstoß mit dem Fußgänger nicht mehr vermeiden können.

Beim Eintreffen der Rettungskräfte lag der 29-Jährige unter der Straßenbahn, konnte aber ohne großen Aufwand geborgen werden. Der Mann habe augenscheinlich nur Prellungen und eine Platzwunde aufgewiesen, teilte die Polizei mit. Der alkoholisierte Fußgänger sei vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht und stationär aufgenommen worden. Der Fahrer der U-Bahn erlitt einen Schock und musste durch einen Kollegen ersetzt werden.

18:45 Uhr

Tote Frau in Maisfeld entdeckt - Polizei geht von Verbrechen aus

In einem Maisfeld in Niedersachen ist eine Frauenleiche entdeckt worden. Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus.

Wie die Göttinger Staatsanwaltschaft mitteilte, wurde die etwa 60 Jahre alte Frau am Samstagabend in einem Feld nahe der Northeimer Kläranlage gefunden. Daraufhin durchsuchte die Polizei die Umgebung, auch ein Helikopter kam dabei zum Einsatz. Aufgrund des Fundorts und weiterer Umstände sei von einem Tötungsdelikt auszugehen, hieß es. Nähere Angaben machte die Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht.

18:22 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern: SPD gewinnt klar

Die SPD in Mecklenburg-Vorpommern hat die Landtagswahl ersten Hochrechnungen zufolge klar gewonnen. Die Partei von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kam laut der Erhebung des Instituts Infratest dimap für die ARD auf 37 Prozent, während die AfD 18,5 Prozent erreichte und die CDU auf 14 Prozent abrutschte. Die Linke lag bei zehn Prozent, die Grünen bei sieben Prozent und die FDP bei sechseinhalb Prozent.

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18:12 Uhr

Berlin: Grüne in Führung

Die Grünen liegen bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl laut erster Hochrechnung in Führung. Die Partei mit ihrer Spitzenkandidatin Bettina Jarasch kam laut ARD-Prognose des Instituts Infratest dimap auf 23,5 Prozent, die SPD kam mit ihrer Spitzenkandidatin Franziska Giffey demnach auf 21,5 Prozent. Die CDU erreichte 15 Prozent, die Linkspartei 14,5 Prozent, die FDP kam auf siebeneinhalb und die AfD auf sieben Prozent.

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18:09 Uhr

Bundestagswahl: Union und SPD gleichauf

Bei der Bundestagswahl liefern sich CDU/CSU und SPD das erwartete enge Rennen. Nach den Prognosen von ARD und ZDF von 18.00 Uhr liegen Union und Sozialdemokraten fast gleichauf vor Grünen und FDP.

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17:47 Uhr

Schiffspassagiere entdecken Frauenleiche bei Gelsenkirchen

Kurz vor Beginn einer Schiffsparade auf dem Rhein-Herne-Kanal haben Fahrgäste eines Schiffes bei Gelsenkirchen eine im Wasser treibende Leiche entdeckt. Die Veranstaltung wurde um etwa zwei Stunden verschoben. Rettungskräfte der DLRG bargen die tote Frau. Ersten Erkenntnissen zufolge konnte die Polizei keine Gewalteinwirkung an dem Körper der Frau feststellen. Weitere Angaben zur Todesursache machten die Ermittler zunächst nicht.

17:34 Uhr

Schlagzeilen am Abend

17:06 Uhr

Impfgegner überraschen bei Wahl in Oberösterreich

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Impfgegner sitzen künftig im Linzer Landtag.

(Foto: picture alliance / ULRIKE INNTHALER / APA / picturedesk.com)

Auch in Oberösterreich wird heute gewählt. Die Landtagswahl ist noch nicht vorbei, doch es gibt schon eine große Überraschung: Die Corona-Impfskeptiker der Liste Menschen-Freiheit-Grundrechte (MFG) schaffen es bei ihrem ersten Antreten problemlos in den Landtag in Linz. Nach ersten Hochrechnungen kommen sie auf rund sieben Prozent der Stimmen. Die Hürde liegt bei vier Prozent.

Die konservative ÖVP verteidigt ihren ersten Platz. Mit 36 bis 37 Prozent bleibt sie bei ihrem Ergebnis von 2015. Platz zwei geht an die rechtspopulistische FPÖ (rund 20 Prozent) vor der SPÖ (19) und den Grünen (12).

16:14 Uhr

Mord an Lehrerin in London - Polizei nimmt weiteren Verdächtigen fest

Nach der Ermordung einer Grundschullehrerin in London hat die Polizei eine "bedeutende Entwicklung" bekanntgegeben: In East Sussex sei ein 36-jähriger Mann festgenommen worden, teilten die Ermittler mit. Zwei weitere Männer, die im Laufe der Woche unter Mordverdacht festgenommen worden seien, befänden sich inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Die 28-jährige Lehrerin war am vergangenen Wochenende in einem Park im Südosten von London tot aufgefunden worden. Sie befand sich auf einem kurzen Fußweg von ihrer Wohnung zu einer Kneipe.

15:22 Uhr

Wertvolles Gemälde im ICE gestohlen

Unbekannte haben einem Künstler in einem ICE von Köln nach München ein 25.000 Euro teures Gemälde gestohlen. Der 44-Jährige sei auf dem Weg zu einer Auktion gewesen, teilte die Bundespolizei mit. Das Kunstwerk hatte er demzufolge bei der Fahrt am Freitag in eine Nische zwischen zwei Sitzen gestellt. Kurz nach der Abfahrt des Zuges sei er eingeschlafen. Und als er wieder aufwachte und in München aussteigen wollte, war sein Bild weg. Eine Auswertung der Videoaufzeichnungen am Bahnhof brachte zunächst keine Hinweise auf den oder die Täter.

14:44 Uhr

Dampflokbahn Molli kollidiert mit Wohnmobil - zwei Schwerverletzte

Die bei Touristen beliebte Dampflokbahn Molli ist im Landkreis Rostock mit einem Wohnmobil zusammengestoßen. Die beiden Insassen des Wohnmobils wurden dabei schwer verletzt.

Bei dem Unfall an einem Bahnübergang in Höhe von Wittenbeck sei das Wohnmobil erfasst und etwa 50 Meter mitgeschleift worden, sagte ein Kreissprecher. Im Zug sei nach derzeitigem Kenntnisstand niemand der rund 30 Fahrgäste der Mecklenburgischen Bäderbahn verletzt worden.

Update: Der 72-jährige Fahrer des Wohnmobils erlag seinen Verletzungen.

14:20 Uhr

Schichtwechsel

Heidi Ulrich verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme den "Tag" und versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Wahlsonntag - hier geht's übrigens zu unserem Liveticker.

14:10 Uhr

Nach Unfall - Züge fahren wieder über Wolfsburg

Gute Nachricht für alle Zugreisenden, die über Wolfsburg fahren wollen. Die Einschränkungen im Fern- und Nahverkehr seit dem Rangierunfall vorgestern sind wohl ausgestanden. Deutsche Bahn und Metronom sagen, die Züge würden wieder ohne Einschränkungen fahren. Vorher hatte es Störungen auf der Strecke Berlin-Bonn, Berlin-Basel und Berlin-Amsterdam gegeben. Zuerst war von Zugausfällen und Verspätungen bis Dienstagabend die Rede gewesen. Ersten Ermittlungen zufolge hatte ein Lokführer vorgestern in Wolfsburg ein Signal übersehen. Sein Enno-Zug geriet auf ein sogenanntes Notgleis. Die ersten drei Waggons sprangen aus den Schienen, rammten einen Strommast und rissen eine Oberleitung herunter. Verletzt wurde niemand, es entstand aber ein Millionenschaden.

13:37 Uhr

Status-Quo-Bassist Lancaster ist tot

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Alan Lancaster bei einem Auftritt in Stuttgart 2014.

(Foto: picture alliance / Jens Niering)

Der Mitgründer der britischen Rockband Status Quo, Alan Lancaster, ist tot. Der Bassist sei im Alter von 72 Jahren gestorben, schrieb die Gruppe auf ihrer Internetseite. Er litt seit Jahren an Multipler Sklerose. "Wir waren jahrelang Freunde und Kollegen und haben als "Frantic Four" gemeinsam mit Rick Parfitt und John Coughlan fantastische Erfolge gefeiert", sagte Quo-Sänger Francis Rossi. "Alan war ein zentraler Bestandteil des Sounds und des enormen Erfolgs von Status Quo in den 1960er und 1970er Jahren." Lancaster hatte die Band 1985 verlassen und anschließend auch juristische Auseinandersetzungen mit seinen früheren Band-Kollegen geführt. Für eine Reunion-Tour 2013/14 spielte er aber doch noch einmal mit der Stammbesetzung zusammen. Mit Rossi und Coughlan leben nun noch zwei der "Frantic Four". Parfitt war 2016 gestorben.

13:11 Uhr

Bergsteiger rettet Kletterpartner wohl das Leben

Schwer verletzt hat ein 47-Jähriger aus Deutschland eine Klettertour in Österreich überlebt. Das hat er wohl seinem Kletterpartner zu verdanken, der ihn aus einer lebensbedrohlichen Lage rettete. Die Polizei sagt, die beiden seien gestern am Hochwiesler bei Nesselwängle in Tirol unterwegs gewesen, als sich plötzlich ein Felsstück gelöst habe. Der 47-Jährige sei rund 20 Meter ins Seil gestürzt und danach bewusstlos geworden. Dem 50 Jahre alten Begleiter sei es gelungen, sich zu ihm abzuseilen, ihn zu fixieren und Erste Hilfe zu leisten. Der 47-Jährige wurde schließlich mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Innsbruck geflogen.

12:40 Uhr

Prognosen: Schweizer stimmen für "Ehe für alle"

Es sieht so aus, dass auch die Schweiz die "Ehe für alle" bekommt. Beim Volksentscheid hat sich anscheinend eine Mehrheit der Wahlberechtigten dafür ausgesprochen. Das geht aus ersten Prognosen des Umfrageinstituts gfs.bern nach Schließung der Wahllokale um 12 Uhr hervor. In Umfragen vor dem Referendum hatte sich bereits eine deutliche Mehrheit für die Neuregelung abgezeichnet, die in den meisten westeuropäischen Ländern bereits besteht.

12:26 Uhr

Teenager sollen Anschlag zu Columbine-Jahrestag geplant haben

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Vier Jugendliche wurden inzwischen angeklagt.

(Foto: dpa)

Im US-Bundesstaat Pennsylvania sind vier Jugendliche festgenommen worden, die einen Anschlag auf ihre Schule in Dunmore geplant haben sollen. Sie sollen vorgehabt haben, den Anschlag am 20. April 2024 zu verüben – dem 25. Jahrestag des Massakers an der Columbine High School. Das berichten US-Medien und berufen sich auf die Bezirksstaatsanwaltschaft. Laut dem Lokalsender WBRE fanden die Ermittler Nachrichten, in denen die Schüler über Pläne gesprochen hätten, "die Schule zusammenzuschießen". Darin habe es geheißen, sie hassten ihre Schule und wünschten sich, dass "alles so abläuft" wie in Columbine. Im Haus einer nun angeklagten 15-Jährigen seien Bauteile für Bomben und Listen mit Waffen, Munition und taktischer Ausrüstung gefunden worden.

Am 20. April 1999 hatten an der Columbine High School im Bundesstaat Colorado zwei bewaffnete Teenager zwölf Mitschüler und einen Lehrer erschossen, anschließend töteten sie sich selbst. 24 Menschen wurden verletzt.

12:02 Uhr

Delta-Airlines-Flieger in Athen notgelandet

Eine Maschine der US-Fluggesellschaft Delta Airlines ist auf dem Flughafen von Athen notgelandet. Das teilte die Feuerwehr mit. Ersten Berichten zufolge soll der Airbus A333 Probleme mit dem Bremssystem gehabt haben. Der Pilot habe den Kontrollturm am Athener Flughafen um Erlaubnis für eine Notlandung gebeten, als die Maschine die griechische Insel Ägina überflog, hieß es. Das Flugzeug sei zuvor mit 248 Passagieren an Bord in Atlanta gestartet. Ob jemand verletzt wurde, ist noch nicht bekannt.

11:07 Uhr

Bericht: Provinzen richten Konten für Evergrande-Projekte ein

China Evergrande
China Evergrande ,49

In China droht nach wie vor der Kollaps des hoch verschuldeten Immobilienriesen Evergrande. Was passiert mit den zahlreichen unvollendeten Bauprojekten? Mehrere chinesische Lokalregierungen sollen inzwischen Vorkehrungen getroffen haben und Depotkonten für diese Projekte eingerichtet haben. So solle sichergestellt werden, dass die Gelder von Immobilienkäufern für die Fertigstellung von Bauvorhaben verwendet werden und nicht für andere Zwecke, etwa für Zahlungen an Gläubiger, berichtet das Finanzmagazin "Caixin". In mindestens acht Provinzen, in denen Evergrande die meisten noch nicht beendeten Projekte habe, seien diese Konten seit Ende August eingerichtet worden, zitierte das Magazin eine Person aus dem Umfeld des Immobilienkonzerns. Die Sorge vor einem Zusammenbruch bekam am Freitag nochmal Auftrieb, als Evergrande eine Zahlungsfrist für Anleihezinsen kommentarlos verstreichen ließ. Die Aktie brach daraufhin um zwölf Prozent ein.

10:34 Uhr

Israel meldet Operation gegen Hamas, vier Tote im Westjordanland

Das israelische Militär hat nach Angaben der palästinensischen Behörden im Westjordanland mindestens vier Palästinenser getötet. In israelischen Medien war zuvor von Razzien und Schusswechseln an verschiedenen Orten die Rede.

  • Der israelische Ministerpräsident Bennett sagte, es habe eine Operation gegen Mitglieder der radikal-islamischen Hamas gegeben, die kurz davor gewesen seien, Terroranschläge zu verüben.
  • Ein Sprecher der im Gazastreifen herrschenden Hamas sprach von "Märtyrern", deren Tod Ergebnis der israelischen Zusammenarbeit mit der Palästinenserbehörde im Westjordanland sei.

09:46 Uhr

Tom Felton meldet sich nach Kollaps zurück

Schauspieler Tom Felton geht es wieder besser. Der "Harry Potter"-Star war am Donnerstag bei einem Promi-Golfturnier im US-Bundesstaat Wisconsin zusammengebrochen und in eine Klinik gebracht worden. "Ich wollte mich nur ganz herzlich für all die lieben Wünsche in letzter Zeit bedanken", sagt Felton, der am Tag vor dem Kollaps seinen 34. Geburtstag gefeiert hatte. Zur Ursache für den Zusammenbruch sagt er in dem Instagram-Video zwar nichts, erklärt aber: "Wirklich eine beängstigende Episode. Aber ich bin auf dem Weg der Besserung. Die Leute haben sich echt gut um mich gekümmert." Man brauche sich um ihn keine Sorgen zu machen, betont er und untermauert das mit einer musikalischen Einlage.

09:13 Uhr

USA öffnen Grenzübergang in Del Rio wieder

Die USA haben den Grenzübergang zu Mexiko in der texanischen Stadt Del Rio wieder geöffnet, nachdem das provisorische Migrantencamp dort geräumt wurde. Von der US-amerikanischen Zoll- und Grenzschutzbehörde hieß es, das gelte zunächst für den Reiseverkehr, ab Montag auch für den Frachtverkehr. Der Grenzübergang war vor rund einer Woche geschlossen worden. Die USA hatten vergangene Woche Tausende Haitianer per Flugzeug nach Port-au-Prince abgeschoben. In Del Rio hatten fast 15.000 Haitianer unter einer Brücke kampiert - mit dem Ziel, in den USA Schutz zu bekommen. Für Empörung sorgte, dass US-Grenzschützer zu Pferde haitianische Migranten am Grenzfluss auf aggressive Weise zusammentrieben.

Haiti steckt in einer schweren Krise. Teile des bitterarmen Landes werden von bewaffneten Banden kontrolliert. Anfang Juli wurde Präsident Moïse von einem Killerkommando erschossen. Zudem wird Haiti immer wieder von Naturkatastrophen getroffen. Bei einem schweren Erdbeben Mitte August kamen über 2200 Menschen ums Leben und mehr als 50.000 Häuser wurden zerstört.

08:38 Uhr

Drei Menschen durch Falschfahrer-Unfall gestorben

Drei Menschen sind am frühen Morgen bei einem Unfall auf der Autobahn 8 bei Pforzheim ums Leben gekommen, darunter der 35 Jahre alte Unfallverursacher. Der Mann war nach Angaben der Polizei mit seinem Wagen von einem Parkplatz aus entgegen der Fahrtrichtung auf die Autobahn aufgefahren. Dort prallte das Auto frontal in einen anderen Wagen: Zwei der Insassen dieses Wagens starben, zwei weitere wurden schwer verletzt. Auch der 35-Jährige erlag seinen Verletzungen.

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08:08 Uhr

Schweizer stimmen über "Ehe für alle" ab

Nicht nur bei uns wird heute abgestimmt, auch in der Schweiz haben die Menschen die Wahl. Sie entscheiden bei einer Volksabstimmung über die "Ehe für alle". Das Parlament hatte die Zulassung der Ehe für schwule und lesbische Paare als eines der letzten in Westeuropa beschlossen, aber Gegner wollen sie mithilfe eines Referendums verhindern. Sie wollen die Ehe nur als Verbindung zwischen Mann und Frau akzeptieren. Den Initiatoren sind vor allem Adoptionen durch gleichgeschlechtliche Paare oder Samenspenden für lesbische Paare ein Dorn im Auge.

07:50 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen!

So früh und noch viel Zeit bis die ersten Prognosen und Hochrechnungen eintreffen. Von daher spricht nichts dagegen, diesen Superwahltag erstmal ganz entspannt angehen lassen – darauf einen Schluck guten Kaffee!

Heute wird nicht nur der Bundestag neu gewählt. Deshalb könnte es in den Berliner Wahlkabinen besonders lange dauern: Die Wählerinnen und Wähler bekommen einen ganzen Haufen an Stimmzetteln, die ausgeklappt, sortiert und bearbeitet werden wollen. Abgestimmt wird über das Abgeordnetenhaus, die Bezirksverordnetenversammlungen und den Volksentscheid zum Thema Enteignung großer Wohnungskonzerne. Außerdem wird in Mecklenburg-Vorpommern der Landtag gewählt und in Niedersachsen geht es bei den Kommunalwahlen ins Stechen. Ab 18 Uhr wird es also gleich in mehrfacher Hinsicht richtig spannend. Schauen Sie gerne immer mal wieder bei unserem Wahl-Ticker rein. Was sonst noch - abseits von Wahlen und Corona - passiert, erfahren Sie hier im "Tag" in aller Kürze. Im Auge behalten wir unter anderem die Volksabstimmung über die Einführung der "Ehe für alle" in der Schweiz. Ich bin Heidi Ulrich und wünsche Ihnen einen schönen Sonntag!

07:17 Uhr

Drohmail-Affäre "NSU 2.0" - Ex-Polizist angeklagt

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Die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus bei der Generalstaatsanwaltschaft München hat den Mann angeklagt.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Ein ehemaliger Polizist gerät im Sommer 2020 in Zusammenhang mit der Drohschreiben-Serie "NSU 2.0" unter Verdacht. Dieser Mann ist nun wegen illegalen Waffenbesitzes angeklagt worden.

  • Er soll ohne Erlaubnis unter anderem zwei halbautomatische Selbstladepistolen und Munition besessen haben. Über die Zulassung der Anklage werde das Amtsgericht Landshut "in Bälde" entscheiden, sagte ein Gerichtssprecher.
  • Das Verfahren wegen illegalen Waffenbesitzes, das demnächst dann in Landshut verhandelt werden könnte, wurde abgetrennt. Die Haupt-Ermittlungen zu den Droh-Vorwürfen liegen bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt und sind noch nicht abgeschlossen.
  • Der Ex-Beamte aus Landshut und seine Frau werden verdächtigt, mehrere Schreiben mit volksverhetzenden und drohenden Inhalten an Bundestagsabgeordnete und andere Adressaten verschickt zu haben. Der Ex-Polizist hat die Vorwürfe zurückgewiesen.
  • Die Ermittler gehen aber davon aus, dass das Ehepaar in der Affäre um die Drohschreiben-Serie eher eine untergeordnete Rolle spielte und sprachen "Trittbrettfahrern".
Mehr dazu lesen Sie hier.
06:47 Uhr

Zwei Männer bei Tragschrauber-Absturz gestorben

In Hessen ist ein Tragschrauber abgestürzt, zwei Männer sind dabei ums Leben gekommen. Von der Polizei hieß es, das auch Gyrocopter genannte Fluggerät sei gestern westlich von Butzbach in einen Wald gestürzt. Bei den beiden Insassen handelte es sich demnach um einen 39-Jährigen und einen 47-Jährigen aus Baden-Württemberg. Die brennenden Trümmer des Fluggeräts wurden von der Feuerwehr gelöscht. Spezialisten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sollen klären, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Auch die zuständige Staatsanwaltschaft in Gießen ist in die Ermittlungen eingebunden.

06:25 Uhr

Jennifer Lopez und Paul Simon streamen Konzerte

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Paul Simon im New Yorker Central Park.

(Foto: REUTERS)

Das hat schon was, spontan beim Global Citizen Festival reinschalten zu können und zu schauen, wer gerade ein Konzert gibt. Eben um kurz nach 6 Uhr unserer Zeit hat Paul Simon "The Sound of Silence" gespielt. Im New Yorker Central Park standen unter anderem auch Jennifer Lopez und LL Cool J auf der Bühne. Am Abend hatte Elton John das weltweite Musikfestival mit einem Auftritt vor dem Pariser Eiffelturm eröffnet. Auch Ed Sheeran, die Black Eyed Peas und Stormzy traten in Paris auf. 24 Stunden lang gibt es außerdem in Städten wie Rio de Janeiro, Mumbai, Lagos und Sydney Konzerte. Die Nichtregierungsorganisation Global Citizen ruft Staaten, Unternehmen und Stiftungen zu Hilfszusagen auf, um eine Milliarde Bäume pflanzen, zwei Milliarden Impfstoff-Dosen in die ärmsten Länder zu bringen und 41 Millionen Hungernde mit Essen zu versorgen.

06:00 Uhr
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