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Der Sport-Tag Viele Sportler als Zeugen: Doping-Prozess gegen Mark S. hat begonnen

Heute hat in München der Prozess gegen den mutmaßlichen Doping-Arzt Mark S. und vier Helfer begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 42-Jährigen vor, über mehrere Jahre an diversen Sportlern Blutdoping durchgeführt oder Doping-Missbrauch organisiert zu haben. Darüber hinaus habe er sich der gefährlichen Körperverletzung schuldig gemacht.

  • Mark S. wurde im Februar 2019 nach einer Razzia bei sich zuhause in Erfurt und zeitgleichen Durchsuchungen bei der nordischen Ski-WM in Seefeld festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. In der sogenannten "Operation Aderlass" identifizierten die Ermittler 23 involvierte Sportler, in Deutschland und Österreich wurde gegen 50 Personen ermittelt.
  • Besonders Winter- und Radsportler zählten zum Kundenkreis des Arztes. Einige Athleten standen in Österreich bereits selbst vor Gericht und erhielten wegen Dopings Bewährungsstrafen.
  • Für einen der größten Dopingprozesse hierzulande (Aktenzeichen 2 KLs 380 Js 108323/19) hat das Landgericht München II 26 Verhandlungstage bis Weihnachten veranschlagt.
  • Dabei sollten auch viele ehemalige Sportler als Zeugen geladen werden.

Quelle: ntv.de