Wie Verantwortung wirktAnzeige

Nachhaltige Gemeinde Ein Dorf als Vorreiter im Klimaschutz

kfw_artikel2_b1_1024x582.jpg

Machte Steyerberg zum Vorreiter: Heinz-Jürgen Weber

(Foto: Dawin Meckel/Ostkreuz)

Klimaschutz ist Sache von Ländern und Regierungen – so die überwiegende Meinung. Dass sie auch im Kleinen gelingen kann, zeigt eine 5300-Seelen-Gemeinde in Niedersachsen – und das sehr erfolgreich.

Kennen Sie Flecken Steyerberg? Vermutlich nicht, wenn Sie nicht gerade in der Nähe wohnen. Dabei lohnt es sich, die 5.300-Seelen-Gemeinde im Landkreis Nienburg/Weser genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn der Ort zeigt mit einer ganzen Reihe innovativer Projekte, wie die Klimawende in Deutschland gelingen kann. Der ökologische Umbau ist hier bereits weit fortgeschritten, sehr viel weiter als fast überall sonst in Deutschland. Ein kostenloser E-Bus-Fahrdienst für Senioren und Vereine, grüner Wasserstoff aus Biogas, ein stattliches Fernwärmenetz – was die Gemeinde vorantreibt, um ihren eigenen CO2-Ausstoß um 95 Prozent zu senken, sehen Sie hier im Video.










Die viel diskutierte Klimawende – in Steyerberg ist sie in vielen Bereichen schon heute Realität. Auch die Herkulesaufgabe ist nun fast bewältigt: der Bau eines 29 Kilometer langen Fernwärmenetzes. Der Clou des Vorhabens: Wer sich Fernwärme liefern lässt, bekommt kostenlos einen Glasfaseranschluss dazu. Satte 42 Prozent der Haushalte haben sich bisher dafür entschieden. Damit "senken wir den persönlichen ökologischen Fußabdruck eines und einer jeden um eine Tonne CO2 pro Jahr", rechnet der langjährige Bürgermeister Heinz-Jürgen Weber vor.

Vielfach ausgezeichnetes Engagement

Ein Windrad gehört demnächst der Gemeinde

Ein Windrad gehört demnächst der Gemeinde

(Foto: Dawin Meckel/Ostkreuz)

Die Anstrengungen nachhaltigen Wirtschaftens haben dem Ort schon einige Auszeichnungen und damit Fördergelder eingebracht: Masterplan-Kommune für den Klimaschutz, mehrfache Nominierungen und Finalist beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis, "SmartRathaus"-Modellkommune der Nationalen Klimaschutzinitiative. Internationale Beachtung erfuhr Steyerberg, als sich der Ort 2015 mit einem Projekt für E-Mobilität bei der Weltklimakonferenz in Paris vorstellen durfte.

Flecken Steyerberg geht weiter voran

Mehr zum Thema

Der Elan der Bürgerinnen und Bürger hat seitdem nicht nachgelassen, im Gegenteil. Zusammen mit der Nachbargemeinde Liebenau hat sich Flecken Steyerberg jüngst beim Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstofftechnologie (NIP) als "HyExpert-Region" beworben. Auf der Eickhofer Heide, dem Areal der ehemaligen Munitionsfabrik, soll mit dem Strom von zwölf Windrädern grüner Wasserstoff produziert werden. Ebenfalls in Planung ist die Herstellung synthetischer Kraftstoffe aus dem Methangas der Steyerberger Biogas-Anlage und dem CO2 der Chemiefabrik, die schon die Fernwärme für den Ort liefert. 41 Windräder drehen sich bereits auf der Gemarkung von Flecken Steyerberg. Eines wird demnächst der Gemeinde gehören. Der Nachhaltigkeitseffekt ist immens: Ein einziges Windrad deckt den Stromverbrauch aller Privathaushalte in der Gemeinde.

Interessiert an weiteren spannenden Ideen und Projekten zum Klimaschutz in Deutschland? Dann schauen Sie jetzt in die KfW Stories.

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen