Wie Verantwortung wirktAnzeige

Nachhaltige Mobilität Mobilitätswende mit der Kraft der Sonne

Engagement für das Projekt: Schauspieler Bjarne Mädel

Engagement für das Projekt: Schauspieler Bjarne Mädel

(Foto: KfW Bankengruppe/Jonas Wresch)

E-Bikes für Afrika – mit der Idee machten jüngst der Hamburger Jürgen Perschon und der Schauspieler Bjarne Mädel Furore. Was dahinter steckt und wie die KfW dabei hilft, verraten die beiden im Interview.

Mit E-Bikes die Verkehrswende in Afrika voranzutreiben – das klingt zunächst abenteuerlich. Doch schnell stellt man fest, dass die Idee hinter dem Projekt äußerst innovativ ist. Denn mit dem neu entwickelten E-Bike gibt es einen konkreten Lösungsansatz, der auf dem gesamten afrikanischen Kontinent angewendet werden kann: ein kostengünstiges, an die regionalen Bedingungen angepasstes Verkehrsmittel jenseits fossiler Verbrenner.

Taxi, Kleintransporter, Abfallsammler, Krankentransporter – was mit dem "AfricroozE" genannten E-Bike alles möglich ist, erklären der Initiator Jürgen Perschon vom Hamburger Verein EURIST e.V. und Schauspieler Bjarne Mädel, der sich für das Projekt engagiert, im Video.

Herr Perschon, wie kommt man auf die Idee, Elektrofahrräder nach Afrika zu schicken?

Perschon: Die Idee kam auf, als ich das letzte Mal in Uganda war, wo wir gesehen haben, dass auf immer mehr Dächern Solarzellen waren. Und gleichzeitig sieht man hier in Deutschland die ganzen E-Bikes. Das war für mich und meine Initiative EURIST der Moment, mal darüber nachzudenken, ob man das kombinieren kann.

Warum unterstützen Sie dieses Projekt, Herr Mädel?

Mädel: Manchmal heißt es ja, wir wollen alles verändern, wir wollen, dass es gar keine Autos mehr gibt. Und das ist dann ein bisschen spinnert. Diese Sache mit den Fahrrädern, die war einfach so machbar und simpel, dass ich sofort überzeugt war von dem Projekt.

Was ist das für ein Fahrrad, auf das Sie die afrikanische Bevölkerung umsteigen lassen wollen?

Gemeinsam für "AfricroozE": Perschon und Mädel

Gemeinsam für „AfricroozE“: Perschon und Mädel

(Foto: KfW Bankengruppe/Jonas Wresch)

Perschon: Die E-Bikes werden in Indien vom weltgrößten Fahrradhersteller Hero Cycles für einen Bruchteil der üblichen Kosten produziert. Alle Teile, von der Schraube bis zum Tretlager, von der Speiche zur Felge, wurden nach deutschen Maßstäben entworfen und in Indien zusammengesetzt. Fast alle Ersatzteile sind auf den lokalen Märkten erhältlich. Herausgekommen ist ein E-Bike, das am Ende eine Ladekapazität von 460 Wh hat, 30 km/h schnell fahren kann und 40 bis 50 Kilometer im Radius bewältigt. Letztlich ist es durch das Expertenwissen der afrikanischen Partner designt worden. Die haben gesagt, wir brauchen einen niedrigen Einstieg, damit Frauen damit fahren können. Wir brauchen den Look eines Motorrads, weil das Fahrrad in Afrika kein Statussymbol ist.

Wie viele dieser Fahrräder sind bereits in Afrika unterwegs?

Mädel: Das Projekt hat angefangen mit drei Fahrrädern. Die sind über 20.000 Kilometer gefahren, nur von der Sonne angetrieben. Und jetzt kommt ein Container nach Uganda mit 100 Fahrrädern.

Was hat die KfW mit dem Projekt zu tun?

Perschon: Wir haben von der KfW über ihre Tochtergesellschaft DEG Mittel bekommen, um die ersten 100 E-Bikes herzustellen und diese in Uganda zu testen. Die DEG, das ist die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft. Sie finanziert, berät und begleitet private Unternehmen, die in Entwicklungs- und Schwellenländern tätig sind.

Welche langfristige Wirkung versprechen Sie sich?

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Mädel: Das Projekt wird nicht die ganze Welt verändern, aber wenigstens in Teilen wird es verhindern, dass es noch mehr Autos gibt. Jeder, der ein E-Fahrrad fährt, braucht sich kein Motorrad zu kaufen.

Das vollständige Interview finden Sie zusammen mit vielen weiteren spannenden Nachhaltigkeitsprojekten in den KfW Stories.

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