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Bandkollegen meiden ihn AC/DC-Drummer fühlt sich im Stich gelassen

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Phil Rudd ist enttäuscht von seinen Bandkollegen.

dpa

Phil Rudd bedrohte seinen Assistenten mit Mord, sieben Jahre könnte er dafür ins Gefängnis wandern. Auch wenn er sich vor Gericht vorbildlich verhält: Seine alten Bandkollegen gehen auf Abstand, was dem 60-Jährigen zu schaffen macht.

Der AC/DC-Schlagzeuger Phil Rudd, gegen den ein Prozess wegen Morddrohungen läuft, wird nach eigenen Angaben von seinen Bandkollegen gemieden. "Sie haben mich nicht angerufen", sagte Rudd dem australischen Sender Channel Nine. Er habe ihnen einen Brief geschrieben und versucht mit Band-Mitbegründer Angus Young in Kontakt zu treten, aber von keinem von ihnen gehört. "Ich bin sehr enttäuscht, aber so ist das Leben", fügte der 60-jährige Musiker hinzu. Rudd wird bei der aktuellen AC/DC-Tour von Chris Slade ersetzt, der früher schon einmal der Band angehörte.

Young reagierte auf die Kritik mit einer Erklärung: "Phil hat sich selbst in diese Lage gebracht", schrieb er. Rudd sei ein großartiger Schlagzeuger, aber er habe sich sehr zum Negativen entwickelt. "Er ist nicht mehr der Phil, den wir aus der Vergangenheit kannten", schrieb Young.

Rudd soll vergangenes Jahr in einem Telefonanruf seinen früheren Assistenten mit dem Tod bedroht haben. Einem früheren Geschäftspartner soll er 200.000 neuseeländische Dollar (143.000 Euro), ein Motorrad, eines seiner Autos oder ein Haus angeboten haben, wenn er den Mitarbeiter "entfernt". Rudd wurde festgenommen, in seinem Haus im neuseeländischen Tauranga wurden knapp ein halbes Gramm Metamphetamin und 91 Gramm Cannabis gefunden.

Vor Gericht bekannte sich Rudd im April überraschend schuldig, offenbar um eine mehrjährige Haftstrafe abzuwenden. Auf Channel Nine äußerte Rudd nun Bedauern über sein Verhalten: "Es war ein Fehler, wir machen alle Fehler. Ich war zu der Zeit sehr gestresst." Kurz zuvor ist sein Solo-Debüt "Head Job" gefloppt. "Der Start des Albums war ein verdammtes Desaster. Deshalb war ich wirklich angepisst", sagte Rudd.

Quelle: n-tv.de, hla/AFP

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