Unterhaltung

"Es ist natürlich einsam"Adrien Brody isolierte sich ein halbes Jahr im Hotelzimmer

16.05.2026, 10:11 Uhr
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Für seine persönlichen Beziehungen seien seine Rollenvorbereitungen nicht immer einfach, so der Schauspieler. (Foto: picture alliance / empics)

Der Schauspieler Adrien Brody ist bekannt dafür, sich in extremer Weise auf seine Rollen vorzubereiten. Für "Der Pianist" stellte er sein Telefon ab und zog aus seinem Haus aus. Nun spielt er am Broadway einen Häftling und sperrt sich monatelang ein.

Der zweifache Oscar-Preisträger Adrien Brody hat sich für sein Broadway-Debüt als Todeszellenhäftling für fünf Monate in einem Hotelzimmer isoliert, um sich besser in die Rolle hineinzuversetzen. "Es ist natürlich einsam", sagte der Schauspieler der US-Zeitschrift "Interview Magazine". "Aber ich spiele einen Mann, der noch viel tiefer in dieser Isolation lebte. Was ich erlebe, kratzt nur an der Oberfläche."

In dem Stück "The Fear of 13" porträtiert er den Amerikaner Nick Yarris, der mehr als zwei Jahrzehnte unschuldig in einer Todeszelle saß. Für solche Rollen sei es notwendig, auf gewisse Annehmlichkeiten und Freiheiten zu verzichten, sagte Brody.

Noch extremer habe er das für die Rolle des jüdischen Musikers Wladyslaw Szpilman in Roman Polanskis Holocaust-Drama "Der Pianist" getan, erzählte der Schauspieler. Damals sei er aus seinem Haus ausgezogen, habe das Telefon gänzlich abgestellt, Klavier spielen gelernt und eine Hungerdiät gemacht. Zu diesem Zeitpunkt habe er keine eigene Familie gehabt, daher habe er solche Methoden anwenden können. Für seine persönlichen Beziehungen sei es aber nicht einfach gewesen, führte er aus.

Brody ist seit Jahren mit der britischen Mode-Designerin Georgina Chapman zusammen, die aus ihrer früheren Ehe mit Harvey Weinstein zwei Kinder hat. Sie hatte sich von dem Hollywood-Produzenten getrennt, nachdem 2017 Anschuldigungen gegen Weinstein wegen sexueller Übergriffe öffentlich geworden waren.

Zwei Oscars für Brody

Brody hatte 2003 für "Der Pianist" seinen ersten Oscar als bester Hauptdarsteller gewonnen. Mit der Auszeichnung in der Kategorie stellte der damals gerade einmal 29-Jährige den Rekord als jüngster Schauspieler auf. 2025 kam für seine Rolle als jüdischer Architekt in dem Drama "Der Brutalist" die zweite Trophäe dazu.

Das Broadway-Stück "The Fear of 13" ist noch bis Mitte Juli in New York zu sehen. Zuvor hatte die Produktion einen erfolgreichen Lauf in London.

Quelle: ntv.de, gri/dpa

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