"Beste und sicherste Option"Ariana Grande verschiebt Konzerte wegen Sicherheitsbedenken

Die Popsängerin Ariana Grande wird wohl niemals den Anschlag auf ihr Konzert in Manchester vergessen. Vor neun Jahren starben dabei 22 Menschen. Einen anderen Schockmoment erlebt sie im November des vergangenen Jahres. Jetzt gibt es Probleme in der Sicherheit für drei geplante Konzerte.
Ariana Grande hat drei Konzerte ihrer "Eternal Sunshine Tour" verschoben, betroffen sind Brooklyn und Boston. Den Schritt kündigte die Sängerin in ihren Instagram-Storys an. Der Grund seien Produktionsprobleme, die kurz vor den Auftritten Sicherheitsbedenken aufgeworfen hätten.
Konkret wandert das ursprünglich für den 12. Juli angesetzte Konzert im Barclays Center in Brooklyn auf den 14. Juli. Zwei Boston-Termine im TD Garden, geplant für den 22. und den 24. Juli, finden nun am 23. und am 26. Juli statt. Alle bereits gekauften Tickets behalten für die neuen Termine ihre Gültigkeit, weitere Informationen sollen die Käuferinnen und Käufer direkt erhalten.
In einer Botschaft an die Fans entschuldigte sich Grande für die Unannehmlichkeiten. "Wir bedauern diese unglücklichen Terminverschiebungen sehr", schrieb sie. "Das war unsere beste und sicherste Option, nachdem uns diese Herausforderungen mit der Produktion bewusst geworden sind."
Dass Grande die Sicherheit besonders am Herzen liegt, hat einen ernsten Hintergrund. Nach einem ihrer Konzerte in der Manchester Arena hatte sich 2017 ein Anschlag ereignet, bei dem 22 Menschen ums Leben kamen. Das Thema begleitet die Sängerin seither durch ihre Karriere.
"Sicherheit an erster Stelle"
"Das Allerwichtigste für uns alle ist die Sicherheit, an erster Stelle, und außerdem sicherzustellen, dass ihr alle die Show so seht, wie sie ablaufen soll", führte Grande aus. "Vielen Dank für euer Verständnis, und ich kann es kaum erwarten, euch zu sehen." Betroffen seien zunächst nur die drei genannten Termine, der übrige Teil der Nordamerika-Tour soll wie geplant über die Bühne gehen.
Die "Eternal Sunshine Tour" war erst Anfang des Monats gestartet - für Grande die Rückkehr ins Tourleben nach mehreren Jahren, in denen sie sich auf Film- und Musikprojekte konzentriert hatte. Dazu zählte ihre Rolle als Glinda in der Verfilmung von "Wicked". Ihre letzte große Headliner-Tour, die "Sweetener World Tour", war 2019 nach rund 100 Auftritten weltweit zu Ende gegangen.
Auf dem weiteren Tourplan stehen unter anderem Chicago und Sunrise in Florida sowie Montreal, ehe Grande die Reihe von Mitte August bis Anfang September mit mehreren Konzerten in London beschließt. Parallel hält die Sängerin an ihrem Tempo fest: Ihr achtes Studioalbum "Petal" soll am 31. Juli erscheinen.
Bei Filmpremiere bedrängt
Bei der Premiere ihres Films "Wicked 2" in Singapur hatte Ariana Grande im November 2025 einen Schockmoment erlebt. Der 26-jährige Influencer Johnson Wen war während der Filmpremiere in den Universal Studios Singapur über eine Absperrung gesprungen, auf die Sängerin und Schauspielerin zugestürmt und legte seinen Arm um sie.
Grandes "Wicked"-Co-Star Cynthia Erivo schritt sofort ein und schubste den Mann energisch zur Seite. Danach griffen Sicherheitskräfte zu und führten ihn ab. Ariana Grande wirkte sichtlich geschockt und musste von Erivo getröstet werden.
Der 26-Jährige war zuvor bereits mehrfach durch Störungen öffentlicher Events oder das Stürmen von Konzertbühnen aufgefallen, unter anderem sprang er im Juni während eines Katy-Perry-Konzerts auf die Bühne und im August bei einem Auftritt von The Weeknd. In den sozialen Medien tritt der Influencer unter dem Pseudonym "Pyjama Man" auf. Nach dem Vorfall teilte er sogar ein Video des Übergriffs auf seinem Instagram-Account. Dazu schrieb er: "Liebe Ariana Grande, danke, dass ich mit dir auf den gelben Teppich springen durfte."