Unterhaltung

"Rock am Ring" und mehr abgesagt Auch der Festival-Sommer 2021 fällt aus

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Zum zweiten Mal müssen Musikfans in diesem Sommer auf das Live-Erlebnis verzichten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach den Corona-bedingten Absagen sämtlicher Musikfestivals im vergangenen Jahr hoffen Musikfans lange, die Situation könne sich bis zum nächsten Sommer wieder entspannt haben. Jetzt aber ist klar, dass zumindest Veranstalter Eventim Live das Risiko nicht eingehen wird und unter anderem "Rock am Ring" absagt.

Schon im vergangenen Sommer hatten Musikfans auf sämtliche Veranstaltungen verzichten müssen. Neben den Clubs und kleineren Veranstaltungsorten mussten sich auch alle Festivals der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden Maßnahmen beugen. Wer für diesen Sommer auf eine Verbesserung der Lage spekulierte, wird nun enttäuscht. Der Veranstalter Eventim Live hat bereits die Absage von insgesamt sieben Festivals in Deutschland und der Schweiz bekannt gegeben.

Auch im Sommer 2021 werden weder "Rock am Ring" noch "Rock im Park", ursprünglich mit Bands wie Green Day, System Of A Down und Volbeat für den 11. bis 13. Juni geplant, über die Bühnen gehen. "Rock am Ring" hätte im vergangenen Jahr sein 35-jähriges Jubiläum gefeiert, "Rock im Park" hätte zum 25. Mal stattgefunden.

Und auch das "Hurricane" und das damit verbandelte "Southside", die vom 18. bis 20. Juni hätten stattfinden sollen, fallen erneut aus. Außerdem von den Absagen betroffen sind das "Deichbrand Festival" bei Cuxhaven (15. bis 18. Juli), "SonneMondSterne" im thüringischen Saalburg (13. bis 15. August) und "Greenfield" in der Schweiz (3. bis 5. Juni).

"Die Veranstalter mussten sich aufgrund der weiterhin bestehenden unsicheren Infektionslage zu einer Absage entscheiden", heißt es in der entsprechenden Mitteilung. Das betrifft natürlich nicht nur Hunderttausende Fans, sondern vor allem auch sehr viele Mitarbeiter, die das zweite Jahr in Folge ohne Job dastehen und auf Veranstaltungen im Jahr 2022 hoffen müssen, die nun in die Planung gehen.

"Sicherheit und Schutz gehen vor"

"Wir bedauern die Absage sehr und teilen die Enttäuschung aller Beteiligten. Aber Sicherheit und Schutz der Gesundheit von Fans, Künstlern, Festival-Teams und Partnern gehen selbstverständlich vor", so Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg. "Klar ist aber auch, dass die weiterhin unsichere Lage die dramatische wirtschaftliche Situation der Livemusik-Branche weiter verschärft. Wir arbeiten auf vielen Ebenen daran, dass Livekultur möglichst schnell und sicher auf die Bühne zurückkehren kann."

Eventim-Geschäftsführer Frithjof Pils ergänzt: "2021 sollte eigentlich der Sommer des Wiedersehens werden und die Festivalveranstalter haben viel Arbeit und Zeit in Hygiene- und Infektionsschutzkonzepte investiert, um dieses möglich zu machen. Angesichts der weiterbestehenden epidemischen Lage und verbundener Auflagen mussten wir jetzt jedoch schweren Herzens einsehen, dass Festivals dieser Größenordnung zurzeit noch nicht durchführbar sind. Wir richten unser Augenmerk daher nun auf den Festivalsommer 2022 und wollen diesen für uns alle unvergesslich machen."

Fans, die bereits in diesem oder sogar vergangenem Jahr Tickets erworben haben, können diese online für 2022 umbuchen. Mehr dazu gibt es auf der Website des Veranstalters.

Quelle: ntv.de, nan/spot

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