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Auftritt beim Semperopernball BGH erklärt Campbell-Rechnung für nichtig

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Kurz-Auftritt vor vier Jahren: Campbell blieb dennoch in Dresden in Erinnerung.

picture alliance / Sebastian Kah

Sie kam, sah und schickte eine Rechnung: Statt dem Dresdner Semperopernball Glanz zu verleihen, schaute Model-Diva Campbell nur kurz vorbei, kassierte einen Orden und war wieder weg. Das alles sollte 56.000 Euro kosten.

Top-Model Naomi Campbell bekommt für einen Kurzauftritt beim Dresdner Semperopernball 2015 keine Gage. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in letzter Instanz. Eine entsprechende Revision sei per Beschluss vom 31. Januar zurückgewiesen worden, sagte eine BGH-Sprecherin.

Bei dem Streit ging es um eine Zahlung von 55.930 Euro, die Campbells Künstleragentur für einen Auftritt beim Semperopernball im Jahr 2015 verlangt hatte. Das heute 48 Jahre alte britische Model hatte sich nur wenige Minuten auf dem Ball gezeigt und einen St.-Georgs-Orden entgegengenommen. Die als Diva bekannte Campbell war mit Privatjet angereist, hatte nicht einmal ein Ballkleid angezogen und war nach knappen und vorgefertigten Dankesworten umgehend mit der Schatulle wieder abgerauscht - zum Flughafen.

Ball-Impresario Hans-Joachim Frey gab damals an, das Engagement am Tag zuvor abgesagt zu haben. Campbells Agent vertrat jedoch die Auffassung, dass es einen mündlichen Vertrag gab, und zog vor Gericht.

Mit der Entscheidung des BGH ist ein Urteil des Dresdner Landgerichts rechtskräftig, das dem Semperopernball recht gab. Es können keine Rechtsmittel mehr eingelegt werden. Der Campbell-Prozess sei das erste Gerichtsverfahren in der Geschichte des Semperopernballs gewesen, teilte der Ballverein mit. Man werde auch in Zukunft auf Verlässlichkeit und Fairness gegenüber allen Partnern setzen, hieß es. Der nächste Semperopernball wird am 7. Februar 2020 in Dresden gefeiert.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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