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"Mein normales Leben sollte weitergehen", sagte Becker in dem Interview.
"Mein normales Leben sollte weitergehen", sagte Becker in dem Interview.(Foto: imago/Matrix)
Dienstag, 19. Juni 2018

"Fakt, dass ich Diplomat bin": Becker äußert sich zum Pass-Streit

Seine Immunität als Diplomat für Zentralafrika sollte Tennislegende Boris Becker in seinem Insolvenzverfahren helfen. Doch ausgerechnet der Außenminister des bitterarmen Landes stellt diesen Status infrage. Nun meldet sich Becker persönlich zu Wort.

Im Streit um seine angebliche diplomatische Immunität hat sich Boris Becker in einem Interview zu Wort gemeldet. "Es ist aber nun eine Realität, es ist ein Fakt, dass ich heute Diplomat von Zentralafrika bin", sagte der 50-Jährige in einem per Video veröffentlichten Interview vom "Top Magazin Frankfurt". Sein Posten als "Attaché für die Beschaffung von Mitteln für sportliche, kulturelle und humanitäre Angelegenheiten" habe aber nichts mit einem laufenden Insolvenzverfahren gegen ihn zu tun.

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"Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun", betonte Becker. Er sagte weiter: "Es ist richtig, dass mein Diplomatenstatus einige Privilegien beinhaltet. Zum Beispiel Immunität bei den besonderen Fällen, das muss man prüfen, aber das ist für mich nicht vordergründig wichtig." Er persönlich habe vom Botschafter der Zentralafrikanischen Republik im April den "Pass" bekommen. "Mehr kann man dazu nicht sagen."

Der Außenminister des bitterarmen Landes hatte zuvor der "Welt" gesagt, Becker genieße keine diplomatische Immunität. Er widersprach damit wiederum dem eigenen Botschafter in Brüssel - dieser hatte am Sonntag der Deutschen Welle gesagt, Becker habe einen Diplomatenpass und könne sich in einem Insolvenzverfahren auf diplomatische Immunität berufen. Am Dienstag war dann die Rede von einem "gefälschten Pass".

Becker sagte auch, dass das Insolvenzjahr, das eigentlich diese Woche habe enden sollen, nun bis Ende Juli verlängert worden sei. Er habe seine Schulden beim Insolvenzverwalter bezahlt. "Mein normales Leben sollte weitergehen." Der Hauptgläubiger meine aber, er schulde ihm mehr als doppelt so viel aufgrund von 25 Prozent Zinsen, die auf die Schuld aufgerechnet worden seien. Dies sei aber "weder rechtskräftig noch rechtswirksam". Das sei der Grund, warum man sich vor Gericht noch nicht einig geworden sei.

Quelle: n-tv.de