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"Ich konnte nicht mehr"Bianca Heinicke empfindet ihren Youtube-Rückzug "völlig egoistisch"

06.02.2026, 21:00 Uhr
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Allein auf Instagram folgen Bianca Heinicke mehr als 7,9 Millionen Menschen. (Foto: picture alliance / Panama Pictures)

Mit ihrem Youtube-Kanal "BibisBeautyPalace" wird Bianca Heinicke eine der erfolgreichsten Influencerinnen Deutschlands - bis sie sich zurückzieht. In einem emotionalen Interview spricht sie über frühere Burnout-Gedanken und ihr Ehe-Aus, das ein Umdenken auslöste.

Jahrelang war Bianca Heinicke als "Bibi" eines der bekanntesten Gesichter der deutschen Youtube- und Instagram-Szene. Dann verschwand die heute 33-Jährige plötzlich. 2022 zog sich die Influencerin ohne große Vorwarnung aus der Öffentlichkeit zurück. In einem Interview im ARD-Format "deep und deutlich" gibt Heinicke nun erstmals tiefe Einblicke in die Gründe.

Den Anfang machte die Trennung von Ehemann Julian Claßen. "Bei mir war erst der Umbruch privat, dass ich mich von meinem Mann getrennt habe", offenbarte Heinicke. Dieses Erdbeben im Privatleben habe alles ins Rollen gebracht: "Ich habe mein ganzes Leben von A bis Z hinterfragt." Die Entscheidung, sich von der Öffentlichkeit abzuwenden, sei dabei gar keine bewusste gewesen. "Mein Körper hat das einfach gemacht. Ich war an einem Punkt, ich konnte nicht mehr."

Neben der privaten Krise drückte auch die permanente Belastung des öffentlichen Lebens auf Heinicke. "Ich war ein Workaholic. Ich habe einfach immer gearbeitet", gab Heinicke zu. Einen Burnout schließe sie rückblickend nicht aus: "Ich war in diesem Leben, in diesen Entscheidungen, in dem Konstrukt so gefangen, dass ich mir in dem Moment gar keine Zeit genommen habe, das zu begreifen." Das Gefühl, dass etwas grundlegend nicht stimmte, sei dennoch immer stärker geworden. "Irgendwann kann man so etwas nicht mehr unterdrücken. Es ist einfach herausgekommen."

Heinicke begann nach Ehe-Aus eine Therapie

Der Rückzug sei der erste Moment gewesen, in dem sie auf Social Media "völlig egoistisch gehandelt" habe: "Was brauche ich jetzt? Was fühlt sich gerade richtig für mich an?" Statt ihre Community zu bedienen, hörte Heinicke erstmals auf sich selbst.

Nur wenige Tage nach der Trennung von Claßen begann Heinicke eine Therapie. "Das war schon echt wichtig für mich, weil da auch echt nochmal ganz andere Themen aufgekommen sind, die bis dahin gar keinen Platz in meinem Leben hatten." Die Sitzungen hätten ihr geholfen, sich selbst wiederzufinden: "Es war wie ein Neustart für mich. Ich musste eigentlich erst mal herausfinden: Wer bin ich eigentlich und was wünsche ich mir für mein Leben."

Irgendwann kehrte der Drang zurück, die Plattform wieder zu nutzen. "Es hat sich so falsch angefühlt, diesen Kanal einfach so wegzuschmeißen", erklärt Heinicke. Aber ein sanftes Comeback kam für sie nicht infrage: "Für mich persönlich war ganz klar: Es muss sich ganz viel ändern." Sie wollte die Chance nutzen, ihre Millionen-Reichweite - allein auf Instagram folgen ihr mehr als 7,9 Millionen Menschen - für "etwas Positives" einzusetzen, sagte Heinicke über ihr Social-Media-Comeback.

Eine ganz neue Persönlichkeit kann Heinicke ab dem 27. Februar auf der Tanzfläche entwickeln: Sie gehört zu den Kandidatinnen und Kandidaten der 19. Staffel von "Let's Dance" (live bei RTL und auf RTL+ zum Streamen).

Quelle: ntv.de, bho/spot

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