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"Kann Anklagepunkte widerlegen" Boris Becker gibt sich vor Prozess kämpferisch

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"Bin ein Mensch, der niemals aufgibt", sagt Becker über sich.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Boris Becker wird mangelnde Kooperation in seinem Insolvenzverfahren vorgeworfen. Dafür muss er sich ab März vor Gericht verantworten. "Wenn alles gegen mich läuft, habe ich ein Problem", sagt die Tennis-Legende. Dennoch blickt der 54-Jährige optimistisch nach vorne.

Der dreimalige Wimbledonsieger Boris Becker blickt seinem Strafprozess vor einem Gericht in London zuversichtlich entgegen. "Ich bin ein positiv eingestellter Mensch, glaube grundsätzlich immer an das Gute und an die englische Gerichtsbarkeit. Deswegen macht mich der Gedanke an den Gerichtsprozess nicht schlaflos", sagte der frühere Tennisprofi in einem Interview der "Bild am Sonntag".

"Habe ich großen Respekt davor? Ja. Bin ich angespannt? Ja. Bin ich manchmal auch nervös? Ja." Er sei aber "nicht panisch. Wir, meine Anwälte und ich, sind bestens vorbereitet. Ich werde persönlich versuchen, die Vorwürfe bei jedem der 24 Anklagepunkte widerlegen zu können", sagte der gebürtige Leimener. Er sei "froh, dass der Prozess jetzt endlich losgeht und das Gericht ein Urteil sprechen wird. Die vergangenen fünf Jahre waren verdammt lang, die härtesten meines Lebens", wurde er zitiert.

Der Prozess vor dem Southwark Crown Court in London soll am 21. März beginnen. Becker wird vorgeworfen, in seinem Insolvenzverfahren in England teilweise Vermögenswerte verheimlicht und Trophäen nicht ausgehändigt zu haben. Becker bestreitet die Vorwürfe. In einer ersten Anhörung hatte er sich in allen Anklagepunkten für nicht schuldig erklärt. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu sieben Jahre Haft.

"Wenn alles gegen mich läuft, habe ich ein Problem. Aber ich bin ein Mensch, der niemals aufgibt und immer bis zum Ende kämpft", sagte der frühere Weltranglisten-Erste. Auf die Frage, ob er das Wort Gefängnis nicht in den Mund nehme, antwortete Becker: "Nein. Auch bei mir muss die Unschuldsvermutung gelten."

Er dürfe vor Prozessbeginn inhaltlich auf keinen der Punkte eingehen, sagte Becker und äußerte, dass viele den Strafprozess mit dem Insolvenzverfahren verwechselten. In dem anstehenden Verfahren werde entschieden, "ob ich mich strafbar gemacht habe. Meine Insolvenz läuft unabhängig davon weiter. Sie ist in dem Moment beendet, wenn alles, was einmal mir gehörte, verkauft ist", sagte er. Natürlich werde er "jedes Urteil akzeptieren. Aber ich hoffe, dass die Richterin und die zwölf Geschworenen ein gerechtes Urteil fällen."

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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