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Hält Kevin Spacey für "keine besonders gute Person": Bryan Cranston.
Hält Kevin Spacey für "keine besonders gute Person": Bryan Cranston.(Foto: imago/Sven Simon)
Freitag, 10. November 2017

"Seine Karriere ist vorbei": "Breaking Bad"-Star schreibt Spacey ab

In den vergangenen Tagen jagt ein Vorwurf gegen Kevin Spacey den nächsten. Der "House of Cards"-Star selbst indes ist abgetaucht. Schafft er es noch einmal aus der Versenkung? Sein "Breaking Bad"-Kollege Bryan Cranston sieht da schwarz.

Zumindest was ihren Kultstatus in jüngeren Serienproduktionen angeht, begegnen sich Bryan Cranston und Kevin Spacey auf Augenhöhe: Während Cranston in seiner Rolle des "Walter White" in "Breaking Bad" umjubelt wurde, wurde Spacey für seine Verkörperung des skrupellosen Politikers "Francis Underwood" in "House of Cards" gefeiert. Doch menschlich scheinen sich die beiden Schauspieler deutlich voneinander zu unterscheiden.

Das jedenfalls legen Cranstons Äußerungen nahe, die er nun in einem Interview mit der BBC fallen ließ. Auf den um Spacey tobenden Sex-Skandal angesprochen, erklärte der 61-Jährige: "Er ist ein phänomenaler Schauspieler, aber keine besonders gute Person." Die Chancen, dass sich sein Kollege von den zahlreichen Vorwürfen der sexuellen Belästigung gegen ihn noch einmal erholt, hält Cranston offenbar für gering: "Ich denke, seine Karriere ist jetzt vorbei."

"Es ist nahezu animalisch"

Cranston erklärt, er sei nie selbst Zeuge eines Missbrauchs in Hollywood gewesen, aber "man weiß, dass das passiert". Dass Menschen ihre Macht, ihre Stellung oder ihren Status benutzten, um andere dazu zu bringen, etwas zu tun, das sie nicht tun wollen, geschehe jedoch in jeder Branche. "Es ist noch mehr als widerlich. Es ist nahezu animalisch", zeigt sich der Darsteller von den Vorkommnissen abgestoßen.

"Es ist eine Form von Mobbing. Es ist eine Form von Kontrolle. Meist wird es jungen und verletzlichen Männern oder Frauen angetan, die ihre Karriere starten", fährt Cranston fort. Er hoffe, dass sich nach der Enthüllungswelle, die wegen der Vorwürfe gegen Filmproduzent Harvey Weinstein ins Rollen gekommen war, die Dinge in der Filmindustrie ändern würden. "Die Säulen dessen, was war, stürzen ein. Alles kommt ans Licht", erklärt der Schauspieler. "Frauen und Männer sollten Fehlverhalten nicht tolerieren müssen, nur weil sie jung und unerfahren sind." Bleibt zu hoffen, dass sich diese Erkenntnis unter den Hollywood-Bossen herumspricht.

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Quelle: n-tv.de

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