Unterhaltung

Bauern siegen im Sommerhaus Busen-Bashing überschattet Finale

TB_ Bärchen und seine Ex-Freundin Micaela.jpg

Bärchen und seine Ex-Freundin Micaela.

(Foto: RTL)

Die Bauern sind das Sommerpaar 2018. Doch beim Wiedersehen fliegen die Fetzen. Bobby packt aus und schockiert mit einem Geheimnis. Doch dann das: erneut Body Shaming gegen Dani Büchner. Schluss mit dem Busen-Bashing!

Die gute Nachricht zuerst: Die schnupspigen Bauern sind "DAS Sommerpaar 2018" und dürfen sich die hart umzankten 50.000 Flocken einstreichen. Zuvor ging es zwar noch einmal hoch her, doch das ist nichts im Vergleich zum großen Wiedersehen nach dem Finale - aber der Reihe nach!

Wir erinnern uns: Blancos "Roberta" hat mit ihrer Stimme dafür gesorgt, dass den jungen "Influencern" das Finale verwehrt blieb. Doch es stellte sich heraus, dass die "Roberta" die beiden nur versehentlich rausgepfeffert hat, und zwar, weil sie "zu blöd ist, 'nen Zettel zu lesen". Ja, wegen der Frau Blanco verpassten die lieben Liebenden das "Fucking Finale". Oh, verflixte Blödheit! "Roberta" ist manchmal "schwer von Kapee" und hätte eigentlich viel lieber Rotwein-aus-der-Tasse-Pichlerin Shawn und ihren Barbour-Jäckchen-Träger Patrick der Villa verwiesen.

"Du hast mich gefuckt, Lady!"

Die ganze Truppe auf einem Haufen.jpg

Die ganze Truppe auf einem Haufen.

(Foto: RTL)

Als das Paar davon erfährt, verdunkeln sich die Wolken am portugiesischen Himmel. Wie kann die "Roberta" nur so "ein allerletzter Mensch" sein? "Sorry, aber ich hab ein Riesenproblem mit dir!", echauffiert sich Sommerhaus-Lobbyist Patrick künstlich. Echt herrlich, wie diese unehrlichen Kasper auf "ein ehrliches Wort" bestehen. Shawn ist ob der blanco'schen Dolchstoß-Offenbarung schwer angeschlagen: "Du hast mich gefuckt", flüstert sie in ihr Mikro, das sie in ihrem latenten Halbsuff offenbar mit einem Walkie-Talkie verwechselt: "Fuck off, Lady! Over. Lady, oh Lady! Over!" Ja, und nicht zu vergessen: and out.

Nach und nach müssen Micaela und ihr Schmalzdackel "Bärchen", Frank und seine Elke sowie La Blanco und ihr Stenz das Haus verlassen. Kein Glück im Spiel, kein Anrecht aufs Finale, in dem die Schweizer und die Bauern stehen, und das, obwohl der Patrick überhaupt nicht "fucking nice" zu seiner "Großmutter" ist, der er andauernd vorwirft, "betrunken" zu sein: "Too much" für die liebenswerte, dünnfellige Durchlaucht: "Du machst mich permanent unten".

Was auffällt: Obwohl am Ende nur noch eine Handvoll Hansel durchs Haus krauchen und freie Betten-Auswahl herrscht, quetschen sie ihre versoffenen Leiber weiter in ihre zu engen Doppelstockbetten, während nebenan drei Meter Platz ist.

Tag der Abrechnung

Das war es also, das Sommerhaus 2018: Die Bauern liegen sich glückselig in den Armen und in der Yellow Press klickt der Beef zwischen den Ex-Bewohnern fantastisch. Doch als der Zuschauer sich gerade entspannt zurücklehnen will, geschehen sie: die besten Szenen überhaupt – ungefiltert.

Zurück in deutschen Landen treffen alle Bewohner erneut aufeinander. Aufgesparte Wahrheiten kommen ans Licht, Augen töten, Herzen brechen - jetzt wird abgerechnet.

Da sitzen sie, aufgehübscht und angepinselt in trauter Runde; heiß darauf, dem anderen die Meinung zu geigen – auch Dani Büchner, von deren Leistung im Haus man ja halten kann, was man will. ABER! Die Frau hat Tränen in den Augen und muss sich erneut für ihren Busen rechtfertigen.

Dani Bücher verteidigt sich.jpg

Dani Bücher verteidigt sich.

(Foto: RTL)

Ja, es ist Trash, vieles scheint gescriptet: "Konfro", aufs Maul – alles für das Publikum. Doch dann kommt sie: die Frage nach den büchnerischen Brüsten und was wohl ihre Kinder gesagt haben, als die 5-fach-Mutter im TV ihren Natur-Busen gezeigt hat.

Der normale Busen einer Frau Anfang vierzig. Ein Busen, der gestillt hat. Ein Busen ohne Silikon-Füllung. Dieser Busen ist Stein des Anstoßes. Weil er so aussieht, wie er aussieht (nämlich normal!), wird er als hässlich und unästhetisch empfunden. Als müsste Daniela Büchner sich schämen, als wäre der natürliche Busen einer Mutter eine Beleidigung für den Betrachter.

Einer Frau vor laufenden Kameras die Frage zu stellen, was ihre Kinder denn wohl zu ihrem Busen gesagt haben, ist mehr als kompromittierend, während es auf der anderen Seite vollkommen legitim zu sein scheint, dass Micaela Schäfer jedem ungefragt ihre "falschen Brüste" unter die Nase hält. Ist ja Imagepflege, ist schon okay.

Body Shaming der übelsten Sorte

Allein die Tatsache, dass Frau Büchner sich dasselbe Recht wie Frau Schäfer herausnimmt, nämlich blankzuziehen, sich aber für ihre "das Auge beleidigenden Brüste" rechtfertigen muss, ist Body Shaming der übelsten Sorte.

In der eingeredeten Illusion der Ironie macht Schäfer der "Vollblut-Mama" das Angebot, sich für ihren "Nacktkalender" auszuziehen, schließlich gäbe es ja "Fotoshop". Schade, dass es weder ein Programm noch eine App gegen Ignoranz gibt oder wie Wilhelm Busch sagen würde: "Dummheit ist auch eine natürliche Begabung". Micaela Schäfer hätte eine coole Frau sein können, eine Pro-Brust-Frau sozusagen, und zwar für alle Brüste, nicht nur ihre eigenen, falschen. Dass gerade sie sich mit einer derartigen Chuzpe über die weibliche Brust auslässt, ist so frauenfeindlich, wie es auch armselig ist.

Als habe man es schon geahnt, stimmt ihr Bärchen, der martialische Rhetoriker in den Konflikt mit ein: "Ja, ihr Büchners wurdet als Parasiten und Krebsgeschwür bezeichnet, aber dein Mann hat auch Arschloch zu mir gesagt!" Angriffslustig starrt er in Richtung der Auswanderer, um dann einen der besten Sprüche "ever" abzulassen: "Bleib ruhig, artikulier dich doch mal!"

Ja, Berti! Du auch! Wie war das denn jetzt genau mit dir und Bobby? Die packt aus, sie sei von dem sprechenden Broiler "die ganze Zeit nur benutzt" und "in die Öffentlichkeit gezerrt worden."

Ginger Costello und der Liebesbrief

Bobbys "unterkühlte Art" im Haus, die Unfähigkeit, sich in die Gruppe einzufinden: Dahinter habe die pure Verzweiflung gesteckt. Es ging nicht, die Bobby war "wie versteinert". Versteinert, weil sie ganz kurz vor ihrem Einzug erfuhr, dass ihr Bert sie betrügt. "Er hat dieser Ginger Costello einen Liebesbrief geschrieben. Das war ein Schock!"

Bobby weint, sie fühlt sich "unwohl, benutzt und verletzt". "Im Haus hat man mich als charakterlos hingestellt, eine, die nicht mal einen Gute-Nacht-Kuss gibt." Darauf das Puffmännchen: "Ich bin ein öffentlicher Mensch." Deswegen sieht man ihn auch gleich öffentlich an seiner neuen Ische an einem Strand von Malle rumnesteln.

Bobby erfuhr kurz vorm Einzug, dass es "eine andere gibt". Der Betrüger versucht, die Sache runterzuspielen: Doch Bobby kontert: "Du lügst! Du lügst, DU LÜGST!" Als sich "Roberta" bei der Betrogenen entschuldigt und Bert einsehen muss, dass sich "alle mit ihr solidarisiert haben", gesteht er: "Ja, ich kenne diese junge Dame – ich steh dazu".

Zwischendurch in diesem Affentheater ist es Bärchen, der von Micaela im Haus "wie ein Waschlappen hingestellt worden ist", ein Anliegen unbedingt noch zu erwähnen, dass nicht Micaela ihn, sondern er Micaela verlassen habe. Danke für diese wichtige Info oder wie Texas-Mum Shawn sagen würde: "Fuck him" - "over" … and out.

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema