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"Die kann sich ficken" Bushido wählt lieber AfD als Telekom

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"Stop Hating" - genau das richtige Motto: Bushido.

(Foto: imago stock&people)

Rapper Bushido macht wieder mal Schlagzeilen. Nicht mit der Steuerfahndung, sondern mit seinem üblichen Skandal-Repertoire. In einem Video bekennt er sich als AfD-Wähler, in einem anderen wettert er gegen die "Wichser" von der Telekom.

Kein Anschluss unter dieser Nummer. Im Falle Bushido bekommen diese Worte eine ganz neue Bedeutung. Sie könnten schließlich auch bestens als Überschrift eines knapp dreiminütigen Videos dienen, das der Rapper auf seiner Facebook-Seite postete. Darin redet sich der 37-Jährige mit allerlei Kraftausdrücken seinen Unmut über die Telekom von der Seele, die es seit vielen Monaten nicht geschafft habe, "in unserer Riesen-Villa-Gegend" einen Internet-Anschluss bereitzustellen. "Die Telekom kann sich ficken", lautet Bushidos Resümee im Gangsta-Jargon.

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Zugleich wundert er sich, die Telekom-Mitarbeiter hätten "anscheinend Paranoia, bei mir und Arafat vorbeizukommen". Er wisse gar nicht, warum. "Wir sind eigentlich ganz angenehme Mitmenschen." Um seine angenehme Art zu unterstreichen, schiebt er kurz darauf noch hinterher, die Telekom-Mitarbeiter seien "Wichser" oder wahlweise auch "Vollwichser" und "alle zusammen derselbe Haufen Kacke". Bei dem von Bushido erwähnten Arafat handelt es sich vermutlich um seinen Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker, Mitglied des umstrittenen Abou-Chaker-Clans.

Schon zuvor hatte sich Bushido bei Twitter über den Telekommunikationsanbieter echauffiert. "Eine absolute Schweinerei, was die Telekom mit uns da veranstaltet! Wechselt lieber den Anbieter!", schrieb er zu den Hashtags "Dreckshaufen" und "Abzocker". Eine Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. So schrieb das Service-Team "Telekom hilft" den Rapper direkt an: "Gerne helfen wir dir bei der Lösungssuche. Teile mir einfach mit, was genau los ist." Besänftigen konnte das Bushido jedoch auch nicht. "Seit wann dutzen wir uns?", giftete er stattdessen zurück. "Entschuldigen Sie, wir dachten, wir wären beim du. Viel wichtiger: Wir möchten helfen, dürfen wir?", antwortete "Telekom hilft" daraufhin zusammen mit einem Bild, auf dem "Sorry" steht. Doch anscheinend durften sie nicht. "Heute wieder Telekom angerufen, ich aufgelegt", hieß es stattdessen in einem späteren Tweet Bushidos.

"Die CDU, diese Bastarde"

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So viel Stress ohne Grund der Musiker derzeit offenbar mit der Internet-Versorgung seines Anwesens hat, so sehr steht er in anderer Hinsicht auf der Leitung. Ein Videoblog, den er in seinem Youtube-Kanal veröffentlichte, zeigt ihn mit Rap-Kollege Ali Bumaye über Politik fachsimpeln. "Scheiß drauf, ich wähle trotzdem AfD, Alter", entfährt es dabei Bushido, als es gerade um die Flüchtlingssituation in Deutschland geht. Bumaye will zunächst nicht so recht glauben, was er da gehört hat und fragt dann doch nochmal nach: "AfD? Das ist doch diese Hurensohn-Nazi-Partei, oder? Die willst Du wählen?" Doch Bushido beharrt: "Einfach so, Alter! Ist mir scheißegal, ich wähle nie wieder die CDU, diese Bastarde, Alter!"

Bumaye steigt an dieser Stelle aus dem Gespräch lieber aus: "Zum Glück kenne ich mich da nicht aus so mit dieser ganzen Politik. Darum werde ich einfach mal dazu jetzt gar nichts sagen. Ich war noch nie in meinem Leben wählen, ich schwöre auf alles." Einer, der offenbar stolz darauf ist, noch nie gewählt zu haben. Und einer, der zwar gern in die auch bei Salafisten beliebte Berliner Al-Nur-Moschee geht, aber AfD wählen will - da hätten sich dann mal zwei echte Politik-Checker gefunden.

Quelle: n-tv.de, vpr

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