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"Alles cool!" Capital Bra und Bohlen legen "Beef" bei

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Capital Bra ist einer der derzeit erfolgreichsten Deutsch-Rapper, Dieter Bohlen ist dafür schon seit Jahrzehnten dick im Geschäft.

(Foto: imago/Photopress Müller / imago/Future Image)

Capital Bra und Dieter Bohlen haben außer ihres Erfolgs nicht besonders viel gemeinsam. Das wird auch deutlich in einem Streit, den sie in den sozialen Netzwerken austragen. Nun sollen sich die zwei vertragen haben - mit überraschenden Folgen.

In einem Interview mit "Bild", bei dem es um das Comeback von Modern Talking geht, lässt Dieter Bohlen kein gutes Haar an Rapper Capital Bra. Während heute jeder den von Bohlen 1985 geschriebenen Modern-Talking-Hit "Cheri Cheri Lady" noch kenne, glaube er nicht, dass sich in 35 Jahren noch irgendjemand an einen Song von Capital Bra erinnern werde.

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"Jeder rappt da über seinen Maybach, und am Ende des Tages fahren die mit ihrem Fahrrad in ihre Zwei-Zimmer-Wohnung. Ich kenne keinen Rapper, der einen Maybach hat. Für ein Video leihen die sich ein Auto, und dann bringen sie es nach zwei Stunden fein säuberlich zurück", so der 65-Jährige.

Ein Straßenrapper wie Capital Bra kann das natürlich nicht auf sich sitzen lassen. In seiner Instagram-Story schießt der 24-Jährige entsprechend zurück. "Bratans, ich steh gerade auf und höre Dieter Bohlen macht Beef mit mir", wendet er sich an seine 2,7 Millionen Follower. "Er sagt, ich fahre Fahrrad und meine Musik würde in 35 Jahren keinen mehr jucken. Er sagt, ich wohne in einer Zwei-Zimmer-Wohnung. Du Schwanz!" Und dann zeigt er allen, die es interessiert, sein zweistöckiges Apartment in Berlin - samt Kinderzimmer und zwei Söhnen - sowie seine Autos vor der Tür, darunter ein Mercedes AMG.

"Dein Gesicht fällt bald ab"

"Das mit meiner Musik werden wir ja mal sehen. Also du nicht, aber ich schon", giftet der auf den Namen Vladislav Balovatsky getaufte Rapper mit russischen und ukrainischen Wurzeln. Und dann wird er auch noch persönlich: "Dein Gesicht fällt bald ab mit so viel Botox, wie du da rein geballert hast."

Wenig später dann die große Überraschung: versöhnliche Worte von Capital Bra. In einer weiteren Story gibt er an, eben mit "Herrn Dieter", einem "respektvollen Mann", telefoniert zu haben. Man habe "die Sache geklärt", sagt er weiter. Sogar von einem geplanten Treffen zwischen den beiden ist jetzt die Rede, ehe Capital Bra zu "Cheri Cheri Lady" mit dem Kopf wippt. Ein Video, das auch Bohlen in seiner Instagram-Story teilt und mit den Worten "Alles cool!" und Herzchen versieht. Anschließend gibt es ihn selbst zu sehen, wie er zu einem Song von Capital Bra tanzt. Nun machen bereits erste Gerüchte über einen möglichen Einstieg von Bra als Juror bei DSDS die Runde. Womöglich ist das aber doch ein bisschen vorschnell.

"Lieber in einer Fischfabrik arbeiten"

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Immerhin diesen Streit konnte Bohlen also beilegen. Einer, der womöglich gerade auch nicht so gut auf ihn zu sprechen ist, ist sein ehemaliger Modern-Talking-Mitstreiter Thomas Anders. Nachdem bekannt wurde, dass Bohlen am 31. August die Songs des einstigen Duos allein auf die Bühne in Berlin bringen wird, äußerte sich Anders dazu auf Nachfrage von "Bild" mit einem leicht ironischen Unterton.

Bohlen sagte im gestern veröffentlichten Interview: "Alle Passagen sind ja von mir, Text und Musik. Ich habe alle Songs als Erster gesungen, Thomas hat sie nachgesungen. Es ist interessant für die Menschen, die Songs in ihrer ursprünglichen Version zu hören." Darauf angesprochen gab Anders jetzt zurück: "Wenn die Songs in ihrer ursprünglichen Version so interessant sind, frage ich mich, warum sie mit Dieters Stimme keine Welthits geworden sind und er sie mit mir aufgenommen hat."

Ein Problem mit dem Auftritt habe er aber dennoch nicht, so Anders. "Ich wünsche Dieter viel Erfolg! Das ist nur fair, denn ich singe unsere Hits auf meinen Konzerten ja auch ohne ihn", sagte er zu "Bild". Dennoch kann Bohlen das offenbar nicht auf sich sitzen lassen und kontert: "Thomas singt seit Mitte der Achtziger 'You're My Heart, You're My Soul'. Das ist hart. Zehnmal im Jahr ist okay, aber hundertmal im Jahr, großer Gott. Da würde ich lieber in einer Fischfabrik arbeiten."

Quelle: n-tv.de, nan

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